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1 OLYMPISCHE GLITZERWELT

       KLAUS BLUME, OLympiaberichter-

   statter seit 1968:

   Sportliches und noch viel mehr

 

 

2014-02- 20

Evis ewige Geschichten

Dopingfall  im Lager der deutschen Biathletinnen

So verlaufen eben olympische Tage. Auch, wenn unsereins nicht in Sotschi, sondern vom Schreibtisch aus arbeitet. Ich saß noch beim Frühstück, als mich die Nachricht aufrüttelte, ein Athlet oder eine Athletin des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) sei womöglich gedopt gewesen. Das habe zumindest die A-Probe ergeben, sagte der Kollege vom Hörfunk und bittet um aufhellende Recherchen.
 

Evi Sachenbacher-Stehle schied für mich anfangs als Verdächtige aus, weil sie ihren überraschenden vierten Platz beim Biathlon-Massenstart durch ein unerwartet fehlerfreies Schießen erreicht hatte - und nicht durch besonders schnelles Skilaufen. Doch was ist, sinnierte ich, wenn die oder derjenige etwas benutzt haben sollte, das nicht zu den üblichen, den ständig gesuchten Dopingmitteln gehört?

 

Stimulanzien, sogar Marihuana, hatten schließlich - unter der Hand - in allen möglichen Weltcup-Wettbewerben des olympischen Winters die Runde gemacht. Warum also nicht auch im Biathlon? Das erwies sich nach längeren Telefonaten mit zwei Professoren, die sich intensiv mit dem Thema Doping beschäftigen, durchaus als schlüssig. Sowohl Perikles Simon von der Uni Mainz als auch Mario Thevis von der Deutschen Sporthochschule in Köln machten mir Mut: Ich befände mich gedanklich auf dem richtigen Weg.

 

Also weiter. Um 21.30 Uhr, so stand zu lesen, habe das IOC am Donnerstagabend in Sotschi der Führungsspitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) offiziell mitgeteilt, es gäbe eine positive A-Probe im deutschen Team. Genauer: innerhalb des Deutschen Ski-Verbandes (DSV). Ich sah nach, wann der DSV seine Besetzung für die heutige Biathlon-Staffel der Frauen genannt hatte. Und siehe da, das war bereits Stunden zuvor geschehen, um 17.42 Uhr. An Stelle von Evi Sachenbacher-Stehle hatte man die 19-jährige Franziska Preuß aufgeboten. Bundestrainer Gerald Hönig sagt dazu den Nachrichten-Agenturen: "Evi läuft nicht, weil sie zuvor die meisten Rennen und in der Mixed-Staffel Probleme hatte, sich gut zu konzen-trieren."  

 

Als die deutsche Staffel - nach einem Sturz von Franziska Preuß - schon lange hinter allen anderen Mannschaften hinterher läuft, teilt die ARD mit, ohne den Namen Evi Sachenbacher-Stehle offiziell zu nennen, nach der A- sei nun auch die B-Probe positiv ausgefallen. Gefunden wurde in der Tat, wie von mir schon Stunden zuvor vermutet, ein Stimulans, das möglicherweise über ein Nahrungsergänzungsmittel verabreicht worden sein soll.

 

Wolfgang Pichler, der deutsche Trainer jener von ständigen Dopingfällen erschütterten russischen Mannschaft, erzählt im Fernsehen: "Ich habe gehört, es handelt sich um ein Nahrungergänzungsmittel. Es soll ein Energieriegel sein, den Evi von einem Mentaltrainer bekommen hat."

 

Laut einem Statement des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) war Sachenbacher-Stehle war bei einer Dopingkontrolle am Montag, 17. Februar 2014, nach dem Massenstart-Rennen sowohl in der A- als auch in der B-Probe positiv auf das Stimulans Methylhexanamin getestet worden. Weil es aufgrund von Nebenwirkungen schon zu Todesfällen gekommen ist, wurde dieses Mittel auf dem europäischen Markt verboten. Im April 2013 wies die Gesundheitsbehörde der USA drauf hin, dass die Verwendung dieser Stimulans illegal ist.

 

Von nun an läuft es wie immer im deutschen Sport. Cheftrainer Uwe Müssiggang sagt, dieser Energieriegel habe keinerlei "leistungsfördernde Wirkung" gehabt, und gibt damit, unbewusst zu, von Evi Sachenbacher-Stehles Fehlhandlung gewusst zu haben. Mein Gott, Uwe! Team-Arzt Klaus Marquardt zielt indessen - indirekt, versteht sich - auf die immer wieder beliebte Einzeltäter-Theorie: "Wir sprechen hier von Profisportlern. Wir wiesen mehr als eindeutig immer wieder auf diese Problematik hin." Mit anderen Worten: Nun schau zu, Evi, wie du aus der Sache wieder rauskommst - wir können und wollen dir dabei nicht helfen.

