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Balkan und Umgebung

 

213 (2017-07-19) Erwin Hellmann aus Brașov in Rumänien

Woher kommen die Sinti?

Aus Indien?

Kurze Skizze

aus der Geschichte 

der Zigeuner

 

In der monumentalen „Geschichte des Eisens“ von Ludwig Beck (siehe unten) - dem Vater von General Ludwig Beck, einem deutschen Heeresoffizier, der sich am versuchten Staatsstreich vom 20. Juli 1944 gegen Adolf Hitler beteiligte und in dem Zusammenhang zum Selbstmord gezwungen wurde - habe ich einen Abschnitt über die Zigeuner gefunden. Da dieser sich auch auf Siebenbürgen bezieht, könnte er auch für uns Heutige interessant sein.

Es folgt dieser Abschnitt ungekürzt und mit der Orthographie des ausgehenden 19. Jahrhunderts, also noch bevor die Reform der deutschen Sprache von Duden eingeführt wurde.

 

Beck schreibt:

 

„Europa kam mit der Eisenindustrie der Indier nicht allein durch den Handel in Berührung sondern die indische Eisengewinnung ist im Mittelalter direkt nach Europa importiert worden durch die Zigeuner. Dass diese aus Indien stammen kann nicht mehr bezweifelt werden, wenn sie sich auch selbst, um sich ein größeres Ansehen zu geben und um als von Jerusalem heimkehrende Pilger sich Schutzbriefe zu erwirken, Ägypter oder eigentlich Pharao Nephek, ‘Volk Pharaos’, genannt haben. Ihre Sprache ist mit dem Sanskrit nahe verwandt. Sie wandern heute noch zahlreich in lndien und Persien. Einer der Namen, die sie sich selbst beilegen ist Sinte, d. h. Indier. In Aserbidscham (heute Aserbeidschan) im nördlichen Persien nennt man sie Hindu Karusch, d. h. schwarze Indier. In Syrien heißen sie Kabuli, d. i. Leute aus dem Kabulthal. Diese Namen geben uns nähere Aufklärung über ihre Herkunft. Sie stammen aus dem nördlichen Indien.

 

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie einen Stamm bildeten, ähnlich den oben erwähnten Kohata, die das Schmiedegewerbe, namentlich die Gewinnung und Verarbeitung des Eisens als Hauptbeschäftigung schon in ihrer Heimat betrieben und die durch Timurs Kriegszug nach Indien 1398 aus ihrer Heimat verdrängt wurden. Es ist leicht möglich, dass Timur, der in vielen Dingen an die großen Kriegsfürsten Assyriens erinnert, den ganzen Stamm mit Gewalt fortgeführt hat, ähnlich wie er alle Schmiede und Eisenarbeiter aus Damaskus nach seiner Hauptstadt Samarkand und nach anderen Städten geschleppt hat. Es gelang ihm aber nicht, die Zigeuner anzusiedeln, wie sie auch in ihrer eigenen Heimat wahrscheinlich nicht sesshaft gewesen waren und so hatte diese gewaltsame Wegführung nur zur Folge, dass sie sich, ähnlich wie durch gleiche Veranlassung die Juden, über die ganze Welt verbreiteten. Sicher ist, dass sie sich zum Anfang des 15. Jahrhunderts zuerst über Westasien, dann über ganz Europa und Nordafrika ausbreiteten.

 

Am meisten folgten sie den Kriegs- und Siegeszügen der Türken. Noch heutzutage sind sie in der Türkei am zahlreichsten, wo etwa 200.000 leben, danach sind sie am meisten verbreitet in den Grenzländern der Türkei, besonders in Siebenbürgen und Ungarn. In Siebenbürgen betreiben sie noch das Goldwaschen und dort nennt man diese Goldwäscher Rudari oder Aurari. In der Türkei wie in Ungarn und Siebenbürgen beschäftigen sie sich noch ganz vorzugsweise mit der Gewinnung und Verarbeitung des Eisens. Diese Schmiedezigeuner heißen in der Türkei Demirdschiler. Sie bekennen sich zu der mohammedanischen Religion, durchziehen hausierend das Land und kommen nur selten nach Konstantinopel, wenn dies geschieht, so kampieren sie in schwarzen Filzzelten außerhalb Pera bei dem Kavilierplatz. 

 

In Siebenbürgen und Ungarn betreiben sie neben dem Schmiedehandwerk und der Drahtflechterei auch noch die Gewinnung des Eisens. Ihr Verfahren ist höchst einfach und gleicht außerordentlich dem Verfahren der Kohata und der Schmiede von Orissa. Das Schmelzen geschieht in einfachen Gruben, die in die Erde gegraben sind, mit Hilfe von Handbälgen. Diese Schmelzvorrichtungen der Zigeuner heißen im Volksmunde Heidenfeuer. Die Schmiede in Südungarn, sowie zum Teil selbst die slowakischen Draht- und Blecharbeiter, die besonders als Mausfallenhändler Deutschland durchziehen und an einzelnen Orten, wie z. B. in Schierstein bei Wiesbaden, förmlich Kolonien gebildet haben, beziehen, bzw. bezogen früher in ihrer Heimat ihr Eisen vielfach von den ‘Heiden’, d. h. von den Zigeunern.“

So weit Beck. 

 

Zigeuner (Sinti und Roma) im heutigen Rumänien, wo nach inoffiziellen Schätzungen mindestens vier Mio. Angehörige dieser Minderheit leben

Eine Romni (Roma - Mehrzahl männlich, mitunter auch rom; Einzahl männlich: rom, Einzahl weiblich: romni, Mehrzahl weiblich: romnija) bietet verzinkte Kessel auf dem Markt von Prizren (Kosovo) an

Hier will ich noch eine selbst erlebte Begebenheit vom Ende der 50er Jahre erzählen: Im Traktorenwerk brauchte man für die Holzkisten, in denen die Traktoren exportiert wurden, viele Holzbohrer. In der gut eingerichteten Werkzeugmacherei des Werkes gelang es nicht, diese Bohrer in entsprechender Qualität herzustellen. Da stellte sich ein „Bulibaşa“ ein und versprach für einen annehmbaren Preis, diese Bohrer in der benötigten Anzahl und Güte zu produzieren. Seine Bedingung war, ihm eine bestimmte Quantität eines ganz normalen Baustahles zur Verfügung zu stellen und ihm einen Raum außerhalb der Hallen anzuweisen, zu dem niemand Zutritt erhalten dürfe.

 

Der damalige Chef des Werkzeugbaus (der an der Hochschule einer meiner Lehrer war), akzeptierte die Bedingungen unter dem Spott seiner Kollegen. Aber der Zigeuner (damals wussten wir von Sintis und Romas noch nichts) hielt Wort, noch viele Jahre später waren die „sfârleze ţigăneşti“ (Zigeunerbohrer) von den Tischlern sehr gesucht.

 

„Die Mehrheit der deutschen Zigeuner bezeichnet sich als Sinti; die internationale Zigeunerbewegung bezeichnet das Volk der Zigeuner als Roma.“ Wikipedia


Literaturhinweis: Beck, Ludwig: Die Geschichte des Eisens. Bd. 1: Von der ältesten Zeit bis um das Jahr 1500 n. Chr. Braunschweig, 1884


Aus: ADZ - Karpatenrundschau, 14.Juli 2017 

Der Diplom-Ingenieur Erwin Hellmann, der am 28. April seinen 82. Geburtstag feierte, wurde 1935 in Kronstadt/Brașov geboren, hat die schulische Ausbildung wie auch seine Fachausbildung an der technischen Universität in seiner Geburtsstadt durchgeführt. Nach seinem beruflichen Leben hat er sich besonders für seine Mitmenschen, sowohl als Kurator des Kronstädter Kirchenbezirkes als auch der Honterusgemeinde, eingesetzt, war ein Vorreiter für die Gründung des Kronstädter Altenheimes Blumenau, hat sich bei der Restaurierung der Schwarzen Kirche und der Buchholzorgel bleibende Verdienste erworben, hat bei der Gründung des Kronstädter Forums nach der Wende mitgewirkt und als Mitglied dessen Vorstandes viel Initiative an den Tag gelegt.

