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Balkan und Umgebung

 

189 (2017-04-25) Bernd Jürgen Morchutt

Prince of Wales

and Transylvania

Nur PR-Gag oder mehr?

 

Die verwandtschaftlichen Beziehungen von Prinz Charles reichen bis zum mittelalterlichen Fürsten Vlad Țepeș, besser bekannt als "Dracula".

 

Wird Charles jetzt zum Prinzen von Transsilvanien?

 

Wenn es nach Alba Iulia, der heimlichen rumänischen Hauptstadt geht, soll der britische Thronfolger Prinz Charles als "Prinz von Transsilvanien" für die Region und das Land werben. 

 

Die Kreishauptstadt des Kreises Alba (64.000 Einwohner) ist das rumänische Kulturzentrum in den Westkarpaten. Die Stadt, die zu den ältesten des Landes gehört, wurde im Jahr 1918 zum Symbol der Vereinigung aller Rumänen im Königreich Rumänien. Hunderttausende Delegierte aus ganz Siebenbürgen versammelten sich hier am

1. Dezember 1918, um für die Angliederung ihrer Region an das rumänische Königreich und somit für die Gründung Großrumäniens zu stimmen. Auch die Siebenbürger Sachsen taten es, nur die Ungarn weigerten sich.
Heute ist der 1. Dezember der Nationalfeiertag Rumäniens. Die Stadt gilt bis heute als ein gutes Beispiel für das funktionierende Zusammenleben verschiedener Minderheiten und Konfessionen sowie gegenseitige Toleranz.

Da der Islam in Siebenbürgen keine Rolle spielt, ist dieser Einschätzung sicher nicht zu widersprechen. Folgende Glaubensrichtungen sind hauptsächlich vertreten: Rumänisch-Orthodoxe Kirche, Rumänische griechisch-katholische Kirche, Römisch-katholische Kirche in Rumänien und Protestantische Kirchen (Calvinisten/Reformierte; Lutheraner; Unitarier).

 

Alba Iulia (Karlsburg, Gyulafehérvár) in Transsilvanien will den 68-jährigen britischen Thronfolger mit diesem - bislang nicht existierenden - Titel ehren. "Es ist eine äußerst klare PR-Aktion", sagte der Rathaussprecher der Stadt, Mihai Coser, der rumänischen Nachrichtenagentur Agerpres. Doch so weit wird es wohl nicht kommen.

 

Das Büro von Prinz Charles, Clarence House in London, wollte den Vorgang bislang nicht kommentieren. In der Regel sind die Royals über PR-Gags auf ihre Kosten nicht erfreut.

 

Nach Angaben des renommierten rumänischen Historikers Dinu Giurescu hat es den Adelstitel "Prinz von Transsilvanien" in Rumänien nie gegeben. Nur der Titel "Herzog von Transsilvanien" habe existiert, doch der sei Mitte des 19. Jahrhunderts abgeschafft worden.

 

Charles, der sich stark für Architektur, Geschichte und wilde Natur interessiert, hat ein enges Verhältnis zu Rumänien: Er engagiert sich dort seit fast 20 Jahren im Denkmalschutz und besucht mindestens einmal im Jahr privat Siebenbürgen. Erst vor wenigen Wochen verlieh das Karpatenland ihm den höchsten Staatsorden.

 

Er hat auch verwandtschaftliche Beziehungen zum ungarischen und rumänischen Adel Siebenbürgens und der Walachei. Sie reichten bis zum mittelalterlichen Fürsten Vlad Țepeș zurück, sagte Charles dem rumänischen Sender "ProTV" in einem vor kurzem ausgestrahlten Interview. Țepeș gilt als Vorbild der "Dracula"-Figur aus dem Roman des Iren Abraham "Bram" Stoker (1847 bis 1912).

Vlad III. (1431 bis 1476/1477) wurde wahrscheinlich in Schäßburg (Sighișoara) geboren, war Woiwode des Fürstentums Walachei. Sein Beiname Drăculea (deutsch „Der Sohn des Drachen“ von lateinisch draco – „Drache“) leitet sich nach der von Historikern am häufigsten akzeptierten These von der Mitgliedschaft seines Vaters Vlad II. Dracul im Drachenorden Kaiser Sigismunds ab. Der Drache wurde auch im Woiwodensiegel geführt.

 

Unabhängig von den entfernten Blutsbanden - ich gehe mal davon aus, dass Seine Hoheit auf diesen zusätzlichen Titel verzichten wird.

 

Das Ziel der Oberen von Alba Iulia ist auch so erreicht. In eineinhalb

Jahren feiern die Stadt und ganz Rumänien das hundertste Jubiläum der Vereinigung des Landes. Und schon deshalb muss vor allem Alba Iulia in Transsilvanien für ständigen Gesprächsstoff sorgen.

BJM 

 

188 (2017-04-14) Werner Kremm/ADZ

Illegale Grenzgänger

Polizisten und Gendarmen

an der serbisch-rumänischen Grenze verstärkt

 

Aufgrund eines Beschlusses des Oberkommandos des rumänischen Grenzschutzes werden nach Ostern zeitweilig zusätzliche Grenzpolizisten aus Craiova und Temeswar in den Grenzbereich zu Serbien zwischen der Donau und dem Triplex Confinium bei Altbeba/Beba Veche verlegt. Das ist eine Reaktion auf die Tatsache, dass seit Jahresbeginn die Zahl illegaler Grenzübertritte aus Richtung Serbien nach Rumänien, mit dem Ziel Westeuropa, sich gegenüber dem Vorjahr stark erhöht hat.

 

Als Dringlichkeitsmaßnahme wurde bereits seitens des Kreisinspektorats der Gendarmerie Temesch und des Mobilen Einsatzkommandos der Gendarmerie Verstärkungen an die Grenze zu Serbien geschickt. Dieser Tage treffen die ersten Mitglieder der Grenzpolizei aus Craiova und aus Neumarkt am Mieresch/Târgu Mureş ein. Alle Einheiten, die sämtlich dem Innenministerium unterstellt sind, haben denselben Einsatzbefehl: die Westmigration aus dem Mittleren und Fernen Osten zu stoppen. Sie arbeiten, einem Kommuniqué des Innenministeriums zufolge, „nach einem integrierten System, um die Sicherheit der Grenzen zu garantieren“.

Im gesamten Jahr 2016 haben rund 1000 Flüchtlinge versucht, die Westgrenzen Rumäniens unentdeckt zu überwinden und sich ihren Wunschzielen in Kerneuropa zu nähern. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres waren es bereits mehr als 800 illegale Grenzgänger, die gefasst worden sind. Daher der erhöhte Alarmzustand der Grenzwacht, weil auch ein erhöhter Druck der Flüchtlinge auf die Westgrenzen Rumäniens auszumachen ist.

 

187 (2017-04-11) Pressemitteilung

Rumänisch-Deutsche Regierungskommission tagt

Es geht um Belange

der deutschen Minderheit

 

Die 20. Sitzung der Rumänisch-Deutschen Regierungskommission für die Belange der deutschen Minderheit in Rumänien tagt seit gestern in Bukarest. Die heute zu Ende gehende Tagung wird von Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich der 25 Jahre seit der Unterzeichnung des Vertrages zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland über freundschaftliche Zusammenarbeit und Partnerschaft in Europa (1992) begleitet.

Der gemischten Regierungskommission stehen George Ciamba, Staatssekretär im rumänischen Außenministerium, und MdB Hartmut Koschyk, der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten als Ko-Präsidenten vor, das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien ist durch seinen Vorsitzenden Paul-Jürgen Porr und Geschäftsführer Benjamin Józsa repräsentiert. Von rumänischer Seite nehmen desgleichen der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganţ, Christiane Cosmatu, Unterstaatssekretärin im Departement für interethnische Beziehungen, und Alexandru Szepesi, Direktor im Bildungsministerium, sowie die Präsidialberater Bogdan Aurescu und Michael Fernbach u. a. teil. Auf deutscher Seite sind der Botschafter der BRD in Bukarest, Cord Meier-Klodt, die Referatsleiter im BMI Jörg Bentmann und Alexander Schumacher sowie die Vorsitzenden der Verbände der Banater Schwaben bzw. Siebenbürger Sachsen, Peter-Dietmar Leber und Herta Daniel, zugegen. ADZ

 

186 (2017-04-08) Bernd Jürgen Morchutt

Der nette Balkantyp

Die Politik bleibt in Serbien

in einer Hand

 

Der serbische Regierungschef Aleksandar Vučić gewann vor wenigen Tagen haushoch mit rund 55 Prozent der Stimmen die Präsidentschaftswahl. Gleich im ersten Wahlgang schaffte er die absolute Mehrheit. Damit ist Vučić endgültig der mächtigste Politiker Serbiens und der Balkanregion. Exakt vierzehn Jahre nach der Ermordung des damaligen Ministerpräsidenten Zoran Đinđić verfügt die Republik Serbien endlich wieder über stabile und auf längere Sicht unveränderbare Machtverhältnisse. 

Wer ist der 47-jährige Aleksander Vučić eigentlich?

 

"Ein politisches Chamäleon" oder ein erfolgreicher Politiker, dem zuletzt ein moderater Wirtschaftsaufschwung gelang und eine einigermaßen geordnete, von der EU kaum beachtete Flüchtlingspolitik. Beides! Unter Slobodan Milošević war er Informationsminister und für die Presse zuständig. Seitdem hat er natürlich Freunde in den besten Positionen. Später unterstützte er die Ultranationalisten, 2008 trat er der konservativ-wirtschaftsliberalen Serbischen Fortschrittspartei SNS bei. Heute gibt er sich als pro-europäischer Reformer.

 

Aleksandar Vučić ist der erste Ministerpräsident seit dem Sturz von Slobodan Milošević am 5. Oktober 2000, dem es gelingt, gleichzeitig mit der EU und mit Russland zu kooperieren. Und dafür haben ihm die Wähler gedankt. Niemand in Serbien hat vergessen, dass die NATO vor genau 18 Jahren mit der völkerrechtswidrigen Bombardierung Jugoslawiens begann. Bis zum 10. Juni 1999 flog die NATO 38.004 Angriffe, tötete über 3.500 Menschen und verletzte mehr als doppel so viele schwer. Auch die gewaltsame Abspaltung des Kosovo aus dem serbischen Staatsgebiet traf die Seele und das Herz der Bevölkerungsmehrheit. Die EU schweigt bis heute zu ihrer Verantwortung. Russland war der einzige Unterstützer im verlustreichen Kampf gegen die Kriegstreiber der NATO, aus den USA und der Europäischen Union. Mit seinen tränenreichen Fake News überzeugte Minister Scharping damals den Bundestag und rechtfertigte die deutsche Beteiligung am Jugoslawienkrieg.

Serbien ist seit 2012 EU-Beitrittskandidat und wird finanziell mit 1,5 Milliarden EUR (2014 bis 2020) unterstützt. Das Geld nehmen die Serben gern mit, sehen es als sehr kleine Entschädigung für die milliardenschweren Kriegsschäden. Bis zur EU-Mitgliedschaft werden ohnehin noch sehr viele Jahre vergehen. Wenn diese überhaupt kommt!

 

Mit einem reinen EU-Kurs lässt sich in Serbien keine Wahl gewinnen

 

Zu stark und historisch verbrieft sind die pro-russischen Sympathien der Serben und selbst der Orthodoxie.

