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44 (2017 - 07 - 05) Pressemitteilung

Strafe für den Weltmeister bestätigt

Tour ab heute

ohne Peter Sagan

 

Der Einspruch von Peter Sagans Rennstall gegen die Disqualifikation des Weltmeisters bei der Tour de France bleibt erfolglos. Bei dessen Opfer Mark Cavendish wird unterdessen ein Ellbogenbruch diagnostiziert. Der deutsche Radrennstall Bora-hansgrohe ist vor dem Radsportweltverband UCI abgeblitzt. Das Team hatte am Dienstag Einspruch gegen den Ausschluss von Weltmeister Peter Sagan bei der 104. Tour de France eingelegt. Sagan war von der Rennjury disqualifiziert worden, weil er im Finale der vierten Etappe in Vittel den Briten Mark Cavendish mit einem Ellbogencheck in die Absperrgitter gedrängt hatte.

43 (2017 - 06 - 27) Michael Paulwitz aus Stuttgart 

Sie fluten Europa

NGO (non-governmental organizations) als Menschenschleuser

 

Tarnbegriffe und Vernebelungswörter sind die propagandistische Begleitmusik der Masseneinwanderung aus Nord­afrika und dem Vorderen Orient nach Europa. „Flüchtlinge“ ist der am weitesten verbreitete dieser Lügentermini, die Europas Nationen gegenüber der anhaltenden Invasion moralisch entwaffnen und wehrlos machen sollen. „Nichtregierungsorganisationen“ (NRO, englisch NGO) ist ein weiteres dieser Wieselwörter, die die Öffentlichkeit systematisch über die Dimensionen dieser Völkerwanderung und die mit ihr verknüpften Interessenlagen täuschen.

 

Glaubt man der offiziösen Melodie, wie sie von Tagespresse, Staatsfunkern und den Einwanderungslobbyisten gesungen wird, sind „Sea Watch“, „Sea Eye“, „SOS Méditerranée“, „Ärzte ohne Grenzen“, „Jugend rettet“ und all die anderen Organisationen, die ganze Flotten von „Hilfsschiffen“ im Mittelmeer betreiben, selbstlose Helden, die sich mit der „unmenschlich“ abgeschotteten „Festung Europa“ anlegen, um „verzweifelte Menschen“ vor dem sicheren Tod bei der gefahrvollen „Flucht“ übers Mittelmeer zu „retten“.

Sprünge im Bild vom edlen Ritter

 

Das sentimentale Bild von den edlen Rittern hat inzwischen massive Sprünge bekommen. Die inflationäre Vermehrung der NRO-Rettungsflotten im südlichen Mittelmeer steht im direkten Zusammenhang mit dem Anschwellen der Migrantenströme. Mehr als 200.000 werden in diesem Jahr allein über Libyen kommen, deutlich mehr als noch 2016.

 

Haben NRO-Schiffe schon im Vorjahr rund ein Viertel der „Rettungseinsätze“ gefahren, sind es derzeit sogar ein Drittel. Daß die Mittelmeerroute den von den Anrainerstaaten erfolgreich gesperrten Balkanweg als neues Haupteinfallstor der illegalen Einwanderung nach Europa abgelöst hat, geht wesentlich auf das Wirken der „Nichtregierungsorganisationen“ zurück.

Hand in Hand mit kriminiellen Schleppern?

 

Faktisch besorgen diese als „humanitäre Schleuser“ längst ein Gutteil des kriminellen Geschäfts der organisierten Schlepperbanden. Mußten diese ihre menschliche Fracht anfangs noch in die Nähe der italienischen Küsten bringen, werden die Illegalen inzwischen direkt vor der libyschen Küste abgeholt. Das reduziert den Aufwand der örtlichen Schleuser, die ihre Kundschaft nur noch ein paar Meilen aufs Meer hinausbringen müssen, enorm und macht ihr Geschäft noch profitabler.

 

Der Verdacht, daß humanitäre NRO-Schleuser und kriminelle libysche Schlepper direkt Hand in Hand arbeiten und sich auch den Profit teilen, liegt da auf der Hand. Carmelo Zuccaro, der als Oberstaatsanwalt im sizilischen Catania einsam der NRO-Schleusermafia die Stirn bietet, hat ihn ebenso geäußert wie der Chef der Oppositionspartei „Fünf Sterne“, Beppe Grillo. Die libysche Küstenwache spricht von handfesten Beweisen, und auch die EU-Grenzschutzagentur Frontex unterstellt den „Wassertaxis“ der NRO „mögliche Komplizenschaft“.

 

Groteske Einwanderungspolitik der EU

 

Die Situation ist grotesk: Offiziell will die EU ihre Außengrenzen sichern und illegale Migration zu Land und zur See unterbinden. Sie nimmt einiges Geld in die Hand, um Libyen zu stabilisieren, damit der seit dem – von führenden EU-Mitgliedstaaten maßgeblich bewerkstelligte – Sturz von Diktator Gaddafi zusammengebrochene Grenzschutz an der Gegenküste wiederhergestellt werden kann. Gleichzeitig läßt die EU tatenlos und wohlwollend zu, daß von ihrem Gebiet aus operierende Organisationen die Bemühungen der libyschen Küstenwache zunichte machen, illegale Migranten zurückzuhalten und die Infrastruktur der Schleuser zu zerschlagen.

 

Der Widerspruch ist in der EU-Migrationspolitik selbst angelegt. Denn die betrachtet den Schutz der Außengrenzen vor illegaler Migration nur als eine ihrer Aufgaben. Daneben steht die Verpflichtung auf den „Schutz“ von Migranten und die Ermöglichung legaler Ansiedlung außereuropäischer Einwanderer im Rahmen des „Resettlement“.

Illegale Einwanderung letztlich legalisieren

 

Letzteres zielt darauf, illegale Einwanderung zu legalisieren; im Namen des „Schutzes“ werden Migranten nach wie vor im Rahmen offizieller EU-Missionen aus ihren Nußschalen geborgen und auf europäischen Boden gebracht, statt sie umgehend zurückzuführen. Die angeblichen „Nichtregierungsorganisationen“ können sich somit als Helfer und Vollstrecker dieses Regierungshandelns sehen; lediglich auf die heuchlerische Zerstörung leicht ersetzbarer Schlepperboote, während ihre Insassen auf deutschen und europäischen Marineschiffen kostenlos ans Ziel transportiert werden, verzichten sie gleich ganz.

 

Solange diese EU-Migrationsagenda nicht in Frage gestellt wird, ist der Grenzschutz-Aktionismus kaum mehr als Augenwischerei. Das muß sich auch der österreichische Außenminister Sebastian Kurz vorhalten lassen, der einerseits publikumswirksam die „Sperrung“ der Mittelmeerroute fordert, andererseits sich ganz im Sinne der Brüsseler Pläne für Ansiedlungsprogramme stark macht.

 

Kampf gegen Umtriebe der „Nichtregierungsorganisationen“

 

Das Beispiel Australiens zeigt, daß illegale Migration auf dem Seeweg sehr wohl wirksam unterbunden werden kann. Voraussetzung ist die Abschaffung der politischen Anreize, die Migranten veranlassen, sich auf den Weg nach Europa zu machen, viel Geld an Kriminelle zu bezahlen und sich in Lebensgefahr zu begeben: Sozialleistungen, die ein sorgenfreies Leben auf Staatskosten versprechen, staatliche und nichtstaatliche Transportgarantien und die Aussicht, nie wieder gehen zu müssen, wenn man es einmal geschafft hat.

 

Es ist an den Mitgliedstaaten, die Initiative zurückzugewinnen: indem sie sich, wie die mitteleuropäischen Visegrád-Staaten, konsequent der EU-Ansiedlungsagenda verweigern, und indem sie den humanitären Schleusern das Handwerk legen und ihren Nimbus demaskieren. Mit fünf Organisationen und sechs Schiffen sind deutsche NRO am stärksten im Mittelmeer präsent. Die deutsche Justiz sollte Oberstaatsanwalt Zuccaro in dessen Kampf gegen die Umtriebe der „Nichtregierungsorganisationen“ nicht länger alleine lassen.

 

JF 26/17

42 (2017 - 06 - 19) Steffen Munter 

Bad Essen: Mit dem Taxi zur Arbeit

Amt zahlt Syrer

1.300 Euro pro Monat

In Bad Essen, Landkreis Osnabrück, wird ein Flüchtling mit dem Taxi zur 15 Kilometer entfernten neuen Arbeitsstelle gefahren, für 1.300 Euro im Monat. Die Busverbindung ist für einen Drei-Schichtler schlecht. Mit dem Fahrrad zu fahren, wird ihm von Amtsseite offenbar nicht zugemutet. Vor einigen Tagen starb in Berlin ein Radfahrer, weil er gegen eine Porschetür kracht. Der Berliner war auf dem Heimweg von der Spätschicht. Seit 25 Jahren fuhr er die Strecke, 14 Kilometer hin, 14 Kilometer zurück. Was ist zumutbar, was nicht?

 

Die "Neue Osnabrücker Zeitung kommentiert: „Das kennt man sonst nur von Topmanagern, deren Dienstwagen zur Reparatur ist.“

 

Doch worum geht es: Die Jobvermittlung des Landkreises Osnabrück zahlt einem syrischen Flüchtling aus Bad Essen die Fahrtkosten zum vermittelten Vollzeitjob. Seit dem 29. Mai fährt der Mann die Strecke von rund 15 Kilometern von seiner Unterkunft bis zur Firma in Ostercappeln-Venne mit dem Taxi.

Monatlich kommen so bis zu 1.300 Euro zusammen, wie Kimberly Lübbersmann, Sprecherin des Bereichs Wirtschaft und Arbeit des Landkreis Osnabrück auf Anfrage der "NOZ" mitteilte.

 

Eine Frage der Zumutbarkeit

 

Die Maßarbeit (kommunale Arbeitsvermittlung des Landkreises) prüfe bei der Arbeitsaufnahme jedes Bewerbers, ob eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Fahrrad „zumutbar“ sei. Habe ein Bewerber keinen Führerschein oder gebe es keine „zumutbare“ Busanbindung, werde auch eine kurzfristige Taxinutzung in Erwägung gezogen.

 
„Da er in einem Drei-Schicht-Rotationssystem eingesetzt wird und die Zeiten nur unzureichend mit den öffentlichen Verkehrsmitteln abgedeckt werden, wird für die ersten drei Monate die Beförderung durch ein Taxiunternehmen sichergestellt.“
(Kinberly Lübbersmann, Landkreis Osnabrück)
 

Schlechte Busverbindung

 

Konkret arbeite der Mann in den Zeiten von 5 bis 13 Uhr zur Frühschicht, 13 bis 21 Uhr in der Spätschicht und zur Nachtschicht von 21 bis 5 Uhr.

Die Busse von Bad Essen nach Venne fahren in der Gegend in etwa zwischen 5.30 Uhr und 20.30 Uhr. Die Hinfahrt der Frühschicht, die Rückfahrt der Spätschicht und die gesamte Nachtschicht dürften damit nicht realisierbar sein.

Was bleibt: Sich mit Kollegen arrangieren und Führerschein machen. Bis dahin muss der Mann mit dem Bus, bzw. wenn dieser nicht mehr oder noch nicht fährt, mit dem Taxi fahren.

Radfahren zumutbar?

 

Eine weitere Option wäre das Fahrrad. Eine Fahrradfahrt auf dieser 15-Kilometer-Strecke ist in unter einer Stunde zu leisten und verläuft prinzipiell immer geradeaus über die B65 und die B218.

Ist das zumutbar? Vielleicht, vielleicht nicht. Jedoch ist es möglich, wie ein tragisches Beispiel der letzten Tage zeigt.

In der Dienstagnacht gegen 23 Uhr erunglückte in Berlin ein Fahrradfahrer, als er mit seinem Rad gegen die plötzlich geöffnete Fahrertür eines im absoluten Halteverbot und auf dem Radweg parkenden Porsche Cayenne eines saudi-arabischen Diplomaten prallte. Am Mittwochmittag starb der Mann im Krankenhaus.

 

41 (2017 - 06 - 07) Gerd R. Rueger 

Wählen die Bilderberger 2017 Schäubles Nachfolger?

Die westlichen

Machteliten treffen sich derzeit in den USA 

 

Chantilly (USA). Zur jährlichen Bilderberg-Konferenz hinter verschlossenen Türen findet, wie man vermuten darf, eine Casting-Show der besonderen Art statt: Polit-Nachwuchs defiliert vor den Mächtigen aus Finanzwelt (Goldman Sachs & Co) und Deep State, um sich für künftige Neubesetzungen zu bewerben. 

Den Dieter Bohlen gibt Bilderberger-Urgestein Henry Kissinger, der als Nestor US-amerikanischer Geopolitik zum Gesicht des Deep State der Westoligarchen geworden ist (soweit man bei einer gesichtslosen Machtelite in Plutokratien davon sprechen kann). Als heißer Tipp für Schäubles Nachfolge gilt übrigens -nach seiner Einladung nun- Jens Spahn (CDU).

Wichtig ist den westlichen Machteliten ihre Herrschaft über die Medien, denn damit beherrschen sie die Köpfe der Menschen und manipulieren den Ausgang von (mit dieser Einschränkung eben) demokratischen Wahlen. Ausnahmen wie eine legendäre Sendung von Die Anstalt bestätigen die Regel -die Medien schweigen danach einfach eisern weiter. Wie sagte doch einst SPD-Finanzminister Steinbrück in entlarvender Dämlichkeit? Steinbrück: „Transparenz gibt es nur in Diktaturen“.

 

Und wie wird man eigentlich zu dieser illustren Geheimkonferenz eingeladen? Durch ihre Drahtzieher in Macht- und Medieneliten: 2012 plauderte der Grünen-Politiker und Bilderberger-Profiteuer Jürgen Trittin aus, dass ihn Pressemann Matthias Nass („Die Zeit“) zur Bilderberg-Konferenz in Chantilly 2012 eingeladen hatte. Gruner+Jahr, ZEIT und Burda sind die Medien-Connections der Bilderberger in Deutschland.

 

Goldman Sachs & Friends


An der aktuellen Bilderberg-Konferenz nehmen aus Deutschland neben Pressemann Mathias Döpfner (Springer/BILD/Welt) die Bosse aus Finanz- und Industrie-Elite Paul Achleitner (Deutsche Bank) Oliver Bäte (Allianz), Carsten Engeter (Dt.Börse AG), Werner Baumann (Bayer), Thomas Enders (Airbus) und die mehr durch ihr Liebesleben bekannte Milliardärin Susanne Klatten (Skion) teil. Mit dabei sind auch Gewerkschaftsboss Frank Bsirske (Ver.di) und Finanz-Staatssekretär Jens Spahn (CDU).

