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38 (2017 - 04 - 16)  Judith Bergman

Vorwärts ins Mittelalter!

Der Westen unterwirft

sich Blasphemiegesetzen

„In vielen Staaten mit Staatsreligion ist Gotteslästerung eine Straftat. In manchen dieser Staaten kann sie mit der Todesstrafe bestraft werden, z.B. in Saudi-Arabien, der Islamischen Republik Pakistan, der Islamischen Republik Afghanistan und der Islamischen Republik Iran. Ob und in welchem Umfang bestimmte Handlungen oder Äußerungen als „Blasphemie“ gelten, hängt ab von den rechtsgültigen Kriterien für ihre Feststellung und vom Stellenwert religiöser Traditionen und Wertorientierungen in einer Gesellschaft. Diese können sich innerhalb der Geschichte einer Religion stark wandeln.

Religiöse, besonders fundamentalistische Gruppen sehen oft bereits Dinge als Blasphemie an, die in westlichen Staaten explizit durch die Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Redefreiheit geschützt sind.

Die westlichen Länder sind durch das Zeitalter der Aufklärung geprägt und schützen explizit (meist in einer Verfassung) die Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Redefreiheit ihrer Bürger, solange sie keine Rechte Dritter massiv verletzen. Deshalb wird in westlichen Ländern nur selten der Vorwurf der Blasphemie erhoben; gelegentlich kommt es gleichwohl zu Verurteilungen wegen Blasphemie.“ Wikipedia

Der Westen unterwirft sich Blasphemiegesetzen. Dänemark hat beispielsweise anscheinend beschlossen, dass jetzt die Zeit ist, einen verstaubten, alten Gotteslästerungsparagraphen hervorzukramen. Dänemark hat immer noch eine Bestimmung gegen Blasphemie im Strafgesetzbuch, aber bis jetzt wurde sie nur dreimal angerufen. Das letzte Mal war vor fast einem halben Jahrhundert, im Jahr 1971. Dänemarks Generalstaatsanwalt hat nichtsdestotrotz soeben einen Mann der Verbrennung eines Korans angeklagt.


Im Westen gilt die Blasphemie als Straftat seit Jahrhunderten als Relikt der Vergangenheit. In einer weitgehend gottlosen Gesellschaft fühlen sich nur wenige Menschen durch blasphemische Kommentare oder Handlungen beleidigt. Christen gehen nicht auf angebliche Lästerer mit Gewehren und Messern los, und Verleger machen sich keine Sorgen um "beleidigte" Christen.

 

Im Jahr 1997 finanzierte der dänische öffentlich-rechtliche Rundfunk einen Künstler, der eine Bibel verbrannte und im nationalen Fernsehen ausstrahlte. Niemand wurde angeklagt, obwohl es Beschwerden gab und der Staatsanwalt den Fall untersuchte.


Dennoch wird ein dänischer Mann angeklagt. Er verbrannte seinen eigenen Koran in seinem eigenen Garten und postete dann das Video in eine öffentliche Facebook-Gruppe "Ja zur Freiheit, Nein zum Islam", mit dem begleitenden Text "Nehmen Sie Rücksicht auf Ihren Nachbarn, es stinkt, wenn er brennt". Rechtsanwalt Jan Reckendorff erklärte:


"Es ist die Auffassung der Staatsanwaltschaft, daß die Umstände der Verbrennung von heiligen Büchern wie der Bibel und dem Koran implizieren, daß es in manchen Fällen eine Verletzung des Gotteslästerungsverbots sein kann, die sich mit öffentlichem Spott oder einer Verachtung gegen eine Religion beschäftigt. Es ist unsere Meinung, dass die Umstände dieses Falles verlangen, dass es strafrechtlich verfolgt werden muss, damit die Gerichte die Möglichkeit haben, sich in dieser Angelegenheit zu äußern."


Der Generalstaatsanwalt hat die Bibel wohl nur höflichkeitshalber erwähnt. Immerhin wurde in Dänemark niemand für die Verbrennung einer Bibel verfolgt, noch nicht einmal ihre öffentliche Verbrennung im nationalen Fernsehen wurde als hinreichend beleidigend betrachtet. Der Koran ist eindeutig eine ganz andere Sache.


Die Entscheidung hat eine erneute Debatte über die Abschaffung des Blasphemie-Paragraphen in Dänemark hervorgerufen - ein Thema, das regelmäßig aufpoppt.


In Norwegen wurde das Blasphemieverbot im Jahr 2005 abgeschafft. Eine im Januar durchgeführte Umfrage ergab, dass 41 Prozent der norwegischen Muslime glauben, dass Blasphemie bestraft werden sollte, und 7 Prozent glauben, dass die Strafe für Gotteslästerung, egal wo, eine kapitale Strafe sein sollte.


In Großbritannien wurde mindestens ein Mann (im Jahr 2011) gerichtlich verfolgt und verurteilt für die Verbrennung des Korans und mehrere wurden 2010 und 2014 verhaftet.


Die Durchsetzung von Gotteslästerungsverboten, die in einem weitgehend nachchristlichen Europa so fehl am Platz sind, bringt das Mittelalter zurück, als die Gotteslästerung von der Kirche heftig verfolgt wurde. Ist das wirklich angebracht in der modernen europäischen Gesellschaft, nach Jahrhunderten des Kampfes um die Redefreiheit?

 

In Kanada werden mittlerweile Anti-Islamophobie-Gesetzesvorstösse, die allmählich alle Kritik am Islam verbieten - und Teil der muslimischen Gotteslästerungsgesetze - verabschiedet. Das Parlament von Ontario hat im Februar eine Anti-Islamophobie-Motion einstimmig gutgeheissen. Die Motion fordert die Legislative auf, "gegen alle Formen von Hass, Feindseligkeit, Vorurteile, Rassismus und Intoleranz einzustehen, die ...wachsende Flut anti-muslimischer Rhetorik und Gefühle" und "alle Formen von Islamophobie zu verurteilen". Unnötig zu sagen, dass keine solchen Motionen angenommen wurden, um das Judentum oder das Christentum zu schützen.


Im Oktober 2016 verabschiedete das kanadische Nationalparlament einstimmig eine Anti-Islamophobie-Motion, die das Ergebnis einer Petition war, die vom der Muslimbruderschaft nahestehenden Samer Majzoub, Präsident des kanadischen Muslim-Forums, eingereicht wurde. Zu der Zeit wusste niemand, was sie verurteilten: Kritik am Islam? Kritik an Muslimen? Diskussion darüber, ob ISIS eine wahre Manifestation des Islam ist? Niemand wusste es, denn niemand hatte sich die Mühe gemacht, es zu definieren.


Die fehlende Definition hat jedoch Iqra Khalid, ein Mitglied des Parlaments von der regierenden Liberalen Partei, nicht davon abgehalten, eine neue Motion, Motion M-103, auf dem Rücken der vorherigen im kanadischen Parlament einzubringen. Die Motion fordert, dass "Islamophobie" nicht nur verurteilt wird, sondern dass die Regierung ein umfassendes Konzept zur Reduktion oder Beseitigung von Islamophobie entwickle. Die Motion bietet immer noch keine Definition oder irgendwelche Statistiken, um ihre Behauptung zu stützen, dass "Islamophobie" in Kanada ein Problem ist. Allerdings sollte es kaum schockieren, dass der erste Antrag, der die Islamophobie verurteilt, so schnell von einer neuen Motion gefolgt wurde, die konkrete Regierungsmaßnahmen fordert. Nachdem die erste Motion einstimmig verabschiedet worden war, hatte der Mann, der die ursprüngliche Petition initiierte, Samer Majzoub, folgendes in einem Interview mit dem kanadischen Muslim Forum zu sagen:


"Jetzt, wo Islamophobie verurteilt wurde, ist das nicht das Ende, sondern der Anfang ... Wir müssen weiterhin politisch und sozial und mit der Presse arbeiten. Sie haben an der Existenz von Islamophobie gezweifelt, aber jetzt müssen wir uns darum keine Sorge mehr machen; alle Blöcke und politischen Persönlichkeiten, die durch die oberste gesetzgebende Autorität Kanadas vertreten sind, haben von dieser Existenz gesprochen. In der Offensive müssen wir die politischen Entscheidungsträger dazu bringen, etwas zu tun, besonders wenn es um die Liberalen geht, die eine deutliche Offenheit gezeigt haben in Bezug auf Muslime und alle Ethnien ... Alle von uns müssen hart arbeiten, um unseren friedlichen, sozialen und humanitären Kampf zu erhalten, so dass Verurteilung von einer umfassenden Politik gefolgt wird."


Wünscht der Westen wirklich, dass es wieder zu den Inquisitionen des Mittelalters kommt?

 

7. März 2017

 

Judith Bergman ist Schriftstellerin, Kolumnistin, Anwältin und politische Analystin.

Englischer Originaltext: The West Submits to Blasphemy Laws

Übersetzung: Daniel Heiniger

37 (2017 - 04 - 14)  News

Einreiseverbot für die russische Sängerin Yulia Samoilowa

 

                                                       Der 62. Eurovision Song                                                          Contest wird ohne                                                                    Russland stattfinden

 

Nach dem Streit mit dem Ausrichterland Ukraine, das der russischen Kandidatin Julia Samoilowa wegen eines Auftritts auf der besetzten Krim die Einreise verweigert hatte, gab Russland am Donnerstag bekannt, den Bewerb nicht zu übertragen und auch keinen anderen Sänger nach Kiew zu schicken.

 

"Das bedeutet unglücklicherweise, dass Russland nicht länger am diesjährigen Wettbewerb teilnehmen kann", teilte die EBU am Abend in einem Statement mit. "Wir verurteilen die Entscheidung der ukrainischen Behörden auf das Schärfste, gegen Yulia Samoilowa ein Einreiseverbot auszusprechen, da wir glauben, dass dies die Integrität und den unpolitischen Charakter des Eurovision Song Contests unterläuft und sein Ziel, alle Nationen in einem friedvollen Wettbewerb zusammenzubringen", so Frank Dieter Freiling, Vorsitzender der Eurovision Song Contest Reference Group in einer Stellungnahme am Abend. Dennoch würden die Vorbereitungen in der ukrainischen Hauptstadt unvermindert fortgesetzt.

 

Die wegen einer Erkrankung seit ihrer Kindheit im Rollstuhl sitzende Russin Samoilowa war 2015 auf der Krim aufgetreten. Da Reisen auf die von Russland besetzte Halbinsel seit der Annexion von ukrainischer Seite verboten sind, hatte die Ukraine Russlands Kandidatin mit einem Einreisebann belegt und Appelle der EBU ungehört verhallen lassen.

Der Fernsehanstaltenverbund wiederum hatte Russland als Kompromiss vorgeschlagen, ausnahmsweise die eigene Kandidatin via Liveschaltung in den Bewerb zu übertragen oder einen anderen Kandidaten zu nominieren. Dies hatten allerdings sowohl Russland wie auch die Ukraine abgelehnt.

Demnach werden nun also nur mehr 42 Nationen zwischen 9. und 13. Mai in Kiew gegeneinander antreten. Kurier.at

Images: ESC 

36 (2017 - 02 - 08)  Uwe Morchutt

Verbaler Brandbeschleuniger

Hans-Joachim Watzke – Borussia Dortmund

"Bei Rasenballsport, wie sie ja tatsächlich heißen, haben wir das erste Mal den Fall, dass da nichts, aber auch gar nichts historisch gewachsen ist." sagt Watzke, der als Verfechter der „50+1-Regel“ gilt. Der Populist Watzke, wie er schon vor Jahren von Reinhold Beckmann in der Sportschau bezeichnet wurde, versucht nun kleinlaut den „Brand“ zu löschen, den er angefacht hat. Sogenannte Fußballfans, die vor allem die Tradition verteidigen wollen, im Namen von Watzke, fühlten sich doch tatsächlich aufgefordert, gegen die friedfertigen Besucher von RB Leipzig, darunter Frauen und Kinder, ihr wahres Gesicht zu zeigen: die hässliche Fratze der Fußball-Fankultur.

 

Der Hass richtet sich seit geraumer Zeit gegen VfL Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen, TSG 1899 Hoffenheim und aktuell gegen RB Leipzig. Bekanntlich alles Clubs, die durch private Personen oder Firmen als Geldgeber, sich das sportliche Recht erspielt haben, in der Bundesliga mitzukicken. Wie gerade gesehen, gibt es sogar immer noch Steigerungsmöglichkeiten in der „Fanszene“!

 

Und zwar im Profi-Fußball, wo seit Jahren nur eines zählt: das Geld. Eine aberwitzige und abenteurliche Heuchelei bekleidet die schamlosen Umstände. In einem Sport-Betrieb, wo nahezu alle Passagiere im Mannschafts-Bus, außer dem Busfahrer, Millionengehälter kassieren. Sogar Vorbestrafte und Kriminelle in Chefetagen sitzen und die „Moral“ predigen, die sie selbst missachten! Und nach immer noch mehr Geld schreien, um angeblich wettbewerbsfähig zu bleiben! So führt der Weg unweigerlich in die Sackgasse!

 

"Wir ermitteln jetzt", sagte eine Sprecherin der Polizei. Bisher hatte die Polizei Kenntnis von zehn Verletzten, darunter sechs Gästefans und vier Polizisten. Außerdem sei ein Diensthund der Polizei verletzt worden. Alles, was zum Werfen taugte, wurde geworfen! Abnormal! Die Reaktion danach, Politiker ähnliche Phrasen: Wir werden alles tun, um die Täter zu bestrafen! Wer soll das eigentlich noch glauben! Angesichts der offenen Verrohung der Gesellschaft!

 

Noch dazu in Zeiten, wo die Wirtschaft mit schlechtem Beispiel vorangeht: Ehemalige Vorzeigeunternehmen „Made in Germany“, wie VW und die Deutsche Bank, Milliardenstrafen in den USA zahlen müssen, weil sie betrogen und getrickst haben! Kunden also absichtlich über den Tisch gezogen haben. Nur in Deutschland gehen sie bisher straffrei aus. Das bekannte Täter-Opfer-Ritual in Deutschland, wir leben ja schließlich in einem Rechtsstaat! Der Kunde hierzulande nur das Recht besitzt, viel und reichlich zu konsumieren!

 

Auch Rainer Milkoreit, Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), sah in den "abartigen" Vorkommnissen beim Spitzenspiel und Watzkes Verhalten einen Zusammenhang. "Es ist fatal, wenn sich verantwortliche Leute in einem Verein öffentlich abwertend gegen Leipzig äußern. Das kann Dinge auslösen, die sie vielleicht nicht wollen, die aber passieren", sagte der frühere DFB-Vizepräsident.