Ohne die USA und die NATO im Rücken zu haben, kann die EU in Serbien wohl kaum punkten. Die politisch naiven Politiker in Brüssel und Berlin hatten gehofft, dass Vučić als Dank für den Status Serbiens als EU-Beitrittskandidat gegenüber dem scheinselbstständigen Kosovo Zugeständnisse machen würde. Fehlanzeige. Trotz aller unrealistischen Vermittlungsbemühungen der EU sind die Positionen Serbiens und des Kosovo nach wie vor unüberbrückbar. Serbische Kräfte sind weiter im Nordkosovo, wo bei Mitrovica die serbische Minderheit lebt. Der albanisch- muslimische Kosovo wurde mit NATO-Hilfe ethnisch gesäubert.

Die nationalen und religiösen Konfliktlinien in diesem Teil des Balkans sind alle wieder aktiv – wie zu Zeiten der Osmanen.

 

Mit Aleksandar Vučić steht zur rechten Zeit der richtige Politiker an der Spitze des Staates. Er besitzt die Autorität, die Anerkennung und das Vertrauen der Bevölkerung, den brutalen Spagat zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erfolgreich zu Ende zu führen. Man stelle sich vor, an seiner Stelle würden Musterdemokraten wie Merkel oder Hollande agieren. Serbien wäre bereits heute im tiefsten Chaos versunken.

Albaner, Bosniaken, Kroaten und Serben hätten längst wieder zu den Waffen gegriffen.

Vor allem die Länder Osteuropas brauchen Politiker, die sich einmischen, die eigene Entscheidungen treffen, die den Weg und die Richtung des Landes vorgeben. Sicher würde das auch den Westeuropäern gefallen!

Zurecht sieht sich der zweifache Familienvater als unentbehrlich und stellt sich als Retter Serbiens und Garant für die Stabilität in der Region dar.

Mit seiner Mischung aus Sendungsbewusstsein und dem lange erlernten Wissen, wie man Kontrolle und Macht aufbaut, hat es der 47-Jährige geschafft, sein Image vom „Nationalisten“ zum "Macher" zu wandeln.

Im Westen laufen inzwischen die Spekulationen auf Hochtouren

 

Wird Aleksandar Vučić das eher bedeutungslose Amt des Staatspräsidenten weiter ausbauen und stärken wollen? Dabei bewegen sich die EU-Blicke besonders in Richtung des nördlichen Nachbarn, wo „Merkel-Freund“ Orban ähnliche Machtverhältnisse geschickt umzusetzen versteht. Die Angst geht um. Hoffentlich nimmt er sich nicht den ungeliebten Ungarn als Vorbild! Wer wird der nächste Ministerpräsident Serbiens? Natürlich ein Parteifreund Vučić`, der auch als Präsident die eng geknüpften Fäden in den Institutionen in seiner Hand behalten möchte. Und genau das kommt der Stabilität des Landes zugute. Es gibt keine Alternative zum gewählten Staatsoberhaupt. Nur daran zu glauben, erweckt Argwohn. Der zweitplatzierte Kandidat, der von der Demokratischen Partei unterstützte Unabhängige Saša Janković, errang rund 40 Prozent der Stimmen weniger.

 

Brüssel und Berlin mahnen wie selbstverständlich weitere sogenannte Reformen an. Was nichts anderes heißt, wir wollen mehr Mitspracherecht und Einfluss gewinnen. Da eine NATO-Mitgliedschaft Serbiens für lange Zeit weggebombt wurde, bleibt vorerst nur das Gefechtsfeld der Wirtschaft. Aber in dieser Hinsicht ist den serbischen EU-Nachbarn Slowenien und Kroatien das Hemd näher als die Jacke. Hier gibt es regionale Interessen, die auch ohne eine deutsche Vormundschaft auskommen können.

 

Deutsche Medien stürzen sich derweil auf einige Hundert studentische Demonstranten. Bei Kundgebungen in der Hauptstadt Belgrad, in Novi Sad und Niš riefen die über Facebook und Twitter rekrutierten Teilnehmer, zumeist Studenten: "Vučić Dieb!" und "Du bist nicht mein Präsident".

Diese leicht zu durchschauenden medialen Präferenzen werden nicht dazu beitragen, die Vorfreude der serbischen Bevölkerung auf die EU anzuheizen.

Somit wird es für die Europäische Union nach diesem überwältigenden Wahlsieg nicht einfacher werden, mit dem selbstbewußten, europafreundlichen und netten Balkantypen Vučić umzugehen. Und dann gibt es im Hintergrund ja noch einen gewissen Herrn Putin...

BJM

 

185 (2017-03-25) Pressemitteilung

Ungarische Stadionoffensive für etwa 220 Mio. Euro

Neues Nationalstadion

auch ohne Olympia

 

 

Die ungarische Regierung kündigte an, dass 2017 etwa 220 Mio. Euro in landesweite Stadionprojekte fließen sollen. Auch das neue Nationalstadion in Budapest soll wie geplant gebaut werden.

 

Erst vor wenigen Wochen hatte Budapest seine Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 zurückgezogen. Trotzdem soll das neue Nationalstadion in Budapest planmäßig gebaut werden. Außerdem sollen 19 weitere Stadionprojekte im ganzen Land gefördert werden.

 

Bereits 2014 wurden neue Stadien in Budapest, Debrecen und Felscut eröffnet. In der neuen Groupama Arena in Budapest findet Ende März der Coliseum Summit Europe statt. Dann sollen weitere Details der genauen Pläne veröffentlicht werden. Die neuen Investitionen sind Teil eines großangelegten Projekts der ungarischen Regierung, um die Sportinfrastruktur des gesamten Landes zu verbessern. (Stadionwelt, 22.03.2017)

 

Die Liste zeigt alle geplanten Stadioninvestitionen der ungarischen Regierung:

Stadion/ Stadt

Betrag in Mio. Euro

Nemzeti Sportközpont / Budapest

143,47

Rohonci úti Stadion / Szombathely

16,12

Sóstói Stadion / Székesfehérvár

14,58

Diósgyóri Stadion / Miszkolc

8,9

Dunaferr Arena / Dunajvaros

8,4

Bozsik Stadion / Budapest

6,8

Stadion Várkerti / Kisvarda

2,5

ZTE Arena / Zalaegerszeg

4,43

Stadion Kórház utcai / Békéscsaba

1,83

Rákóczi Stadion / Káposvar

1,62

Városi Stadion / Nyíregyháza

1,62

Illoszky József Stadion / Budapest

1,62

PMFC Stadion / Pécs

1,62

ETO Park / Gyór

0,77

Szusza Ferenc Stadion / Budapest

0,77

Széktói Stadion / Kecskemét

0,77

Fehérvári úti stadion / Paks

0,77

Perutz Stadion / Pápa

0,77

Városi stadion / Mezőkövesd

0,58

Káposztás utcai Stadion / Sopron

0,48

 

184 (2017-03-24) News

Erdogan bestätigt

EM-Bewerbung

Deutschland und Türkei

sind Konkurrenten

 

Wie der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nun bestätigte, wird sich die Türkei für die Ausrichtung der EM 2024 bewerben. Dafür soll unter anderem ein neues Stadion in Ankara gebaut werden.

 

Dies versicherte der türkische Staatspräsident am gestrigen Montag auf einem Treffen mit Fußballern und Sportfunktionären. Das neue Stadion in der türkischen Hauptstadt solle rund 40.000 Zuschauer fassen. Außerdem heizte er die Spekulationen über eine erneute Olympiabewerbung der Türkei an. Konkrete Pläne nannte er jedoch nicht.

 

Die Türkei hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach für die Ausrichtung der beiden Sportgroßereignisse beworben, hatte den Zuschlag allerdings bislang nie erhalten. Bei der Ausrichtung für die Fußball Europameisterschaft 2016 scheiterte man mit nur einer Stimme weniger gegen Frankreich, bei der Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2020 zog man gegen Tokio den Kürzeren.

 

Auch Deutschland wird sich für die Ausrichtung der EM 2024 bewerben. Beide Länder werden die einzigen Bewerber sein, da nur Deutschland und die Türkei eine entsprechende Interessenserklärung eingereicht haben. Bis zum 27. April haben beide Bewerber Zeit, ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen bei der UEFA einzureichen. Die Entscheidung fällt aber erst nach der WM im September 2018.

 

 

183 (2017-03-19) Ralf Sudrigian aus Brașov/ADZ

Zu viel, zu groß,

zu teuer

Statuen-Inflation

in Mazedoniens

Hauptstadt Skopje

Im Vorjahr berichteten die Medien über die „bunte Revolution“ in Skopje. Sie bestand in dem Werfen von Farbbeuteln vor dem Eingang und an die Wände staatlicher Behörden, so dass Farbkleckse zurückblieben. Von Paintball-Geschossen betroffen waren auch die vielen neu entstandenen monumentalen Statuen im Zentrum der mazedonischen Hauptstadt.

Die Bürgerbewegung protestierte unter anderem gegen die Verschwendung öffentlicher Gelder mit dem umstrittenen städtebaulichen Projekt „Skopje 2014“. Dieses sollte bis zuletzt 200 Millionen Euro verschlucken, die in der ex-jugoslawischen Republik dringend für andere Investitionen wie jene in das staatliche Gesundheitssystem oder in den Unterricht notwendig wären.

Tatsache ist, dass heute eine Vielzahl von Statuen und Statuengruppen an öffentlichen Plätzen, Straßenkreuzungen, Parks und Alleen anzutreffen sind. Eine sogar, eine Badende die sich für einen Kopfsprung ins Wasser vorbereitet, kann man sogar von der alten Steinbogenbrücke im Fluss Vardar der durch Skopje fließt, erkennen. In der Nähe ist ein für den kleinen Fluss viel zu großes hölzernes Segelschiff zu erkennen – es ist da nicht gestrandet, sondern war von Anbeginn als Restaurant für Touristen gedacht.

 

Mit den Statuen, mit imposanten Neubauten als Sitz verschiedener staatlicher Institutionen, mit einem Triumphbogen „Makedonija“ wollte die Regierung vor allem „identitätsstiftend“ wirken und dabei auch touristische Sehenswürdigkeiten vorzeigen. Über den künstlerischen Wert der Denkmäler kann man streiten. Vielen erscheinen sie als „historischer Kitsch“ oder als „mazedonisches Disneyland“. Die Heldengalerie wird von Alexander dem Großen dominiert. Allein seine 28 Meter große Statue soll an die zehn Millionen Euro gekostet haben. Aber bereits der Name „Mazedonien“ des neuen Staates bereitete Ärger. Griechenland will ihn nicht anerkennen, weil unter dieser Bezeichnung der Norden von Festland-Griechenland bekannt ist. So wurde international als Kompromiss durchgesetzt, dass der 1991 gegründete neue Staat unter dem Namen Former Yugoslav Republic of Macedonia (FYROM) - Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien - bezeichnet wird.

 

Wenn Touristen die rund 500.000 Einwohner zählende Hauptstadt dieses Balkanlandes besuchen, bekommen sie die Gelegenheit, direkt zu sehen, wie Politik, Geschichte und Kunst zusammenspielen. Manche werden sich wundern; für einige wird dieses wohl als für staatliche Propaganda missbrauchte Kunst gelten; andere sehen diese Statuenwelt als Kuriosität und interessantes Fotomotiv an; anderen imponiert diese Denkmalvielfalt mit ihren Dimensionen. Neugierig darauf wird man allemal.

