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2   TRÜFFELHUND & WADENBEIßER

     HANS-JÜRGEN ZEUME, Olympiaberichter-

  statter Calgary 1988:

  Netfischer für Zitate und Fakten -

  bei Gelegenheit auch bissiger

  Kommentator

2014-02-23

Bis Pyeongchang 2018!

Die Spiele fressen sich selber auf

FIS-Präsident und IOC-Mitglied Gian-Franco Kaspar (SUI)

Foto: Wiener Standard

www.standard.at  WIEN

INTERVIEW | BENNO ZELSACHER AUS SOTSCHI21. Februar 2014, 18:47

 

 

GIAN-FRANCO KASPER (70) aus St. Moritz studierte Philosophie und Psychologie. Seit 1998 ist er Präsident der FIS und seit 2000 IOC-Mitglied, ist also stimmberechtigt bei der Vergabe von Olympischen Spielen.

 

Standard: Sind Sie überrascht, dass die Spiele bis jetzt so reibungslos funktioniert haben?

Kasper: In den vergangenen sieben Jahren war ich 14-mal hier. Man hat nicht geglaubt, dass das rechtzeitig fertig wird. Es hat 10.000 kleine Probleme gegeben. Zum Beispiel hat man nicht gewusst, was Winterreifen sind. Im Europacup vor vier Jahren mussten die Athleten die letzten vier Kilometer zu Fuß gehen, weil die Busfahrer zum ersten Mal Schnee auf der Straße gesehen haben. Es waren zwei Zentimeter. Und siehe da, beim nächsten Besuch in Sotschi gab's keinen Bus und kein Taxi ohne Winterreifen. Wir haben uns amüsiert. Es war Juli.

Standard: Mit welchen Problemen rechneten Sie?

Kasper: Mit Problemen beim Transport, aber das haben sie wirklich hervorragend gelöst. Die Straßen sind geradezu leer, und der Zug zahlt sich wirklich aus. Mit unserem Teil, also mit allem, was Ski ist, hatten wir keine Probleme. Wir haben auch dafür gesorgt, dass sie Leute aus dem Ausland geholt haben, Österreicher und Franzosen und so weiter, die die technische Arbeit gemacht haben. Am Anfang gab es Schwierigkeiten mit dem Extreme Park, weil dort die Hänge rutschen. Das Gleiche gilt für die Schanzen.

Standard: Sie haben gesagt, Sie fürchten, dass die Schanze in 20 Jahren am Meer steht. Wundern Sie sich, dass sie noch ganz oben steht?

Kasper: Jetzt nicht, es wurden unglaublich viele Zementinjektionen gemacht. Das ist gewaltig. Das kostet natürlich viel.

Standard: Macht es Sinn, Schanzen an so einer Stelle zu errichten?

Kasper: Darüber kann man diskutieren. Als wir zum ersten Mal in der Gegend waren mit der IOC-Kommission, haben sie uns gesagt, die Schanze wird unten im Tal gebaut, weil dort kein Wind weht. Jetzt ist sie nach oben gerutscht. Ich hoffe, dass sie nicht wieder hinunterrutscht. Denn beim Skispringen rechnen sich die Russen eine Zukunft aus. Sie wollen hier mit der Akademie alles zentralisieren. Was man da hingebaut hat, ist gewaltig.

Standard: Es wurde auch gewaltig gebaggert.

Kasper: Schauen Sie sich 120 Jahre alte Fotos von einem Wintersportort in Österreich oder der Schweiz an. Da wurden viele Umweltsünden gemacht. Man war auch noch nicht sensibilisiert. Die haben das jetzt in sechs Jahren hingebracht. Hut ab.

Standard: Mit Heeren von Arbeitern. Da gab es Diskussionen über deren Bezahlung.

Kasper: 80.000 sollen es sein. Jetzt wurde ein Teil, vielleicht auch das Ganze nachbezahlt. Die Russen, die ich kennengelernt habe, sind wirklich stolz auf ihre Olympischen Spiele. Damit meine ich nicht die Führungselite, das ist etwas anderes.

Standard: Es hat Aufregung gegeben nach einem TV-Interview, in dem Sie im Zusammenhang mit Korruption gesagt haben sollen, dass hier 30 Prozent der Gelder versickern. Der Chef der russischen Eisenbahn war empört und drohte mit einer Verleumdungsklage. Was ist daraus geworden?

Kasper: Ich habe das nie so gesagt. Ich habe gesagt, es gibt Leute, die sagen, dass dreißig Prozent versickern. Dann hat es ein Amerikaner falsch übersetzt, und in Moskau ist das Feuer ausgebrochen. Eine Woche später hat Putin imFernsehen gesagt, er habe sich das wörtlich übersetzen lassen, und es sei in Ordnung. Die Geschichte ist für mich vorbei. Aber im Baugewerbe gibt es überall Korruptionsfälle, ob in Österreich, Katar oder der Schweiz. Die EU schätzt, dass dadurch jährlich 120 Milliarden Euro verlorengehen.

Standard: Wird es in Zukunft Weltcupveranstaltungen in Sotschi geben?

Kasper: Im Freestyle und Snowboard sicher. Im Skispringen vielleicht, im alpinen Bereich ist das nicht so einfach. So schön die Berge auch sind, fehlen nachher für Wettkämpfe die Experten, die wurden jetzt aus ganz Russland eingeflogen. Die gehen nach Hause. Und es gibt auch zu viele Bewerber für Weltcuprennen.

Standard: Bedrohen Slopestyle und Halfpipe den klassischen alpinen Skilauf? Im Extreme Park herrschte die bessere Stimmung.

Kasper: Was die Zuschauer im Stadion betrifft, sicher. Man sieht ja auch viel mehr, bei den Alpinen sieht man den letzten kurzen Hang. Aber wenn wir dann weltweit die Einschaltquoten anschauen, sieht es anders aus. Das Interesse an Snowboard und Freestyle ist gering. Es werden alle Weltcups produziert, doch die Fernsehstationen nehmen das nicht einmal gratis. Für die Winterspiele haben diese Sportarten sicher eine Belebung gebracht. Für 2018 planen wir mit dem alpinen Teambewerb und dem Mixed-Skispringen.

Standard: Kann Olympia immer weiter wachsen?

Kasper: Wir sind im Winter am Limit. Nicht vom Wettkampfprogramm her, sondern vom Gesamten. Wo bringen sie 10.000 Medienvertreter unter? Die Spiele fressen sich selber auf mit dem Gigantismus. Was zu viel ist, ist zu viel. Ich bin ein konservativer Mann und träume immer noch vom tief verschneiten Holzhaus, vor dem die Spiele stattfinden. Ich weiß, dass das eine Illusion ist. Aber wir können zurückgehen.

Standard: Wenn man zurückwill, warum hat man dann die Spiele nach Sotschi und die nächsten nach Pyeongchang vergeben?

Kasper: In Südkorea wird der Gigantismus ein bisschen gedämpft. Das wird ein Schritt zurück. Die Hotels sind schon dort, im Skigebiet fehlt nur die Abfahrt. Die Eishallen fehlen auch, aber die können kleiner sein, wenn 5000 Zuschauer hineinpassen, reicht das.

Standard: Man hat aber prinzipiell nicht den Eindruck, dass es bei Olympia um Bescheidenheit geht.

Kasper: Muss es ja nicht. Aber das Schlimmste und gleichzeitig Gute für das IOC ist, dass die gesellschaftliche Bedeutung der Olympischen Spiele wächst. Dadurch werden sie auch viel angreifbarer. Jeder will die Plattform ausnützen. Und die Ausnützerei auf dem Rücken des Sports ist katastrophal. Das wiederum hat man selber produziert, indem man die Spiele so aufgeblasen hat.

Standard: Sehen Sie eine Konkurrenz zwischen Schneesport und Eissport?

Kasper: Die war immer da. Die Eissportarten wollen in die Großstädte und wir in die Berge. Der Eissport will immer großartige Hallen haben, aber nachher weiß man nicht, was man damit anfangen soll.

Standard: Mit Sprungschanzen ist das auch schon passiert.

Kasper: Ich erinnere mich an Turin 2006: wunderschöne Anlage, dann hat einer am letzten Tag die Tür geschlossen, und seither finden sie den Schlüssel nicht mehr. Das ist meine Befürchtung.

Standard: Und wie sieht es mit der Befürchtung aus, dass der Fußballweltverband Fifa die WM 2022 in Katar in den Winter verlegt?

Kasper: Na ja. Ich wundere mich, dass Fußballfunktionäre drei Jahre lang brauchen, um rauszufinden, dass es in Katar im Sommer warm ist. Eine Überschneidung mit den Winterspielen wäre Blödsinn. Auch wenn die Ereignisse hintereinander stattfinden, würden beide darunter leiden. Alle sieben Wintersportverbände haben einen Brief geschrieben, dass sie geschont werden. Aber die Fifa will nicht auf uns hören.

Standard: Sie kennen Fifa-Präsident Sepp Blatter doch recht gut.

Kasper: Schon seit 40 Jahren. Aber ich habe Angst, dass die Verschiebung innerhalb der Fifa zu einem Politikum wird vor den Neuwahlen. Die Fakten spielen dann überhaupt keine Rolle mehr. Ich mache mir keine Illusion.

Standard: Interessieren Sie sich für Fußball?

Kasper: Ich war noch nie bei einem Fußballspiel. Doch, einmal, Österreich gegen Schweiz. Die Skimannschaften spielten. Eines kann ich garantieren. Wir werden die Ski-WM nicht als Revanche im Sommer in Katar durchführen.

Mit Blödheit enttäuscht

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Der österreichische Langläufer Johannes Dürr ist während der Olympischen Spiele positiv auf ein EPO-Präparat getestet worden. Die positive Probe gab Dürr bei einer Kontrolle am 16. Februar ab, als er sich während der Spiele in Österreich aufhielt. Das Österreichische Olympische Kommittee (ÖOC) bestätigte den Fall am Sonntagmorgen kurz vor Dürrs geplantem Start im 50km-Massenstartbewerb. Der mittlerweile aus dem Olympiateam ausgeschlossene Langläufer hätte sich sofort geständig gezeigt und sei bereits auf der Heimreise, hieß es. Eine Öffnung der B-Probe ist aufgrund des Geständnisses unnötig. Der ÖSV kündete den Ausschluss des Athleten aus dem Verband an, was praktisch mit einem Karriere-Ende gleichzusetzen ist.

"Mir bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als mich bei allen zu entschuldigen. Bei meiner Familie, meiner Frau. So viele Leute haben sich für mich den Arsch aufgerissen und ich hab sie mit meiner Blödheit enttäuscht. Ich wusste, was ich getan habe. Ich kann das nicht mehr gut machen. Es ist das Schlimmste, was ich in meinem Leben gemacht habe", sagte der sichtlich mitgenommene Dürr im Interview mit dem ORFam Flughafen. Er erklärte, er habe "mit Sicherheit" den falschen Leuten vertraut. "Was jetzt auf mich zukommt weiß ich selber noch nicht genau", Angst habe er aber keine: "Ich bin auf der anderen Seite froh, dass das ein Ende genommen hat".

Erik Lesser mit kleinem Diener

ZZ behlte nach:

Der 14.Februar 1928 ist als denkwürdiger Tag in die Geschichte der Olympischen Winterspiele von St. Moritz eingegangen. So erinnerte der Olympiachronist Volker Kluge. Durch einen Föhneinfall stiegen am Vormittag die Temperaturen von drei Grad ( 8 Uhr) auf 25 Grad in den Mittagsstunden. Dadurch wurden die Skilangläufer vor schier unlösbare Wachsprobleme gestellt, die beinahe ein Drittel des Feldes aufgeben ließen. Auf den ersten drei Plätzen damals in St.Moritz ausnahmslos Schweden, dann zwei Norweger, ein Finne. Der beste Deutsche jenes 50-km-Rennens: Otto Wahl aus Thüringen, er wurde Zehnter.

23. Februar 2014 in den kaukasischen Bergen bei den Sotschi-Winterspielen. In 1500 m Höhe konnte die stechende Sonne dem riesigen Teilnehmerfeld beim mit Massenstart vollzogenen finalen Rennen kaum etwas anhaben. Trotz der Ausfälle durch Krankheiten und Verletzungen stellten sich vier Thüringer Burschen der wohl herausragenden olympischen Prüfung. Zu den beiden Langläufern Axel Teichmann und Thomas Bing gesellten sich zur Unterstützung des Silbernen von Vancouver 2010, Teichmann, die beiden Biathleten Erik Lesser und Arnd Peiffer. Statt rauschende Siegerfeier nach tagszuvor gewonnener Silbermedaille akribische Vorbereitung auf den ersten 50-iger ihres Lebens nun bei den Spezialisten.

Bis zum Kilometer 30 hatte keiner der vier Probleme mit den anderen im riesigen Pulk mitzuhalten. Teichmann wechselte trotzdem seine schmalen Latten wie auch sein ständiger Begleiter Peiffer. Beim Kilometer 40 erneut. Doch 28 Läufer waren den beiden wie auch Bing und Lesser nun enteilt. Das Finale sah dann einen gigantischen Spurt der drei besten russischen Läufer. Wieder ein Dreifacherfolg eines Landes wie 86 Jahre zuvor im schweizerischen Nobelort. Der beste Norweger diesmal Vierter, der beste Deutsche (Thomas Bing) nun 36. Auch die anderen drei Germans erreichten das Ziel.

Erik Lesser sprudelte heraus: "Man muß diese Chance nutzen wenn man gebeten wird. Bis 30 Kilometer war alles o.k., dann kamen die ersten Wadenkrämpfe und auch mein erster Stockbruch in diesem Winter." Im Ziel angekommen eilte er sofort zu den drei Russen  und gratulierte mit Händedruck und  kleinem Diener. Olympischer Geist besonderer Art.

 

Thomas Bing, der auch seinen allerersten Skimarathon bestritt, scherzte schon wieder: "Man freut sich auf das Rennen - und auf das Ziel..." Axel Teichmann:"Jetzt freue ich mich nur noch auf eine Familie..." Und dankte seinen Thüringer Freunden, die ihn so tapfer in seinem allerletzten olympischen Wettkampf unterstützt hatten. "Es hat Spaß gemacht und war eine tolle Erfahrung", faßte Arnd Peiffer zusammen.

Wer hat, so fragte keiner in die große Runde, eigentlich als erster Deutsches eine olympische Medaille im Skimarathon gewonnen...Keine deutsche TV-Antwort. Es war der Vogtländer Gert-Dietmar Klause. Der gewann 1976 in Innsbruck auf der Seefelder Höhe die Silberne. Man kennt ihn heute zumeist nur weil er einmal den Wasa-Lauf in Schweden gewonnen hatte. Für alle User im "Behle-Land".

Wie bei Sachenbacher

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Die Olympischen Spiele in Sotschi haben ihren vierten Dopingsünder: Der lettische Eishockey-Spieler Vitalijs Pavlovs wurde positiv auf das Stimulanzmittel Methylhexanamin getestet. Der lettische Eishockey-Spieler Vitalijs Pavlovs ist als vierter Dopingsünder bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi überführt worden. Dies teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit. Pavlovs wurde am 19. Februar positiv auf das Stimulanzmittel Methylhexanamin getestet.Der gleiche Wirkstoff war auch bei der deutschen Biathletin Evi Sachenbacher festgestellt worden.

Von Genugtuung keine Rede

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Im Ergebnis war es angesichts des Drucks und der hochklassigen Olympiakonkurrenz der beste Staffel-Auftritt seit dem Olympiasieg 2006. Als Schempp das letzte Schießen, dass er gleichzeitig mit Norwegen, Österreich undRussland begann, als Erster beendete und mit großem Abstand auf den Vierten in die Schlussspur ging, brach lauter Jubel in dem kleinen Grüppchen deutscher Sportler und Betreuer aus, das sich im Wartebereich neben dem Zielraum warmhielt.

Insgesamt aber blieb der Ton moderat. Von Genugtuung oder ähnlichen Gedanken war kaum die Rede. Bundestrainer Mark Kirchner sprach von "Balsam auf die geschundene Seele". Die Tragweite der Situation bleibt den Athleten trotz der Silbermedaille wohl bewusst.

Arnd Peiffer sagte: "Das ist ein Imageschaden für unseren Sport, das ist so noch gar nicht zu beziffern." Das gelte für das deutsche Team, sagte Peiffer, für den Biathlonsport und letztlich auch für die Bundesrepublik Deutschland: "Natürlich ist das in unseren Köpfen drin."

