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58 (2017-11-15) Judith Bergman

Dawa: Die Samen des Hasses säen

Missionierung

von Nicht-Muslimen

 

Während der Westen mit der Bekämpfung von "Hassrede", "Islamophobie" und weißen hegemonialen Gruppen beschäftigt ist, scheint er mehr als bereit zu sein, die Kultivierung muslimische Hassrede und hegemonialem Verhalten gegenüber Nicht-Muslimen zu ignorieren.


Es handelt sich um eine Kultivierung, die vor allem im Prozess der Dawa, der muslimischen Praxis der islamischen Evangelisation oder Mission vorkommt, deren Ergebnisse diese Woche offenbar in einem Terroranschlag in der Innenstadt von New York zu sehen waren. Der aus Usbekistan stammende Terrorist Sayfullo Saipov wurde offenbar erst nach seinem Umzug in die USA radikalisiert. Die Moschee, die er in New Jersey besuchte, stand seit 2005 unter Überwachung durch das NYPD. Ein 2016 von der Regierung in Auftrag gegebener Bericht sagte, dass usbekische Staatsangehörige "sich am wahrscheinlichsten radikalisieren, wenn sie als Migranten im Ausland arbeiten," laut dem US-Außenministerium.


Oberflächlich gesehen scheint, Dawa, oder Mission - persönlich oder online - eine gutartige missionarische Tätigkeit zu sein für die Konversion von Nicht-Muslimen. Legal in westlichen Gesellschaften, ist es zulässig, dass sie von Medien oder Regierung ungestört abläuft. Dawa zieht in der Regel wenig Aufmerksamkeit auf sich, es sei denn, Mitglieder einer Missionsorganisation tauchen plötzlich als vollwertige Dschihadisten in den Schlagzeilen auf.


Politiker und Medien im Westen scheinen es vorzuziehen, den Islam nur als Religion und nicht als politisches System zu betrachten, das der Welt nach Ansicht von Kritikern seine eigenen Gesetze und Vorschriften, die Scharia, aufzwingen will.

Laut der in Somalia geborenen muslimischen Dissidentin und Autorin Ayaan Hirsi Ali in ihrem kürzlich erschienenen Buch Die Dawa-Herausforderung: Politischer Islam als Ideologie und Bewegung und wie man ihr entgegenwirken kann ("The Challenge of Dawa: Political Islam as Ideology and Movement and How to Counter It"):


Der Begriff "Dawa" bezieht sich auf Aktivitäten, die von Islamisten unternommen werden, um Anhänger zu gewinnen und sie in eine Kampagne zur Durchsetzung der Scharia-Gesetze in allen Gesellschaften einzubinden. Dawa ist nicht das islamische Äquivalent religiöser Missionierung, obwohl sie oft als solche getarnt ist...[Sie] schließt Missionierung mit ein, geht aber darüber hinaus.

In westlichen Ländern zielt Dawa darauf ab, Nicht-Muslime zum politischen Islam zu konvertieren und unter den bestehenden Muslimen extremere Ansichten zu erreichen

Das Endziel von Dawa ist es, die politischen Institutionen einer freien Gesellschaft zu zerstören und sie durch die strenge Scharia zu ersetzen."


Vermutlich ist das Letzte, was eine Gesellschaft will, Gruppen, die politische Aktivitäten in religiösen Praktiken tarnen, die unter den Regeln der Religionsfreiheit geschützt sind.


Auf den Philippinen haben vor kurzem Mitglieder der Dawa-Organisation, die als Tablighi Jamaat ("Gruppe, die den Glauben verbreitet") bekannt ist, unter dem Deckmantel der missionarischen Tätigkeit das Land betreten - dass sie am jährlichen Treffen der Tablighi Jamaat teilnehmen würden. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie zusammen mit Isnilon Hapilon, dem verstorbenen "Emir" des islamischen Staates in Südostasien, den Dschihad zu führen gekommen waren.

Die Tablighi Jamaat wurde von der Islam-Expertin und Journalistin Innes Bowen in ihrem 2014 erschienenen Buch Medina in Birmingham, Najaf in Trent als "eine Deobandi-Missionarbewegung und eine der größten islamischen Gruppen Großbritanniens" beschrieben... sie ist in aller Stille zu einer der erfolgreichsten islamischen Bewegungen Großbritanniens herangewachsen. Eine große Zahl britischer Muslime hat viel Zeit in ihren Reihen verbracht". Allerdings war Tablighi Jamaat in Großbritannien weitgehend unbekannt, bis sich herausstellte, dass mehrere britische Muslime, die wegen Terrordelikten angeklagt waren, Zeit in der Organisation verbracht hatten. Unter diesen Terroristen befanden sich Richard Reid, der "Schuhbomber" und drei der vier Täter der Londoner 7/7-Terroranschläge. Der amerikanische feindliche Kämpfer John Walker Lindh, der den Taliban geholfen hat, wurde mit Tablighi Jamaat in Verbindung gebracht; und der San Bernardino-Terrorist Syed Farook betete in San Bernardino an der Dar al Uloom al Islamiyyyah Moschee, die als "Zufluchtsort für Tablighi Jamaat-Aktivisten" beschrieben wurde.


Die Bewegung, so ein weiterer Experte für den Islam, Yoginder Sikand, in seiner Studie über die Tablighi Jamaat von 1998, versuche "einen Sinn für Paranoia und sogar Abscheu vor der nichtmuslimischen Gesellschaft zu fördern". Er zitierte einen prominenten britischen Förderer der Tablighi Jamaat mit dem Satz:


"ein Hauptziel von tabligh ist es, die ummah [muslimische Gemeinschaft] vor der Kultur und Zivilisation der Juden, Christen und (anderen) Feinden des Islam zu retten, um einen solchen Hass für ihre Art zu schaffen, wie ihn die Menschen für Urin... und Ausscheidungen haben...".


Die Tablighi Jamaat wurde im Middle East Quarterly in einem Artikel mit dem Titel "Tablighi Jamaat: Jihad's Stealthy Legions" als Wolf im Schafspelz beschrieben:


"Tablighi Jamaat ist kein Monolith: eine Unterabteilung glaubt, sie sollten den Dschihad mit Hilfe des Gewissens verfolgen... während ein radikalerer Flügel den Dschihad durch das Schwert vertritt... in der Praxis predigen alle Tablighis ein Glaubensbekenntnis, das kaum von der radikalen wahhabitisch-salafistischen Dschihadisten-Ideologie zu unterscheiden ist, die so viele Terroristen teilen".


Dennoch bleibt Tablighi Jamaat eine legale, aktive Organisation, die einen beträchtlichen Einfluss ausübt auf die Muslime in Europa, insbesondere in Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Bereits im Jahr 2003 sagte der stellvertretende Leiter der Abteilung für internationalen Terrorismus des FBI, Michael J. Heimbach, "Wir haben eine bedeutende Präsenz von Tablighi Jamaat in den Vereinigten Staaten und wir haben festgestellt, dass Al-Qaida sie für die Rekrutierung jetzt und in der Vergangenheit benutzt hat. Ein Videobeitrag der Darul Ulum Islamic High School in Birmingham, England, die mit der Tablighi Jamaat in Verbindung steht, zeigte 2011, dass muslimischen Kindern muslimische Hegemonie beigebracht wurde. Elfjährige lernten, dass Hindus "keinen Intellekt haben" und "Kuhpisse trinken". Der Lehrer sagte auch: "Du bist nicht wie die Nicht-Muslime da draußen... All das Böse, das du auf der Straße siehst... Leute, die den Hijab nicht richtig tragen, Leute, die rauchen... du solltest es hassen..." Den Kindern wurden auch gesagt:


"Du musst dich vom Einfluss des Shaitan [Satan] und der Gesellschaft befreien..." Die Kuffar [abfällige Bezeichnung für Nicht-Muslime] haben so viele neue Dinge hervorgebracht... Sie kontrollieren deinen Verstand... Gehörst du zu denen, die ihren Lebensstil bevorzugen: Den Weg der Kuffar vor dem Weg des Propheten?"


Sowohl der amerikanische als auch der niederländische Geheimdienst schienen sich der drohenden Gefahr von Dawa-Organisationen einmal bewusst gewesen zu sein. Im Jahr 2004 identifizierte ein Bericht der niederländischen Regierung Bedrohungen für die niederländische Gesellschaft durch die Praxis von Dawa und kam zum Schluss, dass eine "Interaktion oder gar Verflechtung von Dawa und Jihad die Beziehung zwischen den verschiedenen Formen des radikalen Islams und dem Phänomen des radikal-islamischen Terrorismus demonstrieren".


Die Studie unterscheidet auch verschiedene Arten von Dawa, sowohl offener als auch verdeckter, und die Bedrohungen, die von ihr ausgehen:


"Dawa könnte darauf abzielen, muslimische Gemeinschaften davon zu überzeugen, dass nichtmuslimische Gemeinschaften dem Islam feindlich gesinnt sind und ihn unterdrücken oder gar zerstören wollen. Dawa kann auch dazu dienen, muslimische Gemeinschaften davon zu überzeugen, dass die Werte und Standards von Nicht-Muslimen mit denen des Islam unvereinbar sind und daher als verdorben betrachtet werden sollten. In einer solchen Form von Dawa werden muslimische Gemeinschaften oft ermutigt, (auf provokative Weise) die Unterschiede zu anderen Gruppen hervorzuheben und manchmal auch ihre Verachtung und ihren Hass gegenüber Normen und Werten und der Kultur der Nicht-Muslime zum Ausdruck zu bringen.


Es scheint, dass westliche Regierungen - zumindest offiziell - diese Einsichten in Dawa als Werkzeug zur Förderung von Gefühlen der muslimischen Vorherrschaft und des Hasses gegen Nicht-Muslime weitgehend verlernt haben. Stattdessen betreiben sie endlose, irregeleitete Obsessionen über "Islamophobie". Ihre Vergesslichkeit sollte Anlass zur Besorgnis sein.


Auch andere Dawa-Organisationen sind im Westen tätig. Eine davon ist die Islamische Bildungs- und Forschungsakademie (iERA), die von zwei Konvertiten, Abdur Raheem Green und Hamza Andreas Tzortis, geführt wird, die sich weltweit für die Verbreitung des Islam einsetzt. Im Gegensatz zu den Tablighi Jamaat konzentriert sie ihre missionarischen Bemühungen auf Nicht-Muslime. Ihre Führer haben rassistische, hegemoniale und anti-demokratische Aussagen gemacht, wie, wieder einmal, Nichtmuslime "Kuffar" zu nennen. Green hat gesagt, dass "der Zweck der Jizya [Schutzgeld, oder "Steuer", die von Nicht-Muslimen an Muslime gezahlt wird] sei, die Juden und Christen wissen zu lassen, dass sie minderwertig und dem Islam unterworfen sind", und "wenn ein Jude oder Christ die Straße entlanggehend angetroffen wird, sollte ein Muslim sie zur Seite stoßen". Er hat auch gesagt, dass das "unmittelbare Problem" für Muslime in Großbritannien sei, von "Kuffars" umgeben zu sein und dass eine der einzigen Rechtfertigungen für Muslime, in Großbritannien zu bleiben, darin bestehe,"die Kuffar zum Islam zu rufen".


Tzortis hat gesagt, dass Abtrünnige, die "gegen die Gemeinschaft kämpfen [...], getötet werden sollten" und dass "wir als Muslime die Idee der Meinungsfreiheit und sogar die Idee der Freiheit ablehnen". Er hat sich auch für die Kinderehe ausgesprochen. Er gibt zu, dass er früher Mitglied der radikal-islamischen Organisation Hizb ut-Tahrir war, aber aus "scholastischen und philosophischen Gründen" ausstieg. In einer Erklärung auf der iERA-Website versuchen Tzortis und Green, sich von einigen (unspezifizierten) Äußerungen der Vergangenheit zu distanzieren, indem sie schreiben: "Einige der anachronen Äußerungen, die iERA-Mitarbeitern zugeschrieben werden, sind entweder geklärt oder öffentlich zurückgezogen worden und wurden nie auf Universitäten gemacht."


Die iERA genießt offensichtlich eine große Plattform auf britischen Universitäten. Laut einem Bericht über extremistische Ereignisse auf britischen Universitäten im akademischen Jahr 2016/17 steckte iERA hinter 34 der 112 Anlässe dieses Jahres. Im Gegensatz zu den vor kurzem vom britischen Innenminister Amber Rudd verbotenen rechtsextremen Randgruppen - die bloße Unterstützung solcher Gruppen ist mit bis zu 10 Jahren Gefängnis unter Strafe gestellt - steht es der iERA frei, ihre Dawa-Aktivitäten ungestört forzusetzen, und tut dies in einem unglaublichen Tempo. Laut Facebook-Seite der Organisation waren iERA oder seine Vertreter allein im Oktober 2017 in Kanada, Hongkong, den Niederlanden und den USA aktiv mit Dawa. Die iERA hat auch 15 Dawa-Leiter aus der ganzen Welt - von Island und Polen bis Honduras und Finnland - in einem kürzlich durchgeführten Online-Dawa-Trainingsprogramm geschult.


In den Vereinigten Staaten arbeitet die iERA mit der Muslim American Society (MAS) und dem Islamic Circle of North America (ICNA) zusammen, so die iERA-Website. ICNA, eine führende muslimische Organisation in den USA, engagiert sich aktiv in Dawa und führte 2015 den "Global Dawa Day" durch, der sich auf den Trainingskurs von Tzortis bezog.


Laut dem Mitgliederhandbuch 2013 der ICNA (für ihre weiblichen Mitglieder), sieht sich die Organisation als islamische Bewegung, die folgendes ist: Sie ist eine


"organisierte und kollektive Anstrengung, Al-Islam in seiner vollständigen Form in allen Lebensbereichen zu etablieren. Ihr letztendliches Ziel ist es, die Freude unseres Schöpfers Allah und den Erfolg im Jenseits durch den Kampf für Iqamat-ad-Deen [die Etablierung des Islam in seiner Gesamtheit] zu erlangen. Islamische Bewegungen sind in verschiedenen Teilen der Welt aktiv, um die gleichen Ziele zu erreichen.


Das Endziel, einen islamischen Staat in den Vereinigten Staaten zu etablieren, könnte kaum klarer sein. Der Vorwand auf ihrer öffentlichen Website, dass ICNA sich für "Vielfalt" und "Inklusion" einsetzt, kann nicht anders als ein Versuch der Tarnung bezeichnet werden, wie es das erklärte Ziel der "Etablierung eines Ortes für den Islam in Amerika" ist. Die ICNA hat bereits einen Platz für den Islam in Amerika - sie will diesen Platz vermutlich soweit ausdehnen, bis nichts anderes mehr übrig ist.


Das Mitgliederhandbuch 2013 beschreibt, dass die Arbeit der ICNA in Etappen abläuft. Eine der Stufen ist Dawa, oder "effektive Reichweite bei der Mission".


"Diejenigen, die die Wahrheit des Islam akzeptieren, erhalten entsprechende islamische Literatur und die Möglichkeit, Muslim zu werden. Sie werden als Brüder und Schwestern in die islamische Umma aufgenommen."


Das Mitgliederhandbuch beschreibt dann, wie bereits in den 1970er Jahren:


"ICNA hat eigene Foren für die Dawah-Arbeit auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene eingerichtet. Die ICNA hat auf nationaler Ebene lebenswichtige Institutionen zur Unterstützung ihrer Dawah-Aktivitäten gegründet... Die ICNA, die andere bewegungsorientierte Gruppen in diesem Land anerkennt, koordiniert und bündelt weiterhin alle ihre Bemühungen.


Tatsächlich hat ICNA ein eigenes Projekt namens "WhyIslam Dawah Project", welches


"darauf abzielt, die Dawah-Arbeit in Nordamerika professionell und effektiv zu organisieren. Höhepunkte des Projektes sind die gebührenfreie Nummer für Nicht-Muslime; Verbreitung islamischer Literatur... Dawah über Medien; Dawah in Gefängnissen; Unterstützung von Dawah auf Universitäten; Dawah Flyers Online; Dawah via Email".


ICNA wird von Experten wie Steven Emerson, Gründer und Exekutivdirektor von The Investigative Project on Terrorism, als mit der Muslimischen Bruderschaft verbunden angesehen. Ihr spiritueller Führer, Yusuf al Qaradawi, hat gepredigt, dass der Westen vom Islam erobert werden wird - und zwar nicht durch das Schwert, sondern durch Dawa.


Wenn westliche Regierungen nicht imstande sind, die Gefahr zu erfassen, die von Organisationen wie Tablighi Jamaat, iERA und ICNA und, gemäss Kritikern, andere wie CAIR und ISNA, ausgeht - geschweige denn etwas gegen sie zu unternehmen, statt endlos von "Islamophobie" besessen zu sein - könnte Qaradawi Recht bekommen.


6. November 2017

Englischer Originaltext: Dawa: Sowing the Seeds of Hate

Übersetzung: Daniel Heiniger


Judith Bergman ist Kolumnistin, Anwältin und politische Analytikerin.

57 (2017-10-25) News

Ende der Sommerzeit

Ab Sonntag ist es

morgens früher hell

 

In der Nacht zum Sonntag endet die Sommerzeit: Um drei Uhr morgens werden die Uhren um eine Stunde auf die mitteleuropäische Zeit (MEZ) zurückgestellt.

 

In der Nacht zum Sonntag endet die Sommerzeit: Um drei Uhr morgens werden die Uhren um eine Stunde auf die mitteleuropäische Zeit (MEZ) zurückgestellt. Dass der Sonntag so eine Stunde länger ist, dürfte die meisten Menschen zwar nicht stören. Dennoch ist die Umstellung auf Sommerzeit im Frühjahr und auf Normalzeit im Herbst unbeliebt. Denn viele Menschen leiden gesundheitlich darunter, weshalb seit Einführung der Sommerzeit 1980 auch regelmäßig über die Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert wird.

