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СочиSTISCH FOR YOU

2014-02-22

Nach "Priwjet" nun "Bom Dia"

„Priwjet“ – „Zum Gruß“ oder „Grüß Dich!, sagt man dort.

Mein „Priwjet“ zum Abschluss der Tage von Sotschi geht zuerst an alle Laptopwerker, die bei unserer Berichterstattung vom Sofa auf diesem Platz nahmen. Es waren Klaus Blume, Hans-Jürgen Zeume, Rolf Arne Odiin, Karl-Heinz Otto, Walter Staufenbiel, Manfred Hönel und Gerhard Vögtler sowie Prominente des Sports, die sich auf unser Sofa wagten: Anni Friesinger-Postma,  Sylke Otto, Georg Hettich, Manuela Henkel und Christa Kinshofer.  „Chapeau!“ und „Priwjet“

 

Der Gruß gilt aber auch all jenen Laptopwerkfreunden,

die sich uns fast zwei Wochen lang angetan haben.

Es ist nicht jedermanns Sache, solch alternative Dinge

zu konsumieren. Ich möchte jetzt nicht auf einzelne

Rubriken eingehen, aber die „Trüffelsuche“ interessierte die meisten.

 

Das mit der alternativen Wertung der Loser, war doch

nicht so gelungen. Sie sollten mal im Blickpunkt stehen – aber leider wollen das wenige wissen... Zumal die Tabelle bei 98 Entscheidungen überdimensionale Formen angenommen hatte. Wir werden weiter suchen. Vielleicht gibt es beim nächsten Olympia einen Wertung der Holzmedaillen – der vierten Plätze.

 

Denn das ist gewiss – unser Sofa wird auch wieder woanders stehen. Und so füge ich dem finalen „Priwjet“ auch noch unsere Anerkennung für dieses grandiosen Spiele bei. Wir sagen „Do Swidanija!“ – „Auf Wiedersehen!“ Und rufen künftig „Bom Dia!“ – das ist nicht sotschistisch. Was es damit auf sich hat?

Am Montag Laptopwerk und Staufi gucken!

HB

2014-02-19

 

Foto: AFP

Hoffnung auf Solnze

„Sneg idjot, Doshdyk idjot“ – das sind keine Schimpfwörter. Aber bis vorgestern waren es im Olympiarevier von Sotschi während der Spiele Fremdwörter. Doch am Dienstag  – statt strahlendem Sonnenschein wie bisher, regnete und schneite es in den Bergen. Eben Schnee kommt und Regen kommt – wie man wörtlich übersetzen kann.
 

Sind vor Tagen noch Biathleten und Langläufer ärmellos auf die Strecke gegangen, so herrscht zumindest auf den Rängen gestern  Regenbekleidung vor.Die Snowboarder und Freestyler scheuen sich auch nicht vor einem solchen Wettkampfstyling. Das ist auch so eine Art Tarnkleidung.

 

Da aber Helfer an den Wettkampfstätten schlecht mit Regenschirm herumlaufen können, und in Russland die Friesennerze auch nicht auf den Bäumen wachsen, wussten sich einige zu helfen in dem sie sich riesige Plastetüten kondommäßig über den Körper streiften. Die französische Nachrichtenagentur AFP hat davon sogar ein Foto gemacht. Der Fanatsie sind da keine Grenzen gesetzt.

 

Auch, wenn es bei Olympia aufhören sollte, zu regnen – woanders regnet es Tickets. Die Deutsche Bahn lobte in einer Marketingaktion freie Fahrt für jeden Besitzer einer Bahn-Goldkarte amTag nach jeder deutschen Goldmedaille in Sotschi aus. Das war nun schon achtmal der Fall. Gestern nicht. Ob die Verantwortlichen für diese Aktion jetzt die Daumen drücken, dass Sportler anderer Länder auf dem obersten Stockerl stehen?

 

Vielleicht kommt in Sotschi nun doch wieder die Wetterwende. Hin und wieder lugte heute morgen die Sonne mal durch. Die „Solnze“ – wie die Russen sagen.