Wenn sie den Casting-Catwalk erfolgreich bewältigen, sehen wir hier vielleicht Schäubles Nachfolger als Finanzminister und EU-Totspar-Kommissar, sowie den künftigen Bundesarbeitsminister (sofern die SPD weiter an der Macht klebt). Es lohnt sich eben, wenn eine Gewerkschaft grassierende Niedriglöhnerei zulässt und durch Streikscheu ihr Herz für die Geldelite zeigt. Kissinger wirds freuen, ärgern wird ihn die Wikileaks-Datenbank, die seine Verbrechen aufklären will.

Goldman Sachs vertritt kein Geringerer als José Barroso (einst Bilderbergers Mann in Brüssel), neben Firmenbossen wie David Rubenstein (Carlyle), dem deutschstämmigen Milliardär Peter Thiel und vielen anderen. Das Handelsblatt beschwerte sich, „Kritiker“ würden der Bilderberg-Konferenz vorwerfen, einen „angeblich gewaltigen Einfluss auf Politik und Wirtschaft außerhalb des demokratischen Meinungsbildungskongress“ auszuüben. Wie kommen diese Kritiker nur darauf?

Der in der Protestszene, so das empörte Handelsblatt, populäre Buchautor („Drahtzieher der Macht: Die Bilderberger“) Gerhard Wisnewski spricht von einer „Verschwörung der Spitzen von Wirtschaft, Politik und Medien.“ Wie kann man nur auf so abwegige Ideen kommen, wenn die Mächtigen sich heimlich versammeln, um unser aller Schicksal in ihre vom Geldzählen ganz schwieligen Hände nehmen? Reiche und Superreiche kamen (mit ihrem Neid und Geiz, den sie dann anderen unterstellen) jedoch nicht immer so glänzend weg, wie in den Bilderberger-Medien.

Ehrengast ist der „Held von Kiew“, Ex-CIA-Boss John Brennan, der den immer noch tobenden Krieg in der Ukraine „begleitete“. Entspannung mit Moskau wird dann wohl eher nicht zu den Zielen gehören, wie deutsche Industrielle traurig ob entgangener Handelsprofite einsehen müssen.

 

Teilnehmer aus deutschen Landen 2017

 

Achleitner, Paul M., Aufsichtsratboss, Deutsche Bank AG

Bäte, Oliver, Chef, Allianz SE

Baumann, Werner, Boss, Bayer AG

Bsirske, Frank, GewerkschaftsbossVerdi

Döpfner, Mathias, Chef, Axel Springer SE

Kengeter, Carsten, Chef, Deutsche Börse AG

Klatten, Susanne, Managing Director, SKion GmbH

Spahn, Jens (CDU), Finanz-Staatssekretär

 

Bilderberg 2017 Themenliste

 

Etwas zum Lachen am Rande: Bildeberger-Website-FAQ: Mit solch hochkarätigen Gästen, warum gibt es so wenig Berichterstattung über Bilderberg? (Diese Frage wird denen wohl sehr oft gestellt)

 

Bilderberg-Treffen haben nie eine öffentliche Aufmerksamkeit angestrebt. Eine jährliche Pressekonferenz am Vorabend des Treffens fand mehrere Jahrzehnte bis in die neunziger Jahre statt, wurde aber wegen mangelnder Interessenten gestoppt. Die Teilnehmerliste, die wichtigsten Themen und der Ort werden jedoch immer ein paar Tage vor jeder Tagung veröffentlicht. (Diese Pressekonferenz darf man wohl im Reich der Märchen vermuten, Mitteilungen sollen tatsächlich irgendwann verschickt worden sein, aber erst nach dem Treffen und ganz schlau, wie es sich für eine Elite gehört, rückdatiert auf vorher.)


 

Gerd R. Rueger, Jahrgang 1972. Geboren in Frankfurt am Main als Sohn einer Tunesierin und eines dt. Arztes, aufgewachsen in Frankfurt und Tunis. Ausbildung zum Fernmeldetechniker bei der Deutschen Bundespost. Studium der Soziologie, Politik, Geschichte und Kulturwissenschaft in Münster, Berlin und Tunis. Arbeitsgebiete: Orientalistik, Technik- und Medizingeschichte, Power Structure Research, Wissenssoziologie, Netzpolitik, WikiLeaks, Whistleblower. Blogger u.a. bei The Intelligence, Le Bohemien. Buchpublikationen: "Julian Assange -Die Zerstörung von WikiLeaks? Anonymous..." und "Cholera und Kommunikation".

http://berlinergazette.de/author/gerd-r-rueger/

40 (2017 - 05 - 19) Ingrid Ansari  

Sag Deine Meinung, Du darfst, verdammt noch mal, Du darfst!

Hamed Abdel-Samad erklärt uns die Meinungsfreiheit

 

Die Welt scheint sich schleichend mit immer mehr „Populisten“ zu bevölkern. „Populismus“ ist ein schillernder Begriff, der mit ganz unterschiedlichen politischen Richtungen und Zielsetzungen einhergehen kann. Inzwischen hat er sich im politisch korrekten Raum jedoch als Schimpfwort etabliert, das wir uns Tag für Tag – zusammen mit vielen anderen Floskeln – um die Ohren schlagen lassen müssen und das mit dem Adjektiv „rechts“ wie ein siamesischer Zwilling untrennbar verbunden zu sein scheint. „Rechts, rechtspopulistisch, rechtsradikal, rechtsextrem,“ – da ist es nur ein Schritt bis hin zu den Dumpfbacken mit „einfachen Antworten“, von Frank-Walter Steinmeier auch als „geistige Brandstifter“ bezeichnet, denen „wir uns mit aller Vehemenz entgegenstellen“ müssen. Denn das „wir“ bezieht sich nicht mehr auf alle, die hier leben.


Ausgrenzung


Man geht mit „denen“ doch nicht in eine Talkshow: Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat es vorgemacht; andere sind ihr gefolgt. Und erst am Donnerstag (11. Mai) ist vor der Sendung mit Maybrit Illner ein Streit wie im Kindergarten um „wer mit wem“ und „wer neben wem“ entbrannt. Lieber setzt man sich mit einer vollverschleierten Salafistin oder mit Erdogan-Verteidigern an einen Tisch und hört sich – meist ohne merkliche Empörung – deren radikale Thesen an. Wenigstens Julia Klöckner scheint schon im Erwachsenen-Alter angekommen zu sein, wenn sie uns wissen lässt: „Solange ein politischer Gegner zu Wahlen zugelassen wird und nicht verboten ist, müssen wir uns ihm öffentlich stellen und zwar mit Argumenten.“ – Nach der Wahl im Saarland war weder in der „Berliner Runde“ noch bei Anne Will die AfD vertreten. Dafür zweimal die Grünen, die die 5%-Hürde nicht geschafft hatten. Dasselbe jetzt nach der NRW-Wahl – kein Vertreter der AfD in den Runden.


In seiner Amtszeit als Außenminister hat sich Frank-Walter Steinmeier einen ganz erstaunlichen Pöbel-Wortschatz angeeignet. Im Rahmen einer Fragestunde in Rostock im August letzten Jahres blickt er mit großer Sorge auf „das Ungeheuer des Nationalismus“, das sich weltweit ausbreite. „Hassprediger“ wie Präsident Trump (dem zur Wahl zu gratulieren er nicht für nötig hielt) und „die Verantwortlichen des Brexit und die AfD“ vereine, dass sie mit den Ängsten der Menschen Politik machten. Dies sei ein „Brandsatz für die Gesellschaft“, dessen Feuer womöglich Flüchtlingsheime in Brand setze. Mit Blick auf die AfD und die bevorstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sagte der inzwischen höchste Repräsentant Deutschlands: „Diesen Brandsatz kann man, den muss man in der Wahlkabine löschen.“ – Herr Steinmeier, würden Sie uns bitte einmal erklären, wie man das macht – den Brandsatz in der Wahlkabine löschen? Jedenfalls klingt das verdächtig nach den von Frau von der Leyen wieder hoffähig gemachten „Säuberungen“. In diesem Zusammenhang kann man den oft angefügten Ausspruch, man müsse die „Sorgen und Bedenken der Bürger ernst nehmen“, doch nur noch als reinen Hohn empfinden.

 

Der Aufklärer


Ist es so weit gekommen, das uns erst ein gebürtiger Ägypter die Demokratie neu erklären muss? Hamed Abdel-Samad, ein freier Geist im Sinne der Aufklärung, der sich von niemandem vereinnahmen lassen will, bei seinem Auftritt bei der AfD in Dachau: „Ich bin hierhergekommen, weil ich viel von der Meinungsfreiheit halte.[…] Heute ist die traurigste Lesung, die ich je in diesem Land hatte.“ Protestierende, die vor dem Veranstaltungsgebäude mit „Hau ab“ und schlimmeren Zurufen eine „Mahnwache“ abhielten, hatten ihn als „Faschisten“ diffamiert und ihm den Mittelfinger gezeigt. Er habe daraufhin versucht, mit den Menschen in einen Dialog zu treten, um ihre Anliegen kennenzulernen, doch die, die dazu bereit gewesen seien, hätten aggressiven Scharfmachern weichen müssen. Der politisch korrekte Ulrich Kienzle wollte ihm das bei Lanz nicht zugestehen.


Die AfD bezeichnet Abdel-Samad als eine rechtskonservative Partei mit Positionen, die man kritisieren kann. Was aber spreche dagegen, fährt er fort, dass er seine Botschaft uneingeschränkt jeder zugelassenen Partei, die ihn einlade, vortrage. Menschen, die sich durch die AfD angesprochen fühlten, seien Teil der Gesellschaft. Wenn man etwas ändern wolle, könne man das nur in einem mit Respekt geführten Meinungsaustausch tun. Indem man ganze Menschengruppen diffamiere und unter Druck setze, könne man nichts erreichen: schon lange eine grundlegende Erkenntnis zum Verständnis der Psyche des Menschen.

 

Demokratie-Rezession


Die sogenannten Populisten sind nicht aus dem Nichts gekommen. Sie sind die natürliche Konsequenz, wenn sich die Bürger von der Politik übergangen fühlen, wenn demokratische Prozesse nicht mehr funktionieren, wie es besonders seit der Öffnung der Grenzen und den dramatischen Folgen auch dem Letzten schockartig spürbar und sichtbar werden musste. Ordnung und Sicherheit können von den Verursachern der Krise nicht mehr aufrecht erhalten werden und erzeugen Ängste, die die Politik dann den Bürgern vorhält wie einen Makel, den man bekämpfen muss. „Demokratien scheitern, wenn das Volk den Glauben an sie verliert“, so der Politikwissenschaftler und Standford-Professor Larry Jay Diamond, der von einer weltweiten Demokratie-Rezession spricht. Korruption und Vorteilsdenken von Konzernen, Lobbyisten und Politik sind überall auf dem Vormarsch.


Warum sollte sich der Bürger mit einer Zuschauerrolle anfreunden, wenn über seinen Kopf hinweg für ihn lebenswichtige Entscheidungen wie undurchschaubare EU-Rettungsaktionen, Verschuldungen und andere Risiken wie – um nur ein Beispiel zu nennen – der ESM-Vertrag, von der Mehrheit der Abgeordneten abgenickte Auslandseinsätze der Bundeswehr u.ä. getroffen wurden und werden. Die Fortsetzung der Masseneinwanderung illegaler Migranten und ihrer nachfolgenden Familien findet inzwischen verdeckt statt. Trotz beständiger Warnungen aufgeklärter Muslime hofiert und stärkt die Politik weiter die Islamverbände, die nur einen geringen Prozentsatz der Gläubigen vertreten und die moderaten schon Integrierten unter Druck setzen.

All dies wird von den Meinungsführer-Medien weitgehend gestützt und begleitet. Statt einen Schutzraum für freie Meinungsäußerung und Konsensfindung zu bieten, werden abweichende Meinungen stigmatisiert. Politiker und Lobbyisten, die Interessen bedienen, die der Gesellschaft nicht zugutekommen, werden dann zu Moralaposteln, die versuchen, den Bürgern ins Gewissen zu reden. Eigentlich eine klar durchschaubare Taktik. Doch nur wenige wagen den öffentlichen Widerspruch, die meisten lassen sich von der Presse vernebeln.

 

Erschütterung alter Gewissheiten

 

In den 70er Jahren etwa begann man den Tag, ohne groß darüber nachzudenken, was morgen sein könnte. Man musste sich auch nicht ständig mit Politik beschäftigen. Ordnung und Sicherheit schienen gewährleistet. Man wusste meistens, wen man wählen wollte, empfand sich mehr oder weniger in Übereinstimmung mit den Entscheidungen seiner Partei, wusste, wofür sie stand, und fühlte sich eingebettet in ein Gemeinwesen. Die europäischen Nationalstaaten wurden noch nicht von vereinzelten individualistischen Gruppierungen bewohnt, waren weniger pluralistisch, aber die Menschen konnten sich ungeachtet aller Unterschiede als gleichwertige Staatsbürger empfinden. Im Osten Deutschlands ist davon übrigens noch mehr als im Westen erhalten geblieben.

 

Diese alten Gewissheiten sind erschüttert, die sozialen Milieus und die Familienstrukturen aufgelöst, die überkommenen Ordnungen zerfallen. Von den immer wieder propagierten Vorteilen der Globalisierung profitieren nur die Eliten. Die Entstehung supranationaler Strukturen machen heimatlos, stellen den sozialen Frieden in Frage und vergrößern beständig die Kluft zwischen Arm und Reich. Der Sozialstaat ist nun mal ein Produkt des Nationalstaates. Zerfällt dieser, ist auch der Sozialstaat in Gefahr. Aus Gewohnheit wählt man vielleicht noch seine frühere Partei, obgleich sie sich kaum noch von den meisten anderen unterscheidet. Viele fühlen sich von einer wirklichkeitsfernen Elite fremdgesteuert, die sich liberal gibt, aber alle gering schätzt, die die Welt anders sehen als sie. Wer für uns die Entscheidungen trifft, kann man nicht mehr ausmachen. Der Bürger ist zu einem entwurzelten Individuum ohne Bindung an eine lebendige, gewachsene Gemeinschaft geworden.

