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RODELN & JODELN

7 RODELN & JODELN

     KARL-HEINZ OTTO,

  Olympiaberichterstatter Moskau 1980

  und Albertville 1992:

  Mit jeder Kufe auf DU und DU

2014-02-23

  Größte Bob-Totalpleite seit 50 Jahren

Was bleibt dem Bundestrainer Christoph Langen auch anderes übrig, als die Schuld über das Bob-Desaster von Olympia in Sotschi auf sich zu nehmen, wie er das nach dem grandiosen Triumph des russischen Fahrers Alexander Subkow noch an der Bahn ins Mikrofon stotterte.


Er ist der Sündenbock in erster Linie, auch wenn die von ihm betreuten Sportler nicht zur olympischen Bestform aufgelaufen sind, obwohl sie ja als die Weltmeister sowohl im Zweier (Francesco Friedrich) als auch im Vierer (Maximilian Arndt) bei Olympia anreisten.

 

Francesco Friedrich aus Pirna, der auf der Altenberger Bahn beste Trainingsbedingungen hat, meint dann, „Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert“. Fragt sich warum. Richtig raus mit der Sprache wollte keiner. Startprobleme (Friedrich, Langen), vielleicht auch die Kufen (Kuske) oder der Kopf (Florschütz) nichts Konkretes.

 

Ausgerechnet in der 90jährigen olympischen Bob-Geschichte, die wesentlich von deutschen Piloten mitbestimmt wurde – in beiden Disziplinen der Männer, ging man gänzlich leer aus. Im Vierer gab es von 1972 bis 2010 bei elf Spielen stets Medaillen, davon sieben Mal Gold.

 

Verantwortlich dafür waren Meinhard Nehmer, Wolfgang Hoppe (beide Oberhof), Harald Czujdaj (Riesa), Christoph Langen (München) und André Lange (Oberhof). Nehmer (1976), Hoppe (1984) und Lange ((2006) gehören zu den sechs Athleten, die Doppel-Gold bei Spielen gewannen. Außer ihnen waren das Andreas Ostler (Garmisch-Partenkirchen/1952), Eugenio Monti (Italien/1968) und nun Alexander Subkow (Rußland/2014).

 

Zurück zu Sotschi. Langen kommt zu einer erstaunlichen Erkenntnis: „Wir müssen unser System überdenken.“ Wenn er seines meint, hat er Recht. Im Zusammenhang mit der Zweier-Pleite wurde öffentlich bekannt, dass er mit jener Stelle, die jahrzehntelang die erfolgreichen Bobs aus Oberhof und Altenberg, einwickelt hat, „Kommunikations-Probleme“ habe.

 

Die weltberühmte Berliner Forschungs- und Entwic-klungsstelle (FES) sei Schuld, was das Material betreffe – sprich Kufen. „Jeder Blinde hat gesehen, dass die Jungs eine gute Leistung abgeliefert haben“, sagte Langen. In Wirklichkeit hat er in seiner überheblichen Art den Experten im Bezug auf die neuen Schlitten das unterstellt: „Wir sind die Praxis, sie sehen die Theorie“. Und noch deutlicher, er habe in seiner Karriere immer die Bobs selber gebaut. Deutsche Ingenieurkunst habe er nie gebraucht (siehe Berliner Zeitung vom 19.2.).

 

FES-Direktor Harald Schaale verwies darauf, dass die Bob-Projekte unter der Führung des Verbandes stünden. „Wir hätten einige Dinge anders gemacht.“ Lange bemängelte nicht nur das Gerät einschließlich Kufen sondern auch die Startprobleme ohne Ursachen zu nennen. Matthias Trübner, der einst den erfolgreichen viermaligen André Lange betreute und nun Heim-Trainer von Arndt ist, hatte eine in einem Brief an den Sportdirektor eine personelle Optimierung für den Vierer geforderte, sprich stärkere Anschieber.

 

Auf die Antwort wartet er heute noch. So müsste wohl Christoph Langen das System überdenken, sollte er weiter beschäftigt werden. Auf die Reporterfrage, wie er über seine Zukunft denke, gab er zweierlei zum Besten. Er möchte gern weitermachen, nehme die Herausforderung es besser zu machen an, aber er sei auch Berufssoldat und abgesichert.                                       KHO

 

2014-02 17

  Show der stumpfen Kufen

Kleiner deutscher Anteil am russischen Gold-Erfolg im Zweierbob

Man muss es so deutlich sagen, das Abschneiden der Zweierbobs ist wieder einmal eine deutsche Blamage. Wie vor 20 Jahren in Lillehammer fuhr kein deutscher Schlitten in den Medaillenbereich! Bis auf Lillehammer gab in dieser Disziplin von 1972 an stets Medaillen von vornehmlich Gold bis Bronze.

 

Namen wie Wolfgang Zimmer, Meinhard Nehmer, Wolfgang Hoppe, Christoph Langen und Andre Lange sind nach wie vor nicht nur bei Insidern wohlklingend. Nun dieses Debakel mit dem 8. Platz des amtierenden Weltmeister-Duos Francesco Friedrich/Jannis Bäcker (Oberbärenburg/ Winterberg).