2014-02-22

Jede Menge keine Ahnung

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Wie das Nationale Olympische Komitee der Ukraine am Samstag bekannt gab, wurde die Langläuferin  Marina Lisogor positiv auf Doping-Substanzen getestet. Die 30-Jährige hatte sich im Bewerb über die 10 km im klassischen Stil an der 58. Stelle platziert. Lisogor erklärte sich den positiven Dopingbefund mit Unwissenheit ihrerseits. Seit einer Schilddrüsen-Operation 2004 nehme sie ein weitläufig gebräuchliches Medikament. Seit 1. Jänner 2014 steht ein Bestandteil davon allerdings auf der Doping-Liste. Sie habe davon allerdings nicht gewusst und das Medikament auch während der Spiele genommen. 


ZZ stöhnte: Hallo, liebe User, ich als alter Reporter verstehe nicht, warum der Manager von Evi Sachenbacher-Stehle, Herr Stehle, selbst professioneller alpiner Skirennläufer, sich nicht auskennt in den Verfahrensweisen. Indes wundert es den Autoren ebenso, warum er nichts von den 400 internationalen  "Trainingsunfällen" mit dem Ergänzungszeug seiner Gattin erfuhr. Dann hätte er sich ausgekannt und hätte ihr dieses Zeug durch einen Mentaltrainer nicht zukommen lassen. Er muß doch eine Lizenz für seine Tätigkeit haben, die er bestimmt steuerlich absetzt. Was hat er denn sonst zu tun, als nur das Geld zu zählen, was seine Sportlerin so abkassiert. Oder? Ein hilfloser Laptopwerker...

Daneben gehofft

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Krasnaja Poljana - Julia Dujmovits ist Olympiasiegerin im Parallelslalom der Snowboarderinnen. Die 26-Jährige holte am Samstag im Finale gegen die deutsche Anke Karsten einen 72-Hundertstel-Rückstand aus dem ersten Durchgang auf und siegte schlussendlich um 12 Hundertstel. Die bisher beste Olympia-Platzierung einer ÖSV-Boarderin war ein dritter Platz. Bronze ging ebenfalls an Deutschland: Amelie Kober besiegte im kleinen Finale die Italienierin Corinna Boccacini.

"Ich  kann es noch nicht glauben, checke es gerade gar nicht", sagte Dujmovits nach der Flower Ceremony gegenüber dem ORF. : "Ich hatte im ersten Lauf einen kleinen Fehler, aber ich wusste, ich kann es noch holen, wenn ich unten sauber fahre. Das war die Antwort auf Mittwoch [Anmerkung: den enttäuschenden Parallel-Riesenslalom]", sagte die Olympia-Debütantin.

Das ÖOC reagierte prompt und bestimmte Dujmovits, die dem Burgenland das erste Edelmetall bei Winterspielen bescherte, zur Fahnenträgerin bei der Schlussfeier am Sonntag (ab 17.14 Uhr MEZ).


ZZ konstatierte:

Nach seinen persönlichen Erwartungen für das finale Wochenende befragt, antwortete der DOSB-Generalsekretär Vesper, er setze all seine Hoffnungen auf die Vierer-Bobfahrer, die Biathlonstaffel der Herren und Felix Neureuther. Selbst unter den Zuschauern im Biathlonstadion erfuhr er von Silber und Bronze seinen Snowboard-Fahrerinnen. Und dabei hatte Weltmeisterin Laboeck, Freundin von Kombinierer Kircheisen, kein Auslosungsglück. Sie traf auf die spätere Olympia-siegerin und unterlag dieser genauso wie später Anke Karsten im Finale.

Übrigens: Deutschlands-Fahnenträger ist Rodel-Loch.

 

Wieder ein DNF

ZZ sah zwischen den Stangen durch:

Razzoli (Ita) vor Kostelic (Cro) und Myhrer (Swe), Vierter Raich, Fünfter Hirscher (beide Aut). Und dann noch am Ende des Ergebnisdienstes des olympischen Spezialslaloms der Herren von Vancouver 2010: DNF (Did not finish):  F.Neureuther (Ger) - Das DNFf von Sotschi weist erneut den Namen von Felix Neureuther auf. Aber wie immer beim finalen Slalom en masse anderer Leidengefährten. Den ersten Parcours hatte ein Deutscher in österreichischen Diensten ausgeflaggt.Vorteil für Austria. Ganz bestimmt. Den zweiten dannder Kostelic-Vater. Und der hatte es in sich.Es half aber nicht seinem Sohn...

Nach der Runde eins lag der Österreicher Matt vor dem Schweden Myhrer und dem Italiener Gross. Dei beiden Partenkirchner gaben sich für Germany alle Mühe. Felix Neureuther hatte die Position 7 inne, Fritz Dopfer Position 12. Im Finale der besten 30 legte als Allererster, der Slowake Adam Zampa, eine prima Endzeit von 1:43,28 min vor und behauptete lange den Spitzenplatz. Dann zog der junge Norweger Henrik Kristoffersen vorbei: 1:42,67 min.  Dopfer durfte als nächster ran: 1:42,72 min. Und dann kam Hirschier: 1:42,12 min. Der fuhr wie der Teufel.

 

Danach patzten Pinturault, der Franzose, dann auch Neureuther, aber ebenso Ligety, der Riesenslalom-Sieger (Neureuther war da Achter gewesen), aber ebenso der Franzose Grange, Hargin, der Schwede, Myhrer. Es war unfaßbar was da zu erleben war. Aber eigentlich wie in einem olympischen Slaloment-scheid...Der Einzige, der unbeeindruckt blieb, war der Österreicher Mario Matt, der war schon in seinem 34-jährigen Leben zweimal Weltmeister im Slalom geworden - und endlich mal dran. Olympiagold mit einer 1:41-er Zeit.

Der andere Partenkirchener Felix Neureuther vertröstete sich darauf, es 2018 eben noch mal zu probieren. Dopfer jammerte, dass er um 5/100 s die Medaille verpaßt. Und an das nächste Mal glaubte er nicht so recht dran. Seine Chance war riesengroß. Wieder war Deutschland auf einen vierten Platz in Sotschi notiert. Gestrichen wurde indes der vierte Platz der Biathlon-Mix-Staffel.

Ein Kampf für die Ewigkeit

ZZ flippte fast aus:

Es war der perfekte Regieplan, der in der aktuellen Wirklichkeit Realität wurde. Die russische Biathlon- Männerstaffel mit dem glänzenden Schlußläufer Anton Schipulin gewann die Goldmedaillen wie zuletzt 1988 in Calgary das Quartett um Waleri Medwedzew. Ich war damals draußen in Canmore in den Rocky Mountains unter den Berichterstattern. Zwei deutsche Staffeln waren auch dabei. Das DDR-Quartett mit dem zweimaligen Einzelsieger Frank-Peter Roetsch war durch einen Gewehrschaden des Startläufers Jürgen Wirth frühzeitig aus dem Medaillenkampf und belegte im Ziel den fünften Platz.

 

Das bundesdeutsche Quartett um den 84er-Olympiasieger Peter Angerer, der auch die Fahne zur Eröffnung der Winterspiele tragen durfte, empfing die Silbermedaillen. Die Österreicher mit Vater Alfred Eder blieben als Vierte ohne Medaillen, die als Dritte die Italiener um Andreas Zingerle gewannen.

Und nun sah im 4 x 7,5-km-Rennen alles nach einem haushohen Sieg für Norwegen aus, das damals in Canmore Sechste wurde. Für sie waren diesmal die Gebrüder Boe aufgeboten, dann Ole-Einar Björndalen und Egil Svendsen. Doch es kam alles ganz anders, weil der mittlerweilen 41-jährige achtmalige Olympiasieger Björndalen nicht mehr die Frische besaß, um die relativ jungen Staffeln Russlands, Deutschlands und Österreichs (mit Eder Junior) im Zaum zu halten. Björndalen war der Schlüsselläufer. Er schoss zwar perfekt, doch dann wurde er vom Deutschen Arnd Peiffer bei dessen bester olympischer Vorstellung zum Wechsel gejagt. Aus 23,8 Sekunden blieben beim Wechsel ganze zwei (2). Das war auch das Signal für die beiden Schlußläufer Svendsen und Simon Schempp auf Augenhöhe kämpfen zu können, verfolgt von den Schlußläufern Russlands und Österreichs.

Beim letzten Schießen versagte die Schießkunst des Norwegers, aber nicht bei den anderen drei Schlußläufern. Wie unlängst beim Weltcup in Frankreich hatte beim Zielspurt Anton Schipulin die meiste Kraft. Für den Deutschen blieb die tapfere Silbermedaille. Österreich eroberte Bronze. Norwegen blieb die "Blechmedaille." Von diesem Finale wird man sich noch nach Jahrzehnten Geschichten erzählen...-

Mal ein Tripp nach Zakopane

ZZ sah fast nur Oranje:

Worin besteht die Trüffelei im Teamsprint der Eisschnelläufer im großen Eisring. Sie besteht in dem Gewinn von dreiundzwanzig ( 23)Medaillen durch Frauen und Männer aus den Niederlanden. Hinzu kommt noch eine bei den Shorttrack-Eisflitzern.

 Die Schwerstarbeiterin zum Schluß war die kleine Fahnenträgerin zur Eröffnung der Winterspiele, Julien ter Mors. Kleines Finals beim Short Track, der  große Teamsprint-Endlauf im großen Eisring. Zusammen mit Marit Leenstra und Ireen Wüst. Olympischer Rekord in der Qualifikation, dann im Viertel-, im Halbfinale und noch einmal im Finale gegen die polnischen Mädchen.  Bei den Männern hatte das neuerrichtete Leistungszentrum Zakopane (wo eigentlich die Skispringer dominieren) schon eine Goldmedaille in Sotschi verbuchen können. Leuchtendes Beispiel wie das deutsche Eisschnellaufen wieder auf  Kurs gebracht werden kann. Man sollte gemeinsam mal in die Tatra fahren und erkunden, wie man es dort geschafft hat.

 Der deutsche TV-Kommentator sprach von Zerstrittenheit und fehlender Klasse, warum kein deutsches Trio in Sotschi auf dem Eis an die Startlinie treten durfte. 2006 und 2010 hatten die deutschen Mädels, einmal angeführt von  Claudia Pechstein, das andere Mal von Stephanie Beckert, die Goldmedaillen erlaufen. Das Eislaufen kann man doch in Berlin, Erfurt, Inzell und anderswo nicht verlernt haben. Viel Lehrgeld mußte das neue Dresdner Short Track Zentrum hinnehmen. Statt den Kopf hängen lassen, heißt ihre Devise - weitermachen. 2018 lohnt es sich in Südkorea mit den Erfahrungen von Sotschi zu verbessern. Daß die Südkoreaner nicht nur glänzende Short Track-Läufer haben, das zeigten sie auf dem großen Eisring. Zwar gewann das von Sven Kramer geführte niederländische Trio klar. Aber verdientes Silber für das Land des kommenden olympischen Gastgebers.


Übrigens: die Niederländerinnen mußten auch viel Geduld aufbringen. Viermal waren sie Weltmeisterinnen im Teamwettbewerb. Es bedurfte auch viel Geduld der nationalen Trainer alles Talent und Können in gemeinsame Bahnen zu lenken. Sotschi ist der beste Ausdruck.

Wo ist Nicole Fessel?

 

ZZ werkelte:

Schwerstarbeit für den Laptopwerk'ler am vorletzten Sotschi-Tag. Wo liegt die Trüffelei in dem jeweiligen Ereignis? Zunächst im 30- km-Rennen mit Massenstart der Läuferinnen. 1980 in Lake Placid waren die 30 km für die Olympier im Rat der Götter zu lang. So wurde ein paar Wochen später im schwedischen Falun die aus dem Harz stammende Zella-Mehliserin Veronika Hesse-Schmidt die allererste Weltmeisterin im sogenannten Skimarathon der Frauen. Damals lief noch jede Dame ihre Strecke allein im 30-Sekunden-Abstand.

Und nun in 1500 m Höhe bei konstanter Schneedecke von gut einem Meter - im Tal grünte es schon kräftig - das große Finale. Es bringt, da wieder richtige skandinavisches Wetter war, den erwarteten Dreifachsieg für Norwegen. Marit Björgen braucht garnicht voll zu spurten und gewinnt ihre zusammen mit jenen der Winterspiele 2010 in Vancouver sechste (!) olympische Goldmedaille und egalisierte damit den Olympischen Rekord der Russin Ljubow Jegorowa, die es bei den Wettbewerben 1992 in Albertville und 1994 in Lillehammer 1994 auf bereits sechs goldene Plaketten gebracht hatte.

Zwei deutsche Langläuferinnen waren am Start. Kathrin Zeller belegte einen olympiawürdigen zwölften Platz. Nicole Fessels Platzierung wußten wir bis zum aktuellen Laptopwerker-Liefertermin noch nicht. Das Rennen war diesmal in der freien Technik ausgeschrieben. 2010 war es in klassischem Laufstil ausgetragen worden, und die Polin Justyna Kowalczyk siegte um drei Zehntelsekunden Vorsprung im denkwürdigen Schlußkampf mit Marit Björgen. Kathrin Zeller war damals auch dabei und kam als 20. ins Ziel.

 

Übrigens: Für das  Langlauffinale der Männer über 50 km an gleicher Stelle verstärken die beiden Biathleten Erik Lesser und Arndt Peiffer das deutsche Langlaufaufgebot. In Vancouver von vor vier Jahren hatte Axel Teichmann die Silbermedaille gewonnen, mit dem sie in den aktuellen Olympiavorbereitung sehr oft in Oberhof gemeinsam trainierten. Dabei ist wohl die Idee entstanden. Viel Glück allen.


Hin und wieder die Datei: Wo sind die Deutschen abgeblieben? gucken oder den Link in Loser Lane nutzen, lieber ZZ!

NADA-Statement

Nationale Anti Doping Agentur Deutschland
Heussallee 38
53113 Bonn
T +49 228 - 812 92 – 151

 

Statement zum Dopingfall

„Methylhexanamin“ in Sotschi

Methylhexanamin gehört zur Gruppe der Stimulanzien und ist ausschließlich im Wettkampf verboten. Häufig wird Methylhexanamin in Nahrungsergänzungsmitteln gefunden, die für extremen Fettabbau (engl. Fatburner) oder auch Muskelaufbau werben.

 

Es ist seit langem bekannt, dass immer wieder verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel entdeckt werden. Die NADA warnt deshalb seit Jahren generell vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln im Sport. Sie weist in allen Präventionsveranstaltungen mit Athletinnen und Athleten auf diese Gefahren hin, genauso bei Informationsveranstaltungen mit Verbands- und Sportärzten. Öffentlich hatte die NADA erstmals 2010 vor der Verunreinigung mit Methylhexanamin gewarnt, zuletzt erneut im Oktober 2013. „Wir erwarten von Spitzensportlern, dass sie diese Gefahr einschätzen können und die Warnungen ernst nehmen“, sagte NADA-Vorstandsvorsitzende Dr. Andrea Gotzmann. Zudem rät die NADA dringend von der oft übertriebenen Nutzung verschiedenster Nahrungsergänzungsmittel ab, selbst wenn sie ausschließlich erlaubte Substanzen enthalten.      

 

Im Fall der verbotenen Substanz Methylhexanamin sind ernst zu nehmende Nebenwirkungen bekannt. Neben gesundheitsgefährdenden Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System wie Blutdruckanstieg, der zu Kurzatmigkeit, Brustenge und möglicherweise Herzinfarkt und Hirnblutung führen kann, traten in einem Fall nach der Einnahme eines Methylhexanamin-haltigen Nahrungsergänzungsmittels eine akute Hepatitis sowie weitere Leberschädigungen auf. Daher warnt die NADA grundsätzlich vor der Einnahme derartiger Präparate.

 

Die Substanz Methylhexanamin ist auch unter verschiedenen anderen Namen zu finden: 1,3-Dimethylamylamin; Dimethylpentylamin; Geranamin; Forthan; Floradren; Geraniumöl; Geraniumwurzelextrakt; 4-Methyl-2-hexanamin; 4-Methyl-2-hexylamin; 2-Amino-4-methylhexan und Pentylamin.

 

 

2014-02-21

.... und Abflug

ZZ meldet ein:

Ich habe eben in der sueddeutschen-online.de gelesen, dass Evi Sachenbacher-Stehle aus der deutschen Olympiamannschaft ausgeschlossenwurde und bereits den Heimflug nach Deutschland angetreten hat.

Gedopt angeschoben

www.sueddeutsche.de

Erster namentlich bestätigter Dopingfall bei den Olympischen Winterspielen: Dem italienischen Bobfahrer William Frullani wurde eine verbotene Substanz nachgewiesen.

Der italienische Bobfahrer William Frullani hat den ersten offiziellen Dopingfall der Olympischen Winterspiele in Sotschi verursacht. Wie das italienische Nationale Olympische Komitee (CONI) bekannt gab, wurde bei dem 34-jährigen Anschieber in A- und B-Probe das verbotene Stimulanzium Dimethylpentylamin gefunden.