 

Fast drei Viertel der Deutschen plädieren nach einer aktuellen Umfrage der Krankenkasse DAK dafür, die Zeitumstellung abzuschaffen. Immerhin mehr als jeder fünfte – 22 Prozent – der rund 3500 Befragten hatte wegen der Umstellung schon einmal körperliche oder psychische Probleme. Frauen haben mit 28 Prozent dabei im Vergleich zu Männern mit 16 Prozent fast doppelt so oft Schwierigkeiten damit.

 

Drei Viertel derjenigen, die unter der Zeitumstellung leiden, fühlen sich müde und schlapp. 60 Prozent haben Einschlafprobleme, und mehr als ein Drittel kann sich schlechter konzentrieren. Zwölf Prozent gaben sogar an, depressive Verstimmungen wahrgenommen zu haben. Jeder fünfte Berufstätige kam wegen der Umstellung schon einmal nicht pünktlich zur Arbeit.

 

Kritiker der Zeitumstellung führen außerdem ins Feld, dass diese ihren ursprünglichen Zweck nicht erfüllt. Eigentlich sollte das Vorstellen der Uhr im Frühjahr zum Energiesparen in der hellen Jahreszeit beitragen. Die Überlegung: Wenn sich der Tag um eine Stunde nach vorn „verschiebt“, wird weniger Beleuchtung und damit weniger Strom verbraucht.

 

Nach Ansicht von Kritikern sind dadurch entstehende Energiespareffekte aber kaum nachweisbar. Auch das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag kam im vergangenen Jahr in einer Analyse zu dem Schluss, dass die energetischen Aspekte kaum ins Gewicht fallen.

 

Ab Sonntag jedenfalls wird es nun morgens wieder früher hell und dafür nachmittags eher dunkel. Technisch ist die Zeitumstellung unproblematisch. Taktgeber für die Zeit sind in Deutschland die Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig.

 

Über Sender werden die Signale übertragen, durch die sich die Funkuhren automatisch an die Zeitumstellung anpassen. Die PTB ist durch das Zeitgesetz von 1978 damit beauftragt, die für den „amtlichen und geschäftlichen Verkehr“ in Deutschland maßgebende Uhrzeit anzugeben und zu verbreiten.

 

Auch für die Deutsche Bahn (DB) ist die Zeitumstellung längst Routine. Die DB-Nachtzüge halten in der Nacht zum Sonntag an einem Bahnhof entlang der Reisestrecke. Damit schließt die Bahn den ungewöhnlichen Fall aus, dass ihre Züge zu früh ankommen könnten – und das gleich um eine ganze Stunde. S-Bahnen, die in Ballungsgebieten am Wochenende bis spät in die Nacht verkehren, sind nicht betroffen und fahren ohne Unterbrechung.

 

Übrigens war die Bundesrepublik – neben Dänemark – 1980 das letzte Land der damaligen Europäischen Gemeinschaft, das sich der in Italien und Frankreich schon seit 1966 und 1967 geltenden Zeitumstellung anpasste. Die nun ab Sonntag wieder einsetzende Normalzeit gilt bis zum 25. März 2018. Dann werden die Uhren wieder um eine Stunde vorgestellt. (afp)

56 (2017-10-24) Bruce Bawer

Islamistische Drehscheibe Schweiz

Die Berge erschallen mit dem Klang des Dschihad

 

 

Wenn man sich einige Meinungsforscher und Regierungsvertreter anhört, leidet das Land unter einer schweren und immer heftigeren Krise - der anti-muslimischen Intoleranz.


Im August kommt eine Studie zum Schluss, dass Schweizer Muslime "generell gut in die Schweizer Gesellschaft integriert sind"


Ihr Hauptproblem? Sie sehen sich "Islamfeindlichkeit" gegenüber.

Eine weitere Studie im selben Monat ergab, dass sich der Anteil der Schweizer Nicht-Muslime, die sich vom Islam "bedroht" fühlen, seit 2004 von 16% auf 38% mehr als verdoppelt hat.

Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) hat auf einer Konferenz am 11. September explizit gewarnt: "Feindschaft gegen Muslime", so warnte sie, steigere sich - und werde "von Fakten gespeist, die nichts mit Muslimen an sich zu tun haben".

Diese "Feindseligkeit" warfen die Organisatoren der Konferenz der Online-"Propaganda" vor; Innenminister Alain Berset warf Schweizer Bürgern vor, den Islam irrtümlich für alle in seinem Namen begangenen extremistischen Taten verantwortlich zu machen".

Was man nie wüsste bei all diesem Händeringen über Islamophobie, "ist, dass nur wenige Wochen vor der Konferenz die Medien des Landes über einen populären Imam in Biel berichtet hatten, der in seinen Predigten "Allah gebeten hatte, die Feinde des Islams zu zerstören - Juden, Christen, Hindus, Russen und Schiiten." Der fragliche Imam, Abu Ramadan, predigte, dass Muslime, die sich mit Ungläubigen anfreunden, "bis zum Tag des Gerichts verflucht" seien - was natürlich keineswegs radikal ist, sondern direkt aus dem Koran kommt.

 

Abu Ramadan lebt seit fast zwei Jahrzehnten in der Schweiz. 1998 kam er als Asylbewerber aus Libyen ins Alpenland, kehrte aber im Laufe der Jahre mehrmals nach Hause zurück - und besuchte Saudi-Arabien und andere muslimische Länder.


Dieser Umstand hätte sein Asylrecht automatisch negieren und zu seiner Ausweisung führen müssen


Aber die Jahre vergingen, und die Regierung ignorierte die Beweise in seinem Pass und tat nichts.

Im Gegenteil: Über die Jahre hinweg hatte der Schweizer Staat Ramadan 620'000 Dollar an Sozialhilfeleistungen gegeben.

Angeblich waren sich einige Beamte seiner Haßpredigten wohl bewusst -- aber bis der Inhalt dieser Predigten in den Medien auftauchte, hatte sich niemand in der Regierung bemüht, etwas gegen ihn zu unternehmen. Stattdessen hatten Menschen wie Innenminister Berset und die Mitglieder der EKR eifrig an Konferenzen teilgenommen und die Öffentlichkeit als "Islamophob" tariert.

Mindestens eine hochkarätige Persönlichkeit in der Schweiz hat lange Zeit die offizielle Linie über erfolgreiche muslimische Integration und den ungerechtfertigten Islamhass von Ungläubigen zurückgewiesen: Saïda Keller-Messahli. Von tunesischer Abstammung, lebt in Zürich, hat sie jahrelang den institutionellen Islam in der Schweiz erforscht und die Politik aufgefordert, dagegen vorzugehen. In einem kürzlich geführten Interview gefragt, ob Abu Ramadan ein Einzelfall sei, sagte Keller-Messahli nein, solche Predigten seien in Schweizer Moscheen üblich, erklärt sie, Teil einer internationalen Strategie, um einen "diskriminierenden" und "gewalttätigen" Islam in der Schweiz und im Westen einzupflanzen.

 

Keller-Messahli hat soeben ein Buch mit dem Titel "Islamistische Drehscheibe Schweiz" veröffentlicht


Es ist eine Art eingeweihter Führer zum Islam in der Schweiz. Die Moscheen des Landes gehören zu verschiedenen Netzwerken, die hier und dort in der muslimischen Welt angesiedelt sind; viele der Imame wurden in Ägypten oder Saudi-Arabien ausgebildet; viele der Moscheen erhalten finanzielle Unterstützung - und nehmen Aufträge - von Organisationen in der Türkei. Keller-Messahli zeichnet in ihrem Buch alle Verbindungen auf, verfolgt alle Geldspuren und buchstabiert die giftigen Glaubensartikel. Und sie verordnet starke Medizin: überwachen Sie die Moscheen, schneiden Sie das ausländische Geld ab und vertreiben Sie die Prediger des Dschihad.

Keller-Messahli hat nicht nur die Moscheen sondiert. Sie hat auch Gefängnisse besucht. In einigen der Gefängnisbibliotheken habe sie nicht eins oder zwei, sondern Hunderte von Kopien pro-dschihadistischer Werke vorgefunden. Als sie einem Reporter erzählte, dass Imame, die als Gefängnisseelsorger arbeiten, ehemalige Meister seien, muslimische Insassen in Dschihadisten zu verwandeln, und argumentierte, dass die Position des muslimischen Seelsorgers deshalb beseitigt werden sollte, fragte ihr Interviewer, ob das nicht gleichbedeutend sei mit "ungleicher Behandlung". Keller-Messahli wies darauf hin, dass das Konzept des Gefängnisgeistlichen im Islam nicht existiere, sondern "ausschliesslich um der Gleichheit willen erfunden wurde".

 

Auch Moschee-Kindergärten und Jugendgruppen sind für Schweizer Muslime "Orte religiöser Indoktrination"


Ebenso wie die deutschsprachigen öffentlichen Schulen, in denen Imame mit Lehrmaterialien aus Saudi-Arabien oder der Türkei den Islam unterrichten dürfen: "Alles, was sie tun", beklagt Keller-Messahli, "ist, ihnen Suren zum so schnell wie möglich auswendig lernen geben, sowie den Schleier für die Mädchen und die Geschlechtertrennung so rasch wie möglich einzuführen. Und alles, was die 'Schüler' tun, ist, Wörter auswendig lernen, ohne sie zu verstehen." Das Ergebnis: "soziale Segregation, Ausgrenzung, Verachtung für Frauen, Ehr-Verbrechen."

Die Krise ist echt. Aber, sagt Keller-Messahli, Schweizer Politiker, "vor allem Linke", weigern sich, das Problem anzusprechen. Anstatt zu versuchen, ihr Land gegen Radikalismus zu verteidigen, glauben sie, dass ihre Aufgabe darin besteht, "Minderheiten und Multikulturalismus zu schützen". Keller-Messahli war an der Konzeption und Durchführung eines Kurses beteiligt, der die Mitarbeiter der Strafvollzugsanstalten vor den Gefahren der islamischen Radikalisierung warnte. Es sei "ein grosser Erfolg", sagte sie, "aber ein Zürcher Gerichtsbeschluss beendete es. "Mittendrin", klagt sie,"Politiker bleiben lieber in ihrer Komfortzone und verschließen die Augen."

 

Keller-Messahli hält nicht hinter dem Berg mit ihren Worten


Die unermüdliche Verbreitung des Dschihad-Islams in der Schweiz und die "ich-sehe-nichts-böses" -Antwort der Schweizer Behörden geben ihr "ein gewaltiges Gefühl des Verrats". Wir haben diesen Menschen vertraut, wir haben die Türen unseres Landes und unserer Institutionen geöffnet. Sie sagen, sie wollen unsere Gesprächspartner sein. Aber nichts davon ist wahr." Sie berichtet, dass einige Schweizerinnen und Schweizer mit muslimischem Hintergrund sich bei ihr bedankt haben, dass sie es ausgesprochen habe und ihr erklärt haben, dass der organisierte Islam nicht für sie spreche. Sie ist dankbar für ihre Unterstützung, sagt sie, aber sie würde es vorziehen, wenn sie nicht so schweigen würden".


Das Bild, das Keller-Messahli zeichnet, ist ein düsteres Bild


Gibt es Hoffnung auf Veränderung? Nun, in den letzten Tagen hat sich gezeigt, dass zumindest einige Schweizer Beamte nicht länger über den inneren Feind schweigen wollen. Am 21. September wurde berichtet, dass die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den Präsidenten und zwei Vorstandsmitglieder des Islamischen Zentralrats der Schweiz (ICCS), der grössten islamischen Organisation des Landes, erhoben habe. Die Anklage: Videos in Syrien mit einem Top-Al-Qaida-Mitglied produziert und sie auf YouTube und anderen Websites gepostet zu haben.

Nur wenige Tage später hat der Nationalrat mit knapper Mehrheit entschieden, dass Moscheen ausländische Gelder nicht annehmen dürfen und dass Imame in der Landessprache predigen sollen. Der Bundesrat, der die Exekutive der Regierung bildet, lehnt die Massnahme mit der Begründung ab, sie stelle Muslime "unter Generalverdacht" und "befeuere das Argument der Extremisten".


Es wird interessant sein, zu sehen, wohin diese Entwicklungen führen. Wird die Gesetzesvorlage den Ständerat passieren? Wird die Bundesanwaltschaft Nicht-ICCS Moscheen untersuchen? Bleiben Sie dran.

Bruce Bawer ist der Autor des neuen Romans The Alhambra (Swamp Fox Editions). Sein Buch While Europe Slept (2006) war ein Bestseller der New York Times und Finalist des National Book Critics Circle Award.


 

Saïda Keller-Messahli, die schweizerisch-moslemische Autorin von Islamistische Drehscheibe Schweiz, hat jahrelang den institutionellen Islam in der Schweiz untersucht und die Politik aufgefordert, gegen ihn vorzugehen. (Foto Schweiz von Monk/Wikimedia Commons)

55 (2017-10-20) News

Neuer Aufreger in Österreich

Bipa wirbt in neuer Kampagne mit Kopftuch-Frau

 

In ihrer neuen Kampagne wirbt die dem Rewe-Konzern zugehörige Drogeriekette Bipa mit einer Kopftuch-Muslima als Aushängeschild für österreichische Mädchen.

Islam als Marketing-Strategie

 

Die neue Werbekampagne der Drogeriekette unter dem Motto „Weil ich ein Mädchen bin“ zeigt im Werbefilm unter anderem eine Boxerin, eine volltätowierte Frau, Dagmar Koller und eine Muslimin.

 

Nutzer im Netz kritisieren die Werbekampagne heftig, sprechen zum Teil von einer „schleichenden Islamisierung“.

 

Halal-Fleisch bei Merkur


Es ist aber nicht das erste Mal, dass der Rewe-Konzern mit Islam-affinen Marketingkonzepten auffällt.

Im Juli stand die ebenfalls zum Rewe-Konzern gehörende Lebensmittelkette Merkur im Mittelpunkt der Kritik, weil sie seit einigen Jahren Halal-Fleisch anbietet.


Generell ist in Österreich ein steigender Trend von Halal-Produkten zu beobachten.

 

Merkur“ gegenüber „Wochenblick“: Tierschutz berücksichtigt


Merkur“ betonte damals auf „Wochenblick“-Anfrage, das von der Kette angebotene Halal-Fleisch werde „unter strengster Einhaltung sämtlicher tierschutzrechtlicher Bestimmungen vor dem Entblutestich betäubt.“ Zudem unterstreichte die Kette: „Wir möchten betonen, dass in Österreich Halal-Fleisch nicht – wie oft fälschlicherweise behauptet – durch betäubungsloses Schächten gewonnen wird.“

54 (2017-10-09) Angelika Barbe

Offener Brief an

Wolf Biermann

"Wer den Rechtsstaat

schätzen gelernt hat, will

ihn nicht wieder hergeben"

 

 

Der Liedermacher Wolf Biermann unterstellte den ostdeutschen AfD-Wählern kürzlich, Demokratie und Freiheit nicht zu schätzen. Eine Widerrede der CDU-Politikerin und DDR-Bürgerrechtlerin Angelika Barbe.

Lieber Wolf,

seit dem gemeinsamen Hungerstreik mit Bärbel Bohley und anderen Bürgerrechtlern in der Ostberliner Stasizentrale 1990 kennen wir uns persönlich. Vorher verehrte ich Dich bereits Deiner Lieder wegen, die ich abtippte und heimlich verteilte. Ich war damals die Einzige aus der SPD, die sich dem Streik um die Öffnung der Stasiakten anschloss und dafür von Wolfgang Thierse diffamiert wurde. Du weißt, dass ich kein Feigling bin. Und die Mehrheit der Ostdeutschen es auch nicht ist.

Schade, dass du keine Gelegenheit hattest, mit den vielen Bürgern zu sprechen, die ich in Dresden in den vergangenen Jahren kennenlernen durfte. Von über 500 Briefen, die wir in der Sächsischen Landeszentrale von Bürgern bekamen, klagten sie in mehr als 90 Prozent der Fälle darüber, dass sie weder von Bürgermeistern, Abgeordneten, Landräten noch von anderen Vertretern des Establishments eine Antwort auf ihre Petitionen, Briefe und Anfragen erhielten. Sie fühlten sich nicht akzeptiert, kamen sich verhöhnt vor und wurden dann noch als Rassisten beschimpft.


Merkel hat Kontakt zu Bürgern verloren


Bundeskanzlerin Angela Merkel landet mit dem Hubschrauber in Heidenau, entschwebt nach einer Stunde und löst damit kein einziges Problem. In der Wahlarena rät sie einer Putzfrau, sie solle ihr weniges Geld in die Riester-Rente stecken. Das zeigt, dass sie die Lebensumstände der Bürger nicht kennt. Sie verliert kein Wort über die „Transferausbeutung der Familien“, die der ehemalige Sozialrichter Jürgen Borchert anklagt. Und sie hat die Chupze, Kindergelderhöhung zu versprechen, die lediglich „Rückgabe von Diebesgut“ (Borchert) ist, nämlich nichts anderes als die verfassungswidrige Besteuerung des Existenzminimums von Kindern.


Merkel entschwindet und lässt uns Bürger mit der ständigen Terrorgefahr allein. Schlimmer – zahlreiche „Lückenmedien“ (Norbert Bolz) beschwichtigen uns, Hunderttausende, nicht registrierte illegale Migranten seien trotz zahlreicher islamistischer Terror-, Messer- und LKW-Angriffe grundsätzlich ungefährlich. Die Regierung beschweigt den Kontrollverlust. Schließlich ist sie nicht betroffen. Aber „Merkelsperren“ werden aufgestellt, wenn die Politiker sich selbst gefährdet sehen – wie am 3. Oktober 2016 in Dresden. Dort lauerten sogar schwer bewaffnete Scharfschützen auf den Dächern. Die Opfer islamistischer Terrorangriffe werden verschwiegen, getreu dem SED-Motto: Wo keine Opfer, da keine Täter! Die Vertreterin der Breitscheidplatz-Opfer wurde kurzerhand vor der Merkel-Wahlarena ausgeladen.