 

Ach so, die Staffel: Deutschland wurde Elfter. Damit haben die deutschen Biathletinnen bei diesen Spielen keine einzige Medaille gewonnen. 

 

Aber nicht nur das wird im kollektiven Gedächtnis verankert bleiben. Auch die Causa Evi Sachenbacher-Stehle, denn die dauert ja nun schon seit 2002 an und hatte bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin bereits einen  unrühmlichen Höhepunkt erreicht. Am 25. Oktober 2006, bim Weltcup-Auftakt in Düsseldorf,  schrieb ich im KICKER: "Der Internationale Ski-Verband (FIS) hatte zuvor Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl)  mit - entgegen ihrer eigenen Behauptung - mitgeteilt, bei ihr sei keine genetische Veranlagung für einen erhöhten Blutwert (Hämaglobin) festzustellen. Deshalb erhalte sie, im Gegensatz zu ihren Teamkollegen Jens Filbrich (Frankenhain) und Franz Göring (Zella-Mehlis), keine FIS-Ausnahmegeneh-migung für die Rennen dieses Winters." 

 

Damals haben die führenden Herren des DSV von einer möglichen Klage gegen den Internationalen Ski-Verband (FIS) gesprochen. Von einem nicht mehr gut zu machenden Imageschaden war damals die Rede, doch nichts ist jemals geschehen, wie auch? Am 19. Mai 2010 drückte uns dann der DSV eine Erklärung seiner zweimaligen Langlauf-Olympiasiegerin in die Hand. Darin stand: "Ich versichere mit besten Wissen und Gewissen, noch nie in meinem Leben durch Einnahme verbotener Mittel oder durch sonstige unlautere Methoden in irgendeiner Weise manipuliert zu haben." Danach beglückte sie das Biathlonlager mit ihren Kenntnissen und ihrem Können.


Erster Nachsatz: Wolfgang Pichler sagt, nun sei die Karriere der 33-jährigen Evi S. wohl endgültig zu Ende. Ach, Wolfgang!

 

Zweiter Nachsatz: Die Staffel in Sotschi, was übrigens - .geographisch, nicht politisch - auf ukrainischem Terrain liegt, hat übrigens die Ukraine gewonnen. So richtig feiern, sagten die Mädels, werden sie wohl trotzdem nicht. Denn  zu Hause gäbe es gerade wieder fürchterliche Nachrichten.

 

Dritter Nachsatz: Ich kriege die Bilder nicht mehr aus dem Kopf: hier die umjubelten Biathletinnen, Sekunden später der blutbespritzte Schnee vor den Barrikaden des Majdan, dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Olympische Tage, schlimme Tage - auch daheim am Schreibtisch.

2014-02- 20

Keine Gedanken an Gold und Geld

Deutsche Kombinierte - ein gute Spezialspringerschule

Stephan Peplies witterte bereits das grosse Geschäft. Schon 2008 hatte der Marketing-Spezialist aus dem Hessischen der zweimaligen Olympiasiegerin aus einer Randsportart zehn einträgliche Sponsorenverträge vermittelt - der Biathletin Magdalena Neuner.

 

Eine Woche vor den Spielen in Sotschi glaubte Peplies, mit dem Nordischen Kombinierer Eric Frenzel Ähnliches wiederholen zu können. Denn auch der Deutsche Ski-Verband (DSV) setzte auf den schmächtigen Sachsen. Er könne in Sotschi, so hiess es, womöglich dreimal Gold gewinnen: auf der Gross- sowie der Normalschanze und mit der Staffel.

 

Schliesslich hatte der 25-Jährige in dieser Saison schon sieben Weltcup-Siege gefeiert - wer sollte ihn also bei Olympia schlagen? Doch nach seinem Sieg auf der Normalschanze warfen Frenzel eine Virusinfektion nebst einer Nebenhöhlenentzündung aus der Bahn. Zum Schluss aller Kombinations-Wettkämpfe blieb ihm - mit der deutschen Staffel - noch Silber.

Dreimal Gold, dazu die eine oder andere Medaille - das hatten sich die deutschen Kombinierer insgeheim erhofft; doch ausser für Frenzel gab‘s nur noch einmal Bronze: für den Schwarzwälder Fabian Riessle auf der Grossschanze. Dennoch, so Bundestrainer Hermann Weinbuch, bereits seit 1996 im Amt, würden seine Kombinierer auch weiterhin das Kernstück des nordischen Skisports in Deutschland bilden. Weinbuch im Gespräch mit dieser Zeitung: „Wir sehen uns schon seit Jahren als Talentschmiede für Kombinierer und Spezialspringer. Denn dort ist der Erfolg schneller zu schaffen als bei uns.“  So sei der Olympiasieg des deutschen Springer-Teams in Sotschi mit zwei ehemaligen Kombinierern erreicht worden: mit Andreas Wellinger und Marinus Kraus.