 

Jemand, der sich nicht der politischen Korrektheit unterwerfen will, deren Sprache er als leer und inhaltslos erkennt, der nicht resignieren oder sich ducken will, lehnt sich naturgemäß auf. Er sieht, was für eine ewig dasselbe daher leiernde, humorlose, geistlose und eindimensionale, moralisierende Eliten-Riege heute an der Spitze steht. Eine Elite, die den Balken im eigenen Auge nicht sehen will. Die ihre gesellschaftliche Aufgabe darin sieht, sich um Randgruppen zu kümmern, die im Alltag der meisten Menschen nicht vorkommen.

 

Zum Schluss noch einmal Hamed Abdel-Samad. „Ich habe das Gefühl, dass eine Meinung in Deutschland nur willkommen ist, wenn sie belanglos ist. Wenn sie nichts verändern will. Oder wenn sie in den Konsens, in den Mainstream hineinpasst. Dann ist sie willkommen. Dann ist sie hilfreich. Alles andere muss man abstellen. Und viele Deutsche nehmen ihre eigene Meinung nicht so ernst. Sie müssen sie immer am Ende abschwächen: ‚Ich mein‘ ja nur‘, sagen sie. ‚Das ist nur meine Meinung‘, oder ‚Wenn ich das so sagen darf.‘ – Du darfst, verdammt noch mal, du darfst!“

 

Gefunden bei Tichys Einblick

 

Ingrid Ansari: Nach dem Abitur in Oldenburg einjährige Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. Anschließend: Studium zur Übersetzerin (Englisch-Französisch) mit Diplom-Abschluss am Auslands- und Dolmetscherinstitut der Universität Mainz in Germersheim. Fast vierzig Jahre lang – bis zur Pensionierung – Tätigkeit am Goethe-Institut e. V. mit Schwerpunkt “Deutsch als Fremdsprache”. Kulturarbeit und Hinführung von Studenten aus aller Welt zu den verschiedenen Sprachabschlüssen.

39 (2017 - 04 - 26)  News

Deutsche Flüchtlingshelfer kooperieren mit Schlepperbanden

Rettungsorganisationen

zelebrieren ihr eigenes Spiel

 

Ein italienischer Staatsanwalt hat Flüchtlingsorganisationen Zusammenarbeit mit Schleppern im Mittelmeer vorgeworfen. Besonders deutsche Gruppierungen stehen dabei im Visier der Ermittler. „Wir haben Beweise dafür, daß es direkte Kontakte zwischen einigen Nichtregierungsorganisationen und Schleppern in Libyen gibt“, sagte Staatsanwalt Carmelo Zuccaro der Tageszeitung La Stampa.

 

Je mehr Retter die internationale Gemeinschaft in die Gewässer vor Libyen sende, desto voller packten Schmuggler die nicht seetüchtigen Boote im Wissen, dass die Insassen vor der Küste gerettet würden. Soll heißen, die Retter begünstigten das Geschäft der Menschschmuggler. Die Vorwürfe gegen einzelne Rettungsvereine gehen sogar so weit, dass sie sich mit den Menschenschmugglern absprächen, wofür es aber bisher keine Belege gibt. Private Rettungsorganisationen wie Moas oder Sea Watch hingegen werfen Europa vor, im Rahmen der EU-Mission Sophia zu wenig Schiffe zur Rettung zur Verfügung zu stellen und so den Tod Tausender hinzunehmen. 

 

 

Man habe Telefonanrufe aus Libyen bei bestimmten Nichtregierungsorganisationen registriert. Zudem würden Migranten durch Lichtsignale in Richtung der Schiffe der jeweiligen Organisationen gelenkt. Transponder zur Ortung der Schiffe würden dann ausgeschaltet. Weiter gebe es Ermittlungen, ob gewisse linke Nichtregierungsorganisationen sogar von libyschen Schlepperbanden finanziert würden.

 

Deutsche Organisation weist Vorwürfe zurück

 

Die Vorwürfe betreffen nicht die größeren, sondern richten sich gegen kleinere, meist deutsche Organisationen, bestätigte Zuccaro. Eine der in den Fokus geratenen Organisationen, Jugend Rettet e.V., hat diese auf Facebook als „blanken Zynismus“ zurückgewiesen und auf das Transparenzsiegel verwiesen, das sie als Verein erhalten hätten.

 

„Unsere Crew hat in unermüdlichem Einsatz versucht, die Notsituation vor Ort zu entschärfen – eine Situation, die der europäischen Abschottungspolitik geschuldet ist.“ Bereits im vergangenen Jahr hatte die Europäische Grenzschutzagentur Frontex ähnliche Anschuldigungen erhoben. Unter anderem, daß freiwillige Helfer einen „Taxidienst“ zwischen Libyen und Italien eingerichtet hätten. (tb)

Image: picture alliance/JOKER

38 (2017 - 04 - 16)  Judith Bergman

Vorwärts ins Mittelalter!

Der Westen unterwirft

sich Blasphemiegesetzen

„In vielen Staaten mit Staatsreligion ist Gotteslästerung eine Straftat. In manchen dieser Staaten kann sie mit der Todesstrafe bestraft werden, z.B. in Saudi-Arabien, der Islamischen Republik Pakistan, der Islamischen Republik Afghanistan und der Islamischen Republik Iran. Ob und in welchem Umfang bestimmte Handlungen oder Äußerungen als „Blasphemie“ gelten, hängt ab von den rechtsgültigen Kriterien für ihre Feststellung und vom Stellenwert religiöser Traditionen und Wertorientierungen in einer Gesellschaft. Diese können sich innerhalb der Geschichte einer Religion stark wandeln.

Religiöse, besonders fundamentalistische Gruppen sehen oft bereits Dinge als Blasphemie an, die in westlichen Staaten explizit durch die Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Redefreiheit geschützt sind.

Die westlichen Länder sind durch das Zeitalter der Aufklärung geprägt und schützen explizit (meist in einer Verfassung) die Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Redefreiheit ihrer Bürger, solange sie keine Rechte Dritter massiv verletzen. Deshalb wird in westlichen Ländern nur selten der Vorwurf der Blasphemie erhoben; gelegentlich kommt es gleichwohl zu Verurteilungen wegen Blasphemie.“ Wikipedia

Der Westen unterwirft sich Blasphemiegesetzen. Dänemark hat beispielsweise anscheinend beschlossen, dass jetzt die Zeit ist, einen verstaubten, alten Gotteslästerungsparagraphen hervorzukramen. Dänemark hat immer noch eine Bestimmung gegen Blasphemie im Strafgesetzbuch, aber bis jetzt wurde sie nur dreimal angerufen. Das letzte Mal war vor fast einem halben Jahrhundert, im Jahr 1971. Dänemarks Generalstaatsanwalt hat nichtsdestotrotz soeben einen Mann der Verbrennung eines Korans angeklagt.


Im Westen gilt die Blasphemie als Straftat seit Jahrhunderten als Relikt der Vergangenheit. In einer weitgehend gottlosen Gesellschaft fühlen sich nur wenige Menschen durch blasphemische Kommentare oder Handlungen beleidigt. Christen gehen nicht auf angebliche Lästerer mit Gewehren und Messern los, und Verleger machen sich keine Sorgen um "beleidigte" Christen.

 

Im Jahr 1997 finanzierte der dänische öffentlich-rechtliche Rundfunk einen Künstler, der eine Bibel verbrannte und im nationalen Fernsehen ausstrahlte. Niemand wurde angeklagt, obwohl es Beschwerden gab und der Staatsanwalt den Fall untersuchte.


Dennoch wird ein dänischer Mann angeklagt. Er verbrannte seinen eigenen Koran in seinem eigenen Garten und postete dann das Video in eine öffentliche Facebook-Gruppe "Ja zur Freiheit, Nein zum Islam", mit dem begleitenden Text "Nehmen Sie Rücksicht auf Ihren Nachbarn, es stinkt, wenn er brennt". Rechtsanwalt Jan Reckendorff erklärte:


"Es ist die Auffassung der Staatsanwaltschaft, daß die Umstände der Verbrennung von heiligen Büchern wie der Bibel und dem Koran implizieren, daß es in manchen Fällen eine Verletzung des Gotteslästerungsverbots sein kann, die sich mit öffentlichem Spott oder einer Verachtung gegen eine Religion beschäftigt. Es ist unsere Meinung, dass die Umstände dieses Falles verlangen, dass es strafrechtlich verfolgt werden muss, damit die Gerichte die Möglichkeit haben, sich in dieser Angelegenheit zu äußern."


Der Generalstaatsanwalt hat die Bibel wohl nur höflichkeitshalber erwähnt. Immerhin wurde in Dänemark niemand für die Verbrennung einer Bibel verfolgt, noch nicht einmal ihre öffentliche Verbrennung im nationalen Fernsehen wurde als hinreichend beleidigend betrachtet. Der Koran ist eindeutig eine ganz andere Sache.


Die Entscheidung hat eine erneute Debatte über die Abschaffung des Blasphemie-Paragraphen in Dänemark hervorgerufen - ein Thema, das regelmäßig aufpoppt.


In Norwegen wurde das Blasphemieverbot im Jahr 2005 abgeschafft. Eine im Januar durchgeführte Umfrage ergab, dass 41 Prozent der norwegischen Muslime glauben, dass Blasphemie bestraft werden sollte, und 7 Prozent glauben, dass die Strafe für Gotteslästerung, egal wo, eine kapitale Strafe sein sollte.


In Großbritannien wurde mindestens ein Mann (im Jahr 2011) gerichtlich verfolgt und verurteilt für die Verbrennung des Korans und mehrere wurden 2010 und 2014 verhaftet.


Die Durchsetzung von Gotteslästerungsverboten, die in einem weitgehend nachchristlichen Europa so fehl am Platz sind, bringt das Mittelalter zurück, als die Gotteslästerung von der Kirche heftig verfolgt wurde. Ist das wirklich angebracht in der modernen europäischen Gesellschaft, nach Jahrhunderten des Kampfes um die Redefreiheit?

 

In Kanada werden mittlerweile Anti-Islamophobie-Gesetzesvorstösse, die allmählich alle Kritik am Islam verbieten - und Teil der muslimischen Gotteslästerungsgesetze - verabschiedet. Das Parlament von Ontario hat im Februar eine Anti-Islamophobie-Motion einstimmig gutgeheissen. Die Motion fordert die Legislative auf, "gegen alle Formen von Hass, Feindseligkeit, Vorurteile, Rassismus und Intoleranz einzustehen, die ...wachsende Flut anti-muslimischer Rhetorik und Gefühle" und "alle Formen von Islamophobie zu verurteilen". Unnötig zu sagen, dass keine solchen Motionen angenommen wurden, um das Judentum oder das Christentum zu schützen.


Im Oktober 2016 verabschiedete das kanadische Nationalparlament einstimmig eine Anti-Islamophobie-Motion, die das Ergebnis einer Petition war, die vom der Muslimbruderschaft nahestehenden Samer Majzoub, Präsident des kanadischen Muslim-Forums, eingereicht wurde. Zu der Zeit wusste niemand, was sie verurteilten: Kritik am Islam? Kritik an Muslimen? Diskussion darüber, ob ISIS eine wahre Manifestation des Islam ist? Niemand wusste es, denn niemand hatte sich die Mühe gemacht, es zu definieren.


Die fehlende Definition hat jedoch Iqra Khalid, ein Mitglied des Parlaments von der regierenden Liberalen Partei, nicht davon abgehalten, eine neue Motion, Motion M-103, auf dem Rücken der vorherigen im kanadischen Parlament einzubringen. Die Motion fordert, dass "Islamophobie" nicht nur verurteilt wird, sondern dass die Regierung ein umfassendes Konzept zur Reduktion oder Beseitigung von Islamophobie entwickle. Die Motion bietet immer noch keine Definition oder irgendwelche Statistiken, um ihre Behauptung zu stützen, dass "Islamophobie" in Kanada ein Problem ist. Allerdings sollte es kaum schockieren, dass der erste Antrag, der die Islamophobie verurteilt, so schnell von einer neuen Motion gefolgt wurde, die konkrete Regierungsmaßnahmen fordert. Nachdem die erste Motion einstimmig verabschiedet worden war, hatte der Mann, der die ursprüngliche Petition initiierte, Samer Majzoub, folgendes in einem Interview mit dem kanadischen Muslim Forum zu sagen:


"Jetzt, wo Islamophobie verurteilt wurde, ist das nicht das Ende, sondern der Anfang ... Wir müssen weiterhin politisch und sozial und mit der Presse arbeiten. Sie haben an der Existenz von Islamophobie gezweifelt, aber jetzt müssen wir uns darum keine Sorge mehr machen; alle Blöcke und politischen Persönlichkeiten, die durch die oberste gesetzgebende Autorität Kanadas vertreten sind, haben von dieser Existenz gesprochen. In der Offensive müssen wir die politischen Entscheidungsträger dazu bringen, etwas zu tun, besonders wenn es um die Liberalen geht, die eine deutliche Offenheit gezeigt haben in Bezug auf Muslime und alle Ethnien ... Alle von uns müssen hart arbeiten, um unseren friedlichen, sozialen und humanitären Kampf zu erhalten, so dass Verurteilung von einer umfassenden Politik gefolgt wird."


Wünscht der Westen wirklich, dass es wieder zu den Inquisitionen des Mittelalters kommt?

 

7. März 2017

 

Judith Bergman ist Schriftstellerin, Kolumnistin, Anwältin und politische Analystin.

Englischer Originaltext: The West Submits to Blasphemy Laws

Übersetzung: Daniel Heiniger

37 (2017 - 04 - 14)  News

Einreiseverbot für die russische Sängerin Yulia Samoilowa

 

                                                       Der 62. Eurovision Song                                                          Contest wird ohne                                                                    Russland stattfinden

 

Nach dem Streit mit dem Ausrichterland Ukraine, das der russischen Kandidatin Julia Samoilowa wegen eines Auftritts auf der besetzten Krim die Einreise verweigert hatte, gab Russland am Donnerstag bekannt, den Bewerb nicht zu übertragen und auch keinen anderen Sänger nach Kiew zu schicken.

 

"Das bedeutet unglücklicherweise, dass Russland nicht länger am diesjährigen Wettbewerb teilnehmen kann", teilte die EBU am Abend in einem Statement mit. "Wir verurteilen die Entscheidung der ukrainischen Behörden auf das Schärfste, gegen Yulia Samoilowa ein Einreiseverbot auszusprechen, da wir glauben, dass dies die Integrität und den unpolitischen Charakter des Eurovision Song Contests unterläuft und sein Ziel, alle Nationen in einem friedvollen Wettbewerb zusammenzubringen", so Frank Dieter Freiling, Vorsitzender der Eurovision Song Contest Reference Group in einer Stellungnahme am Abend. Dennoch würden die Vorbereitungen in der ukrainischen Hauptstadt unvermindert fortgesetzt.