Das CONI wurde vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) informiert. Frullani war am Dienstag kontrolliert worden. Er wurde mittlerweile aus der italienischen Delegation ausgeschlossen. Frullani sollte am Samstag und Sonntag in der Viererbob-Konkurrenz starten.

Die Mutter der Kompanie

ZZ repermentierte:

Es ist keine Übertreibung. Die Organisatoren der alpinen Wettbewerbe der Sotschi-Winterspiele standen denen von in Vancouver 2010 nicht nach. Die FIS hatte genug Experten in den Kaukasus entsandt, und die Russen waren gelehrige Schüler. Damals in den kanadischen Bergen hatte Maria Riesch vor der Österreicherin Marlies Schild, der besten Slalomfahrerin unserer Tage, gewonnen. Deren Landsfrau Kathrin Zettel war 13. geworden. Hinter ihr auf Rang 16 die beste US-Amerikanerin.

 

Der Superstar im finalen Slalom der Damen war diesmal die erst 18jährige Mikaela Shiffrin. In Abwesenheit von Lindsey Vonn war sie nun die schillernde Figur der USA-Olympiaequipe. Glänzende Technikerin, unbekümmert und ihre Fahrten reif fürs Lehrbuch. Schild wieder Zweite, Zettel fuhr sich auf Rang 3 vor. "Unsere deutsche Maria" konnte nach ihrem vierten Platz diesmal auch sich freuen und sah wohl alles entspannt. Es war ihr letzter olympischer Auftritt - wenn sie nicht auch noch die deutsche Fahne bei der Abschlußver-anstaltung am Sonntag tragen sollte.

 

Was wird aus dem alpinen Team nun in der Zukunft. Victoria Rebensburg, mit den wohl herzerfrischendend-

sten Antworten einer deutschen Medaillengewinnerin, macht weiter. Gold in Vancouver, nun Bronze -  beides im Riesenslalom. Sie will künftig auch Super-G und die Abfahrt öfters fahren. Aber überhaupt nicht Slalom. Legt Barbara Wirth etwas ihre Schüchternheit ab, dann kann das nächste Mal mehr als ein 14. Platz wie diesmal im olympischen Slalom herauskommen. Sie wirkte etwas verträumt - als ob sie schon wieder an ihrem nächsten Gedicht schreibt. Aber das darf sie doch. Olympische Träume zu realisieren, das braucht Zeit.

 

Die Maria  war 2006 wegen Verletzung erst garnicht einsatzfähig. Sie sollte ihren Nachfolgerinnen in irgendeiner Form erhalten bleiben. So etwas wie die Mutter der Kompanie. Wenn auch nur am Rande den Pisten.

 

Glückwunsch an die Ukraine

ZZ sah ohne Zeiss-Glas:

Der Glückwunsch galt unter den vielen Trainern an ihren Carl-Zeiss-Fernrohren zwischen Schießanlage und Stadioneinlauf einer Frau. Nadja Belowa hatte ihr ukrainisches Biathlon-Frauen-Quartett  glänzend auf den 4 x 6-km-Staffellauf mit jeweils zwei Schießübungen vorbereitet und eingestellt. Alle vier Frauen mit großem Erfahrungsschatz lösten ihre individuellen Aufgaben selbstbewußt und mit der notwendigen Laufenergie und Sicherheit beim Schießen.

 

In schlimmen Tagen auf dem Maidan-Schlachtfeld ihrer Hauptstadt bedeutete der Gewinn der olympischen Goldmedaillen auch "Ukraina"-lebt! - Olympia-Gastgeber Russland, couragiert vom deutschen Trainer Wolfgang Pichler eingestellt, gewann die Silbermedaillen, Norwegen die Bronzemedaillen mit einer heranstür-menden Tora Berger, ohne indes eine Chance zu haben.

 

Und Deutschland? Platz 11. Statt Platz 1 wie beim Olympiatest an gleicher Stätte vor einem Jahr. Es gibt viele Gründe dafür. Startläuferin Franziska Preuß, mit dem Olympiaeinsatz überfordert, stürzte gleich auf dem ersten Kilometer mitten im Pulk laufend, ein Stock brach, kein deutscher Betreuer mit Ersatz in der Nähe. Beim folgenden Anstieg half ein Pole. Sie hatte wieder zwei Stöcke um den langen Berg hinaufzukommen.

 

Sie kam mit fast vier Minuten aus ihrer Schleife zum Wechsel, hatte alle Scheiben getroffen wie dann später auch die anderen drei Mädchen. "Abhaken und weiter", posaunte der TV-Kommentator. Damit ist es im deutschen Biathlon aktuell nicht getan. Die ukrainische Trainerin gibt ein Signal, bei den Germans dirigieren zuviele männliche Grauköpfe kurz vor der Rente.

 

Was man in Sotschi nicht darf

Aus HAMBURGER MORGENPOST - getwittert vom kanadischen Snowboarder Sebastien Toutant


Olympiagold hatte sie ja schon!

Gefunden bei www.standard.at wien

Geschafft! Lauryn Williams (USA), Bremserin im Frauen-Bob, hat in Krasnaja Poljana Silber geholt und ist damit die fünfte Aktive, die sowohl bei Sommer- als auch bei Winterspielen auf dem Podest stand. Beinahe wäre es Gold geworden, doch der kanadische Bob übernahm just im letzten der vier Läufe die Führung.

Sommerspiele:

Gold Leichtathletik 2012 (4x100-m-Staffel)
Silber Leichtathletik 2004 (100 m)

Winterspiele:
Silber Zweierbob Frauen 2014

ZZ wusste wie: Den Us-amerikanerinnen stand nicht nur der BMW-Konzern beim Bau eines Superschlittens  beiseite, sondern auch die olympische Sprinterin Lauryn Williams

Das waren noch Lange- Hoppezeiten!

THÜRINGER ALLGEMEINE, 21. Februar

Kolumski aus Russki

Mit den Augen eines Schweizers

 RIA Novosti

 

Sotschi. Die für den kommenden Sonntagabend angesetzte Abschlusszeremonie der Olympischen Winterspiele in Sotschi soll dem Einfluss der russischen Kultur auf das Welterbe aus der Sicht eines Europäers gewidmet sein, erfuhr RIA Novosti von den Veranstaltern der Show.

 

Um ein möglichst unparteiisches Bild von unserer Kultur zu vermitteln, haben wir beschlossen, diese mit den Augen eines Europäers zu betrachten. Eines gebürtigen Mitteleuropäers - des hervorragenden Theaterregisseurs Daniele Finzi Pasca“, so der Kreativdirektor der zeremoniellen Feierlichkeiten der Olympischen Winterspiele in Sotschi, Konstantin Ernst.


Laut dem Drehbuchautor und Regisseur der Olympia-Abschlussfeier, dem Schweizer Pasca, sollen bei der Show die Namen herausragender russischer Schriftsteller, Musiker und Künstler durch das Prisma ihrer „besten Romane bzw. unvergesslichen Melodien und Künstlerwerke“ widerspiegelt werden. „Ihre bewundernswerten und für die damalige Zeit revolutionären Werke haben die Kunst der Länder in der ganzen Welt beeinflusst. ‚Russland in Reflexionen‘ ist eine Liebeswidmung für die russische Kultur“, so Pasca.

 

Nach seinem Szenario war die Abschlussfeier für die Olympischen Winterspiele im Jahr 2006 in Turin gestaltet worden. Pasca war Autor der Corteo Show für Cirque du Soleil. Im Jahr 2011 hatte er Verdis „Aida“ im Konzertsaal des Sankt Petersburger Marientheaters und Leoncavallos "Pagliacci" im neapolitanischen Theater San Carlo aufgeführt.

2014-02-20

Da gab es auch noch Oksana Bajul

www.sotschi-2014.ru

Adelina Sotnikowa heißt die erste Eiskunstläuferin in der sowjetischen und russischen Geschichte, die bei Olympia in der Damen-Einzelkonkurrenz eine Goldmedaille gewonnen hat. Die Südkoreanerin Yuna Kim unterlag der Vize-Europameisterin aus Russland.


Vor 12.000 Zuschauern im erneut ausverkauften „Eisberg" präsentierte die Ausnahmeläuferin Adelina Sotnikowa eine ausdrucksstarke Kür mit sauberen und sicheren Sprüngen. Dritte wurde die Italienerin Carolina Kostner. Adelina Sotnikowa hüpfte durch die Katakomben, nachdem ihr Triumph perfekt war und umarmte jeden, der sich ihr in den Weg stellte.

 

Wenn auch bereits sogenannte Experten und Expertinnen jetzt wieder lauthals „Fehlurteil“ rufen - Fakt ist: Die Weltmeisterin Yu-Na Kim lief auch eine wundervolle Kür. Dreifach der Lutz und der Toeloop. Toll auch der Flip und der Salchow in der Kombination. Ein Axel zum Schluss war auch bewundernswert.


ZZ bemerkt:

Es war der allererste Einzel-Olympiasieg einer russischen Eiskunstläuferin. Das ist richtig: Doch in dieser Stunde hätte Katarina Witt im ARD-Studio daran erinnern sollen, dass bei den Winterspielen 1994 in Lillehammer mit Ukrainerin Oksana Bajul eine aus der alten sowjetischen Schule die Goldmedaille gewann. Im Olympiabuch des Sportverlages, Berlin, gibt es diese Erinnerung:

Vom Aschenputtel zur olympischen Prinzessin. Keine Seifenoper, sondern olympische Realität. Oksana Bajul lief eine erfrischende Kür und begeisterte als Schwan auf dem Eis. Das Mädchen verlor mit zwei Jahren ihren Vater, mit dreizehn starb ihre Mutter. In der Familie ihrer Trainerin fand sie ein neues Heim. "Meine Mutter im Himmel hat mir beigestanden", weint sie. Sie drückt ihre gute Stiefmutter, die ihr auch in der schönsten Stunde ihres Lebens beisteht.

 

Angesichts der dramatischen Ereifgnisse in der Ukraine sei auch dieser Ausblick gestattet. Mit Lwiw (Lwow, Lemberg) bewirbt sich auch eine ukrainischen Stadt um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2022. Die Hauptstadt Moldaviens war auch Gastgeberstadt bei der Fußball-EM 2012.

 

在中国奥运 2022


China wirbt bereits für die Olympischen Winterspiele. Bei der größten Wintersportmesse im Asien/Pazifik-Raum stellen auch Österreicher aus

Pekinger Verkehrsbusse fahren mit Werbeaufdrucken, auf denen die Olympischen Winterspiele begrüßt werden. Sie meinen nicht Sotschi, wo Chinas Sportler mit bisher dreimal Gold auf sich aufmerksam machten: "Gebt Gas für unsere Winterspiele 2022 in Peking und Zhangjiakou", steht auf den Bussen.

Als Spätankömmling in Sachen Wintersport hofft China, zum nächsten olympischen Austragungsort nach Seoul 2018 zu werden. Im November kündigte Peking die gemeinsame Bewerbung seiner beiden 220 Kilometer voneinander entfernten Städte an. Eine neue Hochgeschwindigkeitsbahn soll sie in nur 40 Minuten verbinden.

gefunden bei www.standard.at

"Super-Clowns" schlugen sich silbern

ZZ kombinierte:

Sagen dem User heute noch die Namen dieser drei Burschen etwas  - Hans-Peter Pohl,  Hubert Schwarz, Thomas Müller? Sie gewannen vor 26 Jahren in Calgary die olympische Goldmedaille im Teamwettkampf der Nordischen Kombination. Sie fanden in Sotschi keine Nachfolger, obwohl Minuten der Besinnung im Zieleinlauf Eric Frenzel, Björn Kircheisen, Johannes Rydzek und Fabian Rießle doch zufrieden mit den gewonnenen Silbernen waren. Die Goldenen gewannen die Norweger, obwohl sie nicht auf ihre Nummer eins, Kokslien, zurückgreifen konnten. Krankheit und Formschwäche verhinderte das. Dritter der zweimalige Vorjahrssieger (2006 und 2010) Österreich, dessen Schlußsprinter Mario Stecher gegen den Einzel-Olympiasieger Joergen Graabak und den Einzel-Dritten Rießle klar den Kürzeren zog, exakt um 3,4 Sekunden.

Norwegens Altmeister Magnus Moan, der wie der deutsche Altmeister Björn Kircheisen fabelhafte Sprünge vom großen Bakken zu Tale brachte, hatte die Deutschen als "Super-Clowns" nach dem Einzelwettbewerb bezeichnet, der den Norwegern den Doppelsieg brachte. Cheftrainer Weinbuch, Springertrainer Ackermann und Laufchef Bauroth malten des Norwegers Zitat an die Innentür ihrer Wachskabine.

 

Es sollte die vier Jungs besonders herausfordern. Allerdings hatten sie draußen beim Test auf dem weißen Schneeband im grünen (!) Wald nicht den optimalen Ski für die ersten beiden Läufer gefunden. Schneller Veränderungen waren notwendig, doch das taktische Planspiel war schon zerstört obwohl Läufer Nummer drei und vier nun optimale schmale Bretter hatten.


"Es hat die Cleverness gewonnen", sagte der Chef, der als Aktiver nie eine olympische Medaille gewonnen hatte und nun sein Amt an das Tandem Ackermann und Bauroth weitergibt. Letzteren werden nur noch die wenigsten kennen. Der war einmal Ende der achtziger Jahre Junioren-Weltmeister im Skilanglauf. Zu Hause im thüringischen Oberschönau empfingen seine Eltern öfters mal den in den Westen "geflüchteten Onkel. Das meldeten einige Eifrige an die Zentrale des DTSB.

 

Hätte es als Stützpunktleiter in Oberhof nicht Gerhard Grimmer geben, der die Bürgschaft über den jungen Bauroth übernahm, hätte man ihn schon schnell in die Produktion geschickt. Da hat er heute genug zu tun als Produzent erstklassiger Leistungen deutscher Nordisch-Kombinierer. Bauroth hatte nach dem Mauerfall noch sein olympisches Erlebnis. Er war der Startläufer 1992 in Albertville des Quartetts, das dann als Sechste ins Ziel kam. Wer seine Mitstreiter waren? Jochen Behle, Toralf Rein und Johann Mühlegg.

Ullrich von der Jury enttäuscht

Foto: RIA /NOVOSTI

Thomas Hahn heute (Donnerstag) in der Süddeutschen Zeitung:

Der DSV tat, was er tun musste: Protest gegen den Finnen, der natürlich meinte, er habe nichts falsch gemacht. "Ich war vorne", sagte Jauhojärvi, "ich glaube, das war ein rechtmäßiger Zug." Die Jury schaute sich den Sturz aus verschiedenen Perspektiven an, aber sah keinen Grund, den Finnen zu disqualifizieren. "Es gab schon Momente, mehr als genug, da wurden wir für so was disqualifiziert, und die waren bei weitem harmloser", grummelte Tscharnke.

Genau, sagte Bundestrainer Frank Ullrich: zum Beispiel vor Jahresfrist an gleicher Stelle. "Bei Olympia wird über den Protest einfach so lax drübergegangen", sagte Ullrich, "ich bin enttäuscht von der Jury." Für den DSV war Jauhojärvis Manöver ein klarer Verstoß gegen die Vorfahrtsregeln. "Glasklar sogar", sagte Sprecher Stefan Schwarzbach und lieferte ein Dokument, um das Ausmaß des Unglücks zu zeigen: ein Handy-Foto von der Fleischwunde, die seit der Begegnung mit Jauhojärvi Tscharnkes Bein ziert. "Der hat ihm den kompletten Unterschenkel aufgeritzt

2014-02-19

Millionäre ließen die Köpfe hängen

www.sotschi-2014.ru
Immer wieder biss sich der Olympia-Gastgeber an der herausragenden Defensive Finnlands die Zähne aus - oder scheiterte am überragenden Goalie Tuukka Rask, der 37 Schüsse abwehrte. Mit fortschreitender Spielzeit wurden die russischen Angriffsversuche immer verzweifelter, klare Chancen blieben Mangelware.

 

Die russischen Eishockey-Millionäre ließen die Köpfe hängen. Die flinken und ideenreichen Finnen gaben ihnen keinen Platz zum Angriff und drängten den Rekord-Olympiasieger oft in die Defensive. Laut wurde es auf den Rängen immer dann, wenn Owetschkin mit kurzen Trippelschritten einen Angriff mit vollem Tempo lancierte, doch seine Schüsse waren zumeist leichte Beute für Rask. Die anderen russischen Angreifer verzettelten sich häufig in unnötigen Kombinationen, anstatt zu schießen. Vor den Augen von Trainer-Legende Wiktor Tichonow, der die „Sbornaja“ in den 80er Jahren zu drei Goldmedaillen geführt hatte, fiel den Hausherren einfach nichts ein.