 

Von Bundestrainer Christoph Langen bis Friedrich mehr Sprachlosigkeit als Erklärung. Friedrich: „Wir haben im letzten Lauf noch einmal alles gegeben, neue Kufen aufgelegt um auf Tempo zu kommen, es hat nicht geklappt.“

 

Kevin Kuske aus Potsdam, der erfolgreichere Olympische Spiele erlebt als weltbester Anschieber mit viermal Gold, meinte gar, dass man gegenüber der Konkurrenz keine Formel 1-, sondern Trabbi-Niveau hatte, also Materialprobleme. Da hat nicht nur der Münchner Christoph Langen, der im Juli 2010 das Amt vom erfolgreichsten Bob-Bundestrainer Raimund Bethge, einst DDR-110-Hürdenrekordhalter, übernommen hatte, eine Menge Arbeit bis 2018 in Südkorea zu leisten. Ganz sicher auch die Schlittenbauer. Bei EM und WM hatte es im Vorjahr noch erste Plätze gegeben, plötzlich sind die Kufen stumpf.

 

Aber aus deutscher Sicht gab es doch noch irgendwie einen kleinen Erfolg. Hinter dem souveränen Auftritt des Russen Alexander Subkow mit seinen Partner Alexej Wojwodin steht der deutsch-kanadische Trainer Pierre Lueders aus Edmonton. Seine Eltern Heinz und Käthe aus dem brandenburgischen Buckow waren in den 1950er Jahren nach Kanada ausgewandert. Pierre, 1970 geboren, wurde Bobpilot und war 1998 in Nagano selbst Zweier-Olympiasieger. Sicherlich wird er jetzt in Rußland mit seinen Schützlingen frenetisch gefeiert. Subkow ist der erste russische Bob-Olympiasieger der Geschichte.

Karl-Heinz Otto

2014-02 16

  Misslungene Bauchlandung

Auf das deutsche Skeletonteam kommt viel Arbeit zu

Der Oberhofer Alexander Kröckel brachte es nach Abschluss der Skeleton-Wettbewerbe auf den Punkt, was Bundestrainer Jens Müller schon nach dem zweiten Durchgang der Herrenkonkurrenz am Vortag analysiert hatte: „Wir müssen im nächsten Jahr am Start aufholen.“ Im vierten und letzten Lauf der Skeleton-Entscheidungen hat er das dann schon Mal nachgewiesen, leider eben nur einmal. Mit der viertbesten Laufzeit und einer der besten Startzeiten von 4,73 s   fuhr er zumindest noch auf den neunten Rang.

 

Dieser Platz 9 war übrigens bei den vier Olympischen Spielen im neuen Jahrtausend zum dritten Mal in der Herrenkonkurrenz für deutsche Fahrer zu notieren. Besser war 2010 in Vancouver sein Klubkamerad Frank Rommel als 7. Dieser galt für Sotschi als Medaillenkandidat, rutschte aber letztendlich auf den elften Rang ab. Zum überlegenen Sieger, dem 28jährigen Alexander Tretjakow aus Rußland, hatte er 4,18 Sekunden Rückstand.

 

Auf dieser großartigen Bahn, die mit drei kleinen Bergauffahrten auch sicher zu bewältigen war, sind das Welten. Der Russe war vor vier Jahren bereits Dritter geworden. Sein Trainer und der der gesamten russischen Mannschaft, die bei den Frauen noch eine Bronzemedaille gewonnen hatte, der Deutsche Wilfried Schneider. Er war in Königssee auf der 1967 eröffneten ersten Kunsteisbahn der Welt aktiv und hatte den bäuchlings zu betreibenden Schlittensport viele Jahre in Deutschland dominiert. Er war in Salt Lake City 2002 für die deutschen Farben Neunter geworden.

 

Für die deutschen Damen, in Vancouver mit den Plätzen zwei und drei großartige dekoriert, lief in der Eisrinne ebenfalls nicht die erwartete Platzierung. Anja Huber (Berchtesgaden) kam an ihr Bronze von 2010 nicht heran, wurde 8 So gesehen war das in Krasnaja Poljana eine misslungene Bauchlandung, deren DOSB-Prognosen zwei Medaillen lauteten.

 

Kröckel, mit 23 Jahren die Hoffnung für die nächsten Jahre, sah das anders: „Es war klar, dass wir ohne Medaille heimfahren, die anderen Nationen waren einfach zu stark.“ Da kann man Müllers Standpunkt noch anfügen, den er Journalisten-Kollegen vor Ort erklärte: Man habe nicht nur am Start, sondern auch in der Athletik Nachholbedarf. Selbst im Schlittenmaterial seien Verbesserungen nötig.

 

Da kommt auf die Trainer an den vier Kunsteisbahnen für die Zukunft eine Menge Arbeit zu, auch junge Talente heranzuführen.Huber und Rommel haben die 30 erreicht.