 

Nach den Fan-Ausschreitungen ist der Börsenkurs der Borussia Dortmund AG um fünf Prozent von 5,34 auf 5,08 Euro pro Aktie gefallen. Fußball erzeugt Gewalt! Wer das noch leugnet, ist taub und blind! Zum Vergleich: Seit über 30 Jahren gehe ich nun schon zum Pferderennen. Noch nie gab es Randale! Es muss demnach am Fußball-Publikum liegen? Ein Spiegelbild der Gesellschaft? umo

35 (2017 - 01 - 26)  News

Dosenklub gegen Dorfverein

Spitzenspiel der Bundesliga

 

 

Deutscher Spitzenfußball braucht keine Tradition. Im Spitzenspiel der 18. Runde empfängt der Zweite den Dritten, spielt am Samstag (15.30 Uhr) Hoffenheim in Leipzig. Angesichts dieses Duells der beiden Bayern-Jäger wird den Hütern der hehren deutschen Fußballtradition flau im Magen. Die TSG 1899 Hoffenheim ist vor 117 Jahren gegründet worden. Seit 1972 ist die Gemeinde (3148 Einwohner) Teil des Städtchens Sinsheim (35.175 Einwohner). Erst seit SAP-Gründer Dietmar Hopp (aufgewachsen in Hoffenheim) seit 1990 Geld zuschießt, gelang der Aufstieg aus der Kreisliga in die Bundesliga. RB Leipzig wurde 2009 gegründet und spielte an Stelle des SSV Markranstädt in der fünfthöchsten Spielklasse. Seit Sommer ist der Klub erstklassig.

 

Leipzig wird als Dosenklub abgekanzelt, dessen RB für RasenBallsport steht, aber auch für Red Bull und die Millionen von Dietrich Mateschitz. Der aktuelle Spiegel veröffentlicht ein Interview mit Ralph Hasenhüttl, Trainer von RB Leipzig. Der Österreicher wird gefragt: "Wollen Sie dem Markenklub eines Dosengetränks, das keine Tradition hat, ein freundliches Image verleihen?" Die pragmatische Antwort des 49-Jährigen: "Sehen Sie, für einen Trainer ist es überhaupt kein Nachteil, wenn der Verein keine große Tradition hat." Warum nicht? "Selten kommt dort einer um die Ecke und erzählt, wie toll alles vor 20 Jahren war." kurier.at

34 (2017 - 01 - 18)  Pressemitteilung

Milliardenspiel Fußball

Club Licensing Benchmarking Report

 

Es ist der umfangreichste Almanach des europäischen Klubfußballs: Jahr für Jahr veröffentlicht die UEFA im Januar den sogenannten "Club Licensing Benchmarking Report". Der österreichische KURIER hat sich durch die 130 Seiten lange wirtschaftliche Analyse des Fußball-Geschäftsjahres 2015 gearbeitet und die interessanten Zahlen herausgefiltert:

1,296 Milliarden Euro lukrierte die Premier League aus Sponsorenverträgen. Das sind im Schnitt 64,8 Mio. € pro Verein.

718 Millionen Euro Umsatz erwirtschafte die englische Premier League aus dem Ticketverkauf. Die Deutsche Bundesliga (475 Mio. €) und die spanische Primera División (419 Mio. €) folgen abgeschlagen.

694 Millionen Euro nahmen die 20 Klubs der italienischen Serie A durch Spielerverkäufe ein.

578 Millionen Euro Einnahmen verbuchte Real – etwas mehr als Barça (561 Mio. €). Unter den 30 einnahmenstärksten Klubs kamen 14 aus der Premier League.

536 Millionen Euro Schulden hat Manchester United. Das sind 25 Prozent mehr als das Jahr zuvor. Es folgen Benfica Lissabon (336 Mio. €) und Inter Mailand (306 Mio. €) im Schuldenranking.

340 Millionen Euro an Gehältern bezahlte Barcelona an seine Stars. Real (289 Mio. €) und Chelsea (285 Mio. €) belegen die Plätze 2 und 3 im Gehaltsranking.

134,5 Millionen Euro hat jeder der 20 Premier-League-Vereine im Durchschnitt an Lohnkosten. Diese sind fast doppelt so hoch wie jene in der Deutschen Bundesliga (69,7 Mio. € pro Klub), die im Gehaltsranking auf Platz zwei liegt.

131 Millionen Euro hat Manchester United vergangene Saison in neue Spieler investiert. Es reichte dennoch nur zu Tabellenplatz fünf. Über 100 Millionen Euro investierte sonst nur Real Madrid (105) – mit mehr Erfolg: Die "Königlichen" holten 2016 den Champions-League-Titel.

131 Millionen Euro nahm Real Madrid aus dem Verkauf von Eintrittskarten ein. Das sind 4,9 Millionen pro Heimspiel.

111 Millionen Euro Einnahmen lukrierte Real aus Transfergeschäften (Verkäufe, Leihen). Mit Liverpool (104 Mio.) und Porto (100 Mio.) waren noch zwei weitere Klubs im dreistelligen Millionenbereich.

81.178 Fans lockte Dortmund im Schnitt pro Heimspiel an. Barcelona (79.724) und Manchester United (75.286) folgen.

43.300 Zuschauer pro Spiel lockte die Deutsche Bundesliga im Schnitt ins Stadion – und damit deutlich mehr als die Premier League (36.461) und die Primera División (28.568).

43 Erstligisten aus den Top-16-Ligen wurden von Nike ausgestattet – gefolgt von Adidas (41) und Puma (19).

6 Vereine (Real, Paris SG, Arsenal, Milan, HSV, Benfica Lissabon) trugen in den 16 größten Ligen Europas den Schriftzug der Emirates-Airline auf ihrer Brust.

(kurier) Erstellt am 18.01.2017, 08:00

33 (2017 - 01 - 13)  Jürgen Fritz

Warum Sie mit psychopathologisch

gestörten Gutmenschen

nicht diskutieren sollten

 

Normalerweise liegt es mir vollkommen fern, Menschen zu pathologisieren. Damit sollte man äußerst vorsichtig sein und wenn immer möglich davon absehen. In diesem speziellen Fall erscheint es mir aber notwendig, da ansonsten nicht verständlich wird, was in nahezu allen westlichen Gesellschaften seit einigen Jahrzehnten so gewaltig schief läuft. Und da ich hier keine Einzelpersonen anspreche respektive diagnostiziere, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, möchte ich mir heute diese Freiheit nehmen, von meinem Grundsatz ausnahmsweise abzurücken.

 

Grün-linke Gutmenschen (eigentlich nur Gutmeiner, weil gute Menschen etwas anderes meint) erscheinen mir – und ich sage das nicht einfach so dahin – krank. Nicht körperlich, sondern geistig-psychisch. Daher ist es auch weder sinnvoll noch empfehlenswert, sich auf größere Diskussionen mit ihnen einzulassen. Warum nicht?

Eine offene und ehrliche Diskussion setzt voraus, dass beide sich von besseren Argumenten und Fakten potentiell überzeugen lassen. Ansonsten hat die Diskussion ja gar keinen Sinn. Sie setzt die Bereitschaft zum Denken, zum Nachdenken, zur kritischen Überprüfung der eigenen Position und den gemeinsamen Willen zur Wahrheitsfindung voraus. Andernfalls sind es reine Machtkämpfe, in denen der Eine dem Anderen und Umstehenden seine Überlegenheit demonstrieren und sich mit allen Mitteln durchzusetzen versucht.

Ersteres funktioniert bei psychopathologisch gestörten Gutmenschen aber nicht. Sie haben sich partiell von der Realität abgekoppelt und schweben in einer Welt der Negation jeglicher Negationen, was natürlich ein Widerspruch in sich ist, dessen sie aber wiederum nicht gewahr werden, weil sie nicht kritisch denken, vor allem sich selbst nicht reflektieren können.

Sie können Differenzierungen und Bewertungen von Menschen, die immer auch mit Negationen einhergehen, auch solche rein sachlicher Art, innerlich nicht ertragen, weil sie rein gefühlsgesteuert agieren und ihnen die Vorstellung, dass Menschen unterschiedlich, auch für die Gesellschaft unterschiedlich wertvoll, ja, viele sogar schädlich sind, unangenehme Gefühle bereitet und dies für sie der höchste und im Grunde einzige Maßstab ist, wie sich etwas anfühlt. Ganz wie beim Tier oder beim Kleinkind.

Grün-linke Gutmenschen meinen, wenn sie die Vorstellung unterschiedlicher Bewertungen, damit auch der Wertigkeit, mithin das Negieren von etwas zulassen, dass dann das Negative in sie hineinkäme und da dies ihr Harmoniebedürfnis und ihr Bedürfnis mit allem verbunden, mit allem eins zu sein (Verschmelzungssehnsucht) und das eigene Ich aufzulösen, konterkariert, lehnen sie dies ab, was natürlich wiederum eine Negation darstellt, die ihnen aber nicht bewusst wird, da sie nicht denken, sondern primär fühlen.

 

Dem liegt ein tief gestörtes Verhältnis zum eigenen Ich, welches sich allererst aus Abgrenzung konstituiert und entwickelt, dem liegen Angst vor Bewertung, vor dem Gefühl der Minderwertigkeit sowie Realitätsverlust und schwere Traumatisierungen, die nie verarbeitet wurden, sowie die völlige Unfähigkeit der kritischen Selbstreflexion zugrunde.

Mit derart gestörten Personen sollte man nicht großartig diskutieren. Man muss sie behandeln. Aber das müssen spezialisierte Fachärzte machen. Dies würde wiederum voraussetzen, dass die davon Betroffenen ihre Krankheit selbst erkennen und vor sich selbst eingestehen. Einem Alkoholiker kann man nur helfen, wenn er sich a) eingesteht, ein solcher zu sein, und b) die Bereitschaft und den festen Willen aufbringt, das ändern zu wollen, was alles andere als leicht ist.

Da dies bei den psychisch gestörten Gutmenschen fast nie der Fall ist – sie halten sich ja für gesund und die anderen für böse, zeichnen sich regelrechte Feindbilder (alle, die ihre Negation aller Negationen nicht teilen) – kann ihnen wahrscheinlich nicht geholfen werden, zumal wenn sie auch noch in der Mehrheit sind und sich permanent ihrer selbst gegenseitig versichern und sich so immer tiefer in die Pathologie hineintreiben. Ein Ausbrechen aus dieser Spirale wird in den meisten Fällen kaum möglich sein.

Mit ihnen diskutieren, ist daher sinnlos und wenn man sie argumentativ aushebelt und sie der Argumentation folgen (können), was allerdings fast nie der Fall ist, da sie das Denken a priori und per se abwerten, weil sie es nicht so gut können, dann schotten sie sich von einem ab, weil das ihr von der Realität partiell losgelöstes Konstrukt stören, sie in ein inneres Ungleichgewicht (kognitive Dissonanzen) bringen würde, was unangenehme Gefühle verursacht und genau die versuchen sie ja rund um die Uhr zu vermeiden.

 

Da sie rein gefühlsgesteuert sind und angenehme Gefühle zum absoluten Maßstab ihres eigenen wie jedes anderen Daseins erheben, wollen sie dem, wenn immer möglich, aus dem Weg gehen. Dadurch stagnieren sie natürlich kognitiv und überhaupt seelisch, bleiben bis zu ihrem Tode im Grunde auf dem personal-psychisch-emotionalen Niveau von Kleinkindern.

Und mit Kleinkindern kann man nicht auf Augenhöhe diskutieren. Man muss sich um sie kümmern und für sie sorgen, ihnen die Welt erklären, was aber voraussetzt, dass sie zuhören und lernen wollen. Bei kleinen Kindern ist das immer der Fall. Sie sind geradezu lern- und wissbegierig und dankbar für Anstöße und Erklärungen. Wenn sie auf kognitive Dissonanzen stoßen, bauen sie ihr Weltbild so lange um, bis es wieder zur Realität passt. Sie passen also ihr Inneres, ihre Vorstellungswelt immer mehr der Realität, der tatsächlichen Welt an, so dass eine innere Entwicklung stattfindet, sowohl kognitiv wie auch emotional.

Genau das wollen die psychopathologisch gestörten Erwachsenen, die übrigens unsere Gesellschaft inzwischen weitgehend dominieren, aber nicht. Jemand, der nicht dazulernen will, der “so bleiben will, wie er ist”, ist geistig-seelisch im Grunde schon tot. Und mit so jemand diskutieren zu wollen, ist vergebliche Liebesmüh.

Schonen Sie also bitte Ihre Nerven und tun Sie es nicht. Reden Sie lieber mit denen, die geistig offen, die – abgesehen von kleinen psychischen Störungen, die wir wohl alle haben – innerlich weitgehend gesund sind. Das ist a) befriedigender für einen selbst und b) kann man so etwas Positives bewirken, indem man selbst von dem anderen lernt und dieser von einem, so dass beide vorankommen und sich weiterentwickeln können, was vielleicht eine Sinndimension unseres Daseins darstellt.

 

(Dieser Artikel ist erst bei „Tichys Einblick“ erschienen, wurde dann gelöscht, ist aber im Webcache noch verfügbar. Erklärung dazu auf sciencefiles.org. 1. Karikatur: Bernd Zeller)

32 (2016 - 12 - 12)  Hubertus Hilgers

Leben in der Normalzeit

Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

 
Liebe gesundheitsbewußte Normalzeitler,

seit der Uhrzeitrückstellung vor sechs Wochen, in der Nacht von Sonntag, den 30. Oktober 2016, dürfen wir alle wieder im normalen Uhrzeitrhythmus leben, schlafen und arbeiten!

Die gesundheitlichen Befindlichkeitsstörungen, die jetzt noch kurzfristig auftreten, sind allesamt noch die Aus- und Nachwirkungen von sieben Monaten permanenten Schlafmangels und dem damit verbundenen Dauerstreß des widernatürlich verschobenen Zeit- und Biorhythmus des Körpers. (Taktung auf 23 Stunden).

Zur Uhrzeitrückstellung auf Normalzeit wurde auch wieder in den Medien über dieses Thema und die daraus entstehende Problematik eingegangen. und die Presse berichtet teilweise endlich mal "richtig" und spricht von der Normalzeit (die wir jetzt haben) und nicht von "Winterzeit"
.
Merke: Winterzeit ist eine Jahreszeit!!