Weinbuchs Stellvertreter Ronny Ackermann, einst viermal Weltmeister: „Der junge Athlet sollte weiterhin zu Beginn Laufen und Springen gleichermaßen  beherrschen lernen. Nach einigen Jahren muss man entscheiden, wohin der endgültige Weg führt.“ So würde man Ende dieses Sommers dem 18-jährigen Talent Jakob Lange, derzeit Nummer 36 der Weltcup-Wertung, womöglich dem Wechsel zum Langlauf, dem 20-jährigen Tobias Haug (38. im Weltcup) zum Spezialspringen empfehlen.

Frenzel steuert indes seinen zweiten Gesamtsieg im Weltcup an. An Gold und Geld verliere er hingegen keine Gedanken. Ihm sei ja zu Ohren gekommen, dass einer wie er von den Sponsorenberatern kaum höher eingeschätzt würde, als das Berliner Eistanzpaar Tanja Kolbe und Stefano Caruso. Es hatte in Sotschi Platz 19 belegt.

2014-02-19

Im Olympiastadion von Amsterdam

brennt die Flamme

Die Niederlande stießen in Sotschi in die Spitze der Wintersportnationen

 Auch gestern Nachmittag, an einem ganz normale Arbeitstag, saßen wieder 4,4 Millionen  Niederländer vor ihrem Fernsehgerät - und fieberten bei der Eisschnelllauf-Übertragung aus Sotschi mit.
 

Sie sahen, wie die Tschechin Martina Sablikova über 5000 Meter ihre Stars Ireen Wüst und Carin Kleibeuker bezwang - doch das tat der Begeisterung keinen Abbruch. Ein Pils und ein Schnaps, einen jungen Genever, auf Ireen und Carin!

 

Übrigens bedeuteten die 4,4 Millionen, die am Mittwoch in den Niederlanden vor ihren Fernsehgeräten saßen, keinen Rekord. Am letzten Sonntag, als die besten Holländerinnen über 1500 Meter gleich die ersten vier Plätze belegt hatten, waren daheim 86,1 Prozent aller Fernsehgeräte eingeschaltet.

 

Eisschnelllauf hatte alle anderen Sendungen klar abgehängt: Fußball, Politik, Wirtschaft, Kultur. Bayern-Star Arjen Robben - einer der besten Fußballspieler der Welt - gab im Amsterdamer „Telegraaf“ unumwunden zu: „Ich habe es ja auch ganz schön weit gebracht, aber ein Star wie Sven Kramer bin ich nicht geworden.“ Der Eisschnellläufer Sven Kamer hat sowohl 2010 wie 2014 olympisches Gold über 5000 Meter gewonnen. 

 

Eisschnelllauf ist in den Niederlanden, wo die ersten Wettkämpfe schon im 14. Jahrhundert registriert wurden, nun einmal Volkssport Nummer eins, den 10 000 registrierte Kufenflitzer und rund 150 000 Hobbyläufer betreiben. Zum Vergleich: Hierzulande gibt es rund 1000 Eisschnellläufer. Die Besten in den Niederlanden betreiben ihren Sport übrigens in kommerziellen konkurrierenden Rennställen - und dort nach einem knallharten Leistungsprinzip. 500-Meter-Olympiasieger Michael Mulders: „Der Grad der Rivalität ist bei uns extrem hoch, doch das hilft uns enorm.“

 

Was sich jetzt bei Olympia ausgezahlt hat: Die Niederlande avancierten, obwohl in Sotschi nur auf Eisschnelllauf und Shorttrack spezialisiert, zu einer der führenden Wintersport-Nationen der Welt. Seit Mittwoch brachten sie es auf insgesamt 22 Medaillen, wobei es in den Einzelwettbewerben vier Dreifach-Erfolge gegeben hat.

 

Deshalb brennt übrigens nach 86 Jahren im altehrwürdigen Amsterdamer Olympiastadion nun endlich wieder die olympische Flamme. Sie wird nach jedem niederländischen Olympiasieg in Sotschi angezündet, wohl auch am Sonntag, wenn die Team-Verfolgung auf dem Programm steht. Denn da hofft der Königliche Niederländische Eislauf-Verband (KNSB) auf zwei weitere (Gold)-Medaillen.