Offene Rechtsbrüche


Die ostdeutsche Bevölkerung durchschaut die Regierenden, die Grundrechte (Artikel 16 a GG) aushebeln. Die Menschen fürchten sich vor dem, was auf sie zukommt. Da Gesetze von Merkel nicht eingehalten werden, gilt Horst Seehofers Analyse von der „Herrschaft des Unrechts“. Normen und Regeln wurden von Merkel im Alleingang außer Kraft gesetzt.


Von politischer Kultur hierzulande kann überhaupt keine Rede sein. Ich vermisse den antitotalitären Konsens, ich vermisse die offene Auseinandersetzung über strittige Themen, ich vermisse die Achtung des Andersdenkenden. Eine selbsternannte Kaste elitärer „Meinungsmacher“ verwendet Begriffe wie Toleranz, deren Bedeutung sie dann ins Gegenteil verkehrt. Wer täglich die Presse verfolgt, erlebt Journalisten, die die Wahrheit verschweigen, wohlwissend, dass die Bevölkerung sich zusätzlich im Internet informiert, sich mit Freunden und Verwandten im Westen Deutschlands austauscht, sich auch selbst die Verhältnisse (in Berlin-Neukölln, in Duisburg-Marxloh, in Essen) anschaut. Schließlich haben wir keine Mauer mehr. Wer den IS mit friedlichen Pegida-Demos vergleicht, muss Andersdenkende hassen.


Keine Debatten, viel Konsens


Der Islamologe Bassam Tibi vermisst eine Debattenkultur, die nicht jeden mit einer abweichenden Meinung in die Ecke stellt und mit Totschlagargumenten bewirft. Wie soll ein Bürger eigentlich seine Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen? Auf die Straße zu gehen, sei nicht in Ordnung, wird von „Lückenmedien“ und Parteien behauptet. Jetzt gehen viele wählen, die früher die Wahlurne mieden. Nun werden sie für dumm erklärt, weil sie nicht die „Richtigen“ ankreuzten. Aber die Ostdeutschen machten weder Altmeier noch etlichen Kirchenfürsten die Freude und verzichteten darauf, sondern „griffen lieber zur AFD“. Denn Nichtwähler stärken automatisch die stärkste Partei. Derart demokratiefeindliche Aufrufe wie von Peter Altmaier („Lieber nicht zu wählen als die AFD“) zu verbreiten, zeugt von totalitärer Gesinnung.


Auch mein Großvater war Kommunist, kämpfte im Untergrund gegen die Nationalsozialisten. Er war einfacher Werkzeugmacher und trat später der neugegründeten SED bei. Das änderte sich nach dem 17. Juni 1953. Damals warf er seinen Genossen das Parteibuch vor die Füße. Er habe nicht gegen die Nazis Zivilcourage gezeigt und seine Familie in Gefahr gebracht, um jetzt seine Kameraden in Gefängnissen wiederzufinden. Rot lackierte Faschisten wollte er nicht unterstützen. Fortan galt er als Verräter. Ich habe Widerstand gegen die zweite deutsche – die kommunistische – Diktatur geleistet, bin dafür als „feindlich-negativ“ diffamiert, mit Bespitzelung und Berufsboykott bestraft worden. Ich musste kommunistische Sippenhaft und mit drei Kindern Armut in der DDR erleben. Ich möchte keine dritte Diktatur – erst recht keine islamistische – auf deutschem Boden ertragen müssen.


Wo bleibt der Protest gegen Islamisten?


Nein, deshalb unterstütze ich Sabatina James, die vom Islam zum Christentum konvertierte, deshalb mit einer Todesfatwa belegt wurde und im Untergrund unter ständigem Personenschutz leben muss. Ihr Verein hilft vielen Christen mit dem gleichen Schicksal. Mit welchem Recht dürfen hier in Deutschland aggressive Islamisten friedliche Bürger wegen ihres Glaubens ungestraft bedrohen? Was tun unsere herrschenden Parteien dagegen? So ergeht es der Muslimin Seyran Ates, die wegen ihrer gegründeten liberalen Moschee in Berlin unter Todesdrohungen lebt. Wo bleibt der Protest der angeblich so friedlichen Mehrheit hier lebender Moslems?


Lieber Wolf, als Christin und Václav-Havel-Verehrerin „will ich in der Wahrheit leben“. Ich blende die Wirklichkeit nicht aus, nur weil das den Parteien in den Kram passt. Ich bin CDU-Mitglied und halte mich an das CDU-Programm von 2002, das jetzt von der AfD vertreten wird. Wenn eine gehen muss, dann sicherlich nicht ich – sondern Merkel.

Nach 1990 habe ich Hunderte von Lebensläufen verfolgter SED-Opfer mit Trauer und Wut angehört, versucht, ihnen im Bürgerbüro und im Verein zu helfen, Zeitzeugengespräche zu organisieren, Rehabilitierungen zu erwirken, bin dafür von den SED-Rechtsnachfolgern übel verleumdet worden. Denn wo keine Opfer sind, kann es auch keine Täter geben – mit dieser Devise hoffen sie, die Verbrechen zu vertuschen und unbedarfte Zeitgenossen zu täuschen. Bis heute weigern sich die SED-Rechtsnachfolger, die Opfer aus ihrem unrechtmäßig erworbenen Vermögen zu entschädigen.


Mut zum Widerspruch


Ich verstehe die Trauer, die Wut, die Hoffnungslosigkeit, die Hilflosigkeit, die Ohnmacht vieler meiner ostdeutschen Mitbürger angesichts ihrer politischen, rechtlichen und sozialen Entmündigung und ich verstehe ihre Wahlentscheidung, die auch meine war. Wenn in einem Staat das Recht auf zweierlei Weise ausgeübt wird, zerfällt die Gesellschaft. Denn Recht muss für alle gleich sein, sonst ist es Unrecht. Die Voraussetzung für Demokratie und Freiheit ist die Herrschaft des Rechts. Wer den Rechtsstaat schätzen gelernt hat, wie der im Unrechtsstaat eingesperrte DDR-Bürger, will ihn verteidigen und nicht wieder hergeben. Bei jeder Pegida-Demo wird in Dresden ein Transparent hochgehalten: „Weil wir die Knechtschaft kennen, ist uns die Freiheit heilig!“

In der DDR hieß es: Wer nicht für uns ist, ist gegen den Weltfrieden. Heute heißt es: Wer AfD wählt, ist ein Nazi. Eine schlimmere Diffamierung gibt es nicht. Wer das aushält, hat Mut zum Widerspruch. Nein, wir sind keine Feiglinge. Wer es wagt, sich Pegida anzuschließen, muss damit rechnen, von gewaltbereiten Linksextremisten verfolgt und körperlich angegriffen, wer sich zur AfD bekennt, muss damit rechnen, persönlich und beruflich drangsaliert zu werden. Ist Dir bekannt, dass Altbundespräsident Gauck folgende Überzeugung zum Besten gab? „Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem.“ Gibt es einen besseren Beweis für die Arroganz der Macht und den Mut der Bürger, dieser Arroganz zu trotzen?

Mit herzlichen Grüßen und der Hoffnung, dass Du meine Argumente ernst nimmst,

Dein abgehängter, schon länger hier lebender, der „enthemmten Mitte“ entstammender, AfD-wählender, „veränderungsmüder“ Tölpel und Finsterling aus Dunkeldeutschland (auch als Gabriels „Pack“ bekannt),

Angelika Barbe

6. Oktober 2017

53 (2017-09-23) Heiko Schrang aus Zühlsdorf

Wahl-Panik

GEZ-Sender

gegen Heiko Schrang

Erst letzte Woche habe ich veröffentlicht, dass die angeblich spontane ZDF-Fragerunde „Klartext, Frau Merkel!“ eine abgekartete Show war. Wie durch eine PR-Panne deutlich wurde, hatte der Moderator der Sendung einen „Spickzettel“ vorliegen, auf dem Fotos einzelner Studio-Gäste mit Bemerkungen zu erkennen waren.


Fast zeitnah erhielt ich eine Mail von Eva Herman, der ehemaligen Sprecherin der Tagesschau. Sie schrieb: „Lieber Heiko, oft hast Du das thematisiert. Ich habe mal ein wenig Licht ins Studio gelassen“. Es folgte ein Link zu ihrem neuen Video: „Zehn Jahre nach Kerner: Eva Herman packt aus“, in dem Sie genau diese Machenschaften bestätigt.


Nach dem Motto, getroffene Hunde bellen, schlagen nun die GEZ-Sender zurück. Es wird jetzt die Frage aufgeworfen: „Welchen Einfluss haben Fake News auf die Wahl?“ Dort wird behauptet, mein Artikel zu „Klartext, Frau Merkel!“ wäre „Fake News“. Dort heißt es: „Solche Verschwörungstheorien wie sie hier von Alternativ-Medien-Publizist Heiko Schrang zu hören sind, gibt es zu Hauf.“


In Wirklichkeit soll die ZDF-Show eine Art offenes Bürgerforum gewesen sein und keinesfalls manipuliert. Dabei hatte der Pressesprecher des ZDF Thomas Hagedorn, gegenüber der Jungen Freiheit schon längst zugegeben:


„Die Redaktion hat in der Vorbereitung der Sendung selbstverständlich auch geprüft, welche der eingeladenen Gäste zu welchen Themenkomplexen Fragen stellen könnten.“

 

Dennoch kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk meine Kritik an der inszenierten Merkel-Show nicht auf sich sitzen lassen. Es wird bei Deutschlandfunk sogar als „gute Nachricht“ gefeiert, dass 70 Prozent der Deutschen immer noch Fernsehen und Radio als Hauptnachrichtenquelle nutzen. Für nur sechs Prozent gelten Soziale Medien und das Internet als wichtigste Quelle. Das heißt auf gut Deutsch, die meisten befinden sich immer noch im Tiefschlaf und laufen wie die Lämmer ihren Metzgern hinterher.

52 (2017-09-21) Oleg Lytkin

Zuerst das Urteil und danach die Untersuchung

MacLaren-Report und die Filme von „Wahrheits(er)finder“ Hajo Seppelt gehören in den Müll

Der Schneeball, der drohte, zu einer Lawine zu werden und den russischen Sport unter sich zu begraben, beginnt dramatisch zu schmelzen und verwandelt sich zunehmend in eine stinkende, dreckige Pfütze.

 

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) stellte die Untersuchung in Bezug auf 95 russische Athleten ein. Der kanadische Professor McLaren strengte sich zwar damals, vor Olympia an, falsche Zeugenaussagen, phantasievolle Behauptungen, Vermutungen und Verdächtigungen eindrucksvoll wie ein Showmaster als die Wahrheit und nichts als die Wahrheit vorzutragen, Beweise jedoch hat er für seine Stories keine gefunden. Nichts. Bis heute noch nicht.

 

Wegen dieser seiner Show wurden russische Hochleistungssportler und Paralympiker zuerst von den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien ausgeschlossen.

 

Seinen berüchtigten Bericht (MacLaren-Report) kann man in den Mülleimer wegwerfen oder eine andere, ähnliche Anwendung finden (Anm. d. Redaktion: Sich damit den Hintern zu wischen ist er jedoch zu schmutzig). Für die Filme von „Wahrheits(er)finder“ Hajo Seppelt gilt dasselbe.

 

Am 4. September berichtete der Leiter der russischen Unabhängigen Öffentlichen Anti-Doping-Kommission, Vitalij Smirnov , dass „McLaren sagte, dass er seine Vorwürfe über Staatliche Intervention aufhob“. Doch dann gab es Kommentare, dass die Worte von Smirnov nicht richtig interpretiert wurden, zumal er mit McLaren noch im März sprach.

 

Im Juni erhob Richard McLaren wieder Vorwürfe, diesmal gegen russische Fußballer. 155 Proben schienen ihm bedenklich. Übrigens, was heisst das, „bedenklich“? POSITIV wäre eine klare Aussage, auch NEGATIV wäre eindeutig. Aber B E D E N K L I C H ? Danach nahmen seine Zweifel jedoch keine weitere Entwicklung, außer dass er seine BEDENKLICHkeitserklärung bis heute aussitzt.

 

Dafür mussten russische Leichtathleten/innen für ihr Auftretendürfen bei der WM ehrabschneidende Prozeduren der Zulassung durchmachen und zusätzlich weitere Demütigungen während des Turniers hinnehmen. Das hinderte sie aber nicht, unter neutraler Flagge und stark eingeschränkter Zusammensetzung trotzdem gute Resultate zu erzielen.

 

Und dann hat der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees Philip Craven, bevor er seinen Posten verließ, noch einmal russische Athleten mit Behinderungen beleidigt und gedemütigt.

 

Am 12.09 hat die New York Times plötzlich mitgeteilt, dass die WADA die Untersuchungen gegen Verstösse der Anti-Doping-Regeln bei 95 russischen Athleten eingestellt hätte: „Die Nachweisbarkeit war ungenügend, um eine Verletzung der Anti-Doping-Regeln bei diesen 95 Athleten festzustellen“. Also hat der liebe Professor MacLaren die russischen Athleten nachweislich und vorsätzlich verleumdet, weil ein anfänglicher Verdacht vor keinem Gericht der Welt als schlüssiger Beweis gilt.

 

Diese Informationen der New York Times bestätigte der Präsident der WADA, Craig Reedy widerwillig. Der Artikel der „New York Times“ basiert auf Dokumenten, die unter den Mitgliedern des Exekutivausschusses der WADA vor jener geschlossenen Sitzung verteilt wurden, die danach in Paris stattfnden würde.

 

Die Vorwürfe von McLaren brachen zusammen aufgrund der Tatsache, dass sie einzig auf den phantasievollen „Aussagen“ des ehemaligen Leiters des Moskauer Anti-Doping-Labors und jetzigen Überläufers Grigorij Rodtschenkow (Rodtschenkow war in die USA geflohen und lebt dort in und v o n einem Zeugenschutzprogramm) beruhten.

 

Er erzählte eine Menge Doping-Geschichten jenseits von Gut und Böse, konnte sie aber weder plausibel erklären noch durch Hinweise auf Beweismittel wenigstens indirekt bestätigen. Und er war der ehemalige Chef, für den das Sichern von Beweismitteln für ein Danach ein Leichtes gewesen wäre.

 

Die WADA-Presse-Koordinatorin Maggie Durand bemerkte, dass die Organisation (WADA) von den russischen Behörden das Eingeständnis und die Übernahme der vollen Verantwortung für die Schaffung eines „staatlichen Doping-Systems“ im Land erwarten würde, das als Ergebnis der Untersuchung der Kommission unter Richard McLaren angeblich entdeckt wurde. Das ist doch geradezu Dumm-Frechheit, gemischt mit Selbstmitleid: „Ihr müsstet nur zugeben, dass Ihr „die Bösen“ seid. Bitte, macht das! Dann hätten wir endlich zählbare Beweise.“

 

Die WADA muss Gesicht bewahren.

Und was ist mit denen, die durch verschiedene McLarens und Rodtschenkows beschmutzt wurden? Mit ihren kaputten Karrieren und Schicksalen, mit den ungerechtfertigten, falschen Ergebnissen der Spiele in Rio (den Olympischen und Paralympischen), mit den russischen Leichtathleten, mit den Ohnmachtstränen von Jelena Issinbajewa… und nicht zuletzt mit den beachtlichen Summen an Geld, die ausgegeben wurden um zu gefallen, upps, um den Kriterien der WADA zu entsprechen?

 

Die Geschichte mit dem angeblichen russischen Staats-Doping wurde zu einem weiteren Glied in der bekannten Kette der politischen Skandale und Zwecklügen der „westlichen Wertegemeinschaft“:

 

ethnische Säuberungen seitens der Serben,

die Massenvernichtungswaffen des Irak,

die syrischen chemischen Waffen,

die malaysische „Boeing“,

noch ein weiteres Mal syrische chemische Waffen,

die Korruption in der FIFA,

der Maidan und Odessa,

russische Hacker bei den US-Wahlen und und und . . . .

Das Alles wurde in der gleichen Schmiede geschmiedet. Die politische Zweckdienlichkeit hat die Oberhand und ihr zuliebe wurde auf Recht und Moral verzichtet.

 

Zunächst wurde das Urteil verhängt und vollstreckt und danach begann die Untersuchung. Um auf den russischen Sport einzudreschen, wurde die Unschuldsvermutung abgeschafft und die Sippenhaft wiederbelebt. Der gute Ruf des gesamten Welt-Anti-Doping-Dienstes (WADA) ist endgültig vernichtet.

 

Wer braucht die WADA noch bei diesem verlorenen Ruf, wenn direkt vor ihrer Nase Dinge geschehen sein sollen, die Mr. McLaren gar als einen „REPORT“ (Faktenbericht) beschrieben hat? Falls jedoch nicht geschehen, warum haben sich alle diese WADA-Strukturen sich nicht gegen diese Lügen-Kampagne gewehrt, als der Poet der Finsternis, Mr. McLaren ihren Ruf zerstörte? War es vorteilhaft, zu schweigen? Musste man das?

 

Warum die Firmen, die angeblich äußerst perfekte Urin-Behälter für Doping-Tests herstellten, plötzlich erkannt haben sollen, dass ihre Produkte nichts taugen, nicht einwandfrei sind? Oder haben sie schon immer schlampig gearbeitet? Und wo war die ISTUE als von der WADA heimlich medizinische Ausnahmegenehmigungen für die armen, kranken amerikanischen und anderen Athleten erstellt wurden? Wahre Doping-Freifahrtscheine? Was mit all dem nun neuen Wissen sollen wir machen?