Wie wichtig es ist, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, das übrigens alle Menschen betrifft, die von dieser Uhr-Zeit-Verordnung betroffen sind, zeigt der folgende Sachverhalt vom 23. März 2015 in einer EU-Anhörung vor drei Ausschüssen von der Kollegin Prof. Dr. Martha Merrow zum Thema "Die negativen Auswirkungen der Uhr-Zeit-Umstellung auf Daylight saving time MESZ (fälschlicherweise "Sommer"-Zeit genannt) vorgetragen wurde:

Bei dieser Expertenanhörung im Europaparlament schilderten Fachleute teils enorm negative Gesundheitsfolgen, Risiken und Probleme durch die Uhr-Zeit-Umstellung auf die MESZ - hier die wichtigsten Erkenntnisse:

- Gerade Ältere und Schulkinder leiden oft längere Zeit an der Uhr-Zeit-Umstellung MESZ.

- Der genetische Biorhythmus wird so massiv gestört, daß es zu starker Übermüdung, Konzentrationsstörungen und hohen Belastungen von Körper und Psyche mit dramatischen Folgen kommt: Eine höhere Zahl an Unfällen, speziell im Verkehr, deutlich mehr Herzinfarkte und schief gegangene Operationen (Kunstfehler), die in Summe tausende Menschenleben fordern.

- Der längerfristige chronische Schlafmangel verursacht eine:
signifikante Zunahme von Nikotin- und Alkoholkonsum und anderen Drogen, Übergewicht, Diabetes, Depressionen und sogar eine höhere Selbstmordrate.

- In der Arbeitswelt sind gravierende Folgen erkennbar: Die Leistungsfähigkeit und Produktivität von Mitarbeitern u.a. im Schichtbetrieb sinken markant. 

- Seit langem können auch die Landwirte ein Lied davon singen: Denn die Tiere haben es gleichfalls schwer, sich an neue Zeiten zu gewöhnen, in Deutschland wurde zuletzt ein Rückgang der Milchproduktion um 10 Prozent festgestellt.

- Und: Nach letzten Untersuchungen entstehen durch die Uhr-Zeitumstellungen jährliche Kosten in Milliardenhöhe, sowohl durch Mehraufwand im Transport- und Verkehrswesen, zum Beispiel durch die häufigen Fahrplanumstellungen.

 

Vielen herzlichen Dank im Voraus für Ihre Aufmerksamkeit und für Ihr beharrliches persönliches Engagement zur Beibehaltung der ganzjährigen Normalzeit!

Mit gesundheitlichen Grüßen in der endlich normalen Uhrzeit aus der Medizinstadt Erlangen


                                                        Equipe MEZ.MOMO & Hubertus Hilgers

31 (2016 - 12 - 06)  Uwe Morchutt

Bob Dylan – Sorry, keine Zeit

Die Antwort im Winde verweht!

 

Lange hat er warten müssen

 

Vielleicht zu lange? In ein paar Tagen, genauer gesagt am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, der 1896 gestorben ist, soll er ihn endlich verliehen bekommen, den Literaturnobelpreis 2016. Doch ausgerechnet an diesem Tag hat der Preisträger, Bob Dylan, schon etwas vor, das er nicht absagen möchte. Das habe Dylan in einem Brief zum Ausdruck gebracht. „Er wünschte, er könnte den Preis persönlich entgegennehmen, aber andere Verpflichtungen machen das leider unmöglich. Er betonte, dass er sich durch den Nobelpreis sehr geehrt fühlt."

 

Wieviele Jahre muss ein Texter und Komponist warten, bevor er den Literaturnobelpreis bekommt? Wieviele Jahre kann ein Mensch überhaupt warten, um das zu verstehn? Abgewandelt aus „Verweht im Wind“, „Blowin' in the Wind“. Robert Allen Zimmerman, der 1941 in Duluth, Minnesota, geboren wurde, hat wohl selbst nicht mehr daran geglaubt, so dass er mit 75 Jahren seinen Terminkalender randvoll gepackt hat. Immer wieder nur als Kandidat gehandelt zu werden, das nervt doch sehr! Tut mir leid, verehrtes Nobelpreis-Komitee, ich habe bedauerlicherweise keine Zeit! Der US-amerikanische Folk- und Rocksänger Bob Dylan tourt seit 1988 durch die Welt. Seine „Never Ending Tour“ darf schließlich nicht unterbrochen werden. Obwohl der Anlass nicht unattraktiv erscheint!

 

Die Schwedische Akademie ist bloßgestellt und enttäuscht

 

Die Akademie schrieb in einer Mitteilung, dass ein Preisträger nicht persönlich erscheine, sei zwar ungewöhnlich, kommt aber gelegentlich vor. Auch Doris Lessing, Harold Pinter und Elfriede Jelinek seien nicht gekommen. Dylan müsse aber innerhalb von sechs Monaten ab dem 10. Dezember seine Nobelvorlesung halten, dies sei die einzige Voraussetzung. Traditionell halten die Nobelpreisträger diese Rede in der Woche vor der Verleihung.

 

Zu der Ehrung gehören eine Urkunde - das sogenannte Nobel-Diplom -, eine Medaille und ein Dokument, auf dem die Dotierung von 8 Mio. schwedischen Kronen (rund 810.000 Euro) vermerkt ist. Auf welchem Weg Dylan die Medaille samt Schriftstücke nun bekommen soll, ist somit unklar. Ein Jury-Mitglied bezeichnete das Verhalten des 75-Jährigen deshalb auch als unhöflich und arrogant.

 

Wie heißt es so schön in „Like A Rolling Stone“, geschrieben 1965: „How does it feel / To be without a home / Like a complete unknown / Like a rolling stone?“ Wie fühlt es sich an, heimatlos zu sein, wie ein komplett Vergessener, wie ein haltloses Blatt im Wind? Warum musste Bob Dylan auch über all die vielen Jahre warten, bis er den Preis nun zugesprochen bekam.

Vielleicht kennt die Antwort nur der Wind: „Die Antwort, mein Freund, im Winde verweht.“

 

Zusammen mit George Harrison, Roy Orbison, Tom Petty und Jeff Lynne bildete Dylan von 1988 bis 1990 die Ausnahmeband „Travelling Wilburys". Dylans „Like A Rolling Stone" wurde vom Rollings Stone Magazine im Jahre 2004 zum besten Song aller Zeiten gewählt. Die Musikwelt, und nicht nur die, blickt auf eine stolze und beeindruckende Karriere, die einen nicht minder stolzen Künstler hervorgebracht hat. Eine lebende Legende sozusagen. Songs wie "Blowin' in the Wind" oder "Masters of War" wurden zu Hymnen der Hippie-Generation.

Vielleicht liegt es ja auch am Dynamit von Alfred Nobel? Finger weg, Explosionsgefahr!

Sorry, dafür habe ich keine Zeit! umo

30 (2016 - 10 - 26)  Nachdruck

Offener Brief an Merkel

Der Ex-Polizist Tim K. aus Nordrhein-Westfalen wirft

ihr die Zerstörung Deutschlands und Europas vor

 

„Sie zerstören weiter mit Hochdruck Europa und ich schreibe weiterhin mit Nachdruck öffentliche Briefe an Sie“, beginnt der Brief und knüpft somit an ein früheres Schreiben vom Mai dieses Jahres an.

Frau Merkel,

ich bin es wieder, Tim K., Ex-Polizist aus Nordrhein Westfalen und Ihnen mittlerweile selbstverständlich bekannt. Sie zerstören weiter mit Hochdruck Europa und ich schreibe weiterhin mit Nachdruck öffentliche Briefe an Sie. Ich möchte Ihnen auch auf diesem Wege mitteilen, dass ich mich von nun an noch mehr gesellschaftlich gegen Sie positionieren und engagieren werde. Ich habe bewusst den Begriff „politisch“ vermieden, da „Politik“ heutzutage alles macht und versucht, außer sich für die Belange der Bevölkerung, der kleinen Menschen und ihrer Zukunft einzusetzen.

Sie, Frau Merkel, sind für mich keine Bundeskanzlerin, da Sie zum einen Ihren Amtseid vollkommen gebrochen haben und zum anderen schlichtweg eine Verwalterin amerikanischer Interessen über dieses unsere Land sind. Der Flüchtlingszustrom in unser Land, der von Ihnen initiiert und gefördert wird, dient einzig und allein nur dazu, dieses Land und ganz Europa zu destabilisieren und letztendlich kaputt zu machen.

Ich war gestern im schönen Sachsen bei kostbaren und bereichernden Menschen, die mir aus der Praxis und unmittelbar aus der Realität berichtet haben. Eine Mischung aus Mitarbeitern in Flüchtlingsheimen, Bundespolizei, Handwerker und ganz normale Teile unserer Bevölkerung. Ist Ihnen bekannt, dass die Bundespolizei „Flüchtlinge“ ohne jegliche Kontrollen einfach in unser Land durchwinkt? Ist Ihnen bekannt, dass die meisten „Flüchtlinge“ gar keine Pässe besitzen und irgendwelche ausgedachte Namen, Herkunftsländer und Geburtsdaten angeben und diese Daten genau so übernommen werden?

Ist Ihnen bekannt, was für ein immenser Kostenapparat so ein „Flüchtlingsheim“ ist? Angefangen von einer Heimleitung, die 2500,- Euro, verdient, über einen 24 Stunden-Sicherheitsdienst, über eine immens hohe Kopf-Pauschale pro Flüchtling, über einen Sozialsatz den zum Beispiel eine 4-köpfige Familie einfach so bekommt, von dem eine einheimische Familie nur träumen kann?
Ist Ihnen bekannt, dass wenn eine Tür mutmaßlich zerstört wird in einem Flüchtlingsheim, dass diese Tür mit umgerechnet 180,- Euro dem Amt in Rechnung gestellt wird, dieses die Kosten ohne Belege einfach übernimmt und in der Realität für 20,- Euro die Tür provisorisch (bis zum nächsten Zerstören) gespachtelt wird? Freies WLAN! Extra-Anschlüsse, um die mordernsten und teuersten Smartphones zu laden? Freie Taxi- und Bus- und Bahnfahrten zum Einkaufen, Arzt- und Amtsbesuchen.

Ist Ihnen so etwas bekannt? Ist Ihnen bekannt, dass in vielen Städten bereits 14-jährige schwanger geworden sind? Ist Ihnen bekannt, dass es in diesem Land bereits Gebiete gibt, in denen sich die Polizei nur noch in Hundertschafts-Stärke hinein traut? Ist Ihnen bekannt, dass Frauen und Kinder im ganzen Land belästigt, begrabscht und bedroht werden? Ist Ihnen bekannt, dass bereits abgeschobene Flüchtlinge/Asylanten/Zuwanderer (ich weiß gar nicht, wie man diese Personen überhaupt noch nennen soll) in geregelten Abständen weitere Duldungen über 3–6 Monate erhalten und dieses die Regel ist und damit verbunden großzügige Leistungen weiterbezahlt werden? Ist Ihnen das bekannt? Wo kommen auf einmal diese vielen Milliarden von Euro her? Ist Ihnen die Herkunft bekannt? Und was mich aber am meisten interessiert ist, warum wurden Pflegestellen gestrichen, warum war kein Geld für Kindergärten, Kindertagesstätten, Altersheime und Tierheime da?

Für Steuererleichterungen? Wissen Sie, dass Ihr Justizminister Heiko Maas sich öffentlich auf Facebook bei der linksextremen Band „Feine Sahne Fischfilet“, die jahrelang vom Verfassungsschutz beobachtet wurde und Zeilen wie diese schreibt: „Deutschland ist Scheiße – Deutschland ist Dreck! Gib mir ein Like gegen Deutschland! Deutschland verrecke, das wäre wunderbar!“ für einen öffentlichen Auftritt gegen Rassismus in Anklam bedankt hat? Eine Band, deren Mitglieder wohlbemerkt allesamt als Linksextremisten bekannt und einige zudem durch linksextremistische-motivierte Gewaltstraftaten in Erscheinung getreten sind. Wissen Sie Frau Merkel, dass Vergewaltiger vor Gericht gefeiert werden, den Schutz der Justiz genießen und Opfer alleine und im Stich gelassen werden?

Ich sage es Ihnen immer und immer wieder klar und deutlich ins Gesicht:

Sie sind für all das verantwortlich! Sie geben all diesen Dingen, Ereignissen und der gesamten bedrohlichen Entwicklung ein Gesicht. Das Ihre! Haben Sie mitbekommen, dass Sie bei all Ihren Auslandsbesuchen inzwischen von der Bevölkerung ausgepfiffen und am liebsten aus dem jeweiligen Land gejagt werden sollen? In Tschechien wurden Sie mit „Merkel muss weg“ dank Ihrer „Flüchtlingspolitik“ begrüßt. Ich danke hiermit den Tschechen für ihr Engagement! Österreich kritisiert Sie und Ihre Politik ebenfalls scharf! Bravo! In Frankreich ist niemand mehr gut auf Sie zu sprechen! Hervorragend! Weiter so! Sie müssen so schnell wie möglich mit allen gesellschaftlich legitimierten und legalen Mitteln aus Ihrem Amt entfernt werden. Sie müssen mit allen legalen Mitteln gestoppt werden!

Sie müssen als die „Kanzlerin“ in die Geschichtsbücher eingehen, die Sie wirklich sind und waren. Nämlich als eine Frau, die gegen Ihr eigenes Land, gegen Ihre eigene Bevölkerung und gegen Europa regiert hat und nur Schaden und Destabilität erschaffen und alleine zu verantworten hat! Ich bin einer Ihrer größten Gegner und es ist mir eine Herzensangelegenheit und eine Frage der Ehre geworden, Sie und jeden, der Ihre Politik und Ihre Vorhaben unterstützt und Sie möglicherweise beerbt, gesellschaftlich mit allen erlaubten und legitimierten Mitteln frontal anzugehen und eine Gegenbewegung ins Leben zu rufen. Eine Gegenbewegung, die für die Bevölkerung einsteht. Die sich für unsere Kinder, für unsere älteren Menschen, unseren Sozialstaat und unsere innere Sicherheit einsetzt. Diese/diesen stärkt und unterstützt.

Eine Bewegung, die unabhängig von Politik, Herkunft oder Glauben, sich für die Moral, die Werte und für den Anstand einsetzt und stark macht. Für die Bevölkerung und gegen ausländische Machtinteressen und Wünsche und Forderungen der Großindustrie und der Wirtschaftsmagnaten. Die nächsten Wahlen sind wahrscheinlich noch die von Ihnen und Ihrer Gefolgschaft und es werden Ihnen weitere 4 Jahre gegeben, dieses Land völlig zu zerstören, aber die Zeit tickt unaufhaltsam für ein Erwachen der guten und anständigen Werte, des Engagements für die wirklich Bedürftigen und für die Menschen, die es wirklich verdient haben. Zuerst ist die eigene Bevölkerung dran und dann kann man sich über auswärtige Probleme kümmern und das auch nur so, wie es angemessen, richtig und vernünftig erscheint. In ganz Deutschland werden sich Menschen zusammenfinden, die unabhängig von links oder rechts eine vernünftige Einstellung zu unserem Land und seiner Entwicklung haben. Und je mehr diese Menschen werden, je eher ist Ihre Mission, Frau Merkel, beendet. Ich werde alles in meiner Macht Stehende dafür tun.
Mit der höchsten Form der Verachtung.