 

Dem niederländischen olympischen Sportbund (NOCNSF) wiederum kosteten die bisherigen Medaillen seiner Eisschnellläufer schon  450 000 Euro an Prämien; hinzu kommen noch jene Zahlungen, die in den professsionellen Teams für die Siege in Sotschi  vertraglich geleistet werden. Denn Eisschnellläufer von Rang sind in den Niederlanden nicht nur Volkshelden, sie verdienen auch gut, mitunter sogar sehr gut. Einer, wie Langstreckler Sven Kramer, ist längst mehrfacher Millionär.

 

Und Jorien te Mors aus Enschede ist der neue Star. Denn sie versucht sich sowohl im traditionellen Eisschnelllauf, wo sie Gold über 1500 Meter gewann, wie in der Trendsportart Shorttrack, wo es für - zwischendurch - schnell noch zu einer Bronzemedaille gereicht hat. Beim Einmarsch der Nationen hat sie schon mal die niederländische Flagge getragen  - bei ihren Olympischen Spielen. 

 

Bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano sammelten Hollands Schlittschuhläufer insgesamt elf (5,4,2) Medaillen. Seitdem wurde aufgerüstet. Es gibt inzwischen 13 überdachte Bahnen - in Deutschland drei. Es gibt ein klares Programm - vom Juniorenbereich bis zum Eis-Marathon. Der ist zwar noch nicht olympisch - aber man kann ja nie wissen.

2014-02-13

Virtuelles Gold für Steffi!

Wie die heutige Olympiasechste ihr persönliches Schicksal meisterte

Es gilt, eine Skilangläuferin zu feiern, die in Sotschi den sechsten Platz belegt hat: Steffi Böhler, 32 Jahre jung, aus Ibach im Schwarzwald. Es ist eine Platzierung, die ihr, der olympischen Silbermedaillengewinnerin in der Staffel von 2006 in Turin, wie eine Goldmedaille vorkommen muss und auch so vorkommen wird. Denn noch vor zwei Jahren schien es so, als könne dieses Talent nie wieder Hochleistungssport betreiben, vielleicht nicht einmal normalen Gesundheitssport. Denn vor zwei Jahren erhielt Steffi Böhler die niederschmetternde Krebsdiagnose: Schilddrüsenkarzinom. 

 

Wenn man mal knapp Dreissig ist, kann einem das allen Mut für den Rest eines langen Lebens nehmen. Doch Steffi hat nach der operativen Entfernung ihrer Schilddrüse, nachden notwendigen  Lymphdurch-trennungen und nach hohen Dosen radioaktiven Jods irgendwann einmal von den Ärzten grünes Licht erhalten, als sie mit ihnen über ihren geliebten Sport gesprochen hat.

 

Also begann sie wieder mit dem Skilaufen - und horchte dabei ständig in sich hinein. Das kann jeder verstehen, der einmal in seinem Leben eine Krebs-OP hinter sich gebracht hat. Denn die Auskunft der Ärzte danach bleibt ja immer ähnlich: Wir haben alles versucht, doch eine Garantie für eine hundertprozentige Heilung können wir ihnen nicht geben. Und jeder, der sich danach in der so genannten Nachsorge befindet, traut dem Frieden im eigenen Körper ebenso wenig, wie den so genannten Narbenschmerzen. Auch nicht den unerklärbaren Phantomschmerzen. Auch, wenn sie sich nur als solche herausstellen.


Steffi Böhler geht es nicht anders, als allen, die so etwas mit gemacht haben und noch immer mitmachen. Das sollte sich jeder vor Augen halten, der an ihrem sechsten Platz herum mäkeln möchte. Im letzten Winter, als im italienischen Val die Fiemme die Weltmeisterschaften stattfanden, blieb sie noch zu Hause. Sie mochte nicht zum Objekt journalistischer Begierde werden - vom Boulevard- bis zum Qualitätsblatt internationaler Prägung. Denn da nehmen sie sich alle nichts. Im Verband hatte man viel Verständnis für diese Einstellung und  schützte sie vorbildlich.


Nun, in Sotschi, ist sie wieder dabei. Belegte im Skiathlon den 35. Platz, was, in Unkenntnis der Sachlage, in einigen Blättern hämisch kritisiert wurde: Wohl doch schon zu alt für Olympia .

 

Nun hat sie ihre ganz und gar persönliche Goldmedaille gewonnen - im tiefen, sulzigen Schnee von Sotschi. Auf einer gnadenlosen Piste und nur rund zehn Sekunden hinter der norwegischen Loipen-Queen Marit Bjoergen. 

Große Gratulation und weiterhin viel Glück, Steffi!