 

Dabei hat Skopje auch vieles andere zu bieten. Bereits von weitem erkennt man das 66 Meter hohe kreuzförmige Stahlgerüst auf Skopjes Hausberg Vodno. 
Dieses 2000 errichtete Milleniumskreuz (oben) gilt als eines der weltweit größten Gipfelkreuze. Skopje und Mazedonien werden aber nicht nur von orthodoxen Christen bewohnt. Da gibt es, als Folge der jahrhundertelangen osmanischen Herrschaft, auch Muslime, so dass die ethnischen Mazedonier (64 Prozent der etwas über 2 Millionen Einwohner) sowohl Christen als auch Muslime sind. Hinzu kommen noch Albaner, Türken, Roma, Serben und Mazedorumänen (Aromunen) sowie Meglenorumänen. Interessant ist zu vermerken, dass (als wohl weltweite Premiere) in diesem ethnisch gemischten Land auch Romani und Aromunisch (Walachisch) als Amtssprachen anerkannt werden.
Man kann für oder gegen den künstlerischen Wert der Statuen in Skopje sein – eine Attraktion sind sie dennoch.

Images: BJM

 

182 (2017-03-18) Ştefana Ciortea-Neamţiu aus Timisoara/ADZ  

Ein Blockbuster wurde Wirklichkeit

Ein Tag im Dino-Park

in Râşnov 

 

Es könnte durchaus der Drehplatz von Steven Spielbergs „Jurassic Park“ sein. Ein Blockbuster der 1990er Jahre wurde auf dem Hügel mit der Bauernburg in Rosenau/Râşnov Wirklichkeit.

 

Seit 1993 geistern die Riesen der Kreidezeit und dem Jura durch die Filmindustrie, beleben Bücher und Spielzeugregale. Aus Plastik, Gummi oder Plüsch, kindgerecht mit Murmelaugen oder – ebenfalls kindgerecht – mit scharfen Zähnen (für die Kinder eben, die keine Angst vor Monstern, Dinos oder dem legendären „Bau Bau“ haben, sondern diese liebevoll adoptieren). Spielberg hatte wohl nicht den Aufruf im Sinne gehabt „Adoptiere einen Dino!“, aber Kinder aus aller Welt haben diesen verspürt. Und dann: „Jurassic World“. Mehr als zwanzig Jahre später, mit den Effekten, die die Computer eben zwanzig Jahre später erzeugen können. Und fast gleichzeitig mit dem Film-Release die Eröffnung des Parks. Natürlich kommt man da ins Träumen: Was wäre, wenn…

Jemand hat den Traum verwirklicht. Und ungefährlich ist es auch für den Besucher, denn es handelt sich bei den Dinos nicht um im Labor wiederbelebte Tiere, sondern um lebensechte Riesenechsen aus Glasfasern, die die Kinder ins Träumen bringen. Und es wimmelt von Kindern, die einwandfrei die Namen aussprechen, bei denen sich Erwachsene die Zunge brechen: Ankylosaurus, Baryonyx oder Zuniceratops – die Liste reicht von A bis Z.


Auf dem Hügel, im Wald


Oben am Hügel steht die Bauernburg, das Wahrzeichen von Rosenau, 1215 errichtet, somit 800 Jahre früher. Man kann den Weg zu Fuß laufen oder einen Bummelbus nehmen, der auf dem Parkplatz wartet, lärmt und dicke Rauchschwaden hinterlässt, aber auch Spaß macht. Irgendwo auf dem Weg: eine Kreuzung. Wenn man seinen Blick nach rechts wendet, dann steht man direkt unter einem langhalsigen, eindrucksvollen, aber lieben Brachiosaurus - schließlich handelt es sich um einen Pflanzenfresser - hinter einem hohen Tor: Willkommen in der Jura-Welt. Kinder und Eltern. Vor allem Kinder, die in mehreren Sprachen der Welt hier brabbeln, quasseln, kreischen: Aus Deutschland, Ungarn, Israel und Großbritannien kommen sie. Und selbstverständlich ganz viele aus Rumänien. Der Dino-Park in Rosenau hat erst seit zwei Jahren geöffnet, ist aber weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Nicht so wie Disneyland, doch um die Touristenzahlen muss man sich hier wahrlich nicht sorgen, in der Region hat vielleicht noch die Törzburg einen solchen Andrang gefunden. Der Dino-Park ist der einzige Dinosaurier-Themen-Park Rumäniens und mit einer Fläche von 1,5 Hektar der größte Südosteuropas. 47 Riesenexponate stehen den Besuchern zur Verfügung. Für Fotos mit den beliebtesten unter den Großen des Juras muss man mitunter Schlange stehen.

Der Preis mag für rumänische Verhältnisse vielleicht nicht besonders attraktiv sein, wie manche auf Mütterseiten oder Facebook gepostet haben, vergleicht man aber diesen mit den Eintrittspreisen in die großen Themen- und Abenteuerparks Europas, wird die Entscheidung leichter fallen. Für den Eintritt hier kann man sich die Dinos in aller Ruhe den ganzen Tag lang anschauen und sich dann etwa mit fliegenden Pteranodonten, mit zackigen, aber gutmütigen Stegosauriern oder aber mit dem absoluten Terror der Kreidezeit, dem Tyrannosaurus Rex, fotografieren lassen, der dabei die Zähne bleckt und armdicke Krallen zur Schau stellt, vor denen die Kinder aber keinen Halt machen. Neben den riesigen, messerscharfen Klauen lassen sich die kleinen Paläontologen in spe am liebsten knipsen. Die Extras, für die man zahlt, geben dem Spaß noch einen Kick dazu: etwa das Erlebnis eines 9D-Kinos oder einer Seilrutsche oder maßgeschneiderte Menüs mit Dino-Burgern. Frei ist hingegen der Eintritt in eine kleine, aber feine Ausstellung, in der Steine und Fossilien, sogar die eines Mastodons, präsentiert werden. Viele der Exponate stammen aus Siebenbürgen und sorgen dafür, die Region noch mehr hervorzuheben.

Eine Tour und noch mehr Abenteuer


Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet und passt Extra-Events der jeweiligen Jahreszeit an. Auch Konzerte werden dort angeboten und der 1. Juni ist natürlich als internationaler Kindertag rot im Kalender eingetragen. Hochsaison feiert der Dino-Park natürlich im Sommer, wenn Ferienzeit und Sonne die idealen Argumente sind, die Freizeit mit der Familie oder mit der Schulklasse dort zu verbringen. Seit der Eröffnung des Parks wurde ständig etwas verbessert und erweitert, so dass die kleinen und großen Besucher noch mehr Freude daran finden. So kann man seit vergangenem Sommer auf großen Touchscreens Paläontologe spielen und Dinosaurier „ausgraben“, indem man über die Oberfläche wischt. Und die junge Generation von Smartphone- und Tablet-Nutzern findet das nun mal „Unterhaltung pur“.


Im Themenpark kann man seine Dino-Kenntnisse überprüfen und nach einem Quiz eine Urkunde als Dino-Experte bekommen. So etwas ist ein schönes Mitbringsel aus der Ferienzeit und - vor Schulfreunden vorgelegt - immer etwas Besonderes. Als Erinnerung kann man sich im Laden beim Ausgang noch etwas kaufen: Ob Dinos aus Plastik oder Plüsch, ob winzig aus einem Ei schlüpfend, das man über Nacht in einem Wasserglas stehen lässt, oder groß und kuschelig, ob Bücher oder einen Hut, der das A und O des Outfits eines Paläontologen darstellt, Erinnerungsbecher, Anstecknadeln und und und – jeder findet etwas nach seinem Geschmack. Ein Besuch in Rosenau wird nun vielfältiger, denn die Stadt winkt nicht nur mit den klassischen Sehenswürdigkeiten, etwa der Bauernburg, oder dem Reiseziel neueren Datums, der Rosenauer Höhle, in der die Besucher zum Beispiel erleben können, was Finsternis bedeutet (während der Tour werden für eine Minute die Lichter ausgeschaltet). Vor allem Kinder kommen jetzt auf ihre Kosten und sind von der neuen Destination angetan, die sie und ihre Eltern auf eine Zeitreise zurück vor 150 Millionen Jahren schickt. Originaltext hier.

 

181 (2017-03-08) Bernd Jürgen Morchutt  

Bukarest:

Erdbebenhauptstadt Europas

40 Jahre nach

der verheerenden

Katastrophe von 1977

 

 

Immer dann, wenn in den Medien von schweren Erdbeben – wie zuletzt in Italien - berichtet wird, die Menschenleben forderten und hohe Sachschäden verursachten, wird die Frage gestellt, ob die Zahl der schweren Beben im Vergleich zur Vergangenheit zugenommen hat. Höchstens in der öffentlichen Wahrnehmung. Die Zahlen verdeutlichen, dass sich Erdbeben ständig ereignen.

 

Durchschnittliche jährliche Erdbebenhäufigkeit in Abhängigkeit von der Magnitude basierend auf den Daten der Jahre 1990-2015 des United States Geological Survey (USGS)Quelle: BGR

 

Starke Beben mit einer Magnitude 6 und höher finden im Mittel etwa dreimal pro Woche statt. Solange sich die Epizentren dieser starken Beben beispielsweise in Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte bzw. guter Bausubstanz befinden, oder aber der Erdbebenherd in größerer Tiefe liegt, treten kaum schwerwiegende Folgen auf. Diese Beben werden von der Berichterstattung meist unterschlagen.

Umso dringender stellt sich die Frage, ob die gefährdeten Regionen oder Städte, die bereits Opfer dieser ungezügelten Naturkräfte waren, aus den bekannten Versäumnissen der Vergangenheit gelernt und inzwischen ihre Hausaufgaben erledigt haben. 

 

Anzahl der seit 1964 jährlich beobachteten Erdbeben der Magnitude 5.0 und höher, basierend auf den Daten des Unites States Geological Survey (USGS)Quelle: BGR 

 

Wie sieht es in diesem Zusammenhang mit der rumänischen Hauptstadt aus, die vor genau vierzig Jahren ein unsagbares Leid ertragen musste?

Bukarest kann auch heute einer solchen Katastrophe nicht widerstehen


Die rumänischen Behörden trafen in den vergangenen 27 Jahren einige Maßnahmen, um auf ein abermaliges Erdbeben dieser Stärke besser vorbereitet zu sein. Damals, am 4. März 1977, kamen mehr als 1.400 Menschen in Bukarest ums Leben. Die rumänische Hauptstadt kann immer wieder von solchen Naturkräften heimgesucht werden. Wenn ein ähnliches Beben Bukarest heute treffen würde, bestünde die Altstadt nur noch aus Ruinen, wie Spezialisten einschätzten. Eine im November 2016 vom Innenministerium in Auftrag gegebene Katastrophensimulation bestätigte dieses Szenario. Erdstöße der Stärke 7,6 auf der nach oben hin offenen Richter-Skala würden allein in Bukarest über 1.500 Menschen das Leben kosten und 4.100 Einwohner verletzen. Die zu erwartenden Schäden lägen bei mindestens 1,8 Mrd. EUR.

 

Es wird schon nichts passieren

 

Es gibt zur Zeit in der rumänischen Hauptstadt 772 Gebäude mit einem seismologischen Risiko und nur 79 davon wurden in den vergangenen 27 Jahren erdbebensicherer gestaltet. Das besagen zumindest die offiziellen Verlautbarungen aus dem Rathaus. 347 Häuser – wie auf der Website der Stadtadministration aufgeführt - unterliegen einer hohen seismischen Gefährdung, d.h., diese könnten starken Erdstößen nicht standhalten und würden zerbersten. Solche Gebäude sind rot markiert. 174 aus dieser Auflistung stellen sogar eine öffentliche Gefahr dar. Es bestehen nur äußerst geringe Chancen, dass diese Objekte einem Erdbeben der damaligen Stärke standhalten könnten.