Für seinen Einsatz im Dienste der Gemeinschaft wurde Hellmann 2011 mit der Honterus-Medaille des Siebenbürgenforums und 2014 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

 

Erwin Hellmann (im linken Foto links) erhielt 2011 die Honterus-Medaille. Konsulin Judith Urban überreichte 2014 Erwin Hellmann die Verleihungsurkunde und das Verdienstkreuz
 

Fotos: Richard Sterner; Andrey Kolobov

 

 

212 (2017-07-15) Hanno Vollenweider

Ungarn gehört zu den sichersten Ländern

Dank Viktor Orban

und seiner Regierung

 

Während insgesamt mehr Länder friedlicher geworden sind, bescheinigt eine aktuelle Studie den USA und Europa eine zunehmende Unsicherheit. Der Grund sei vor allem der Vertrauensverlust der Menschen in die Politik und damit verbunden die Destabilisierung demokratischer Systeme.

Diese Nachricht wird vielen EU-Regierungschefs und Mainstreammedien gar nicht schmecken: Ungarn, das Land in dem Viktor Orbán seit 2010 das Amt des Premierministers bekleidet, rangiert laut der jährlichen Studie über die sichersten Länder des Erdballs des »Global Peace Indes« auf Rang 15. Das ist seit dem vergangenen Jahr eine Verbessserung um vier Plätze.

Bei der Verkündigung der Zahlen durch den ungarische Kanzleramtsminister János Lázár (im Bild links) während der Pressekonferenz der Regierung am vergangnen Donnerstag konnte man ihm den Stolz förmlich ansehen, und damit nicht genug: das Ziel sei es – so die Vorgabe des Premiers Orbán – das Land in den nächsten Jahren unter die Top-Ten zu befördern. In der Studie des australischen Institute for Economics and Peace (IEP) werden 163 Staaten nach ihrer Sicherheitslage im Jahr 2016 bewertet.

Europa wird seit der ersten Erhebung des Global Peace Index im Jahr 2007 als die friedlichste Region der Welt geführt. Von den zehn sichersten Staaten liegen sieben auf dem alten Kontinent, Deutschland allerdings nimmt wie im Vorjahr den 16. Platz ein .

Als sicherstes Land gilt Island, gefolgt von Neuseeland und Portugal. Großbritannien und Frankreich erreichen die Plätze 41 und 51, die USA liegen mit Rang 114 im unteren Mittelfeld. Die Türkei rangiert auf

Platz 146, die Ukraine landet an 154. Stelle. Das unsicherste Land

(Rang 163) ist Syrien.

 

Das sei ein großer Erfolg, denn nach dieser Einschätzung gehöre Ungarn bereits heute zu den sichersten Ländern der Welt. Dabei hatte der Zustand der öffentlichen Sicherheit im Zeitraum 2006-2010 noch eines der größten Defizite zu beklagen, erinnerte der Minister, um anzufügen, die Orbán-Regierung habe seither ihr Programm zum Schutz der Bürger verwirklicht, die Zahl der Straftaten sei deutlich gesunken.

 

Damit war er beim ewigen Thema Migration angelangt, mit der üblichen These, wonach die ungarische Regierung die Migration nicht organisieren, sondern stoppen wolle. Neu war jedoch der Hinweis des Ministers, wonach der Druck aus Afrika solange nicht wirklich abnehmen kann, wie sich Deutschland nicht in die Konsolidierung einbringe. „In Europa hat nämlich allein Deutschland so viel Geld, mit dem sich Afrika spürbar konsolidieren ließe“, sagte Lázár wörtlich. In diesem Sinne richte sich die laufende Plakatkampagne auch nicht gegen „die Herkunft oder Identität von Soros“, sondern wolle vor dem von Soros vertretenen Standpunkt warnen, die Grenzen Europas den Einwanderern zu öffnen.

 

Unter den Wirtschaftsthemen deutete der Kanzleramtsminister an, das Wohnungsbauförderprogramm CSOK werde im Herbst dahingehend überprüft, die Bedingungen für die Modernisierung von Wohnraum zu verbessern. Landesweit stünden 300.000 Wohnimmobilien leer. Die Regierung habe mehrere Großprojekte zur Modernisierung von Eisenbahnstrecken beschlossen, so die Rekonstruktion der Abschnitte Százhalombatta-Pusztaszabolcs und Budapest-Hatvan bis 2021/22 sowie das Schnellbahnprojekt zwischen Szeged und Szabadka (Subotica in Serbien) mit Anbindung von Hódmezővásárhely.

 

Neben Tschechien, der Slowakei und Polen gehört Ungarn zu den EU-Ländern, die sich mit aller Kraft gegen die von der Merkel-Regierung aufgezwungene „Willkommens- und Verteilungskultur“ für „Flüchtlinge“ aus aller Welt zur Wehr setzen. In diesem Zusammenhang hat sich Orbán auch erfolgreich gegen unglaubliche Erpressungsversuche aus Brüssel zur Wehr gesetzt, drohte man Ungarn doch EU-Hilfsgelder zu streichen, wenn sich die Regierung in Budapest weiter dagegen wehren würde, „Flüchtlinge“ aufzunehmen.

Dass diese Politik absolut richtig war, zeigt sich im europäischen Vergleich. Während in Ungarn die Kriminalität deutlich zurückgeht, steigt sie in vielen EU-Ländern teil enorm an (siehe Artikel „Weniger bekannte Fakten zur Ausländerkriminalität in Deutschland“).

Zudem braucht Ungarn keine Milliarden in zweifelhafte Integrationsmaßnahmen zu investieren und hat somit mehr Spielraum für Ausgaben im Bereich Infrastruktur, Wohnungsbau und Bildung.

Damit schafft die ungarische Regierung gleichzeitig auch die Grundlage für neue Arbeitsplätze, was wiederum das Ziel der Vollbeschäftigung in einen überschaubaren Zeitrahmen rückt. Derzeit liegt die Zahl der Arbeitslosen in Ungarn bei 4,3 Prozent (Deutschland 5,6%).

 

211 (2017-07-08) Soeren Kern aus New York

Europas Migrantenkrise: Ansichten aus Mitteleuropa

"Wir werden uns an dem Wahnsinn der Brüsseler Elite nicht beteiligen"

Die Europäische Union hat rechtliche Schritte gegen die Tschechische Republik, Ungarn und Polen eingeleitet, weil diese Länder einem umstrittenen Befehl, Tausende Migranten aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten aufzunehmen, nicht nachgekommen sind.


Das sogenannte Vertragsverletzungsverfahren, das die Europäische Kommission, den mächtigen exekutiven Arm der Europäischen Union, dazu ermächtigt, Mitgliedsstaaten zu verklagen, die verdächtigt werden, ihren aus dem EU-Recht erwachsenden Verpflichtungen nicht nachzukommen, könnte zu massiven finanziellen Strafen führen.


Der Streit geht zurück auf den September 2015, als die EU-Mitgliedsstaaten auf dem Höhepunkt von Europas Migrationskrise mit knapper Mehrheit dafür votierten, 120.000 "Flüchtlinge" aus Italien und Griechenland in andere Teil der EU zu verschicken. Diese Zahl galt zusätzlich zu den bereits nach einem Plan von Juli 2015 verteilten 40.000 Migranten aus Italien und Griechenland.

 

Neun Ländern in Zentral- und Osteuropa wurde befohlen, 15.000 der 160.000 "aufzuteilenden" Migranten aufzunehmen. Obwohl die Tschechische Republik, Ungarn, Rumänien und die Slowakei gegen das Abkommen stimmten, sind sie trotzdem gezwungen, sich zu fügen.


Seither haben sich zahlreiche mitteleuropäische EU-Mitgliedsländer vehement geweigert, ihre festgelegten Quoten von Migranten zu erfüllen. Polen etwa hat eine Quote von 6.182 Migranten, keiner davon wurde bislang aufgenommen. Die Tschechische Republik hat eine Quote von 2.691 Migranten und hat nur zwölf aufgenommen. Ungarn, mit einer Quote von 1.294, hat keinen aufgenommen.