2014-02-11

Deutschlands Curling-Asse

Training zwischen Grünkohl und Rhabarber

Vor zwölf Jahren war es, als ich bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake zum ersten Mal von einer Sportart infiziert wurde, die ich bis dato nur vom Hörensagen gekannt hatte: Curling. So, wie mir, ging es daheim - im Schnitt - ungefähr 6,1 Millionen Fernsehsüchtigen. Sie alle saßen auf ihrem Sofa, wenn es hieß, es werde Schach auf dem Eis gespielt - also Curling.

 

Vorhin, als die deutsche Mannschaft in der Vorrunde von Sotschi hauchdünn von den Schotten, den Erfindern dieser Winterfaszination, bezwungen wurden, bin ich vor Spannung fast geplatzt. Rechts, per Internet auf dem Rechner, die deutschen Curler, links, auf dem Fernseher, die Skisprinterin Denise Herrmann. Mit beiden, mit Denise, und mit John Jahr, dem Skip der deutschen Curler, hatte ich noch in der vorigen Woche lange Radio-Interviews geführt.

 

Wobei das lange Gespräch mit John Jahr - selbstredend - mein Curling-Fieber noch mal so richtig gesteigert hat. Der Mann, der ein doppeltes „junior“ hinter seinem Namen trägt, ist mit 48 Jahren übrigens der Senior des gesamten deutschen Olympiateams. Er hat vor vier Jahren dafür gesorgt, dass meine norddeutsche Wahlheimat Hamburg auf einmal auf der deutschen Wintersportkarte auftauchte - mit Curling. Denn ansonsten halten wir ja Handball für Wintersport, weil es unter Dach und Fach stattfindet.

 

John Jahr, Sohn des verstorbenen gleichnamigen Verlagsgründers (Stern, GEO etc.), hatte 1985 schon mal die Europameisterschaft gewonnen, danach noch Silber bei der WM - und dann mit Curling aufgehört. Dann aber, mit Mitte Vierzig, deshalb wieder damit begonnen, weil er sich dachte: „Bin ich denn nur noch ein bräsiger Geschäftsmann oder kann ich noch richtig Sport treiben?“

 

Er konnte noch richtig Sport treiben, täglich. Und so verschob er sein gesamtes Leben. Im NDR-Studio, in dem wir vorige Woche das lange Gespräch für DeutschlandRadio Kultur aufgezeichnet haben, sagte er mir: „Jeder in unserer Mannschaft hat als Erstes mit seiner Ehefrau gesprochen, ob wir das Projekt überhaupt angehen können.“ Und alle Ehefrauen sagten zu. Übrigens, mit den Verlagen seines Großvaters hat John jr. nichts mehr zu tun, stattdessen mit eigenen Geschäften. Wie diese derzeit, das heißt, seit vier Jahren verlaufen, verfolge er zwar, doch „ich bin eben gut organisiert.“ Will sagen: In erster Linie bin ich Curler.

 

Und die anderen? Felix Schulze arbeitet selbstständig als Anwalt. Auch die anderen drei aus seinem Team stehen fest im Berufsleben. Und alle fünf haben überdies Familie. „Die Kanadier“, erzählte John Jahr, „sind ja Profis, außerdem spielt dort fast jeder Curling.“ Bei uns treffen sich nach Feierabend rund 1500 Freizeitcurler in 16 Klubs. Da braucht es schon eigener Begeisterung, um voran zu kommen, und die bringt John Jahr mit - er sorge einfach für gute Stimmung und könne gut mit Menschen umgehen. Könne sie für sich gewinnen. Bei unserer Tontechnikerin, zum Beispiel, hat er sich nach der Aufzeichnung, formvollendet und höflich für die geleistete Arbeit bedankt. Wo findet man das sonst noch?

 

Jetzt hat er, der „Skip“, also der Stratege des Teams, knapp gegen Schottland verloren. Wobei es gut ist, zu wissen, dass die Schotten, die unter der Bezeichung „Großbritannien“ auftreten, was ihnen natürlich nicht passt, so um 1508 oder 1511 Curling erfunden haben. Jedenfalls gibt es Curling-Steine aus jener Zeit, die entsprechende Jahreszahlen tragen. Noch 1959 hieß die Curling-WM „Scotch-Cup“ - was nicht nur etwas mit einem kräftigen Schluck nach dem meist dreieinhalb Stunden währendem Spiel zu tun hat. Aber  auch .

Noch etwas: Guckt doch alle mal nicht hin, sondern hört auch mal zu, wenn Curling gespielt wird. Denn im Gegensatz zu irgendwelchen Fußball-Profis werden alle Curler vor ihrem olympischen Auftritt verkabelt, auf das der geneigte Fernsehzuschauer auch genau hören kann, was taktisch gerade ausgeheckt wird.