Darunter sind auch 330 Gebäude der zweiten Risikokategorie, die zwar aufrecht blieben, aber wesentliche strukturelle Schäden von sich tragen würden. 95 Häuser hätten zudem einen deutlichen Substanzverlust

zu erwarten.

Die meisten der betroffenen Gebäude befinden sich in der City. Dazu gehören die Altstadt und die Straßen der Umgebung, der Cismigiu Park und der Magheru Boulevard – alles Bestand aus den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Einige davon sogar vom Ende des 19. Jahrhunderts.

„ Man kann im historischen Viertel die Gebäude an den Fingern abzählen, die ein derart starkes Erdbeben unbeschadet überstehen würden“, sagte Stefan Dumitrescu, der Chef-Architekt des dritten Bezirkes von Bukarest.

Darüber hinaus gibt es rund 1.500 Gebäude, die überhaupt noch nicht in den Risikokategorien erfasst wurden. Niemand weiß bisher, wie sicher diese Objekte sind.

2016 bewilligte die Regierung rund 25 Mio. RON (5,5 Mio. EUR) für die Konsolidierung seismologisch riskanter Gebäude. Fünfmal mehr als 2015. Trotzdem wurde kein Gebäude gesichert. Erst Ende 2016 waren die Bezirksverwaltungen in der Lage, die Eigentümer

und Bewohner von in solchen Gebäuden befindlichen Wohnungen

zu evakuieren.

2015 forderten die Behörden die Betreiber von Cafès, Restaurants Bankfilialen, Geschäften, Kinos und Theatern, deren Business in unsicherer Bausubstanz untergebracht ist, auf, ihre Lokalitäten zu schließen.

Stadt und Land verkennen nach wie vor die Gefahren der geologischen Lage

 

Denn auch am späten Mittwochabend des 27. Oktober 2004 erschütterte ein schweres Erdbeben Teile Südosteuropas. Die Erdstöße erreichten nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes die Stärke 6,0 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum lag etwa 65 Kilometer nordwestlich von Buzau und damit etwa 145 Kilometer nordöstlich der rumänischen Hauptstadt. Da sich der Erdbebenherd aber rund 100 Kilometer unter der Erdoberfläche befand, traten nur geringe Schäden auf. Glück gehabt!

 

Selbst wenn alle Gebäude in ferner Zukunft auf Erdbebentauglichkeit geprüft und die Konsolidierungsmaßnahmen abgeschlossen sein sollten, vermitteln die rumänischen Erfahrungen keine Sicherheit für die Bevölkerung. Noch heute haben allein in Bukarest Hunderte Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder Musikclubs keinen Brandschutznachweis. Tausende Menschen gehen dort täglich ein und aus.

 

Massensterben aus Fahrlässigkeit, Korruption übertüncht Sicherheitsmängel

 

Der Brand am 30. Oktober 2015 im Bukarester Musikclub "Colectiv" gilt

als beispiellose Tragödie in Rumänien. Bei der Katastrophe im Nachtclub

in der Strada Tăbăcarilor 7 wurden durch ein Feuer und eine Massenpanik

64 Menschen getötet und 147 teilweise schwer verletzt.

Auch eine Freundin meiner Frau verlor in dieser Nacht ihre Tochter.

 

Der Premier musste zurücktreten - und die Aufarbeitung lässt auf sich warten. Erst zehn Tage zuvor hatte die Polizei das Lokal kontrolliert und einen Mangel an qualifiziertem Personal beanstandet und dafür eine Geldbuße verhängt.

 

Als Fazit bleibt: Die Bevölkerung muss leiden, wenn Politik und staatliche Verwaltung ihrer Verantwortung nicht gerecht werden.

Ich drücke allen Bukarestern, vor allem unseren Verwandten und vielen Freunden die Daumen, dass sie auch in den nächsten Jahrzehnten von solch ungebändigten, leider nie auszuschließenden Naturgewalten verschont bleiben.

 

Wer an Gott glaubt, sollte es tun. Politik und Wirtschaft versinken derweil in Korruption, Machtgier und Profitsucht.

BJM

 

180 (2017-03-07) Bernd Jürgen Morchutt  

Serben sind traurig

Jugoslawien wird vermisst

 

Fast drei Viertel der Serben – 71 Prozent – trauern laut einer Umfrage dem früheren Jugoslawien nach. Mit großer Mehrheit – 68 Prozent – bedauern auch die Menschen in Bosnien-Herzegowinas den Zerfall des früheren Staatenbundes auf dem Balkan. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Ipsos hervor, das 10.500 Bürger in der Region befragt hat. In den übrigen Nachfolgestaaten Jugoslawiens ist die Zahl der Nostalgiker geringer. In Mazedonien bedauern immerhin noch 45 Prozent der Befragten den Zerfall des gemeinsamen Staates in den 1990er Jahren, in Montenegro sind es nur 28,1 Prozent, in Kroatien 18 Prozent. Am niedrigsten ist der Anteil derjenigen, die dem einstigen Jugoslawien nachtrauern, im Kosovo. In dem Staat, dessen Unabhängigkeit von Serbien nach wie vor nicht anerkannt wird, trauern nur 5,4 Prozent dem ehemaligen Jugoslawien nach, berichtete das Internetportal "Klix.ba" am Montag. Kein Wunder, denn die Moslems hatten über Jahrzehnte die Vertreibung der Ungläubigen als Ziel ausgerufen.

 

Für Slowenien wurden keine Daten angegeben. Aber die Erfahrungen und Eindrücke bestätigen, dass die Slowenen wohl am besten die Trennung von ihren ehemaligen Landsleuten verkraftet haben. Sie sind die wirtschaftlichen Sieger unter den heute sieben Nachfolgestaaten. Ein bisschen Nostalgie schwingt aber bei vielen von ihnen mit. Ein Besuch in Belgrad verbindet sich für ältere Slowenen mit eindrucksvollen Erinnerungen und interessanten Jugenderlebnissen.

 

179 (2017-03-04) Johann Steiner aus Bonn  

Zwei Brüder aus dem Banat eilen von Erfolg zu Erfolg

Herbert und Helfried Müller schreiben

in Deutschland Handball-Geschichte

 

 

Solch eine Erfolgsserie hat wohl noch kein Trainer-Gespann im bundesdeutschen Frauenhandball hingelegt: In zwölf Jahren haben die Brüder Herbert und Helfried Müller aus Warjasch/Variaş Meistertitel und Pokale wie Perlen an einer Schnur gesammelt und sind zu den erfolgreichsten Coaches im Frauenhandball avanciert. Von den Trainern, die aus dem Banat und Siebenbürgen stammen, ganz zu schweigen. Eine ähnliche Bilanz hatte bis dahin lediglich der aus Siebenbürgen stammende und inzwischen verstorbene Reinhard Gottschling, der 1982 und 1984 mit der Frauenmannschaft von Bayer Leverkusen jeweils deutscher Meister und gleichzeitig auch Pokalsieger geworden ist.

Die Müller-Brüder haben mit vereinten Kräften bisher neun deutsche Meistertitel gesammelt: drei mit dem 1. FC Nürnberg (2005, 2007 und 2008) und sechs in Folge (von 2010 bis 2016) mit dem Thüringer HC. Hinzu kommen noch vier DHB-Pokal-Siege, je zwei mit Nürnberg und Erfurt. Außerdem sind die Müller-Brüder Challenge-Cup- (2004) und zweifache Super-Cup-Sieger (2015 und 2016) geworden.


Die Erfolge teilen sich die in Temeswar/Timişoara geborenen und in Warjasch Aufgewachsenen brüderlich. Dabei spielen sie stets denselben Part: Herbert (Jahrgang 1962) ist Cheftrainer, Bruder Helfried (Jahrgang 1966) sein Assistent. Doch ihr Engagement beschränkt sich nicht allein auf die Handball-Bundesliga: Herbert ist seit 2004 Bundestrainer der österreichischen Frauen-Nationalmannschaft, Bruder Helfried betreut das österreichische Junioren-Nationalteam. Die Doppelaufgaben können sich die beiden nur erlauben, weil sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen. Aber auch, weil sie den Handball lieben und sich dafür voll einsetzen: „Mein Bruder ist der Techniker, ich der Fanatiker“, sagt Herbert Müller. Im Sommer will Herbert Müller mit der österreichischen Mannschaft das schier Unmögliche schaffen: einen Sieg gegen die haushoch bessere rumänische Nationalmannschaft in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2017 in Deutschland. Bruder Helfried hat mit den österreichischen Juniorinnen schon eine erste WM-Medaille gewonnen und damit einen großen Erfolg verbucht.


Als Vereinstrainer ist den Müller-Brüdern die Erfolgsserie selten gerissen. Ein Beispiel: Als die Handballabteilung des 1. FC Nürnberg 2008 Insolvenz anmeldet, gibt der Mathematiker Herbert die Stelle als Hochschuldozent am Institut für Informatik in Nürnberg auf und folgt zusammen mit Bruder Helfried einem Ruf aus dem siebenbürgischen Kronstadt. Doch die Verantwortlichen des CS Urban Kornstadt können nicht halten, was sie versprechen: Aus dem Vorhaben, eine Spitzenmannschaft aufzubauen, wird mangels Geldes nichts. Die beiden Trainer erhalten lediglich ein Monatsgehalt, halten aber bis Ende 2009 durch, stellen eine sehr gute Mannschaft zusammen und erreichen sogar das Halbfinale im EHF-Pokal, das sie knapp verlieren, weil ein Teil der Spielerinnen nach Ausbleiben des Gehaltes schon aufgegeben hatte.


Damals schlägt Herbert Müller Angebote aus dem Ausland aus, darunter auch eines aus Metz, er will in die Nähe von Nürnberg zurück, wo seine beiden Töchter leben. So kommt er 2010 nach Erfurt zum HC Thüringen.

 

In der laufenden Meisterschaft mischt der Thüringer HC zwar in der Spitzengruppe der Bundesliga mit, doch Herbert Müller und sein Bruder müssen nach den sechs Meisterfeiern in Folge Abstriche machen. Die HC-Sponsoren sind in erster Linie Landwirtschaftsbetriebe, denen es in letzter Zeit wegen des Preisverfalls der Agrarprodukte schlecht geht und die deshalb nicht mehr so viel Geld wie vorher für den Sport übrig haben. „Seit zwei Jahren können wir uns keine absoluten Spitzenspielerinnen leisten, wir spielen jetzt das Gallier-Dorf, das die Römer ärgert. In unserem Etat stehen jetzt 200.000 Euro weniger als in den Vorjahren.“


Der HC-Cheftrainer sieht in Bietigheim den neuen deutschen Meister im Frauenhandball. Doch an Aufgeben denkt er noch lange nicht. Er will mit der Mannschaft alles geben und seinen bis 2018 laufenden Vertrag erfüllen. Und deshalb hat er erneut attraktive Angebote aus dem Ausland abgelehnt. An einen Wechsel zu einer Herrenmannschaft denkt Herbert Müller auch nicht.


Mit dem Handball ist Herbert Müller als Siebtklässler in Warjasch in Kontakt gekommen. Als Gymnasiast spielt Herbert für das Temeswarer Sportgymnasium Handball. Von 1976 bis zur Umsiedlung nach Deutschland 1980 gehört er zur Jugendmannschaft von Poli Temeswar.