In der ganzen EU wurden bislang nur 20.000 Migranten verlegt (6,896 aus Italien und 13.973 aus Griechenland) – das besagt der am 13. Juni 2017 vorgelegte Bericht zur Umverteilung und Neuansiedlung. Von den 28 EU-Mitgliedsländern hat allein Malta seine Quote vollständig erfüllt – 131 Migranten.

 

Viele sogenannte Asylbewerber haben sich geweigert, nach Mittel- und Osteuropa umzuziehen, weil die finanziellen Vergütungen dort nicht so großzügig sind wie in Frankreich, Deutschland oder Skandinavien. Außerdem sind Hunderte von Migranten, die nach Estland, Lettland, Litauen umgesiedelt wurden – Staaten, die zu den ärmsten in der EU zählen –, seither nach Deutschland und in andere reichere EU-Länder geflohen.


Unterdessen haben die Vollstrecker der europäischen "Einheit" durch Anrufung nebulöser Konstrukte wie europäischer "Werte" und "Solidarität" versucht, die mitteleuropäischen Widerstandsnester so zu beschämen, dass diese sich fügen. Der französische Präsident Emmanuel Macron etwa warnte kürzlich:


"Europäische Länder, die die Regeln nicht respektieren, sollten die vollen politischen Konsequenzen tragen. Es gibt einen doppelten Verrat. Sie entschließen sich dazu, die Prinzipien der EU aufzugeben, kehren Europa den Rücken und haben eine zynische Haltung zur Union, von der sie Geld erhalten, ohne ihre Werte zu respektieren."


Doch Spitzenpolitiker in Mittel- und Osteuropa weichen nicht zurück. In Polen sagte Ministerpräsidentin Beata Szydło, ihr Land werde sich von EU-Offiziellen nicht erpressen lassen. In einer Rede vor dem Parlament, die sie am 24. Mai hielt – zwei Tage nach dem dschihadistischen Anschlag von Manchester, bei dem ein polnisches Paar getötet worden war –, sagte sie:


"Wir werden uns an dem Wahnsinn der Brüsseler Elite nicht beteiligen. ... Erhebt euch von euren Knien und aus eurer Lethargie, anderenfalls werdet ihr jeden Tag eure Kinder beweinen."


"Wenn ihr das nicht sehen könnt – wenn ihr nicht sehen könnt, dass der Terrorismus derzeit das Potenzial hat, jedes Land in Europa zu verletzen und denkt, dass Polen sich nicht verteidigen sollte –, dann arbeitet ihr Hand in Hand mit jenen, die diese Waffe auf Europa richten, gegen uns alle."


"Es muss klar und direkt gesagt werden: Dies ist ein Angriff auf Europa, auf unsere Kultur, auf unsere Traditionen. Wollen wir starke Politiker, die in der Lage sind, die Gefahr zu sehen und sie effektiv zu bekämpfen?"


Der polnische Innenminister sagte, den Quoten der EU zuzustimmen, sei "mit Sicherheit schlimmer" als jegliche Bestrafung, die sich Brüssel ausdenken könne:


"Wir dürfen nicht die Terroranschläge vergessen, die sich in Westeuropa ereignet haben und wie diese in den größeren EU-Ländern nun leider eine ständige Erscheinung geworden sind. Erinnert euch daran, dass die sehr zahlreichen muslimischen Gemeinschaften in Westeuropa mit relativ kleinen Zahlen angefangen haben..."


"Ich sage meinen Amtskollegen in Westeuropa, dass die Umsiedlungsstrategie die illegale Migration nur noch verstärkt, weil die Schleuser noch mehr Kunden bekommen, wenn die Migrationswilligen hören, dass Leute, die nach Europa gebracht werden, Unterschlupf in anderen EU-Nationen als Italien und Griechenland bekommen."


Henryk Kowalczyk, ein Mitglied des polnischen Parlaments, sagte:


"Polen leistet einen Beitrag zur EU ... Wir tun, was die Union sagt, was in den Verträgen steht. Wenn der französische Präsident an Flüchtlinge denkt – nun, darüber steht nichts in den Verträgen, und als wir der Europäischen Union beigetreten sind, sind wir keine solche Verpflichtung eingegangen."


Polens Minister für europäische Angelegenheiten, Konrad Szymański, fügte hinzu: "Es gibt zwischen der Kommission und Polen keinen Konflikt um Werte – es geht darum, wie diese Werte zu interpretieren sind."

 

 

In der Tschechischen Republik sagte Ministerpräsident Bohuslav Sobotka, die tschechische Regierung werde "angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage in Europa und dem Nichtfunktionieren des Quotensystems nicht an diesem teilnehmen." Er fügte hinzu: "Wir sind bereit, unsere Position in der EU und den relevanten Justizorganen zu verteidigen."


Der tschechische Außenminister Lubomír Zaorálek sagte, die EU solle sich auf "wirtschaftliche und soziale Konvergenz unter den EU-Ländern konzentrieren, statt zu versuchen, Migranten mit erzwungenen Quoten zu verteilen". Er wies darauf hin, dass in einigen osteuropäischen Ländern "die sozial schwächsten Einwohner oft ärmer sind als die ankommenden Migranten".


Zaorálek fügte hinzu, "diejenigen, die kommen, haben kein wirkliches Interesse daran, integriert zu werden" und wollten mit ihren "Partnern aus demselben kulturellen, ethnischen, religiösen Hintergrund" leben. Die Leute in Mittel- und Osteuropa wollten nicht "die Fehler der westlichen Länder wiederholen", wo es "Stadtviertel mit Tausenden und Abertausenden von Menschen gibt, die unter unzulänglichen Lebensbedingungen leben" und in denen es "sehr gefährlich ist, nicht nur in der Nacht, sondern auch am Tag". Er wies darauf hin, dass es "unter den Ukrainern oder Vietnamesen" – zwei seit langem in der Tschechischen Republik existierenden Gemeinschaften – "keine Selbstmordbomber gibt".

 

In der Slowakei sagte Ministerpräsident Robert Fico, die Massenmigration und der erzwungene Multikulturalismus werde das Wesen seines Landes verändern:


"Ich denke, es ist die Pflicht von Politikern, über diese Dinge sehr klar und offen zu reden. Ich will in der Slowakei keine muslimische Gemeinschaft sehen. Ich will nicht, dass es etliche Zehntausend Muslime gibt, die schrittweise anfangen, ihre Ideologie voranzutreiben. Wir wollen die Gepflogenheiten dieses Landes nicht ändern, die auf der christlichen Tradition beruhen. So war es seit Jahrhunderten. Souveränität und Nationalstolz müssen Teil unserer regierenden Koalition sein."


Fico fügte hinzu, 95 Prozent der sogenannten Flüchtlinge seien in Wirklichkeit Wirtschaftsmigranten:


"Wir werden bei diesem Irrsinn nicht mit offenen Armen mitspielen und so tun, als würden wir sie alle akzeptieren, egal, ob sie Wirtschaftsmigranten sind oder nicht. Wir müssen anfangen, die Wahrheit über Migration zu erzählen."

 

In Ungarn warnte Ministerpräsident Viktor Orbán vor den "explosiven Folgen" eines Zusammenpralls der Kulturen zwischen Europa und den Migranten aus der muslimischen Welt:


"Um zu verstehen, was wir tun müssen, müssen wir die wahre Natur der Situation begreifen, vor der wir stehen. Europa steckt nicht in einem 'Flüchtlingsproblem' oder einer 'Flüchtlingssituation', sondern der europäische Kontinent wird von einer immer weiter anschwellenden Welle neuzeitlicher Völkerwanderung bedroht. Bewegung von Menschen findet in einem immensen Maß statt, und von Europa aus gesehen scheint die Zahl potenzieller zukünftiger Einwanderer grenzenlos."


"Mit jedem neuen Tag sehen wir, dass Hunderttausende aufgetaucht sind und an unseren Grenzen poltern, und es gibt Millionen weitere, die die Absicht haben, sich auf den Weg nach Europa zu machen, getrieben von wirtschaftlichen Motiven ..."