 

Und noch etwas: Curling kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie drehen, englisch: to curl. Denn der granitene Curling-Stein, den Uneingeweihte für eine Bettpfanne aus dem Antiquitätenshop oder für einen schlichten Wasserkessel halten, dreht sich um die eigene Achse, er curlt (!), wenn er auf das angepeilte Ziel zurutscht.

 

Falls jemand mal nach Hamburg kommen sollte, können wir ihm das alles vor Ort erklären, gleich neben Hagenbeck, in einer Schrebergartenkolonie, befindet sich die kleine Hamburger Curling-Halle. Kaum zu finden, wenn man es nicht weiß, doch die Fachleute aus aller Welt wissen: Was da mittenmang zwischen Grünkohl und Rhabarber entstanden ist, sei eine der besten Curling-Werksbuden der Welt.

 

2014-02-08

Je oller - desto toller

 

Einar Björndalen machte in Sotschi den Anfang

Als ob das Alter vor Medaillen schütze! Nach seinem Skiflugsieg am 12. Januar in Mitterndorf ist der 41jährige Japaner Norioki Kasai nun sogar als einer der Top-Favoriten nach Sotschi gekommen. „Jede Medaille, die ich gewinne, ist für mich aus Platin.“


Das weiß die gleichaltrige Berliner Eisschnellläuferin Claudia Pechstein schon vor ihrem ersten Rennen an diesem Sonntag. Und der norwegische Biathlet Ole Einar Björndalen? Er will in Sotschi nur seinen 40. Geburtstag nachfeiern, sondern krönte diesen mit seinem siebenten Olympiasieg.

 

Wer Kasai zuvor - live - in Deutschland erlebt hat, sah, wie er im sauerländischen Willingen, beim letzten Weltcup vor Olympia, vergeblich um einen Podestplatz gekämpft hat. Zweimal Vierter - eine mißlungene Generalprobe soll ja auch Ihr Gutes haben . . .

 

Dort, in Willingen,  hat der Profi aus Fernost übrigens so oft wie nirgendwo sonst gewonnen: dreimal (1999, 2003). In Sotschi startet der Skiflug-Weltmeister von 1992 - wo ich ihn gar nicht wahrgenommen habe - zum siebten Male bei Olympia. Ist danach Schluss? „Ich bin vielleicht älter geworden, aber noch immer jung. Ich will noch zehn Jahre springen.“

 

Am vorletzten olympischen Wettkampftag feiert Claudia Pechstein ihren 42. Geburtstag. Doch was soll‘s? Bei ihren sechsten Olympischen Spielen will sie über 3000 und 5000 Meter erneut Medaillen gewinnen. Schließlich gehörte sie in diesen Disziplinen noch immer zu den Besten der Welt. Trotz ihrer Dopingsperre von 2009 bis 2011 und ihrer daraus resultierenden Schadensersatzklage gegen den internationalen Verband (ISU). Betreut wird sie übrigens auch in Sotschi von ihrem Lebensgefährten Matthias Große, der offiziell zum 171 Personen umfassenden deutsche Olympia-Aufgebot gehört.  Was mal wieder Unruhe stiften wird.

 

Seinen bisher letzten Olympiasieg feierte Ole Einar Björndalen 2010 in Vancouver - damals als Mitglied der norwegischen Biathlon-Staffel. Das gelang ihm, den sie daheim den „Außerirdischen“ nennen, nun auch beim Sprint von Sotschi.. Gejagt werden die Norweger dabei voraussichtlich vor allen von einem österreichischen „Senioren-Quartett“ (Wiener Kurier), in dem alle älter  als 31 Jahre sind. 

 

Am 23. März, beim Weltcup-Finale am Holmenkollen in Oslo, will Björndalen dann seinen Rücktritt verkünden. Das habe er mit seinem norwegischen Ski-Ausrüster ausgemacht, dem er aber auf Lebenszeit verbunden bleibe. Wirklich nur noch als Berater - wie er uns stets versichert - oder doch wieder als Biathlet?

 
 

2014-02-07

Rote Tomate gegen Putins Liebling

 

Wer wird zu den Gesichtern dieser Spiele zählen?

 

Wer wird Olympia prägen? Ginge es nach Wladimir Putin, würde Jewgenij Pluschenko -  St. Petersburger wie der russische Präsident - zum Gesicht dieser 22. Winterspiele werden. Oder doch ein Amerikaner, der kalifornische Snowboarder Shaun White? Oder die norwegische Skilangläuferin Therese Johaug?

 

Mit Titanschrauben im Rücken hat sich das erhoffte „Gesicht der Spiele“ (Sowjetski Sport) bei den russischen Meisterschaften eine empfindliche Niederlage gegen das 18jährige Talent Maxim Kowtun eingehandelt. Danach gab‘s in Nowogorsk bei Moskau einen geheimen Test, bei dem Pluschenko angeblich zwei Vierfachsprünge sicher gestanden und sich für Sotschi qualifiziert habe. 