 

Am Ende wurde der konsternierte Goldkandidat, der im Turnier nie richtig in Schwung kam, mit ohrenbetäubenden Pfiffen vom eigenen Publikum verabschiedet - die auch verdient waren.

 

Finnland - Russland 3:1 (2:1, 1:0, 0:0)

Tore: 0:1 (8.) Kovalchuk, 1:1 (10.) Aaltonen, 2:1 (18.) Selänne, 3:1 (26.) Granlund;

Kein Trauerflor für Ukraine

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Schockiert von der Entwicklung in seinem Heimatland zeigte sich das IOC-Mitglied Sergej Bubka. "Gewalt hat keinen Platz in der Welt. Ich will den olympischen Frieden in mein Land bringen. Dialog ist Kraft, Gewalt ist Schwäche", teilte der ehemalige Stabhochspringer mit: "Unsere Athleten in Sotschi kämpfen hart, aber friedlich und ehrenvoll." Geschäftsmann Bubka steht eher dem Regierungslager nahe.

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Als Konsequenz bat die Delegation der Ukraine darum, ein "Zeichen der Trauer und Anteilnahme" wegen der Eskalation der Gewalt in Kiew setzen zu dürfen. Nach dem abschlägigen Bescheid gingen die Ukrainer an die
Öffentlichkeit. "Wir erhielten die Antwort vom IOC, dass dies nicht vereinbar sei mit der Olympischen Charta."

 

Bereits im Fall der norwegischen Langläuferinnen hatte sich das IOC auf den umstrittenen Paragraen 50.3 berufen. Dieser verbietet an Wettkampfstätten "jede Demonstration oder politische, religiöse oder rassische Propaganda".

IOC-Präsident Thomas Bach drückte den Ukrainern sein Beileid aus, nahm aber keinerlei Stellung zum erneuten Trauerflor-Verbot. "Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind in diesen schweren Zeiten beim ukrainischen Team", sagte der Deutsche, der seit September des Vorjahrs als Nachfolger des Belgiers Jacques Rogge amtiert.

 

Der 60-Jährige lobte die Art und Weise, wie die ukrainischen Sportler "weiterhin ihre Nation mit großer Würde vertreten", dies spreche "für sie und ihr Land". Bach wertete die Anwesenheit der ukrainischen Sportler in Sotschi als "Symbol, dass der Sport Brücken bauen und helfen kann, Menschen verschiedener Herkunft in Frieden zusammenzubringen".

Pechi zum Grachtenrennen?

ZZ hat eine Idee:

Im deutschen Lager soll es ein paar Jahre schon einen Psycho- oder auch Zickenkrieg zwischen den Superläuferinnen Stephanie Beckert (Erfurt) und Claudia Pechstein (Berlin) gegeben haben, der bis auf die Sotschitage anhält. Beide streiten das ab... Zum Finale der Eisschnelllaufwettbewerbe, nun über 5000 m war das zwar nicht direkt erkennbar, doch das Ergebnis spricht Bände. Während die achtmalige Olympiamedaillengewinnerin Pechstein als Fünfte im Endklassement mit 6:59,39 min zu Buche stand, plagte sich Beckert mit 7:07,79 min ins Ziel. Zweimal Silber hatte sie 2010 gewonnen. Ihr Trainer Stephan Gneupel, der mit seinen Schützlingen dreizehn olympische Medaillen gewann, wird nun in die Rente gehen.

Psychokriege soll es en masse auch in den Nieder-landen im Lager der Eisschnellläufer geben. Doch daraus sind aktuell 21 olympische Medaillen der Sotschi-Winterspiele erwachsen. Den eigentlichen Höhepunkt lieferte nicht Irene Wüst, die mit 6:54,28 min Silber gewann, sondern die mit 35 und sechs Jahre jünger als Pechstein auf eine Zeit von 6:55,66 min gekommene C.Kleibeuker. Bronze! Nach den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin hatte sie, dort Platz 10 mit 7:12,18 min belegend, den Eisring von Heerenveen verlassen und sich auf das Grachtenlaufen der touristischen Sportler verlegt, bei dem man indes auch eine Menge Preisgeld verdienen kann und Startgeld bekommt.

Die erneute Olympiasiegerin über die 5000 m Martina Sablikova soll nicht vergessen sein. Die Tschechin lief mit 6:51,54 min Bahnrekord. Vor vier Jahren hatte sie auf dem Eisring von Vancouva den Olympischen Rekord auf 6:50,91 min gedrückt. Halt, das stimmt nicht. Ein Blick ins alte Olympiabuch gibt Auskunft. Claudia Pechstein legte als Siegerin 2002 in Salt Lake City die Distanz in der neuen Weltrekordzeit von 6:46,91 min zurück. Ihre Auftritte 41-jährig brachten ihr in Sotschi die Plätze 4, 5 und wohl noch 19 dazu. Ob sie 45-jährig nochmal die Schlittschuhe anschnallt - older sich bis dahin als Grachtenläuferin versucht? Heute jedenfalls kündigte sie für Olympia 2018 in Südkorea ihre zehnte Medaille an. Wir alle sollten ihr dafür Zeit lassen.

Björndalen zum achten!

ZZ blätterte nach:

Zunächst ein Blick in das olympische Geschichtsbuch für das Laptopwerk. Nach einer Premiere bei den WM 2005 hatte nun in Sotschi der Biathlon-Team-Wettbewerb seine olympische Uraufführung. Zwei Frauen liefen bei zwei Schießübungen jeweils sechs Kilometer, die zwei Männer 7,5 km. Auch das Geschwisterpaar Schipulin aus Sibirien war dabei. Anastasia (verheiratete Kuzmina) lief im Quartett der Slovakei, das Platz sechs belegte. Anton führte die russische Staffel als fünfte ins Ziel.

Noch eine andere olympische Episode habe ich in unserem Geschichtsbuch gefunden. Gabriela Soukalova gewann in Sotschi nach Silber im Massenstart-Wettbewerb erneut Silber für die tschechische Vertretung. Ihre Mutter stand 1984 in Sarajevo in der silbernen Skilanglauf-Olympiastaffel der CSSR.

Man könnte noch eine deutsche Geschichte hinzufügen. Die Träger deutscher Erfolge seit den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer standen vereint unter den Zuschauer im Oldie-Block - Sven Fischer und Kati Wilhelm als TV-Fachexperten, Michael Greis und Magdalena Neuner als Touristen.
Ob Frank Ullrich und Klaus Siebert, nun Cheftrainer, vereint zuguckten, das wissen wir nicht genau...- Genau indes und nicht ganz vergessen sollte der erfolgreiche Olympiasegler, König Harald der V. von Norwegen sein. Olympiabesuche sind Tradition für das Königshaus.

Norwegen vor Tschechien und Italien war der Einlauf für die Flower-Zeremonie. Die Deutschen mit neun Nachladern beim 50 Meter KK-Gewehrschießen bekamen keinen Platz als Viertplazierte. Und auch nicht die Franzosen mit dem bisher überragenden Martin Fourcade. Platz 7 für ihn im Ziel. Er war indes stark erkältet. Hätte auch einen Wettbewerb mal auslassen sollen. Kann man ja wohl bemerken.

Ein positiver Schluß soll nicht vergessen sein. Ole Einar Björndalen gewann, auf Position drei der Norge-Staffel aufgeboten, seine achte olympische Goldmedaille und zog in Norwegen damit mit Skilangläufer Björn Dählie gleich. Dählie hat heute als Geschäftsmann eine Außenstelle in Berlin. Björndalen hofft noch auf einen Startplatz in Sotschi in der Herren-Staffel.

 

Kein Sailer - kein Killy

ZZ besah sich den Riesen:

Der Riesenslalom, so sagt man in der Szene, ist der wohl anspruchsvollste alpine Wettbewerb. Die Kunst, schnell und elegant Ski zu fahren, bringt er wohl am Besten zum Ausdruck. Es hat 1956 in Cortina d'Ampezzo mit dem Österreicher Anton "Toni" Sailer einen dreifachen Sieger gegeben - Abfahrt, Riesenslalom, Spezialslalom. Solch einen perfekten Fahrer wird es nicht mehr geben. Doch zwölf Jahre später. Der Franzose Jean Claude Killy gelingt das gleiche Kunststück.

Sailer lebt nicht mehr, Killy fungiert in Sotschi auch als IOC-Mitglied und nimmt Siegerehrungen vor. Beim aktuellen Riesenslalom lagen lange zwei Franzosen vorn. Doch dann wurden beide vom perfekten US-Amerikaner Ter Ligety unterboten. Dieser ist ein langjähriger Freund von Felix Neureuther, er hat mehrmals im Hause Neureuther in Partenkirchen gewohnt und mit dem Felix gemeinsam trainiert.

Nach aufregenden Tagen im Vorfeld der Entscheidung stellte sich der Deutsche trotz aller Umstände selbstbewußt seinen Rivalen. Er belegte einen bemerkenswerten Platz unten den besten 10. Top ten ist heute der Modebegriff. Dahin hätte es auch der 21-Stefan Luitz schaffen können. Mt der zweitbesten Zwischenzeit fädelte er im erstren Lauf an der dem Ziel nahen letzten Stange ein. Kein Jammern später bei ihm, kein Wehklagen. Auf ein Neues 2018 in Südkorea.

Zwei einstige Olympiasieger im Riesenslalom, der Österreicher Benny Raich (2006) und der Schweizer Carlo Janka (2010) blieben diesmal ohne eine Medaille. Goldene Fahrten hat man selten doppelt im Riesenslalom.


Ted Ligety (USA/Gold): "Super. Jedes Gold ist toll, es ist ein großartiges Gefühl. Ich habe den meisten Druck auf mich selbst gemacht vor diesem Riesentorlauf. Ich habe gewusst, dass das eine Riesenchance ist. Ich habe versucht, die Linie zu halten und alles zu geben. Der erste Lauf war super, da musste ich im zweiten nicht mehr ans Limit gehen, da war es schon sehr unruhig. Bei meinem ersten Olympia-Gold war ich 21, es waren meine ersten Spiele, damals hatte ich null Druck. Heute war ich schon sehr aufgeregt. Es ist nicht leicht, der Favorit zu sein. Ich bin stolz."

Steve Missillier (FRA/Silber): "Das ist unglaublich. Im Weltcup war ich noch nie auf dem Podest. Mein Geheimnis sind die guten Ski, der Schnee war auch perfekt für mich. Sowas mag ich. Ich war aber auch etwas glücklich, habe keinen gröberen Fehler gemacht."

Alexis Pinturault (FRA/Bronze): "Ich bin einfach nur glücklich. Es war sehr schwierig, ich war drei Zehntel hinter Steve und dachte, ich werde Vierter. Mit dem Teamkollegen da oben zu stehen ist ein großer Tag für das französische Team. In Österreich ist das ja oft so, bei uns nicht."

 

Noch einmal Marit Björgen

ZZ sprintete mit:

Wer anders als Marit Björgen und Norwegen. 2006, als der Skisprint im Team das erste Mal im olympischen Programm stand, gewann sie jedoch nicht. Sie wurde zusammen Ella Gjomle Vierte. Hinter Schweden, Kanada und Finnland. Fünfte wurden Evi Sachenbacher-Stehle und Viola Bauer für dei deutsche Olympia-mannschaft..

Dann 2010 in Vancouver. Norwegen ohne Björgen nur auf Platz fünf. Die olympische Goldene für Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad-Künzel. - Vor dem 2014-er Rennen hatte es nachts ordentlich geschneit. Norwegische Bedingungen, da es zudem in den kaukasischen Bergen kälter geworden. Winterlich. Keine Probleme für das 25-köpfige Norge-Wachsteam.

Gepaart mit Björgen war die kleine Oestberg. Wer ist denn das? Es ist die mehrmalige Junioren-Weltmeisterin, die es sehr schwer hatte angesichts der Stärke des Norge-Team ins Olympiaaufgebot zu kommen. Es sollte die richtige Entscheidung gewesen sein.

Die Deutschen brachten die fast 33-jährige Steffi Böhler und die junge Denise Herrmann zum Einsatz. Vor der eigentlichen Entscheidung hatten sich Norwegen und Finnland abgesetzt. Dahinter belauerten sich Deutschland und Schweden um den Kampf der Bronzemedaille. Das große Finale gewann Björgen, das kleine eine 20-jährige Schwedin gegen die etwas ältere Deutsche. Es bleibt der Jugend die olympische Erfahrung. Für Björgen waren es wohl die letzten Winterspiele.

 

Ein dramatischer Fall

ZZ echauvierte sich:

Tim Tscharnke, olympischer Silbermedaillengewinner 2010 in Vancouver, zusammen mit Axel Teichmann, war von den deutschen Trainern für den Team-Sprint gesetzt worden. Durch einen Unfall beim Sommertraining war er mehrere Woche ausgefallen. Beim Skirollertraining war er von einem Kleinstlastkraftwagen in den Straßen-graben geschoben worden.

Und nun das im olympischen Finalspurt. Letzte Abfahrt. Der Russe , der Finne und der Deutsche hatten praktisch ihre Medaillen sicher. Schweden und Norweger

aussichtslos hinter den drei. Schneedurchwühlte letzte Kurve. Der in  der Mitte etwas eingekeilte Finne spurte nach rechts seine Skier lenkend und fuhr dem Deutschen über die Skispitzen. Tim Tscharnke wälzte sich im Schnee.

Die meisten der TV-Kommentatoren waren sich schnell einig. Schales Gold für Finnland, Silber für Russland, die  mit der rüden Fahrweise des Finnen nichts zu tun hatten. Tscharnke trudelte als Siebenter ins Ziel. Ihm hatte man jeden Kampfnerv gezogen. Die FIS-Regel schreibt keine Bestrafung vor. Doch das IOC könnte dem Deutschen eine Anstandsmedaille vergeben. Und auch seinen Mitläufers Hannes Dotzler.Das deutsche Team legte Protest ein – abgelehnt!

2014-02-18

Drei mögliche Medaillen vergeigt

ZZ brüllt zurück:

Müssen diese Kommentatoren von ARD und ZDF so brüllen, ohne Pause sprechen und das gleiche raustun, was ich als TV-Betrachter sowieso sehe. Ihre Sprache ist da selten journalistische Meisterschaft. Wenn sie sich im Rundfunk-Dienste Olympias gefühlt haben, na ja, dann bitte schön. Aber so geht es nicht, wenn ihnen die Pferde durchdrehen. Einziges Gegenmittel. Stummtaste drücken.

Finale in der Nordischen Kombination mit Springen von der Großschanze und anschließendem nach neunzigminütiger Pause 10-km-Lauf. Norweger wie Deutsche sind wieder die Favoriten, ihre beiden Besten fallen wegen Formschwäche, der Norweger, und wegen Grippeschwächung aus. Oder sie sind chancenlos in dem heißen Lauffinale.

Zwei Norweger und drei Deutsche stürmen ins olympische Stadion. Es gibt aber nur drei Medaillen. Die gewinnen zwei Norweger (Graabak und Moan) und ein Deutscher (Rießle). Einer der drei war in dem Gerangel gestürzt als er den eigenen Landsmann in der Kurve attackierte. Nur Altmeister Kircheisen machte da nicht mit. Er hat sich zwei Kilometer mit einem Ausreißversuch - alles oder nichts - versucht. Es blieb bei dem Versuch und endete mit einem vierten Platz.

Wie das Rennen 2010 in Vancouver ausgegangen war? Mit Demong und Spillane zwei US-Amerikaner vorn. Der beste Norweger (Tande) wird Sechster, der Beste Deutsche (Kircheisen) Achter. Nachts bei diversen Auswertungen wird es noch harte Diskussionen um das Rennen 2014 geben: Graabak vor Moan und Rießle. Vielleicht auch bei den TV-Zuschauern. Ganz bestimmt.

Sven Fischer traf ins Schwarze

ZZ sah den König:

Die Ministerpräsidentin flog nach Hause und aus Oslo, aus seinem Schloss, kam Norwegens König Harald der V. nach Sotschi. Sven Egil Svendsen war das wohl der innere große Antrieb für das Rennen der Giganten, dem mit dem Massenstart über 12,5 km. Der Franzose Martin Fourcade mußte allein kämpfen. Mit Bindungsschaden mußte sein älterer Bruder Simon das Rennen frühzeitig beenden. Auf präsidiale Unterstützung brauchte er nicht zu hoffen. Herr Hollande hatte sich aus politischen Gründen gegen eine Teilnahme ausgesprochen. Bei den Deutschen war wenigstens der Innen-und Sportminister Thomas de Maiziere olympisch in Aktion, ohne aufdringlich zu sein. Freilich gab er auch eine Pressekonferenz.