 

Ganz einfach: Allen unser Misstrauen aussprechen, der WADA und ihresgleichen. Dem Herrn Craig Reedy und dem Schatten-Kardinal Dick Pound, der Tante Maggie Durand, die von den russischen Sportlern Selbstanzeige forderte und dem Freak-Professor McLaren selbst. Nicht etwa Transformation oder Reform der WADA, sondern die komplette Beseitigung dieses Sport-ISIS einleiten. Ein Versagerverein. Der Ausdruck des Misstrauens gegenüber allen Organisationen, die an der objektiv grundlosen Hetze gegen russische Athleten geifernd teilgenommen haben.

 

Und natürlich verdient auch ein ganzes Büro die Liquidation, nämlich der Internationale Sportgerichtshof in Lausanne, der sich nicht wirklich die Klagen russischer Athleten anschaute. Mr. McLaren war übrigens in seiner Jugend Mitglied dieses Gerichts. Das System der Sport-Welt verwandelte sich in eine Institution, die den einflussreichen politischen Kunden bedient.

 

All dies braucht ernsthafte Reinigung und Sanierung. Vor allem der Anti-Doping-Dienst WADA. Besser keiner als der, der jetzt vorhanden ist. Wir brauchen neue Kriterien für die Definition des Dopings, die Geschäftsordnung für die Erstellung einer Liste der verbotenen Medikamente. Und, natürlich, keine ISTUE.

 

Nur irgendwas sagt mir, dass daraus nichts wird. Die blamierten Lügner und Betrüger werden freundlich lächelnd weitermachen können. Wir werden wieder friedlich zusammen leben müssen. Bis zum nächsten Wutanfall gegenüber Russland.

 

Quelle: vz.ru/opinions – Übersetzung: fit4russland

51 (2017-09-12) Stephan B.

Warum ich als ehemaliger Linker die AfD wähle!

                                          Ich habe Angst um meine Heimat

 

Ich war Linker – und bin es eigentlich im Herzen auch jetzt noch

 

Links bedeutet für mich nämlich nichts anderes, als für eine gerechte Gesellschaft einzutreten, die Schmarotzern das Handwerk legt und Schwache nicht zurücklässt. Darum sind für mich „Linksextremismus“ oder „Linke Gewalt“ auch nicht wirklich links, sondern nackte Straftaten, verübt von Chaoten und Verbrechern mit extremem Gewaltpotenzial.

 

Als ich mich 2014 in Dresden PEGIDA anschloss, war das für mich kein Widerspruch zu meiner politischen Gesinnung. Denn die dortigen Türen standen unabhängig vom Parteibuch für jeden offen, der die Missstände und Verkrustungen in unserem Land nicht mehr hinnehmen wollte und sich mit den zehn Dresdner Thesen identifizieren konnte. Auch ich wurde nun fortan als Nazi, Rassist, Fremdenfeind oder Pack bezeichnet – auch von meiner Partei „Die Linke“, der ich daraufhin nach mehreren Jahren Zugehörigkeit den Rücken gekehrt habe.

 

Das war für mich ein schmerzhafter Prozess, der mir schlaflose Nächte beschert und einmal mehr klar gemacht hat, dass die sogenannten „etablierten Parteien“ über Leichen gehen, um politische Konkurrenz in den Parlamenten auszuschalten und loszuwerden. Gerade die Linke und auch die Grünen haben offenbar längst vergessen, dass sie in ihren Anfangsjahren ebenso behandelt wurden. Man will den Kuchen der Macht nicht mit anderen teilen müssen. Und so wurde auch die aufstrebende AfD seit ihrem Beginn diffamiert und mit einer beispiellosen Hetz- und Lügenkampagne überzogen.

 

Permanente Gehirnwäsche der Altparteien

 

Die permanente Gehirnwäsche aus den Kanonenrohren aller Parteien, die die AfD als braun oder rechtsextrem hinstellten, trägt inzwischen Früchte: Jede Aktivität der AfD wird von teils gewalttätigen Protesten begleitet oder gar verhindert und kaum einer in der politisch eingelullten Masse hat sich die Mühe gemacht, die Rechtmäßigkeit des öffentlichen Bildes dieser Partei unvoreingenommen nachzuprüfen. Wenn man sich heute das Parteiprogramm der AfD anschaut, dann unterscheidet sich dieses (mit einigen aktuellen Ausnahmen) kaum von dem, für das die CDU/CSU jahrzehntelang stand.

Im Unverständnis dieser massiven Ausgrenzung begann ich ein Solidaritätsgefühl für diese Partei zu entwickeln und beobachtete deren Werdegang genau. Bis heute ist es mir unverständlich geblieben, was an den Zielen der AfD so falsch sein soll: Schutz und Förderung der Familie, der eigenen Kultur, ein Mindestmaß an Selbstbestimmung unseres Volkes, mehr direkte Demokratie, Sicherung der Grenzen sowie eine strenge und gerechte Einwanderungspolitik bzw. Abschiebung von Sozialschmarotzern aus sicheren Herkunftsländern, potentiellen Terroristen und religiösen Fanatikern, die unsere Sicherheit gefährden und unsere Werte infrage stellen – was ist daran rechtsextrem?

 

Und wie sieht es heute in Deutschland aus?

 

Eine unbestreitbar schleichende Islamisierung, immer mehr No-Go-Areas, in die sich selbst tagsüber die Polizei nur noch in Mannschaftsstärke hineintraut. Rentner, die Zeitungen austragen, um über die Runden zu kommen, während unsere Sozialkassen von hunderttausenden „traumatisierten Neuankömmlingen“ geplündert werden, obwohl diese noch keinen Finger für dieses Land krumm gemacht haben.

 

Ungehindert agierende Scharia-Polizei und Parallelgesellschaften, vermummte Burka-Gestalten oder koranverschenkende Salafisten in den Fußgängerzonen. Verordnete Political Correctness über gleichgeschaltete Medien, wie ich es zuletzt in der DDR erlebt habe. Irrer Genderwahnsinn oder Ausnahmezustand bei Volksfesten oder Konzerten, die mit Nizzasperren [Betonsperren], Wachtürmen und schwer bewaffneten Streifen geschützt werden müssen. Dazu Hofierung von terroristischen Organisationen wie der Antifa oder lasche Bekämpfung bzw. Duldung von Hasspredigern in Moscheen.

 

Ich habe Angst um meine Heimat

 

Nun ist der Terror auch hier angekommen und ein Großteil unserer Bevölkerung scheint das nicht aufzurütteln. Wie viel Tote soll es in Deutschland und Europa denn noch geben, bis Gutmenschen, Bahnhofsklatscher und Teddybärenwerfer endlich kapieren, dass wir nach und nach unser Land verlieren und kein Stück davon mehr zurückbekommen, wenn wir nicht endlich aus dieser unsäglichen Lethargie aufwachen?

Ich habe Angst um meine Heimat und alles, was mir lieb und teuer ist. Ich möchte mein Land auch in zehn oder 20 Jahren noch wiedererkennen. Die Veränderungen der letzten Jahre haben mir die Augen geöffnet und die Sinne geschärft. Bis heute engagiere ich mich wöchentlich als Ordner bei PEGIDA in Dresden und trete ohne Wenn und Aber für die Ziele der AfD ein, denn sie ist hierzulande die einzige Partei, die sich nicht der Realität verweigert.

Es ist mir letztlich egal, ob die AfD mit oder ohne Frauke Petry agiert und ein kontroverser Streit zur Selbstfindung ist mir lieber als vorgetäuschte Einigkeit. So sehe ich wenigstens, dass diese Partei lebt. Verschiedene Strömungen gibt es in allen anderen Parteien auch, aber die Grundrichtung der AfD stimmt und ist die einzige und letzte Chance, dieses Land noch zu retten. Darum werde ich am 24. September mein Kreuz an der richtigen Stelle machen. Die Wirklichkeit, die uns eingeholt hat, lässt mir gar keine andere Wahl.

50 (2017-09-10) Andreea Oance aus Timișoara

 

Das versunkene Dorf Geamăna

Eine Umweltkatastrophe wird zur Touristenattraktion

 

Die Geschichte könnte sich wiederholen

 

Aus der Umweltkatastrophe in Geamăna im rumänischen Westgebirge/Munţii Apuseni haben wohl wenige etwas gelernt. Der Regierungschef Rumäniens Mihai Tudose plant, eigenen Angaben zufolge, den Vorschlag der Vorgängerregierung bezüglich der Aufnahme des Bergbaugebiets Goldbach/Roşia Montană auf die vorläufige Liste Rumäniens für das Welterbe der UNESCO zurückzuziehen. Laut Tudose könne Rumänien vor Ort keinen Abbau der eigenen Erzvorkommen planen, solange das Gebiet auf einer Liste von Vorschlägen betreffend das Weltkultur- oder -naturerbe der UNESCO steht. Bezüglich der Klage des kanadischen Bergbauunternehmens Gabriel Resources vor einem privaten Schiedsgericht der Weltbank sowie der Entschädigungsforderung der Kanadier in Höhe von 4,4 Milliarden US-Dollar äußerte der Premier seine Überzeugung, dass Rumänien bei der im Herbst 2019 anstehenden Anhörung vor dem Schiedsgericht nicht unterliegen werde.

Das Antragsverfahren für das Aufnehmen von Goldbach in das UNESCO-Welterbe hat 2011 begonnen, doch konkret wurden die Unterlagen im Dezember 2016 eingereicht. Umweltschutzvereine sind der Meinung, dass die Regierung zu einem Kompromiss mit der Gesellschaft „Gabriel Resources” kommen möchte, nachdem die kanadische Gesellschaft 4,4 Milliarden Dollar Entschädigung verlangt hat. Das Projekt zum Goldabbau der kanadischen Bergbaufirma Gabriel Resources, Hauptgesellschafter der Roşia Montană Gold Corporation (RMGC), sah vor, rund um das Bergbaustädtchen den größten Goldtagebau Europas zu eröffnen.

 

Umweltschützer befürchten desaströse Umweltschäden

 

Denn bei der Ausflockung des Goldes aus dem Muttergestein soll Zyanid verwendet werden. Zudem sollen auch Dörfer auf dem betroffenen Gelände, nach dem Modell von Geamăna, umgesiedelt werden, denn das mit Zyanid durchsetzte Taubgestein soll, durch Dämme gesichert, in Tälern abgelagert werden.

 

Bis dahin rückt aber die Geschichte und das desaströse Schicksal des Dorfes Geamăna immer wieder in den Vordergrund. Das im giftigen Schlamm versunkene Dorf wurde in den letzten Jahren zu einer Touristenattraktion. 
Die Landstraße ist schmal und führt durch den Wald. Man hat nahezu den Eindruck, man habe sich verlaufen. Dieser Weg führt wahrscheinlich ins Nirgendwo. Und doch: Nach mehreren Kilometern hört man am Rande der Straße ein Geräusch, als würde hier ein Wasserfall rauschen. Das Auto hält an. Die Passagiere steigen aus und bemerken, dass von einem dicken Rohr eine graue Substanz mit großer Kraft ausgespuckt wird. Die Baumstämme und die Pflanzen in unmittelbarer Nähe sind grau. Ohne Pause spuckt der Wasserstrahl ähnliche Substanzen aus. Das Dorf muss hier in der Nähe sein, denken sich die Leute, die dann schnell wieder ins Auto steigen und losfahren. Bloß wenige Kilometer weiter bekommt man, vom Waldweg aus, eine unfassbare Ansicht: Durch die festen, diesmal grünen Blätter der Bäume am Straßenrand kann man einen Teich erblicken – einen zweifarbigen Teich. 

Der orange-rote Wasserspiegel trifft an einer verschwommenen Grenze auf einen grauen, zementähnlichen Schlamm. 

Die Besucher verstummen

 

Diesen Ort gibt es wirklich. Bilder im Internet und in den Medien haben doch die Wahrheit wiedergegeben. Die Neugier wächst. „Lass uns wieder ins Auto steigen“, ruft eine Stimme. Das Fahrzeug fährt los. Nach wenigen Kilometern kommt man in der Gemeinde Lupşa an – beim ersten Anblick, ein ruhiges Dorf. Hie und da hört man einen Hund bellen; einige fleißige Hennen verkünden stolz, dass sie gerade frische Eier gelegt haben; Kuhglocken bimmeln in der Ferne und einige Pferde wiehern unweit der Straße. Doch nicht das ist der Anziehungspunkt der Gegend. Wenn Autos in die Ortschaft hineinfahren und Dorfbewohner vor ihren Häusern stehen, dann wissen sie, was sie zu antworten haben, noch bevor die Frage gestellt wird: „Zur versunkenen Kirche fahren sie geradeaus. Die Kirche ist linker Hand zu sehen“. Der Name des Dorfes ist bereits vielen bekannt – Geamăna, das Dorf im Verwaltungskreis Alba, im Westgebirge, zieht Touristen aus dem In- und Ausland wie ein Magnet an.

Noch bevor man den sogenannten „See“ erblicken kann, führt die Dorfstraße an einer neuen Kirche vorbei – auf einem Hügel, rechter Hand – sowie an Häusern, an deren Fassaden sich die Dorfbewohner nicht mehr bemüht haben, einen Verputz anzubringen. In einem Garten ist gerade eine Frau zu beobachten – sie sammelt die vom Baum gefallenen Pflaumen in einem Plastikeimer ein. In der Ferne kann man eine andere etwas ältere Frau beim Heumachen erblicken. So viel. Sonst nur jede Menge Stille. Im Hintergrund dieser Landschaft, der zweifarbige See. Abgesehen von den wenigen Geräuschen sieht alles wie ein altes Gemälde aus, wobei mitten im Bild die alte Kirche mit ihrem Turm thront.

 

Die Frau im Garten kommt froh den Besuchern entgegen. Das Fahrzeug mit Fahrrädern im Träger oben auf der Haube hat wohl ihre Aufmerksamkeit erweckt. „Sie sind gekommen, um die versunkene Kirche zu sehen, nicht wahr?“ fragt sie. „Bald wird nicht einmal ihr Turm mehr zu sehen sein“, fügt sie hinzu, mit etwas Bedauern in der Stimme, so als würde es ihr leid tun, dass dann niemand mehr zu Besuch kommen werde. „So wie diese Kirche sind wir auch“, sagt sie weiter und weist darauf hin, dass sie, die gebliebenen Dorfbewohner, genau-so wie die versunkene Kirche, im Laufe der Jahre zu Zeugen der Umweltkatastrophe geworden sind. Die Frau Mitte 50 hat sich vor Jahrzehnten, als das Schicksal ihres Heimatdorfes schon besiegelt war, entschieden, vor Ort zu bleiben und musste im Laufe der Jahre sehen, wie Zentimeter für Zentimeter des malerischen Taldorfes unter dem Schlamm verschwunden ist. Zuerst waren es Gassen und Gärten, dann die Häuser und der Friedhof.

 

Von der einstigen Ortschaft sind heute allein einzelne Dächer der Häuser, die auf den Hügeln gebaut waren, und die Kirche noch zu sehen

 

„Meine Großeltern und Verwandten waren am Friedhof begraben – alles ist inzwischen im Schlamm versunken“, sagt die Frau. Ihre Familie musste vor mehreren Jahren ein neues Haus, etwas höher auf dem Berg, bauen. Viele ihrer Bekannten, Freunde und Verwandten zogen für immer fort. Sie aber, genauso wie die wenigen alten Dorfbewohner, blieb zurück, um die Katastrophe zu beobachten. Das Wasser, das sie trinkt, könnte verseucht sein, das gibt sie zu. „Doch was kann man machen?“ fragt sie resigniert. Die Bürger haben sich neue Brunnen gebohrt und neue Gemüsegärten angelegt. Dass die giftigen Substanzen tief in den Boden gedrungen sind, darüber machen sich die Frau und die anderen Dorfbewohner wohl keine Gedanken. „Für jeden Mensch ist das Schicksal vorbestimmt. Das ist unseres“, sagt die Frau mit bitterer Stimme. Dann kehrt sie zurück zu ihren Pflaumen im Eimer.

Das Gespräch hat auch Petre mitbekommen. Der grauhaarige Mann hält ein Auge auf seine Kühe auf der Weide, bloß wenige Meter vom Rand des Schlammteichs entfernt. Er habe sich auch für sein Schicksal in Geamăna entschieden. Seine Erinnerungen an Schule und Kindheit im Dorf sind noch wach, auch wenn sich über all diese Sachen eine dicke Schlammschicht gelegt hat. „Jedes Jahr komme ich an das Ufer des Sees und stecke einen Stock rein, dann beobachte ich während des Jahres, wie er im Laufe der Monate Zentimeter für Zentimeter versinkt“, erzählt der Mann. „Wenn der Schlamm das Dach der Kirche erreicht. Dann hören sie mit dem Schlammausschütten auf“, ließ er sich sagen und das erzählt er auch stolz weiter. „Es ist nicht mehr lange, bis das passiert“, setzt der Mann fort. Aus dem bereits über 130 Hektar großen Schlammteich ragen nun mehrere solche Stöcke sowie zahlreiche abgestorbene Baumkronen. Kein Vogel fliegt über dem See. 

 

 

Es sieht so aus, als wäre die Zeit hier erstarrt

Während er sich mit den Besuchern aus dem Verwaltungskreis Temesch unterhält, kommt ein anderes Auto vorbei, diesmal mit Kennzeichen aus Jassy/Iaşi. Sie holen ihre Kameras raus und schon beginnen sie zu fotografieren. „Wir sind zur Touristenattraktion geworden“, scherzt Petre  bitter. Und als man sich vom „Seeufer“ entfernt, ins Auto steigt und sich wieder auf den Weg machen will, kommen noch zwei weitere Autos aus der Ferne langsam die Dorfstraße entlang gefahren. Peter hat recht. Die Touristenattraktion Geamăna ist ein Ort für sich. Das Tal im Westgebirge wird bereits seit 40 Jahren mit giftigem Schlamm gefüllt. Der kommunistische Präsident Rumäniens, Nicolae Ceauşescu, entschied Ende der 70er Jahre, in der Nachbarschaft des Dorfes, bei Roşia Poeni, eine Kupfermine in Betrieb zu nehmen. Die Mine enthält das größte Kupfervorkommen Rumäniens. Für die Kupfergewinnung wird das abgebaute Kupfererz fein gemahlen und die Kupfermineralien werden mit Luft und Zusatzstoffen gewaschen und dann abgeleitet – dieser Stoff wird „Tailing“ genannt. Dieses wird meistens im Umfeld der Minen in Becken oder Schlammteichen gelagert.