In Deutschland wird er für den FC Augsburg in der Regionalliga Handball spielen. 1985 übernimmt er als Trainer die Turn- und Sportgemeinschaft Augsburg. Elf Jahre lang wird er zusammen mit seinem Bruder die Deutsche Jugendkraft (DJK) Augsburg-Hochzoll trainieren und mit ihr den sportlichen Aufstieg in die Bundesliga schaffen. 1999 wechselt er zum 1. FC Nürnberg, mit dessen Damen-Mannschaft marschiert er aus der Landes-, über die Bayern-, die Regional- und die zweite Bundesliga in die erste Bundesliga. Der Einzug ins Handball-Oberhaus im Frühsommer 2002 nach 88 Pflichtspielen ohne Niederlage und zwei weiteren in der Bundesliga hat Herbert Müllers Mannschaft den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde gebracht.


Aus: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien

Bildrechte THC:  BRENNPUNKT-ORANGE.DE

 

178 (2017-03-02) Pressemitteilung des DFDB  

Fake News der rumänischen Medien

Vor allem Brücke zu Europa

 

Das Demokratische Forum der Deutschen im Banat (DFDB) hat mit Besorgnis das Erscheinen von falschen Informationen im öffentlichen Raum wahrgenommen, die zur Verunglimpfung der Mitglieder der deutschen Minderheit, rumänische Staatsbürger deutscher Ethnie, führen. Wie aus seiner Satzung hervorgeht, ist das Deutsche Forum keine politische Partei, sondern eine Organisation der rumänischen Staatsbürger deutscher Ethnie, die sich vornimmt, die Sitten und Bräuche, die deutsche Kultur und Sprache zu wahren, in einem Raum, in welchem diese Minderheit seit über 250 Jahren in guten Beziehungen zur Mehrheitsbevölkerung und zu den anderen Minderheiten lebt.

 

 

Die Politik unseres Forums war schon seit der Gründung der Organisation, vor 27 Jahren, darauf bedacht, eine Brücke zwischen unserem Land, Rumänien, und ganz Europa herzustellen, und die Tatsache, dass es in unserer Region zahlreiche Firmen gibt, in denen Tausende Banater ihre Tätigkeit ausüben, ist auch das Ergebnis der Leistung unserer Mitglieder.

Das DFDB grenzt sich kategorisch von der dunkelsten Geschichte Deutschlands, dem Nationalsozialismus, ab und lehnt vehement die Aussagen ab, laut denen uns 80.000 Immobilien in ganz Rumänien rückerstattet wurden (dieser Aspekt wurde auch von der Nationalen Behörde zur Rückerstattung der Immobilien bestätigt). Aktuell besitzt das DFDR im Banat keine einzige rückerstattete Immobilie. Das DFDB ist der Ansicht, dass die Anstiftung zu Hass und die Verleumdung, die einige Medien fördern, niemandem zu Gute kommen und alles, was seit der Revolution in unserer gemeinsamen Heimat errungen wurde, überschatten.


 

Dr. Johann Fernbach

Vorsitzender des DFDB

 

177 (2017-02-23) Carsten Baumgardt

Berlinale 2017:

„Ana, Mon Amour“

Silberner Bär für rumänischen Film

Seit nunmehr mehr als zehn Jahren sorgen Werke aus Rumänien auf den bedeutenden Filmfestivals mit schöner Regelmäßigkeit für Aufsehen: Regisseure wie Cristian Mungiu (Goldene Palme für „4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage“, „Graduation“), Cristi Puiu („Sieranevada“, „Der Tod des Herrn Lazarescu“), Corneliu Porumboi („Der Schatz“) oder Călin Peter Netzer (Goldener Bär für „Mutter und Sohn“) stehen für ein kühles, realistisches, oft fast schon naturalistisches, anspruchsvolles, aber auch ungemein lebensnahes Kino. 2017 kehrte Netzer mit seinem brutal intensiven und doppelbödigen Melodram „Ana, Mon Amour“ in den Wettbewerb der Berlinale zurück und gewann den Silbernen Bär.

Sein Film ist harter Tobak, radikal und konsequent: ein Kinoerlebnis, das einen bis zur letzten Minute gefangen nimmt – und dann völlig überraschend umhaut.

 

Toma (Mircea Postelnicu) und Ana (Diana Cavallioti) lernen sich an der Uni in der Literaturklasse kennen und werden ein Paar. Aber selbst in der Phase des Frisch-Verliebtseins haben es die beiden nicht leicht, glücklich zu sein, denn ihre konservativen Elternhäuser akzeptieren ihre Verbindung nicht. Der Streitpunkt ist Anas psychische Erkrankung, sie leidet unter schweren Panikattacken, die sie mit Medikamenten in den Griff zu bekommen versucht. Je länger ihre Beziehung dauert, desto stärker empfindet der lebensfrohe Toma Anas Zustand als Last und hat immer schwerer damit zu kämpfen, das Leben des Paares im Gleichgewicht zu halten.

 

In einem der im hinteren Teil der Zeitachse angesiedelten Erzählstränge berichtet Toma bei seinem Psychiater (Viorel Comanici) von seinen Erlebnissen mit Ana, von seiner Liebe zu ihr und vom gemeinsamen Leben. Er wird hier gleichsam zum Erzähler und der Zuschauer nimmt seine Perspektive ein – wodurch Netzer zugleich auch die nie ganz zu überwindende Einsamkeit in der Zweisamkeit unterstreicht. Und wenn der Film praktisch schon vorbei ist, hat der Regisseur noch einen Twist in petto, der dem Betrachter den Boden unter den Füßen wegzieht. Egal, ob man diese Wendung als genial oder unnötig bewertet, konsequent ist sie allemal und an ihr wird jeder Zuschauer zu knabbern haben!

Fazit: Călin Peter Netzer setzt die Reihe herausragender rumänischer Autorenfilme aus den vergangenen Jahren mit seinem brillanten Melodram „Ana, Mon Amour“ eindrucksvoll fort. Diese schmerzhafte Dekonstruktion einer einstmals glorreichen Beziehung ist so etwas wie die südosteuropäis Variante von Derek Cianfrances „Blue Valentine“: optisch weniger elegant vielleicht, aber umso intensiver.

Gekürzt aus: FILMSTARTS.de

 

176 (2017-02-22) Ralf Sudrigian aus Bukarest/ADZ

Da hilft kein

Dribbeln mehr

FC Braşov ist in

Schulden versunken

 

Dem Kronstädter Fußball geht es gar nicht gut. Der bekannteste Verein FC Braşov/FC Kronstadt (der lange Zeit „Steagul Roşu“ hieß) steht vor der Auflösung. Noch gibt es eine Gnadenfrist bis zum 3. Mai. Dann könnte gerichtlich die Pleite-Erklärung erfolgen, was die Gläubiger seit längerer Zeit beantragen, um so zumindest einen Teil der Schulden rückerstattet zu bekommen. 

Der Verein funktioniert nun auf Sparflamme. Für ein Trainingslager in der Winterpause musste die nahe Schulerau herhalten. Partner der Vorbereitungsspiele sind Mannschaften aus dem Kreis Braşov der unteren Ligen. Zum Glück gibt es noch etwas Geld vom Belgien-Transfer des ehemaligen Kronstädter Spielers Alexandru Chipciu. Das reicht gerade mal, einen Teil der sowieso bescheidenen Spielergehälter zu begleichen. Die Insolvenzerklärung war nur eine Verschnaufpause um die Schuldentilgung in Millionenhöhe (an den Staat, an ehemalige Spieler und Trainer, an eine Security-Firma usw.) vorerst zu verschieben. Selbst wenn in einigen der Prozesse um die Schulden des FC Braşov ein dem Verein günstiges Urteil gefällt wird, so bleibt dennoch ein Loch von mindestens 2,7 Millionen Euro zu stopfen. Einen Plan zur finanziellen Genesung gibt es nicht, weil keine Investoren da sind. Und die Zeit wird knapp, um solch einen Plan vorzuweisen, der realistisch genug klingt, um der Pleite-Erklärung nochmals zu entgehen.

 

Sportlich schlägt sich die Mannschaft recht tapfer. Die Kronstädter sind zur Zeit auf Platz drei in der Zweiten Liga – ein Platz, der zumindest einen Stichkampf um den Aufstieg in Aussicht stellt. Ein Aufstieg wäre der sprichwörtliche Strohhalm, an dem sich der FC Braşov festklammert, um nicht ganz unterzugehen. Das Zauberwort heißt Prämien für Fernsehübertragungen. Dann wäre Werbung attraktiver und Investoren näher.

Die Alternative wäre, einen Neuanfang zu starten. Von unten auf, gesund zu wachsen und vor allem die eher stillen Anhänger des alten „Steagul Roşu“ für sich zu gewinnen, selbst wenn Vereinslogo, -farben und -trophäen nicht mehr da sind. Von der Stadtverwaltung ist dabei nicht viel zu erwarten. Ein neues Stadion wird es nicht geben; FC Braşov vielleicht auch nicht mehr. ADZ

 

175 (2017-02-21) News

NATO baut Militärpräsenz im Schwarzen Meer aus

Verstärkte deutsch-rumänische Militärkooperation

 

Die Verteidigungsminister der NATO-Staaten haben sich darauf geeinigt, nach der Verstärkung der NATO-Präsenz in den drei baltischen Staaten und Polen nun auch die südöstliche Flanke des Bündnisses besser zu sichern. Wie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag in Brüssel nach dem Treffen bekanntgab, hat das Verteidigungsbündnis eine Verstärkung seiner Präsenz im Schwarzen Meer, konkret in Rumänien, beschlossen.

 

Nach Angaben von Stoltenberg sollen künftig mehr Manöver im Schwarzen Meer stattfinden: „Wir haben uns auf die Ausbreitung der seemilitärischen Präsenz der NATO im Schwarzen Meer mit dem Ziel der Erweiterung der Berufsausbildung, der Erhöhung der Informiertheit über die Situation und der besseren Koordinierung der Kräfte im Meer geeinigt“, diese verstärkte Präsenz sei „angemessen, defensiv und in keiner Weise einen Konflikt provozierend oder Spannungen eskalierend“, sagte der NATO-Generalsekretär. Als Grundlage dafür soll die in Rumänien aufgestellte multinationale Brigade dienen; insgesamt wollen sich acht NATO-Länder an dem Projekt beteiligen.

 

Fast zeitgleich gab zudem die deutsche Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen bekannt, am Rande des Treffens mit Rumänien und Tschechien eine verstärkte Anlehnung einzelner Truppenteile der beiden Länder an deutsche Heeresdivisionen vereinbart zu haben. ADZ

 

174 (2017-02-17) Bernd Jürgen Morchutt

Neun Jahre Schein-Unabhängigkeit

Gegenwart und Zukunft sehen düster aus

 

Heute, am 17. Februar feiert der Kosovo den neunten Jahrestag seiner einseitig erklärten Unabhängigkeit von Serbien. Ich war zufällig zu den Feierlichkeiten zum ersten Jahrestag in der Hauptstadt Prishtina. Da herrschte Aufbruchstimmung und Euphorie im Lande. In diesen Tagen, acht Jahre später ist von dem Optimismus und der Zuversicht wenig übrig geblieben. Im Gegenteil, Kosovo ist das Hauptauswanderungsland in Europa. Und das 18 Jahre nach dem Krieg. Keine der Versprechungen der USA und der EU ist eingetroffen. Korruption, wirtschaftliche Schwäche und Instabilität sowie organisierte Kriminalität sind kennzeichnend für den Kosovo und eine Belastung für Europa und die Region.