 

Der blonde Eiskunstläufer hatte schon 2007, damals auch auf Wunsch Putins, bei der Olympia-Präsentation in Guatemala auf einer Mini-Eisfläche mit einer eindrucksvollen Show-Einlage für Sotschi geworben. Erfolgreich. Doch der Olympiasieger von 2006 und Sieger des Eurovision Song Contest 2008, mit dem Pop-Star Dima Bilan, ist bereits 31 Jahre alt und zwölfmal operiert worden. 2013 haben sie ihm Tel Aviv sogar eine künstliche Bandscheibe eingesetzt.

 

Und wenn das alles gar nicht stimmt? Könnte dann nicht der Kalifornier Shaun White das Gesicht dieser Spiele werden. Die „rote Tomate“, so nennt die Los Angeles Times den Rothaarigen, ist einer der Großverdiener im internationalen Wintersport. Der 27jährige Snowboarder, 2006 und 2010 Olympiasieger in der Halfpipe, erwirtschafte  -so das US-Wirtschaftsblatt Forbes - aus Sponsoren- und Werbeverträgen rund 12 Millionen Dollar per annum. 

 

Oder wie wär‘s mit der norwegischen Skilangläuferin Therese Johaug (25), der „heißesten Frau im Skisport“ (VG, Oslo)? Ihr Portrait - ob Kunstdruck, Poster oder auf Leinwand (87,90 Euro) - sind in Skandinavien d-e-r Renner. Der viermaligen Weltmeisterin werden nach ihrem Sieg in der Tour de Ski 2014 gleich drei Goldmedaillen zugetraut. Das Osloer „Dagbladet“ rechnet ihre Jahreseinahmen künftig auf 10 Millionen Dollar hoch. Derzeit wird ihr Vermögen auf 25 Millionen Dollar geschätzt.

 

Auch der 25jährige französische Biathlet Martin Fourcade könnte zum „Gesicht der Spiele“ werden. Der zweimalige Gesamt-Weltcupsieger (2012; 2013) - der auch derzeit im Weltcup führt - möchte seinen 2007 zurück getretenen Landsmann Raphael Poirée überholen - der überall gewann, nur nicht bei Olympia. Mit seinem Bruder Simon, der auch in Sotschi startet, hat Fourcade französischen Journalisten mitten im Juli deshalb in Paris seine Sportart intensiv erklärt. Denn trotz Poirée und Fourcade wird Biathlon von den Bürgern der Fünften Republik noch immer als Randsport eingeordnet.

 

Doch was ist mit dem kanadischen Shorttracker Charles Hamelin (29)? Der Doppel-Olympiasieger von Vancouver eifert der zurück getretenen US-Legende Apolo Anton Ohno nach, die zwei Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen holte. Hamelin und dessen Verlobte Marianne St.Gelais, 2010 zweimal mit Silber dekoriert, gelten daheim als beliebtestes kanadische Liebespaar. Kann man mehr erreichen?

 

 

Di                 25.04.2017 

Nr.            2.384 - 1.081

Aktualisierung        12:55

Übrigens,

 

… die Kriminalitätsstatistik ist da - daraus lassen sich folgende Meldungen machen, die beide stimmen:

 

1. Berlin immer schlimmer! Die Stadt ist jetzt mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner die gefährlichste deutsche Großstadt vor Leipzig (15.811) und Hannover (15.764). Der bisherige Spitzenreiter Frankfurt ist auf Platz 4 abgerutscht, bravste deutsche Großstadt ist München (7909).

 

2. Berlin immer sicherer! Die Stadt verzeichnet mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner relativ gesehen weniger Fälle als im Vorjahr (16.414). Die leichte Steigerung in absoluten Zahlen ist allein dem starken Wachstum Berlins geschuldet.

 

Jeder kann daraus machen, was Ihm politisch am besten in den Kram passt. Aber daran denken: Es handelt sich um die Zahlen für 2016. Es kann nur noch schlimmer werden.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 22.04.2017

1    11    12   19   25   32    SZ: 7

Spiel 77:  2152 168

 

Super 6: 437 607   

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1898 (2017-04-25) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Die IGA 2017 machte es möglich

Ein U-Bahnhof verlor seinen Namen

Ein neuer Blickfang an der Linie U5

BREAKING NEWS

Stand: 25.04.2017; 10.15 Uhr

 

International

 

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan reist nach Angaben seines Büros Mitte Mai zu US-Präsident Donald Trump nach Washington. Trump habe Erdoğan zu der Begegnung im Weißen Haus eingeladen.