Der hohe Favorit für Altmeister Sven Fischer war Svendsen. Auf gemeinsamer Busanfahrt mit seinen Kollegen vom NHK, dem norwegischen Fernsehen, teilte der ZDF-Experte es im reinsten norwegisch mit, heute sei für ihn Svendsen der Mann trotz Schneesturm. Die Experten diskutierten dabei eifrig die Probleme mit den Wachsexperten. Im dramatischen Zielspurt, den Svendsen zwei Meter vor dem Ziel in Führung liegend allzu selbstsicher beendete, gab es ein totes Rennen mit Fourcade. Doch dessen Ausfallschritt war ein paar Zentimeter zu kurz geraten. Zeitgleich, aber Gold für Norwegen, Silber für Frankreich.

Die Deutschen hatten bei den Schneesturm keine gute Durhcsicht und Courage beim Schießen. Simon Schempf als Dreizehnter im Ziel schoß dreimal daneben. Vielleicht treibt ihn die "13" an für die beiden ausbleibenden Staffeln. - Wer gewann übrigens 2006 in Turin das allererste olympische Massenstartrennen? Richtig. Michael Greis aus Deutschland. Vor Ort in Sotschi. Im Schneesturm von keiner Kamera gefunden.

Komissarowa nach München gebracht

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Krasnaja Poljana/Sotschi - Die russische Ski-Crosserin Maria Komissarowa hat sich bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi bei einem Trainingssturz am Samstag-Vormittag in Krasnaja Poljana einen Wirbelbruch zugezogen. Die 23-Jährige wurde über sechs Stunden lang operiert. Die Verletzung sei "ernst", hieß es.

Am Sonntag wurde Komissarowa nach München ausgeflogen. Wie der russische Ski-Freestyle-Verband mitteilte, wird die Behandlung dort in einer Spezialklinik fortgesetzt. Ob die 23-Jährige eine Lähmung fürchten muss, ist weiterhin unklar.

Das ärztliche Bulletin und die Verlautbarungen lassen Raum für Spekulationen. Komissarowas Zustand sei nach einer ruhigen Nacht weiterhin "stabil, aber ernst", hieß es. Eine Prognose könnten die Ärzte noch nicht stellen. Am Samstag hieß es, eine zweite Operation in etwa zwei Wochen sei wahrscheinlich.

2014-02-17

Den Stichtag gerade geschafft

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Das russische Wunderkind trug in der vergangenen Woche wesentlich zum Triumph im Teambewerb bei und verzückte das Publikum im Eisberg. "Sie läuft über das Eis, und die Herzen der Menschen fliegen ihr zu", sagt Katarina Witt, die Olympiasiegerin 1984 und 1988, die in Sotschi die Fachkommentatorin für die ARD gibt. 12.000 Herzen passen in den Eisberg.

Die Kundigen gehen davon aus, dass Lipnizkaja und die acht Jahre ältere Südkoreanerin Kim Yuna die besten Chancen auf Gold haben. Das Wunderkind zeigte die beste Kür im Teambewerb, in dem aber Yuna in Ermangelung einer südkoreanischen Mannschaft nicht teilnahm. Dafür gewann die Wahl-Kalifornierin 2010 in Vancouver olympisches Gold und die Weltmeisterschaften 2011 und 2013.

Lipnizkaja, die Schülerin aus Jekaterinburg, die des Trainings wegen seit 2009 mit ihrer Mutter in Moskau lebt, löste im Teambewerb die US-Amerikanerin Tara Lipinski als jüngste Olympionikin im Eiskunstlauf ab. Lipinski siegte im Februar 1998 in Nagano, und es sollte noch vier Monate dauern, bis Lipnizkaja am 5. Juni auf die Welt kam. Das Alterslimit für die Olympischen Spiele überbietet sie um 28 Tage, denn es war geboten, zum Stichtag, am 1. Juli 2013, 15 Jahre alt zu sein.

Lipnizkaja gehört seit 2009 einer Moskauer Trainings-

gruppe von rund zehn Kindern an, die dazu auserkoren wurden, Großes für Russland zu leisten. Und sie ragt heraus, gewann 2012 die Junioren-WM, im Jahr drauf war sie noch zu jung für die WM der, nun ja, Großen.

Endlich der goldene Sprung

ZZ sprang auf:

Thomas Pfüller, früher Nachwuchstrainer Biathlon und später Cheftrainer Skilanglauf im DDR-Sportsystem, führt heute als Generalsekretär den Deutschen Skiverband. Da es bei den Biathleten noch nicht so geklappt hatte, freute er sich gestern 23.26 Uhr Ortszeit von Sotschi über das dritte Gold seiner Nordischen nach Carina Vogt im Damenskisprung und Eric Frenzel im Sprintwettbewerb der Kombinierer nun Nummer 3 im Mannschaftswett-bewerb der Skispringer.

 

Dieser ist der älteste dieser drei olympischen Disziplinen, stand in Calgary 1988 das erste Mal auf dem Programm, Finnland gewann mit dem dann Dreifach-Sieger Matti Nykänen vor Jugoslawien mit dem heutigen Windmesser Miran Tepes, dessen Sohn Juri diesmal im Slowenen-Team stand. Damals Sechster bei der Premiere das Quartett der BRD mit Andreas Bauer, der nun als Honorar-Bundestrainer für das Damen-Springergold verantwortlich zeichnete.

Und nun 26 Jahre später. Ein Österreicher, Werner Schuster, führt wie 2010 in Vancouver das deutsche Springer-Quartett in den Wettbewerb vor allem mit Österreich. Den gewinnen sie mit der Traumpunktzahl 1041,1 Punkte. Andreas Wank, tagsdarauf 25. Geburtstag, war der Einzige von damals übriggeblieben. Er war der Startspringer als Längster im Team mitseinen 1,91 m. Dann folgte der kleine Teufelskerl Marinus Kraus, dann der erst 18jährige Andreas Wellinger und zum Schluß der hochsensible
blendende Techniker Severin Freund.

 

Österreich bot wie in Vancouver Morgenstern und Schlierenzauer auf, dazu den 4-Schanzen-Tournee-Sieger Diethart und den Trainingsbesten Hayboeck. Es war ein Zehntelpunktstreit mit den Deutschen, den sie diesmal verloren. 2006 hießen sie die Sieger.

Im Team des Dritten, Japan, feierte das Quartett vor allem den 41jährigen Noriaki Kasai. Es waren seine siebenten (!) Olympischen Winterspiele seit Albertville 1992. Damals war er Vierter mit seinem Team noch vor den Deutschen mit Jens Weißflog. 1994 in Lillehammer siegten die Deutschen und die Japaner gewannen Silber mit Kasai. 1998 in Nagano wurden die Japaner ohne ihn Olympiasieger, die Deutschen Zweiter,

2002 in Salt Lake City siegten wieder die Deutschen vor den Finnen mit Janne Ahonen, der diesmal seine sechsten Winterspiele erlebte, Fünfter Japan ohne Kasai. 2006 in Turin war Österreich vorn (mit Morgenstern, Finnland (mit Ahonen) Zweiter, Vierter Deutschland und Sechster Japan (diesmal mit Kasai). Und dann 2010. Österreich vor Deutschland, Norwegen und Finnland. Kasai wurde mit Japan Fünfter. Deshalb kann man seine Freude über nun gewonnene Bronzemedaille verstehen. Ob er weitermacht? "Ich habe noch nicht ans Aufhören gedacht..."

Da das Laptopwerk nun im Thüringischen beheimatet ist, sei vemerkt, dass Andreas Wank (obwohl er heute in Hinterzarten trainiert) der vierte richtige Thü ringer mit olympischem Springergold ist - nach Helmut Recknagel (1960, Hans-Georg Aschenbach (1976), Stephan Hocke (2002). Der langjährige Landestrainer Rainer Schmidt war 1972 "nur" Dritter geworden...

Lydia viermal, Darya dreimal

 

ZZ skatete eine Runde:

Eisschnellauf und Biathlon kann man nicht nur in puncto des Schlittschuhschrittes miteinander vergleichen. Mit Sotschi auch in puncto Gewinnerinnen von olympischen Goldmedaillen bei Winterspielen. Lydia Skoblikowa gewann für die Sowjetunion 1964 in Innsbruck auf allen vier Strecken als Eisläuferin. Darya Domratschewa wurde 1987 noch in der Sowjetunion geboren und gewann nun für Belorussland (Weißrussland) ihre dritte Goldmedaille der Sotschi-Spiele.

 

Der Erfolg ist das Ergebnis auch der achtjährigen Tätigkeit ihres deutschen Trainers Klaus Siebert und,wie sie betonte, „unseres neuen Wachsspezialisten aus Norwegen.“ Der hatte vorher sich um Ole Einar Björndalen gekümmert und diesen Erfahrungsschatz nun auch Domratschewa zugute kommen lassen.

 

"Mama Priwet", so rief sie in die TV-Kamera und grüßte ihre Mutter in der Heimat. Ihr Vater ist verstorben, so daß Klaus Siebert oftmals auch die Funktion des "Ersatz-Vaters" annehmen muß. Noch ein Vergleich zwischen Skoblikowa und Domratschewa. Die Erstgenannte gewann 1960 in Squaw Valley zwei Goldmedaillen, die Darya übte 2010 in Vancouver mit einer Bronzenen. Den Massenstart, den sie diesmal mit einem einsamen Lauf an der Spitze bestritt, hatte sie vor vier Jahren als Sechste beendet.

 

Die damalige deutsche Siegerin Magdalena Neuner war diesmal mit Babybauch unter den Zuschauern. Deren allererster Gückwunsch galt Landsfrau und einstiger Zweimal-Langlauf-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle. 31jährig stieg sie zum Biathlon um und belegte mit fehlerfreiem Schießen nun einen sensationellen vierten Platz.


Nur eine 23jährige Norwegerin war im Zielspurt schneller. Deren berühmte Landsfrau Tora Berger kam als 15., Andrea Henkel 36jährig als 18. Für alle geht es mit zwei Staffeln weiter im Sotschi-Biathlon. Die Medaillenzähler werden noch zu tun haben.

Ein Küßchen in Ehren...

Novosti

Der Olympia-Park in Sotschi ist ein zentrales Objekt der Olympischen Winterspiele 2014. Hier befinden sich ein Stadion, zwei Eishockey-Arenen, das Zentrum für Eisschnelllauf, der Eissportpalast, die Curling-Arena, zwei Trainings-Arenen, der Platz für die Ehrung der Olympia-Sieger, eine offene Eisbahn, das Olympische Dorf, das Media-Zentrum, das Hotel-für die IOC-Mitglieder sowie Großbildschirme für die Sportfans.

 

 

Im Olympia-Park gibt es viel Stimmung für wenig Geld. Zum Festlichen gehört natürlich der Besucher, seine Stimmung, seine Fairness. So entsteht die unvergleichbare positive Stimmung in den Sportstätten. Das russische Publikum und seine Gäste sind bei diesen Olympischen Winterspielen das fairste der Welt - alle Sportler werden begeistert unterstützt und angefeuert. Das die eigenen Sportler natürlich ein bisschen mehr angespornt und bejubelt werden, ist ja nur mehr als normal. Die russischen Herzen stehen aber allen Sportlern offen - einmalig schön!

Es fehlte nur noch "Sowjetzone"

ZZ sah Olympia-Film:

Oberhofer Nebel hoch oben und dichter geht es nicht mehr in den kaukasischen Bergen. Zeit für das Öffentlich-Rechtliche deutsche Fernsehen seinen vorbereiteten Film zur deutschen Geschichte derOlympischen Winterspiele zu zeigen.

 

Die Frage an wohl viele in den sogenannten neuen Bundesländern, wie werden sie das hinbekommen dieses schwierige Feld der Verküpfung des westdeutschen mit dem ostdeutschen Sport. Man bemüht sich, greift aber zu neunzig Prozent auf die O-Töne West zurück. Da wimmelt es bei den Auftritten von gemeinsamen deutschen Mannschaften nur so von Bezeichnungen wie "aus der Ostzone". Der Alleinvertretungsanspruch jener Jahre klingt offen durch.

 

Da kann man ja von Glück reden, dass sie nicht von Sowjetzone sprechen. Man müht sich um Objektivität. Harry Glaß springt vorwärts und rückwärts die Schanze in Cortina d'Ampezzo herunter. Eine originelle Idee. Man sieht auch das Rodelpaar Thomas Köhler und Klaus Bonsack. Leider nicht den Recknagel, der damals 1960 sogar als Erster aus der Ostzone die Fahne der vereinten Deutschen tragen durfte.

 

Man findet natürlich auch die Kurve zur Sperre von Claudia Pechstein, der erfolgreichsten deutschen Winterolympionikin. Leider nicht zu Peter Angerer, der als Gedopter dann trotzdem die Fahne 1988 in Calgary für seine Mannschaft tragen durfte. -

Es ist das ehrliche Bemühen zu erkennen endlich im Staatsfernsehen Ulrich Wehling aus Oberwiesenthal richtig und fair darzustellen. Er war der erste Nordisch-Kombinierte, der in der Geschichte der Winterspieledreimal hintereinander die Goldmedaille gewann. Und es gibt auch eine kleine Extranummer auf Jochen Behle. Bruno Morawetz seine Rufe "Wo ist Behle..." 1980 in Lake Placid sind noch nicht verhallt. Ohne hingegen in der Dokumentation ein Echo auf Katarina Witt, auf Gert-Dietmar Klause, auf die anderen Rodelsieger aus Thüringen und Sachsen, auf die Biathleten vor dem Mauerfall. Aber uns "Uschi Disl" wird gefeiert.


Verknüpfungen sind immer ein schwieriges Feld. Wenn ich richtig geguckt habe und in der Erinnerung behalten habe, es fehlten auch Kilius/Bäumler, Georg Thoma, die schnellen Eisflitzer aus Ost und aus West, Ausnahme Karin Enke. Im Abspann finde ich die Namen von Jürgen Fischer und Volker Kluge. Mit beiden war ich auch bei den Winterspielen 1988, und sie wirkten als Fachberater Ost mit.

Schlechte Noten für den Trainer

Repro: LWP aus TA

Thüringer Allgemeine, 17. Februar

Fachurteil

Hans-Georg Aschenbach

 

"Ich hatte nach der katastrophalen Ära von Peter Rohwein große Hoffnung auf den Österreicher Werner Schuster gesetzt...


Doch seit seinem Amtsantritt höre ich immer nur Ausflüchte und Entschudigungen, nie jedoch ein selbstkritisches Hinterfragen der eigenen Verantwortung.Den Gipfel hat sich der Bundestrainer nach dem Sprung von Severin Freund geleistet. Für den unglücklichen Viertplatzierten hatte er zunächst nur Fachsimpelei per Funk übrig, statt eilends die Trainerplattform zu verlassen, seinem mit den Tränen kämpfenden Schützling beizustehen.

 

Gibt es etwas Schlimmeres für einen Athleten, als in der Minute der olympischen Niederlage einsam zu sein? Ich sage: Nein!...

 

Sollte im Teamspringen eine Medaille herausspringen – was ich hoffe – so ist es einzig dem Kämpferherzen der Athleten und nicht der Leistung des Trainers zu verdanken.“

Wie ein Scheiß-Auto von Vettel

www.standard.at WIEN

Gregor Schlierenzauer, der unmittelbar vor Michael Hayböck Siebenter wird, schaut finster. "Ich hab viel gewonnen, aber ich kapier die Sportart nimmer", sagt er. "Kleinigkeiten machen sehr viel aus. Man geht nur deshalb eine Luke runter, damit der Windkorridor wieder passt, damit man den Durchgang schnell durchziehen kann. Meiner Meinung nach ist das gesteuert, aber wenn man das anspricht", spricht er an, "steht man als schlechter Verlierer da. Diejenigen, die in Topform waren, haben gewonnen."

Schlierenzauer, 52-facher Weltcupsieger, fragt sich auch: "Warum trainiere ich eigentlich so viel? Ich gratuliere Kasai, er gibt mir auch Motivation, aber wenn ein 41-Jähriger eine Medaille macht, muss ich schon Dinge hinterfragen. Uns fehlt die Technik, und beim Material sind wir auch nicht up to date. Das ist ungefähr so, wie wenn der Vettel alles gibt und ein Scheiß-Auto hat."

Abgesehen davon ist er der Meinung, dass er, Schlierenzauer, seine Hausaufgaben gemacht habe. Cheftrainer Alexander Pointner ist ähnlicher Auffassung, was seine, Pointners, Aufgaben betrifft: "An den Vorbereitungen ist es mit Sicherheit nicht gelegen. Wir haben beste Voraussetzungen, Unterkünfte und Trainingsmöglichkeiten."