 

Der Kosovo dümpelt im Zentrum der Balkanhalbinsel vor sich hin

 

Die Unabhängigkeit des Kosovo unterliegt weiterhin einer internationalen Überwachung, die besonders die Entwicklung des Rechtsstaates unterstützen soll. Die NATO unterhält eine „Friedenstruppe“, um die Sicherheit zu gewährleisten. Auch werden von der EU finanzielle Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, um eine bisher wenig erfolgreiche sogenannte Flüchtlingsreintegration und den Aufbau von Wirtschaft und Infrastruktur zu fördern. Bei der Bevölkerung ist bisher nichts davon angekommen.

Das Land versinkt in Armut und Mafiastrukturen. Darüber hinaus sind die Serben nicht die Einzigen, die den Kosovo nicht als das unabhängige Land anerkennen, das es seit 2008 sein will: Neben Serbien existiert der Kosovo auch für fünf EU-Länder nicht: Spanien, Zypern, Rumänien, Slowakei und Griechenland. Nur 113 von 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen erkennen bisher die Unabhängigkeit an. Wer sich die Länder anschaut, erkennt sofort deren Gründe und Vorbehalte.

Nur den Euro, den gibt es im Kosovo schon – und das seit 2002, als er die ab 1999 genutzte Deutsche Mark ablöste.

 

Prishtina, die Hauptstadt im Amselfeld

 

Das Amselfeld liegt auf rund 500 Meter Höhe, ist umrahmt vom Dinarischen Gebirge und umfasst siebzig Prozent der Fläche Kosovos. Sechzig Prozent der Menschen des Landes leben in der Region Amselfeld mit der Metropole Prishtina. Im Amselfeld verlaufen die wichtigsten Handelswege. Die Region ist der Verkehrsknotenpunkt im Kosovo und die stärkste wirtschaftliche Region des Landes.

Dummerweise betrachten die Serben das Amselfeld als Herz Serbiens. Am 15. Juni 1389 fand hier die Schlacht gegen das Osmanische Heer statt. In den Jahrhunderten danach wurden die Mythen um dieses Ereignis religiös gepflegt. Damals gab es zwar keinen eindeutigen Sieger, aber der entscheidende Widerstand gegen den Vormarsch der Osmanen war gebrochen.

Der am 15. Juni (julianisch) bzw. 28. Juni (gregorianisch) in Serbien gefeierte Vidovdan ist der Gedenktag der Schlacht. Der im Kampf gefallene Fürst Lazar wurde schon 1390 oder 1391 heiliggesprochen und ist einer der wichtigsten Heiligen der serbisch-orthodoxen Kirche. Seine Gebeine befinden sich heute in einem Mausoleum, dem Kloster Ravanica im Zentrum Serbiens, am Fuße des Serbischen Erzgebirges in der Nähe des Dorfes Senje bei Ćuprija.

Aufgrund dieser historischen Verwicklungen sind auch in Zukunft Konflikte zwischen den Kosovo-Albanern und den Serben vorprogrammiert. Auch gibt es berechtigte Vorwürfe zum Umgang mit Minderheiten. Die Unterdrückung und Entrechtung von Serben, Roma und Aschkali (muslimische Teilgruppe der Roma – der Verfasser) ist Teil der Situation im Kosovo.

 

Warum kam es zur Massenflucht der Kosovo-Albaner

nach Westeuropa?


Die Ursachen liegen in der tragischen sozialen Situation vor Ort. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben etwa 17 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut (Ausgaben von weniger als 0,94 Euro pro Tag) und 45 Prozent in absoluter Armut (weniger als 1,42 Euro pro Tag). Etwa 16 Prozent der Kinder sind von Nahrungsmangel und dadurch verursachten Wachstumsstörungen betroffen. Aufgrund von Mangelernährung leiden etwa 16 Prozent der Schulkinder und 23 Prozent der Schwangeren unter leichter Anämie.

Die Säuglings-, Kinder- und Müttersterblichkeit ist weiterhin erheblich höher als in den umliegenden Ländern und in der EU. Die Weltbank schätzte, dass mehr als 35 Prozent aller Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 weder eine Bildungseinrichtung besuchen noch einer Ausbildung oder Beschäftigung nachgehen. Die Arbeitslosigkeit wird auf über 40 Prozent, bei Jugendlichen auf über 70 Prozent geschätzt.

Kosovo leidet noch immer unter der historischen Unterentwicklung aus der osmanischen Zeit und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch während des Milošević-Regimes (1987 bis 2000) wurde dieser serbische Landesteil von vielen wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Entwicklungen abgeschnitten.


Überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum


Die natürliche Bevölkerungszuwachsrate lag im Jahr 2012 laut Europäischer Kommission bei 11,3 Personen pro 1.000 Einwohner – und damit viel höher als irgendwo sonst in Europa. Kosovo hat die jüngste Bevölkerung auf dem Kontinent, eine Tatsache, die mit für die hohe Geburtenrate verantwortlich ist. 30.000 Neugeborene pro Jahr: so viele Arbeitsplätze können in einem Land, das nur knapp ein Drittel der Fläche Belgiens ausmacht, nicht entstehen.

 

USA und NATO haben ihre Ziele erreicht

 

Nachdem die NATO die Kontrolle über Kosovo an sich gerissen hatte, errichteten die USA 1999 dort sofort ihre Militärbasis "Camp Bondsteel" – den größten amerikanischen Stützpunkt außerhalb der USA, auf europäischem Boden, mit mindestens 16'000 US-Soldaten. All das geschah völkerrechtswidrig auf damals eindeutig serbischem Territorium, ohne Zustimmung und gegen die Proteste der serbischen Regierung,

In Camp Bondsteel befindet sich das Hauptquartier des US-amerikanischen KFOR-Kontingents (MNTF-E). Die Basis ist nach James Leroy Bondsteel, einem Vietnamkriegsveteranen, benannt. Camp Bondsteel umfasst 386 Hektarn, liegt östlich von Ferizaj in ländlicher Umgebung und ist etwa halb so groß wie die gesamte Stadt.

Camp Bondsteel ist ausgerüstet mit den üblichen Einrichtungen einer Basis dieser Größe, welche ein Kino, Fitness-Studios, Sportplätze, zwei Kapellen, Bars, einen Supermarkt, sowie Fastfood-Restaurants umfassen. Im angeschlossenen Laura-Bush-Bildungszentrum können Kurse der University of Maryland und der University of Chicago belegt werden. Nach dem derzeitigen US-Stationierungkonzept handelt es sich um eine Forward Operating Site (mittlere Stufe eines Militärstützpunkts außerhalb des Mutterlandes – Wikipedia).

Der Stützpunkt wurde im Jahr 2005 vom Menschenrechtsbeauftragten des Europarats, Alvaro Gil-Robles, nach einem Besuch als „Little Guantanamo“ bezeichnet.

Etwa 20 Meilen östlich von Bondsteel, bei Gjilan, befindet sich zusätzlich die Militärbasis Camp Monteith, die im Sommer 2007 an das einheimische Kosovo-Schutzkorps (TMK) übergeben wurde.

 

Hat sich in Serbien die Sicht auf den Kosovo geändert?

 

Die serbische Bevölkerung wird langsam müde ob des andauernden Konflikts um den Kosovo. Drei Viertel möchten, dass kein Krieg riskiert wird, um Kosovo zurückzugewinnen. Nach der Umfrage des Belgrader Zentrums für Sicherheitspolitik, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, sind das exakt 74 Prozent. Die Mehrheit der Serben möchte keine bewaffnete Auseinandersetzung wegen des Kosovo, auch nicht in der Region und erwartet in den kommenden fünf Jahren keinen militärischen Konflikt. Die Befragung fand statt vom 26. Dezember 2016 bis zum 14. Januar 2017, also unmittelbar vor den erneuten politischen Spannungen zwischen Belgrad und Prishtina. Serbien hatte einen mit nationalistischen Losungen dekorierten Zug in den Nord-Kosovo geschickt.

Das Survey brachte auch zum Ausdruckt, dass 65 Prozent der Befragten nie im Kosovo waren und 80 Prozent niemals einen Kosovo-Albaner trafen.

Ein Fünftel glaubt, dass Kosovo Teil Serbiens bleiben oder zwischen Serbien und Albanien aufgeteilt wird.

Mehr als die Hälfte sieht Korruption, Kriminalität und das Fehlverhalten von Politikern und politischen Parteien als hauptsächliche interne Bedrohung.

Rund 50 Prozent machen die USA, die Europäische Union, die NATO und Rußland sowie die Terroristen verantwortlich für die Schlüsselbedrohungen von außerhalb des Land.

 

 

Insgesamt lässt sich konstatieren, dass von serbischer Seite die nunmehr neunjährige einseitige Unabhängigkeit des Kosovo zunehmend gelassener gesehen wird. Auch gibt es im Blick auf Kosovo ein regionales Gefälle innerhalb Serbiens. In der Vojvodina zum Beispiel haben die Menschen wenig Interesse an einem Verbleib des Kosovo in den serbischen Grenzen.

Im Süden des Landes wird der Verlust der serbischen Provinz viel schmerzhafter empfunden.

 

Abseits der Medienöffentlichkeit wächst der Islamismus

 

Entscheidender wird in den nächsten Jahren der Kosovo selbst sein, wenn es um eine Befriedung oder gar Lösung des Konflikts geht. Kann sich das Land zumindest an das wirtschaftliche Niveau seiner unmittelbaren Nachbarn annähern? Wird es für die Jugend des Landes eine Zukunft geben? Oder wachsen der Auswanderungswille und die Radikalisierung junger Muslime auch weiterhin?

Man stelle sich vor, der Islamische Staat müsste nicht mehr nur auf verwahrloste, asoziale und kriminelle Jugendliche aus Ausländerghettos, die aufwendig „umgedreht“ werden müssen, und auf als „Flüchtlinge“ getarnte Infiltratoren aus dem Nahen Osten zurückgreifen, sondern hätte funktionierende islamische Territorien auf europäischem Boden zur Verfügung, von denen aus er agieren könnte. Länder, die womöglich irgendwann selbst Mitgliedstaaten der EU sind.

Wer möchte schon an ein solches Szenario denken. Trotzdem, herzlichen Glückwunsch zum nationalen Feiertag!

BJM

 

173 (2017-02-13) News

Erstliga-Club im Angebot

Die Versteigerung der Marke beginnt bei 5000 EUR 

 

Die Historie von Oţelul Galați (Galatz) kommt am 23. Februar unter den Hammer. Bereits im Sommer 2013 wurde gegen den ehemaligen rumänischen Meister ein Insolvenzverfahren eröffnet. Im Frühjahr 2016 entschied der Gerichtshof des Munizipiums Bukarest, dass der Klub aufgelöst wird. Ende Februar stehen nun das Recht die Marke „Oţelul“ zu nutzen, 80 Pokale und die sportliche Ausrüstung zur Auktion, darunter auch drei Trikots, die in Spielen der Champions-League getragen wurden. Das Mindestgebot für die Marke liegt bei 5000 Euro und für die Pokale bei 3000 Euro.

 

FC Oţelul Galați wurde 1964 gegründet und bestritt 27 Spielzeiten in der ersten Liga. In der Saison 2010/11 konnte die Mannschaft die Meisterschaft und den Superpokal gewinnen. Trainer der Meistermannschaft war Dorinel Munteanu. Zu den zu versteigernden Pokalen gehören auch diese beiden Trophäen. Die Fans des Klubs gründeten am 19. Juli 2016 den Verein ASC Suporter Club Oţelul Galați, welcher in der vierten Liga antritt. Zur Winterpause steht die Mannschaft ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. Ziel der Mannschaft ist der Aufstieg in die 3. Liga. Marius Cosoreanu, ehemaliger Spieler von FCM Dunărea Galați und Gloria Buzău, ist Geschäftsführer des neuen Vereins. Gespielt wird im Siderurgistul-Stadion, das auch für die 3. Liga zugelassen ist.