HB

2014-02-17

Keiner sieht jetzt durch

"Gustoi Tuman“ kam leise und unerwartet. Er legte sich auf die Berge des Kaukasus. Gemeint ist der dichte Nebel in den Bergen über Sotschi. Mit weißen Schwaden ließ er die Biathlonanlage Laua in grauen Wolken versinken. Verhinderte so gestern den planmäßigen Beginn des Männerrennens mit Massenstart. Nach soviel Stunden strahlenden Sonnen-scheins hieß es: Wie sie sehen, sehen sie nichts...“ Laura gab sich verhüllt.  

 

Man kann das hierzulande derzeit nicht nachfühlen. Nirgendwo Nebel. Aber gewiss auch nirgendwo Schnee

für Biathlon. „Gustoi Tuman“ rückwärts gelesen „Iostug Namut“ ergibt keinen Sinn. Dafür bescherte den Gothaern Nebel in einem Wortspiel deutschlandweite Bekanntheit. Nämlich mit „Nebel bei Siebleben“ - ein Palindrom, bei dem die Wort vor und rückwärts gelesen den gleichen Sinn ergeben. Man muss dazu wissen, dass Siebleben ein seit Jahren eingemeindeter Vorort Gothas ist. Also, hier derzeit von Herrn „Gustoi Tuman“ weit und breit nichts zu sehen.

 

Und das Warten darauf, dass der graue Herr endlich Leine zieht und Laura endlich ihre Hüllen fallen lässt, dauerte an. Zweimal musste der Start verschoben werden. Auch der Frauen-Massenstart steht in Frage. Im Rosa Chutor Extreme Park gibt es gleiche Probleme, weil die Snowboardcrosser ebenfalls nicht mehr durchsehen. Wie es weiter geht, bleibt derzeit undurchsichtig. Es ist, als ob irgend jemand „Gustoi Tuman“ in die Berge von Sotschi delegiert hat...

HB

2014-02-15

 

Der Elbus ist mit 5642 m der höchste Gipfel Russlands und des Kaukasus. Foto: Wikipedia

Wo die wilde Laura thront

Das mit Laura ist nur eine Legende. Das mit dem Gebirgsfluss Laura, der Gornaja Reka Laura, wie man im Kaukasus sagt. Sie hat viele größere Schwestern und Brüder: Alasani, Aras, Enguri, Kuban, Kuma, Kura, Rioni, Terek, Sulak und Samur. Dann gibt es noch den malerischen Sewansee, der 28 Zuflüsse hat, darunter Artschitschi, Gawareget oder Dsknageet.

 

Die Laura ist kaum auf einer Landkarte zu finden. Sie ist offensichtlich in dieser riesigen Gebirgswelt so unscheinbar, dass es noch nicht einmal ein Foto von ihr gibt. Ihr kurzes Leben beträgt nur 17 Kilometer. Sie schlängelt sich gerade noch durch einen Zipfel Europa, ehe sie ihren Weg über etliche Wasserfälle von den Südhängen des Naturschutzgebietes Assarberge bis zur Mündung in die Achipse vollendet hat.

 

Was die Flüsse betrifft, so wird kaum einer von ihnen so

in das Bewußtsein der internationalen Öffentlichkeit

gelangen, wie jetzt die Laura. Schon dieser wunderschöne Name! Den der Biathlon- und Langlaufkomplex auf dem Psechako-Bergkamm erhielt ihn nach dem nahegelegenen wilden Gebirgsfluss.

 

Laut Wikipedia kann man an Lauras Ufern etliches entdecken: So Dolmen, urzeitliche monolithische Grabsteine. Aber auch so etwas: Ein Gazprom-Komplex Laura. Der Name des Flusses hat natürlich seine Legende: Ein junges Mädchen namens Laura wollte einen ungeliebten Mann nicht heiraten. Sie sprang von einer Klippe in den Fluss. Prinz Murat, der sie liebte, tat es ihr nach. Der Tod der Beiden veranlasste die Götter, sie in einen himmlischen Aufenhaltsort am Kaukasusgipfel Elbrus aufzunehmen.