 

Tiefer im Tal hat das sumpfige Wasser eine rötliche Farbe

 

Alle Rückstände, die vom Kupferabbau stammen, werden hierher gespült. Ein dickes, schwarzes Rohr schlängelt sich das Ufer entlang und führt in den See: Horcht man genau, so kann man das darin fließende Tailing, mit Kalk vermischt, hören. Ab und zu bekommt der Teich dadurch auch eine weiße Farbe. Der Kalk, der manchmal ins Wasser gespült wird, soll die toxischen Elemente des Tailings neutralisieren. In den letzten Jahrzehnten ist das Dorf unter knapp über 40 Millionen Tonnen Tailing versunken. Die Aufnahmekapazität: 103 Millionen Tonnen Schlamm können hier gelagert werden. In der Mine wird allerdings nur noch an einer einzigen Produktionslinie gearbeitet. In Geamăna lebten in den 70er Jahren an die 1000 Menschen in etwa 400 Familien. Die meisten sind vor dem giftigen Schlammsee im Laufe der Jahre geflohen. Heute sind im Dorf nur noch elf Familien zu Hause. ADZ

49 (2017-08-25) Roland Tichy

Märchen vom verlorenen Pass

Urlaubswelle im Irak und Syrien: Flüchtlinge auf Heimaturlaub

Seit Jahren reisen zahlreiche "Flüchtlinge" in ihre Herkunftsländer, um dort Urlaub zu machen. Ihr Schutzstatus als Asylbewerber blieb bislang bestehen. So funktioniert der Trick mit dem verlorenen Pass.

 

In Baden-Württemberg sind „Flüchtlinge“ einem Bericht zufolge aus dem Südwesten zeitweise wieder in ihre Herkunftsländer gereist. Die Ausländerbehörden in Baden-Württemberg hätten 100 Flüchtlinge erfasst, die seit 2014 zum Teil mehrfach in ihre Heimatstaaten gereist seien und nach der Rückkehr ihren Schutzstatus als Asylbewerber behalten hätten, berichtete etwa der Mannheimer Morgen unter Berufung auf eine Erhebung des Innenministeriums.

 

In der Stellungnahme auf einen Antrag der AfD-Landtagsfraktion schrieb Ministerialdirektor Julian Würtenberger (CDU) demnach: „Wenn anerkannte Schutzberechtigte trotz einer Verfolgung oder Bedrohung zu Urlaubszwecken wieder in ihr Heimatland reisen, stellt sich zu Recht die Frage nach der Schutzbedürftigkeit dieser Ausländer.“

 

Zielländer waren nach Angaben eines Sprechers etwa Syrien und der Irak. Man müsse von einer „gewissen Dunkelziffer“ ausgehen. Aber natürlich passiert das auch in anderen Bundesländern und in sehr viel größerer Zahl, als der Stuttgarter Beschönigungs-Minister zugibt. Derzeit fliegen allein in Nordrhein-Westfalen zwischen 10 und 50 Fälle auf – täglich.

So funktioniert Pass-Ringelreigen

 

„Flüchtlinge“, die als Asylberechtigte anerkannt sind, erhalten von der Ausländerbehörde einen deutschen Reisepass, wenn sie, was ja fast immer der Fall ist, ihren eigenen irgendwie verloren oder angeblich zurückgelassen haben. Wer vor Fassbomben flieht, so weiß es auch Claudia Roth, denkt nicht an den Pass.

Mit dem deutschen Dokument reisen die Asylbewerber dann von NRW bevorzugt nach Kopenhagen, aus Süddeutschland nach Zürich und von dort mit dem Ferienflieger nach Istanbul. Die Reise ist bis dahin ohne Spuren.

 

Von Istanbul geht es in den Irak oder nach Syrien. Beide Länder aber stempeln die Pässe mit Ein- und Ausreisevermerken ab. Damit beginnen „Flüchtlinge“ Spuren zu hinterlassen: Der Pass wird damit zum Beweis dafür, dass es keinen Asylgrund gibt und die Asylberechtigung sowie die erheblichen Sozialleistungen erschwindelt wurden: Wer zu Hause Urlaub macht, ist sicherlich nicht „verfolgt“.

 

Der simple und der elegante Passtrick

 

Um Strafen und Folgen zu entgehen, gibt es zwei Möglichkeiten: Zurück in Deutschland, die Einreise via Zürich oder Kopenhagen ist ja unkontrolliert, wird der Pass mit den verräterischen Stempeln als verloren gemeldet. Deutsche Behörden sind wohlmeinend. Für die Ausländerbehörden beginnt der erneute Weg der Passausstellung. Der nächste Urlaub ist gesichert.

 

Das ist der simple Weg. Es geht auch eleganter: Ausreise aus Deutschland und Einreise stempelfrei in die Türkei – das ist der erste Schritt. Dann, oh Wunder, geht es weiter mit dem irakischen oder syrischen Pass, den man bei den Deutschen als verloren angegeben hat. Zurück nach Deutschland geht es mit einem stempelfreien deutschen Pass. Der Urlaub im Fluchtland ist gelungen. Der Pass blieb sauber.

 

Leider sind andere Länder auf diesen Trick gekommen – selbstverständlich nicht die Bundespolizei mit ihren treuherzigen blauen Augen.

Folgenlos bleibt hierzulande alles – für Migranten

 

Der aufmerksamen Flughafenpolizei in Kopenhagen fielen die vielen Einreisen mit syrischen und irakischen Pässen auf – mit Wohnsitz in Deutschland, insbesondere in NRW. Seither meldet die dänische Polizei diese Personen an die bislang ahnungslose wie hilflose Bundespolizei. Die Bürokraten der Bundespolizei schicken diese Daten auf den langen Behördenweg in das jeweilige Bundesland, von dort gelangen sie in die Ausländerbehörden.

 

Täglich, so berichten Mitarbeiter, tauchen bis zu 50 Fälle auf. Die Ausländerbehörden sind gehalten, ein Wiederrufsverfahren zum Asylbescheid einzuleiten. Bekanntlich landen diese Verfahren in total überlasteten Behörden und Gerichten und werden durch Klagen in die Länge gezogen. In jedem Fall ist sichergestellt, dass der Serien-Schwindel – die Verlustmeldung der in Wahrheit vorhandenen Papiere, die Verschleierung der eigenen Identität, die Urlaubsreise in das angebliche Verfolgungsland – nicht zu einer Ausweisung führen kann: Längst ist die Dreijahres-Frist errreicht, die die Aufenthaltsduldung auch bei Vergehen sicherstellt.

 

17. August 2017 Tichys Einblick

48 (2017-08-21) Jürgen Fritz

 

Der Würseler ohne Schulabschluss

hat doch keine Chance

Wie Deutschland sich von Merkel befreien kann

 

Fast 53 Prozent der Deutschen möchten Merkel endlich in Rente schicken. Schulz wollen sie aber noch viel weniger. Gibt es denn gar keine Möglichkeit, sich von Merkel und der absolutistischen Parteienherrschaft zu befreien? Doch die gibt es.

 

Ein Gefühl der Ohnmacht breitet sich aus


Merkel 4 kann doch gar nicht mehr verhindert werden.“ – „Wer soll die denn stoppen?“ – „Der Würseler ohne Schulabschluss hat doch keine Chance gegen Merkel und wäre als Kanzler ja noch viel schlechter.“ – „Das Volk hat doch gar keinen Einfluss. Die setzen uns ihre Spitzenkandidaten vor, so dass wir nur noch zwischen Pest und Cholera entscheiden können. Was hat das denn noch mit Demokratie zu tun?“.


Solche und ähnliche Statements hört man diese Tage, Wochen und Monate überall im Lande. Millionen über Millionen Menschen denken so oder so ähnlich. Viele ziehen sich enttäuscht zurück, verlieren das Vertrauen nicht nur in die agierenden deutschen Politiker, sondern auch in unseren demokratischen Rechtsstaat. Direkte Demokratie wird von nahezu allen Vertretern der „etablierten Parteien“ abgelehnt oder maximal das Wort hin und wieder im Mund geführt, mehr aber auch nicht.


Die Unwürdigkeit des Über-sich-bestimmen-Lassens


Eine achtstellige Zahl an Deutschen spürt immer mehr, dass wir längst in einer Parteiokratur leben. Immer mehr durchschauen auch die Zusammenhänge dieser absolutistischen Parteienherrschaft, die immer deutlicher ihre Fratze, ihre Feindlichkeit gegen, ihre Verachtung für das eigene Volk zeigt. Doch über 90, mindestens aber über 80 Prozent sind nicht willens, sich dagegen zu wehren. Sie lassen sich seit Jahren und Jahrzehnten immer mehr entmachten, sind formal noch der Souverän, de facto aber vollständig sechs Parteien und deren Macht- und Ränkespiele ausgeliefert. Ja das Volk lässt sich inzwischen den Mund verbieten, lässt sich zensieren, lässt es zu, dass Menschen unterdrückt, dass Hetzjagden auf Regierungs- und vor allem auf Islamkritiker veranstaltet werden.


Man ist geneigt, diejenigen zu fragen, was sie eigentlich unter dem Begriff „der Würde des Menschen“ verstehen, sofern sie mit diesem überhaupt noch etwas anfangen können. Menschenwürde bedeutet, wie Immanuel Kant in unnachahmlicher Klarheit herausgearbeitet hat: die Fähigkeit zur Selbstbestimmung, die den Menschen von allen bekannten Lebewesen, von allen Maschinen und auch der modernsten, höchstentwickelten künstlichen Intelligenz unterscheidet. Der Mensch hat keinen Preis, keinen bezifferbaren Wert, er hat Würde. Er hat die Fähigkeit, über sich selbst zu bestimmen. Und er hat ein Recht auf Selbst- und Mitbestimmung. Sich dies nehmen zu lassen, obschon man sich dagegen wehren könnte, ist ein Verstoß gegen die eigene Würde.


Aber was soll ich denn tun, ich bin doch machtlos“ werden jetzt viele denken. Ich will im folgenden aufzeigen, dass dies nicht stimmt, dass wir nicht machtlos sind.


Wenn jetzt schon Bundestagswahlen wären


Richtig ist sicherlich, dass Merkel 4 kaum noch verhindert werden kann. Genauer: dass nicht mehr abwendbar ist, dass die CDU/CSU auch die nächste Regierung anführen wird. Warum nicht? a) Weil ihr Vorsprung vor der SPD mit ca. 15 Prozentpunkten viel zu groß ist, als dass man davon ausgehen könnte, dies wäre noch aufholbar. b) Weil alle Konstellationen ganz ohne CDU/CSU viel zu weit von einer absoluten Mehrheit entfernt sind. Dazu wären (wegen der rund 4 Prozent Stimmen für sonstige Parteien, die an der Fünfprozenthürde scheitern werden, nicht 50, sondern) ca. 48 Prozent der abgegebenen gültigen Zweitstimmen notwendig.


Wären jetzt schon Bundestagswahlen, dann kämen die Parteien etwa auf folgende Ergebnisse:

 

CDU/CSU: 37 – 40 %

SPD: 22 – 25 %

Linkspartei: 8 – 10,5 %

AfD: 8 – 9 %

FDP: 7 – 9 %

Grüne: 6,5 – 8 %

Sonstige: 3 – 6 %

Im gewichteten arithmethischen Wahl-O-Matrix-Durchschnitt, welcher von jedem Institut das aktuellste Ergebnis einrechnet, sofern dies bezogen auf den mittleren Tag der Befragung nicht älter ist als vier Wochen, sieht das wie folgt aus:

 

Mögliche Regierungskoalitionen


Damit gäbe es nur zwei realistische Möglichkeiten für eine Regierungskoalition:


CDU/CSU + SPD, eine weitere große Koalition (GroKo): ca. 62 %

Schwarz–Gelb–Grün (Jamaika): ca. 54 – 55 %

Für folgende Kombinationen würde es derzeit wahrscheinlich nicht ganz reichen. Dies könnte sich bis zum 24. September aber leicht ändern, da hier nur ein bis zwei Prozentpunkte fehlen, was ohnehin innerhalb der Fehlertoleranz liegt und die Kräfteverhältnisse sich in den nächsten Wochen noch etwas verschieben können.


Schwarz–Gelb: ca. 47 %

Schwarz–Grün: ca. 46 – 47 %

Diese mögliche Koalitionen haben wohl keine realistische Chance auf eine Mehrheit:


Rot–Dunkelrot–Grün: ca. 40 – 41 %

Rot–Gelb–Grün (Ampel): ca. 39 – 40 %

Rot–Grün: ca. 31 – 32 %

Einen Kanzler Schulz wird es nicht geben


Man sieht, die vier ersten Varianten jenseits der 46 Prozent würden alle von der CDU/CSU angeführt. Ein Kanzler Schulz stellt keine Gefahr mehr dar respektive aus der Sicht des links(extremen) Lagers keine realistische Hoffnung. Rot-Dunkelrot-Grün (RRG) wäre noch am ehesten eine Chance auf eine Mehrheit unter einer SPD-Führung. Von 40 – 41 Prozent auf 48 ist aber ein weiter Weg. Und selbst wenn diese drei Parteien etwas zulegen könnten, würde das vielen Wählern, die die SPD präferieren, Angst machen, da sie Rot-Dunkelrot-Grün nicht haben wollen, so dass ein Anstieg von RRG sich selbst konterkarierend ausbremsen würde.

Somit spricht wirklich alles für Merkel 4 und wir kommen mithin zur Schlüsselfrage.

 

Wie kann Deutschland sich von Merkel befreien?


Zunächst müssen wir uns folgendes klar machen: 1. Merkel kann nur aus der eigenen Partei heraus gestürzt werden. Denn die Union liegt viel zu weit vor der SPD, als dass Merkel über einen SPD-Kanzler abgelöst werden könnte. 2. Merkels Position innerhalb der CDU ist aber enorm stark. Derzeit ist niemand in Sicht, der es wagen würde, Merkel ernsthaft zu attackieren. Das würde niemand in der CDU überleben, nicht einmal Wolfgang Schäuble. Der alte Fuchs ist aber viel zu schlau, so etwas überhaupt zu probieren, solange es aussichtslos ist. Außerdem ist er von seiner Persönlichkeitsstruktur her in höchstem Maße loyal, durch und durch ein Parteisoldat, kein Umstürzler.


Alle anderen innerhalb der CDU sind aber viel zu schwach, um Merkel auch nur in Gefahr bringen zu können. Dafür hat die Parteivorsitzende seit mindestens zwölf Jahren gesorgt, dass niemand mehr da ist, der ihr gefährlich werden könnte. Ja ein Großteil ihrer Politik war genau darauf abgestellt: auf die eigene Machtsicherung und den Machtausbau innerhalb der CDU, der Schlüsselpartei Deutschlands. Was kann also getan werden?


Merkel hat einen großen Schwachpunkt: Durch ihre nahezu vollständige Sozialdemokratisierung der CDU gelang es ihr zwar, die SPD unter 25 Prozent zu drücken, sie hat aber die rechte, die konservative und auch die liberale Flanke nahezu vollkommen preisgegeben. Und nun kommen wir zum Schlüssel, wie Merkel entmachtet werden kann. Es geht nur über die Schwächung ihrer Position innerhalb der CDU. Das ist der einzig gangbare Weg. Wie soll aber ihre parteiinterne Position geschwächt werden? Auch hier gibt es wiederum nur eine Möglichkeit: über ein schlechtes, ja miserables Unions-Wahlergebnis. Merkels gesamte Macht basiert wie bei allen Politikern letztlich primär auf einem: auf guten Wahlresultaten. Keine Partei tauscht ihr Spitzenpersonal aus, wenn dieses Wahlsiege einfährt. Ergo muss, wenn man Merkel los werden will, die CDU massiv geschwächt werden. Somit stellt sich aber sofort die nächste Frage.

 

Wen soll man denn dann wählen?


Und auch hier gibt es nur eine einzige wirksame Alternative: die AfD. Warum? Wenn viele potentielle CDU-Wähler zur SPD überliefen, wie reagierte Merkel darauf? Sie würde die CDU noch mehr sozialdemokratisieren, sie noch weiter nach links rücken. Das aber bedeutete: noch mehr (illegale) Massenimmigration, noch weniger Abschiebungen, noch weniger innere Sicherheit, noch mehr Verbrechen und sexuelle Übergriffe, noch mehr Terroranschläge, noch mehr Milliarden nach Athen, noch höhere Staatsverschuldung, noch geringere Zinsen, noch mehr EU, noch mehr deutsche Haftung auch für italienische und französische Schulden, noch mehr grüne Genderpolitik, noch mehr Abstieg im Bildungsbereich, noch mehr Abwanderung junger, gut qualifizierter Nettosteuerzahler usw.


Ähnliches gilt für die FDP, die in vielen der genannten Punkten für das gleiche Elend steht. Noch schlimmer wäre ein Wechsel von CDU-/CSU-Wählern zu den Grünen oder zur Linkspartei (SED-Nachfolgerin), die die Zerstörung Deutschlands noch viel exzessiver betreiben als die SPD. Ein Erstarken der Grünen und/oder der Linkspartei führte zwangsläufig zum weiter nach links Rücken der SPD, was dann wiederum ein Nachrücken der CDU zur Folge hätte.


Was spricht gegen die kleinen, sonstigen Parteien?