 

Die wegen einer Erkrankung seit ihrer Kindheit im Rollstuhl sitzende Russin Samoilowa war 2015 auf der Krim aufgetreten. Da Reisen auf die von Russland besetzte Halbinsel seit der Annexion von ukrainischer Seite verboten sind, hatte die Ukraine Russlands Kandidatin mit einem Einreisebann belegt und Appelle der EBU ungehört verhallen lassen.

Der Fernsehanstaltenverbund wiederum hatte Russland als Kompromiss vorgeschlagen, ausnahmsweise die eigene Kandidatin via Liveschaltung in den Bewerb zu übertragen oder einen anderen Kandidaten zu nominieren. Dies hatten allerdings sowohl Russland wie auch die Ukraine abgelehnt.

Demnach werden nun also nur mehr 42 Nationen zwischen 9. und 13. Mai in Kiew gegeneinander antreten. Kurier.at

Images: ESC 

36 (2017 - 02 - 08)  Uwe Morchutt

Verbaler Brandbeschleuniger

Hans-Joachim Watzke – Borussia Dortmund

"Bei Rasenballsport, wie sie ja tatsächlich heißen, haben wir das erste Mal den Fall, dass da nichts, aber auch gar nichts historisch gewachsen ist." sagt Watzke, der als Verfechter der „50+1-Regel“ gilt. Der Populist Watzke, wie er schon vor Jahren von Reinhold Beckmann in der Sportschau bezeichnet wurde, versucht nun kleinlaut den „Brand“ zu löschen, den er angefacht hat. Sogenannte Fußballfans, die vor allem die Tradition verteidigen wollen, im Namen von Watzke, fühlten sich doch tatsächlich aufgefordert, gegen die friedfertigen Besucher von RB Leipzig, darunter Frauen und Kinder, ihr wahres Gesicht zu zeigen: die hässliche Fratze der Fußball-Fankultur.

 

Der Hass richtet sich seit geraumer Zeit gegen VfL Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen, TSG 1899 Hoffenheim und aktuell gegen RB Leipzig. Bekanntlich alles Clubs, die durch private Personen oder Firmen als Geldgeber, sich das sportliche Recht erspielt haben, in der Bundesliga mitzukicken. Wie gerade gesehen, gibt es sogar immer noch Steigerungsmöglichkeiten in der „Fanszene“!

 

Und zwar im Profi-Fußball, wo seit Jahren nur eines zählt: das Geld. Eine aberwitzige und abenteurliche Heuchelei bekleidet die schamlosen Umstände. In einem Sport-Betrieb, wo nahezu alle Passagiere im Mannschafts-Bus, außer dem Busfahrer, Millionengehälter kassieren. Sogar Vorbestrafte und Kriminelle in Chefetagen sitzen und die „Moral“ predigen, die sie selbst missachten! Und nach immer noch mehr Geld schreien, um angeblich wettbewerbsfähig zu bleiben! So führt der Weg unweigerlich in die Sackgasse!

 

"Wir ermitteln jetzt", sagte eine Sprecherin der Polizei. Bisher hatte die Polizei Kenntnis von zehn Verletzten, darunter sechs Gästefans und vier Polizisten. Außerdem sei ein Diensthund der Polizei verletzt worden. Alles, was zum Werfen taugte, wurde geworfen! Abnormal! Die Reaktion danach, Politiker ähnliche Phrasen: Wir werden alles tun, um die Täter zu bestrafen! Wer soll das eigentlich noch glauben! Angesichts der offenen Verrohung der Gesellschaft!

 

Noch dazu in Zeiten, wo die Wirtschaft mit schlechtem Beispiel vorangeht: Ehemalige Vorzeigeunternehmen „Made in Germany“, wie VW und die Deutsche Bank, Milliardenstrafen in den USA zahlen müssen, weil sie betrogen und getrickst haben! Kunden also absichtlich über den Tisch gezogen haben. Nur in Deutschland gehen sie bisher straffrei aus. Das bekannte Täter-Opfer-Ritual in Deutschland, wir leben ja schließlich in einem Rechtsstaat! Der Kunde hierzulande nur das Recht besitzt, viel und reichlich zu konsumieren!

 

Auch Rainer Milkoreit, Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), sah in den "abartigen" Vorkommnissen beim Spitzenspiel und Watzkes Verhalten einen Zusammenhang. "Es ist fatal, wenn sich verantwortliche Leute in einem Verein öffentlich abwertend gegen Leipzig äußern. Das kann Dinge auslösen, die sie vielleicht nicht wollen, die aber passieren", sagte der frühere DFB-Vizepräsident.

 

Nach den Fan-Ausschreitungen ist der Börsenkurs der Borussia Dortmund AG um fünf Prozent von 5,34 auf 5,08 Euro pro Aktie gefallen. Fußball erzeugt Gewalt! Wer das noch leugnet, ist taub und blind! Zum Vergleich: Seit über 30 Jahren gehe ich nun schon zum Pferderennen. Noch nie gab es Randale! Es muss demnach am Fußball-Publikum liegen? Ein Spiegelbild der Gesellschaft? umo

35 (2017 - 01 - 26)  News

Dosenklub gegen Dorfverein

Spitzenspiel der Bundesliga

 

 

Deutscher Spitzenfußball braucht keine Tradition. Im Spitzenspiel der 18. Runde empfängt der Zweite den Dritten, spielt am Samstag (15.30 Uhr) Hoffenheim in Leipzig. Angesichts dieses Duells der beiden Bayern-Jäger wird den Hütern der hehren deutschen Fußballtradition flau im Magen. Die TSG 1899 Hoffenheim ist vor 117 Jahren gegründet worden. Seit 1972 ist die Gemeinde (3148 Einwohner) Teil des Städtchens Sinsheim (35.175 Einwohner). Erst seit SAP-Gründer Dietmar Hopp (aufgewachsen in Hoffenheim) seit 1990 Geld zuschießt, gelang der Aufstieg aus der Kreisliga in die Bundesliga. RB Leipzig wurde 2009 gegründet und spielte an Stelle des SSV Markranstädt in der fünfthöchsten Spielklasse. Seit Sommer ist der Klub erstklassig.

 

Leipzig wird als Dosenklub abgekanzelt, dessen RB für RasenBallsport steht, aber auch für Red Bull und die Millionen von Dietrich Mateschitz. Der aktuelle Spiegel veröffentlicht ein Interview mit Ralph Hasenhüttl, Trainer von RB Leipzig. Der Österreicher wird gefragt: "Wollen Sie dem Markenklub eines Dosengetränks, das keine Tradition hat, ein freundliches Image verleihen?" Die pragmatische Antwort des 49-Jährigen: "Sehen Sie, für einen Trainer ist es überhaupt kein Nachteil, wenn der Verein keine große Tradition hat." Warum nicht? "Selten kommt dort einer um die Ecke und erzählt, wie toll alles vor 20 Jahren war." kurier.at

34 (2017 - 01 - 18)  Pressemitteilung

Milliardenspiel Fußball

Club Licensing Benchmarking Report

 

Es ist der umfangreichste Almanach des europäischen Klubfußballs: Jahr für Jahr veröffentlicht die UEFA im Januar den sogenannten "Club Licensing Benchmarking Report". Der österreichische KURIER hat sich durch die 130 Seiten lange wirtschaftliche Analyse des Fußball-Geschäftsjahres 2015 gearbeitet und die interessanten Zahlen herausgefiltert:

1,296 Milliarden Euro lukrierte die Premier League aus Sponsorenverträgen. Das sind im Schnitt 64,8 Mio. € pro Verein.

718 Millionen Euro Umsatz erwirtschafte die englische Premier League aus dem Ticketverkauf. Die Deutsche Bundesliga (475 Mio. €) und die spanische Primera División (419 Mio. €) folgen abgeschlagen.

694 Millionen Euro nahmen die 20 Klubs der italienischen Serie A durch Spielerverkäufe ein.

578 Millionen Euro Einnahmen verbuchte Real – etwas mehr als Barça (561 Mio. €). Unter den 30 einnahmenstärksten Klubs kamen 14 aus der Premier League.

536 Millionen Euro Schulden hat Manchester United. Das sind 25 Prozent mehr als das Jahr zuvor. Es folgen Benfica Lissabon (336 Mio. €) und Inter Mailand (306 Mio. €) im Schuldenranking.

340 Millionen Euro an Gehältern bezahlte Barcelona an seine Stars. Real (289 Mio. €) und Chelsea (285 Mio. €) belegen die Plätze 2 und 3 im Gehaltsranking.

134,5 Millionen Euro hat jeder der 20 Premier-League-Vereine im Durchschnitt an Lohnkosten. Diese sind fast doppelt so hoch wie jene in der Deutschen Bundesliga (69,7 Mio. € pro Klub), die im Gehaltsranking auf Platz zwei liegt.

131 Millionen Euro hat Manchester United vergangene Saison in neue Spieler investiert. Es reichte dennoch nur zu Tabellenplatz fünf. Über 100 Millionen Euro investierte sonst nur Real Madrid (105) – mit mehr Erfolg: Die "Königlichen" holten 2016 den Champions-League-Titel.

131 Millionen Euro nahm Real Madrid aus dem Verkauf von Eintrittskarten ein. Das sind 4,9 Millionen pro Heimspiel.

111 Millionen Euro Einnahmen lukrierte Real aus Transfergeschäften (Verkäufe, Leihen). Mit Liverpool (104 Mio.) und Porto (100 Mio.) waren noch zwei weitere Klubs im dreistelligen Millionenbereich.

81.178 Fans lockte Dortmund im Schnitt pro Heimspiel an. Barcelona (79.724) und Manchester United (75.286) folgen.

43.300 Zuschauer pro Spiel lockte die Deutsche Bundesliga im Schnitt ins Stadion – und damit deutlich mehr als die Premier League (36.461) und die Primera División (28.568).

43 Erstligisten aus den Top-16-Ligen wurden von Nike ausgestattet – gefolgt von Adidas (41) und Puma (19).

6 Vereine (Real, Paris SG, Arsenal, Milan, HSV, Benfica Lissabon) trugen in den 16 größten Ligen Europas den Schriftzug der Emirates-Airline auf ihrer Brust.

(kurier) Erstellt am 18.01.2017, 08:00

33 (2017 - 01 - 13)  Jürgen Fritz

Warum Sie mit psychopathologisch

gestörten Gutmenschen

nicht diskutieren sollten

 

Normalerweise liegt es mir vollkommen fern, Menschen zu pathologisieren. Damit sollte man äußerst vorsichtig sein und wenn immer möglich davon absehen. In diesem speziellen Fall erscheint es mir aber notwendig, da ansonsten nicht verständlich wird, was in nahezu allen westlichen Gesellschaften seit einigen Jahrzehnten so gewaltig schief läuft. Und da ich hier keine Einzelpersonen anspreche respektive diagnostiziere, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, möchte ich mir heute diese Freiheit nehmen, von meinem Grundsatz ausnahmsweise abzurücken.

 

Grün-linke Gutmenschen (eigentlich nur Gutmeiner, weil gute Menschen etwas anderes meint) erscheinen mir – und ich sage das nicht einfach so dahin – krank. Nicht körperlich, sondern geistig-psychisch. Daher ist es auch weder sinnvoll noch empfehlenswert, sich auf größere Diskussionen mit ihnen einzulassen. Warum nicht?

Eine offene und ehrliche Diskussion setzt voraus, dass beide sich von besseren Argumenten und Fakten potentiell überzeugen lassen. Ansonsten hat die Diskussion ja gar keinen Sinn. Sie setzt die Bereitschaft zum Denken, zum Nachdenken, zur kritischen Überprüfung der eigenen Position und den gemeinsamen Willen zur Wahrheitsfindung voraus. Andernfalls sind es reine Machtkämpfe, in denen der Eine dem Anderen und Umstehenden seine Überlegenheit demonstrieren und sich mit allen Mitteln durchzusetzen versucht.

Ersteres funktioniert bei psychopathologisch gestörten Gutmenschen aber nicht. Sie haben sich partiell von der Realität abgekoppelt und schweben in einer Welt der Negation jeglicher Negationen, was natürlich ein Widerspruch in sich ist, dessen sie aber wiederum nicht gewahr werden, weil sie nicht kritisch denken, vor allem sich selbst nicht reflektieren können.

Sie können Differenzierungen und Bewertungen von Menschen, die immer auch mit Negationen einhergehen, auch solche rein sachlicher Art, innerlich nicht ertragen, weil sie rein gefühlsgesteuert agieren und ihnen die Vorstellung, dass Menschen unterschiedlich, auch für die Gesellschaft unterschiedlich wertvoll, ja, viele sogar schädlich sind, unangenehme Gefühle bereitet und dies für sie der höchste und im Grunde einzige Maßstab ist, wie sich etwas anfühlt. Ganz wie beim Tier oder beim Kleinkind.

Grün-linke Gutmenschen meinen, wenn sie die Vorstellung unterschiedlicher Bewertungen, damit auch der Wertigkeit, mithin das Negieren von etwas zulassen, dass dann das Negative in sie hineinkäme und da dies ihr Harmoniebedürfnis und ihr Bedürfnis mit allem verbunden, mit allem eins zu sein (Verschmelzungssehnsucht) und das eigene Ich aufzulösen, konterkariert, lehnen sie dies ab, was natürlich wiederum eine Negation darstellt, die ihnen aber nicht bewusst wird, da sie nicht denken, sondern primär fühlen.

 

Dem liegt ein tief gestörtes Verhältnis zum eigenen Ich, welches sich allererst aus Abgrenzung konstituiert und entwickelt, dem liegen Angst vor Bewertung, vor dem Gefühl der Minderwertigkeit sowie Realitätsverlust und schwere Traumatisierungen, die nie verarbeitet wurden, sowie die völlige Unfähigkeit der kritischen Selbstreflexion zugrunde.

Mit derart gestörten Personen sollte man nicht großartig diskutieren. Man muss sie behandeln. Aber das müssen spezialisierte Fachärzte machen. Dies würde wiederum voraussetzen, dass die davon Betroffenen ihre Krankheit selbst erkennen und vor sich selbst eingestehen. Einem Alkoholiker kann man nur helfen, wenn er sich a) eingesteht, ein solcher zu sein, und b) die Bereitschaft und den festen Willen aufbringt, das ändern zu wollen, was alles andere als leicht ist.