"Wir müssen einsehen, dass die fehlgeleitete Einwanderungspolitik der Europäischen Union für diese Situation verantwortlich ist. Unverantwortlichkeit ist das Kennzeichen jedes europäischen Politikers, der Immigranten ein besseres Leben verspricht und sie dazu ermuntert, alles zurückzulassen und für eine Überfahrt nach Europa ihr Leben zu riskieren. Wenn Europa nicht auf den Pfad des gesunden Menschenverstands zurückkehrt, wird es sich bald von ungünstiger Position aus in einer Schlacht um sein Schicksal wiederfinden ..."


"Lasst uns nicht vergessen, dass diejenigen, die hier ankommen, mit einer anderen Religion aufgewachsen sind und eine radikal andere Kultur vertreten. Die meisten von ihnen sind keine Christen, sondern Muslime. Das ist eine wichtige Frage, denn Europa und die europäische Identität basieren auf dem Christentum. Ist es nicht schon selbst ein Grund zur Beunruhigung, dass die christliche Kultur Europas bereits kaum noch in der Lage ist, Europa in der eigenen christlichen Werteordnung zu halten? Wenn wir das aus den Augen verlieren, könnte die Idee von Europa auf ihrem eigenen Kontinent zu einem Minderheitsinteresse werden."


Mit Hinweis auf die Besatzung Ungarns durch das Osmanische Reich zwischen 1541 und 1699, sagte Orbán:


"Ich glaube, dass wir ein Recht haben zu entscheiden, dass wir nicht eine große Zahl von Muslimen in unserem Land haben wollen. Die Konsequenzen einer großen muslimischen Gemeinde, die wir in anderen Ländern beobachten können, gefallen uns nicht, und ich sehe keinen Grund, warum uns irgendjemand anders dazu zwingen könnte, in Ungarn eine Art des Zusammenlebens zu schaffen, die wir nicht wollen. Das ist für uns eine Lehre aus der Geschichte."


Soeren Kern ist ein Senior Fellow des New Yorker Gatestone Institute.

 

 

210 (2017-07-07) Pressemitteilung

Rumänien stellt EU

in den Schatten

Einzelhandel hat

höchsten Zuwachs

 

In den ersten fünf Monaten 2017 hat der rumänische Einzelhandel (ohne Kraftfahrzeuge) saison- und arbeitstagbereinigt 8,2 Prozent mehr Umsatz als in derselben Zeitspanne des Vorjahres verzeichnet. Im Mai machte der Einzelhandel 4,4 Prozent mehr Umsatz als im April, teilte das Nationale Institut für Statistik (INS) in Bukarest mit. Gegenüber Mai 2016 stieg der Umsatz um 12,3 Prozent.

 

Laut Eurostat verzeichnete der Einzelhandel in Rumänien den höchsten Zuwachs im EU-Vergleich. Stark gestiegen in den fünf Monaten gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr ist der Umsatz von Nicht-Nahrungsgüter (plus 11,2 Prozent), auch der Treibstoffumsatz lag mit 10,1 Prozent im Plus. Bei Nahrungsgütern, Tabak und Getränken lag der Zuwachs bei 3,4 Prozent. Gegenüber Mai 2016 legte der Umsatz des Einzelhandels um 12,3  Prozent zu (Nicht-Nahrungsgüter plus 15,3 Prozent, Treibstoff plus 12,2 Prozent, Nahrungsgüter, Getränke und Tabak plus 6,2 Prozent).

 

209 (2017-07-02) News

Neues Recht auf Waffenbesitz in Tschechien

Bürger dürfen sich

bei Angriffen sofort schützen

 

Während in Deutschland die angestammte Bevölkerung bei jedem neuen Anschlag islamistischer Migranten-Banden weiter entwaffnet wird, ist die tschechische Regierung nun dazu übergangen, ihre Bürger aktiv zu schützen. Das Parlament in Prag hat das Recht auf Waffenbesitz jetzt in der tschechischen Verfassung verankert. Tschechiens Bürger können sich damit in Zukunft im Notfall sofort mit einer scharfen Schusswaffe verteidigen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

 

Tschechische Waffenscheinbesitzer dürfen zukünftig im Falle einer Bedrohung der nationalen Sicherheit ihre Waffe zum Einsatz bringen. Dies beschloss das tschechische Unterhaus in Prag am Mittwoch mit 139 Ja- und neun Nein-Stimmen. Damit wendet sich das Parlament gegen neue strengere EU-Regeln zum Waffenbesitz.

 

Zur endgültigen Änderung des Verfassungsrechtes sieht das System in Tschechien nun eine Drei-Fünftel-Mehrheit im Senat vor. Laut Entwurf bekommen „die Bürger der Tschechischen Republik das Recht, Waffen

und Munition zu erwerben, aufzubewahren und zu tragen.“

 

Innenminister Milan Chovanec (ČSSD) hatte eine entsprechende Gesetzesänderung angeregt. Er begründete seinen Vorstoß mit den islamistischen Terrorangriffen in Paris und Berlin. Gleichzeitig spricht er sich für das Recht der Bürger aus, sich gegen solche nunmehr häufigen Angriffe sofort schützen zu können und zu dürfen – ohne auf das Erscheinen der polizeilichen Behörden warten zu müssen.

In Europa habe sich „die Sicherheitslage immer weiter verschlechtert“, so die Begründung des Innenminister gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Demnach hätten 300.000 der 10,5 Millionen Bürger einen Waffenschein. Sie führen 800.000 Waffen. Hinsichtlich der jüngsten Verschärfung des EU-Waffengesetzes sagte er, die Kommission wolle „einen Teil der Waffenbesitzer entwaffnen – das ist schlicht und einfach Unfug“.

Wie die neueste EU-Richtlinie vorsieht, sollen vollautomatische, militärische und halbautomatische Schusswaffen grundsätzlich verboten werden. Davon sind auch Kurzwaffen mit Magazinen von mehr als 20 Schuss und Langwaffen mit mehr als zehn Schuss betroffen.

shutterstock

 

208 (2017-07-01) Bernd Jürgen Morchutt

Verkehrstote

in Europa

Der Osten erscheint

am gefährlichsten, besonders Bulgarien, Rumänien und Serbien

 

Eine neue Statistik zu den Verkehrstoten zeigt: Die Straßen in Europas Osten sind besonders gefährlich. In Bulgarien stirbt jeder Zehntausendste im Verkehr.

 

Die Fahrt auf Bulgariens Straßen ist riskant: 708 Menschen kamen 2016 im Verkehr des osteuropäischen Landes ums Leben. In Relation zu den rund 7,2 Millionen Einwohnern entspricht das 99 Verkehrstoten pro einer Million – Negativrekord in Europa. Nur in Rumänien (97) ist das Risiko, tödlich zu verunglücken, ähnlich hoch. Während sich Deutschland (39) bei der relativen Zahl der Verkehrstoten im vorderen Mittelfeld befindet, belegt Nachbar Schweiz gemeinsam mit Norwegen (26) Platz eins. Auch in Schweden (27), im Vereinigten Königreich (29) sowie in Dänemark und den Niederlanden (37) ist der Verkehr sicherer als in Deutschland.

 

Trotz aller Umrechnungen und Korrelationen gab es die meisten Verkehrstoten in Frankreich (2016: 3.469; 2015: 3.461), Deutschland (2016: 3.214; 2015: 3.475), Italien (2016: 3.270; 2015: 3.430), Polen (2016: 3.026; 2015: 2.938) und in Rumänien (2016: 1.913; 2015: 1.893).

 

Auf eine Million Einwohner gerechnet, wurden die wenigsten tödlichen Unfälle in der Schweiz (2016: 26; 2015: 31) und Norwegen (2016: 26; 2015: 23) gezählt. Danach folgen Schweden (2016: 27; 2015: 27), Großbritannien (2016: 29; 2015: 29), Dänemark (2016: 37; 2015: 31) und die Niederlande (2016: 37; 2015:37). Deutschland (2016: 39; 2015: 43) kommt an neunter Stelle.