Vielleicht haben die Götter auch mit mancher Hoffnung der Olympiateilnehmer Erbarmen, deren Wünsche sich in den Sportzentren von Laura nicht oder nur teilweise erfüllten. So für Laura Dahlmeier aus Partenkirchen im Biathlon. Doch auch sie wird eine weitere Chance erhalten. Vielleicht drückt ihr dabei die Namensvetterin oben im Elbrus besonders die Daumen.

Übrigens: Im Mai war sie mit ihrem Vater auf diesem Gipfel. Die andere Laura aber haben sie nicht getroffen

HB

2014-02-13

 

Persönliche Erinnerungen - links: Start zur Meisterschaft der Sportjournalisten; rechts: "Rodler und Reporter" -  Karikatur von Petr Urban. Vorlagen: Archiv LWP

Razbit vermeiden!

Heute trat das ein, was alle erwartet oder befürchtet hatten. Die deutschen Rodler fuhren auch noch beim abschließenden Team-Wettbwerb

auf dem „Sanki“ die Konkurrenz in Grund und Boden. Nicht, dass ich das unseren Kufenpiloten nicht gönne, im Gegenteil. Und nicht nur ihnen, auch all jenen, die mit viel Arbeit daran Anteil haben. Trainer, Techniker, Betreuer - auch das Rodel-Umfeld, was noch viel größer ist.

 

Aber: Wenn das so weitergeht, rodeln sich unsere Leute selbst kaputt. „Razbit“ – nennen die Russen so etwas. Wer will denn künftig noch gegen eine solche Kufenbastion antreten? Zumal nun zu erwarten ist, dass die deutschen Funktionäre immer wieder neue Rodeldisziplinen erfinden und auf die olympische Bahn bringen werden.

 

Für sie eine kleine Nachhilfe: Wie wäre es mit Frauen-Zweier, gemischter Zweier, Schlitten rückwärts, Freestyle, Schlitten mit Anhänger, statt Schlag an das Touchpad am Ende ein Sprung durch einen Ring – und, und, und. So brauchten künftige deutsche Winter-Olympiamannschaften nicht mehr tagelang zittern, bis die Biathleten aufgewacht sind, oder wegen jedem Sturz auf dem Kunstlaufeis in Ohnmacht fallen. Das Rodelteam wird es schon – wie auch immer – richten.

 

Lassen wir es gut sein, denn Häme hat der Schlittensport bei aller Satire wirklich nicht verdient. Ich war fast zwanzig Jahre hautnah dran. Und ziehe den Helm vor dem, was da geleistet wird. Ja, ich durfte es bei DDR-Meisterschaften der Sportjournalisten in Oberhof selbst zweimal ausprobieren. Eimal Vierter – das war Zufall, aber dann: Bandenkönig mit Sturz und zwölf Seitenhieben auf der heimtückischen Geraden kurz vor dem Zielkreisel. Das war schmerzhaft und teuer!

 

Zu allem Überfluss war ich auch einmal Gegenstand einer Karikatur – in ein Notizblock gekritzelt von Petr Urban, den ich als „Sportecho“-Berichterstatter interviewte. Er war Teilnehmer der Junioren-Europameisterschaften 1975 in Oberhof. Jetzt ist er einer der bekanntesten Karikaturisten in Tschechien. So auch Schöpfer von „Bruno Bierbauch“.

 

Rodeln kann also auch im Umfeld amüsant sein. Aber das mit dem „Razbit“ sollte doch zu denken geben.

HB

2014-02-11

Von Sosulja bis Sanki

„Sanki“ wird den Deutschen gut in Erinnerung bleiben. Genauer - das „Sliding Center Sanki“. Das kann man jetzt schon sagen. Die Eisschlange von Sotschi. Übersetzt bedeutet der Name schlicht und einfach „Schlitten“. Ohne auf Einzelheiten eingehen zu wollen, meine ich aus der Ferne (und vom Sofa) – das dürfte die bis jetzt Vollendetste in der Reihe der künstlichen Bahnen der Welt sein. Hier kann es regnen, schneien, tauen oder stürmen – sie scheint für alle Situationen gewappnet.