Man fragt sich, was die Briten anders machen. Sie stellten zum zweiten Male die beste Damenfahrerin und hatten schon in Salt Lake City und Turin Medaillen gewonnen. Übrigens gingen die sechs Medaillen von Sotschi an Athleten aus vier Ländern: Rußland, Großbritannien, USA und Lettland. Insgesamt waren 16 Nationen am olympischen Wettbewerb am Start.

 

Alexander Kröckels Aussage dürfte dem Medaillenzähler DOSB-Generaldirektor Michael Vesper gar nicht schmecken. Er ist von der Realität des Abschneiden „seines als Chef der Mission geführten Olympiateams" zur Halbzeit noch immer überzeugt, 30 Medaillen zu gewinnen.

                                                     Karl-Heinz Otto

2014-02 14

  Eitel "Sonnenschein" an der Eisschlange in Krasnaja Poljana

Deutschlands viertes Gold zum Rennschlitten-Abschluss

Deutschland ist mit der Konkurrenz deutlich Schlitten gefahren. Am letzten Tag der Rennschlitten-Wettbewerbe im bei allen Rennen hervorragend präparierten Eiskanal inn Krasnaja Poljana gelang im erstmals ausgetragenen Team-Wettwettstreit der vierte Gold-Triumph bei den XXII. Winterspielen von Sotschi. Natalie Geisenberger, Felix Loch und das Doppel Tobias Wendl/Tobias Arlt unterstrichen auch als Mannschaft ihre Klasse, die sie zuvor schon in den Einzel-Wettfahrten unterstrichen hatten. Das geht nun erst einmal in die Geschichte ein.

 

Damit hat das Quartett, im Vorjahr in gleicher Besetzung schon Weltmeister, jeweils 2 Goldene im Heimreisegepäck. Felix Loch, schon Erster 2010, hat jetzt sogar drei zu Buche stehen und schloss zu seinen Kufenschleifer und Berchtesgadener Klubkameraden Georg Hackl auf, der von 1992 – 1998 dreimal in Folge die Einzelkonkurrenz gewonnen hatte und jetzt als Techniker im Bundesleistungszentrum Berchtesgaden wirkt..

 

Dass die deutschen Kufenflitzer aus vier Wettbewerben mit fünf Medaillen (4-1-0) von 12 möglichen hervorgingen, ist eigentlich nichts Neues in der 50jährigen Olympia-Geschichte dieses Sports. 1972 in Sapporo gewann die DDR-Equipe in drei Disziplinen acht von neun möglichen Medaillen! Deutschlands Olympiabilanz seit 1964 lautet 73 Medaillen (gemeinsame deutsche Mannschaft, DDR und Alt-BRD eingerechnet). Österreich (20) und Italien (12) folgen auf den Plätzen. Mit dem Triumph von Sotschi haben die Rennschlitten-Akteure wesentlich dazu beigetragen, dass der DOSB zumindest die Goldmedaillenanzahl 10 von Vancouver erreichen kann. Insgesamt 30 Medaillen, was die Vorgabe war, bleiben wohl eine Illusion!

 

Hier und da war zu hören, dass der deutsche Erfolg ja kein Wunder sei bei vier Kunsteisbahnen in Königssee, Oberhof, Winterberg und Altenberg. Das ist zwar komfortabel und resultiert aus der einstigen Zwei-Staaten-Existenz, trifft jedoch nur teilweise den Kern. Schon als man noch auf vereiste Naturbahnen ins Tal fuhr, dominierten deutsche Fahrer. Die erste Europameisterin war 1928 Hilde Raupach aus Schreiberhau, die übrigens bis zu ihrem Tode im brandenburgischen Eberswalde wohnte. Schon bei den ersten EM 1914 (Doppelsitzererfolg) gab es einen deutschen Sieg.

 

Und in den folgenden Jahren bis in die Gegenwart gehört der Schlittensport von den Alpen bis ins Sauerland nach wie vor zu einer beliebten Sportart wegen ihrer Rasanz. Mittlerweile gibt es Kunsteisbahnen überall dort, wo seit 1976 Olympische Spiele ausgetragen wurden. Doch nirgendwo wird so intensiv der Rennschlittensport als Leistungssport betrieben, auch nicht in Österreich und Italien, die gleichfalls große Traditionen haben. Durch die große Vorbildwirkung gibt es bei den Jungen und Mädchen eine Begeisterung zum Nacheifern. In Oberhof, Oberwiesenthal, in Friedrichsroda und Berchtesgaden, wo die Olympioniken von einst und jetzt herkommen, wird der Nachwuchs besonders gefördert und stehen profilierte Trainer zur Verfügung. Deutschland unterstützt zudem das Hilfsprogramm der Internationalen Rennschlitten-Föderation (FIL), in dem erfahrene Trainer in anderen Ländern ihr Wissen weitergeben. (Siehe auch Oberhofer Schlittenschule).

 

Sotschi hat aber gezeigt, dass künftig mit mehr Konkurrenz zu rechnen ist. Zur FIL gehören 53 Landesverbände, einige darunter sind eher Exoten, aber einige Länder sind im Kommen. Kanada, USA, Lettland und Rußland haben Talente in petto. Etwas Nachholebedarf haben Norwegen und Schweden, auch Frankreich. Aber selbst Südkorea will mitmischen, auch wenn im Staffelrennen nur der 12. und letzte Platz belegt wurde.