Die meisten Verkehrsunfälle mit Todesfolge je eine Million Einwohner registrierten Bulgarien (2016: 99; 2015: 98), Rumänien (2016: 97; 2015: 95), Serbien (2016: 86; 2015: 68), Lettland (2016: 80; 2015: 95) und Polen (2016: 79; 2015: 77).

 

Die Zahlen sind natürlich mit Vorsicht zu betrachten. In welchem Land fahren nur Einheimische mit dem Auto und sind an Unfällen beteiligt?

 

In ihrer Auswertung des vergangenen Jahres kommt die Nichtregierungsorganisation ETSC (European Transport Safety Council) insgesamt zu einem ernüchternden Ergebnis: Innerhalb der letzten drei Jahre – von 2013 bis 2016 – ist die Zahl der Verkehrstoten in der EU insgesamt nur um ein Prozent zurückgegangen. Das von der EU gesteckte Ziel, die Verkehrstotenzahl von 2010 bis 2020 zu halbieren, ist damit kaum noch zu erreichen.

 

Trotz alledem, ich bin gern mit dem Auto durch Südosteuropa gefahren. Mehrere hunderttausend Kilometer in zwanzig Jahren – immer unfallfrei! Sogar in Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Serbien. Der Sichtkontakt ist dort wichtiger als die Regeln. Der Schnellere kommt zuerst. Wer wartet, wird vergessen.

 

Meine bisher insgesamt drei Verkehrsunfälle hatte ich in Deutschland. Schuldlos und unverletzt, aber eben mit Stress verbunden. In unserem überregulierten Land reduziert sich die Konzentration der Kraftfahrer mit jedem gefahrenen Kilometer.

BJM

 

207 (2017-06-30) Pressemitteilung

Grindeanu: „Die Protestler haben richtig gehandelt“

Scheidender Premier zieht Bilanz

und verteidigt Massendemonstrationen

 

Der letzte Woche per Misstrauensantrag gestürzte rumänische Regierungschef Sorin Grindeanu (PSD) hat am Mittwoch Bilanz gezogen: Der 42-Jährige sagte, dass die letzten sechs Monate für ihn eine „außerordentliche Erfahrung in Bezug auf die zentrale Verwaltung“ eines Landes dargestellt habe, allerdings auch eine „Lehre“ gewesen sei. Er werde die Bestrebungen eines einzigen Menschen, „die ganze Macht an sich zu reißen“, nie nachvollziehen können, so Grindeanu in direkter Anspielung auf seinen bisherigen Parteichef Liviu Dragnea. Auf seiner Pressekonferenz verwies Grindeanu auf das von Rumänien im ersten Quartal 2017 eingefahrene EU-weit höchste Wirtschaftswachstum (5,7%) sowie auf die „steigenden Löhne und Einkommen“ der Menschen. Seinem Nachfolger empfahl der scheidende Premier eine umgehende Abberufung der aktuellen Leitung der Steuerbehörde ANAF. Auf die Frage der Presse, ob er seinen Eilerlass 13 und die darauffolgenden massiven Straßenproteste bedauere, entgegnete Grindeanu, dass „die Protestler richtig gehandelt haben“. Über die beiden Eilerlasse 13 und 14 gebe es „viel zu sagen“, er werde dies möglicherweise schon bald bzw. noch diesen Sommer tun. ADZ

 

206 (2017-06-20) Pressemeldung

NATO-Manöver im Schwarzmeerraum

25.000 Militärs aus 23 Ländern nehmen daran teil

 

Rund 25.000 Militärs aus 23 Mitglieds- und Partnerländern beteiligen sich in der Zeitspanne 11. - 20. Juli an dem größten multinationalen NATO-Manöver im Schwarzmeerraum Saber Guardian 2017 ( SG17), teilt das Verteidigungsministerium mit. Das Manöver wird von den Bodentruppen der USA in Europa (USAREUR) geleitet und findet auf dem Gebiet Bulgariens, Rumäniens und Ungarns statt.  Derartige Manöver werden jährlich veranstaltet, das diesjährige hat jedoch die größten Ausmaße. Es soll insbesondere die Kapazität zur rapiden Mobilmachung und Konzentration der Streitkräfte zu jedem Zeitpunkt und wo immer in Europa bewiesen werden.
Die massive Verlegung von Angehörigen der 3. Panzerbrigade, der 4. Infanteriedivision der USA und die Verlegung des 2. Kavallerieregiments der USA aus Vilseck (Deutschland) an verschiedene Orte in Ungarn, Rumänien und Bulgarien, wo das Manöver stattfindet, stellen Hauptaktionen innerhalb der Übung dar. Zu SG17 gehören auch Generalstabsübungen, Schießübungen, das Überqueren von Wasserläufen, die Evakuierung von Verwundeten und ihre Behandlung.

 

205 (2017-06-17) News

Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Mineriade:

Ion Iliescu und Co. nach 27 Jahren unter Anklage

 

 

Rumäniens erster Nachwendepräsident Ion Iliescu (siehe unten) muss sich letztlich doch noch wegen der vor 27 Jahren erfolgten brutalen Niederschlagung der antikommunistischen Demonstrationen in Bukarest vor Gericht verantworten:

Wie die Militärstaatsanwälte der Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag bekanntgaben, haben sich der heute 87-Jährige sowie weitere hohe Amtsträger seiner „Front zur Nationalen Rettung“ wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verantworten.


Als Mineriaden (von rum. Miner = Bergmann) werden mehrere gewaltsame Protestaktionen bezeichnet, die in den 1990er Jahren in Rumänien überwiegend von Bergarbeitern aus dem Schiltal (Valea Jiului) durchgeführt wurden. Ihre politischen Zielsetzungen waren unterschiedlich, die Hintergründe und Drahtzieher sind teilweise nach wie vor unbekannt.

In den ersten drei Mineriaden im Jahr 1990 gingen in der Hauptstadt Bukarest die Bergleute tätlich gegen Gegner des zunächst provisorisch amtierenden, später offiziell gewählten Präsidenten Ion Iliescu vor, möglicherweise in dessen Auftrag, auf jeden Fall mit seiner Billigung. Hierfür erhielten sie materielle und arbeitsrechtliche Vergünstigungen (Lohnerhöhung, Zuweisung von Lebensmitteln, Arbeitszeitreduzierung).

In der Mineriade des Jahres 1991 übten die Bergarbeiter Druck auf die Regierung von Ministerpräsident Petre Roman aus, die daraufhin zurücktreten musste.

 

 

Die Militärstaatsanwälte legen Iliescu, dem damaligen Regierungschef Petre Roman, Ex-Vizepremier Gelu Voican Voiculescu, Ex-SRI-Chef Virgil Măgureanu, einem knappen Dutzend weiterer damaliger Amtsträger und Geheimdienstchefs sowie dem Anführer der Schiltaler Kumpel, Miron Cozma, zur Last, für die Organisation des Bergarbeitereinfalls vom 13. bis 15. Juni 1990, der vier Menschen das Leben kostete und mehr als tausend Verletzte zur Folge hatte, direkt verantwortlich gewesen zu sein. Laut Staatsanwälten ist die Anklageschrift knapp 2000 Seiten lang, die gesamte Ermittlungsakte gegen die 18 Angeklagten umfasst 413 Aktenordner. ADZ/15.6.2017

 

204 (2017-06-15) Pressemitteilung

Internationale Juristen verklagen die NATO

Bombardierung mit Uranmunition im Jugoslawienkrieg

 

 

Ein Team aus internationalen Juristen verklagt die NATO wegen des Einsatzes von Uranmunition im Jugoslawienkrieg. Bei der Bombardierung seien damals zwischen 10t und 15t abgereichertes Uran zum Einsatz gekommen. Mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt.

Die Uranmunition entfaltet ihr tödlichstes Potential 20 Jahre später. 2019 wird dementsprechend die Verseuchung ihren Höhepunkt erreichen. Während Serbien die Anzahl der Krebserkrankten veröffentlicht, verheimlicht die kosovarisch-albanische Regierung in der serbischen Provinz Kosovo und Metochien (Republik Kosovo) die Anzahl der seit der Bombardierung 1999 an Krebs erkrannten Menschen.