2014-02-16

Bach lobt Infrastruktur in Sotschi

Sotschi. Der IOC-Präsident Thomas Bach hat die Ausgaben für die komplette neue Infrastruktur in Sotschi und in der gesamten Region Krasnodar als Investition in die Zukunft bezeichnet. Rund 40 Milliarden Euro hat Russland in eine moderne neue Infrastruktur in der gesamten Region investiert und Sotschi zu einem einmalig schönen Wintersportzentrum für alle Menschen ausgebaut

 

Die Nachnutzung der Sportstätten und Hotelkomplexe könne nicht vorher auf Jahre hinaus abgesichert werden. „Die russische Seite hat erkannt, dass sie hart daran arbeiten muss und die ersten Schritte unternommen.
Die Formel 1 kommt schon in diesem Jahr und die Fußball-WM 2018 hierher.“

Die Nachhaltigkeit soll auch bei seinen Reformplänen eine wesentliche Rolle spielen. Jeder Olympia-Bewerber müsse die Frage beantworten, „was das Erbe der Spiele sein soll und wie diese in den langfristigen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Entwicklungsplan passen“, so der IOC-Chef.

Manches ist wirklich nebulös

ZZ sah trotz Nebel durch:

Abstecher zum Eisschnellauf - weil im Kaukasus Oberhofer Nebel den Biathlon-Massenstart der Herren ausstoppte. Claudia Pechstein probte im Eisring über 1500 m für ihren wohl noch nicht letzten olympischen Wettbewerb, den 5000 m. Die erste Meldung überraschte uns nicht.


Die nächste schon, die komplette niederländische Eisschnellauf-Equipe mußte zum geschlossenen Dopingtest. Bei der alles überragenden Ireen Wüst war es schon der sechste. Aber fast soviele Male mußte die Claudia das Prozedere über sich ergehen lassen.

 

Beides verständlich. Die Medaillenflut der Niederländer - und der Deutschen Zivilklage gegen die ISU  (sprich auch IOC), der internationalen Eislauf-Organisation wegen Fehlbestrafung. Drücken wir es so mal aus.


Die weitere Überraschung. Die erste Niederländerin auf dem Eis ist eine Shorttrackerin. Jurin ter Mors aus Enschede hatte sich in den zurückliegenden Shorttrack-Wettbewerben vorgestellt. Als Bestes gab es für sie einen vierten Platz über 1500 m. Und nun lief sie die gleiche Distanz auf dem großen Eisring in neuer Olympischer Rekordzeit von 1:53,51 min.

 

Das kleine superschlanke Mädel, eine "Speiche", kennt man in den Niederlanden auch weil sie die Fahne des Landes zur Eröffnungsveranstaltung trug. Das hat wohl ein paar Superstars im Orange-Team sehr geärgert und hatten Schwierigkeiten mit ihr nach deren Superlauf. Haben sie geschenkt.

 

Auch die Superläuferin Ireen Wüst (1:54,09 min) hatte an diesem Tag nichts Schnelleres zu bieten wie auch das große Nachwuchstalent Lotte van Beck /1:54,54 min). Diese war mit Pechstein gepaart, die sich ihrerseits mit 1:59,47 min für ihre abschließenden 5000 m einlief. Als 19. war sie älteste und beste Deutsche. 2018 bei den nächsten Winterspielen wäre sie 45. - Im übrigen die nächste Party im Holland-Haus steht an. Die aktuelle Eisschnellaufbilanz 15 plus 16 plus 17.  Party ohne Ende?

Alle vier Jahre wieder...

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Der 28-jährige Jansrud hat in seiner Karriere erst ein Weltcuprennen gewonnen, und zwar vor zwei Jahren den Super-G von Kvitfjell. In Russland hatte er bereits in der Abfahrt Bronze geholt. Er hat aber auch schon Riesentorlauf-Silber von Vancouver 2010 daheim. Jansrud ist also wie Weibrecht ein Mann für Olympische Spiele, vor vier Jahren wurde dieser im Super-G hinter dem Norweger Aksel Lund Svindal und Miller Dritter.

Miller verpatzte nach bravouröser Fahrt den Schlussabschnitt, und seinem Gesichtsausdruck im Ziel war anzumerken, dass er wusste, dass es nicht zum Sieg reichen würde. Franz kam in der Folge bis auf sieben Hundertstel an ihn heran, Striedinger bis auf zwei und Svindal bis auf neun (am Ende Siebenter). Nach dem Ausfall von Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer durfte Miller zu hoffen beginnen, doch Jansrud machte eindrucksvoll klar, wie viel Zeit der US-Superstar auf dem letzten Abschnitt liegen gelassen hatte.

ZZ guckte ins Olympiabuch 2010 in Vancouver und fand: Super-G (19.2.) 1. Svindal (NOR) 1:30,24 min, 2. Miller (USA) 1:30,62 min, 3. Weibrecht (USA) 1:30,65 min, ...12. Jansrud (NOR) 1:31,21 min. Weibrecht ging mit der hohen Startnummer 29 ins Rennen und empfing vorher noch einen Befehl von Landsmann Miller. per Funk: "Fahre gleich volles Tempo..." Im Ziel war Miller sprachlos: "Alle vier Jahre..." begrüßte und umarmt er seinen Landsmann.

Filbrich über den Haufen gefahren

ZZ als fünfter Läufer: 4 x 10-km-Skistaffellauf mit Präsident und Ministerpräsident und an die 10.000 Fans. Da konnte eigentlich für Russlands Staffel nichts schiefgehen. Am Ende eroberten sie dank eines "verhinderten" Eröffnungs-Fahnenträger die Silberne.

 

Schiefgegangen ist indes der Startlauf des deutschen Qartetts. Ein Italiener fuhr Jens Filbrich glatt über den Haufen auf gerader Strecke ohne nach rechts oder links zu blinken. Wenig olympisch denkend, einfach brutal....Im Ziel war Deutschland Neunter.

 

2002 hatte es einen famosen dritten Platz belegt, 2006 sogar einen zweiten und 2010 einen sechsten. Jens Filbrich und Tobias Angerer haben also ihre Medaillen zu Hause im Tresor. Axel Teichmann beendete indes  ohne eine Staffelmedaille Olympias seine Karriere. Der junge Helmut Dotzler hat noch Zeit - 2018 in Südkorea und 2022 vielleicht am Holmenkollen vor den Toren Oslos mit seiner Generation junger Läufer.

 

Die Goldene ging diesmal an Schweden. Diesmal ist eigentlich nicht richtig, denn sie gewannen schon 2010.  Es war für sie ein ungefährdeter Start-Ziel-Erfolg.  Sie sind überhaupt die überragende Equipe hier in Sotschi - Männer und Frauen zusammen. Und dazu das Königspaar Carl Gustav und Silvia unter den Zuschauern und wohl auch zu Gast im Quartier.

 

Die Überraschung der Stafette war diesmal Frankreich auf Platz drei. Der Überläufer Northug aus Norwegen kam diesmal als Vierter und als Schlußläufer ins Ziel. Da hatte wohl auch diesmal das 25-köpfige Wachskomman-do keine Einstellung zu den Bedingungen in der Luft (plus 6 Grad) und des wechselnden Schnees (-1 bis plus 4 Grad) gefunden. Es war typisch mitteleuropäisches Wetter.

2014-02-15

42 Jahre nach Fortuna

Keystone-Foto

ZZ sprang nach:

Adam Malysz war Polens großer Skispringer der neunziger Jahre und im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausend. "Ich habe fast alles erreicht",sagte er dem polnischen TV-Reporter, "aber das was Kamil Stoch geschafft hat, das blieb mir versagt, Olympiasieger zu werden."

 

Adams große olympischen Stunden schlugen bei den Springen in Vancouver 2010. Beidemale gewann er die silberne Medaille, beidemale gewann der Schweizer Simon Ammann Gold. Wie schon 2002 in Salt Lake City. Dieser Ammann verabschiedete sich mit einem schönen 131-m-Sprung von der olympischen Bühne bei seinen seit 1998 fünften Winterspielen. Mit einem 123-m-Flug tat es sein langjähriger finnischer Rivale Janne Ahonen. Er ist bei seinen sechsten Winterspielen aktiv. Ammann kann beim finalen Mannschafts-Wettbewerb mangels Mitstreiter nicht mitmachen. Ahonen jedoch.

 

Der Held des zweiten Sotschi-Springens war jedoch der 41jährige Japaner Kasai. Er gewann die Silberne. Erneut für Kamil Stoch die Goldene. Er war nicht nur der Perfekteste beim Absprung, sondern auch der Souverän in der Luftfahrt und der Perfektionist bei der Landung. Nach 42 Jahren wieder ein polnischer Skisprung-Olympiasieger. Damals in Sapporo 1972 sprachen alle von einem Glücksspringer Wojtek Fortuna,
der hatte noch mal tüchtige Vorderluft bei seinem ersten Sprung von der großen Schanze bekommen und landete bei 111 Metern. Weder der Schweizer Walter Steiner noch der Zella-Mehliser Rainer Schmidt und der Finne
Tauno Käyhkö konnten ihn im zweiten Durchgang überflügeln, obwohl er da nur auf 87,5 m gekommen war. Fortuna hatte 219,9 Zähler zu Buche stehen,die im Folgenden 219,8 - 219,3 - 219,2.

 

An Fortuna wurde ich erinnert bei Marinus Kraus zweiten Flug auf dem Großbakken von Sotschi. 140 Meter. Er stieß damit vom 24.Platz des ersten Durchgangs auf densechsten im Endklassement vor. Der hohe deutsche Mitfavorit Severin Freund. wurde Vierter. Im blieb der Ruf des olympischen Trainingssiegers.

 

Noch schlimmer traf es die Österreicher.Ihnen muss alles wie ein Absturz in ungeahnte Tiefen vorgekommen sein. Die norwegischen Erfinder des Skisprungs brachten mit Anders Fannemel einen Nachfolger Birger Ruuds wenigstens auf einen fünften Platz.

Einen Puck für Putin

www.tagesanzeiger.ch ZÜRICH

Nur gerade 11 Minuten dauerte der Auftritt von Wladimir Putin an diesem späten Samstagnachmittag im Olympiapark. Eskortiert von über einem Dutzend Sicherheitskräften betrat der russische Präsident das House of Switzerland, wo ihn Bundesrat Ueli Maurer willkommen hiess.

«Habt ihr das Haus selber gebaut?», fragte Putin in perfektem Deutsch. Maurer bejahte in seiner bescheidenen Art und überreichte dem hohen Besuch eine reichlich gefüllte Tüte mit Schweizer Spezialitäten: Rotwein, Weisswein, ein Hockeypuck und eine russische Felllmütze mit Schweizer Emblem.

Putin bedankte sich mit einem kräftigen Händedruck und begab sich auf einen kleinen Rundgang im Holzkubus. Gestört wurde der Blitzbesuch nur von den zahlreichen Journalisten. Kritische Fragen zu Russland und Olympia parierte Putin freundlich, aber bestimmt: «Ich wünsche mir, dass Sport und Politik nicht vermischt werden.»

Drei "Österreicherinnen" auf dem Podest

ww.standard.at W I E N

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es ist alles sehr emotional, ich fühl mich fast wie eingefroren", sagte Olympiasiegerin Fenninger in ihrer ersten Reaktion. Mit Nummer 18 war sie über die Tücken der Strecke bestens informiert: "Es war unglaublich schwierig, man musste taktisch fahren". Der entscheidende Tipp kam von Cheftrainer Jürgen Kriechbaum, der an der Schlüsselstelle bei der Kante vor dem Zielhang positioniert war. "Es war richtig, hier taktisch zu fahren. Jürgen hat uns gefunkt: 'Driften, nicht auf Zug fahren'. Sonst wäre es sich nicht ausgegangen", so Fenninger.     Hosp, die mit Nummer 16 ins Rennen ging und zwischenzeitlich Bestzeit fuhr, brach angesichts der Rahmenbedingungen mit einer Tradition und schaute ihren Konkurrentinnen am Start im Fernsehen zu: "Das mache ich normal nie."

 

Die Konsequenz folgte vor dem Zielhang: "Ich hab einen klassischen Touristenschwung eingelegt, das war der Schlüssel zum Erfolg." Weniger gut erging es Teamkollegin Elisabeth Görgl, die nach aussichtsreichen Zwischenzeiten die entscheidende Passage nicht meisterte und ausfiel. Die vierte ÖSV-Läuferin Regina Sterz ("Zwei Fehler zu viel") wurde Elfte.

 

ZZ meint: Hätte Maria Höfl-Riesch diesen heißen Tip bekommen, hätte sie ...Der deutsche TV-Kommentator erläuterte seinen TV-Guckern, daß die Maria ja schon länger in Kitzbühel wohnhaft ist als gebürtige Garmisch-Partenkirchnerin. In der globalen Welt sucht jeder sein Steuerparadies. Bei der Flower-Ceremony präsentierten sich somit "drei Österreicherinen“ auf dem gemeinsamen Podest.

Ein freudiges Ereignis

Foto. sz, münchen

Thomas Hahn für Süddeutsche Zeitung in www.sueddeutsche.de

2014 ist vieles anders, gerade der neuformierte Wachserstab um Cheftechniker René Sommerfeldt liegt im kaukasischen Nassschnee stetig richtig. Frank Ullrich entbot sein "Riesenkompliment" deshalb nicht nur den Athletinnen,

sondern auch jenen Männern, die sie mit so gut gleitenden Ski ausgestattet hatten.

 

Auch für ihn, für Ullrich, war dieser Erfolg etwas besonderes. Früher war er der Erfolgstrainer der DSV-Biathleten, jetzt verfolgt er in der zweiten Saison das zähe Geschäft mit dem Langlauf-Team und musste bis zu diesem warmen Wintersamstag bei Olympia auf die erste große Medaille warten."Das ist für mich was Schönes, was Neues", sagte Ullrich, "damit ist erst mal ein Bann gebrochen." Aber er möchte, dass es in diesem Stile weitergeht. Nachlegen ist angesagt. Jens Filbrich, Axel Teichmann, Tobias Angerer und Hannes Dotzler sollen es an diesem Sonntag über 4x10 Kilometer mindestens genauso gut machen wie die Frauen.

 

ZZ staffelte nach: Einen Tag nach Valentinstag bescherten sich vier deutsche Skilangläuferinen mit einem famosen Staffellauf. Bronzene Medaille. Eine Sensation ?

 

Ich meine, nein - aber ein freudiges Ereignis. Es war nach 1976 ein zweites Mal, dass ein deutschen Damen-Quartett als dritte Staffel ins Ziel kam. (Nach jenem der DDR von 1976 in Innsbruck-Seefeld).

 

Cheftrainer Frank Ullrich, der vor zwei Jahren für
den nicht mehr gewollten Jochen Behle einsprang, setzte auf die vorjährige WM-Fünfte Nicole Fessel, auf die diesjährige Olympia-Sechste Steffi Böhler, auf die zweimalige Olympiasiegerin der Vergangenheit  Claudia Nystad-Künzel und auf die Weltcupführende im Skisprint Denise Herrmann.

 

300 m vor dem Ziel lag Deutschland vor Finnland und Schweden knapp in Führung. Den dramatischen Schlußspurt wird man genauso in der Erinnerung behalten wie den Zusammenbruch des norwegischen haushoch favorisierten Quartetts. Vor diesem lagen noch die Französinnen.


Verkehrte Welt bei den Sotschi-Spielen? Schwedens Königspaar jubilierte mit zum Gewinn der Goldenen. Das deutsche Fähnchen schwenkten ein paar Lottogewinner. Bestimmte Erinnerungen kamen an 1980 und 2002 auf als eine deutsche Staffel Olympiasieger wurde. Und wie war das 2010 in Vancouver: Das Quartett Zeller - Sachenbacher -´Gössner - Nystad kam als Zweite ein.

 

Von diesem war nur noch die Claudia diesmal dabei. Dabei hatte sie damals ihre Laufbahn für beendet erklärt und ihr Studium vorangetrieben und dann abgeschlossen. Zur vorjährigen WM war sie Praktikantin im DSV-Presseteam. UJnd nun war sie wieder da! Ihr 5-km-Einsatz war eine stilistische Augenweide und eine Demonstration
taktischer Meisterleistung. Mal sehen wie das mit unseren "Sensations-Mädels" in Sotschi noch geht.

Nachfahre und Skiopa

Hubertus von Hohenlohe Foto: news.ch

www.sotschi-2014.ru

Der mexikanische Skifahrer Hubertus von Hohenlohe ist einer der extravagantesten Athleten bei den Winterspielen. Seine Fans nennen ihn Ski-Opa. Der 55-Jährige ist nicht nur der älteste Sportler bei den Spielen in Sotschi, sondern auch der einzige Vertreter Mexikos.