Wer dagegen eine kleine Partei wählt, die keine Chance auf Überwindung der Fünfprozenthürde hat, der richtet zwar keinen Schaden an, seine Stimme wird aber im neuen Bundestag nicht abgebildet sein. Er nimmt also keinerlei Einfluss auf die Zusammensetzung des Parlamentes. Stellen Sie sich, um es vom Prinzip her zu verdeutlichen, einfach vor, es gäbe 25 Parteien, die alle so zwischen 2 und 4 Prozent, im Schnitt bei 3 Prozent lägen. Diese 25 Kleinparteien kämen somit zusammen auf 75 Prozent. Dann würden nur die 25 Prozent der Wähler der Über-Fünf-Prozent-Parteien alleine bestimmen, wie sich der neue Bundestag zusammensetzt. Käme eine Partei dann auf 12,51 Prozent, hätte sie damit die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament und könnte alleine regieren. Mit 12,51 Prozent, also einem Achtel der abgegebenen gültigen Stimmen!


Ergo: Wer Kleinstparteien wählt, die keine realistische Chance auf Überwinden der Fünfprozenthürde haben, stärkt damit die Parteien, die über 5 Prozent liegen, weil ihre Anzahl der Sitze im Parlament – und das ist das Entscheidende! – dadurch steigt. Mathematisch gesprochen: weil durch die Stimmabgabe für sonstige Parteien der Nenner (Anzahl der Stimmen für Parteien, die in den Bundestag einziehen) verkleinert wird, so dass die Bruchzahl (Sitze im BT) bei gleichem Zähler (Stimmen z.B. für die CDU) dadurch größer wird.


Oder kurz: Wer eine Minipartei wählt, bestätigt damit indirekt die Merkelwahl der anderen, weil er nicht gegen sie stimmt, da sein Kreuz für die Zusammensetzung des Bundestages keinerlei Auswirkung hat.


Auch ungültig oder gar nicht wählen bringt nichts


Ähnliches gilt für Gar-nicht-wählen-Gehen und für Ungültig-wählen. Denn was passiert hier? Stellen Sie sich, wiederum um das Prinzip zu verstehen, vor, es wären tausend Personen aufgerufen über etwas abzustimmen. 901 hätten aber entweder keine Lust, kein Interesse, keine Zeit, was anderes vor oder wollten sich aus Protest nicht beteiligen bzw. würden extra ungültig stimmen. Dann würden die verbleibenden 99 über die Belange der Tausend entscheiden. Angenommen es würden 50 zu 49 für den Vorschlag X stimmen, dann hätten diese 50, fünf Prozent aller Betroffener, über das entschieden, was tausend Wahlberechtigte betrifft.


Ergo: Wer gar nicht oder ungültig wählt, der vergibt seine Chance auf eine Korrektur des Votums der anderen. Er bestätigt im Grunde die gültigen abgegebenen Stimmen und sagt indirekt: „Ich bin voll und ganz einverstanden, was ihr entscheidet. Ich möchte dies kein bisschen verändern.“ Damit wählt auch er indirekt Merkel, weil er nicht gegen sie stimmt, wodurch er sie schwächen würde.

 

Warum die AfD das einzige Korrektiv darstellt


Somit ist klar, was die einzig sinnvolle Gegenstrategie sein kann: für die AfD stimmen. Denn welche Folgen wird dies haben, wenn die AfD gestärkt wird? Stellen wir uns dazu, wiederum aus heuristischen Gründen, um also das Prinzip zu verstehen, folgendes vor. Angenommen jeder Sechste, der im Moment noch zu CDU/CSU neigt, könnte sich dazu durchringen, die AfD zu wählen. Außerdem jeder siebte jetzige FDP-, jeder achte SPD-Sympathisant und jeder neunte Linkspartei-Zugeneigte sowie jeder zwanzigste Sonstige-Sympathisant und jeder vierzigste Grünen-Wähler. Dann hätten wir bei der Bundestagswahl in etwa folgendes Ergebnis:


CDU/CSU: ca. 32 %

SPD: ca. 21 %

AfD: ca. 20 %

Linkspartei: ca. 8 %

Grüne: ca. 7,5 %

FDP: ca. 7 %

Sonstige: ca. 4 %

Was würde ein solches Ergebnis bedeuten?


Positive Folgen einer möglichst starken AfD


Erstens wären Schwarz-Gelb und Schwarz-Grün mit unter 40 Prozent definitiv vom Tisch. Zweitens hätte auch Jamaika (Schwarz-Gelb-Grün) mit 46,5 Prozent keine Mehrheit mehr. So könnten die Grünen aus der Regierung rausgehalten werden. Für die CDU/CSU blieben damit nur zwei mögliche Koalitionspartner: die SPD oder die AfD.


Die Union würde sich mit Sicherheit für die SPD entscheiden. Ein Bündnis mit der AfD wird vor allem die CDU mindestens noch zwei bis vier Jahre ablehnen, was insofern auch sinnvoll ist, weil die AfD erstmal parlamentarische Erfahrung auf Bundesebene sammeln muss und so auch zeigen könnte, wie sie sich entwickelt. In vier Jahren könnte der Wähler dann eher abschätzen, ob die AfD bereits mitregierungsfähig ist oder ob man nochmals vier Jahre zuwarten muss. Es bliebe also vorerst nur eine weitere GroKo.


Vor allem aber – und das ist das Entscheidende – wäre drittens Merkels Macht gebrochen. 32 Prozent für CDU und CSU zusammen, also nur rund 25 Prozent für die CDU würde ihr die eigene Partei nicht verzeihen. Merkels Sieger-Nimbus wäre dahin. Was würde nun geschehen?


Entweder würde Merkel nach einem solchen Einbruch von fast 10 Prozent seit der letzten Bundestagswahl (von 41,5 auf 32 Prozent) sofort das Handtuch werfen und den Weg für jemand anders frei machen, vielleicht für Schäuble als Übergangskandidat für zwei Jahre. Oder aber die Machtkämpfe in der CDU würde beginnen. Am wahrscheinlichsten dürfte sein, dass Merkel ihren Rücktritt für das Jahr 2019 ankündigen und dann nach zwei Jahren abtreten würde. In der Zeit hätte die CDU die Chance, a) einen neuen Bundeskanzler aufzubauen (z.B. Jens Spahn), vor allem aber b) sich zu reformieren. Denn die AfD würde mit über 20 Prozent der Sitze im Bundestag einen enormen Druck auf die CDU und die CSU ausüben. Auch Seehofer würde bei einem sehr schwachen CSU-Ergebnis wanken und fallen, den Weg für einen Jüngeren, wahrscheinlich für Söder frei machen.

 

 

Unser Land könnte wieder aufatmen


Natürlich kann auch eine AfD mit 8 oder 9 Prozent eine starke Opposition im Deutschen Bundestag bilden. Aber mit jedem Prozentpunkt mehr steigt auch ihr Einfluss und die Möglichkeit, Druck auf die Regierung auszuüben. Bei 15 oder noch besser 20 Prozent wäre dieser Druck enorm. CDU und CSU müssten sich komplett erneuern, um bei den nächsten Wahlen nicht noch mehr Stimmen an die AfD zu verlieren.


Innere Sicherheit, das Schlüsselthema der nächsten Jahre und Jahrzehnte, wäre nun kein reines Lippenbekenntnis mehr. CDU, CSU und auch SPD müssten jetzt handeln. Es käme zu zahlreichen Abschiebungen von Leuten, die nie hätten einreisen dürfen, zu strengen Grenzkontrollen, zum Abbau des massenhaften Asylmissbrauchs. Die Terroranschläge und die Verbrechensraten würden nicht weiter explodieren. Es würden nicht immer weiter unendliche Milliarden ins völlig marode Griechenland fließen. Eurobonds, also die unbegrenzte Haftung für die Schulden anderer, könnten verhindert werden. Familien würden mehr gefördert, die Steuer- und Abgabenbelastung der Bürger nicht immer weiter hochgefahren. Und ganz wichtig: die Menschen könnten wieder frei sprechen. Der linksgrünen totalitären Gesinnungsdiktatur würde endlich ein Riegel vorgeschoben.

 

Der Islam hätte nicht weiter unter dem Deckmantel der Religion einen absoluten Freibrief. Islamkritik würde salon- und gesellschaftsfähig. Die Islamisierung Deutschlands könnte zumindest gebremst, vielleicht sogar gestoppt und langfristig gedreht werden. Innerhalb der CDU würden im Laufe der Jahre völlig andere Politiker heranwachsen. Und Angela Merkel wäre in einigen Jahren nur noch eine Erinnerung. Und zwar eine sehr finstere solche. Mehr Demokratie, Rechts- und Verfassungstreue könnten Einzug halten. Unser Land könnte endlich wieder aufatmen.


9. AUGUST 2017

47 (2017-08-19) Heiko Schrang aus Zühlsdorf

Die Rechts-Linkslüge entlarvt

Was bedeutet eigentlich

der Begriff „rechts“?

 

Glaubt man den etablierten Medien und der Politik, bedeutet rechts“ = „Nazi“. Wenn wir aber in ein älteres Wörterbuch schauen, die Rede ist von Büchern aus der Zeit von 1970 bis 2000, dann wird man erstaunt sein, was tatsächlich unter „rechts“ zu verstehen ist.

Dort steht zum Beispiel, dass „rechts“ den gleichen Wortstamm wie „richtig“ hat. Außerdem findet sich dort die Wortkette „rechts“, „Recht“ und „richtig“. Folgende Wörter haben den gleichen Ursprung:

– rechtschaffend,

– Rechtsprechung,

– zur Rechten Gottes sitzend,

– der rechte Weg,

– rechtes Handeln,

– aufrechtes Gehen.

Im Deutschunterricht würde kein Lehrer auf die Idee kommen, seinen Schülern „Linksschreibung“ beizubringen, sondern wie wir alle wissen, mussten wir die „Rechtschreibung“ lernen. Auch bezeichnet man einen Staat als „Rechtsstaat“ und nicht als „Rechtstaat“, denn es geht nur an zweiter Stelle um das Recht. Vorrangig geht es um „rechts“, wie „richtig“, also um einen rechten, sprich ge-rechten Staat.

In der englischen Sprache, die mit der deutschen Sprache sehr eng verwandt ist, gibt es den Spruch: „Right is right and left is wrong”, was heißt: „rechts ist richtig und links ist falsch.“ Der sprachliche Witz liegt darin, dass „right“ im Englischen nicht nur „rechts“, sondern auch „richtig“ heißt. Anders als im Deutschen hat sich der Wortstamm hier noch nicht in zwei Begriffe aufgespalten.

Im Buddhismus, der die gleichen sprachlichen Wurzeln hat, wie die deutsche Sprache, ist ein Hauptelement der „Edle Achtfache Pfad“ der laut Buddha zur Erleuchtung führt:

Rechtes Verständnis

Rechtes Denken

Rechte Rede

Rechte Handlung

Rechter Lebenserwerb

Rechte Anstrengung

Rechte Achtsamkeit

Rechte Konzentration

Wie wir sehen, wurde der Begriff „rechts“ über Jahrtausende positiv assoziiert. Umso erstaunlicher ist, dass speziell in den letzten Jahren, im Zuge der „Political Correctness“ massiv versucht wird, die alte Wortbedeutung von „rechts“ zu eliminieren. Das ist auch der Grund, weswegen man dies in aktuellen Wörterbuch-Ausgaben nicht mehr findet, sondern mit negativen Assoziationen gearbeitet wird. Hier heißt es: „Terror von rechts, Kampf gegen rechts, Rechtsextremismus, Rechtspopulismus.“

 

Schauen wir uns zum Vergleich doch einmal das Wort „links“ an, dann finden wir in älteren Wörterbüchern die Erklärung, dass „links“ den gleichen Wortstamm hat wie „linken“. Außerdem findet sich dort die entsprechende Wortkette: „link“, „linkisch“, „links“. Ferner steht das Wort „links“ im direkten Bedeutungszusammenhang von:

– täuschen,

– betrügen,

– hintergehen,

– übervorteilen,

– hinterlistig,

– falsch.

Man spricht entsprechend nicht von einem „Linksstaat“, was bedeuten würde, dass dort gelinkt, sprich getäuscht, betrogen und hintergangen wird.

Interessant ist, dass den meisten Menschen die wahre Bedeutung der eben beschriebenen Begrifflichkeiten gar nicht bekannt ist.

46 (2017-08-12) Thorsten Schulte

Gesellschaftliches Darknet Deutschland

Das gefährliche Leben der Andersdenkenden

 

 

Amazon hat noch immer eine Lieferzeit von ein bis vier Wochen für mein neues Buch, obgleich der Verlag alles unternahm. Aber ich habe heute trotz der vielen Widrigkeiten und des Gegenwinds Freudentränen vergossen. Das Buch ist bereits in der 2. Woche nach Erscheinen in die Spiegel-Bestsellerliste aufgenommen worden (Amazon Platz 50 unter allen Büchern, Platz 1 in Deutsche Politik sowie in Börse & Geld). 

 

Ich hoffe, dass jeder Leser des Buchs erkennt, wie viel Herzblut und Sorge um unser Land in diesem Buch steckt. Die 2. Auflage von weiteren 10.000 Exemplaren geht bereits heute in den Druck.

Ich danke Willy Wimmer ganz persönlich für sein Vorwort. Dies ist alles andere als selbstverständlich in einer Zeit, wo stets und überall ein Minenfeld auf uns lauert. Ich danke Jochen Kopp für das Verlegen des Buchs, meinem Grafiker Manuel, Volker, Ben, Dirk und Petra, Jörg, Hannelore, Brigitte und Regina, Tilman, Jacky, Marco, Thomas und ganz besonders meinen Eltern. Viele weitere Namen kommen hinzu.

Ohne Eure Unterstützung in den letzten Monaten hätte ich das Buch nicht schreiben und die Videos nicht aufnehmen können. Danke! Ich freue mich sehr, wohlwissend, dass die kommenden Wochen und Monate voller Gefahren sein werden.

 

Gestern, am 11.8., erhielt ich erstmals in meinem Leben eine Vorladung der Polizei als Beschuldigter (siehe oben). Es geht um "üble Nachrede". Nun legen mir also nicht mehr nur Amazon, ARD, Wiwo, die Welt und viele andere System-Organe Steine in den Weg.Die nächste Stufe der Eskalation, vor der ich gewarnt wurde, beginnt. Kommende Woche werde ich zwei öffentliche Erklärungen abgeben. Ich wusste, dass ich mich mit diesem Buch in Gefahr begebe. 

 

Klar ist: Ich hege keine Selbstmordgedanken, bin im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte, meine letzte Betriebsprüfung des Finanzamtes wurde nach fast 3 Jahren ohne Nachzahlung eingestellt, ich unterziehe mich gern einem Drogentest, habe keine Kinderpornographie auf meinem Rechner usw.! Dies ist hier kein Marketinggag. Ich muss nur in den kommenen Wochen und Monaten alles öffentlich verbreiten, weil dies meine einzige Chance ist. Ich bin und bleibe parteilos und strebe nicht nach Ämtern und Mandaten. Dennoch werde ich die Öffentlichkeit suchen, wo und wann es geht. Und halte dies niemand für einen PR-Gag. Mein Leben ist jetzt ein anderes....

Der Verlag und ich sind bereit, größere und wichtigste Teile des Buches großen Medien zum Abdruck freizugeben. Wir werden sehen, ob dies geschieht.
Meine Bitte an diejenigen, die mich mögen und schätzen: Sichert bitte mit einem Screenshot diese Nachricht und verbreitet Sie im Falle eines Falles. Alternative Medien besitzen ein Video von mir, welches veröfffentlicht wird, sollte mir etwas zustoßen. Gott segne uns.

 

Text und Images: Facebook

45 (2017-07-05) Ingrid Teufl aus Wien

Die Sucht nach dem Smartphone

Ständig online zu sein,

ist selbstverständlich geworden

 

 

Ein Like hier, ein Emoji da, schnell mal durch die Timeline gescrollt und noch eine Runde auf Tinder geswiped. Letzteres kennen Sie nicht? Das ist eine Technik, bei der der Daumen auf dem Display nach links oder rechts wischt. Wer swiped, bewegt auch den Finger ohne Anheben über die Tastatur. Die "Generation Daumen" schafft damit locker, 50 Wörter pro Minute zu schreiben.

Im digitalisierten Alltag ist all das längst selbstverständlich geworden. Smartphone, Tablet und Notebook gehören für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zum Leben. Die Digital Natives kennen es nicht anders. Mehrere Stunden täglich im Internet zu verbringen, ist für sie völlig normal.

 

Dabei zeigt sich: Die Nutzer werden immer jünger

 

Eine deutsche Untersuchung ergab, dass bereits 75 Prozent der Zwei- bis Vierjährigen täglich mehr als 30 Minuten mit dem Smartphone spielen. Der Mini-Computer mit Telefonfunktion hat damit eine Sonderstellung: "Es ist das moderne Allzweckmesser, das man rund um die Uhr dabei hat und das überall einsetzbar ist", sagt Christian Montag von der Abteilung für Molekulare Psychologie an der Universität Ulm.

Langzeitfolgen

 

Verändert das die Menschen? Noch ist es zu kurz, um etwaige Langzeitfolgen zu sehen. Das Internet ist vor etwa 25 Jahren in den Alltag eingezogen, das Smartphone vor zehn Jahren – "das Phänomen ist noch so neu, dass größtenteils die Erfahrung fehlt", sagt Prim. Kurosch Yazdi. Der Psychiater leitet am Kepler Universitätsklinikum Linz eine Abteilung mit Schwerpunkt Suchtmedizin.

Studien zeigen diesbezüglich erste Ergebnisse, sagt der Psychologe Montag: "Es gibt erste empirische Hinweise, dass die problematische Nutzung mit Aufmerksamkeitsdefiziten und Empathie-Einschränkungen in Zusammenhang stehen." Bei kleinen Kindern verhindert der Non-stop-Blick ins Smartphone, Emotionen im Gesicht anderer zu lesen und zu deuten – auch von nahen Bezugspersonen. "Wenn diese Fähigkeit nicht ausreichend gelernt wird, könnte das zu sozial inkompetenteren Kindern führen." Fingerübungen mit technischen Geräten ersetzen häufig das Spiel im Freien – auch das könnte fatale Folgen haben, sagt Montag: "Herumtollen und mit anderen Kindern spielen, ist enorm wichtig für die Entwicklung von sozialen Kompetenzen und die Grobmotorik. Es ist bedeutend für die gesunde Reifung des Gehirns."