Da dies bei den psychisch gestörten Gutmenschen fast nie der Fall ist – sie halten sich ja für gesund und die anderen für böse, zeichnen sich regelrechte Feindbilder (alle, die ihre Negation aller Negationen nicht teilen) – kann ihnen wahrscheinlich nicht geholfen werden, zumal wenn sie auch noch in der Mehrheit sind und sich permanent ihrer selbst gegenseitig versichern und sich so immer tiefer in die Pathologie hineintreiben. Ein Ausbrechen aus dieser Spirale wird in den meisten Fällen kaum möglich sein.

Mit ihnen diskutieren, ist daher sinnlos und wenn man sie argumentativ aushebelt und sie der Argumentation folgen (können), was allerdings fast nie der Fall ist, da sie das Denken a priori und per se abwerten, weil sie es nicht so gut können, dann schotten sie sich von einem ab, weil das ihr von der Realität partiell losgelöstes Konstrukt stören, sie in ein inneres Ungleichgewicht (kognitive Dissonanzen) bringen würde, was unangenehme Gefühle verursacht und genau die versuchen sie ja rund um die Uhr zu vermeiden.

 

Da sie rein gefühlsgesteuert sind und angenehme Gefühle zum absoluten Maßstab ihres eigenen wie jedes anderen Daseins erheben, wollen sie dem, wenn immer möglich, aus dem Weg gehen. Dadurch stagnieren sie natürlich kognitiv und überhaupt seelisch, bleiben bis zu ihrem Tode im Grunde auf dem personal-psychisch-emotionalen Niveau von Kleinkindern.

Und mit Kleinkindern kann man nicht auf Augenhöhe diskutieren. Man muss sich um sie kümmern und für sie sorgen, ihnen die Welt erklären, was aber voraussetzt, dass sie zuhören und lernen wollen. Bei kleinen Kindern ist das immer der Fall. Sie sind geradezu lern- und wissbegierig und dankbar für Anstöße und Erklärungen. Wenn sie auf kognitive Dissonanzen stoßen, bauen sie ihr Weltbild so lange um, bis es wieder zur Realität passt. Sie passen also ihr Inneres, ihre Vorstellungswelt immer mehr der Realität, der tatsächlichen Welt an, so dass eine innere Entwicklung stattfindet, sowohl kognitiv wie auch emotional.

Genau das wollen die psychopathologisch gestörten Erwachsenen, die übrigens unsere Gesellschaft inzwischen weitgehend dominieren, aber nicht. Jemand, der nicht dazulernen will, der “so bleiben will, wie er ist”, ist geistig-seelisch im Grunde schon tot. Und mit so jemand diskutieren zu wollen, ist vergebliche Liebesmüh.

Schonen Sie also bitte Ihre Nerven und tun Sie es nicht. Reden Sie lieber mit denen, die geistig offen, die – abgesehen von kleinen psychischen Störungen, die wir wohl alle haben – innerlich weitgehend gesund sind. Das ist a) befriedigender für einen selbst und b) kann man so etwas Positives bewirken, indem man selbst von dem anderen lernt und dieser von einem, so dass beide vorankommen und sich weiterentwickeln können, was vielleicht eine Sinndimension unseres Daseins darstellt.

 

(Dieser Artikel ist erst bei „Tichys Einblick“ erschienen, wurde dann gelöscht, ist aber im Webcache noch verfügbar. Erklärung dazu auf sciencefiles.org. 1. Karikatur: Bernd Zeller)

32 (2016 - 12 - 12)  Hubertus Hilgers

Leben in der Normalzeit

Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

 
Liebe gesundheitsbewußte Normalzeitler,

seit der Uhrzeitrückstellung vor sechs Wochen, in der Nacht von Sonntag, den 30. Oktober 2016, dürfen wir alle wieder im normalen Uhrzeitrhythmus leben, schlafen und arbeiten!

Die gesundheitlichen Befindlichkeitsstörungen, die jetzt noch kurzfristig auftreten, sind allesamt noch die Aus- und Nachwirkungen von sieben Monaten permanenten Schlafmangels und dem damit verbundenen Dauerstreß des widernatürlich verschobenen Zeit- und Biorhythmus des Körpers. (Taktung auf 23 Stunden).

Zur Uhrzeitrückstellung auf Normalzeit wurde auch wieder in den Medien über dieses Thema und die daraus entstehende Problematik eingegangen. und die Presse berichtet teilweise endlich mal "richtig" und spricht von der Normalzeit (die wir jetzt haben) und nicht von "Winterzeit"
.
Merke: Winterzeit ist eine Jahreszeit!!

Wie wichtig es ist, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, das übrigens alle Menschen betrifft, die von dieser Uhr-Zeit-Verordnung betroffen sind, zeigt der folgende Sachverhalt vom 23. März 2015 in einer EU-Anhörung vor drei Ausschüssen von der Kollegin Prof. Dr. Martha Merrow zum Thema "Die negativen Auswirkungen der Uhr-Zeit-Umstellung auf Daylight saving time MESZ (fälschlicherweise "Sommer"-Zeit genannt) vorgetragen wurde:

Bei dieser Expertenanhörung im Europaparlament schilderten Fachleute teils enorm negative Gesundheitsfolgen, Risiken und Probleme durch die Uhr-Zeit-Umstellung auf die MESZ - hier die wichtigsten Erkenntnisse:

- Gerade Ältere und Schulkinder leiden oft längere Zeit an der Uhr-Zeit-Umstellung MESZ.

- Der genetische Biorhythmus wird so massiv gestört, daß es zu starker Übermüdung, Konzentrationsstörungen und hohen Belastungen von Körper und Psyche mit dramatischen Folgen kommt: Eine höhere Zahl an Unfällen, speziell im Verkehr, deutlich mehr Herzinfarkte und schief gegangene Operationen (Kunstfehler), die in Summe tausende Menschenleben fordern.

- Der längerfristige chronische Schlafmangel verursacht eine:
signifikante Zunahme von Nikotin- und Alkoholkonsum und anderen Drogen, Übergewicht, Diabetes, Depressionen und sogar eine höhere Selbstmordrate.

- In der Arbeitswelt sind gravierende Folgen erkennbar: Die Leistungsfähigkeit und Produktivität von Mitarbeitern u.a. im Schichtbetrieb sinken markant. 

- Seit langem können auch die Landwirte ein Lied davon singen: Denn die Tiere haben es gleichfalls schwer, sich an neue Zeiten zu gewöhnen, in Deutschland wurde zuletzt ein Rückgang der Milchproduktion um 10 Prozent festgestellt.

- Und: Nach letzten Untersuchungen entstehen durch die Uhr-Zeitumstellungen jährliche Kosten in Milliardenhöhe, sowohl durch Mehraufwand im Transport- und Verkehrswesen, zum Beispiel durch die häufigen Fahrplanumstellungen.

 

Vielen herzlichen Dank im Voraus für Ihre Aufmerksamkeit und für Ihr beharrliches persönliches Engagement zur Beibehaltung der ganzjährigen Normalzeit!

Mit gesundheitlichen Grüßen in der endlich normalen Uhrzeit aus der Medizinstadt Erlangen


                                                        Equipe MEZ.MOMO & Hubertus Hilgers

31 (2016 - 12 - 06)  Uwe Morchutt

Bob Dylan – Sorry, keine Zeit

Die Antwort im Winde verweht!

 

Lange hat er warten müssen

 

Vielleicht zu lange? In ein paar Tagen, genauer gesagt am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, der 1896 gestorben ist, soll er ihn endlich verliehen bekommen, den Literaturnobelpreis 2016. Doch ausgerechnet an diesem Tag hat der Preisträger, Bob Dylan, schon etwas vor, das er nicht absagen möchte. Das habe Dylan in einem Brief zum Ausdruck gebracht. „Er wünschte, er könnte den Preis persönlich entgegennehmen, aber andere Verpflichtungen machen das leider unmöglich. Er betonte, dass er sich durch den Nobelpreis sehr geehrt fühlt."

 

Wieviele Jahre muss ein Texter und Komponist warten, bevor er den Literaturnobelpreis bekommt? Wieviele Jahre kann ein Mensch überhaupt warten, um das zu verstehn? Abgewandelt aus „Verweht im Wind“, „Blowin' in the Wind“. Robert Allen Zimmerman, der 1941 in Duluth, Minnesota, geboren wurde, hat wohl selbst nicht mehr daran geglaubt, so dass er mit 75 Jahren seinen Terminkalender randvoll gepackt hat. Immer wieder nur als Kandidat gehandelt zu werden, das nervt doch sehr! Tut mir leid, verehrtes Nobelpreis-Komitee, ich habe bedauerlicherweise keine Zeit! Der US-amerikanische Folk- und Rocksänger Bob Dylan tourt seit 1988 durch die Welt. Seine „Never Ending Tour“ darf schließlich nicht unterbrochen werden. Obwohl der Anlass nicht unattraktiv erscheint!

 

Die Schwedische Akademie ist bloßgestellt und enttäuscht

 

Die Akademie schrieb in einer Mitteilung, dass ein Preisträger nicht persönlich erscheine, sei zwar ungewöhnlich, kommt aber gelegentlich vor. Auch Doris Lessing, Harold Pinter und Elfriede Jelinek seien nicht gekommen. Dylan müsse aber innerhalb von sechs Monaten ab dem 10. Dezember seine Nobelvorlesung halten, dies sei die einzige Voraussetzung. Traditionell halten die Nobelpreisträger diese Rede in der Woche vor der Verleihung.

 

Zu der Ehrung gehören eine Urkunde - das sogenannte Nobel-Diplom -, eine Medaille und ein Dokument, auf dem die Dotierung von 8 Mio. schwedischen Kronen (rund 810.000 Euro) vermerkt ist. Auf welchem Weg Dylan die Medaille samt Schriftstücke nun bekommen soll, ist somit unklar. Ein Jury-Mitglied bezeichnete das Verhalten des 75-Jährigen deshalb auch als unhöflich und arrogant.

 

Wie heißt es so schön in „Like A Rolling Stone“, geschrieben 1965: „How does it feel / To be without a home / Like a complete unknown / Like a rolling stone?“ Wie fühlt es sich an, heimatlos zu sein, wie ein komplett Vergessener, wie ein haltloses Blatt im Wind? Warum musste Bob Dylan auch über all die vielen Jahre warten, bis er den Preis nun zugesprochen bekam.

Vielleicht kennt die Antwort nur der Wind: „Die Antwort, mein Freund, im Winde verweht.“

 

Zusammen mit George Harrison, Roy Orbison, Tom Petty und Jeff Lynne bildete Dylan von 1988 bis 1990 die Ausnahmeband „Travelling Wilburys". Dylans „Like A Rolling Stone" wurde vom Rollings Stone Magazine im Jahre 2004 zum besten Song aller Zeiten gewählt. Die Musikwelt, und nicht nur die, blickt auf eine stolze und beeindruckende Karriere, die einen nicht minder stolzen Künstler hervorgebracht hat. Eine lebende Legende sozusagen. Songs wie "Blowin' in the Wind" oder "Masters of War" wurden zu Hymnen der Hippie-Generation.

Vielleicht liegt es ja auch am Dynamit von Alfred Nobel? Finger weg, Explosionsgefahr!

Sorry, dafür habe ich keine Zeit! umo

30 (2016 - 10 - 26)  Nachdruck

Offener Brief an Merkel

Der Ex-Polizist Tim K. aus Nordrhein-Westfalen wirft

ihr die Zerstörung Deutschlands und Europas vor

 

„Sie zerstören weiter mit Hochdruck Europa und ich schreibe weiterhin mit Nachdruck öffentliche Briefe an Sie“, beginnt der Brief und knüpft somit an ein früheres Schreiben vom Mai dieses Jahres an.

Frau Merkel,

ich bin es wieder, Tim K., Ex-Polizist aus Nordrhein Westfalen und Ihnen mittlerweile selbstverständlich bekannt. Sie zerstören weiter mit Hochdruck Europa und ich schreibe weiterhin mit Nachdruck öffentliche Briefe an Sie. Ich möchte Ihnen auch auf diesem Wege mitteilen, dass ich mich von nun an noch mehr gesellschaftlich gegen Sie positionieren und engagieren werde. Ich habe bewusst den Begriff „politisch“ vermieden, da „Politik“ heutzutage alles macht und versucht, außer sich für die Belange der Bevölkerung, der kleinen Menschen und ihrer Zukunft einzusetzen.

Sie, Frau Merkel, sind für mich keine Bundeskanzlerin, da Sie zum einen Ihren Amtseid vollkommen gebrochen haben und zum anderen schlichtweg eine Verwalterin amerikanischer Interessen über dieses unsere Land sind. Der Flüchtlingszustrom in unser Land, der von Ihnen initiiert und gefördert wird, dient einzig und allein nur dazu, dieses Land und ganz Europa zu destabilisieren und letztendlich kaputt zu machen.

Ich war gestern im schönen Sachsen bei kostbaren und bereichernden Menschen, die mir aus der Praxis und unmittelbar aus der Realität berichtet haben. Eine Mischung aus Mitarbeitern in Flüchtlingsheimen, Bundespolizei, Handwerker und ganz normale Teile unserer Bevölkerung. Ist Ihnen bekannt, dass die Bundespolizei „Flüchtlinge“ ohne jegliche Kontrollen einfach in unser Land durchwinkt? Ist Ihnen bekannt, dass die meisten „Flüchtlinge“ gar keine Pässe besitzen und irgendwelche ausgedachte Namen, Herkunftsländer und Geburtsdaten angeben und diese Daten genau so übernommen werden?

Ist Ihnen bekannt, was für ein immenser Kostenapparat so ein „Flüchtlingsheim“ ist? Angefangen von einer Heimleitung, die 2500,- Euro, verdient, über einen 24 Stunden-Sicherheitsdienst, über eine immens hohe Kopf-Pauschale pro Flüchtling, über einen Sozialsatz den zum Beispiel eine 4-köpfige Familie einfach so bekommt, von dem eine einheimische Familie nur träumen kann?
Ist Ihnen bekannt, dass wenn eine Tür mutmaßlich zerstört wird in einem Flüchtlingsheim, dass diese Tür mit umgerechnet 180,- Euro dem Amt in Rechnung gestellt wird, dieses die Kosten ohne Belege einfach übernimmt und in der Realität für 20,- Euro die Tür provisorisch (bis zum nächsten Zerstören) gespachtelt wird? Freies WLAN! Extra-Anschlüsse, um die mordernsten und teuersten Smartphones zu laden? Freie Taxi- und Bus- und Bahnfahrten zum Einkaufen, Arzt- und Amtsbesuchen.