 

Zu meiner aktiven Reporterzeit hatte ich es mir zum Prinzip gemacht, täglich einmal die Bahn abzulaufen, von der ich berichten sollte. So in Oberhof ebenso wie Königsee, am Patscherkofel in Igls wie auch am Trebevic von Sarajevo. In Winterberg und Altenberg, in Cortina d’ Ampezzo und Olang, auch in St. Moritz – das waren wohl alle Bahnen, die ich sah.

 

Halt noch eine: Die Spießbergbahn von Friedrichroda hätte ich beinahe vergessen. Das war die am Rennsteig, wo 1966 die Weltmeisterschaften stattfinden sollten, aber dann förmlich ins Wasser fielen. Spätestens danach lagen schon die ersten Pläne für künstliche Bahnen im (Kühl)schrank.

 

1969 eröffnete Königssee den Reigen dieser Entwicklung, die (vorerst) bis nach Sotschi führt. Oberhof folgte zwei Jahre später. Olympia ohne solch ein künstliches Gebilde war fortan nicht mehr denkbar.

 

Da, wo Vera Sosulja Mitte der 70-er herkam, gab es damals nur eine Art Naturbahn. In Shigulda – das ist in Lettland, wo in diesem Jahr die EM stattfanden. Ihr Name war der erste aus der damaligen Sojwetunion, der im Schlittensport international bekannt wurde. 1975

wurde sie in Oberhof Junioren-Europameisterin – 1980 war sie Olympiasiegerin.  Jetzt trainiert die 58-Jährige die Nationalmannschaft Kaschstans. Sie und ihre Kameraden brachten einst den Begriff „Sanni Sport“ nach Deutschland. Und der brachte uns jetzt das „Sanki von Sotschi“.

HB

2014-02-09

"Schaibu" bei Olympia

Er ist wohl der russischste aller Anfeuerungsrufe in Sotschi „ Schaibu“! Das ist sogar noch mehr – fast eine Weltanschauung. Dabei braucht man noch nicht einmal Russisch zu können, um das zu verstehen: „Schaibu“ heißt Scheibe – wir Deutsche sagen Puck.

 

Also – überall, wo dieser Puck über russisches Eis huscht, ist der Schlachtruf mit im Spiel. Nicht nur bei Olympia, sondern bei den alltäglichen Schlägergeplänkeln in den verschiedenen Ligen. Und manchmal vermag er sogar Wunder zu vollbringen.

 

So heute beim Spiel der Gastgeber gegen die Deutschen. Nicht Männer, sondern Frauen! Deutschlands Männlichkeit überließ mit zurückhaltender Vornehmheit in Sachen Olympiapräsenz den Damen den Vortritt. Man hatte schlicht und einfach die Qualifikation vergeigt. Und das ein Team, welches schon zweimal Olympiabronze gewonnen hatte 1932 und 1976. Viele Fans finden die jetzige Olympiabstinenz so: Es klingt so ähnlich wie „Schaibu“:

 

Dafür boten aber die deutschen Mädels heute gegen die Russinnen eine engagierte Partie. Sie führten im zweiten Drittel sogar 1:0, bekamen aber dann auch wegen gegnerischer Unterstützung auf den Rängen offensichtlich das große Flattern. Dank „Schaibu“ gewannen die Gastgeberinnen 4:1. Auf dieser Woge sollen auch die Männer schweben.

 

Das findet beispielsweise Alexander Choroschilow nicht ganz so gut. „Ich habe hier keine Fans", klagt er, der derzeit beste russische Alpine. „Bei uns dreht sich im Wintersport nur alles um Eishockey....“ Vielleicht versuchen es die Zuschauer an der alpinen Piste im Rosa Chutor dann doch mal mit „Schaibu“. Denn diese Anfeuerung gibt es auch beim Fußball oder beim Boxen. Sie passt symbolisch eigentlich für jeden Sport. Sogar für unser Olympia-Sofa.