Serbien fordert von allen damals beteiligten Staaten - auch Deutschland - eine Entschädigung. Die Fälle der Krebserkrankungen sind seit 1999 gestiegen.

 

Die sogenannte „Operation Allied Force“ im ehemaligen Jugoslawien war eine im Wesentlichen von den Vereinigten Staaten geführte Militäroperation. Es war der erste Krieg, den die NATO sowohl außerhalb eines Bündnisfalls, dessen Ausrufung bis dahin als Grundlage eines NATO-weiten Vorgehens galt, als auch ohne ausdrückliches UN-Mandat führte.

 

203 (2017-06-15) Pressemitteilung

Der ungarische Premier kritisierte die EU

Der Grenzzaun an der Südgrenze bleibt stehen

„Brüssel stellt sich offen auf die Seite von Terroristen“, sagte der ungarische Premier Viktor Orban am Montag im Budapester Parlament. Orban begründete seine Aussage mit dem Fall des Flüchtlings Ahmed H. Dieser war in Ungarn zu einer Haftstrafe verurteilt worden, was das EU-Parlament in einer Resolution kritisierte. Orban attackierte auch den ungarischstämmigen US-Milliardär George Soros.

Dem Flüchtling aus Syrien, Ahmed H., war in Ungarn der Prozess wegen Terrorismusvorwürfen gemacht worden, da er 2015 als „Rädelsführer“ hinter dem Angriff auf die ungarische Grenzsperre gestanden haben soll. Der Mann war in erster Instanz zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Als „absurd“ bezeichnete der Regierungschef weiter, dass heute in Brüssel ein „Finanz-Spekulant“ bestimme. Führungsspitzen Europas würden vor dem ungarischstämmigen US-Milliardär Soros „katzbuckeln“, der Europa sagen würde, was zu tun sei, zitierte die Ungarische Nachrichtenagentur MTI Orban. Die Mehrheit der Ungarn wolle nicht zulassen, dass Brüssel die Lenkung Ungarns übernehme. 

 

Dies ginge aus der Nationalen Konsultation hervor, an der rund 1,6 Millionen Bürger teilgenommen hätten. Bei dieser Befragung hätte die Mehrheit der Staatsbürger auch gegen die Flüchtlingsquoten Brüssels und dafür gestimmt, dass sich Flüchtlinge in Ungarn nicht frei bewegen dürfen. „Solange ich der Ministerpräsident Ungarns bin und hier stehe, solange wird auch der Grenzzaun an der Südgrenze stehen“, betonte der Premier. Die Regierung Ungarns werde der „Erpressung“ seitens Brüssels nicht nachgeben und die Ansiedlungsquoten weiter ablehnen.

 

Orban betonte weiter die Wirtschaftserfolge seines Landes, die auf nationaler Grundlage, nationalen Werten folgend erreicht werden konnten. „Wir wollen ein ungarisches Ungarn und ein europäisches Europa“, sagte der Premier und betonte:“Die Europäische Union ist nicht Brüssel“. Ungarn sei niemals „europafeindlich“ gewesen. Dabei könne Ungarn nicht akzeptieren, dass „unsere Zukunft in Moskau. Brüssel oder Washington bestimmt wird“, konstatierte Orban.

 

Anonymous – 14. Juni 2017

 

202 (2017-06-14) News/BJM

Lidl lohnt sich!

Steigende Umsatzzahlen

für Lidl-Kette in Rumänien

 

Der deutsche Einzelhändler Lidl hat im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz in Rumänien in Höhe von 5,57 Milliarden Lei verzeichnet, das sind 1,23 Milliarden Euro. Dies geht aus Angaben des Finanzministeriums hervor, die von der Bukarester Wirtschaftszeitung „Ziarul Financiar” veröffentlicht wurden. 2016 konnte Lidl seine Geschäfte um etwa 850 Millionen Lei (190 Millionen Euro) erweitern. Lag das Umsatzwachstum bei 18 Prozent, so sind die Gewinne um 27 Prozent bis auf knapp 218 Millionen Lei angewachsen. 

 

Im Durchschnitt hat Lidl in Rumänien im vorigen Jahr 4265 Arbeitnehmer beschäftigt. Zur Zeit betreibt die Kette über 200 Märkte in Rumänien, geplant sind 300, vor der Eröffnung stehen Filialen in Călăraşi, Piatra Neamţ und Piteşti. Lidl hatte bereits 2005 einen Einstieg in Rumänien geplant, doch kurz danach legte der zur Schwarz-Gruppe gehörende Riese seine Pläne auf Eis. 

2011 konnte Lidl von seinem deutschen Konkurrenten Plus dessen Rumänien-Tochter kaufen, 107 Standorte wurden zu Lidl-Märkten umgebaut. Für Schlagzeilen sorgte der Billiganbieter im vergangenen Herbst, als er zum ersten Mal Angaben über die Entlohnung seiner Beschäftigten machte und eine in Etappen durchzuführende Lohnerhöhung bekanntgab. Dem Beispiel des Discounters folgten auch andere Einzelhändler, wie zum Beispiel Kaufland oder Carrefour. 

 

201 (2017-06-10) Bernd Jürgen Morchutt

Prinz Charles verrät, was ihn an

Rumänien begeistert

Große Ehrung für den britischen Thronfolger

 

Der Prince of Wales, der Thronfolger des Vereinigten Königreichs, sagte seinen rumänischen Freunden, dass die Kultur und das Naturerbe des Landes und seine Traditionen zu den wichtigsten Gründen gehören, die ihn nach Rumänien kommen lassen.

Der Prinz war Ende Mai im siebenbürgischen Cluj-Napoca, in West-Rumänien, um die Ehrendoktorwürde der dortigen Universität Babeș-Bolyai entgegenzunehmen. Als Fan von Rumänien und Liebhaber der Region Transsilvanien besitzt er verschiedene alte Ländereien im Lande, so in Viscri (Kreis Brașov), Valea Zălanului (Kreis Covasna), Mălâncrav (Kreis Sibiu), und in Breb (Kreis Maramureș).

 

„Ich wurde oft gefragt, warum ich so oft nach Rumänien reise, was macht diesen Platz für mich so speziell? Die Antwort ist für mich sehr einfach: Ihr, meine rumänischen Freunde; Ihre Kultur und Ihr Naturerbe, Ihre Traditionen, aber auch Ihre Bereitschaft zur Veränderung und Neugestaltung. All das repräsentiert nach Jahrhunderten der Geschichte Ihre Identität und Ihr tatsächliches Potenzial. All diese Energie können Sie zur Veränderung einsetzen. Das sind die Dinge, die Sie wirklich besonders machen in der gegenwärtigen Welt, sagte der Prinz in seiner Rede in der Babeș-Bolyai Universität von Cluj/Klausenburg/Kolozsvár.

 

Der Prinz begann seine Rede auf Rumänisch (siehe oben), dankte dem Auditorium für die Ehre, die ihm die älteste Universität Rumäniens mit diesem Titel gewährt. Er betonte, dass genau zwanzig Jahre seit seinem ersten Besuch 1997 in Rumänien, in Transsilvanien vergangen seien und hob hervor die Schönheit der Region und die tiefgreifenden Eindrücke, die bei ihm haften geblieben sind.

 

„Es ist selten, vielleicht sogar einmalig in Europa, eine solche lebendige Landschaft, gut beschützt und intakt in einer derartigen Ausdehnung vorzufinden,“ sagte Prinz Charles. Er unterstrich den Naturreichtum des Landes, in dem es 200 verschiedene Arten von Schmetterlingen gibt. Im Vergleich zu mageren vierzig in Großbritannien.

Der Prinz sprach über die Bedeutung kleiner landwirtschaftlicher Betriebe sowohl in Rumänien als auch im restlichen Europa.

Das bringt - bezogen auf einige EU-Studien - eine Produktivität je Hektar, die zweimal höher ist als in großen Farmen. Er sprach auch über die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit für die Märkte und ihre Bedeutung für die Aufrechterhaltung einer blühenden und natürlichen Landwirtschaft.