 

Die Affinität beginnt bereits bei den Eltern, die ständig mit dem Smartphone hantieren. "Kinder lernen am Modell und ahmen Erwachsene nach", betont Montag. Der deutsche Kinderpsychiater Michael Hinterhof spricht in einem Interview mit "Business Insider Deutschland" von ständiger Reizüberflutung – ein Teufelskreis. Denn oft wird erst wieder das Internet gewählt, um Kinder rasch zufrieden zu stellen. So entwickle sich aber keine Frustrationstoleranz – eine wichtige Fähigkeit, um im Alltag zu bestehen. Etwa, wenn das Kind nicht sofort das bekommt, was es will. "Je jünger ein Kind ist, desto mehr müssen die Eltern Einschränkungen aussprechen ", betont Yazdi. "Das ist eine Bringschuld der Eltern und gehört zum Erziehen." Ein Dreijähriger könne nicht selbst über seinen Schokoladekonsum entscheiden, ein Elfjähriger nicht über eine vernünftige tägliche Internet-Dosis. Bei Älteren sind andere Strategien gefragt: "Da geht es weniger um Einschränkungen als ums Schaffen von Bewusstsein, indem man miteinander darüber redet."

 

Zwölfjährige süchtig

 

Wenn die Smartphone-Nutzung zwanghaft wird oder man Angst hat, etwas zu verpassen ("fomo" – Fear of missing out), besteht das Risiko einer Suchtgefährdung.

Je nach Untersuchung sind drei bist fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen betroffen. Sie werden immer jünger, bemerkt Yazdi. "Früher hatten wir vor allem Studenten in der Klinik, heute kommen Zwölf- und 13-Jährige, die internet- und spielsüchtig sind." So richtig darauf eingestellt hat sich das Gesundheitssystem noch nicht. "Das Angebot ist weit unter dem Bedarf." Er fordert eine flächendeckende Versorgung – zumal das Problem eher größer als kleiner werden wird.

Die Grenze zur Sucht definiert Yazdi so: "Dort, wo normales Leben deutlich beeinträchtigt ist oder wo ich es nicht mehr ohne Leistungseinbußen schaffe." Gute Schüler sacken dann in der Schule ab, Lehrlinge verbocken Arbeitsstücke. Auch die sozialen Kontakte im Familien- und Freundeskreis nehmen ab, weil der Jugendliche stunden-, tage- oder gar nächtelang vor dem Computer sitzt und spielt.

Dazu kommt, dass den Betroffenen das Bewusstsein fehlt, ein Problem zu haben. "Für sie ist das normal – das Problem haben eher die anderen, also Eltern oder Lehrer." Das sind Mitgründe, warum die Behandlung der jugendlichen Internetsucht so schwierig ist. "Anders als Erwachsene spüren sie nicht, dass sich Suchtmechanismen aufbauen", erklärt Yazdi. "Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen einzelnen Süchten, die Mechanismen sind immer sehr ähnlich, egal ob Drogen-, Nikotin- oder eben Internetsucht. Es kommt zu klassischen Entzugserscheinungen wie massive Nervosität, Schlafstörungen, extreme innere Anspannung und Reizbarkeit."

Die Behandlung verläuft auf verschiedenen Ebenen – sofern die Betroffenen das wollen. In Gruppentherapien wird etwa erarbeitet, warum einem das Internet so wichtig ist oder wie ein Leben ohne aussehen könnte. Yazdi: "Es geht darum, einen Weg zur Internetnutzung zu finden, die nicht schadet. Es ganz aus dem Alltag zu verbannen, ist heutzutage unrealistisch." Das sieht auch Psychologe Montag so: "Abstinenz ist heute kein Ziel. Es muss Medienkompetenz erreicht werden, etwa, indem man Selbstregulationsfähigkeiten fördert."

 

Eltern haben nicht nur in der Vorbeugung und Erziehung, sondern auch in der Suchttherapie eine wichtige Rolle. "Je jünger das Kind, desto wichtiger der pädagogische Teil zu Hause", betont der Linzer Suchtexperte Yazdi. "Wir unterstützen die Eltern dabei, wie es funktionieren könnte." Es gibt am Uniklinikum eine Elterngruppe internetsüchtiger Kinder, die sich regelmäßig mit einem Psychotherapeuten trifft. "Es werden gemeinsam individuelle Lösungen erarbeitet. Die Eltern profitieren auch gegenseitig von Erfahrungen."

 

Mag. Ingrid Teufl – Kurier; Redakteurin im Ressort Lebensart.  

Schwerpunkt Gesundheit, Wellness, Lifestyle, Genuss.

Seit 1997 beim KURIER, Studium Geschichte/Publizistik, Germanistik, Politikwissenschaften [Mag.phil.]

Mag Menschen, Landschaften und Dinge, die gut tun, gut schmecken, gut riechen, neu sind.....und darüber schreiben.

44 (2017 - 07 - 05) Pressemitteilung

Strafe für den Weltmeister bestätigt

Tour ab heute

ohne Peter Sagan

 

Der Einspruch von Peter Sagans Rennstall gegen die Disqualifikation des Weltmeisters bei der Tour de France bleibt erfolglos. Bei dessen Opfer Mark Cavendish wird unterdessen ein Ellbogenbruch diagnostiziert. Der deutsche Radrennstall Bora-hansgrohe ist vor dem Radsportweltverband UCI abgeblitzt. Das Team hatte am Dienstag Einspruch gegen den Ausschluss von Weltmeister Peter Sagan bei der 104. Tour de France eingelegt. Sagan war von der Rennjury disqualifiziert worden, weil er im Finale der vierten Etappe in Vittel den Briten Mark Cavendish mit einem Ellbogencheck in die Absperrgitter gedrängt hatte.

43 (2017 - 06 - 27) Michael Paulwitz aus Stuttgart 

Sie fluten Europa

NGO (non-governmental organizations) als Menschenschleuser

 

Tarnbegriffe und Vernebelungswörter sind die propagandistische Begleitmusik der Masseneinwanderung aus Nord­afrika und dem Vorderen Orient nach Europa. „Flüchtlinge“ ist der am weitesten verbreitete dieser Lügentermini, die Europas Nationen gegenüber der anhaltenden Invasion moralisch entwaffnen und wehrlos machen sollen. „Nichtregierungsorganisationen“ (NRO, englisch NGO) ist ein weiteres dieser Wieselwörter, die die Öffentlichkeit systematisch über die Dimensionen dieser Völkerwanderung und die mit ihr verknüpften Interessenlagen täuschen.

 

Glaubt man der offiziösen Melodie, wie sie von Tagespresse, Staatsfunkern und den Einwanderungslobbyisten gesungen wird, sind „Sea Watch“, „Sea Eye“, „SOS Méditerranée“, „Ärzte ohne Grenzen“, „Jugend rettet“ und all die anderen Organisationen, die ganze Flotten von „Hilfsschiffen“ im Mittelmeer betreiben, selbstlose Helden, die sich mit der „unmenschlich“ abgeschotteten „Festung Europa“ anlegen, um „verzweifelte Menschen“ vor dem sicheren Tod bei der gefahrvollen „Flucht“ übers Mittelmeer zu „retten“.

Sprünge im Bild vom edlen Ritter

 

Das sentimentale Bild von den edlen Rittern hat inzwischen massive Sprünge bekommen. Die inflationäre Vermehrung der NRO-Rettungsflotten im südlichen Mittelmeer steht im direkten Zusammenhang mit dem Anschwellen der Migrantenströme. Mehr als 200.000 werden in diesem Jahr allein über Libyen kommen, deutlich mehr als noch 2016.

 

Haben NRO-Schiffe schon im Vorjahr rund ein Viertel der „Rettungseinsätze“ gefahren, sind es derzeit sogar ein Drittel. Daß die Mittelmeerroute den von den Anrainerstaaten erfolgreich gesperrten Balkanweg als neues Haupteinfallstor der illegalen Einwanderung nach Europa abgelöst hat, geht wesentlich auf das Wirken der „Nichtregierungsorganisationen“ zurück.

Hand in Hand mit kriminiellen Schleppern?

 

Faktisch besorgen diese als „humanitäre Schleuser“ längst ein Gutteil des kriminellen Geschäfts der organisierten Schlepperbanden. Mußten diese ihre menschliche Fracht anfangs noch in die Nähe der italienischen Küsten bringen, werden die Illegalen inzwischen direkt vor der libyschen Küste abgeholt. Das reduziert den Aufwand der örtlichen Schleuser, die ihre Kundschaft nur noch ein paar Meilen aufs Meer hinausbringen müssen, enorm und macht ihr Geschäft noch profitabler.

 

Der Verdacht, daß humanitäre NRO-Schleuser und kriminelle libysche Schlepper direkt Hand in Hand arbeiten und sich auch den Profit teilen, liegt da auf der Hand. Carmelo Zuccaro, der als Oberstaatsanwalt im sizilischen Catania einsam der NRO-Schleusermafia die Stirn bietet, hat ihn ebenso geäußert wie der Chef der Oppositionspartei „Fünf Sterne“, Beppe Grillo. Die libysche Küstenwache spricht von handfesten Beweisen, und auch die EU-Grenzschutzagentur Frontex unterstellt den „Wassertaxis“ der NRO „mögliche Komplizenschaft“.

 

Groteske Einwanderungspolitik der EU

 

Die Situation ist grotesk: Offiziell will die EU ihre Außengrenzen sichern und illegale Migration zu Land und zur See unterbinden. Sie nimmt einiges Geld in die Hand, um Libyen zu stabilisieren, damit der seit dem – von führenden EU-Mitgliedstaaten maßgeblich bewerkstelligte – Sturz von Diktator Gaddafi zusammengebrochene Grenzschutz an der Gegenküste wiederhergestellt werden kann. Gleichzeitig läßt die EU tatenlos und wohlwollend zu, daß von ihrem Gebiet aus operierende Organisationen die Bemühungen der libyschen Küstenwache zunichte machen, illegale Migranten zurückzuhalten und die Infrastruktur der Schleuser zu zerschlagen.

 

Der Widerspruch ist in der EU-Migrationspolitik selbst angelegt. Denn die betrachtet den Schutz der Außengrenzen vor illegaler Migration nur als eine ihrer Aufgaben. Daneben steht die Verpflichtung auf den „Schutz“ von Migranten und die Ermöglichung legaler Ansiedlung außereuropäischer Einwanderer im Rahmen des „Resettlement“.

Illegale Einwanderung letztlich legalisieren

 

Letzteres zielt darauf, illegale Einwanderung zu legalisieren; im Namen des „Schutzes“ werden Migranten nach wie vor im Rahmen offizieller EU-Missionen aus ihren Nußschalen geborgen und auf europäischen Boden gebracht, statt sie umgehend zurückzuführen. Die angeblichen „Nichtregierungsorganisationen“ können sich somit als Helfer und Vollstrecker dieses Regierungshandelns sehen; lediglich auf die heuchlerische Zerstörung leicht ersetzbarer Schlepperboote, während ihre Insassen auf deutschen und europäischen Marineschiffen kostenlos ans Ziel transportiert werden, verzichten sie gleich ganz.

 

Solange diese EU-Migrationsagenda nicht in Frage gestellt wird, ist der Grenzschutz-Aktionismus kaum mehr als Augenwischerei. Das muß sich auch der österreichische Außenminister Sebastian Kurz vorhalten lassen, der einerseits publikumswirksam die „Sperrung“ der Mittelmeerroute fordert, andererseits sich ganz im Sinne der Brüsseler Pläne für Ansiedlungsprogramme stark macht.

 

Kampf gegen Umtriebe der „Nichtregierungsorganisationen“

 

Das Beispiel Australiens zeigt, daß illegale Migration auf dem Seeweg sehr wohl wirksam unterbunden werden kann. Voraussetzung ist die Abschaffung der politischen Anreize, die Migranten veranlassen, sich auf den Weg nach Europa zu machen, viel Geld an Kriminelle zu bezahlen und sich in Lebensgefahr zu begeben: Sozialleistungen, die ein sorgenfreies Leben auf Staatskosten versprechen, staatliche und nichtstaatliche Transportgarantien und die Aussicht, nie wieder gehen zu müssen, wenn man es einmal geschafft hat.

 

Es ist an den Mitgliedstaaten, die Initiative zurückzugewinnen: indem sie sich, wie die mitteleuropäischen Visegrád-Staaten, konsequent der EU-Ansiedlungsagenda verweigern, und indem sie den humanitären Schleusern das Handwerk legen und ihren Nimbus demaskieren. Mit fünf Organisationen und sechs Schiffen sind deutsche NRO am stärksten im Mittelmeer präsent. Die deutsche Justiz sollte Oberstaatsanwalt Zuccaro in dessen Kampf gegen die Umtriebe der „Nichtregierungsorganisationen“ nicht länger alleine lassen.

 

JF 26/17

42 (2017 - 06 - 19) Steffen Munter 

Bad Essen: Mit dem Taxi zur Arbeit

Amt zahlt Syrer

1.300 Euro pro Monat

In Bad Essen, Landkreis Osnabrück, wird ein Flüchtling mit dem Taxi zur 15 Kilometer entfernten neuen Arbeitsstelle gefahren, für 1.300 Euro im Monat. Die Busverbindung ist für einen Drei-Schichtler schlecht. Mit dem Fahrrad zu fahren, wird ihm von Amtsseite offenbar nicht zugemutet. Vor einigen Tagen starb in Berlin ein Radfahrer, weil er gegen eine Porschetür kracht. Der Berliner war auf dem Heimweg von der Spätschicht. Seit 25 Jahren fuhr er die Strecke, 14 Kilometer hin, 14 Kilometer zurück. Was ist zumutbar, was nicht?

 

Die "Neue Osnabrücker Zeitung kommentiert: „Das kennt man sonst nur von Topmanagern, deren Dienstwagen zur Reparatur ist.“

 

Doch worum geht es: Die Jobvermittlung des Landkreises Osnabrück zahlt einem syrischen Flüchtling aus Bad Essen die Fahrtkosten zum vermittelten Vollzeitjob. Seit dem 29. Mai fährt der Mann die Strecke von rund 15 Kilometern von seiner Unterkunft bis zur Firma in Ostercappeln-Venne mit dem Taxi.

Monatlich kommen so bis zu 1.300 Euro zusammen, wie Kimberly Lübbersmann, Sprecherin des Bereichs Wirtschaft und Arbeit des Landkreis Osnabrück auf Anfrage der "NOZ" mitteilte.

 

Eine Frage der Zumutbarkeit

 

Die Maßarbeit (kommunale Arbeitsvermittlung des Landkreises) prüfe bei der Arbeitsaufnahme jedes Bewerbers, ob eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Fahrrad „zumutbar“ sei. Habe ein Bewerber keinen Führerschein oder gebe es keine „zumutbare“ Busanbindung, werde auch eine kurzfristige Taxinutzung in Erwägung gezogen.

 
„Da er in einem Drei-Schicht-Rotationssystem eingesetzt wird und die Zeiten nur unzureichend mit den öffentlichen Verkehrsmitteln abgedeckt werden, wird für die ersten drei Monate die Beförderung durch ein Taxiunternehmen sichergestellt.“
(Kinberly Lübbersmann, Landkreis Osnabrück)
 

Schlechte Busverbindung

 

Konkret arbeite der Mann in den Zeiten von 5 bis 13 Uhr zur Frühschicht, 13 bis 21 Uhr in der Spätschicht und zur Nachtschicht von 21 bis 5 Uhr.

Die Busse von Bad Essen nach Venne fahren in der Gegend in etwa zwischen 5.30 Uhr und 20.30 Uhr. Die Hinfahrt der Frühschicht, die Rückfahrt der Spätschicht und die gesamte Nachtschicht dürften damit nicht realisierbar sein.

Was bleibt: Sich mit Kollegen arrangieren und Führerschein machen. Bis dahin muss der Mann mit dem Bus, bzw. wenn dieser nicht mehr oder noch nicht fährt, mit dem Taxi fahren.

Radfahren zumutbar?

 

Eine weitere Option wäre das Fahrrad. Eine Fahrradfahrt auf dieser 15-Kilometer-Strecke ist in unter einer Stunde zu leisten und verläuft prinzipiell immer geradeaus über die B65 und die B218.

Ist das zumutbar? Vielleicht, vielleicht nicht. Jedoch ist es möglich, wie ein tragisches Beispiel der letzten Tage zeigt.

In der Dienstagnacht gegen 23 Uhr erunglückte in Berlin ein Fahrradfahrer, als er mit seinem Rad gegen die plötzlich geöffnete Fahrertür eines im absoluten Halteverbot und auf dem Radweg parkenden Porsche Cayenne eines saudi-arabischen Diplomaten prallte. Am Mittwochmittag starb der Mann im Krankenhaus.

 

41 (2017 - 06 - 07) Gerd R. Rueger 

Wählen die Bilderberger 2017 Schäubles Nachfolger?

Die westlichen

Machteliten treffen sich derzeit in den USA 

 

Chantilly (USA). Zur jährlichen Bilderberg-Konferenz hinter verschlossenen Türen findet, wie man vermuten darf, eine Casting-Show der besonderen Art statt: Polit-Nachwuchs defiliert vor den Mächtigen aus Finanzwelt (Goldman Sachs & Co) und Deep State, um sich für künftige Neubesetzungen zu bewerben. 

Den Dieter Bohlen gibt Bilderberger-Urgestein Henry Kissinger, der als Nestor US-amerikanischer Geopolitik zum Gesicht des Deep State der Westoligarchen geworden ist (soweit man bei einer gesichtslosen Machtelite in Plutokratien davon sprechen kann). Als heißer Tipp für Schäubles Nachfolge gilt übrigens -nach seiner Einladung nun- Jens Spahn (CDU).