HB

2014-02-07

Hopssassa und Trallalla

ging vor den Baum

Wenn die Russen etwas schlecht finden, dann ist das „Plocho“! Es tut mir leid, dass ich die Eröffnungsfeier in Sotschi trotz aller Farbenorgien mit diesem Prädikat bedenken muss. Ich beziehe das vor allem auf den Teil, in der die Geschichte dieses Landes den Olympioniken aus aller Welt offeriert wurde.

 

Das war Kitsch in Reinkultur. Keine Kritik an jenen, die ausführen mussten, was sich irgendwelche Hirne ausdachten. Man hätte doch erwarten können, dass die Darstellung vor allem der letzten 80 Jahre Russlands mit Hopssassa und Trallalla schief gehen muss. Wenn auch mit Schwanensee verbrämt. Hätte man das weggelassen, wären die meisten auf den Rängen sogar froh gewesen.

 

Wenn seit der Oktoberrevolution in diesem Lande nichts weiter passiert ist, dass Lokomotiven dampften, impressionistische Bilder das Leben bestimmten oder freundliche Verkehrspolizisten die Kinderchen über die Straße streichelten – nein danke! Putin müsste es

eigentlich besser wissen. Deswegen nicht nur „Plocho“,

sondern „Otschen Plocho“ – sehr schlecht. Auch so kann man die olympische Idee entwürdigen.

 

Hoffnungsvoll ist, dass die offensichtlich großartigen Sportstätten bestimmt hervorragende Wettkämpfe sehen werden –also „Otschen Choroscho“ – sehr gut. Sie sollten die Peinlichkeiten von heute abend vergessen machen. Und noch eine Bitte: Lasst die Leute, die 1980 im Moskauer Lushniki immer das Marathontor öffneten,  wenn ein sowjetischer Speerwerfer dran war, unbedingt zu Hause.

HB

2014-02-05

Foto: LWP

Ü60-Mädels mit frischer Brise

Seit mehr als 30 Jahren steht die Babuschka mit ihrem goldenen Samowar bei uns im Küchenbord. Als Symbol echt russischer Gastfreundschaft. Wie wir sie mehrfach kennlernten, als noch nicht die Frauen von russischen Oligarchen nach Paris zum Einkaufen flogen, ihre Männer wahrscheinlich irgendwo Parteisekretäre waren oder Putin in Dresden noch an der Ecke horchte.

 

Die Babuschkas – das Sinnbild der russischen Oma – gibt es übrigens auch noch in einer anderen Version, als Matrjoschka. Sie kennen das, die lustige Holzfigur, bei der beim Auseinandernehmen immer weitere, kleinere Matrjoschkas zu Tage kommen. Ein beliebtes Souvenir.

 

Heute meldet Laptopwerket ZZ als Trüffelhund und (bis

jetzt noch zahmer) Wadenbeißer ein, dass die Babuschkis aus dem Uraldorf Buranowo auch in Sotschi auftreten werden. Die sind die Ü60-Mädels, die mit ihrem Charme und ihrer Natürlichkeit allen Konkurrenten beim sonst reichlich überdrehten Eurovisions Song Contest 2012 in Baku bis auf der Schwedin Loreen allen den Daumen zeigten.

 

Man darf also gespannt sein, was Granja, Alewtina, Soja, Galina, Walentina, Natalja und Jekaterina diesmal drauf haben, nachdem fünf von ihnen in Baku „Party für Everybody“ – übrigens in Englisch und auch in Urdmutisch begeisterten. Udmurdisch ist eine jener Sprachen finno-ugurischen Sprachen, die uns als

Mitteleuropäer doch Probleme bereiten. Dazu zählen auch Finnisch, Ungarisch und Estnisch. Aber umso schöner klingt es gesungen.