„Wir, der Rest der Welt, können viel lernen von der kultivierten Landwirtschaft Transsilvaniens. Diese Bestandteile haben eine geistige, wirtschaftliche und ökologische Bedeutung. Sind diese Dinge wichtig in der heutigen zynischen Zeit, wo es eine sogenannte Obsession nach Effektivität und Bequemlichkeit gibt? Ja, es spielt eine Rolle, weil es lebenswichtig für diese Landschaft ist, wo der Mensch im Einklang mit der Natur lebt,“ sagte der royale Doktor h.c.

 

Der Senat der Babeș-Bolyai Universität Cluj-Napoca entschied, Prinz Charles den Ehrendoktortitel zu gewähren in Anerkennung seiner bedeutenden Unterstützung zur Förderung der rumänischen Kultur und des Naturerbes sowie für die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Rumänien und Großbritannien.

Der Prince of Wales besitzt darüber hinaus bereits den Ehrendoktortitel der Bukarester Universität aus dem Jahre 2014 (im Bild links).


Das Dorf Viscri im Kreis Brașov in Zentralrumänien, wo der Prinz sehr oft seinen Urlaub verbringt, verzeichnete im vergangenen Jahr 34.000 Besucher. 60 Mal mehr als seine Einwohnerzahl. Jetzt müssen nur noch die schlechten Verkehrsverbindungen beseitigt werden, damit das Erbe weiter gepflegt werden kann.

BJM


Photo source: Universitatea Babeş-Bolyai, Universität Bukarest, getty

 

200! (2017-06-09) Newsletter der Peter Maffay Stiftung

 

Ein extremer Parcour verschwindet

Ortsverbindungsstraße in Radeln/Transsilvanien wird asphaltiert 

 

Der Ort Radeln (rumänisch: Roadeş), ein Ortsteil der Hauptgemeinde Bunesti (Bodendorf), liegt mitten im rumänischen Transsilvanien zwischen Sibiu (Hermannstadt) und Brașov (Kronstadt), ca. 35 km von Sighişoara (Schäßburg) entfernt. Das ehemals von den Siebenbürger Sachsen bewohnte stolze Dorf hat durch Abwanderung, Arbeitslosigkeit, Armut und unzureichende Infrastruktur stark gelitten. Gleichzeitig sind offenkundige Potenziale wie die landschaftliche Lage, die weitestgehend erhaltene malerische Architektur und die unverfälschte Natur praktisch ungenutzt.

 

Wir freuen uns sehr, dass die Arbeiten für die Asphaltierung der Ortsverbindungsstraße in Radeln gut voranschreiten. Für die Anwohner, aber auch für alle Gäste, die Radeln im August zur Kulturwoche (siehe unten) besuchen werden, wird dies eine große Erleichterung sein.

 

Wir danken hier den zuständigen Behörden und der Gemeinde Bodendorf für ihre großartige Unterstützung. Zusammen mit dem Frischwasserprojekt bedeutet die neue Straße eine enorme Verbesserung der Lebensqualität für die gesamte Dorfgemeinschaft.

 

Mit der großartigen Unterstützung unserer Spender und der Gemeinde Bodendorf konnten die ersten Hauswasseranschlüsse erstellt werden. Wir sind guter Dinge, dass bis zur Kulturwoche im August das Frischwasserprojekt vollenden können.

 

Images und Text: Peter Maffay Stiftung

 

199 (2017-06-02) News

Der böse Russe muss gestoppt werden

USA investieren in Stärkung der NATO-Ostflanke

 

Die US-Regierung hat eine Aufstockung der Finanzmittel zur Stärkung der NATO-Ostflanke in Aussicht gestellt. Washington werde das Budget der Europäischen Sicherheitsinitiative von gegenwärtig 3,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr auf 4,3 Milliarden Dollar ab 2018 erhöhen. Das US-Programm umfasst Investitionen in die NATO-Sicherheitsarchitektur.

 

Davon sollen auch Stützpunkte in Rumänien profitieren: Die Infrastruktur der Luftwaffenbasis Câmpia Turzii soll für 3 Millionen US-Dollar ausgebaut werden, während 2,2 Millionen US-Dollar in den Militärflughafen Mihail Kogălniceanu fließen sollen. Zudem sollen die Finanzmittel zur Stationierung von NATO-Verbänden aufgewendet werden.

 

198 (2017-05-20) Peter Wolf vom Balaton

Rádpuszta-Csárda

in Balatonlelle

Gastronomie mit Erlebnischarakter 

 

Mitte Mai und bei Temperaturen bis zu 25 Grad erwacht das Leben am Balaton aus dem Winterschlaf. Erste Touristen wagen sich in die pittoresken Ortschaften rund um Ungarns liebsten Binnensee, Übermütige wagen gar einen ersten beherzten Sprung ins Wasser. Neben Tihany und Siófok gehören Balatonboglár und das benachbarte Balatonlelle zu empfehlenswerten Ausflugszielen am Plattensee. Wer Balatonlelle besucht, sollte sich einen Abstecher in die Rádpuszta-Csárda nicht entgehen lassen.

 

Zu finden ist die traditionelle Csár­da nur wenige Kilometer vom Ba­latonufer entfernt inmitten herr­licher Weinberge. Das schilfgedeckte Gebäude des volkstümlichen Gasthofes mit seinem hellen Innenhof ist Teil des Erlebnisparks Rádpuszta. Dieser um­fasst neben der Csárda auch eine Pen­sion, eine Freizeitanlage mit Abenteuer­spielplatz, eine Bogenschießanlage und einen Streichelzoo sowie einen gut aus­gestatteten Reiterhof und bietet allerlei Programm für Jung und Alt.

 

Rustikal und unvergesslich


Doch auch der Besuch der Csárda selbst hat Erlebnischarakter: So wird man etwa schon kurz hinter dem Ein­gang von einer traditionellen „Zigeu­nerkapelle“ begrüßt, die fröhlich zum Csárdás aufspielt und eine Atmosphäre schafft, die es den Besucher erlaubt, so­fort in die volkstümliche Welt des 1998 eröffneten Gasthofes einzutauchen. Zu entdecken gibt es viel: von überall prä­senten folkloristischen Schnitzereien über Kessel und Weinfässer, die zur Deko umfunktioniert wurden, bis hin zur rustikalen Einrichtung der Innen­räume, die es mit gusseisernen Öfen und gemauerten Kaminen der Rádpus­zta-Csárda erlaubt, auch den Winter hindurch geöffnet zu bleiben.

Doch auch dem Innenhof mit seinen Holzbänken und dem vielen Grün fehlt es nicht an Charme. Zudem findet sich hier eine weitere Sehenswürdigkeit der Csárda: die drei großen Steinöfen. Dort schmoren die Spezialitäten des Hauses, wie Spanferkel, Entenkeulen, geräucherte Schweinshaxen und En­tenbraten, im eigenen Saft. Schon kurz vor 5 Uhr am Morgen müssen sie täg­lich mit dicken Scheiten Akazienholz befeuert werden und ab 9 Uhr braten die ersten Köstlichkeiten in ihrem In­neren und verbreiten einen verführeri­schen Duft, der einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. 

 

Neben den Gerichten aus dem Steino­fen stehen viele weitere traditionelle ungarische Speisen auf dem Menü der Rádpuszta-Csárda: Angefangen beim Klassiker der ungarischen Küche, der Gulaschsuppe, über Letscho, Krautrou­laden, Entenleber und Hirschgulasch bis hin zu Quarknudeln mit Schmand und Speckgrieben. Die Portionen sind groß, dekorativ angerichtet und gut ge­würzt – eben Hausmannskost, die gar nicht enttäuschen kann. 