Tim K.

Der offene Brief vom 27. August ist derzeit schon über 8000 Mal auf Facebook geteilt worden und hat viele Unterstützerstimmen bekommen.

Übernahme des Textes aus „Unser Mitteleuropa“.

29 (2016 - 10 - 19)  Aussagen von Julian Assange

 „Strategische Entvölkerung“ Syriens

 

USA: Probleme schaffen, um diese beseitigen zu können!

 

Laut Julian Assange hat die Analyse von WikiLeaks vorliegenden diplomatischen Depeschen zu Tage gebracht, dass Gegner der syrischen Regierung bewusst auf eine abzielen, die nun in den Flüchtlingswellen nach Europa ihren Ausdruck findet. 

 

In einem Interview mit dem ThePressProject betonte der WikiLeaks-Gründer:

Gegner des Landes initiieren eine strategische Entvölkerung, um so die kämpferischen Kapazitäten der Regierung zu beschränken. Es ist vor allem die Mittelklasse die aus Syrien flieht. Ingenieure, Manager, Angestellte, da sie über die notwendigen Sprachkenntnisse, Geld und Verbindungen verfügen. Genau diese Berufsgruppen braucht man, um einen Regierung am Laufen zu halten.“

Syrer werden dazu ermutigt ihr Land zu verlassen, „indem Deutschland zu verstehen gibt, dass es sehr, sehr viele Flüchtlinge aufnehmen wird und indem die Türkei bereits drei Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat, und so die syrische Regierung signifikant schwächt“.

Syrien sei nicht der einzige Fall in dem “Flüchtlinge als Waffe” genutzt wurden, so Assange weiter. Laut diplomatischen Depeschen die sich in der Hand von WikiLeaks befinden, hätte die schwedische Regierung im Rahmen der Irak-Invasion gegenüber den USA argumentiert, dass die Aufnahme von irakischen Flüchtlingen „Schwedens Beitrag zum Irak-Krieg“ sei.

 

“Die Situation [die aktuelle Flüchtlingswelle] ist das Resultat der US-amerikanischen, britischen und französischen Politik im Nahen Osten in Zusammenarbeit mit ihren regionalen Verbündeten wie Katar, die Türkei, Jordanien, Saudi Arabien und Israel“, lautet die Einschätzung Assanges.

 

Zudem weist er daraufhin, dass von WikiLeaks veröffentlichte Dokumente belegen, dass die USA bereits seit 2006 am Sturz der Assad-Regierung gearbeitet hatten.

„Die USA versuchten mit subversiven Aktivitäten die syrischen Regierung ‚paranoid‘ zu machen und zu Überreaktionen zu reizen, durch das Anheizen von Konflikten zwischen Sunniten und Schiiten, dem Versuch ausländische Investitionen zum Stoppen zu bringen und die geheime Finanzierung zahlreicher NGOs in Syrien“, so die Argumentation von Assange, die er weiter ausführt:

Natürlich zieht die CIA daraus Vorteile. Sie kreiert ein Problem, für das sie dann ein noch größeres Budget verlangen kann, um es dann anschließend zu lösen. Ähnlich zeigt sich die Situation bei Söldner-Firmen, Waffenherstellern und –händlern. Wenn es keine Probleme gibt, werden ihre Budgets gekürzt, also fabrizieren sie Probleme."

Indem Syrien in diese Situation gebracht wird, verfolgen die USA auch einen “geostrategischen Plan, der ihrer Einschätzung nach, die Hisbollah schwächt, Israel größere Kontrolle der Golanhöhen einräumt, einen wichtigen regionalen Partner [Syrien] des Irans außer Gefecht setzt sowie Russland seiner einzigen verbliebenen Militärbasis außerhalb des Gebietes der ehemaligen Sowjetunion beraubt, und schlussendlich so den Weg bahnt für eine Pipeline von Katar über Saudi Arabien und Syrien nach Europa, um mit den russischen Erdgaslieferungen konkurrieren zu können“ so die abschließende Einschätzung des WikiLeaks Gründers.

 

„Refugees welcome!“, rufen viele Linke und sind sich gar nicht bewusst, wie ihr Humanismus für inhumane Ziele dienstbar gemacht wird. „Weg mit dem Diktator!“, rufen andere, die sich ebenso als Linke sehen, mit Humanismus aber nichts mehr gemein haben, da sie Krieg bereits längst als legitimes Mittel der Politik akzeptieren. Syrien ist ein gutes Beispiel dafür, wie unreflektierter Humanismus in Barbarei umzuschlagen droht: Erst hat man die Öffentlichkeit belogen und betrogen, was die Lage vor Ort und die geopolitischen Interessen des Westens vor Ort angeht. Dann hat man Mörderbanden engagiert und ein Land zugrunde gerichtet. Auch, indem man es gezielt aushungern ließ. Und nun bedient man sich des „Refugees welcome!“ primär für syrische Flüchtlinge und forciert damit eine Entvölkerungsstrategie, die einen „Regime Change“ möglich machen und die Region im Sinne westlicher Interessen neu ordnen soll.

 

Thema 28:

(2016 - 07 - 27)  Mathias Brandt/BJM

Deep and Dark

Das finden Kriminelle

im Darknet

Seit München ist das Darknet ein großes Thema. Diese Ecke des Internets lässt sich nicht mit normalen Suchmaschinen, sondern nur mit Hilfe von Anonymisierungs-Diensten wie dem "The Onion Router" (TOR) erreichen.

 

In einer im Februar 2016 durchgeführten Studie hat das Londoner Unternehmen Intelliagg sich genauer angeguckt, was im Darknet drin ist. Demnach sind insgesamt nicht ganz die Hälfte der Inhalte im TOR-Netzwerk illegal (nach UK oder US-Recht). Eine Auswertung von rund 13.600 Webseiten ergab, dass File Sharing, geleakte Daten und Finanzbetrug die häufigsten Kategorien sind. Dagegen befassten sich nur vier Prozent der analysierten Adressen mit Drogen und 0,3 Prozent mit Waffen. Letztere im Darknet zu kaufen ist übrigens gar nicht so einfach. Tatsächlich hat der Täter von München dafür laut Medienberichten Monate gebraucht, sagte Linus Neumann vom Chaos Computer Club. In der realen Welt wäre dies wahrscheinlich sehr viel schneller gegangen. Der Umfang des Drogen- und Waffenhandels im Darknet sei weitaus geringer als derjenige außerhalb des Internets. Nach dem Amoklauf in München streiten Experten über anonyme Marktplätze im Internet – das Darknet. 

 

Der Chaos Computer Club (CCC) warnte, die anonymen Bereiche des Internets zu verteufeln. "Das Bedrohungsszenario, das von deutschen Behörden gezeichnet wird, ist lau Neumann nicht sehr realistisch".

 

Ursprünglich sei das Darknet zum Schutz von Dissidenten entwickelt worden, die darauf angewiesen sind, anonym zu veröffentlichen und sich informieren zu können. Das gelte heute insbesondere für Menschen in der Türkei, Iran oder Syrien, sagte Neumann: "Hier ist eine Abwägung von Schaden und Nutzen wichtig."

 

Aber auch Pädophilen-Ringe operieren verdeckt im Darknet.

Eine Anonymous-Gruppe berichtet, wie sie trotz Tor an IP-Adressen von Pädophilen gelangten. Dabei nutzten sie die Hilfe von Firefox-Entwicklern bei der Mozilla Foundation.  Anonymous hatte mit der Operation Darknet versteckte Pädophilen-Plattformen im Darknet attackiert. Ziel waren die Kinderpornografie-Plattform Lolita City, die Wiki-Rubrik Hard Candy und das Webhosting-Unternehmen Freedom Hosting, die anonymisierende Netzwerke wie Tor, I2P und Freenode missbrauchen.

Thema 27:

 

(2016 - 04 - 23)  Bernd Jürgen Morchutt

Merkel und Böhmermann spalten Laptopwerker

 

Streiten fördert die Klarheit der Gedanken

Hallo, Webmaster!

Ich habe mir das Böhmermann-Gedicht angesehen. Ich muss sagen, und nicht nur ich, das ist tatsächlich unter der Gürtellinie.
Wenn Erdogan darauf reagiert hat, dann nicht zu unrecht.
Der Mann ist zwar ein gefährlicher Politiker und nutzt die Flüchtlingsproblematik für sich gegen Deutschland aus, aber
das Gedicht ist eine tatsächliche Beleidigung und hat mit Freiheit der Kunst nichts zu tun. Ich hoffe, Du hast den Text gelesen in seinem Missbrauch der deutschen Sprache und der Tatsache, dass in Deutschland schon einmal eine Religion verteufelt wurde. Erdogan muss zwar in die Schranken gewiesen werden, aber nicht nur von uns Deutschen.

Nur Böhmermann hat die Grenzen des Anstandes weit überschritten. Wir beide sind Journalisten, pflegen die deutsche Sprache, aber nicht solche Schmähworte wie "Sein Gelöt stinkt schlimm nach Döner, selbst ein Schweinefurz riecht schöner", und so weiter.

Da sollte Laptopwerk doch etwas zurückdrehen.

Karl-Heinz Otto

 

Lieber Kalle, vielen Dank für Deine Bemerkungen. Diese haben mich zum nochmaligen Nachdenken angeregt.

 

Der Inhalt der Böhmermann-Schmäh erscheint mir zweitrangig. Ich kannte den Herrn Autor vorher gar nicht, natürlich auch nicht seine Sendung im ZDF. Die Verantwortlichen beim Zweiten hatten sein „Gedicht“ vorher geprüft. Wenn ein Chefredakteur einen Text abnickt, dann muss er später auch dafür geradestehen. Da darf ein Anruf bzw. eine Bewertung der Kanzlerin nicht dazu führen, einen bereits gesendeten Beitrag nachträglich aus dem Netz zu verbannen. Was soll die späte und überflüssige Entschuldigung, Frau Merkel? Ich finde, bei uns ist etwas faul in Sachen Medien- und Satirefreiheit.

Als Webmaster kann ich unseren Usern versichern, dass ein derartiges Geistesprodukt keine Chance hätte, über unsere Plattform ins Netz zu gelangen. Allerdings finde ich es richtig und notwendig, dass sich Satiriker und Comedian unseres Landes mit einem menschenverachtenden Despoten auseinandersetzen.

Die NDR-Sendung "extra 3" brachte vor kurzem ein zweiminütiges Musikvideo mit dem Titel "Erdowie, Erdowo, Erdogan". "Ein Journalist der was verfasst, das Erdogan nicht passt, ist morgen schon im Knast", lautet eine Zeile. Neben der Einschränkung der Pressefreiheit werden dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan auch die erbarmungslose Niederschlagung der Kurden und ein hartes Vorgehen gegen Frauen vorgeworfen. Die Persiflage von Christian Ehring fand ich außerordentlich gelungen. Deshalb hatte ich auf unserer Seite auch einen Link angebracht. Im Sport heißt es immer, wer austeilt, muss auch einstecken können. Auf diese Niveauebene muss sich ein Herr Erdogan nicht quälen. Der bestellt lieber den Deutschen Botschafter ein.

Fataler als der Inhalt einer fragwürdigen Lyrik, über die zumindest Mathias Döpfner herzerfrischend lachen konnte, erscheint mir die Haltung der deutschen Bundesregierung. Statt auf einen bismarckschen Paragrafen zu pochen, hätte man die Einmischung Erdogans in die inneren Angelegenheiten der Bundesrepublik Deutschland zurückweisen oder wenigstens ignorieren sollen. Wen wundert`s, dass Merkel und Co. die größte Lachnummer in Europa sind.

 

Warum gibt es eigentlich so wenig Satire über unsere eigenen politischen „Führungskräfte“? Die Gaucks, Merkels, Altmaiers, Gabriels, Özdemirs und Hofreiters liefern doch täglich den Stoff für abendfüllende Programme. An die traut sich keiner ran, oder er geht zum Lachen in den Keller. 

Warum hat Grimme-Preisträger Böhmermann statt Erdogan nicht Putin genommen? Dann wäre der nächste Award sicher gewesen, sogar mit demselben Text. Die Nation hätte sich köstlich amüsiert.

 

Niemand merkt, wie die ehemals großen Parteien die Medien einverleiben und die Journalisten der Leitmedien zu Regierungssprechern degradieren.

Aufgewachsen in der Wohlfühloase Deutschland sehen die Kollegen das Negative nur außerhalb unserer Grenzen oder aktuell bei der AfD. Die Medien sind derart in das System eingebunden, dass selbst deutsche Waffenexporte und Kriegseinsätze positiv geschrieben werden. Sogar der hauptstädtische Skandal-Airport taugt nur für kleine Witzchen. Nur gut, dass deutsche Sportler (die richtigen, nicht die DDR-Typen) nie gedopt haben und auch in Zukunft ihre Hände fern von verbotenen und gesundheitsschädlichen Mittelchen halten werden. Mindestens die letzten zehn Jahre wollte man uns in dem Glauben lassen, dass bisher nur Fußball-Großereignisse, die in Deutschland ausgetragen, auch sauber vergeben wurden.

 

Alle deutschen Journalisten schreiben oder reden geflissentlich (wie auf Kommando) über die Integrationschancen der fremden Neuankömmlinge. Wo sind denn jemals größere Migrationsgruppen integriert worden? Was bei den zehn Millionen Sinti und Roma in Europa nicht gelungen ist, was bei den Türken in Deutschland fehlschlug, was bei den Nordafrikanern in Frankreich und Belgien versagte, was bei Indern und Pakistani in Großbritannien versäumt wurde, soll jetzt mit islamverbundenen Syrern – just obviously - europaweit funktionieren? Wir verstehen doch unter Integration eher, dass sich Mehrheiten mit dem extremen Anderssein der Minderheiten abfinden müssen.

 

Selbst eine deutsch-deutsche Integration fand nicht statt, sicher die leichteste aller möglichen Konstellationen.

 

Auch die wirtschaftliche Krise bei den Printmedien zwingt immer mehr Zeitungs- und Zeitschriftenverlage dazu, ihre Redaktionen zusammenzulegen. Reporter ohne Grenzen beklagt zunehmende Veröffentlichungen gleicher Inhalte durch Regionalverlage, die von zentralen Redaktionen versorgt werden. Die Pressevielfalt in Deutschland nehme immer weiter ab, Inhalt und Ausrichtung der Zeitungen seien zunehmend identisch. 