Wichtig ist den westlichen Machteliten ihre Herrschaft über die Medien, denn damit beherrschen sie die Köpfe der Menschen und manipulieren den Ausgang von (mit dieser Einschränkung eben) demokratischen Wahlen. Ausnahmen wie eine legendäre Sendung von Die Anstalt bestätigen die Regel -die Medien schweigen danach einfach eisern weiter. Wie sagte doch einst SPD-Finanzminister Steinbrück in entlarvender Dämlichkeit? Steinbrück: „Transparenz gibt es nur in Diktaturen“.

 

Und wie wird man eigentlich zu dieser illustren Geheimkonferenz eingeladen? Durch ihre Drahtzieher in Macht- und Medieneliten: 2012 plauderte der Grünen-Politiker und Bilderberger-Profiteuer Jürgen Trittin aus, dass ihn Pressemann Matthias Nass („Die Zeit“) zur Bilderberg-Konferenz in Chantilly 2012 eingeladen hatte. Gruner+Jahr, ZEIT und Burda sind die Medien-Connections der Bilderberger in Deutschland.

 

Goldman Sachs & Friends


An der aktuellen Bilderberg-Konferenz nehmen aus Deutschland neben Pressemann Mathias Döpfner (Springer/BILD/Welt) die Bosse aus Finanz- und Industrie-Elite Paul Achleitner (Deutsche Bank) Oliver Bäte (Allianz), Carsten Engeter (Dt.Börse AG), Werner Baumann (Bayer), Thomas Enders (Airbus) und die mehr durch ihr Liebesleben bekannte Milliardärin Susanne Klatten (Skion) teil. Mit dabei sind auch Gewerkschaftsboss Frank Bsirske (Ver.di) und Finanz-Staatssekretär Jens Spahn (CDU).

Wenn sie den Casting-Catwalk erfolgreich bewältigen, sehen wir hier vielleicht Schäubles Nachfolger als Finanzminister und EU-Totspar-Kommissar, sowie den künftigen Bundesarbeitsminister (sofern die SPD weiter an der Macht klebt). Es lohnt sich eben, wenn eine Gewerkschaft grassierende Niedriglöhnerei zulässt und durch Streikscheu ihr Herz für die Geldelite zeigt. Kissinger wirds freuen, ärgern wird ihn die Wikileaks-Datenbank, die seine Verbrechen aufklären will.

Goldman Sachs vertritt kein Geringerer als José Barroso (einst Bilderbergers Mann in Brüssel), neben Firmenbossen wie David Rubenstein (Carlyle), dem deutschstämmigen Milliardär Peter Thiel und vielen anderen. Das Handelsblatt beschwerte sich, „Kritiker“ würden der Bilderberg-Konferenz vorwerfen, einen „angeblich gewaltigen Einfluss auf Politik und Wirtschaft außerhalb des demokratischen Meinungsbildungskongress“ auszuüben. Wie kommen diese Kritiker nur darauf?

Der in der Protestszene, so das empörte Handelsblatt, populäre Buchautor („Drahtzieher der Macht: Die Bilderberger“) Gerhard Wisnewski spricht von einer „Verschwörung der Spitzen von Wirtschaft, Politik und Medien.“ Wie kann man nur auf so abwegige Ideen kommen, wenn die Mächtigen sich heimlich versammeln, um unser aller Schicksal in ihre vom Geldzählen ganz schwieligen Hände nehmen? Reiche und Superreiche kamen (mit ihrem Neid und Geiz, den sie dann anderen unterstellen) jedoch nicht immer so glänzend weg, wie in den Bilderberger-Medien.

Ehrengast ist der „Held von Kiew“, Ex-CIA-Boss John Brennan, der den immer noch tobenden Krieg in der Ukraine „begleitete“. Entspannung mit Moskau wird dann wohl eher nicht zu den Zielen gehören, wie deutsche Industrielle traurig ob entgangener Handelsprofite einsehen müssen.

 

Teilnehmer aus deutschen Landen 2017

 

Achleitner, Paul M., Aufsichtsratboss, Deutsche Bank AG

Bäte, Oliver, Chef, Allianz SE

Baumann, Werner, Boss, Bayer AG

Bsirske, Frank, GewerkschaftsbossVerdi

Döpfner, Mathias, Chef, Axel Springer SE

Kengeter, Carsten, Chef, Deutsche Börse AG

Klatten, Susanne, Managing Director, SKion GmbH

Spahn, Jens (CDU), Finanz-Staatssekretär

 

Bilderberg 2017 Themenliste

 

Etwas zum Lachen am Rande: Bildeberger-Website-FAQ: Mit solch hochkarätigen Gästen, warum gibt es so wenig Berichterstattung über Bilderberg? (Diese Frage wird denen wohl sehr oft gestellt)

 

Bilderberg-Treffen haben nie eine öffentliche Aufmerksamkeit angestrebt. Eine jährliche Pressekonferenz am Vorabend des Treffens fand mehrere Jahrzehnte bis in die neunziger Jahre statt, wurde aber wegen mangelnder Interessenten gestoppt. Die Teilnehmerliste, die wichtigsten Themen und der Ort werden jedoch immer ein paar Tage vor jeder Tagung veröffentlicht. (Diese Pressekonferenz darf man wohl im Reich der Märchen vermuten, Mitteilungen sollen tatsächlich irgendwann verschickt worden sein, aber erst nach dem Treffen und ganz schlau, wie es sich für eine Elite gehört, rückdatiert auf vorher.)


 

Gerd R. Rueger, Jahrgang 1972. Geboren in Frankfurt am Main als Sohn einer Tunesierin und eines dt. Arztes, aufgewachsen in Frankfurt und Tunis. Ausbildung zum Fernmeldetechniker bei der Deutschen Bundespost. Studium der Soziologie, Politik, Geschichte und Kulturwissenschaft in Münster, Berlin und Tunis. Arbeitsgebiete: Orientalistik, Technik- und Medizingeschichte, Power Structure Research, Wissenssoziologie, Netzpolitik, WikiLeaks, Whistleblower. Blogger u.a. bei The Intelligence, Le Bohemien. Buchpublikationen: "Julian Assange -Die Zerstörung von WikiLeaks? Anonymous..." und "Cholera und Kommunikation".

http://berlinergazette.de/author/gerd-r-rueger/

40 (2017 - 05 - 19) Ingrid Ansari  

Sag Deine Meinung, Du darfst, verdammt noch mal, Du darfst!

Hamed Abdel-Samad erklärt uns die Meinungsfreiheit

 

Die Welt scheint sich schleichend mit immer mehr „Populisten“ zu bevölkern. „Populismus“ ist ein schillernder Begriff, der mit ganz unterschiedlichen politischen Richtungen und Zielsetzungen einhergehen kann. Inzwischen hat er sich im politisch korrekten Raum jedoch als Schimpfwort etabliert, das wir uns Tag für Tag – zusammen mit vielen anderen Floskeln – um die Ohren schlagen lassen müssen und das mit dem Adjektiv „rechts“ wie ein siamesischer Zwilling untrennbar verbunden zu sein scheint. „Rechts, rechtspopulistisch, rechtsradikal, rechtsextrem,“ – da ist es nur ein Schritt bis hin zu den Dumpfbacken mit „einfachen Antworten“, von Frank-Walter Steinmeier auch als „geistige Brandstifter“ bezeichnet, denen „wir uns mit aller Vehemenz entgegenstellen“ müssen. Denn das „wir“ bezieht sich nicht mehr auf alle, die hier leben.


Ausgrenzung


Man geht mit „denen“ doch nicht in eine Talkshow: Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat es vorgemacht; andere sind ihr gefolgt. Und erst am Donnerstag (11. Mai) ist vor der Sendung mit Maybrit Illner ein Streit wie im Kindergarten um „wer mit wem“ und „wer neben wem“ entbrannt. Lieber setzt man sich mit einer vollverschleierten Salafistin oder mit Erdogan-Verteidigern an einen Tisch und hört sich – meist ohne merkliche Empörung – deren radikale Thesen an. Wenigstens Julia Klöckner scheint schon im Erwachsenen-Alter angekommen zu sein, wenn sie uns wissen lässt: „Solange ein politischer Gegner zu Wahlen zugelassen wird und nicht verboten ist, müssen wir uns ihm öffentlich stellen und zwar mit Argumenten.“ – Nach der Wahl im Saarland war weder in der „Berliner Runde“ noch bei Anne Will die AfD vertreten. Dafür zweimal die Grünen, die die 5%-Hürde nicht geschafft hatten. Dasselbe jetzt nach der NRW-Wahl – kein Vertreter der AfD in den Runden.


In seiner Amtszeit als Außenminister hat sich Frank-Walter Steinmeier einen ganz erstaunlichen Pöbel-Wortschatz angeeignet. Im Rahmen einer Fragestunde in Rostock im August letzten Jahres blickt er mit großer Sorge auf „das Ungeheuer des Nationalismus“, das sich weltweit ausbreite. „Hassprediger“ wie Präsident Trump (dem zur Wahl zu gratulieren er nicht für nötig hielt) und „die Verantwortlichen des Brexit und die AfD“ vereine, dass sie mit den Ängsten der Menschen Politik machten. Dies sei ein „Brandsatz für die Gesellschaft“, dessen Feuer womöglich Flüchtlingsheime in Brand setze. Mit Blick auf die AfD und die bevorstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sagte der inzwischen höchste Repräsentant Deutschlands: „Diesen Brandsatz kann man, den muss man in der Wahlkabine löschen.“ – Herr Steinmeier, würden Sie uns bitte einmal erklären, wie man das macht – den Brandsatz in der Wahlkabine löschen? Jedenfalls klingt das verdächtig nach den von Frau von der Leyen wieder hoffähig gemachten „Säuberungen“. In diesem Zusammenhang kann man den oft angefügten Ausspruch, man müsse die „Sorgen und Bedenken der Bürger ernst nehmen“, doch nur noch als reinen Hohn empfinden.

 

Der Aufklärer


Ist es so weit gekommen, das uns erst ein gebürtiger Ägypter die Demokratie neu erklären muss? Hamed Abdel-Samad, ein freier Geist im Sinne der Aufklärung, der sich von niemandem vereinnahmen lassen will, bei seinem Auftritt bei der AfD in Dachau: „Ich bin hierhergekommen, weil ich viel von der Meinungsfreiheit halte.[…] Heute ist die traurigste Lesung, die ich je in diesem Land hatte.“ Protestierende, die vor dem Veranstaltungsgebäude mit „Hau ab“ und schlimmeren Zurufen eine „Mahnwache“ abhielten, hatten ihn als „Faschisten“ diffamiert und ihm den Mittelfinger gezeigt. Er habe daraufhin versucht, mit den Menschen in einen Dialog zu treten, um ihre Anliegen kennenzulernen, doch die, die dazu bereit gewesen seien, hätten aggressiven Scharfmachern weichen müssen. Der politisch korrekte Ulrich Kienzle wollte ihm das bei Lanz nicht zugestehen.


Die AfD bezeichnet Abdel-Samad als eine rechtskonservative Partei mit Positionen, die man kritisieren kann. Was aber spreche dagegen, fährt er fort, dass er seine Botschaft uneingeschränkt jeder zugelassenen Partei, die ihn einlade, vortrage. Menschen, die sich durch die AfD angesprochen fühlten, seien Teil der Gesellschaft. Wenn man etwas ändern wolle, könne man das nur in einem mit Respekt geführten Meinungsaustausch tun. Indem man ganze Menschengruppen diffamiere und unter Druck setze, könne man nichts erreichen: schon lange eine grundlegende Erkenntnis zum Verständnis der Psyche des Menschen.

 

Demokratie-Rezession


Die sogenannten Populisten sind nicht aus dem Nichts gekommen. Sie sind die natürliche Konsequenz, wenn sich die Bürger von der Politik übergangen fühlen, wenn demokratische Prozesse nicht mehr funktionieren, wie es besonders seit der Öffnung der Grenzen und den dramatischen Folgen auch dem Letzten schockartig spürbar und sichtbar werden musste. Ordnung und Sicherheit können von den Verursachern der Krise nicht mehr aufrecht erhalten werden und erzeugen Ängste, die die Politik dann den Bürgern vorhält wie einen Makel, den man bekämpfen muss. „Demokratien scheitern, wenn das Volk den Glauben an sie verliert“, so der Politikwissenschaftler und Standford-Professor Larry Jay Diamond, der von einer weltweiten Demokratie-Rezession spricht. Korruption und Vorteilsdenken von Konzernen, Lobbyisten und Politik sind überall auf dem Vormarsch.


Warum sollte sich der Bürger mit einer Zuschauerrolle anfreunden, wenn über seinen Kopf hinweg für ihn lebenswichtige Entscheidungen wie undurchschaubare EU-Rettungsaktionen, Verschuldungen und andere Risiken wie – um nur ein Beispiel zu nennen – der ESM-Vertrag, von der Mehrheit der Abgeordneten abgenickte Auslandseinsätze der Bundeswehr u.ä. getroffen wurden und werden. Die Fortsetzung der Masseneinwanderung illegaler Migranten und ihrer nachfolgenden Familien findet inzwischen verdeckt statt. Trotz beständiger Warnungen aufgeklärter Muslime hofiert und stärkt die Politik weiter die Islamverbände, die nur einen geringen Prozentsatz der Gläubigen vertreten und die moderaten schon Integrierten unter Druck setzen.

All dies wird von den Meinungsführer-Medien weitgehend gestützt und begleitet. Statt einen Schutzraum für freie Meinungsäußerung und Konsensfindung zu bieten, werden abweichende Meinungen stigmatisiert. Politiker und Lobbyisten, die Interessen bedienen, die der Gesellschaft nicht zugutekommen, werden dann zu Moralaposteln, die versuchen, den Bürgern ins Gewissen zu reden. Eigentlich eine klar durchschaubare Taktik. Doch nur wenige wagen den öffentlichen Widerspruch, die meisten lassen sich von der Presse vernebeln.

 

Erschütterung alter Gewissheiten

 

In den 70er Jahren etwa begann man den Tag, ohne groß darüber nachzudenken, was morgen sein könnte. Man musste sich auch nicht ständig mit Politik beschäftigen. Ordnung und Sicherheit schienen gewährleistet. Man wusste meistens, wen man wählen wollte, empfand sich mehr oder weniger in Übereinstimmung mit den Entscheidungen seiner Partei, wusste, wofür sie stand, und fühlte sich eingebettet in ein Gemeinwesen. Die europäischen Nationalstaaten wurden noch nicht von vereinzelten individualistischen Gruppierungen bewohnt, waren weniger pluralistisch, aber die Menschen konnten sich ungeachtet aller Unterschiede als gleichwertige Staatsbürger empfinden. Im Osten Deutschlands ist davon übrigens noch mehr als im Westen erhalten geblieben.

 

Diese alten Gewissheiten sind erschüttert, die sozialen Milieus und die Familienstrukturen aufgelöst, die überkommenen Ordnungen zerfallen. Von den immer wieder propagierten Vorteilen der Globalisierung profitieren nur die Eliten. Die Entstehung supranationaler Strukturen machen heimatlos, stellen den sozialen Frieden in Frage und vergrößern beständig die Kluft zwischen Arm und Reich. Der Sozialstaat ist nun mal ein Produkt des Nationalstaates. Zerfällt dieser, ist auch der Sozialstaat in Gefahr. Aus Gewohnheit wählt man vielleicht noch seine frühere Partei, obgleich sie sich kaum noch von den meisten anderen unterscheidet. Viele fühlen sich von einer wirklichkeitsfernen Elite fremdgesteuert, die sich liberal gibt, aber alle gering schätzt, die die Welt anders sehen als sie. Wer für uns die Entscheidungen trifft, kann man nicht mehr ausmachen. Der Bürger ist zu einem entwurzelten Individuum ohne Bindung an eine lebendige, gewachsene Gemeinschaft geworden.

 

Jemand, der sich nicht der politischen Korrektheit unterwerfen will, deren Sprache er als leer und inhaltslos erkennt, der nicht resignieren oder sich ducken will, lehnt sich naturgemäß auf. Er sieht, was für eine ewig dasselbe daher leiernde, humorlose, geistlose und eindimensionale, moralisierende Eliten-Riege heute an der Spitze steht. Eine Elite, die den Balken im eigenen Auge nicht sehen will. Die ihre gesellschaftliche Aufgabe darin sieht, sich um Randgruppen zu kümmern, die im Alltag der meisten Menschen nicht vorkommen.

 

Zum Schluss noch einmal Hamed Abdel-Samad. „Ich habe das Gefühl, dass eine Meinung in Deutschland nur willkommen ist, wenn sie belanglos ist. Wenn sie nichts verändern will. Oder wenn sie in den Konsens, in den Mainstream hineinpasst. Dann ist sie willkommen. Dann ist sie hilfreich. Alles andere muss man abstellen. Und viele Deutsche nehmen ihre eigene Meinung nicht so ernst. Sie müssen sie immer am Ende abschwächen: ‚Ich mein‘ ja nur‘, sagen sie. ‚Das ist nur meine Meinung‘, oder ‚Wenn ich das so sagen darf.‘ – Du darfst, verdammt noch mal, du darfst!“

 

Gefunden bei Tichys Einblick

 

Ingrid Ansari: Nach dem Abitur in Oldenburg einjährige Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. Anschließend: Studium zur Übersetzerin (Englisch-Französisch) mit Diplom-Abschluss am Auslands- und Dolmetscherinstitut der Universität Mainz in Germersheim. Fast vierzig Jahre lang – bis zur Pensionierung – Tätigkeit am Goethe-Institut e. V. mit Schwerpunkt “Deutsch als Fremdsprache”. Kulturarbeit und Hinführung von Studenten aus aller Welt zu den verschiedenen Sprachabschlüssen.

Mi                 22.11.2017 

Nr.            2.585 - 1.282

Aktualisierung:        16:30

Übrigens,

 

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