Ist Ihnen so etwas bekannt? Ist Ihnen bekannt, dass in vielen Städten bereits 14-jährige schwanger geworden sind? Ist Ihnen bekannt, dass es in diesem Land bereits Gebiete gibt, in denen sich die Polizei nur noch in Hundertschafts-Stärke hinein traut? Ist Ihnen bekannt, dass Frauen und Kinder im ganzen Land belästigt, begrabscht und bedroht werden? Ist Ihnen bekannt, dass bereits abgeschobene Flüchtlinge/Asylanten/Zuwanderer (ich weiß gar nicht, wie man diese Personen überhaupt noch nennen soll) in geregelten Abständen weitere Duldungen über 3–6 Monate erhalten und dieses die Regel ist und damit verbunden großzügige Leistungen weiterbezahlt werden? Ist Ihnen das bekannt? Wo kommen auf einmal diese vielen Milliarden von Euro her? Ist Ihnen die Herkunft bekannt? Und was mich aber am meisten interessiert ist, warum wurden Pflegestellen gestrichen, warum war kein Geld für Kindergärten, Kindertagesstätten, Altersheime und Tierheime da?

Für Steuererleichterungen? Wissen Sie, dass Ihr Justizminister Heiko Maas sich öffentlich auf Facebook bei der linksextremen Band „Feine Sahne Fischfilet“, die jahrelang vom Verfassungsschutz beobachtet wurde und Zeilen wie diese schreibt: „Deutschland ist Scheiße – Deutschland ist Dreck! Gib mir ein Like gegen Deutschland! Deutschland verrecke, das wäre wunderbar!“ für einen öffentlichen Auftritt gegen Rassismus in Anklam bedankt hat? Eine Band, deren Mitglieder wohlbemerkt allesamt als Linksextremisten bekannt und einige zudem durch linksextremistische-motivierte Gewaltstraftaten in Erscheinung getreten sind. Wissen Sie Frau Merkel, dass Vergewaltiger vor Gericht gefeiert werden, den Schutz der Justiz genießen und Opfer alleine und im Stich gelassen werden?

Ich sage es Ihnen immer und immer wieder klar und deutlich ins Gesicht:

Sie sind für all das verantwortlich! Sie geben all diesen Dingen, Ereignissen und der gesamten bedrohlichen Entwicklung ein Gesicht. Das Ihre! Haben Sie mitbekommen, dass Sie bei all Ihren Auslandsbesuchen inzwischen von der Bevölkerung ausgepfiffen und am liebsten aus dem jeweiligen Land gejagt werden sollen? In Tschechien wurden Sie mit „Merkel muss weg“ dank Ihrer „Flüchtlingspolitik“ begrüßt. Ich danke hiermit den Tschechen für ihr Engagement! Österreich kritisiert Sie und Ihre Politik ebenfalls scharf! Bravo! In Frankreich ist niemand mehr gut auf Sie zu sprechen! Hervorragend! Weiter so! Sie müssen so schnell wie möglich mit allen gesellschaftlich legitimierten und legalen Mitteln aus Ihrem Amt entfernt werden. Sie müssen mit allen legalen Mitteln gestoppt werden!

Sie müssen als die „Kanzlerin“ in die Geschichtsbücher eingehen, die Sie wirklich sind und waren. Nämlich als eine Frau, die gegen Ihr eigenes Land, gegen Ihre eigene Bevölkerung und gegen Europa regiert hat und nur Schaden und Destabilität erschaffen und alleine zu verantworten hat! Ich bin einer Ihrer größten Gegner und es ist mir eine Herzensangelegenheit und eine Frage der Ehre geworden, Sie und jeden, der Ihre Politik und Ihre Vorhaben unterstützt und Sie möglicherweise beerbt, gesellschaftlich mit allen erlaubten und legitimierten Mitteln frontal anzugehen und eine Gegenbewegung ins Leben zu rufen. Eine Gegenbewegung, die für die Bevölkerung einsteht. Die sich für unsere Kinder, für unsere älteren Menschen, unseren Sozialstaat und unsere innere Sicherheit einsetzt. Diese/diesen stärkt und unterstützt.

Eine Bewegung, die unabhängig von Politik, Herkunft oder Glauben, sich für die Moral, die Werte und für den Anstand einsetzt und stark macht. Für die Bevölkerung und gegen ausländische Machtinteressen und Wünsche und Forderungen der Großindustrie und der Wirtschaftsmagnaten. Die nächsten Wahlen sind wahrscheinlich noch die von Ihnen und Ihrer Gefolgschaft und es werden Ihnen weitere 4 Jahre gegeben, dieses Land völlig zu zerstören, aber die Zeit tickt unaufhaltsam für ein Erwachen der guten und anständigen Werte, des Engagements für die wirklich Bedürftigen und für die Menschen, die es wirklich verdient haben. Zuerst ist die eigene Bevölkerung dran und dann kann man sich über auswärtige Probleme kümmern und das auch nur so, wie es angemessen, richtig und vernünftig erscheint. In ganz Deutschland werden sich Menschen zusammenfinden, die unabhängig von links oder rechts eine vernünftige Einstellung zu unserem Land und seiner Entwicklung haben. Und je mehr diese Menschen werden, je eher ist Ihre Mission, Frau Merkel, beendet. Ich werde alles in meiner Macht Stehende dafür tun.
Mit der höchsten Form der Verachtung.

Tim K.

Der offene Brief vom 27. August ist derzeit schon über 8000 Mal auf Facebook geteilt worden und hat viele Unterstützerstimmen bekommen.

Übernahme des Textes aus „Unser Mitteleuropa“.

29 (2016 - 10 - 19)  Aussagen von Julian Assange

 „Strategische Entvölkerung“ Syriens

 

USA: Probleme schaffen, um diese beseitigen zu können!

 

Laut Julian Assange hat die Analyse von WikiLeaks vorliegenden diplomatischen Depeschen zu Tage gebracht, dass Gegner der syrischen Regierung bewusst auf eine abzielen, die nun in den Flüchtlingswellen nach Europa ihren Ausdruck findet. 

 

In einem Interview mit dem ThePressProject betonte der WikiLeaks-Gründer:

Gegner des Landes initiieren eine strategische Entvölkerung, um so die kämpferischen Kapazitäten der Regierung zu beschränken. Es ist vor allem die Mittelklasse die aus Syrien flieht. Ingenieure, Manager, Angestellte, da sie über die notwendigen Sprachkenntnisse, Geld und Verbindungen verfügen. Genau diese Berufsgruppen braucht man, um einen Regierung am Laufen zu halten.“

Syrer werden dazu ermutigt ihr Land zu verlassen, „indem Deutschland zu verstehen gibt, dass es sehr, sehr viele Flüchtlinge aufnehmen wird und indem die Türkei bereits drei Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat, und so die syrische Regierung signifikant schwächt“.

Syrien sei nicht der einzige Fall in dem “Flüchtlinge als Waffe” genutzt wurden, so Assange weiter. Laut diplomatischen Depeschen die sich in der Hand von WikiLeaks befinden, hätte die schwedische Regierung im Rahmen der Irak-Invasion gegenüber den USA argumentiert, dass die Aufnahme von irakischen Flüchtlingen „Schwedens Beitrag zum Irak-Krieg“ sei.

 

“Die Situation [die aktuelle Flüchtlingswelle] ist das Resultat der US-amerikanischen, britischen und französischen Politik im Nahen Osten in Zusammenarbeit mit ihren regionalen Verbündeten wie Katar, die Türkei, Jordanien, Saudi Arabien und Israel“, lautet die Einschätzung Assanges.

 

Zudem weist er daraufhin, dass von WikiLeaks veröffentlichte Dokumente belegen, dass die USA bereits seit 2006 am Sturz der Assad-Regierung gearbeitet hatten.

„Die USA versuchten mit subversiven Aktivitäten die syrischen Regierung ‚paranoid‘ zu machen und zu Überreaktionen zu reizen, durch das Anheizen von Konflikten zwischen Sunniten und Schiiten, dem Versuch ausländische Investitionen zum Stoppen zu bringen und die geheime Finanzierung zahlreicher NGOs in Syrien“, so die Argumentation von Assange, die er weiter ausführt:

Natürlich zieht die CIA daraus Vorteile. Sie kreiert ein Problem, für das sie dann ein noch größeres Budget verlangen kann, um es dann anschließend zu lösen. Ähnlich zeigt sich die Situation bei Söldner-Firmen, Waffenherstellern und –händlern. Wenn es keine Probleme gibt, werden ihre Budgets gekürzt, also fabrizieren sie Probleme."

Indem Syrien in diese Situation gebracht wird, verfolgen die USA auch einen “geostrategischen Plan, der ihrer Einschätzung nach, die Hisbollah schwächt, Israel größere Kontrolle der Golanhöhen einräumt, einen wichtigen regionalen Partner [Syrien] des Irans außer Gefecht setzt sowie Russland seiner einzigen verbliebenen Militärbasis außerhalb des Gebietes der ehemaligen Sowjetunion beraubt, und schlussendlich so den Weg bahnt für eine Pipeline von Katar über Saudi Arabien und Syrien nach Europa, um mit den russischen Erdgaslieferungen konkurrieren zu können“ so die abschließende Einschätzung des WikiLeaks Gründers.

 

„Refugees welcome!“, rufen viele Linke und sind sich gar nicht bewusst, wie ihr Humanismus für inhumane Ziele dienstbar gemacht wird. „Weg mit dem Diktator!“, rufen andere, die sich ebenso als Linke sehen, mit Humanismus aber nichts mehr gemein haben, da sie Krieg bereits längst als legitimes Mittel der Politik akzeptieren. Syrien ist ein gutes Beispiel dafür, wie unreflektierter Humanismus in Barbarei umzuschlagen droht: Erst hat man die Öffentlichkeit belogen und betrogen, was die Lage vor Ort und die geopolitischen Interessen des Westens vor Ort angeht. Dann hat man Mörderbanden engagiert und ein Land zugrunde gerichtet. Auch, indem man es gezielt aushungern ließ. Und nun bedient man sich des „Refugees welcome!“ primär für syrische Flüchtlinge und forciert damit eine Entvölkerungsstrategie, die einen „Regime Change“ möglich machen und die Region im Sinne westlicher Interessen neu ordnen soll.

 

Thema 28:

(2016 - 07 - 27)  Mathias Brandt/BJM

Deep and Dark

Das finden Kriminelle

im Darknet

Seit München ist das Darknet ein großes Thema. Diese Ecke des Internets lässt sich nicht mit normalen Suchmaschinen, sondern nur mit Hilfe von Anonymisierungs-Diensten wie dem "The Onion Router" (TOR) erreichen.

 

In einer im Februar 2016 durchgeführten Studie hat das Londoner Unternehmen Intelliagg sich genauer angeguckt, was im Darknet drin ist. Demnach sind insgesamt nicht ganz die Hälfte der Inhalte im TOR-Netzwerk illegal (nach UK oder US-Recht). Eine Auswertung von rund 13.600 Webseiten ergab, dass File Sharing, geleakte Daten und Finanzbetrug die häufigsten Kategorien sind. Dagegen befassten sich nur vier Prozent der analysierten Adressen mit Drogen und 0,3 Prozent mit Waffen. Letztere im Darknet zu kaufen ist übrigens gar nicht so einfach. Tatsächlich hat der Täter von München dafür laut Medienberichten Monate gebraucht, sagte Linus Neumann vom Chaos Computer Club. In der realen Welt wäre dies wahrscheinlich sehr viel schneller gegangen. Der Umfang des Drogen- und Waffenhandels im Darknet sei weitaus geringer als derjenige außerhalb des Internets. Nach dem Amoklauf in München streiten Experten über anonyme Marktplätze im Internet – das Darknet. 

 

Der Chaos Computer Club (CCC) warnte, die anonymen Bereiche des Internets zu verteufeln. "Das Bedrohungsszenario, das von deutschen Behörden gezeichnet wird, ist lau Neumann nicht sehr realistisch".

 

Ursprünglich sei das Darknet zum Schutz von Dissidenten entwickelt worden, die darauf angewiesen sind, anonym zu veröffentlichen und sich informieren zu können. Das gelte heute insbesondere für Menschen in der Türkei, Iran oder Syrien, sagte Neumann: "Hier ist eine Abwägung von Schaden und Nutzen wichtig."

 

Aber auch Pädophilen-Ringe operieren verdeckt im Darknet.

Eine Anonymous-Gruppe berichtet, wie sie trotz Tor an IP-Adressen von Pädophilen gelangten. Dabei nutzten sie die Hilfe von Firefox-Entwicklern bei der Mozilla Foundation.  Anonymous hatte mit der Operation Darknet versteckte Pädophilen-Plattformen im Darknet attackiert. Ziel waren die Kinderpornografie-Plattform Lolita City, die Wiki-Rubrik Hard Candy und das Webhosting-Unternehmen Freedom Hosting, die anonymisierende Netzwerke wie Tor, I2P und Freenode missbrauchen.

Thema 27:

 

(2016 - 04 - 23)  Bernd Jürgen Morchutt

Merkel und Böhmermann spalten Laptopwerker

 

Streiten fördert die Klarheit der Gedanken

Hallo, Webmaster!

Ich habe mir das Böhmermann-Gedicht angesehen. Ich muss sagen, und nicht nur ich, das ist tatsächlich unter der Gürtellinie.
Wenn Erdogan darauf reagiert hat, dann nicht zu unrecht.
Der Mann ist zwar ein gefährlicher Politiker und nutzt die Flüchtlingsproblematik für sich gegen Deutschland aus, aber
das Gedicht ist eine tatsächliche Beleidigung und hat mit Freiheit der Kunst nichts zu tun. Ich hoffe, Du hast den Text gelesen in seinem Missbrauch der deutschen Sprache und der Tatsache, dass in Deutschland schon einmal eine Religion verteufelt wurde. Erdogan muss zwar in die Schranken gewiesen werden, aber nicht nur von uns Deutschen.

Nur Böhmermann hat die Grenzen des Anstandes weit überschritten. Wir beide sind Journalisten, pflegen die deutsche Sprache, aber nicht solche Schmähworte wie "Sein Gelöt stinkt schlimm nach Döner, selbst ein Schweinefurz riecht schöner", und so weiter.

Da sollte Laptopwerk doch etwas zurückdrehen.

Karl-Heinz Otto

 

Lieber Kalle, vielen Dank für Deine Bemerkungen. Diese haben mich zum nochmaligen Nachdenken angeregt.