 

Wenn ich auf der Straße einer verhüllten Frau begegne, stelle ich mir zwangsläufig die Frage: Hat die Angst vor meinen unbeherrschten, zwanghaften sexuellen Trieben? Burka, Niqab und andere Verschleierungen sind vor allem ein permanent sichtbarer Mittelfinger in Richtung jeder aufgeklärten, emanzipierten europäischen Frau und jeder, die in ihrem Herkunftsland gegen diese Unterdrückung kämpft. Müssen wir in Deutschland eine mittelalterliche Lebensform akzeptieren und deren Vertreter einladen, mit uns zu leben? Da war selbst Martin Luther vor 499 Jahren fortschrittlicher!

 

In diesem Sinne sollten wir uns bewusst über die Verse der Böhmermanns wundern und ärgern. Je tiefer die Gürtellinie sinkt, desto klarer kommen unsere eigenen Schwächen, Versäumnisse und Haltungen zum Vorschein.

BJM

Thema 26:

Die Natur spielt nicht mit 

 

(2015 - 12 - 30)  Uwe Morchutt

Keine Lust mehr auf Wintersport!

Kunstschnee - teuer und schädlich für die Umwelt

 

Ein Irrsinn. Der Mensch zerstört absichtlich seine Lebensgrundlage, um Wintersport zu betreiben oder ihn sich anzuschauen! Denn der Kunstschnee lässt sich erst ab einer Temperatur von rund minus vier Grad Celsius erzeugen.

 

Was brauche ich dafür?

 

Hier die Zutatenliste zum selber Schneemachen!
Ein Kubikmeter Wasser reicht je nach Temperatur aus, um zwei bis drei Liter Schnee zu erzeugen. Wie viel Piste man damit beschneien kann, hängt unter anderem davon ab, wie steil diese ist, wie warm es ist, ob z.B. Wind die frischen Flocken weg pustet und welcher Untergrund beschneit wird: Auf Gras (Turf) reichen in der Regel schon 20 Zentimeter Kunstschnee aus. Auf einem steinigen Untergrund ist natürlich mehr Schnee erforderlich.

 

Liegt bereits Schnee, wird nur noch punktuell aufgefrischt. Dafür gibt es entweder Schneekanonen oder Schneelanzen. Was eingesetzt wird, hängt von der Art der Piste ab. Mit Lanzen kann man den Schnee gezielter verteilen. Dafür sprühen die Lanzen aber nur bis 40 m weit, so ein erfahrener Pisten-Schneemacher. Mit Schneekanonen lassen sich größere Bereiche beschneien. Sie beschneien bis zu 120 m weit und sind obendrein noch schwenkbar.

 

Was kostet der Spaß?

 

Ob man nun Lanzen oder Kanonen verwendet, ist auch eine Frage des Preises. Die Lanze kostet rund 4.000 bis 5.000 Euro. Für eine Schnee-Kanone muss man pro Stück schon einmal bis zu 27.000 Euro einplanen. Dafür benötigt man aber weniger Kanonen. Lanzen müssen rund alle 40 m aufgestellt werden, bei Kanonen reichen 80 m.

 

Neben den Anschaffungskosten fallen aber noch Betriebskosten an. Pro Kubikmeter Wasser müssen zwischen 5 und 15 Euro aufgewendet werden, sagt ein erfahrener „Schneemann“! Die Kosten sind ausschließlich für die Energie notwendig, die man fürs Pumpen des Wassers aus den Reservoirs zu den Schneeerzeugern benötigt. Das Wasser sollte nahezu Trinkqualität haben, damit keine Schadstoffe in den Schnee und später auf die Wiesen gelangt. Es wird deshalb gefiltert, damit die Düsen nicht verstopfen.

In Serfaus-Fiss-Ladis, Tirol – Österreich, beispielsweise wurden laut dem Schneeverantwortlichen in der Saison 2011/2012 rund 420.000 Kubikmeter, also 420 Millionen Liter, Wasser für die Beschneiung eingesetzt. Ein Kubikmeter kostet, wie bereits festgestellt, zwischen 5 und 15 Euro. Das bedeutet, dass alleine die Beschneiung in einer Saison zwischen 2,1 und 6,3 Millionen Euro gekostet hat. Die Kosten für die Lanzen, Kanonen, Wartung, Leitungen und Reparatur noch nicht eingerechnet.

 

Guter Kunstschnee erfordert einen hohen technischen Aufwand

 

Die OECD kritisiert den enormen Verbrauch an Wasser und Energie und sieht langfristig einen enormen Schaden für die Umwelt.

Die etwa 19.000 Schneekanonen in Österreich (Stand Februar 2013) verbrauchen pro Jahr und pro Hektar etwa sechs Millionen Liter Wasser und insgesamt 260.000 MWh Strom. Somit verbrauchen die Schneekanonen Europas soviel Energie wie eine Stadt von 150.000 Einwohnern und so viel Wasser wie eine Großstadt wie Hamburg. Forscher haben festgestellt, dass seit Einführung der Schneekanonen bis zu 70 Prozent weniger Wasser in Bächen und Flüssen der französischen Alpen fließt.

 

Der Wirkungsgrad einer Beschneiungsanlage steigt mit sinkender Temperatur linear an. Je kälter es ist, natürlich nur im Bereich der Minusgrade, desto mehr Schnee kann hergestellt werden. Noch Lust auf Wintersport? Prost Mahlzeit! Ich spiele nur noch Schach! umo

Thema 26:

Die Natur spielt nicht mit 

 

(2015 - 12 - 29)  Hilmar Bürger

Wintersport,

was nun?

Kunstschnee auf

Teufel komm raus?

Wenn ein Thüringer von einem Thüringer behauptet, er würde

Märchen erzählen, so steht ihm das zu. Die Absage des Biathlon-Weltcups durch Oberhofer Organisatoren ist allerdings leider kein Märchen. Sie ist zutiefst zu bedauern.

Aber darum geht es mir diesmal nicht. Ich beurteile die "Großartigkeit" des Biathlonspektakels auf Schalke ganz anders: Wenn man an die Umweltprobleme denkt, ist das unverantwortlich.

Bei aller Liebe zum Sport und auch zum Biathlon.

Um die 1299 m lange Strecke und ihr Umfeld auf Schalke wintergemäß zu präparieren, wurden in der Neusser Skihalle 4000 Kubikmeter Kunstschnee produziert. Für eine noch aufwendigere Strecke als vordem, wie zu lesen war. Wenn auch mehr als 40 000 Zuschauer gekommen waren, so bleibt doch die Frage:

 

Was soll das?

 

Die tapferen Organisatoren des Oberhofer Biathlon-Weltcups, die jetzt wegen des Vorfrühlings am Rennsteig passen mussten, werden mit gemischten Gefühlen nach Gelsenkirchen schauen.

Für meine Begriffe ist das alles nicht nur zu einer Frage des Geldes, sondern auch zu einer der Moral geworden. Die Natur streikt in Sachen Wintersport. Und das ist nicht das erste Mal. Voller Wehmut denkt man an Wettkämpfe im Schnee und auf dem Eis, die einst mit ziemlicher Zuverlässigkeit „von oben“ serviert wurden.

Gerade jetzt, wo die Umweltbelastung als Gretchenfrage der Menschheit steht, sollte man doch einmal darüber nachdenken, wie Wintersport natur- und kostenfreundlicher betrieben werden kann. Etliche dieser Sportarten kommen ja von einer Sommervariante auf Rollen. Und die ausgefeilte Trainingsmethodik zeigt, wie beispielsweise eben auch Biathlon oder Skilaufen auf Rollen, Skispringen auf Matten betrieben werden kann.

Die Natur zwingt zum Nachdenken

 

Es gibt also durchaus Alternativen. Die man bei ähnlicher Klimaentwicklung ohne Schnee- und Eis durchaus wettkampfmäßig bestreiten kann. Man sollte sie offiziell auch im Winter nutzen. Und wenn dieser dann wirklich mal kommt, könnte man ja umschalten. So blieben unnötige Kopfstände und Aufwendungen erspart. Und wenn es mal so richtig schneit und der Frost klirrt, könnte man sogar auch auf Schalke davon profitieren.

Ich habe der Rubrik "Mein Senf dazu" noch weitere Gedanken hinzugefügt - siehe www.habe-web.de/mein-senf-dazu. Es wäre toll, auch die Meinung anderer zu erfahren.

Hilmar Bürger

(Gotha/Thüringen)

Thema 25: Flüchtlingsstrom nach Europa - was nun?

25.2  (2015 - 08 - 20)  Bernd Jürgen Morchutt

Größer könnte

die Katastrophe

gar nicht sein

 

Politik versagt wieder mal auf der ganzen Linie

Täglich prasseln die News dieser Welt auf uns hernieder. Ukraine und Griechenland interessieren nicht mehr. Vor 26 Jahren waren Flüchtlinge Helden, die das Recht hatten, für ein Leben in Freiheit Risiken auf sich zu nehmen. Heute gelten diese Menschen als Kollateralschaden der Globalisierungspolitik. Es gibt nur noch eine richtige kommunistische Diktatur, die von den USA auferlegte Demokratisierung in Afrika und Asien schreitet voran, doch die Zahl der Flüchtlinge geht in die Millionen. Sie möchten von dem Kuchen abhaben, den ihnen einige von „uns“ weggenommen haben.

 

Staufi gab vor ein paar Tagen den Anstoß zu diesem Streitthema. Weitere Statements sind durchaus erwünscht...

 

Weshalb gibt es eigentlich Politiker?

 

Wenn sie gebraucht werden, sind sie nicht da. Das liegt aber nicht an der Sommerpause. Das betrifft alle zwölf Monate eines Jahres. Wofür bekommen die ihr Gehalt, die Büros mit Personal, die riesigen Dienstwagen mit Chauffeur? Jeder von denen kümmert sich doch nur um sein persönliches Wohlergehen und ein stetiges Anwachsen der Privatkonten. Und diese Einschätzung beziehe ich auf alle mir bekannten Parteien in Deutschland.

 

Nehmen wir Europa und die Europäische Union. Dieses wirtschaftlich-militärische Konstrukt. Grenzen und Zollschranken wurden beseitigt, damit sich die internationalen Konzerne von West nach Ost ausbreiten können. Das EU-Recht erlaubt, dass Ausländer auch in fremden Staaten Grund und Boden erwerben dürfen, um darauf eigene Immobilien für Forschungs-, Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsstätten zu errichten.

Eine gemeinsame Währung verhindert Umtausch-, Kurs- und Transferverluste. All diese Vorhaben wurden rasch und zielorientiert umgesetzt, und zwar von der Wirtschaft.

 

Welche Aufgaben hat die Politik in dieser Zeit übernommen und erfolgreich gelöst?

 

Keiner bekam mit, dass mit der Aufnahme Ungarns, der Slowakei, Bulgariens und Rumäniens etwa zehn Millionen Sinti und Roma zu EU-Bürgern mit uneingeschränkter Reisefreiheit wurden. Als die dann tatsächlich in Paris, London, Madrid, Rom oder Berlin eintrafen, begann das große Staunen.

 

Über Jahrzehnte gestaltete man Griechenland zu einem militärstrategischen Außenposten der NATO sowie zu einer Konsum- und Urlaubsoase für die gestressten Westeuropäer. Darüber hinaus entwickelte sich ein latentes und bereitwilliges Arbeitskräftereservoir mit vielfältigen internationalen Einsatzmöglichkeiten. Dass daraus ein milliardenschwerer Krisensumpf werden würde, bemerkte natürlich niemand.

 

Es gibt kaum eine Region in dieser Welt, die nicht geeignet wäre, mit direktem oder verdecktem Einsatz von NATO-Streitkräften für Demokratie und Freiheit zu sorgen. Es sei denn, diese Länder haben keine wirtschaftlichen oder natürlichen Ressourcen, sind strategisch bedeutungslos oder heißen z.B. Russland, China oder Nordkorea.

 

Diktatoren und absolute Herrscher werden gestürzt, religiöse, ethnische und nationale Konflikte geschürt, Staaten und Volkswirtschaften zerbrechen, Bürgerkriege und Eroberungsfeldzüge gewinnen die Oberhand. Dass in diesen Ländern Menschen leben, die ohne große Ansprüche ihren Berufen nachgehen, in den Familien geschützt, in Frieden und ohne wirtschaftliche Existenzangst den Alltag gestalten möchten, konnte keiner der europäischen Politiker vorhersehen.

 

Jetzt laufen sie davon

 

Hunderttausende, Millionen sind auf der Flucht. Die einen rennen um ihr Leben, die anderen haben ihre Familien und Lebensgrundlagen verloren, suchen einen Neuanfang fernab der lebensunwürdigen Heimat. Unter die Notleidenden mischen sich Abenteurer und Spekulanten, von professionellen Supervisoren unterrichtet, folgen sie den vorgegebenen Fluchtwegen, um die anvisierten und im Voraus bezahlten Zieldestinationen zu erreichen. Schlepperbanden sind von Zentralafrika bis Skandinavien im Einsatz. Mit Menschenhandel werden Millionen verdient. Sicher das profitabelste Geschäft unserer Tage.

 

Alle vereint ein Ziel: Westeuropa und dann möglichst nach Schweden oder Deutschland. Nicht, weil sie Deutsch oder Schwedisch als die am einfachsten zu erlernenden Fremdsprachen einstufen – im Vergleich zu Rumänisch oder Bulgarisch. Nein, man kennt sich aus mit den Sozialleistungen und den Bedingungen diese zu erhalten. Sie wissen, welche Gesetze in den jeweiligen Ländern greifen. Sie sind unterrichtet, wie sich die Politiker engagieren und welche Bürokratien ihnen einen möglichst langen Aufenthalt garantieren.

 

Vor meiner Haustür steht seit ein paar Wochen ein Containerdorf

 

Direkt am größten Verkehrsknotenpunkt des Stadtbezirkes Marzahn/Hellersdorf am Blumberger Damm. Ein noch unpassenderer Standort lässt sich kaum finden.

Die Mitarbeiter und Verantwortlichen sind nervös und gereizt. „Wenn sie schon fotografieren müssen, dann sollten keine Menschen zu sehen sein“, wurde ich am Zaun zurechtgewiesen. Flüchtlinge und Asylsuchende waren bis zu diesem Tag noch nicht eingetroffen. Ein Mannschaftswagen der Polizei steht jeden Tag 24 Stunden vor dem Gelände, in der Hoffnung, Übergriffe Rechtsradikaler und verärgerter Anwohner rechtzeitig zu unterbinden.

Von Willkommenskultur keine Spur. Die Ankömmlinge werden sich schnell heimisch fühlen. Ein abgeschottetes Lager für Fremde. Freiwillige Helfer werden gesucht. Nichts wurde korrekt vorbereitet, von den Deutschen, die in der ganzen Welt für ihr Organisationstalent bewundert werden.