                                              Karl-Heinz Otto

2014-02 13

Klaus Bonsack und Thomas Köhler aus Oberwiesenthal - 1968 Doppelsitzer-Olympiasieger.

Foto: Archiv

Der fünfte deutsche Dreier

Olympische Geschichte der deutschen  Doppelsitzer

Irgendwie hatte es die erfolgsverwöhnten deutschen Rennschlitten-Doppelsitzer-Spezialisten doch gewurmt, dass ihnen gleich zweimal in Folge olympisches Gold durch die Lappen ging. Nun ist wieder Frieden, Freude schöner Eierkuchen. Die Debütanten Tobias Wendl/Tobias Arlt aus Berchtesgaden haben in der Eisschlange im Sanki Sliding Center von Krasnnojar Poljana gewonnen und für das dritte Gold des BSD-Verbandes bei diesen Spielen gesorgt.

 

In beiden Läufen schaffte das Bayern-Duo Glanzzeiten. Die Sieger von Turin und Vancouver, Andreas und Wolfgang Linger (Österreich), hatten da diesmal wenig Chancen, ebenso die Vancouver-Zweiten Andris und Juris Sics (Lettland). Dennoch freuten sie sich aber riesig, wieder einen Podestplatz erreicht zu haben.

 

Die Letten profitierten allerdings von dem erschreckenden Fahrfehler des zweiten Österreich-Paares Peter Penz/Georg Fischler, die nach dem ersten Lauf noch den Bronzeplatz innehatten. Mit Füßen und Händen mussten sich beide vor einem Sturz durch den Kanal retten. Passiert ist ihnen nichts, außer, dass sie im 19er Starterfeld am Ende den letzten Platz belegten. Fast gestrauchelt waren auch die Oberhofer Vizeweltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken. Mit einem guten Lauf im zweiten Durchgang reichte es dann zu einem 8. Rang.

 

Dass deutsche Rodler die Szenerie seit eh und je beherrschen, zeigt die Statistik. Wendl/Arlt fuhren das 10. Doppel-Gold seit 1968 ein. Bonsack/Köhler (Oberwiesenthal) hatten in Grenoble 1968 die Serie eröffnet. Dann folgten 1972 in Sapporo Hörnlein/Bredow (Oberhof), die sich allerdings mit den zeitgleichen Italienern Hildgartner/Plaikner den ersten Platz teilen mussten. Die unverwüstlichen Oberhofer Rinn/Hahn (Oberhof) gaben sich 1976 und 1980 die Ehre. Die Berchtesgadener Stanggassinger/Wembacher (1984), Hoffmann/Pietzsch und Krauße Behrendt (jeweils Oberhof) folgen 1988/1992. Dann unterbrachen Brugger/Huber (Italien) die goldenen Zeiten, bevor noch einmal Krauße/Behrendt und Leitner/Resch (Berchtesgaden) die deutsche Bilanz aufbesserten. 

Lingner/Lingner waren dann das Top-Duo.

 

Mit dem Erfolg von Wendl/Arlt gelang es deutschen Rennschlitten-Assen zum fünften Mal bei Spielen alle möglichen Goldmedaillen zu gewinnen. Zuvor war das 1972, 1976, 1988, 1998 gelungen. Diese Bilanz kann nun am Donnerstag mit einem Sieg im erstmals auf dem Programm stehenden Team-Wettbewerb zur Einmaligkeit werden. Nach der bisherigen Ergebnissen ist der deutsche Verband der große Favorit, selbst wenn man die 16 Kurven erst einmal ungeschoren meistern muss.                        Karl-Heinz Otto

 

Klaus Bonsack im August 2013 in Friedrichroda.

Foto: Michael Keller/TA

Oberhofer Rennschlitten-Schule gefragt

 

Seit 1971 in Oberhof die zweite Eiskunstbahn der Welt eröffnet wurde (die erste war in Königssee entstanden) sind großartige Sportler herangewachsen, die dann nach ihre Laufbahn als Trainer verschiedene Weg gingen.

 

Doppelsitzer-Olympiasieger Horst Hörnlein machte sich in England und den USA als Bobtrainer verdient. René Friedl, Vizeweltmeister 1989 und Europameister 1992, ist seit 2005 mit großem Erfolg Österreichs verantwort-licher Trainer. Bernhard Glass, Olympiasieger 1980 trainiert Kanadas Asse, die mehr und mehr in die Weltspitze vorstoßen. Der deutsche Bundestrainer Norbert Loch, 1980 mit seinem Oberhofer Klubkameraden Sotzman in Hammarstrand Junioren-Europameister im Doppelsitzer und 1984 Olympia-13 wurde nach Berchtesgaden in Bundesleistungszentrum gerufen. Er hat ebenfalls am Grenzadler sein Schlittenfahren perfektioniert.1988-Olympiasieger Jens Müller bringt seine Fähigkeiten als Bundestrainer Skeleton ein. Auch das mit ansprechenden Resultaten.