 

Der Inhalt der Böhmermann-Schmäh erscheint mir zweitrangig. Ich kannte den Herrn Autor vorher gar nicht, natürlich auch nicht seine Sendung im ZDF. Die Verantwortlichen beim Zweiten hatten sein „Gedicht“ vorher geprüft. Wenn ein Chefredakteur einen Text abnickt, dann muss er später auch dafür geradestehen. Da darf ein Anruf bzw. eine Bewertung der Kanzlerin nicht dazu führen, einen bereits gesendeten Beitrag nachträglich aus dem Netz zu verbannen. Was soll die späte und überflüssige Entschuldigung, Frau Merkel? Ich finde, bei uns ist etwas faul in Sachen Medien- und Satirefreiheit.

Als Webmaster kann ich unseren Usern versichern, dass ein derartiges Geistesprodukt keine Chance hätte, über unsere Plattform ins Netz zu gelangen. Allerdings finde ich es richtig und notwendig, dass sich Satiriker und Comedian unseres Landes mit einem menschenverachtenden Despoten auseinandersetzen.

Die NDR-Sendung "extra 3" brachte vor kurzem ein zweiminütiges Musikvideo mit dem Titel "Erdowie, Erdowo, Erdogan". "Ein Journalist der was verfasst, das Erdogan nicht passt, ist morgen schon im Knast", lautet eine Zeile. Neben der Einschränkung der Pressefreiheit werden dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan auch die erbarmungslose Niederschlagung der Kurden und ein hartes Vorgehen gegen Frauen vorgeworfen. Die Persiflage von Christian Ehring fand ich außerordentlich gelungen. Deshalb hatte ich auf unserer Seite auch einen Link angebracht. Im Sport heißt es immer, wer austeilt, muss auch einstecken können. Auf diese Niveauebene muss sich ein Herr Erdogan nicht quälen. Der bestellt lieber den Deutschen Botschafter ein.

Fataler als der Inhalt einer fragwürdigen Lyrik, über die zumindest Mathias Döpfner herzerfrischend lachen konnte, erscheint mir die Haltung der deutschen Bundesregierung. Statt auf einen bismarckschen Paragrafen zu pochen, hätte man die Einmischung Erdogans in die inneren Angelegenheiten der Bundesrepublik Deutschland zurückweisen oder wenigstens ignorieren sollen. Wen wundert`s, dass Merkel und Co. die größte Lachnummer in Europa sind.

 

Warum gibt es eigentlich so wenig Satire über unsere eigenen politischen „Führungskräfte“? Die Gaucks, Merkels, Altmaiers, Gabriels, Özdemirs und Hofreiters liefern doch täglich den Stoff für abendfüllende Programme. An die traut sich keiner ran, oder er geht zum Lachen in den Keller. 

Warum hat Grimme-Preisträger Böhmermann statt Erdogan nicht Putin genommen? Dann wäre der nächste Award sicher gewesen, sogar mit demselben Text. Die Nation hätte sich köstlich amüsiert.

 

Niemand merkt, wie die ehemals großen Parteien die Medien einverleiben und die Journalisten der Leitmedien zu Regierungssprechern degradieren.

Aufgewachsen in der Wohlfühloase Deutschland sehen die Kollegen das Negative nur außerhalb unserer Grenzen oder aktuell bei der AfD. Die Medien sind derart in das System eingebunden, dass selbst deutsche Waffenexporte und Kriegseinsätze positiv geschrieben werden. Sogar der hauptstädtische Skandal-Airport taugt nur für kleine Witzchen. Nur gut, dass deutsche Sportler (die richtigen, nicht die DDR-Typen) nie gedopt haben und auch in Zukunft ihre Hände fern von verbotenen und gesundheitsschädlichen Mittelchen halten werden. Mindestens die letzten zehn Jahre wollte man uns in dem Glauben lassen, dass bisher nur Fußball-Großereignisse, die in Deutschland ausgetragen, auch sauber vergeben wurden.

 

Alle deutschen Journalisten schreiben oder reden geflissentlich (wie auf Kommando) über die Integrationschancen der fremden Neuankömmlinge. Wo sind denn jemals größere Migrationsgruppen integriert worden? Was bei den zehn Millionen Sinti und Roma in Europa nicht gelungen ist, was bei den Türken in Deutschland fehlschlug, was bei den Nordafrikanern in Frankreich und Belgien versagte, was bei Indern und Pakistani in Großbritannien versäumt wurde, soll jetzt mit islamverbundenen Syrern – just obviously - europaweit funktionieren? Wir verstehen doch unter Integration eher, dass sich Mehrheiten mit dem extremen Anderssein der Minderheiten abfinden müssen.

 

Selbst eine deutsch-deutsche Integration fand nicht statt, sicher die leichteste aller möglichen Konstellationen.

 

Auch die wirtschaftliche Krise bei den Printmedien zwingt immer mehr Zeitungs- und Zeitschriftenverlage dazu, ihre Redaktionen zusammenzulegen. Reporter ohne Grenzen beklagt zunehmende Veröffentlichungen gleicher Inhalte durch Regionalverlage, die von zentralen Redaktionen versorgt werden. Die Pressevielfalt in Deutschland nehme immer weiter ab, Inhalt und Ausrichtung der Zeitungen seien zunehmend identisch. 

 

Wenn ich auf der Straße einer verhüllten Frau begegne, stelle ich mir zwangsläufig die Frage: Hat die Angst vor meinen unbeherrschten, zwanghaften sexuellen Trieben? Burka, Niqab und andere Verschleierungen sind vor allem ein permanent sichtbarer Mittelfinger in Richtung jeder aufgeklärten, emanzipierten europäischen Frau und jeder, die in ihrem Herkunftsland gegen diese Unterdrückung kämpft. Müssen wir in Deutschland eine mittelalterliche Lebensform akzeptieren und deren Vertreter einladen, mit uns zu leben? Da war selbst Martin Luther vor 499 Jahren fortschrittlicher!

 

In diesem Sinne sollten wir uns bewusst über die Verse der Böhmermanns wundern und ärgern. Je tiefer die Gürtellinie sinkt, desto klarer kommen unsere eigenen Schwächen, Versäumnisse und Haltungen zum Vorschein.

BJM

Thema 26:

Die Natur spielt nicht mit 

 

(2015 - 12 - 30)  Uwe Morchutt

Keine Lust mehr auf Wintersport!

Kunstschnee - teuer und schädlich für die Umwelt

 

Ein Irrsinn. Der Mensch zerstört absichtlich seine Lebensgrundlage, um Wintersport zu betreiben oder ihn sich anzuschauen! Denn der Kunstschnee lässt sich erst ab einer Temperatur von rund minus vier Grad Celsius erzeugen.

 

Was brauche ich dafür?

 

Hier die Zutatenliste zum selber Schneemachen!
Ein Kubikmeter Wasser reicht je nach Temperatur aus, um zwei bis drei Liter Schnee zu erzeugen. Wie viel Piste man damit beschneien kann, hängt unter anderem davon ab, wie steil diese ist, wie warm es ist, ob z.B. Wind die frischen Flocken weg pustet und welcher Untergrund beschneit wird: Auf Gras (Turf) reichen in der Regel schon 20 Zentimeter Kunstschnee aus. Auf einem steinigen Untergrund ist natürlich mehr Schnee erforderlich.

 

Liegt bereits Schnee, wird nur noch punktuell aufgefrischt. Dafür gibt es entweder Schneekanonen oder Schneelanzen. Was eingesetzt wird, hängt von der Art der Piste ab. Mit Lanzen kann man den Schnee gezielter verteilen. Dafür sprühen die Lanzen aber nur bis 40 m weit, so ein erfahrener Pisten-Schneemacher. Mit Schneekanonen lassen sich größere Bereiche beschneien. Sie beschneien bis zu 120 m weit und sind obendrein noch schwenkbar.

 

Was kostet der Spaß?

 

Ob man nun Lanzen oder Kanonen verwendet, ist auch eine Frage des Preises. Die Lanze kostet rund 4.000 bis 5.000 Euro. Für eine Schnee-Kanone muss man pro Stück schon einmal bis zu 27.000 Euro einplanen. Dafür benötigt man aber weniger Kanonen. Lanzen müssen rund alle 40 m aufgestellt werden, bei Kanonen reichen 80 m.

 

Neben den Anschaffungskosten fallen aber noch Betriebskosten an. Pro Kubikmeter Wasser müssen zwischen 5 und 15 Euro aufgewendet werden, sagt ein erfahrener „Schneemann“! Die Kosten sind ausschließlich für die Energie notwendig, die man fürs Pumpen des Wassers aus den Reservoirs zu den Schneeerzeugern benötigt. Das Wasser sollte nahezu Trinkqualität haben, damit keine Schadstoffe in den Schnee und später auf die Wiesen gelangt. Es wird deshalb gefiltert, damit die Düsen nicht verstopfen.

In Serfaus-Fiss-Ladis, Tirol – Österreich, beispielsweise wurden laut dem Schneeverantwortlichen in der Saison 2011/2012 rund 420.000 Kubikmeter, also 420 Millionen Liter, Wasser für die Beschneiung eingesetzt. Ein Kubikmeter kostet, wie bereits festgestellt, zwischen 5 und 15 Euro. Das bedeutet, dass alleine die Beschneiung in einer Saison zwischen 2,1 und 6,3 Millionen Euro gekostet hat. Die Kosten für die Lanzen, Kanonen, Wartung, Leitungen und Reparatur noch nicht eingerechnet.

 

Guter Kunstschnee erfordert einen hohen technischen Aufwand

 

Die OECD kritisiert den enormen Verbrauch an Wasser und Energie und sieht langfristig einen enormen Schaden für die Umwelt.

Die etwa 19.000 Schneekanonen in Österreich (Stand Februar 2013) verbrauchen pro Jahr und pro Hektar etwa sechs Millionen Liter Wasser und insgesamt 260.000 MWh Strom. Somit verbrauchen die Schneekanonen Europas soviel Energie wie eine Stadt von 150.000 Einwohnern und so viel Wasser wie eine Großstadt wie Hamburg. Forscher haben festgestellt, dass seit Einführung der Schneekanonen bis zu 70 Prozent weniger Wasser in Bächen und Flüssen der französischen Alpen fließt.

 

Der Wirkungsgrad einer Beschneiungsanlage steigt mit sinkender Temperatur linear an. Je kälter es ist, natürlich nur im Bereich der Minusgrade, desto mehr Schnee kann hergestellt werden. Noch Lust auf Wintersport? Prost Mahlzeit! Ich spiele nur noch Schach! umo

Thema 26:

Die Natur spielt nicht mit 

 

(2015 - 12 - 29)  Hilmar Bürger

Wintersport,

was nun?

Kunstschnee auf

Teufel komm raus?

Wenn ein Thüringer von einem Thüringer behauptet, er würde

Märchen erzählen, so steht ihm das zu. Die Absage des Biathlon-Weltcups durch Oberhofer Organisatoren ist allerdings leider kein Märchen. Sie ist zutiefst zu bedauern.

Aber darum geht es mir diesmal nicht. Ich beurteile die "Großartigkeit" des Biathlonspektakels auf Schalke ganz anders: Wenn man an die Umweltprobleme denkt, ist das unverantwortlich.

Bei aller Liebe zum Sport und auch zum Biathlon.

Um die 1299 m lange Strecke und ihr Umfeld auf Schalke wintergemäß zu präparieren, wurden in der Neusser Skihalle 4000 Kubikmeter Kunstschnee produziert. Für eine noch aufwendigere Strecke als vordem, wie zu lesen war. Wenn auch mehr als 40 000 Zuschauer gekommen waren, so bleibt doch die Frage:

 

Was soll das?

 

Die tapferen Organisatoren des Oberhofer Biathlon-Weltcups, die jetzt wegen des Vorfrühlings am Rennsteig passen mussten, werden mit gemischten Gefühlen nach Gelsenkirchen schauen.

Für meine Begriffe ist das alles nicht nur zu einer Frage des Geldes, sondern auch zu einer der Moral geworden. Die Natur streikt in Sachen Wintersport. Und das ist nicht das erste Mal. Voller Wehmut denkt man an Wettkämpfe im Schnee und auf dem Eis, die einst mit ziemlicher Zuverlässigkeit „von oben“ serviert wurden.

Gerade jetzt, wo die Umweltbelastung als Gretchenfrage der Menschheit steht, sollte man doch einmal darüber nachdenken, wie Wintersport natur- und kostenfreundlicher betrieben werden kann. Etliche dieser Sportarten kommen ja von einer Sommervariante auf Rollen. Und die ausgefeilte Trainingsmethodik zeigt, wie beispielsweise eben auch Biathlon oder Skilaufen auf Rollen, Skispringen auf Matten betrieben werden kann.

Die Natur zwingt zum Nachdenken

 

Es gibt also durchaus Alternativen. Die man bei ähnlicher Klimaentwicklung ohne Schnee- und Eis durchaus wettkampfmäßig bestreiten kann. Man sollte sie offiziell auch im Winter nutzen. Und wenn dieser dann wirklich mal kommt, könnte man ja umschalten. So blieben unnötige Kopfstände und Aufwendungen erspart. Und wenn es mal so richtig schneit und der Frost klirrt, könnte man sogar auch auf Schalke davon profitieren.

Ich habe der Rubrik "Mein Senf dazu" noch weitere Gedanken hinzugefügt - siehe www.habe-web.de/mein-senf-dazu. Es wäre toll, auch die Meinung anderer zu erfahren.

Hilmar Bürger

(Gotha/Thüringen)

Thema 25: Flüchtlingsstrom nach Europa - was nun?

25.2  (2015 - 08 - 20)  Bernd Jürgen Morchutt

Größer könnte

die Katastrophe

gar nicht sein

 

Politik versagt wieder mal auf der ganzen Linie

Täglich prasseln die News dieser Welt auf uns hernieder. Ukraine und Griechenland interessieren nicht mehr. Vor 26 Jahren waren Flüchtlinge Helden, die das Recht hatten, für ein Leben in Freiheit Risiken auf sich zu nehmen. Heute gelten diese Menschen als Kollateralschaden der Globalisierungspolitik. Es gibt nur noch eine richtige kommunistische Diktatur, die von den USA auferlegte Demokratisierung in Afrika und Asien schreitet voran, doch die Zahl der Flüchtlinge geht in die Millionen. Sie möchten von dem Kuchen abhaben, den ihnen einige von „uns“ weggenommen haben.