 

Lagen die Vorbereitungsarbeiten nicht auf Seiten der Politiker?

 

Aber dieser Tagesordnungspunkt stand nie auf deren To-Do-Liste. Bei richtiger Organisation, Information und rechtzeitiger wie objektiver Herangehensweise könnte Deutschland das Zehnfache an Hilfesuchenden verkraften. Und die würden unter menschenwürdigen Bedingungen betreut und in die Gesellschaft integriert werden können. Für das, was zur Zeit geschieht, was man sieht, hört oder selbst erlebt, schäme ich mich. Ich ärgere mich, ich bin wütend über das inhumane und indifferente Vorgehen der deutschen Behörden.

 

Wir sollten uns aber genau anschauen, wer um Aufnahme in unser Land ersucht. Wer von Griechenland kommend in Mazedonien auf die Züge springt, um über Serbien, Ungarn weiter nach Westeuropa zu gelangen, ist für mich kein Kriegsflüchtling aus Syrien. Das gilt auch für die Tunnelakrobaten von Calais am Ärmelkanal. Viele der auf der Flucht befindlichen Familien haben eine schwangere Frau bei sich. Als Schutz vor rascher Abschiebung?

Ich bin mir sicher, die „cleveren Flüchtlinge“, die ihren Europatransfer mit Zehn- oder Zwanzigtausend Euro finanziert und organisiert haben, werden schneller ein Bleiberecht erhalten, als die gestrandeten mittellosen Bombenopfer aus Aleppo.

 

Deshalb bewundere ich jeden Tag unsere Demokratie: Keiner will Kriege, die Mehrheit ist gegen Waffenproduktion und -exporte, Kriegseinsätze der Bundeswehr werden abgelehnt – trotzdem findet alles wie selbstverständlich und tagtäglich statt.

 

Damit die Heuchelei perfekt wird, kümmern sich Durchschnittsbürger wie Du und Ich um die Flüchtlinge, für die andere verantwortlich sind. Das nennt man dann ausgleichende Gerechtigkeit. Wir begrüßen die echten und falschen Asylsuchenden vor unserer Haustür. Siehe auch IM BILDE vom 20. August!

BJM

Thema 25: Flüchtlingsstrom nach Europa - was nun?

25.1  (2015 - 08 - 16)  Walter Staufenbiel

Dass ich mich noch mal so schäme...

...und dann gleich zweimal

 

Im April diesen Jahres habe ich an dieser Stelle meine Meinung zur Flüchtlingsthematik gesagt.

Seither ist viel Zeit vergangen, unsere Elbe in Dresden schiffsuntauglich, Unmengen von Wasser durch mich getrunken (Was hätten wir eigentlich in unserer DDR gemacht, denn die obligatorische Geheimwaffe „Limonadensirup wäre auch schon längst alle!). Ich habe übrigens bewusst vom Hinterland DDR gesprochen, denn in unserer damaligen Hauptstadt (Die Berliner verzeihen mir jetzt), hat es bestimmt damals schon keine Versorgungsprobleme gegeben.

Aber zurück zum Thema: 

 

Denn jetzt schäme ich mich das erste Mal

 

Wir sind eines der reichsten Länder der Erde, und wir schauen seit Jahren tatenlos zu, wie unser großer „Bruder“ USA überall in der Welt als Demokratie-Engel auftritt und Alle und Jeden in seinem Sinne befrieden will. Ich brauche die Länder nicht aufzählen, denn wir kennen sie alle, angefangen in den Achtzigern des vorigen Jahrhunderts bis heute. Bruderkriege und ethnische Konflikte werden geschürt und damit Millionen von Flüchtlingen in Marsch gesetzt. Und nun ist großes Jammern, auch bei uns, wohin mit den vielen Menschen? Nach überall, aber bitte nicht zu mir! Die Regierung breitet mütterlich die Arme aus, aber nicht zur Umarmung, sondern zur Weiterleitung in die 16 deutschen Fürstentümer oder auch Königreiche. Auch hier werden die Arme weit ausgebreitet und wieder weitergeleitet. Jetzt scheinen die Flüchtlinge, die immer noch Menschen sind, angekommen zu sein. Nein, stimmt nicht, sie werden gelitten. Also her mit Zelten, hin in die glühende Sonne, ein Klo, stundenlanges Anstehen nach Essen...Ich verkneife mir hier historische Vergleiche, aber hier setzte mein erstes Schämen ein. In einer Stadt wie Dresden, wo bei irgendwelchen Veranstaltungen, wie auch jetzt zum Stadtfest eine Fressbude an der anderen steht, große Events mit großen Fressgelagen versorgt werden, dauert es so lange, bis die erwähnten Menschen-Flüchtlinge etwas Normalität erhalten. Bevor ich zum zweiten Schämen komme, allerdings ein Riesenlob an die vielen spontanen Helfer, die einfach zur Stelle waren, um zu helfen. Danke.

 

Nun zum erwarteten zweiten Schämen

 

Schaue ich TV (Was bei diesem Wiederholungsterror selten genug ist), lese ich, google ich, egal, was ich auch tu, Facebook schaut zu. Also habe ich gedacht, schau mal bei Facebook rein, ich wurde vor Angst ganz klein.

 

Was mich beim Thema Flüchtlinge angriente war der blanke Hass.

Es widerstrebt mir eigentlich, so etwas wiederzugeben, aber hier ging

es laufend um, ich nenne es mal Endlösungen. Das Vokabular ging von „...an die Wand stellen“ bis „Ersäufen...“ in allen möglichen Varianten.

Ja, wo leben wir denn eigentlich? Die das schreiben, kommen doch aus unserer Mitte, hatten oder haben ein Elternhaus, besuchten oder besuchen noch die Schule.

 

Was machen wir als Gesellschaft eigentlich falsch?

 

Oder sind wir eventuell selber falsch?

Wie ist denn nun die ehrliche Meinung zum nicht versiegenden Flüchtlingsstrom?

Ich bin auch nicht gerade begeistert, weil mir von staatlicher Seite entschieden zu viele Fehler gemacht werden:

 

- Zu kurzfristig werden die Kommunen und Gemeinden über Neuankömmlinge informiert.

- Turnhallen können auch keine Übergangslösung sein, denn danach sind diese Hallen logischerweise erst einmal für den Sportunterricht untauglich.

- Man kann und darf nicht Menschen, die seit Jahrhunderten in ethnischen Auseinandersetzungen leben, auf engstem Raum zusammenpferchen.         - Wann hält man sich endlich an die eigenen Vorschriften bei der Einstufung für Bleiberecht oder nicht. Wenn es auch weh tut, aber die rechtlich saubere „Abschiebung“ muss dann auch konsequent erfolgen. 

- Und endlich, wer bleiben darf, sollte auch schnellstens Bedingungen zur Eingliederung erhalten.

 

Diese Aufzählung ist meine ganz persönliche Meinung, aber vielleicht kann sie ja wieder mal unsere, schon oft bewährte „Streitbar“ bevölkern.

 

Also, Meinungen sind gefragt...

 

Das wünscht sich Staufi, Inhaber des Flohmarktes

Thema 24  

Liegt die Zukunft des internationalen Sports

in Katar?

Dritte Meinung

2015.02.02 Bernd Jürgen Morchutt

Geld und

gigantische Großereignisse

Ein kleines Land als konkurrenzloser Gastgeber

Katar hat so viele Einwohner wie Thüringen, aber nur 72 Prozent der Fläche des deutschen Freistaates. Trotzdem entwickelt sich dieser Zwergstaat zum Welt-Sportland Nummer 1. Die Handball-WM ist gerade vorbei, mit einem 200-Millionen-EURO-Budget die teuerste aller Zeiten. Drei pompöse Sporthallen wurden für die Handballspiele gebaut. Die größte in Lusail steht mitten in der Wüste. Der Gastgeber Katar gewann sogar die Silbermedaille. Mit einer Weltauswahl, denn neun Spieler des Auswahlkaders wurden fernab vom Emirat geboren und nach den Regeln des Welthandballverbandes IHF eingebürgert. Das Zuschauerinteresse hielt sich für europäische Verhältnisse in Grenzen. Oft verirrten sich ein paar hundert  Supporters in die riesigen Hallen. Okay, kein Problem. Dann wurden eben spanische Schlachtenbummler eingeflogen. Nicht, um das iberische Team anzufeuern, sondern um als Fans die Gastgebermannschaft zu beflügeln. Geld spielte für die Veranstalter keine Rolle. Peanuts – schließlich ist Katar das reichste Lands der Welt.

 

Und das ist nur der Anfang

 

Nächstes Jahr kommt die Rad-WM in die Hauptstadt Doha. 2017 soll es wohl einen Formel-1-Grand-Prix geben. Über die umstrittene Fußball-WM von 2022 wurde weltweit heftigst gezetert. Turn- (2018) und Leichtathletik-WM (2019) finden noch vorher statt. Olympische Sommerspiele sind ebenfalls in Planung.

So läuft das, wenn ein absoluter Monarch das Sagen hat. Wer das Geld besitzt, bestimmt die Regeln und die Preise. Die deutschen Handballfans waren die Dummen und mussten auf Live-Übertragungen der Spiele verzichten. Selbst vor Ort hatten sie Probleme, mit ihren bezahlten Tickets zu den Spielen der deutschen Mannschaft in die Halle gelassen zu werden. Freikontingente versperrten ihnen den Weg zu den regulär reservierten Sitzen. Darüber lässt sich so herrlich klagen.

 

Aber das ist die Zukunft

 

Wer hat schon die Mittel, eine Rundum-Bewerbung Katars zu überbieten? Deutschland ohnehin nicht. Vielleicht sollte sich der Rest der Welt eher auf Wintersportereignisse konzentrieren - bis die Kataris bei 50 Grad Außentemperatur überdachte und kunstschneebelegte Skisprungschanzen in die Wüste stellen.

Aufgrund unserer langwierigen, bürokratischen sowie basisdemokratischen Entscheidungsfindung und einer völlig ineffizienten Bauwirtschaft - gepaart mit den klammen Finanzen eines Exportweltmeisters – werden wir künftig chancenlos im Ringen um internationale Sportevents dastehen. Denn in Deutschland gibt es nur eine geförderte Sportart: Fussball!

Es sei denn, die internationalen Sportverbände entschließen sich, Weltmeisterschaften und Olympische Spiele an Austragungsorte zu vergeben, die sich der Tradition und Geschichte ihrer Sportdisziplinen würdig erweisen, selbst wenn sie mit ihren musealen Anlagen und Stadien, technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Standards dem Weltniveau meilenweit hinterherhinken.

BJM

Zweite Meinung

2015.01.21 Uwe Morchutt

Ich plädiere für Olympia 2032 – schon aus Baugründen!

Berlin und Hamburg müssen vorher noch andere

Projekte abschließen

Lieber Buchstaben-Künstler, Klaus Blume, der Chef hat mich dieser Tage gebeten, doch einmal die Streit-Bar zu öffnen. Gern komme ich dieser Bitte nach. Wie Sie wissen, ist die Streitkultur in Deutschland eingeschlafen. Überall nur Konsens und „Liebe“ unter den Menschen, obwohl uns die Probleme quasi um die Ohren fliegen. Wer etwas kritisiert, wird von den selbsternannten Moralaposteln und „echten“ Demokraten in die böse Ecke gestellt. Wie er da wieder herauskommt, bleibt sein Problem.

 

Ich sehe Ihre Auslassung zum Sportausrichter Nummer 1 Katar ähnlich. Da kann eine Demokratie natürlich nicht mithalten. Wer schützt, wie bei uns, die bedrohten Pflanzen und Tiere eigentlich in Katar? Oder gibt es dort gar keine? Zum Beispiel die armen Kamele, die braven Geschöpfe, die sich Tag ein, Tag aus durch die elende Hitze quälen müssen. Der Emir öffnet einfach seine prall gefüllte Schatulle und sorgt für Recht und Ordnung! Wer nicht spurt, wird Lastenträger! Keine nervende Bürgerinitiative, wie hierzulande, die ein kaum gesichtetes, bedrohtes Wesen schützen will. 

Nehmen wir das Beispiel Olympia, deren Boss unser deutscher Fechter, Dr. Thomas Bach, ist. Er begrüßt natürlich die Bewerberinitiativen von Hamburg und Berlin. Er will ja nicht daran schuld sein, gerade erst frisch im Amt, wenn es keine Bewerberstädte für die Spiele der Jugend mehr in der „zivilisierten Welt“ gibt!

 

Eine kritische Anmerkung muss ich aber loswerden. Kommt die Bewerbung für die Sommerspiele 2024 nicht viel zu früh für unsere Baukünstler? Schwingt da nicht viel zu viel Optimismus mit? Gerade Hamburg und Berlin haben doch so zu kämpfen, Großbauprojekte ordentlich auf die Zielgerade zu bringen. Wäre eine Bewerbung 2032, oder besser noch 2036, viel realistischer, dann hätten die beiden Städte doch ein paar Tage mehr Zeit, die olympischen Sportstätten rechtzeitig fertigzustellen. Wer will schon auf einer Baustelle Sport treiben?

Als Bauexperte denke ich, dass das ein angemessener Zeitrahmen wäre. Dann ist auch kein amtierender Lokal-Politiker mehr im Amt, der deswegen zurücktreten müsste. Natürlich ist es auch eine Frage des Geldes. Gerade Hamburg und Berlin sind ja so klamm, dass sie gegenüber Katar von vornherein schlechte Karten haben. Die Sportfunktionäre dieser Welt wollen ja mit ihren Top-Events nur positive Werbung für sich machen. Wer kann da schon Stress gebrauchen?

 

Brauchen wir eigentlich unter diesen Umständen noch den „sportlichen“ Wettkampf, wenn der Ausrichter schon feststeht? Das Geld könnte man doch viel sinnvoller ausgeben! Denn so eine aufwendige Bewerbung bekommt man ja nicht umsonst. Vielleicht bräuchten wir generell neue Spiele, wahre Spiele der Neuzeit, die in die heutige Zeit passen? umo

Erste Meinung

2015.01.15 Klaus Blume

Berlin oder Hamburg für Olympia 2024 chancenlos! 

Nun werden sich Berlin oder Hamburg um Olympia 2024 bewerben, auch Boston - aber alle aussichtslos, weil sie gegen Katar antreten. Katar richtet bereits neben der Fußball-WM 2022 im Jahre 2019 die Leichtathletik-WM aus; zuvor 2017 die Turn-WM, 2016 die Rad-WM, schon jetzt im Januar die Handball-WM. Gerade erst wurden dort die Schwimm-WM beendet.  Katar hat zwar nur zwei Millionen Einwohner, aber viel Geld. In einigen Sportarten wird sogar öffentlich - mit Geld - um die Ausrichtung gebuhlt: für die Übertragungsrechte von der Handball-WM bot der dortige TV-Sender  Al-Jazeera 110 Millionen Dollar; also - mal so eben - 50 Millionen mehr, als der Nächstbietende.