 

Bliebe noch Klaus Bonsack, wie Loch in Friedrichroda mit den Talfahrten erste Bekanntschaft gemacht, war dann für Oberwiesenthal startend mit Thomas Köhler Olympiasieger (er hat insgesamt vier olympischen Medaillen). Der tolle Sportsmann war Olympia- Fahnenträger der DDR-Mannschaft in Sapporo und später viele Jahre in Oberhof Techniker für den Schlittenbau und Mitglied der Technikkommission der FIL. Er trainierte Anfang der 1990er Jahre in Österreich. Mit den Neuner-Schwestern, die Gold und Silber gewannen, feierte er den größten Erfolg bei Olympia 1992 in Albertville. Vor einigen Wochen schenkte der an Parkinson Erkrankte der Stadt Friedrichroda einen Teil seiner Erinnerungsstücke.

                                       KHO

 

2014-02 12

Die Hand als Messfühler

Gedanken zur Disqualifiktion der DDR-Sportlerinnen 1968 in Grenoble

Die „Hoch“zeiten des kalten Krieges zwischen den einst zwei deutschen Staaten hatten auch den Sport nicht ausgeschlossen. Der Beispiele gibt es genug, allein in den Olympiabüchern der 1950er,-60er und -70er Jahre lässt sich das nachvollziehen.

 

Am deutlichsten war der Kufen-Skandal von Grenoble 1968, wo das Mädchen-Trio Ortrun Enderlein, Annamaria Müller und Angela Knösel skandalös disqualifiziert worden war. Helmut Buchröder, damals Leitungsmitglied der DDR-Rennschlittenmannschaft, ist einer der Zeitzeugen, die das abgekartete Spiel nachvollziehen können.

 

Er war im Startbereich, wo der Österreicher Heinz Scheinpflug als Technischer Delegierter der Internationalen Föderation (FIL) die Temperatur der Kufen durch Handauflegen prüfte. „Waren 1964 die Kufen vor allem von den Österreichern noch mit einer Ölfüllung aufgeheizt worden, hatte die FIL das Reglement so verändert, dass ein Aufheizen untersagt wurde, ohne jedoch eine Temperaturangabe und technische Messung festzulegen“, sagt Buchröder (85). „Das wurde erst nach 1968 im Reglement fixiert.“

 

Ausgangspunkt der Disqualifikation hatte, so Helmut Buchröder, einen politischen Hintergrund. Zum einen war die DDR erstmals mit einer selbständigen Mannschaft am Start, was den BRD-Gewaltigen nicht gefiel und die Sportverantwortlichen unter Druck setzte. Zum anderen waren die DDR-Frauen seit Anfang der 1960er Jahre bei EM, WM und Olympia derart souverän, dass man diese Schmach nicht ertragen konnte. Angeblich sollte ein österreichischer Fahrer gesagt haben, die DDR-Frauen würden heizen. Das rief die westdeutsche Mannschaftsleitung um den damaligen Verbands-Präsidenten Richard Hartmann auf den Plan. Er suchte sich Verbündete, um den Ausschluss der DDR-Mannschaft zu beschließen.

 

„Ich stand am Start zum dritten Lauf mit dem damaligen FIL-Vizepräsidenten Swiderski aus Polen als Jury-Mitglied und sah wie Scheinpflug per Hand prüfte und keine Beanstandungen hatte. Da in der Rennordnung formuliert worden war, dass die Schienen der Kufen eine normale Temperatur entsprechend der Startumgebung aufweisen müssen, empfahl Swiderski nach der Lügenmeldung unseren Frauen, ihre Schlitten in den Schnee zu setzen, damit es keinen Protest gibt.“ Sie taten es und fuhren ins Tal. Gold und Silber für Ortrun Enderlein und Annamaria Müller, Bronze für die Italienerin Erika Lechner. Platz vier nahm Angela Knösel ein.

 

Doch dann kam die Disqualifikation auf Betreiben der italienischen Mannschaftsleitung mit Unterstützung von Hartmann, der im Hotel der BRD-Mannschaft alle Mannschaftsleiter der Teilnehmerländer eingeladen hatte, außer den der DDR. Dass sich dann selbst Swiderski der Disqualifikation anschloss und Scheinpflug sich enthielt, setzte dem Ganzen noch die Krone auf.

 

Eidesstattliche Erklärungen der Frauen, niemals die Kufen gewärmt zu haben, Aussprachen mit dem FIL-Präsidenten Isatitsch und dem IOC-Präsidenten Avery Brundage halfen nichts. So wird Erika Lechner als Olympiasiegerin geführt. Die BRD-Sportlerinnen Christa Schmuck und Angelika Dünnhaupt als Zweite und Dritte. Zu Olympia 2006 in Turin schrieb ein Journalist aus Frankfurt/Main, dass man Grenoble noch einmal neu aufrollen müsste, weil eine ungerechte Entscheidung gefällt worden war, meinte der seit 20 Jahren im Amt befindliche FIL-Präsident Josef Fendt aus Berchtesgaden, dass ja alle der damaligen Verantwortlichen nicht mehr leben würden.