 

172 (2017-02-04) Pressemitteilungen

Rumänische Regierung beharrt

auf ihrem Standpunkt

Landesweite Straßenproteste werden noch stärker

 

Staatschef Klaus Johannis zieht

                                      Innenministerin zur Verantwortung

 

Die Wut der Bürger richtet sich gegen die sozialdemokratische Regierung. Sie hatte am Dienstag per Dekret mehrere Vergehen für straffrei erklärt. Amtsmissbrauch wird zudem nur noch mit Gefängnis bestraft, wenn der Streitwert über 44.000 Euro liegt. Darüber hinaus plant die Regierung eine Amnestie von Straftätern, die zu weniger als fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Von den Regeln würden auch viele Politiker profitieren. In der Hauptstadt Bukarest gingen rund 100.000 Menschen auf die Straße und zogen zum Sitz der Regierung am Siegesplatz, wie rumänische Medien berichteten. Auch in rund 50 weiteren Städten gab es Proteste, darunter in Cluj, Sibiu und Timisoara.

 

 

Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen der Ultras von Mittwochnacht in Bukarest hat Präsident Klaus Johannis Innenministerin Carmen Dan und die Gendarmerie um schriftliche Erklärungen gebeten, da er der Meinung ist, dass die Gendarmerie nicht rechtzeitig gegen diese Elemente vorgegangen sei: Sie hätten dingfest gemacht werden müssen, bevor sie angegriffen haben. Die Ministerin erwiderte, sie sei vom Inlandsnachrichtendienst SRI nicht richtig informiert worden. Die Gendarmen hätten nach Vorschrift gehandelt. Es gibt Hinweise, dass es sich dabei um eine von Regierungskreisen gesteuerte Provokation gehandelt hatte, mit dem Ziel, die Proteste zu diskreditieren: Der Geheimdienst SRI hatte erklärt, er habe Hinweise auf drohende Krawalle gehabt und diese an die Behörden weitergegeben. 

 

Das hat dazu geführt, dass Donnerstagabend den Gendarmen von den Bukarestern Blumen überreicht wurden. Wenn die Protestierenden im Dezember 1989 gerufen haben: „Die Armee ist mit uns“, rufen sie jetzt: „Die Gendarmen sind mit uns“. Donnerstagabend ist alles friedlich verlaufen, es gab auch weniger Teilnehmer als einen Tag zuvor. Für das Wochenende wird jedoch mit Rekordteilnehmerzahlen gerechnet.

 

Ein Ende dieser Proteste, die Donnerstag wieder in zahlreichen Städten stattgefunden haben, ist nicht abzusehen, insbesondere weil jede Seite auf ihrem Standpunkt beharrt. Das ergab sich auch aus der Pressekonferenz von PSD-Vorsitzendem Liviu Dragnea und Premier Sorin Grindeanu nach der Sitzung des Exekutivkomitees der PSD im Parlamentsgebäude. Liviu Dragnea teilte mit, dass die PSD nicht vorhabe, auf die Ausübung der legislativen und exekutiven Gewalt zu verzichten, mit der sie von der Wählerschaft im Dezember 2016 betraut wurde. Nachdem ein Misstrauensantrag vorliegt, hat die Leitung der PSD der Regierung erneut ihr volles Vertrauen ausgesprochen. Über die Demonstrationen sagte Dragnea, dass es ein Recht der Bürger sei, ihre Meinung auszudrücken, obwohl dabei auch viel manipuliert und desinformiert werde. Die PSD werde keine Gegendemonstrationen veranstalten, aber eine Unterschriftensammlung zur Unterstützung der Partei starten. Nach dem Stein des Anstoßes befragt, ob er nämlich die Eilverordnung Nr. 13/2017, wie allgemein gefordert, zurückziehen werde, sagte Premier Sorin Grindeanu: Nein.

 

Mediafax/ADZ/Spiegel online

 

171 (2017-02-02) Michael Mundt aus Bukarest

Zwölf Pfarrer weihten Eiskirche am Bâlea Lac

Vorbild ist eine historische Holzkirche aus Mălâncrav

Insgesamt zwölf Pfarrer der orthodoxen, evangelischen sowie der griechisch-katholischen und römisch-katholischen Kirche haben am vergangenen Freitag die Eiskirche am Bulea-See/Bâlea Lac geweiht, unter ihnen Dietrich Galter aus Neppendorf/Turnişor und Uwe Seidner aus Wolkendorf/Vulcan. Das ökumenische Gotteshaus in über 2000 Meter Höhe hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer festen Touristenattraktion entwickelt. Vorbild ist stets eine historische Holzkirche aus Malmkrog/Mălâncrav in Siebenbürgen. 

 

 

Erschaffen haben sie 25 Arbeiter aus 2000 Eisblöcken in drei Wochen. Es ist die einzige religiöse Stätte im Land, an der Hochzeiten und Taufen unabhängig von der Religionszugehörigkeit durchgeführt werden.
„Zum Aufbau der Kirche wurde die gleiche Technik wie beim Bau des Eishotels angewandt, mit Eisblöcken zu 50 bis 60 Kilogramm, gewonnen aus dem Bulea-See, denen Schnee und viel Wasser hinzugefügt wurde. Die Eiskirche hat eine Höhe von etwa sechs Metern, ist 14 Meter lang und sieben Meter breit“, so Lidia Badila, Sprecherin des Eishotels, welches die Kirche jährlich errichten lässt. ADZ

Images: Hotel of Ice

 

170 (2017-02-01) News

Steaua heißt ab Sommer Sport Bukarest

Auch Fotbal Club Sporting Becali ist denkbar

 

Ab dem 1. Juni wird der rumänische Erstligist FC Steaua Bukarest als Fotbal Club Sport Bukarest firmieren, dies erklärte Klubeigentümer Gigi Becali am Donnerstag: „Es war erforderlich den Namen zu ändern.“ „Die Mannschaft wird Sport Bukarest heißen, aber sie ist Steaua“, so Becali weiter. Im Dezember 2014 urteilte das Oberste Gericht des Landes, dass der Verein von Becali nicht die Historie der einstigen Armeemannschaft CSA Steaua Bukarest beanspruchen darf. Die Registrierung der Marke FC Steaua Bukarest im Jahr 2004 war illegal, so das Gericht. Jegliche Rechte an der Vereinsgeschichte, den Farben und dem Logo liegen beim Verteidigungsministerium. In der Folge musste u.a. das Logo geändert werden. In einem weiteren Gerichtsverfahren, welches im Dezember 2016 endete, entschied das Oberste Gericht, dass Becali auch den Namen FC Steaua Bukarest nicht für seine Mannschaft nutzen darf. Neben der Marke FC Sport Bukarest ließ Becali auch die Marke Fotbal Club Sporting Becali registrieren. ADZ

 

169 (2017-01-31) Peter Wolf vom Balaton

 

Der Traum von Onkel Janos

Die Ziegelburg von Balatonboglar  

 

Unweit vom Balaton, von Balatonboglar in Richtung Szölöskislak gleich hinter der Autobahnbrücke (Auf- und Abfahrt) Balatonboglar geht es

rechts ab,

dann führt eine kleine Straße ins Bugaszeg. Vorbei an der kleinen Csere Csarda nach ca. 800 kommt auf der linken Seite ein Angelsee

und auf der rechten Seite steht wie aus dem nichts gebaut ein gigantischer Stein-Ziegelbau, ein seltenes Schauspiel: „Die Ziegelgalerie“. 

Seit über vierzehn Jahren baut Janos Csere (Janni Bácsi - Onkel Janos) wie ihn alle nennen, jeden Tag allein an seiner Burg, ohne technische Hilfsmittel!

Die Fassade sieht aus wie ein altes Herrenschloss, alle Wände wurden ausnahmslos mit Abbruchmaterial und aus Natursteinen gebaut.

Die Ziegel tragen verschiedene Wappen, Zahlen und Initialen. Am Anfang sammelte Janni Bácsi die alten gekennzeichneten Ziegelsteine,

auf den Müll und auf Baustellen. Der eine sammelt Briefmarken, ein anderer eben Ziegelsteine.

 

Etwas später kam ihn die Idee, die seltenen Steine für ein Gebäude zu verarbeiten. So begann er mit dem Bau der Bugaszegi Ziegelgalerie.

Manche sagen, er sei ein Spinner und wieder andere sind die Meinung, er ist ein Künstler.

 

Er selbst sieht es als kreative Arbeit zur Entspannung im Laufe der Jahre, der Rest war harte körperliche Arbeit, die sich aber sehen lassen kann!

Mehr als 60.000 alte Ziegel und Steine wurden verbaut, selbst geschnitzte Holzmöbel angefertigt, die Wände wurden mit Bildern von allen ungarischen Königen verschönert, wobei auch die Rahmen aus Holz selbst gefertigt wurden.

 

Aber nicht nur das Haus kann sich sehen lassen. Auch im Garten gibt es sehr viele interessante Gegenstände zu sehen.

Hier kann man die ganze ungarische Geschichte verfolgen, wenn man über den Ungarn Weg geht. Seit einigen Wochen kam ein gigantisches Tor dazu,

das man auch über eine kleine Treppe besteigen kann und somit einen schönen Ausblick von oben auf das Grundstück und den Garten hat.

Selbstverständlich gibt es für die Besucher auch etwas zu trinken, und auf Vorbestellung bekommt von der Chefin ein frisches halbes Hähnchen aus dem Backofen.

 

Aber das ist noch längst nicht alles, denn Janni Bácsi hat noch mehr vor, so sollen später noch ein Wassergraben um die Ziegelgalerie entstehen

sowie eine Windmühle und vieles andere mehr.

 

Bis dahin werde ich bauen, solange ich lebe…

 

Siehe auch „IM BILDE“ vom 31.Januar 2017!

 

Info.

Tel: 06 85 351 290 www.Bugaszeg.hu

Text und Fotos: PW

 

168 (2017-01-30) Peter Wolf vom Balaton

Balaton - átcsúszás Badacsony

és Fonyód között

 

Von Badacsony nach Fonyód:

Überquerung auf dem Eis

 

Am Samstagmittag startete von Badacsony aus eine Überquerung des Balaton auf dem Eis an das gegenüberliegende Ufer nach Fonyód.

An der Bewältigung der Distanz von fünf Kilometern beteiligten sich Fußgänger, Schlittschuhläufer, Hundeschlitten, Eissegler und Eissurfer.
Es wurden 6.000 bis 8.000 Teilnehmer gezählt, was die Erwartungen eindeutig übertraf.

Trotz der Menschenmassen hielt das Eis!

Der Wasserrettungsdienst VMSZ hatte beim Start in Badacsony an alle Teilnehmer eine unentgeltliche App verteilt, mit deren Hilfe im Bedarfsfall die GPS-Koordinaten hätten geortet werden können.