Im Hintergrund haben die Katarer, das neben dem Iran, zweigrößte Erdgasfeld der Welt. Die Herrscherfamilie denkt aber an die Zeit nach dem Öl- und Erdgasboom. Deshalb das wachsende Geschäft mit dem großen Sport, um sich als Drehkreuz für Flugreisen von Geschäftsleuten und Touristen frühzeitig zu etablieren. 

Auch wird Katar, anstelle der Schweiz, als künftiges Homeland für internationale Verbände und Organisationen angeboten. Auch mit dem klaren Hintergedanken, dass man sich künftig als ein kleines properes Land entpuppe, das sogar erfolgreich gegen die korrupte arabische Welt ackert. Deshalb kämpft man auch um die Formel1; Bahrein, so heißt es in Katar, gehe ohnehin den Bach runter - und, schwupps, bot man dem Traditionsteam Williams-Mercedes in Katar Werkstatt-und Büroräume an. Williams akzeptierte. Und wie wird das Spiel weitergehen?

 

KBL

Thema 23  

PEGIDA, das Volk, die Ausländer und unsere Demokratie

Vierte Meinung

2015.01.14 Hilmar Bürger

Ist Putin kein „Charlie“?

Wieder mal ein Zug, auf den zu viele springen

Der Ansturm auf die erste Ausgabe von "Charlie Hebdo" seit dem blutigen Anschlag auf die Redaktion war enorm. Die "Ausgabe der Überlebenden" war in einer für das Magazin bisher einzigartigen Auflage von drei Millionen Stück (vorher 60 TEx.) erschienen

Die Deutschen gehen wieder auf die Straße. Erinnerungen an die Wendezeit werden wach. Nie werde ich vergessen, auf dem Alex am 4. November 1989 gemeinsam mit meiner Frau und auf Anregung von ihr, dabei gewesen zu sein. Unter einer Mllion Menschen – hieß es. Stehen wir vor einer neuen Wende? Möglicher-weise – doch ich bin mir nicht sicher, wohin die Reise geht. Unabhängig davon, ob bei den gemeldeten Teilnehmerzahlen die Personen oder die Füße gezählt wurden.

 

Noch immer bin ich tief erschüttert, was vor einer Woche in Paris geschah. Und obwohl anderswo islamistische Terror-Anschläge mit wesentlich höherer Opferzahl passieren, ging das besonders an die Nieren. Hier war man Augenzeuge. Beim  mehrstündigen Live-Krimi vom Tatort Paris. Warum ich mir das angetan habe? In der trügerischen Hoffnung, alles möge gut ausgehen. Dabei war das, was vorausging schon schlimm genug. Kollegen mussten für ihre Überzeugung und ihr Verständnis von Pressefreiheit sterben.

 

Da möchte man bekennen „Ich bin Charlie“ – wie es Millionen in Europa taten. Auch jene, denen die Pressefreiheit wenig Aufmerksamkeit schenkt, Minderheiten, sozial Benachteiligte, Andersdenkende.

Als ich sah, wie diejenigen, die für die Verdummung des Volkes in Europa mitverantwortlich sind, untergehakt auf diesen Zug aufsprangen.  Mit denen bin ich kein „Charlie“. Mich würde übrigens mal interessieren, was man aus den Medien nicht erfährt:  War eigentlich Wladimir Putin eingeladen - ist er kein „Charlie“?

 

Mir fiel ein, was mich damals vor vier Jahren bewegte, „Laptopwerk“ in die Welt zu setzen.  Es sollte ein soziales Netzwerk sein, in dem Journalisten und andere Experten ihre ehrliche Meinung offenlegen – aber auch unterhalten -  und dafür auch noch, siehe Titelseite, ihren Kopf hinhalten. Das ist unser Verständnis von Pressefreiheit, für die wir sehr dankbar sind. Unabhängig von irgendwelchen ökonomischen Zwängen oder Verlagsvorgaben. Die meisten von uns haben es zu DDR-Zeiten anders erlebt. Allerdings käme keinem von uns die Idee, andere wegen ihrer Religion zu provozieren. Kein Zweifel, wenn es mir möglich ist, werde ich mir aber eine der Sonderausgaben des Satiremagazins besorgen. Nicht nur aus Neugier.

 

Mit großem Interesse habe ich gelesen, was die Laptopwerker Bernd Morchutt, Klaus Blume und Walter Staufenbiel zu diesem oder ähnlichen Themen in der STREIT-BAR  geschrieben haben. Nicht in allem stimme ich den einzelnen Meinungen zu, die ich aber nicht nur akzeptiere, sondern auch schätze. Und natürlich spielt dabei PEGIDA eine Rolle. Diese Bewegung hätte die Chance, ein Sprachrohr des Volkes zu sein, wenn sie sich offen gegen Ausländerfeindlichkeit wendet und sich nicht mit Rechtsradikalen und Hooligans verbündet - aber durchaus auch die Deutschallergie von Ausländern nicht aus den Augen lässt.

 

Denn die Potenz von anderen Dimensionen hat diese

Bewegung allemal. Ich bin sicher  – die Mehrheit ist unzufrieden mit vielen Dingen. Das ist ein Echo, auch auf die blühenden Landschaften, die man versprach.

Rein äußerlich hat sich viel verändert, aber nicht nur zum Guten. Ich möchte hier für die Dresdner eine Lanze brechen. Während meines Studiums lebte ich von 1958 bis 1961 drei Jahre in Elbflorenz. Das sind in der Regel anständige und sehr gastfreundliche Menschen. Ich lasse sie nicht verteufeln. Da können sie auch ungemütlich werden. Übrigens würde ich auch zu PEGIDA gehen. Mit einer Einschräkung. Dann müsste der Begrif für „Persönliches Engagement Gegen Irgendwelche Diskriminierung Anderer“ stehen. Auch der Dresdner.

Hilmar Bürger

Dritte Meinung

2015.01.12 Klaus Blume

NACHTS BRANNTE DIE HAMBURGER MORGENPOST…

… und wie werden PEGIDA und AfD reagieren?

Jubeln die Pegida-Anhänger am Montag in Dresden über die in Paris ermordeten Karikaturisten  und Journalisten? Oder tragen sie - Heuchelei ist ja wohl eher angesagt - tatsächlich Trauerflor?  Weit mehr als 20 000 werden Montag erwartet. Mal sehen, was in Dresden dann geschieht, zumal Innen- und Justizminister eindringlich die Veranstalter gebeten haben, von dieser Veranstaltung zumindest diesmal abzusehen.. 

"Lügenpresse" haben sie in all den Wochen zuvor dort skandiert oder einem Kampfhund ähnlich gebellt, wenn sich ihnen eine ARD-Kollegin mit einem Mikrophon oder ein schreibender Kollege mit einem Notizblock näherte. 

In Paris haben sie vorige Woche  mit missliebigen Journalisten kurzen Prozess gemacht - und sie während ihrer wöchentlichen Konferenz (Aktuelles Thema: "Rassismus") ohne vorherige Beschimpfung erschossen. Hingerichtet.  

Was danach in Paris gilt, sollte jetzt auch für alle Pegida-Anhänger gelten: Satire, Tabubruch, Blasphemie - ja auch das, gilt es in der Demokratie auszuhalten. Und wem das nicht passt, dem bleiben ja  genug Möglichkeiten, dorthin zu gehen, wo ein strafferes Regiment, ein starker Mann herrscht: In Nordkorea, in Südamerika, in Südostasien. Oder im Kaida-beherrschten Jemen zu siedeln. 

Denn  es scheint IMMER NOCH niemand begriffen zu haben! Die Pegida e.V. in Dresden, die nun über eine ernsthafte Zusammenarbeit mit der rechten AfD spricht, ist und war von vornherein ein Verein rechter Rattenfänger. Deshalb bedient man sich auch aller möglichen rechten Gedankenfetzen. Hätte jeder, der hingegangen ist, eigentlich merken müssen. Denn der Begriff "Lügenpresse" ist ein Kampfbegriff aus der Nazizeit; damit wurde seinerzeit, zum Beispiel, auch die Frankfurter Zeitung beschimpft, die von den Nazis verbotene Vorgängerin der Frankfurter Allgemeinen.

Wie man so etwas im Ausland sieht? Sogar die "Times" in London, als Murdoch-Kampfblatt alles andere als linksliberal stehend, entsetzte sich: "Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg macht eine populistische Bewegung ihr Recht geltend, sich öffentlich über eine ethnische Minderheit zu beklagen - und das Establishment hat Angst." 

Ethnische Minderheiten? Das heißt doch auch, weg mit den Juden, oder? Schon vor gut dreissig Jahren hat mir ein leitender Redakteur in einem leitenden europäischen Verlag - unter vier Augen und vier Ohren - kaltschnäuzig gesagt: "Dich haben sie doch im Dritten Reich vergessen, zu vergasen." Was dagegen zu unternehmen war? Nichts! Denn es gab keine Zeugen. Außerdem, so liberal, wie sich dieser Verlag nach außen hin gab, war er im Innern nie. 

Zurück zu dem, was jetzt ist: weil Journalisten, also die Handlanger der sogenannten "Lügenpresse", zum sogenannten Establishment gehören, haben viele von ihnen nun Angst. Weil nämlich Pegida-Aktivisten - wie bereits geschehen - deren private Anschriften ins Netz stellen, auf das man ihnen endlich die Fenster, die Türen und - und, ja, wie gefordert, auch die Fresse! - einschlagen solle.

Von diesen Aufrufen, die zur Gewaltbereitschaft führen können, bis zu dem, was in diesen Tagen in Paris bereits zur tödlichen Gewalt gegenüber Journalisten geführt hat, ist es nur ein winziger Schritt. Will die Pegida ihn beschreiten - und wollen ihre Anhänger ihr dabei wie die Lemminge folgen? Ohne Nachzudenken, hinein ins eigene Verderben?

Noch einmal zur Erinnerung: "Lügenpresse", so schreibt die Gesellschaft für deutsche Sprache, sei in den 1940er Jahren in den sogenannten völkischen und nationalsozialistischen Reihen als Begriff neu festgeschrieben worden. Dieser Begriff besage, es gäbe hierzulande keine echte Meinungsfreiheit, deshalb sage und schreibe die hiesige Presse nur das, was die Regierenden von ihr verlangen.

Wer das heute behauptet, schießt - Gott sei Dank, bisher nur übers Ziel - hinaus. Oder glaubt tatsächlich jemand, die sächsische Staatskanzlei lege vormittags fest, was anderntags in der "Sächsischen Zeitung" zu stehen habe? Oder dirigiere den mdr?

Noch ein Begriff ist mir bei den Pegida-Anhängern aufgestoßen: "Volksverräter". Diese elende Vokabel galt zuletzt unter den Nationalsozialisten als offizieller Strafbestand; er setzt voraus, dass ein Volksvertreter, also ein gewählter Politiker, zuvor Verrat am deutschen Volk betrieben hat. Oder ein Journalist, also ein Vertreter der "Lügenpresse". 

"Einen Abgrund an Volksverrat" witterte in diesem Zusammenhang einst Konrad Adenauer, als der SPIEGEL - der damals wie heute - maroden Bundeswehr mit handfesten Belegen bescheinigte, nur bedingt abwehrbereit zu sein.  

Wie die Sache damals ausgegangen ist, weiß jeder: Adenauer hat diesen Kampf gegen die Journalisten verloren. 

Und heute? Es ist schlimm, dass den Lügenbaronen der Pegida geglaubt wird. Dass die von ihnen verbreiteten Vorurteile vorbehaltlos übernommen werden. Dabei könne sie jeder, wenn er nur wolle, überprüfen - und käme zu einem anderen Ergebnis. Britische Demoskopen haben jetzt im Auftrag des "Guardian" ins Netz gestellt, dass die Deutschen mehrheitlich glauben, es gäbe in ihrem Lande mindestens 19 Prozent Muslime. Es sind aber exakt nur  sechs (!) Prozent. In anderen Ländern ist es noch schlimmer mit solchen Vorurteilen. Die Franzosen glauben gar, dass 31 Prozent Muslime unter ihnen leben würden, doch tatsächlich sind es gerade mal acht Prozent.

Erster Nachsatz: In der Nacht zum Sonntag hat das Archiv der Hamburger Morgenpost gebrannt. Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Für alle die, die mit der Hamburger Morgenpost nichts anzufangen wissen: Dieses Blatt steht seit Menschengedenken links, es zählt sich zu den sozialdemokratischen Sprachrohren. Deshalb könnte man nun meinen, die Pegida-Saat falle bereits auf den Boden, der von ihr vorbereitet wurde. Aber das wäre eine unzulässige Spekulation. Auch, wenn es zuvor eine deutliche Warnung gab!

Zweiter Nachsatz: Fahren Sie endlich MAL nach Dresden! Dort können Sie sich in diesen Tagen nämlich durchs Schöne vom Schlimmen ablenken lassen, in der Ausstellung "Die Logik des Regens"; eine Ausstellung über japanische Färberschablonen, zu bestaunen im Japanischen Palais. 

KBL/Image: dpa

Zweite Meinung

2015.01.10 Bernd Jürgen Morchutt

Der Markt ersetzt

die politische Führung

Deutschland lässt sich treiben oder wird getrieben

Ich bin seit 25 Jahren ein freier Mensch, kann tun und lassen, was ich möchte. Kein Aas interessiert sich für mich. Niemand gibt mir eine Richtung vor. Keiner fragt mich, wie es mir geht. Politischer Druck liegt weit entfernt hinter mir. Ich orientiere mich nur nach meinen Erfahrungen, meinem Wissen und meinen Intuitionen. Ich habe mich reingefunden in die Welt der Egoisten, Idealisten, Gleichgültigen, Schwindler, Betrüger, Ahnungslosen und Profiteure. Kein Teufel muss mir sagen, wer oder was gut oder böse ist. Die Welt wird täglich größer. Die virtuellen Grenzen unseres Denkens verschieben sich unaufhörlich. Immer mehr und neue Fragen verlangen nach Antworten, Aufklärung, nach Lösungen. Ich suche sie für mich. Mal mit, mal ohne Erfolg. Unterstützung bekomme ich keine. Nicht mal eine grobe Orientierung.