Karl-Heinz Otto.


                                                         

Die beiden deutschen zweifachen Olympiasiegerinnen aus Oberwiesenthal Sylke Otto und Steffi Walter-Martin sowie die Gold-Natalie Geisenberger aus dem Berchtesgadner Land.

Fotos: Archiv

Folgt Natalie Sylkes

und Steffis Spur?

Dass am Fuße des Watzmanns und gleich nebenan vom Königssee der bayrische Rennschlittensport eine große Nummer ist, bestätigte sich mit dem Damen-Erfolg durch Natalie Geisenberger am 11. Februar in Krasnaja Poljana erneut. Aus der Trainingsgruppe „Sonnenschein“ im Berchtesgadener     Bundesleistungszentrum sorgte sie für die zweite Goldmedaille im Eiskanal nach dem Triumph von Felix Loch.

 

Die schnelle Dame, geboren im oberbayerischen Miesbach, vor vier Jahren in Vancouver schon Dritte, wurde ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Nach vier Läufen durch die 16 Kurven (die Damen und Doppelsitzer fahren gegenüber den Herren eine kürzere Distanz) betrug ihr Vorsprung auf die Olympiabeste von vor vier Jahren, Tatjana Hüfner vom BRC Friedrichroda mehr als eine Sekunde. In diesem Metier ein erheblicher Vorsprung. Es war eine Glanzleistung und zugleich ein nachträgliches Geburtstags-geschenk. Natalie Geisenberger war am 5. Februar 26 Jahre jung geworden.

 

„Ich hatte schon im ersten Lauf mir den komfortablen Vorsprung herausgefahren. Das war wohl der Grundstein für meine Erfolg, den ich noch gar nicht richtig verarbeitet habe“, sagte die freudestrahlende „Goldmarie“. Dass es am Ende der zweitgrößte Vorsprung in der 50-Jährigen Geschichte dieses Sports war (1964 betrug er fast drei Sekunden zwischen den beiden DDR-Sportlerinnen Ortrun Enderlein und Ilse Geisler), kommentierte Natalie Geisenberger so: „Ich habe wohl die wenigsten Fehler gemacht.“

 

Sollte der Erfolg von Sotschi sie zum Weitermachen beflügeln, dann könnte sie zu jenen Damen aufschließen, die bislang noch die Erfolgsliste seit 1964 mit jeweils zwei Goldplaketten anführen: Steffi Martin-Walter (1984/1988) und Sylke Otto (2002 und 2006). Beide fuhren einst für die Rennschlitten-Hochburg Oberwiesenthal, aus der auch die ersten Olymponiken Ortrun Enderlein und Thomas Köhler hervorgegangen sind.

 

Die neue Olympiasiegerin, auch Welt- und Europameisterin, war mit 26 Jahren die jüngste des deutschen Trios. Tatjana Hüfner und ihre Klubkameradin Anke Wischnewski, die mit Platz sechs ebenfalls vier tolle Fahrten ins Tal absolvierte, sind mit 30 bzw. 36 Jahren die Routiniers in der Eisschlange gewesen. Tatjana Hüfner hat nun bei drei Teilnahmen einen kompletten Medaillensatz: Bronze in Turin, Gold in Vancouver und nun Silber in Sotschi.

 

Das gehört auch zu den Besonderheiten des Rennschlittensports, den mittlerweile in 53 Ländern der Welt Mädchen und Jungen, junge Frauen und Männer als eine attraktive Sportart betrachten. Bemerkenswert das Abschneiden der kanadischen Damen-Mannschaft mit den Plätzen vier und fünf durch Alex Gough und Kimberjy McRae. Ihr Trainer heißt Bernhard Glass, er kommt aus Oberhof und war der Olympiasieger von 1980 in Lake Placid.

 

Übrigens: Geisenbergers Sieg war wie bei den Herren das 10. deutsche Gold, das fünfte hinter- einander. Vera Susulja (UdSSR/1980), Doris Neuner (Österreich/1992) und Gerda Weißenberger (Italien1994) drängelten sich in die Statistik. Seltenheiten gab es auch. Doris Neuner und Angelika Neuner sind das bisher einzige Schwesternpaar mit Gold und Silber. Ihr Trainer war 1992 Klaus Bonsack, der Olympiasieger im Doppelsitzer mit Thomas Köhler 1968. Schließlich gehört zu den Seltenheiten auch der 1968er Skandal der Damenentscheidung in Grenoble gegen die DDR-Sportlerinnen. Aber das bedarf es eines gesonderten Beitrags.                 Karl-Heinz Otto

2014-02-09

Die Galerie deutscher Einsitzer-Olympiasieger - von oben links: Thomas Köhler (1964), Wolfgang Scheidel (1972), Dettlef Günther (1976), Bernhard Glass (1980), Jens Müller (1988), Georg Hackl (1992, 1994, 1998), Felix Loch (2010,2014).