 

Der Nachfahre einer deutschen Adelsfamilie leitet persönlich den von ihm gegründeten mexikanischen Skisportverband. Er schickt also sich selbst zu den Winterspielen. Für den Auftritt auf der Piste in Sotschi ließ der passionierte Hobby-Sänger einen Skianzug im mexikanischen Folklore-Look anfertigen.

 

Hubertus von Hohenlohe nahm bereits an zwölf Weltmeisterschaften und sechs Olympischen Spielen teil.

 

Der mexikanische Skiläufer hat bescheidene Pläne für Sotschi. „"Es wäre gut, in die Top 50 zu gelangen. Vielleicht sogar in die Top 40. In Vancouver habe ich es auf Platz 46 geschafft. Meinen Rekord würde ich gern verbessern", so Hubertus von Hohenlohe.

Es hat nicht sollen sein

Quelle: RIA Novost

Bei der Vorbereitung auf die Winterspiele in Sotschi fürchtete der zweifache Olympia-Sieger Jewgeni Pluschenko nach seiner schwierigen Bandscheiben-Operation, zum Invaliden zu werden.

 

Seine Ehefrau Jana Rudkowskaja sagte, dass die Reha nach der Operation an der Wirbelsäule ihn physisch und mental sehr beansprucht hatte. Im Februar 2013 war Pluschenko in Israel operiert worden. Am 9. Februar 2014 gewann er Goldmedaille im Team-Wettbewerb in Sotschi.

 

„In Russland konnte niemand diese Operation durchführen", sagte Rudkowskaja in einem Interview mit der Sportnachrichtenagentur R-Sport. "Den einzigen Arzt, der Garantien gab, fanden wir in Israel. Doch seine Chancen wurden nicht prognostiziert. Alles hänge von Jewgeni und seiner Willenskraft ab, so die Ärzte. Wir reisten nach Israel und machten diese komplizierte Operation. Bei Jewgeni wurde eine Bandscheibe entfernt und durch Kunststoff ersetzt.

 

„Dann begann eine schreckliche Geschichte namens Rekonvaleszenz". „Im Juni gab es ein Treffen mit dem Trainerstab. "Trainer Alexej Mischin sagte, wenn Jewgeni im September nicht mit den Vierfachsprüngen beginnt, ist ein Comeback sinnlos. Im Juni begann er mit Einzel- und Doppelsprüngen. Er hatte schreckliche Schmerzen. Bei den Doppelsprüngen stürzte er. Als die Doppelsprünge mehr oder weniger gelangen, ging es weiter mit den Dreifach-Sprüngen. Dann begannen psychologische Probleme. Er hatte Angst zu stürzen und eine Behinderung davonzutragen."

 

Am 13. und 14. Februar wolte Pljuschtschenko als Gewinner von vier Olympiamedaillen (zweimal Gold, zweimal Silber) in Sotschi aufs Eis gehen. Neben Pljuschtschenko konnte nur der Schwede Gillis Grafström vier Medaillen als Eiskunstläufer gewinnen. Der Russe hätte mit seiner fünften Medaille Sportgeschichte geschrieben. Seine vielen Verletzungen hatten dieses aber nicht zugelassen.

Norwegens Landesmutter gratuliert

Quelle: RIA Novost

Norwegens Premierministerin Erna Solberg hat Russlands Premier Dmitri Medwedew zur vortrefflichen Organisation von Olympia 2014 in Sotschi gratuliert.

 

„Es sind ausgezeichnete Olympische Spiele. Ich möchte Ihnen dazu gratulieren“, sagte Solberg am Freitag bei ihrem Treffen mit Medwedew. Die Organisation, die dafür zuständig gewesen sei, hätte sich tüchtig ins Zeug gelegt. Medwedew beglückwünschte im Gegenzug die norwegische Regierungschefin zum glänzenden Auftritt der norwegischen Athleten. Der Auftritt von Ole Einar Bjørndalen sei schlicht eine sportliche Großtat gewesen, so Medwedew.Der 40-jährige norwegische Langläufer Ole Einar Bjørndalen hatte bei den Winterspielen in Sotschi sein siebtes olympisches Gold und damit seine zwölfte olympische Medaille insgesamt gewonnen. Für die 10-Kilometer-Strecke benötigte der 40-Jährige 24:33,5 Minuten. Selbst ein Schießfehler brachte ihn nicht um den Sieg.

 

Vielen Dank, dass Sie zu Olympia gekommen sind, und danke Ihnen auch für Ihre Bewertung der Organisation. Ich hoffe, Sie verstehen, dass es ungeachtet der Lufttemperatur Winterspiele sind“, scherzte Medwedew.„Ich war mir da nicht so sicher, als ich beim Anflug auf Sotschi ringsherum Palmen sah“, antwortete Solberg.

 

2014-02-14

Katarina Witt gab Lektion

ZZ platzte bald der Kragen:

Als alter Turner habe ich immer besondere Sympathie für das Eiskunstlaufen gehabt. Auch bei der Kür der Herren auf dem Eis von Sotschi war ich mittendrin. Peter Liebers aus Berlin zeigte trotz eines Sturzes bei seinem Vierfachen zum Auftakt eine bemerkenswerte Kür, konnte aber dabei mit dem Stakkato der Japaner und des Kasachen nicht mithalten.


Dann der ARD-Kommentar. Der letzte deutsche Olympiasieg durch Manfred Schnelldorfer liegt schon lange zurück...Später wird Katarina Witt zugeschaltet. Sie erinnert sofort daran, daß bei den Winterspielen 1980 in Lake Placid Jan Hoffmann die Silbermedaille gewann. Der Kommentator entschuldigt sich sofort bei der zweimaligen Olympiasiegerin.

 

Am Beginn seiner Kommentare, das ist mir aufgefallen, hatte er fast nebenbei erklärt dass eine Anett Pötzsch über den Schwierigkeitsgrad für die Jury wacht. Daß sie Deutsche ist, das setzte er voraus, dass sie Schwägerin von Katarina Witt ist, brauchte er nicht zu wissen, aber daß sie 1980 in Lake Placid Olympiasiegerin war.Und Dr. Jan Hoffmann saß mitten unter den Männern in der Jury.

Eigentlich wollte ich mich zu den olympischen Geschichts-kenntnissen der deutschen TV-Kommentatoren nicht äußern. Die meisten geben sich große Mühe in das gemeinsame deutsche Sportdenken den Erfolg eines DDR-Medaiilenge-winners in die Bewertungen und Erinnerungen einzubinden.
Ein paar der Helden, die weltweit große olympische Achtung genießen, vermisse ich immer mal. Bei den Skispringern fallen mir Helmut Recknagel, Hans-Georg Aschenbach und Jens Weißflog ein. Die drei Herren waren einmal olympische Sieger geworden.

Aber ich würde es auch gut finden, wenn man die Worte des einstigen Sieger von Garmisch-Partenkirchen bei der Vierschanzentournee, dem Oberstdorfer Andreas Bauer, aufnehmen würde. Er nahm als Honorartrainer mit Handschlag gestern mit seinen Skispringerinnen Abschied von Sotschi und flog mit ihnen nach Hause.

 

Dem TV-Verabschieder berichtete er schnell noch, daß sie alle Prämiengelder in der Vorbereitung in die nächsten Wettbewerbe des Weltcup investierten, Carina Vogt, die olympische Siegerin von Sotschi, aber ihre 20.000 Euro behalten darf.

Der deutsche Sport ist kein Friede, Freude, Eierkuchen im Goldrausch, er trägt auch so manche Ungereimtheit und Vergesslichkeit mit sich. Zwei haben sich zu Wort gemeldet - Tatjana Hüfner und eben Andreas Bauer.

 

Ich bin gespannt ob der Bundespräsident ihre Courage bei seiner Münchner Begrüßungsrede bedenken wird. Denn dann steht keiner mehr unter dem Pantoffel des IOC, der jeglicher Art kritisches und freiheitliches Denken sich in Sotschi verbeten hat.

Sandro und Felix im Glück

Gefunden bei www.tagesanzeiger.ch Zürich

«Ich habe mir keine Gedanken gemacht und wollte einfach nur voll angreifen. Ich bin selber ein bisschen erstaunt, dass es im Slalom so gut gelaufen ist, obwohl ich am Anfang meiner Karriere ein Slalomspezialist war», sagte Sandro Viletta nach seiner Sternstunde an den Olympischen Spielen. Die Bedingungen seien ganz nach seinem Geschmack gewesen, erklärte der erste Schweizer Olympiasieger in der Kombination: «Ich wusste, dass mir dieser Schnee liegt. Es ist aber eine grosse Überraschung auch für mich, es ist unglaublich. Ich wusste gar nicht mehr wie es sich anfühlt, etwas Grosses zu schaffen. Das entschädigt mich für viel, wenn nicht für alles.»


ZZ weiß mehr: Vor lauter Hiobsbotschaften um den Autounfall von Felix Neureuther verpaßten viele Deutsche den Sieg dieses unbekannten Schweizers. Mit Freundin Miriam Gössner unterwegs zum Flughafen München rammte der Felix eine Straßenbegrenzung. Miriam informierte die Polizei. Doch alles weiterfahren half nicht. Das Flugzeug nach Sotschi war weg. FC Bayern Mannschaftsarzt Müller-Wohlfarth untersuchte den guten Freund vom Bastian Schweinsteiger und entließ ihn mit den besten  Wünschen für einen Olympiastart. Das nächste Flugzeug nimmt ihn nun am Sonnabendfrüh mit in die Olympiastadt..

Goldmedaille soll Kraft geben

Autogrammfoto: Archiv Zeume

www.wznewsline.de

«Das Gold war einer der glücklichsten Momente meiner Trainerlaufbahn», sagte der Biathlon-Coach aus Altenberg nach dem Triumph seines weißrussischen Schützlings Darja Domratschewa im Verfolgungsrennen.

Seit gut drei Jahren kämpft Siebert, der Ende April 60 Jahre alt wird, gegen den Krebs. Am Tag vor Heiligabend 2010 wurde ihm ein großes Stück vom Darm entfernt. Zwei Monate später folgten drei Viertel der Leber. Mehrere Chemotherapien und unzählige weitere Behandlungen musste Siebert über sich ergehen lassen, ehe er im darauffolgenden Dezember beim Weltcup in Östersund wieder am Fernglas stand und die weißrussischen Skijägerinnen betreute. «Es ist nur eine Momentaufnahme, aber die ist sehr positiv. Ich bin meiner Familie und allen Ärzten und Krankenschwestern unsagbar dankbar, dass ich hier sein kann. Ich hatte viel Glück», bemerkte er damals.

Bei einer der vielen Kontroll-Untersuchungen fanden die Ärzte Anfang des Olympia-Winters aber wieder etwas Verdächtiges in der Leber und rieten zur erneuten Operation. «Ich hoffe, dass meine Goldmedaille ihm hilft, bald wieder richtig gesund zu werden. Klaus ist ein starker Mann, mit viel Kraft», sagte Domratschewa am Dienstag in Krasnaja Poljana nach ihrem größten sportlichen Erfolg.

ZZ ergänzt: Klaus Siebert war 1980 on Lake Placid Olympiateilnehmer im Biathlon, belegte im 10 km Wettbewerb den vierten und über 20 km den den 15.Platz. Mit der 4 x 7,5-km-Staffel gewann er die silberne Medaille. Er war als zweiter Staffelläufer aufgeboten. Seit acht Jahren betreut er in Belorussland die Damen-Biathlonmannschaft. Nach dem Gewinn ihrer zweiten Goldmedaille äußerte sich Darya Domratschewa: "Klaus Siebert hat schon großen Anteil an meiner allersten Olympiamedaille vor vier Jahren in Vancouver. Das war diesmal genauso. Er betreut uns als Mannschaft allumfassend. Ohne seine Ratschläge wären unsere Ergebnisse nicht denkbar."

Der diplomatische Schwejk

Blanke ZZ-TRüffelei ohne schmackhaftem  Wadenbiss:

Freitag, der 14. Februar, ist auch in Bayern immer Valentinstag. Vielleicht ging deshalb das doppelte Rodelgolddmädel frühzeitig von der Rodelparty ins Bett  - und hoffte am nächsten Tag auf Blümchen ihrer Männer im Team. Der Hackl, Schorsch, der Seelen-und Kufenspezialist, mußte ins ARD-Studio. Und obwohl man ihn zu seinen aktivem Zeiten auch den „Rodel-Schwejk“ nannte - so brav und diplomatisch haben wir ihn noch nie erlebt. 

 

Zur gleichen Zeit bemühte sich ein aus allen Teilen deutscher Gebirgsregionen geformtes WachsteamBeim Langlauf um optimale Bedingungen für alle ihre Recken, ob nun aus Bayern, Thüringen older Sachsen.... Kein Funktionäre am Rand.

 

Unter den Zuschauern entdeckten die Kameras das
schwedische Königspaar Carl Gustav und Silvia. Es wurde für ihr Kommen mit einer silbernen und einer bronzenen Medaille belohnt und applaudierte herzlich. Der Sieger kam aus der Schweiz und hatte auch norwegische Betreuer in seinem Umfeld genauso wie der finnische Juniorenweltmeister, der in dem klassischen Rennen den Oldies zeigte, dass der Nachwuchs auch noch die alte Technik beherrscht.

 

Die Norweger kamen ohne ein Mitglied der Königsfamilie und ohne ihrer Individualathleten Northug. Der hatte plötzlich keinen Bonus mehr bei seinen Staatstrainern. Auch die Russen verzichteten auf ihren Supermann. Der hatte sich geweigert die Fahne zur Eröffnung vornan zu tragen. Nun lief für ihn auch ein Junior und machte seine Sache sehr ordentlich. Er gehörte genauso wie der deutsche Altmeister zu den zehn Besten. Dessen alter Freund und Weltcupsieger und nun Chef des Wachskommandos hatte ihm erstklassige Bretter präpariert - und nach Olympia 2002, 2010 und 2014 signalisierte Axel Teichmann: "Ich kann es noch, obwohl heute die schwersten Bedingungen herrschten wie lange nicht..."

 

Am Valentinstag sommerliches Wetter. Vieleicht finden eines Tagas in Sotschi und im Kaukasus die Sommerspiele Olympoias statt. Möglich ist ja alles. Die Bayern haben es ja auch schon versucht

2014-02-13

Weißflogs Erinnerungen

Foto: Wiener Kurier - Kopie aus dem Bildband Weißflogs

Der deutsche Triple-Olympiasieger und Ex-Skispringer Jens Weissflog hat in der Niederlassung der deutschen Delegation in Krasnaja Poljana sein Buch "Bilder meines Lebens" vorgestellt. Am 12. Februar 2014 jährte sich sein Olympiasieg in Sarajewo auf der Normalschanze zum 30. Mal.

"Für mich war es eine schöne Erfahrung, noch einmal in alten Bildern zu stöbern", sagt Weißflog. "Es ist natürlich ein großes Jubiläumsjahr für mich, daher freut es mich umso mehr, dass ich die Idee des Bildbandes nicht nur pünktlich zu den Olympischen Winterspielen, sondern auch passend zum ersten Jubeltag umsetzen kann." (red, derStandard.at, 13.2.2014)

Zu Gold gekrochen

Die Chinesin Li Jianrou hat am Donnerstag bei den Olympischen Spielen in Sotschi nach kuriosem Rennverlauf solo 500-m-Gold im Short Track geholt. Mit der letztlich zweitplatzierten Italienerin Arianna Fontana, der drittplatzierten Südkoreanerin Park Seung-hi und der Britin Elise Christie kamen die anderen Finalistinnen bald nach dem Start zu Sturz. Chinas viertes 500-m-Gold en suite war die Folge. (APA, 13.2.2014)

Die Sache mit Lessers Opa

ZZ erinnert sich:

Die Geschichte mit Lessers Opa wird im deutschen TV immer wieder anders erzählt. Eigentlich könnte sie dpa-Opa Uwe Jentzsch (69) exakt erzählen. Der war für seine TLZ in Weimar immer dabei wenn das Quartett Heßler- Lesser - Grimmer - Klause in der Skilanglaufspur war. 1970 gewann Opa Axel Lesser mit dem Quartett WM-Silber in Strbske Pleso in der Hohen Tatra, bei den Winterspielen in Sapporo plagte sich Grimmer mit einer Grippe. So wurde es nur Platz 6.

 

Der beste deutsche Langläufer war der Axel - als Sechster über 15 km und Neunter über 30 km. Bei den WM 1974 war er selbst krank und so ersetzte ihn Dieter Meinel in der siegreichen Weltmeisterstaffel. Und dann kam Innsbruck 1976. Heßler brachte die DDR-Staffel aussichtsreich zum Wechsel. Und sogleich stürmte Opa Axel an die Spitze. Plötzlich die Meldung. Lesser schwer gestürzt. Er war auf einer Abfahrt mit einer ihm entgegenkommenden Touristin zusammengeprallt. Aus, vorbei. Ein Hubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus.