Video der Überquerung:

https://www.youtube.com/watch?v=8MpoP6B9SAM

 

167 (2017-01-20) Bernd Jürgen Morchutt

Internationale Grüne Woche Berlin vom 20. bis 29. Januar

Ungarn -

das Partnerland 2017

 

Im Jahr 2005 gab es erstmals ein offizielles Partnerland bei der Grünen Woche. Tschechien machte den Anfang. Gegründet im Berlin der Goldenen Zwanziger findet die Internationale Grüne Woche zum 82. Mal in ihrer 91-jährigen Geschichte statt. Über 1.600 Aussteller aus rund 65 Ländern präsentieren sich auf der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau .

 

Ungarn, das Partnerland der Internationalen Grünen Woche Berlin 2017, präsentiert den Fach- und Privatbesuchern seine Traditionen und kulinarischen Highlights. Die Halle 10.2 steht unter dem Motto:

 

Traditionsreich, Vielfältig, Natürlich: Ungarn

 

Die Ungarnhalle erfüllt natürlich alle klassischen Erwartungen, wie die Csárda, das Restaurant auf dem Gemeinschaftstand. Die Besucher können auf der Messe traditionelle ungarische Gerichte wie Lángos und Gulyás genießen. Die Angebote sind vielfältig wie das Land: stolz auf seine Traditionen, aber zeitgleich wandlungsfähig und modern.

 

Über zwanzig Aussteller zeigen sich von ihrer besten Seite. Es gibt sowohl bekannte Produkte wie Salami aus Szeged als auch vielfältige, geräucherte Fleischwaren einheimischer Nutztiere, darunter das Ungarische Steppenrind oder das Mangalica-Schwein. Eine weitere Spezialität ist „sauer eingelegtes Gemüse“, das nach alten Hausrezepten in Vecsés hergestellt wird. Neben Hülsenfrüchten und Milchprodukten sind auch Süßspeisen wie Honig, Baumstriezel – ein Kuchen, der 2006 mit dem Titel „Meisterwerk der ungarischen Handwerkstätigkeit“ ausgezeichnet wurde – oder hausgemachte Strudel zu finden.

Bei der Fertigung kaltgepresste Öle legt man großen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. So werden alle Nebenprodukte der Herstellung weiterverwertet. 

Pálinka, ein Obstbrand, der lediglich aus ungarischen Früchten und nach strengem Reinheitsgebot hergestellt werden darf, gilt als ein besonderes „Hungarikum“. Die Standbesucher können selbstverständlich Pálinka sowie Fruchtweine oder ungarisches CraftBeer kosten.

 

Ungarn bietet mehr als Paprika und Pálinka

Das südosteuropäische Land stellt eine internationale Ausnahme dar: Die Beschäftigtenzahlen in der Land- und Ernährungswirtschaft steigen. Waren es im Jahr 2011 noch etwa 305.000 Beschäftigte, stieg die Zahl auf rund 344.000 in 2015. Allein in der Landwirtschaft gab es 2016 über 200.000 Vollzeitstellen. Ungefähr 70 Prozent der rund zehn Millionen Einwohner leben in ländlichen Gebieten.

Der Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) ist seit 2011 in der Verfassung verankert!

Zu den wichtigsten Erzeugnissen, die Ungarn nach Deutschland exportiert, zählen Mais, Futtermittel, Raps, Geflügelfleisch, Sonnenblumenkerne und -öl sowie Gemüse wie Paprika und Obst, darunter Aprikosen, Pfirsiche und Sauerkirschen. Doch auch Honig und Fleischwaren vom Wollschwein (Mangalica-Schwein) sind Premiumartikel, die an Gourmets im Ausland verkauft werden.

Von Null auf Hundert: Mangalica

Die ungarische Schweinerasse Mangalica war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Lieferant für Fleisch und Speck in weiten Teilen Osteuropas und den Ländern der ehemaligen Habsburger Monarchie. Die steigende Nachfrage nach fettarmen Rassen führte fast zum Aussterben dieser wertvollen Rasse. Mittlerweile gibt es wieder eine wirtschaftliche Zucht. Beliebt sind diese erlesenen Delikatessen nicht nur in Europa, auch in Japan und den USA. Das Fleisch der Mangalica ist besonders reich an wertvollen ungesättigten Fettsäuren und weist im Vergleich zu anderen Schweinerassen keinen höheren Cholesteringehalt auf.

Bei ihren Produkten setzen die Magyaren vermehrt auf Qualität und Nachhaltigkeit. In vielen Fällen gibt es noch strengere Vorschriften, als die in der EU geforderten. 

Produktion von Wein mit langer Tradition in Ungarn

Das Land verfügt auf seinen 93.030 Quadratkilometern Fläche über stolze 22 Weinanbauregionen. International bekannt sind die Weinregionen um Tokaj und Eger im Norden, Villány-Siklós und Szekszárd im Süden sowie der Balaton, Somló und Sopron im Westen. Eine neue Generation von Winzern hat sich zum Ziel gesetzt, qualitativ hochwertige Weine mit besonderer Note zu produzieren und zu vermarkten. Bei der Produktion werden vermehrt traditionelle einheimische Sorten genutzt, wie zum Beispiel Furmint oder Hárslevelu (übersetzt so viel wie „Lindenblättrige“).

Auch in diesem Jahr werden in den Messehallen am Funkturm wieder über 400.000 Fach- und Privatbesucher erwartet. Viele davon lassen sich sicher in der Ungarnhalle 10.2 zu Genuss und Wohlergehen verleiten. Ungarn liegt im Trend. Die begeisterten Messegäste werden bei Gulyás, Pálinka oder Egri Bikavér (Erlauer Stierblut) gewiss auch künftige Urlaubspläne schmieden.

BJM/Images:© Messe Berlin/genius, Volkmar Otto

Di                 25.04.2017 

Nr.            2.384 - 1.081

Aktualisierung        12:55

Übrigens,

 

… die Kriminalitätsstatistik ist da - daraus lassen sich folgende Meldungen machen, die beide stimmen:

 

1. Berlin immer schlimmer! Die Stadt ist jetzt mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner die gefährlichste deutsche Großstadt vor Leipzig (15.811) und Hannover (15.764). Der bisherige Spitzenreiter Frankfurt ist auf Platz 4 abgerutscht, bravste deutsche Großstadt ist München (7909).

 

2. Berlin immer sicherer! Die Stadt verzeichnet mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner relativ gesehen weniger Fälle als im Vorjahr (16.414). Die leichte Steigerung in absoluten Zahlen ist allein dem starken Wachstum Berlins geschuldet.

 

Jeder kann daraus machen, was Ihm politisch am besten in den Kram passt. Aber daran denken: Es handelt sich um die Zahlen für 2016. Es kann nur noch schlimmer werden.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 22.04.2017

1    11    12   19   25   32    SZ: 7

Spiel 77:  2152 168

 

Super 6: 437 607   

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1898 (2017-04-25) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Die IGA 2017 machte es möglich

Ein U-Bahnhof verlor seinen Namen

Ein neuer Blickfang an der Linie U5

BREAKING NEWS

Stand: 25.04.2017; 10.15 Uhr

 

International

 

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan reist nach Angaben seines Büros Mitte Mai zu US-Präsident Donald Trump nach Washington. Trump habe Erdoğan zu der Begegnung im Weißen Haus eingeladen.


Die schwedische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Lastwagen-Anschlag in Stockholm eine zweite verdächtige Person festgenommen.


Dass Emmanuel Macron im ersten Wahlgang mit seinen 24 Prozent die Nationalistin Marine Le Pen (sie kam auf 21,3 Prozent) übertraf, hat zwar bei allen EU-Befürwortern eine enorme Erleichterung ausgelöst, knapp darauf wurde man aber wieder von Sorgen heimgesucht – und zwar spätestens seit der Siegesrede, die Macron hielt. Ein Überhang an zum Teil peinlichen Leerfloskeln in dieser Rede wirft die Frage auf: kann dieser, ein wenig windig wirkende Dauerlächler auch noch die vierzehn Tage bis zur Stichwahl am 7.Mai erfolgreich überstehen? Aber diese Bedenken bezüglich der Konsistenz des parteilosen Jungstars (Macron ist mit 39 Jahren der jüngste Präsidentschaftskandidat) teilten auch schon vor dem ersten Wahlgang etliche Beobachter in Paris mit Ausnahme der Meinungsforscher, die seit Monaten Macrons Erfolgskurve unbeirrt wiedergaben.


In ersten Umfragen werden Macron für den zweiten Wahlgang am 7. Mai 62 Prozent der Stimmen gutgeschrieben, Le Pen 38 Prozent. Das ist einerseits ein klarer Abstand; er zeigt aber auch das Potenzial der bisherigen FN-Chefin, die in einem TV-Interview am Montagabend bekanntgab, sie werde den Parteivorsitz ruhend stellen, bis die Wahl geschlagen ist.


In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben Aktivisten zur Abschaffung eines Gesetzes aufgerufen, mit dem Vergewaltiger durch die Heirat mit ihrem Opfer einer Bestrafung entgehen können. Sie forderten die Parlamentarier am Samstag auf, bei einer anstehenden Beratung den umstrittenen Artikel 522 des Strafgesetzes abzuschaffen.

 

Die Lage ist ernst, diesmal aber wirklich. Bis Montag um 16 Uhr konnten die rund 12.000 Mitarbeiter über den Rettungsplan samt Jobabbau und Gehaltskürzungen abstimmen. An der Urabstimmung hatten sich rund 90 Prozent der Belegschaft beteiligt. Laut italienischen Medien überschritten die Nein-Stimmen im Laufe des Montag-Abend bereits die 50 Prozent-Marke. Damit dürfte Italiens größte Airline unter die Kontrolle eines Insolvenzverwalters gestellt werden.

 

Deutschland/Berlin

 

Angesichts der Zunahme von Gewalttaten in Deutschland fordert die Gewerkschaft der Polizei (GDP) von Bund und Ländern, das Personal bei den Sicherheitskräften und der Justiz massiv aufzustocken. Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern, müssten deutlich mehr Polizisten sichtbar auf der Straße unterwegs sein.

 

Ein geplantes Treffen des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel mit linken Menschenrechtsorganisationen während seines Antrittsbesuchs in Israel sorgt für Wirbel. Das israelische Fernsehen berichtete am Montagabend, Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erwäge deswegen eine Absage seines Gesprächs mit Gabriel am Dienstag. Der private Sender Channel 2 meldete, der Regierungschef habe seinen Gast aus Deutschland vor die Wahl gestellt, sich mit den Menschenrechtlern oder mit ihm zu treffen.

 

CSU-Chef Seehofer will entgegen früherer Ankündigungen über 2018 hinaus im Amt bleiben. Er will am Parteitag im November nun doch erneut als CSU-Chef kandidieren und im Herbst 2018 wieder als Spitzenkandidat in die Landtagswahl ziehen.

 

Sport

 

 

Fussball

 

Die U19-Mannschaft von Red Bull Salzburg hat am Montag den wichtigsten europäischen Nachwuchsbewerb auf Klubebene gewonnen. Das Nachwuchs-Team des österreichischen Fußball-Meisters setzte sich im Finale der UEFA Youth League in Nyon gegen Benfica Lissabon mit 2:1 (0:1) durch.

 

Zlatan Ibrahimovic denkt trotz seiner schweren Knieverletzung nicht an ein Karriereende. "Ich werde das durchstehen wie alles andere und sogar noch stärker zurückkommen", schrieb der schwedische Fußball-Superstar bei Instagram. Der Torjäger von Manchester United hat sich britischen Medien zufolge das vordere und hintere Kreuzband gerissen und wird daher wohl bis Jahresende ausfallen.

 

500 Pflichtspieltore von Messi für Barça in knapp 12 Jahren: Bei den Katalanen feiert man wieder einmal seinen Superstar.

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