Fotos: Archiv

Ein Bayer aus Sonneberg

Felix Loch holte das zehnte Olympiagold deutscher Einsitzer-Piloten

Die 50-jährige olympische Geschichte des Rennschlitten-Sports hatte ein kleines Jubiläum in der Eisschlange „Sanki“ in Krasnaja Poljana am dritten Tag der XXII. Olympischen Winterspiele von Sotschi zu verzeichnen: Felix Loch gewann die zehnte deutsche Goldmedaille, die im Herren-Einsitzer seit Innsbruck 1964 bisher vergeben wurden.

 

Der 24-Jährige, in Sonneberg geboren und im Berchtesgadener Land aufgewachsen, war am Ende der überragende Fahrer und schnappte mit Albert Demtschenko (Rußland) und Armin Zöggeler (Italien) zwei Altmeistern, die mit 40 Jahren den Bahnen der Welt nun ade sagen, den Titel weg. Loch zog mit Zöggeler gleich, der wie dieser zweimal bester Rennschlittensportler Olympias war. Sie saßen wirklich auf Rennschlitten, mit denen man wie in Krasnaja Poljana bis zu 138 km/h die 20 Kurven der 1365 m langen Eischlange zu meistern hatte. Bei diesem Tempo von Rodeln nach bayrischem Sprachgebrauch zu reden, ist wohl unangebracht.

 

Felix Loch hat die deutsche Tradition meisterlich fortgeschrieben. Begonnen hat alles vor 50 Jahren in Igls. Damals auf der noch mit Eisbrocken präparierten Bahn dominierten gleich drei Fahrer der gemeinsamen deutschen Mannschaft: Thomas Köhler und Klaus Bonsack aus Oberwiesenthal und Hans Plenk aus Berchtesgaden.

 

Das war der glanzvolle Auftakt, dem dann diese Männer folgten: 1972 Wolfgang Scheidel (Oberhof), 1976 Dettlef Günther (Oberwiesental), 1980 Bernhard Glass, 1988 Jens Müller (beide Oberhof), 1992, 1994,1998 jeweils Georg Hackl (Berchtesgaden), 2010, 2014 jeweils Felix Loch.   Der Vollständigkeit halber, die restlichen vier Goldplaketten gewannen: 1968 Manfred Schmid (Österreich), 1984 Paul Hildgartner, 2002, 2006 jeweils Armin Zöggeler (beide Italien).

 

Der neue Olympiasieger, vor vier Jahren der jüngste aller Zeiten, hat es besser gemacht als sein Vater Norbert 1984 in Sarajevo. Als Mitglied des DDR-Olympiateams belegte Rang 13. Heute ist der Vater der Bundestrainer und hat entscheidenden Anteil am Erfolg des Sohnemannes und der anderen Rennschlittensportler, zum Beispiel von . Ein wichtiger Assistent ist Dreifachsieger Georg (Schorsch) Hackl, der bei der Schlitten-Präparation mit hilft und natürlich seine Riesenerfahrung einbringen kann.

 

„Es waren zwei perfekte Tage, ja es war überwältigend“, freute sich Felix Loch wie ein „Scheekönig“ ob seines Triumphes. Nach kleinen Fehlern im ersten Lauf mit Platz zwei hinter Albert Demtschenko, ließ der neue Olympiasieger Bahnrekord folgen und hatte am Ende genügend großen Vorsprung auf einer Bahn, die nach Aussagen der Athleten sehr komfortabel ist. Mannschaftskamerad Andi Lanngenhahn (Zella-Mehlis) kam auf einen beachtlichen 4. Platz.

 

Nun hofft Loch sogar auf eine zweite Goldene am Schlusstag der Schlittenwettbewerbe (Donnerstag/13.), wenn erstmals die Teamstaffel auf dem Olympia-Programm steht. Da ist Deutschland ein ganz heißer Favorit.              

Karl-Heinz Otto     

 

 

Di                 25.04.2017 

Nr.            2.384 - 1.081

Aktualisierung        12:55

Übrigens,

 

… die Kriminalitätsstatistik ist da - daraus lassen sich folgende Meldungen machen, die beide stimmen:

 

1. Berlin immer schlimmer! Die Stadt ist jetzt mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner die gefährlichste deutsche Großstadt vor Leipzig (15.811) und Hannover (15.764). Der bisherige Spitzenreiter Frankfurt ist auf Platz 4 abgerutscht, bravste deutsche Großstadt ist München (7909).

 

2. Berlin immer sicherer! Die Stadt verzeichnet mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner relativ gesehen weniger Fälle als im Vorjahr (16.414). Die leichte Steigerung in absoluten Zahlen ist allein dem starken Wachstum Berlins geschuldet.