 

DDR-Rundfunkreporter Hubert Knobloch ließ sich ins Krankenhaus fahren, um Lesser zu interviewen. Das Gespräch wurde schnellstmöglich gesendet. Und Mannschaftsleiter Ewald wütete. Warum auch immer.
Und nun zu den Winterspielen  in Sotschi. Enkel Erik Lesser setzte alle zwanzig Schuß beim Biathlon-Einzelrennen ins Schwarze. Im Ziel drückte ihn der Franzose Martin Fourcade, der mit einer Strafminute die goldene Zeit notiert bekam, Lesser die Silberne, der Russe Garanitschew mit Startnummer 1 am 26.Geburtstag mit der Bronzenen.

 

Im Interview mit dem aus Mecklenburg stammenden Nils Kaben war der Erik ziemlich verhalten. Als der ZDF-Mann mehr Details über die Krise im deutschen Team berichten sollte, schüttelte er nur den Kopf und meinte, das sei ganz anders gewesen. Vielleicht erfahren wir von Uwe Jentzsch über die dpa die Wahrheit. Wenn er sie schreiben darf - oder wenn sie gesendet wird.

Aljona hat noch nicht fertig

Katarina Witt, als ARD-Expertin vor Ort, meinte zu Aljona Savchenkos  Ankündigung, weitermachen zu wollen mit einem neuen Partner: "Da ist sie ganz schön mutig. Sie ist ja nicht mehr die Jüngste..." Kati indes hatte sich 1994 nach 1984 und 1988 noch ein drittes Mal auf olympisches Eis begeben. Und da war sie auch nicht mehr die Jüngste.


Mehr erfuhr ZZ von dpa bei www.freiepresse.de

"Robin will ja nicht mehr, aber ich bin noch nicht fertig", sagte Savchenko der Nachrichtenagentur dpa und deutete an, dass sie bis zu den Winterspielen 2018 in Südkorea weiterlaufen wird. Die 30-Jährige will erst noch bei den Weltmeisterschaften im März in Saitama bei Tokio antreten, muss ihren vier Jahre älteren Partner aber noch überzeugen. "So wollen wir die zehn Jahre nicht abschließen", sagte die Wahl-Chemnitzerin nach dem verlorenen Kampf um olympisches Gold. Szolkowy hielt sich nach der schweren Enttäuschung im "Eisberg"-Palast zurück. Wie schon 2010 beim Axel patzte er dieses Mal beim dreifachen Toeloop. "Ich habe nicht den Ansatz einer Erklärung", sagte der Sachse traurig.

Gold wäre auch mit einer fehlerlosen Kür und einem nicht gestürzten dreifachen Wurfaxel fast unmöglich gewesen. Die russischen Olympiasieger Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow waren zu stark. Dennoch haderte Trainer Ingo Steuer mit dem "K.o-Schlag" seines Schützlings. Savchenko monierte zudem die unlauteren Mittel der Gastgeber: "Es war brutal schwer, die Russen waren unfair zu uns." Als einziges Team hätten die Russen eine eigene Kabine gehabt, beim Warmlaufen habe man ihr in letzter Sekunden das Betreten des Eises verweigert. "Sie wollten mich nervös machen."

Steuer suchte in der maßlosen Enttäuschung auch die Schuld in der fehlenden Unterstützung seiner Arbeit: "Bei den Russen steht seit Jahren ein ganzes Team dahinter, ich mache das seit zehn Jahren ganz allein. Das raubt viel Kraft." Die russischen Athleten, immerhin Olympiasieger im Team und Paarlauf, wurden jahrelang finanziell reichlich unterstützt. Steuer suchte sogar noch Sponsoren, damit sein Paar ihn bezahlen kann. "Seit 2006 hat uns das viele Nerven gekostet", bestätigte Savchenko, die ihm auch privat nahe steht.

Steuer will mit ihr weiterarbeiten, hofft aber inständig auf eine Lösung in der Frage der öffentlichen Bezahlung: "Es ist für deutsche Sportler ein Grauen mit mir zu arbeiten, weil sie mich bezahlen müssen." Der Stasi-Belastete darf auf Weisung des Bundesinnenministeriums weiterhin nicht von der Deutschen Eislauf-Union entlohnt werden. "Die Vergangenheit sollte endlich einmal Vergangenheit sein, Ingo war verdammt jung damals", sagte Olympiasiegerin Katarina Witt der dpa: "Seine Arbeit sollte anerkannt werden." Möglicherweise kann Steuer zumindest beim sächsischen Verband eine halbe Stelle bekommen.

 

 

Husarenritt von Steffi Böhler

Foto: xc-ski.de

ZZ in der Spur:

Skilangläuferin Steffi Böhler nutzten bei sonnigem Wetter, einem Berg Plusgrade und viel Klister unter ihren Brettern den 10-km-Klassisch Skilanglauf und belegte einen nicht für möglich gehaltenen sechsten Platz. 18 Sekunden von der Bronzemedaille entfernt.

 

So etwas hat es seit ewigen Zeiten für den deutschen Skilanglauf nicht gegeben. So kommentierte das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF). Hintergrund gab es nicht - Hier ist er: Bei den Winterspielen 1980 in Lake Placid wurde auf dieser Distanz und mit dieser Technik die Oberwiesenthalerin Barbara Petzold Olympiasiegerin. Marlies Rostock aus Klingenthal belegte den siebenten, Veronika Hesse aus Zella-Mehlis (gebürtige Harzerin) den achten und Carola Anding aus dem thüringischen Haseltal den zwölften Rang. Zum Finale gewannen sie auch noch den Staffellauf.

 

Barbara Petzold heiratete später einen Cottbuser Radsportler, trägt nunmehr den Namen Beyer, ist Mutter zweier Söhne, studierte Diplom-Juristin mit Kanzlei im erzgebirgischen Thum und seit Jahrzehnten Mitglied des FIS-Damen-Langlaufkomitee. Da sie für die DDR-Jugendorganisation FDJ auch in der Volkskammer saß wurde ihr bisher ein Platz in der Ruhmeshalle des deutschen Sports verwehrt.

ZZ vertieft: Rudi Cerne, mit dem ich ein paar olympische Bücher im Sportverlag Berlin machen durfte, zählt im ZDF-Studio die Gala der deutschen Kombinierer von Hettich über Keller bis Wehling auf und ergänzt mit und der große Georg Thoma.

 

Dieser war 1960 in Squaw Valley der erste deutsche Kombinierer, der die olympische Goldmedaille gewann. Georg Hettich 2006 hatte etwa die Körpergröße von Thoma. Zwischen beiden der baumlange athletische Ulrich Wehling, geboren in Halle an der Saale, aufgewachsen in Oberwiesenthal und der olympische Heros mit drei Siegen in Folge - 1972, 1976, 1980.

 

Und nun Erik Frenzel, geboren in Annaberg-Buchholz, aufgewachsen im Erzgebirgischen Geyer, aus dem auch die einstige Olympiaskilangläuferin Christine Nestler stammt. Er wurde ein neuer Leuchtturm der Nordischen Kombination am Fichtelberg. Er startete vor vier Jahren in Vancouver mit einem zehnten und einem 40. (!) Platz seine Olympia-Karriere. Und gewann seine erste Medaille mit dem Staffel-Quartett: Bronze.

Daß sich die Nordische Kombination solcher publikumswirksamen Beliebtheit erfreut, wie nun auch bei Olympia in den Bergen des Kaukasus ist dem norwegischen Skisportfunktionär Gunde Gundersen zu verdanken. Er initiierte 1970 beim Holmenkollen-Festival auf dem Hausberg der Osloer den Verfolgungsstart.

 

Der beste Springer ging damals als Erster in die Spur zum damals 15-km-Lauf. Der Sieger war der kleine Thüringer Karl-Heinz Luck, der für den SC Motor Zella-Mehlis startete. Zwei Jahre später gewann er die olympische Bronzemedaille. Dem Vater des heutigen Bundestrainers (und Weltmeisters von 1985) Hermann Weinbuch, Helmut Weinbuch, ist es als Sportdirektor des DSV und Vorsitzender der FIS-Spezialkommission zu verdanken, daß die Gundersen-Methode auch Einzug bei den Winterspielen hielt.

 

Ein neuer Typ Kombinierer machte sich notwendig, der auch den glänzenden Spurt beherrschen sollte. Wenn aktuell vier Deutsche unter den besten 10 beim olympischen Auftakt der Kombinierer ins Ziel einkamen spricht das für exakte wissenschaftliche Arbeit und Vermittlung praktischer Erfahrungen. Einer der daran arbeitet ist Georg Hettich. Er schreibt an einer Doktorarbeit. Sie beschäftigt sich mit der allumfassenden sportlichen und beruflichen Ausbildung junger Wintersportler.

Und die anderen: Georg Thoma, dem ich bei der Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports wiedertraf, ist Pensionär wie nuch auch Ulrich Wehling, der viele Jahre Renndirektor der FIS war. Vielleicht hillft mir unser Hamburger Laptopwerker Klaus Blume, was es von Franz Keller, der 1968 Gold gewann in Grenoble, zu berichten gibt... Wir konnten folgendes recherchieren: Franz Keller zog sich 2011 als 2.Vorsitzender des Skiklub Nesselwang zurück. Er lebt noch. - Verstorben ist indes Anfang des Jahres 91-jährig in Nesselwang der legendäre ZDF-Reporter Bruno Morawetz

Ein eingewanderter Schweizer...

www.tagesanzeiger.ch

Was Iouri Podladtchikov in der Halfpipe von Rosa Chutor bot, war ein Steigerungslauf im sprichwörtlichen Sinn. Einer, der seinen Anfang vor vier Jahren mit dem vierten Rang in Vancouver hatte. Nun steht «I-Pod» nach Gold an der FIS- und der TTR-WM im wichtigsten Wettkampf der Welt zuoberst auf dem Podest. Flankiert wurde er von den beiden Japanern Ayumu Hirano und Taku Hiraoka. Den US-«Überflieger» Shaun White suchte man in den Top 3 vergeblich. Der zweifache Olympiasieger stürzte im ersten Run, im zweiten kam er nicht an die aussergewöhnlich hohe Marke des Schweizer Leaders heran.

Podladtchikov, der zweite nicht-amerikanische Olympiasieger nach Gian Simmen (1998), packte im zweiten und entscheidenden Finallauf seinen Spezialtrick aus. Er stand als Letztes seine Eigenkreation, den Yolo-Flip, einen zweifacher Rückwärtssalto mit vierfacher Schraube, knapp, aber ohne Zuhilfenahme der Hand oder anderen Körperteilen im Schnee. Genau dies dürfte letztlich White zum Verhängnis geworden sein. Podladtchikovs Erfolgsrezept im Fachjargon: Backside Air, Frontside 540, Double McTwist, Frontside 1080 Double Cork, Yolo-Flip.

ZZ zwickte: Der Olympiasieger ist in Russland geboren und in die Schweiz eingewandert...

Di                  19.09.2017 

Nr.             2.522 - 1.219

Sollte es in diesen Tagen zu Unregelmäßigkeiten bei der Aktualisierung der Website kommen, bitte ich um Entschuldigung. Webmaster und Internet Provider primacom führen einen Vertragsstreit!

BJM

Aktualisierung        11:05

Übrigens,

 

… der Abschuss eines Wisents, eine europäische Art des Bisons (rechts), in Brandenburg am 13. September schlägt immer höhere Wellen. Der aus Polen stammende 900-kg-Bulle wurde nahe des Städtchens Lebus auf Anweisung des Ordnungsamtes abgeknallt. Ein Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr sei vor Einbruch der Dunkelheit nicht aufzutreiben gewesen, hieß es. "Deutschland – kein Land für Wisente", titelte die regierungsnahe Zeitung Gazeta Polska Codzienna vorwurfsvoll. Nun kann den Deutschen der Schwarze Peter in Sachen Naturschutz zugeschoben werden. "Deutsche Logik – den geschützten Wisent abschießen, aber die Borkenkäfer in unserem Urwald schützen" so eine von vielen Twitter-Meldungen. Es ist der alte Vorwurf östlich der Oder, dass man in Deutschland Polen gern belehre, sich selbst jedoch mehr Freiheiten herausnehme.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 16.09.2017

21    26    27   31    35   47    SZ: 9

Spiel 77:  4741 600

 

Super 6: 169 673 

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

2035 (2017-09-19) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Im Süden der Insel Rügen direkt

an der Deutschen Alleenstraße

Putbus - die ehemalige Fürstenresidenz

Name kommt vom slawischen epod boz - hinter dem Holunderbusch

BREAKING NEWS

Stand: 19.09.2017 - 11.05 Uhr

 

International

 

Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist laut einem CNN-Bericht während des Wahlkampfs bis nach dem Urnengang heimlich von den Behörden abgehört worden. Manaforts Gespräche seien auf Grundlage einer geheimen Gerichtsanordnung bis mindestens Anfang dieses Jahres mitgeschnitten worden.Unter Berufung auf drei Quellen berichtete CNN, die abgehörten Gespräche hätten bei den Ermittlern den Verdacht genährt, dass Manafort Russland ermutigt habe, zugunsten von Trump in den Wahlkampf einzugreifen. Zwei der Quellen gaben demnach allerdings an, dass die Beweise nicht ausreichend gewesen seien.

 

Spanien weist den nordkoreanischen Botschafter aus. Wegen der wiederholten Weigerung des asiatischen Landes, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben, müsse der Diplomat Spanien bis Ende des Monats verlassen, erklärte das spanische Außenministerium am Montag. Der Botschafter sei einbestellt und zur persona non grata erklärt worden.

 

Mitten in der Nordkorea-Krise haben Russland und China sowie die USA und Südkorea am Montag Militärmanöver in der Nähe des isolierten Landes gestartet.

 

Deutschland/Berlin

 

Als Angela Merkel am Montag am Rednerpult steht, im badischen Offenburg, da geht es nicht um das, was sie sagt. Es geht um das, was sie nicht sagt. Das weiß auch der Jubilar in der ersten Reihe. Wolfgang Schäuble ist gerade 75 geworden, er scheint das Brimborium um ihn zu genießen, selbst die Blasmusik, die seine CDU für ihn spielen lässt. Seit 45 Jahren sitzt er im Bundestag, ist damit nicht nur der dienstälteste CDUler, sondern auch der längstdienende Mandatar der Geschichte; und immer ist er per Direktmandat gewählt worden. Letztes Mal waren es 56 Prozent in Offenburg, wo er herkommt, wo gefeiert wird. Dass es am Sonntag ebenso viele sein werden, gilt als ausgemacht. Und dass er weitermachen will als Finanzminister, trotz der vielen Jahre in Spitzenämtern, daran lässt er selbst keinen Zweifel. Nur: Ob er noch darf, ist die Frage.


Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat das türkische Außenministerium den deutschen Botschafter einbestellt. Erst am Samstag hatte Martin Erdmann im Außenministerium in Ankara antreten müssen, weil die Türkei sich über eine Kurdendemonstration in Köln beschwert hatte.

 

Sport

 

Fussball

 

Am Tag vor dem Bundesliga-Schlager gegen Schalke hat Bayern München einen Rückschlag verdauen müssen. So verletzte sich Tormann Manuel Neuer im geheimen Abschlusstraining am Montag erneut am linken Fuß, nach Informationen der "Bild"-Zeitung droht dem Kapitän wieder eine Operation und damit eine mehrmonatige Pause. Neuer hatte erst vor drei Wochen in Bremen sein Bundesliga-Comeback gefeiert. 

 

Rad-WM in Bergen/Norwegen

 

Das deutsche Team Sunweb um Giro-Sieger Tom Dumoulin hat am Sonntag bei der Radstraßen-WM im norwegischen Bergen überraschend Gold geholt. Völlig unerwartet wurden die wesentlich höher eingeschätzten Teams wie Sky, BMC Racing und Titelverteidiger Quick-Step Floors geschlagen.

 

Sonntag: Herren, Teamzeitfahren (42,5 km): 1. Sunweb (GER/Tom Dumoulin, Lennard Kämna, Wilco Kelderman, Sören Andersen, Michael Matthews, Sam Oomen) 47:50,42 Min. – 2. BMC (USA/Rohan Dennis, Silvan Dillier, Stefan Küng, Daniel Oss, Miles Scotson, Tejay van Garderen) + 8,29 Sek. – 3. Sky (GBR/Owain Doull, Chris Froome, Wasil Kirijenka, Michal Kwiatkowski, Gianni Moscon, Geraint Thomas) 22,35. 

Profiwissen für den

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