Unser Land steckt voll mit Politikern und Bürokraten. Aber es gibt keine Politik. Nur Wahlkampf, Parteienscharmützel, Posten- und Machtspiele oder Stimmenfang. Themen werden belegt, Probleme aufgegriffen, Tatsachen angesprochen, Risiken benannt – aber dann ist auch schon Schluss. Ein neues Auto, trendy Smartphone, mobiler XY-Player oder online vernetztes Tiefkühlfach sind viel wichtiger.

 

Wir sprechen über Kriegstote und Flüchtlinge, beklagen Terroropfer, Katastrophen, zerstörte Städte und Landschaften. Die Ursachen, Hinter- und Beweggründe werden verschwiegen. Zwei tun das Gleiche, der eine ist demokratisch legitimiert und friedliebend, der andere diktatorisch und machtbesessen. Wer kümmert sich um Demokratie, Pressefreiheit, Menschen- und Freiheitsrechte in Ländern, die weder Bodenschätze noch eine strategische Bedeutung besitzen? Oder NATO-Mitglieder sind? 

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen Kriege, trotzdem führen wir sie. Die Mehrheit der Deutschen besitzt keine Sturmgewehre, dennoch ist Deutschland der drittgrößte Waffenproduzent der Welt. Die Mehrheit der Deutschen zahlt Steuern, viele Millionäre und Milliardäre hinterziehen oder verlagern diese. Die NATO unterstützt oder bekämpft Diktatoren wie Terroristen, die Bevölkerung wiederum empfängt die Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten in ihrer Nachbarschaft.

Der Profit wächst von unten nach oben, die Probleme vergrößern sich von oben nach unten!

 

Warum haben in Deutschland Nazis Versammlungs- und Demonstrationsrecht? Wir geben Millionen für einen mehrjährigen NSU-Prozess aus, statt diese Mittel für die Bekämpfung des Rechtsradikalismus einzusetzen.

Weshalb gibt es in Deutschland kein klares und eindeutiges Einwanderungsgesetz?

 

Wer Europa möchte, darf nicht nur die Exportzahlen der deutschen Wirtschaft im Auge haben. In der EU gibt es ein riesiges soziales Gefälle. Der HARTZ-IV-Satz in Deutschland entspricht einem Durchschnittsverdienst in Rumänien oder Bulgarien. Aber diese Menschen müssen davon auch ihre Miete und die dazugehörigen Nebenkosten bestreiten! Wer wundert sich da noch über Wirtschaftsflüchtlinge? Die Preise für die exportierten deutschen Autos, Maschinen und Arzneimittel dagegen sind überall gleich. Europa öffnete die Grenzen, brachte Lidl und Kaufland bis in die Karpaten und ans Schwarze Meer, aber bis zu einer wirtschaftlichen Annäherung und Angleichung der Lebensbedingungen ist noch ein sehr langer Weg. Welche wirtschaftlichen und sozialen Wettbewerbschancen besitzen die ost- und südeuropäischen Länder gegenüber Frankreich, Großbritannien und Deutschland?

Mit all diesen Fragen und Problemen werden die Menschen in unserem schönen und reichen Land alleingelassen. Wir befinden uns wie die Flüchtlinge aus Nordafrika auf einem führungslosen Schiff, das von unterschiedlichen Winden, Strömungen und divergierenden Wellen getrieben wird.

Ich verstehe die Leute, die jetzt auf die Straße gehen. Sie sind verunsichert, enttäuscht und haben Angst um die Zukunft. Aber ihnen zustimmen oder mich anschließen kann ich nicht. Wenn gewählte Politiker versagen, fällt das Volk leicht auf andere Populisten, Demagogen oder rechtsorientierte Heilsbringer herein.

Es gibt nicht zu viele Ausländer oder eine Überfremdung des Landes. Die meisten Flüchtlinge wollen ohnehin gar nicht nach Deutschland. Unsere besserwisserischen Politiker mit ihrem kleinbürgerlichen Image haben dafür gesorgt. Außerdem gelten wir Deutschen weder als weltoffen noch als tolerant gegenüber anderen Kulturen.

Unsere größten Probleme liegen im unkritischen Umgang mit und der naiven Abhängigkeit von den beiden bei uns gängigen christlichen Konfessionen. Das erschwert und behindert zunehmend unsere generelle Sicht auf Kirche und Religion. Wird der Glaube zur Privatsache, dann fallen auch die religiösen Unterschiede nicht ins Gewicht. Von einer Islamisierung ganz zu schweigen.

BJM/Images: Luis Quilles (3), John Holcroft

Erste Meinung

2015.01.07  Walter Staufenbiel

Ab wieviel Prozent dürfen sich Menschen als Volk bezeichnen?

Seit Monaten elektrisiert PEGIDA Deutschland

Tausende gehen für und Tausende dagegen auf die Straße, wollen ihre Meinung kundtun. Anfangs wurden die, die für PEGIDA demonstrierten, sofort und auffallend schnell in eine Ecke gedrängt, die stark nach rechts roch. Trotzdem erhöhte sich die Teilnehmerzahl.

 

Was will eigentlich die Mehrzahl dieser PEGIDA Demonstranten?

 

Geht es nicht um Sorgen, Nöte, Fragen? Ich glaub schon. Ich bin kein PEGIDA Demonstrant, aber wir machen es uns etwas zu einfach.

Von Oben kommt die Order, Flüchtlinge aufzunehmen, die Städte und Gemeinden wissen kaum, wie das zu schaffen ist. Da werden Hotels und Pensionen angemietet, Turnhallen belegt (was machen eigentlich die, die bis dato darin Sport getrieben haben, vielleicht sogar Schulsport?).

Keiner „da Oben“ gibt uns, dem Volk(?), Antwort, warum diese Flüchtlingsströme überhaupt erst zugelassen wurden. Wo waren die Demokraten, als die Bürgerkriege begannen.

Ich kann mich noch an die Eiereien unserer Politiker und der so demokratischen Staatengemeinschaft erinnern, als es um klare Entscheidungen und Maßnahmen gegen das sich abzeichnende Bürgerkriegsdrama ging. Damals war Zeit, Diktatoren und Terroristen mit harter Hand in die Schranken zu weisen. Stattdessen gab es wortreiche Erklärungen, warum man nicht helfen kann. Wenn ich daran denke, wie vielen Kindern das Waisen-Dasein hätte erspart bleiben können. Nicht zu reden von den toten Kindern.

 

Und jetzt klopfen die im Stich gelassenen auch an die Türen der reichen Bundesrepublik

 

Da ist es doch eigentlich legitim, Fragen stellen zu dürfen, wie diese Aufgabe gemeistert werden kann. Diese, Hilfe suchenden Menschen möchten für sich selbst sorgen, aber arbeiten dürfen sie nicht. In dem so tollen Freistaat Bayern wollte man ihnen einhämmern, hochdeutsch zu sprechen. Auch die Kirche hatte Bedenken gegen das Tragen von Kopftüchern usw. Was wird denn, wenn diese Flüchtlinge auch ihr Recht auf Religionsausübung wahrnehmen möchten. Da bin ich wieder bei den Fragen der meisten PEGIDA Demonstranten. Mit ihrer These „Wir sind das Volk“ wollen sie sich mehr Gehör verschaffen.

 

Wer und was ist das Volk?

 

Aber jetzt kommt was ganz Tolles; Es werden Rechenspielchen im Bereich der Prozentrechnung gemacht, wie viel Demonstrationsteilnehmer haben eigentlich das Recht, zu sagen, wir sind das Volk. Ich habe Angst, dass bald ein Gesetz bestimmt, wer sich überhaupt zum Volk zählen darf. Und dann wird es wahrscheinlich sehr eng für die meisten von uns. Oder aber, die allwissenden und unfehlbaren Politiker erklären uns, was das eigentlich ist, das Volk. Auf diese, von Politikern gefaßte Definition wäre ich wirklich gespannt.

Übrigens bei Wikipedia kann man diese Definition lesen:

„Das Wort Volk mit dem Zusatz „einfach“ (einfaches Volk) wird hingegen heute noch oft verwendet. Der Begriff bezeichnet die Mehrheit der Bevölkerung eines Landes in Abgrenzung zur dort herrschenden Elite.“ 

Jetzt wird mir klar, warum man „da Oben“ zu allen Zeiten Angst vor dem Volk hatte.

Übrigens möchte ich nochmal deutlich machen;

Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, nichts gegen Menschen mit anderer Religion. Ihnen soll und muss geholfen werden!

 

Ich habe aber was gegen sture, teilweise undurchdachte Maßnahmen und Befehle von „Oben“, die die Ausführenden in den unteren Ebenen teilweise vor kaum lösbare Aufgaben stellen.

Ich glaube, diese meine Fragen, Sorgen und Ängste teile ich mit den meisten PEGIDA-Demonstranten!

Staufi vom Flohmarkt 

Di                 25.04.2017 

Nr.            2.384 - 1.081

Aktualisierung        12:55

Übrigens,

 

… die Kriminalitätsstatistik ist da - daraus lassen sich folgende Meldungen machen, die beide stimmen:

 

1. Berlin immer schlimmer! Die Stadt ist jetzt mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner die gefährlichste deutsche Großstadt vor Leipzig (15.811) und Hannover (15.764). Der bisherige Spitzenreiter Frankfurt ist auf Platz 4 abgerutscht, bravste deutsche Großstadt ist München (7909).

 

2. Berlin immer sicherer! Die Stadt verzeichnet mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner relativ gesehen weniger Fälle als im Vorjahr (16.414). Die leichte Steigerung in absoluten Zahlen ist allein dem starken Wachstum Berlins geschuldet.

 

Jeder kann daraus machen, was Ihm politisch am besten in den Kram passt. Aber daran denken: Es handelt sich um die Zahlen für 2016. Es kann nur noch schlimmer werden.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 22.04.2017

1    11    12   19   25   32    SZ: 7

Spiel 77:  2152 168

 

Super 6: 437 607   

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1898 (2017-04-25) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Die IGA 2017 machte es möglich

Ein U-Bahnhof verlor seinen Namen

Ein neuer Blickfang an der Linie U5

BREAKING NEWS

Stand: 25.04.2017; 10.15 Uhr

 

International

 

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan reist nach Angaben seines Büros Mitte Mai zu US-Präsident Donald Trump nach Washington. Trump habe Erdoğan zu der Begegnung im Weißen Haus eingeladen.


Die schwedische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Lastwagen-Anschlag in Stockholm eine zweite verdächtige Person festgenommen.


Dass Emmanuel Macron im ersten Wahlgang mit seinen 24 Prozent die Nationalistin Marine Le Pen (sie kam auf 21,3 Prozent) übertraf, hat zwar bei allen EU-Befürwortern eine enorme Erleichterung ausgelöst, knapp darauf wurde man aber wieder von Sorgen heimgesucht – und zwar spätestens seit der Siegesrede, die Macron hielt. Ein Überhang an zum Teil peinlichen Leerfloskeln in dieser Rede wirft die Frage auf: kann dieser, ein wenig windig wirkende Dauerlächler auch noch die vierzehn Tage bis zur Stichwahl am 7.Mai erfolgreich überstehen? Aber diese Bedenken bezüglich der Konsistenz des parteilosen Jungstars (Macron ist mit 39 Jahren der jüngste Präsidentschaftskandidat) teilten auch schon vor dem ersten Wahlgang etliche Beobachter in Paris mit Ausnahme der Meinungsforscher, die seit Monaten Macrons Erfolgskurve unbeirrt wiedergaben.


In ersten Umfragen werden Macron für den zweiten Wahlgang am 7. Mai 62 Prozent der Stimmen gutgeschrieben, Le Pen 38 Prozent. Das ist einerseits ein klarer Abstand; er zeigt aber auch das Potenzial der bisherigen FN-Chefin, die in einem TV-Interview am Montagabend bekanntgab, sie werde den Parteivorsitz ruhend stellen, bis die Wahl geschlagen ist.


In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben Aktivisten zur Abschaffung eines Gesetzes aufgerufen, mit dem Vergewaltiger durch die Heirat mit ihrem Opfer einer Bestrafung entgehen können. Sie forderten die Parlamentarier am Samstag auf, bei einer anstehenden Beratung den umstrittenen Artikel 522 des Strafgesetzes abzuschaffen.

 

Die Lage ist ernst, diesmal aber wirklich. Bis Montag um 16 Uhr konnten die rund 12.000 Mitarbeiter über den Rettungsplan samt Jobabbau und Gehaltskürzungen abstimmen. An der Urabstimmung hatten sich rund 90 Prozent der Belegschaft beteiligt. Laut italienischen Medien überschritten die Nein-Stimmen im Laufe des Montag-Abend bereits die 50 Prozent-Marke. Damit dürfte Italiens größte Airline unter die Kontrolle eines Insolvenzverwalters gestellt werden.

 

Deutschland/Berlin

 

Angesichts der Zunahme von Gewalttaten in Deutschland fordert die Gewerkschaft der Polizei (GDP) von Bund und Ländern, das Personal bei den Sicherheitskräften und der Justiz massiv aufzustocken. Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern, müssten deutlich mehr Polizisten sichtbar auf der Straße unterwegs sein.

 

Ein geplantes Treffen des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel mit linken Menschenrechtsorganisationen während seines Antrittsbesuchs in Israel sorgt für Wirbel. Das israelische Fernsehen berichtete am Montagabend, Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erwäge deswegen eine Absage seines Gesprächs mit Gabriel am Dienstag. Der private Sender Channel 2 meldete, der Regierungschef habe seinen Gast aus Deutschland vor die Wahl gestellt, sich mit den Menschenrechtlern oder mit ihm zu treffen.

 

CSU-Chef Seehofer will entgegen früherer Ankündigungen über 2018 hinaus im Amt bleiben. Er will am Parteitag im November nun doch erneut als CSU-Chef kandidieren und im Herbst 2018 wieder als Spitzenkandidat in die Landtagswahl ziehen.

 

Sport

 

 

Fussball

 

Die U19-Mannschaft von Red Bull Salzburg hat am Montag den wichtigsten europäischen Nachwuchsbewerb auf Klubebene gewonnen. Das Nachwuchs-Team des österreichischen Fußball-Meisters setzte sich im Finale der UEFA Youth League in Nyon gegen Benfica Lissabon mit 2:1 (0:1) durch.

 

Zlatan Ibrahimovic denkt trotz seiner schweren Knieverletzung nicht an ein Karriereende. "Ich werde das durchstehen wie alles andere und sogar noch stärker zurückkommen", schrieb der schwedische Fußball-Superstar bei Instagram. Der Torjäger von Manchester United hat sich britischen Medien zufolge das vordere und hintere Kreuzband gerissen und wird daher wohl bis Jahresende ausfallen.

 

500 Pflichtspieltore von Messi für Barça in knapp 12 Jahren: Bei den Katalanen feiert man wieder einmal seinen Superstar.

Profiwissen für den privaten Bauherrn

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