Die schwedische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Lastwagen-Anschlag in Stockholm eine zweite verdächtige Person festgenommen.


Dass Emmanuel Macron im ersten Wahlgang mit seinen 24 Prozent die Nationalistin Marine Le Pen (sie kam auf 21,3 Prozent) übertraf, hat zwar bei allen EU-Befürwortern eine enorme Erleichterung ausgelöst, knapp darauf wurde man aber wieder von Sorgen heimgesucht – und zwar spätestens seit der Siegesrede, die Macron hielt. Ein Überhang an zum Teil peinlichen Leerfloskeln in dieser Rede wirft die Frage auf: kann dieser, ein wenig windig wirkende Dauerlächler auch noch die vierzehn Tage bis zur Stichwahl am 7.Mai erfolgreich überstehen? Aber diese Bedenken bezüglich der Konsistenz des parteilosen Jungstars (Macron ist mit 39 Jahren der jüngste Präsidentschaftskandidat) teilten auch schon vor dem ersten Wahlgang etliche Beobachter in Paris mit Ausnahme der Meinungsforscher, die seit Monaten Macrons Erfolgskurve unbeirrt wiedergaben.


In ersten Umfragen werden Macron für den zweiten Wahlgang am 7. Mai 62 Prozent der Stimmen gutgeschrieben, Le Pen 38 Prozent. Das ist einerseits ein klarer Abstand; er zeigt aber auch das Potenzial der bisherigen FN-Chefin, die in einem TV-Interview am Montagabend bekanntgab, sie werde den Parteivorsitz ruhend stellen, bis die Wahl geschlagen ist.


In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben Aktivisten zur Abschaffung eines Gesetzes aufgerufen, mit dem Vergewaltiger durch die Heirat mit ihrem Opfer einer Bestrafung entgehen können. Sie forderten die Parlamentarier am Samstag auf, bei einer anstehenden Beratung den umstrittenen Artikel 522 des Strafgesetzes abzuschaffen.

 

Die Lage ist ernst, diesmal aber wirklich. Bis Montag um 16 Uhr konnten die rund 12.000 Mitarbeiter über den Rettungsplan samt Jobabbau und Gehaltskürzungen abstimmen. An der Urabstimmung hatten sich rund 90 Prozent der Belegschaft beteiligt. Laut italienischen Medien überschritten die Nein-Stimmen im Laufe des Montag-Abend bereits die 50 Prozent-Marke. Damit dürfte Italiens größte Airline unter die Kontrolle eines Insolvenzverwalters gestellt werden.

 

Deutschland/Berlin

 

Angesichts der Zunahme von Gewalttaten in Deutschland fordert die Gewerkschaft der Polizei (GDP) von Bund und Ländern, das Personal bei den Sicherheitskräften und der Justiz massiv aufzustocken. Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern, müssten deutlich mehr Polizisten sichtbar auf der Straße unterwegs sein.

 

Ein geplantes Treffen des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel mit linken Menschenrechtsorganisationen während seines Antrittsbesuchs in Israel sorgt für Wirbel. Das israelische Fernsehen berichtete am Montagabend, Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erwäge deswegen eine Absage seines Gesprächs mit Gabriel am Dienstag. Der private Sender Channel 2 meldete, der Regierungschef habe seinen Gast aus Deutschland vor die Wahl gestellt, sich mit den Menschenrechtlern oder mit ihm zu treffen.

 

CSU-Chef Seehofer will entgegen früherer Ankündigungen über 2018 hinaus im Amt bleiben. Er will am Parteitag im November nun doch erneut als CSU-Chef kandidieren und im Herbst 2018 wieder als Spitzenkandidat in die Landtagswahl ziehen.

 

Sport

 

 

Fussball

 

Die U19-Mannschaft von Red Bull Salzburg hat am Montag den wichtigsten europäischen Nachwuchsbewerb auf Klubebene gewonnen. Das Nachwuchs-Team des österreichischen Fußball-Meisters setzte sich im Finale der UEFA Youth League in Nyon gegen Benfica Lissabon mit 2:1 (0:1) durch.

 

Zlatan Ibrahimovic denkt trotz seiner schweren Knieverletzung nicht an ein Karriereende. "Ich werde das durchstehen wie alles andere und sogar noch stärker zurückkommen", schrieb der schwedische Fußball-Superstar bei Instagram. Der Torjäger von Manchester United hat sich britischen Medien zufolge das vordere und hintere Kreuzband gerissen und wird daher wohl bis Jahresende ausfallen.

 

500 Pflichtspieltore von Messi für Barça in knapp 12 Jahren: Bei den Katalanen feiert man wieder einmal seinen Superstar.

Profiwissen für den privaten Bauherrn

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