 

Staufi gab vor ein paar Tagen den Anstoß zu diesem Streitthema. Weitere Statements sind durchaus erwünscht...

 

Weshalb gibt es eigentlich Politiker?

 

Wenn sie gebraucht werden, sind sie nicht da. Das liegt aber nicht an der Sommerpause. Das betrifft alle zwölf Monate eines Jahres. Wofür bekommen die ihr Gehalt, die Büros mit Personal, die riesigen Dienstwagen mit Chauffeur? Jeder von denen kümmert sich doch nur um sein persönliches Wohlergehen und ein stetiges Anwachsen der Privatkonten. Und diese Einschätzung beziehe ich auf alle mir bekannten Parteien in Deutschland.

 

Nehmen wir Europa und die Europäische Union. Dieses wirtschaftlich-militärische Konstrukt. Grenzen und Zollschranken wurden beseitigt, damit sich die internationalen Konzerne von West nach Ost ausbreiten können. Das EU-Recht erlaubt, dass Ausländer auch in fremden Staaten Grund und Boden erwerben dürfen, um darauf eigene Immobilien für Forschungs-, Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsstätten zu errichten.

Eine gemeinsame Währung verhindert Umtausch-, Kurs- und Transferverluste. All diese Vorhaben wurden rasch und zielorientiert umgesetzt, und zwar von der Wirtschaft.

 

Welche Aufgaben hat die Politik in dieser Zeit übernommen und erfolgreich gelöst?

 

Keiner bekam mit, dass mit der Aufnahme Ungarns, der Slowakei, Bulgariens und Rumäniens etwa zehn Millionen Sinti und Roma zu EU-Bürgern mit uneingeschränkter Reisefreiheit wurden. Als die dann tatsächlich in Paris, London, Madrid, Rom oder Berlin eintrafen, begann das große Staunen.

 

Über Jahrzehnte gestaltete man Griechenland zu einem militärstrategischen Außenposten der NATO sowie zu einer Konsum- und Urlaubsoase für die gestressten Westeuropäer. Darüber hinaus entwickelte sich ein latentes und bereitwilliges Arbeitskräftereservoir mit vielfältigen internationalen Einsatzmöglichkeiten. Dass daraus ein milliardenschwerer Krisensumpf werden würde, bemerkte natürlich niemand.

 

Es gibt kaum eine Region in dieser Welt, die nicht geeignet wäre, mit direktem oder verdecktem Einsatz von NATO-Streitkräften für Demokratie und Freiheit zu sorgen. Es sei denn, diese Länder haben keine wirtschaftlichen oder natürlichen Ressourcen, sind strategisch bedeutungslos oder heißen z.B. Russland, China oder Nordkorea.

 

Diktatoren und absolute Herrscher werden gestürzt, religiöse, ethnische und nationale Konflikte geschürt, Staaten und Volkswirtschaften zerbrechen, Bürgerkriege und Eroberungsfeldzüge gewinnen die Oberhand. Dass in diesen Ländern Menschen leben, die ohne große Ansprüche ihren Berufen nachgehen, in den Familien geschützt, in Frieden und ohne wirtschaftliche Existenzangst den Alltag gestalten möchten, konnte keiner der europäischen Politiker vorhersehen.

 

Jetzt laufen sie davon

 

Hunderttausende, Millionen sind auf der Flucht. Die einen rennen um ihr Leben, die anderen haben ihre Familien und Lebensgrundlagen verloren, suchen einen Neuanfang fernab der lebensunwürdigen Heimat. Unter die Notleidenden mischen sich Abenteurer und Spekulanten, von professionellen Supervisoren unterrichtet, folgen sie den vorgegebenen Fluchtwegen, um die anvisierten und im Voraus bezahlten Zieldestinationen zu erreichen. Schlepperbanden sind von Zentralafrika bis Skandinavien im Einsatz. Mit Menschenhandel werden Millionen verdient. Sicher das profitabelste Geschäft unserer Tage.

 

Alle vereint ein Ziel: Westeuropa und dann möglichst nach Schweden oder Deutschland. Nicht, weil sie Deutsch oder Schwedisch als die am einfachsten zu erlernenden Fremdsprachen einstufen – im Vergleich zu Rumänisch oder Bulgarisch. Nein, man kennt sich aus mit den Sozialleistungen und den Bedingungen diese zu erhalten. Sie wissen, welche Gesetze in den jeweiligen Ländern greifen. Sie sind unterrichtet, wie sich die Politiker engagieren und welche Bürokratien ihnen einen möglichst langen Aufenthalt garantieren.

 

Vor meiner Haustür steht seit ein paar Wochen ein Containerdorf

 

Direkt am größten Verkehrsknotenpunkt des Stadtbezirkes Marzahn/Hellersdorf am Blumberger Damm. Ein noch unpassenderer Standort lässt sich kaum finden.

Die Mitarbeiter und Verantwortlichen sind nervös und gereizt. „Wenn sie schon fotografieren müssen, dann sollten keine Menschen zu sehen sein“, wurde ich am Zaun zurechtgewiesen. Flüchtlinge und Asylsuchende waren bis zu diesem Tag noch nicht eingetroffen. Ein Mannschaftswagen der Polizei steht jeden Tag 24 Stunden vor dem Gelände, in der Hoffnung, Übergriffe Rechtsradikaler und verärgerter Anwohner rechtzeitig zu unterbinden.

Von Willkommenskultur keine Spur. Die Ankömmlinge werden sich schnell heimisch fühlen. Ein abgeschottetes Lager für Fremde. Freiwillige Helfer werden gesucht. Nichts wurde korrekt vorbereitet, von den Deutschen, die in der ganzen Welt für ihr Organisationstalent bewundert werden.

 

Lagen die Vorbereitungsarbeiten nicht auf Seiten der Politiker?

 

Aber dieser Tagesordnungspunkt stand nie auf deren To-Do-Liste. Bei richtiger Organisation, Information und rechtzeitiger wie objektiver Herangehensweise könnte Deutschland das Zehnfache an Hilfesuchenden verkraften. Und die würden unter menschenwürdigen Bedingungen betreut und in die Gesellschaft integriert werden können. Für das, was zur Zeit geschieht, was man sieht, hört oder selbst erlebt, schäme ich mich. Ich ärgere mich, ich bin wütend über das inhumane und indifferente Vorgehen der deutschen Behörden.

 

Wir sollten uns aber genau anschauen, wer um Aufnahme in unser Land ersucht. Wer von Griechenland kommend in Mazedonien auf die Züge springt, um über Serbien, Ungarn weiter nach Westeuropa zu gelangen, ist für mich kein Kriegsflüchtling aus Syrien. Das gilt auch für die Tunnelakrobaten von Calais am Ärmelkanal. Viele der auf der Flucht befindlichen Familien haben eine schwangere Frau bei sich. Als Schutz vor rascher Abschiebung?

Ich bin mir sicher, die „cleveren Flüchtlinge“, die ihren Europatransfer mit Zehn- oder Zwanzigtausend Euro finanziert und organisiert haben, werden schneller ein Bleiberecht erhalten, als die gestrandeten mittellosen Bombenopfer aus Aleppo.

 

Deshalb bewundere ich jeden Tag unsere Demokratie: Keiner will Kriege, die Mehrheit ist gegen Waffenproduktion und -exporte, Kriegseinsätze der Bundeswehr werden abgelehnt – trotzdem findet alles wie selbstverständlich und tagtäglich statt.

 

Damit die Heuchelei perfekt wird, kümmern sich Durchschnittsbürger wie Du und Ich um die Flüchtlinge, für die andere verantwortlich sind. Das nennt man dann ausgleichende Gerechtigkeit. Wir begrüßen die echten und falschen Asylsuchenden vor unserer Haustür. Siehe auch IM BILDE vom 20. August!

BJM

Do              20.07.2017 

Nr.           2.461 - 1.158

Aktualisierung        19:15

Übrigens,

 

… in Berlin werden immer noch dringend Wahlhelfer gesucht - ein Interessent wollte sich deshalb melden, aber … Sie glauben nicht, was dann geschah (doch Sie ahnen es sicherlich): Online ließ sich die „Bereitschaftserklärung" auf dem beschriebenen Weg an die angegebene Stelle nicht senden, also schickte unser freundlicher Helfer das Papier per Mail an die allgemeine Adresse des Bezirksamts - das war vor zehn Tagen, bis heute keine Antwort. Nächster Versuch: Persönliche Anmeldung im Rathaus Weißensee - doch dort hieß es: Nicht bei uns! Fahren Sie zum Rathaus Pankow … Das Resümee: „Im Bürgeramt Weißensee kann man kein Formular raussuchen und das ausgefüllte Ding dann nach Pankow senden? Statt dessen soll ich noch Fahrgeld bezahlen, um nach Pankow zu kommen? Also lassen wir das.“ TSCP

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 19.07.2017

17    19   21   27    36   41    SZ: 1

Spiel 77:  0177 997 

 

Super 6: 422 100  

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1974 (2017-07-20) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Metalldiebe im Bergener Gotteshaus

In Sankt Marien hat

die Stunde 61 Minuten

Die westliche Außenwand

mit dem Grabstein einens

wendischen Priesters

BREAKING NEWS

Stand: 20.07.2017 - 19.25 Uhr

 

International

 

US-Präsident Donald Trump hat laut einem Medienbericht die verdeckten Waffenlieferungen der CIA an syrische Rebellen, die gegen die Regierung von Bashar al-Assad kämpfen, stoppen lassen. Die Entscheidung habe Trump vor knapp einem Monat nach einem Treffen mit CIA-Direktor Mike Pompeo und seinem Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster getroffen.

 

Nach dem Hickhack um die Gesundheitsreform und die Russland-Affäre seines Sohnes bringt ein Zeitungsinterview US-Präsident Donald Trump abermals in Erklärungsnot. Eben wegen der Kontakte seines Teams nach Moskau hat sich Trump nun offenbar nachhaltig mit seinem Justizminister Jeff Sessions entzweit. Er hätte Sessions nicht ernannt, wenn er gewusst hätte, dass dieser sich in der Causa für befangen erklären würde, sagte Trump in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der "New York Times".

 

In Russland ist der Entzug der Staatsbürgerschaft bei einer Verurteilung wegen terroristischer Straftaten nun möglich. Die Abgeordneten des Unterhauses verabschiedeten am Mittwoch in Moskau in dritter Lesung das Gesetz, das ausschließlich eingebürgerte Russen betrifft.

 

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu befand sich im Gespräch mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Sein Mikrofon soll bei dem privaten Treffen zeitweise noch eingeschaltet gewesen sein, so dass ihn Journalisten außerhalb des Zimmers hätten hören können. "Europa gefährdet seine eigene Entwicklung, in dem es seine Beziehung zu Israel in Gefahr bringt wegen dieses verrückten Versuchs, Bedingungen zu schaffen" für einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern, sagte er laut "Ynet" weiter. "Europa muss sich entscheiden, ob es leben und gedeihen will oder ausdörren und verschwinden."

 

In Griechenland haben sich in den vergangenen Wochen gewalttätige Angriffe auf Migranten gehäuft. Die Attacken werden meist nachts von Schlägertrupps durchgeführt, die mit Messern und Schlagstöcken bewaffnet sind.

 

Beim Errichten von Wohnraum haut Österreich im internationalen Vergleich kräftig auf den Putz: Mit 7,6 Bauvorhaben pro 1.000 Einwohner wurde 2016 der höchste Wert von 19 untersuchten Ländern erreicht, wie aus dem aktuellen Deloitte Property Index hervorgeht. Dahinter folgten Israel mit 6,1 und Frankreich mit 5,7 geplanten Wohnungen. Das Schlusslicht bildete Portugal mit 1,1 Wohnbauvorhaben. 

 

Deutschland/Berlin

 

Im Streit zwischen der Türkei und Deutschland über die Inhaftierung deutscher Staatsbürger wird der Ton immer schärfer. Das türkische Außenministerium erklärte am Donnerstag, die deutschen Äußerungen zur Festnahme von Menschenrechtsaktivisten seien nicht akzeptabel. "Das war eine direkte Einmischung in Angelegenheiten der türkischen Justiz."

 

Ein Unwetter über dem Ruhrgebiet hat zum Tod einer 51 Jahre alten Frau in Dortmund geführt. Die Frau sei an den lebensgefährlichen Verletzungen gestorben, die ihr am Mittwochabend ein umstürzender Baum zugefügt habe, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. 

 

Sport

 

Fussball

 

Teammanager Antonio Conte hat seinen Vertrag beim englischen Fußball-Meister FC Chelsea vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2021 verlängert. Das gaben die Londoner am Dienstagabend bekannt. Der ursprüngliche Vertrag des 47-Jährigen wäre bis 2019 gelaufen.

 

Spaniens Fußball-Teamstürmer Alvaro Morata wechselt von Champions-League-Sieger Real Madrid nach London zum englischen Meister Chelsea. Dies bestätigten beide Clubs am Mittwochabend. Die Ablösesumme für den 24-Jährigen soll laut spanischen Medienberichten 80 Millionen Euro betragen. Damit würde Morata zum Rekord-Verkauf der Madrilenen und zum teuersten Chelsea-Transfer. 

 

Radsport

 

Tour de France

 

Chris Froome strampelt bei der Tour de France seinem vierten Gesamtsieg entgegen. Der Brite hielt mit seinem Sky-Team am Donnerstag auch auf der letzten Bergetappe den Angriffen der Konkurrenz stand. Auf der 18. Etappe mit dem Schlussanstieg auf den Col d'Izoard belegte Froome Rang vier zeitgleich hinter seinem schärfsten Rivalen Romain Bardet.

 

18. Etappe, Briancon – Izoard (179,5 km):

 

1. Warren Barguil (FRA) Sunweb 4:40:33 Stunden 2. Darwin Atapuma (COL) UAE +20 Sek. 3. Romain Bardet (FRA) AG2R 4. Chris Froome (GBR) Sky 5. Rigoberto Uran (COL) Cannondale 22 6. Mikel Landa (ESP) Sky 32 7. Louis Meintjes (RSA) UAE 37 8. Daniel Martin (IRL) Quick-Step 39 9. Simon Yates (GBR) Orica 59 10. Alberto Contador (ESP) Trek 1:09 Min.

 

Gesamtwertung:

 

1. Froome 78:08:19 2. Bardet +23 Sek. 3. Uran 29 4. Landa 1:36 5. Aru 1:55 6. Martin 2:56 7. Yates 4:46 8. Meintjes 6:52 9. Barguil 8:22 10. Contador 8:34

 

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