 

Nun soll es die „Brise“ richten, ein eigens für Sotschi

komponiertes Stück von Alex Potechin aus der russischen Gruppe „Hände hoch“ (!). Russisch heißt der Song „Weterok“. Ob das auch so sotschistisch genannt wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich meine jedoch, eine frische Brise der Babuschkis wird diesen Winterspielen gut zu Gesicht stehen.

H.B.

2014-02-03

Zwei Fotos, die nur auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Quelle: LWP-Archiv/Sochi.com

Gesprungen wird im

Estnischen Garten

Eine der gelungensten Wortschöpfungen im Zusammenhang mit den olympischen Sportstätten von Sotschi dürfte „RusSki“ sein. Dabei handelt es sich um die beiden Schanzen des nationalen russischen Skisprungzentrums Gorki, von denen schon am Sonntag die Normale - genannt auch K95 - im Mittelpunkt stehen wird. Schanze auf Russisch - das ist übrigens eine Trampolina!

 

Damit wir uns nicht verirren: Die Gegend heißt Krasnaja Poljana – wo auch die anderen Ski-Wettbewerbe ausgetragen werden. Und das Dörfchen unterhalb der Schanzen ist Esto-Sadok mit seinen rund 400 Seelen – 2002. Das wiederum heißt soviel wie Estnischer Garten.

 

Wie kommt ein Estnischer Garten in den Kaukasus? Man ahnt es… Dort wohnten einst Ubychen und Sadz-Abachasen, die von der russischen Armee 1864 ins Osmanische Reich vertrieben wurden. 1886 siedelte man hier 36 estnische Familien an. Damals war Kranaja Poljana übrigens noch ein griechisches Dorf…

 

„Russki…“ - in meiner Kinderzeit hatte dieses Wort einen ganz besonderen Klang. Ich hört es lange, bevor ich Russisch (Russkij Jasyk) lernte. Es stand damals für die, die hier in Thüringen nach den Amis kamen. An den Wänden klebten Plakate, auf denen man die Rote Armee begrüßte.

 

Als ich den ersten der Soldaten mit seinem Panjewagen traf, war das eine blanke Enttäuschung. Ich dachte vorher, das wären so eine Art Indianer. Und mein erster Russe war übrigens gar keiner. Er gab so etwas zu verstehen, wie Rodina (Heimat) Kaukasus. Heute würde ich meinen, ein Armenier.

 

Wie auch immer – es ist doch ein weiter Weg vom „Russki“ meiner Kindertage zum „RusSki“ bei Olympia in Sotschi. Aber noch weiter war der vom Estnischen Garten zum olympischen Schanzenareal.

HB

So                 21.05.2017 

Nr.             2.410 - 1.107

Aktualisierung        08:55

Übrigens,

 

… für die Vereinigten Staaten von Amerika würde die derzeitige Klassifizierung von HTS als terroristische Organisation das Eingeständnis bedeuten, dass sie hochentwickelte Waffen, darunter TOW-Panzerabwehrraketen an „Terroristen“ geliefert haben, und würde Aufmerksamkeit auf die Tatsache ziehen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika weiterhin islamistische Milizen in Syrien mit Waffen beliefern.

Sie haben richtig gelesen: der Grund, warum die Vereinigten Staaten von Amerika al-Qaeda in Syrien nicht als terroristische Gruppierung einstufen können, liegt darin, dass das die Vereinigten Staaten von Amerika gesetzlich dafür haftbar machen würde, eine terroristische Gruppe mit extrem hochentwickelten Waffen und Ausbildung versorgt zu haben.

Die Vereinigten Staaten von Amerika bewaffnen Terroristen in Syrien und bilden sie aus, aber statt sich einfach zurückzuziehen geben sie vor, dass al-Qaeda keine terroristische Organisation ist.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 20.05.2017

   15    29    34   37   44    SZ: 7

Spiel 77:  4072 755

 

Super 6: 718 112   

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1924 (2017-05-21) 

Honoré de Balzac 

und Heinrich Seidel 

 

Liebe zur Natur

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die menschliche Hoffnungen nicht enttäuscht.

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