 

Jeder kann daraus machen, was Ihm politisch am besten in den Kram passt. Aber daran denken: Es handelt sich um die Zahlen für 2016. Es kann nur noch schlimmer werden.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 22.04.2017

1    11    12   19   25   32    SZ: 7

Spiel 77:  2152 168

 

Super 6: 437 607   

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1898 (2017-04-25) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Die IGA 2017 machte es möglich

Ein U-Bahnhof verlor seinen Namen

Ein neuer Blickfang an der Linie U5

BREAKING NEWS

Stand: 25.04.2017; 10.15 Uhr

 

International

 

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan reist nach Angaben seines Büros Mitte Mai zu US-Präsident Donald Trump nach Washington. Trump habe Erdoğan zu der Begegnung im Weißen Haus eingeladen.


Die schwedische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Lastwagen-Anschlag in Stockholm eine zweite verdächtige Person festgenommen.


Dass Emmanuel Macron im ersten Wahlgang mit seinen 24 Prozent die Nationalistin Marine Le Pen (sie kam auf 21,3 Prozent) übertraf, hat zwar bei allen EU-Befürwortern eine enorme Erleichterung ausgelöst, knapp darauf wurde man aber wieder von Sorgen heimgesucht – und zwar spätestens seit der Siegesrede, die Macron hielt. Ein Überhang an zum Teil peinlichen Leerfloskeln in dieser Rede wirft die Frage auf: kann dieser, ein wenig windig wirkende Dauerlächler auch noch die vierzehn Tage bis zur Stichwahl am 7.Mai erfolgreich überstehen? Aber diese Bedenken bezüglich der Konsistenz des parteilosen Jungstars (Macron ist mit 39 Jahren der jüngste Präsidentschaftskandidat) teilten auch schon vor dem ersten Wahlgang etliche Beobachter in Paris mit Ausnahme der Meinungsforscher, die seit Monaten Macrons Erfolgskurve unbeirrt wiedergaben.


In ersten Umfragen werden Macron für den zweiten Wahlgang am 7. Mai 62 Prozent der Stimmen gutgeschrieben, Le Pen 38 Prozent. Das ist einerseits ein klarer Abstand; er zeigt aber auch das Potenzial der bisherigen FN-Chefin, die in einem TV-Interview am Montagabend bekanntgab, sie werde den Parteivorsitz ruhend stellen, bis die Wahl geschlagen ist.


In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben Aktivisten zur Abschaffung eines Gesetzes aufgerufen, mit dem Vergewaltiger durch die Heirat mit ihrem Opfer einer Bestrafung entgehen können. Sie forderten die Parlamentarier am Samstag auf, bei einer anstehenden Beratung den umstrittenen Artikel 522 des Strafgesetzes abzuschaffen.

 

Die Lage ist ernst, diesmal aber wirklich. Bis Montag um 16 Uhr konnten die rund 12.000 Mitarbeiter über den Rettungsplan samt Jobabbau und Gehaltskürzungen abstimmen. An der Urabstimmung hatten sich rund 90 Prozent der Belegschaft beteiligt. Laut italienischen Medien überschritten die Nein-Stimmen im Laufe des Montag-Abend bereits die 50 Prozent-Marke. Damit dürfte Italiens größte Airline unter die Kontrolle eines Insolvenzverwalters gestellt werden.

 

Deutschland/Berlin

 

Angesichts der Zunahme von Gewalttaten in Deutschland fordert die Gewerkschaft der Polizei (GDP) von Bund und Ländern, das Personal bei den Sicherheitskräften und der Justiz massiv aufzustocken. Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern, müssten deutlich mehr Polizisten sichtbar auf der Straße unterwegs sein.

 

Ein geplantes Treffen des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel mit linken Menschenrechtsorganisationen während seines Antrittsbesuchs in Israel sorgt für Wirbel. Das israelische Fernsehen berichtete am Montagabend, Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erwäge deswegen eine Absage seines Gesprächs mit Gabriel am Dienstag. Der private Sender Channel 2 meldete, der Regierungschef habe seinen Gast aus Deutschland vor die Wahl gestellt, sich mit den Menschenrechtlern oder mit ihm zu treffen.

 

CSU-Chef Seehofer will entgegen früherer Ankündigungen über 2018 hinaus im Amt bleiben. Er will am Parteitag im November nun doch erneut als CSU-Chef kandidieren und im Herbst 2018 wieder als Spitzenkandidat in die Landtagswahl ziehen.

 

Sport

 

 

Fussball

 

Die U19-Mannschaft von Red Bull Salzburg hat am Montag den wichtigsten europäischen Nachwuchsbewerb auf Klubebene gewonnen. Das Nachwuchs-Team des österreichischen Fußball-Meisters setzte sich im Finale der UEFA Youth League in Nyon gegen Benfica Lissabon mit 2:1 (0:1) durch.

 

Zlatan Ibrahimovic denkt trotz seiner schweren Knieverletzung nicht an ein Karriereende. "Ich werde das durchstehen wie alles andere und sogar noch stärker zurückkommen", schrieb der schwedische Fußball-Superstar bei Instagram. Der Torjäger von Manchester United hat sich britischen Medien zufolge das vordere und hintere Kreuzband gerissen und wird daher wohl bis Jahresende ausfallen.

 

500 Pflichtspieltore von Messi für Barça in knapp 12 Jahren: Bei den Katalanen feiert man wieder einmal seinen Superstar.

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