 

Keller der ungarischen Weine

 

Eine besondere Sehenswürdigkeit für Weinconnoisseure und all jene, die es noch werden wollen, dürfte wohl der Anfang 2014 nach längeren Re­novierungsarbeiten wiedereröffnete Weinkeller sein, der sich in drei bis vier Meter Tiefe unter dem Gasthof er­streckt. Auf über 500 Quadratmetern kann man hier nicht nur Wissenswer­tes über alle 22 Weinregionen Ungarns erfahren, sondern auch in die Welt der ungarischen Pálinka eintauchen. Na­türlich sollte bei der Gelegenheit auch eine Kostprobe der edlen Tropfen auf dem Programm stehen: Egal, ob für eine Einzelperson oder für eine größere Gruppe, die Rádpuszta bietet Verkos­tungspakete an, die neben Weinen un­terschiedlicher Regionen auf Wunsch auch Käse aus lokaler Produktion, feinsten Schinken oder andere leckere Happen enthält. Entworfen wurde der angeblich schon über 180 Jahre alte Weinkeller, der vor allem durch die mannshohen zu Ausstellungskästen umfunktionierten Weinfässer beein­druckt, vom Budapester Architekten Gábor Szabó. Ein besonderes Sch­mankerl für Stammgäste: Für 80.000 Forint im Jahr kann man hier seinen eigenen Weinsafe mieten. Dieser wird entweder mit Weinen aus dem Ange­bot der Rádpuszta gefüllt (im Wert des Mietpreises) oder kann mit den per­sönlichen Lieblingsweinen und Spiri­tuosen bestückt werden. Sicherlich ein Weg, um Gäste und Geschäftspartner zu beeindrucken.

Fazit


Wer es rustikal mag, für Folklore offen ist und die Romantik der Puszta am ei­genen Leib erleben möchte, für den hält die Rádpuszta-Csárda ein unvergessli­ches Erlebnis bereit. Dabei ist egal, ob man allein, zu zweit oder gleich mit der ganzen Großfamilie anreist. Wer einen Ausflug in die Gegend um Balatonlelle plant und nicht unbedingt in unmittel­barer Nähe des lärmigen Badestrandes übernachten möchte, der sollte auch ei­nen Blick auf das Angebot der Rádpus­zta-Pension werfen. Der Erlebnispark bietet für Gruppen ab 10 Personen sogar einen Transferdienst an, der Gäste im Minizug in der Umgebung abholt und zum Gasthof bringt.

P.W.

 

197 (2017-05-20) Pressemitteilung

Keine Aufnahme

von Flüchtlingen

Tschechien unbeeindruckt

von EU-Sanktionen

 

Prag könnte Strafzahlungen in Millionenhöhe präsentiert bekommen


Und zeigt sich davon völlig unbeeindruckt. Am EU-System zur Verteilung von Flüchtlingen will sich Prag nicht beteiligen.

 

Tschechien zeigt sich in der Flüchtlingspolitik unbeeindruckt von möglichen Sanktionen. Die EU-Kommission hatte Länder, die sich nicht am Umverteilungsprogramm beteiligen, mit rechtlichen Schritten gedroht.

Unsere Vision ist schlicht und einfach nicht, dass Flüchtlinge nach Tschechien kommen, und das vor allem aus Sicherheitsgründen“, sagte Innenminister Milan Chovanec am vor Beginn des EU-Innenrats in Brüssel.

Prag rechnet nach Angaben des Sozialdemokraten mit einer Strafzahlung bis zu Dutzenden Millionen Euro, falls das Land eine etwaige Klage der EU-Kommission vor dem EU-Gerichtshof verlieren sollte. „Dieses System der verpflichtenden Quoten funktioniert nicht und es wird nicht funktionieren“, sagte Chovanec. Er forderte eine Hinwendung zum Konzept der sogenannten „effektiven Solidarität“, nach dem einzelne Länder sich anderweitig engagieren können.

 

Er kritisierte zudem, dass sein Land an den Pranger gestellt wird. „Wir spielen ein Spiel darum, wer 20 Menschen aufnimmt und wer 12 – derjenige, der 20 aufnimmt, ist der Gute, und derjenige, der (wie Tschechien) 12 aufnimmt, der Böse“, bemängelte Chovanec. Er werde weiter auf gründlichen Sicherheitschecks aller Umsiedlungskandidaten bestehen.

 

In der Praxis hat Tschechien seit August keine Flüchtlinge mehr aus dem Programm aufgenommen

 

Dabei entfallen auf das Land knapp 1600 der 120.000 Flüchtlinge.

Die EU-Kommission will im Juni über den Umgang mit Staaten entscheiden, die sich nicht an der Verteilung von Flüchtlingen in Europa beteiligen. Ungarn, Polen und Tschechien könnte sie dann Vertragsverletzungsverfahren in Aussicht stellen, die zu Geldbußen führen können.

Die Entscheidung über konkrete EU-Verfahren kann frühestens im September fallen, wenn eine Zwei-Jahres-Frist zur Verteilung von bis zu 160.000 Flüchtlingen innerhalb Europas abläuft.

„Ich fordere Polen und Ungarn – die bislang keinen einzigen schutzbedürftigen Flüchtling umgesiedelt haben – auf, jetzt sofort damit anzufangen“, sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos am Dienstag in Straßburg.

 

Das hat Österreich zwar auch nicht getan

 

Wien hat allerdings zuletzt Zusagen zur Übernahme von 50 Migranten aus Italien gemacht, wie die EU-Kommission erklärte.

Polen und die Slowakei sollten „mehr Flexibilität in Bezug auf ihre Präferenzen zeigen“, verlangte die EU-Kommission in einer Mittelung. Bulgarien sträube sich gegen die Aufnahme von Eritreern, heißt es im Bericht der Brüsseler Behörde. Die Slowakei wiederum nehme nur alleinstehende Frauen mit Kindern auf und Personen mit Reisedokumenten, „was es Italien nahezu unmöglich macht, Bewerber zu finden, die diesen Vorlieben entsprechen“.

Bernard Priecel, der Leiter der slowakischen Immigrationsbehörde, sagte der Deutschen Presse-Agentur zu Migranten aus Griechenland: „Wir haben die Anforderung gestellt, dass es sich um Frauen mit Kindern handeln soll, denn das ist die am stärksten bedrohte Gruppe.“

 

Die Bemühungen zur Entlastung von Italien und Griechenland kommen immer langsamer voran als geplant

 

Nach jüngsten Zahlen wurden 18.418 Migranten aus den beiden Ländern umgesiedelt. In Griechenland warten noch 12.400 Menschen auf die Weiterreise. In Italien sind dafür 2500 Personen vorgesehen. Mehr als 1800 weitere Menschen kommen dort für das Programm in Betracht.

Nach Ablauf der September-Frist wird auch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Flüchtlingsverteilung erwartet. Ungarn und die Slowakei hatten dagegen geklagt. (dpa/so)

 

Epoch Times18. May 2017

 

196 (2017-05-19) Siegfried Thiel aus Bukarest/ADZ

König Hagi!

Viitorul ist acht Jahre nach Vereinsgründung erstmals Fußballmeister

Es ist nun wieder einmal ein typisch rumänischer Modus, in dem die Saison im Fußball-Oberhaus zu Ende geht. Die Meisterfrage wurde zwar auf dem Spielplatz im Fernduell zwischen dem FC Viitorul und Steaua Bukarest geklärt, doch nun beanstanden letztere, dass bei Punktgleichheit nicht nur die direkten Spiele aus der Play-Off-Runde gelten, sondern auch die Resultate aus der regulären Saison. In diesem Fall wäre Steaua Meister. Im vergangenen Jahr wurden, laut rumänischen Medien, Platzierungen bloß nach den Resultaten aus dem zweiten Teil der Meisterschaft entschieden.

Auf dem Platz stand am Samstagabend eine hochmotivierte Mannschaft von Steaua Bukarest, die bereits zur Pause alles für die Meisterfeier klar machte: 3:0 führte sie gegen eine streckenweise passive CSU Craiova, während der FC Viitorul nur mühsam gegen eine beherzt aufspielende CFR Klausenburg den Rückstand verhindern konnte. Doch dann kam die 65. Spielminute, in der künftige und ehemalige Steaua-Spieler über den Erfolg des FC Viitorul entscheiden sollten. Der Klausenburger Spieler Larie, der kommende Saison zu Steaua wechselt, beging ein Foul im eigenen Strafraum und der Ex-Steaua-Kicker Gabriel Iancu erzielte den einzigen Treffer des FC Viitorul, um erstmalig in der Geschichte des Vereins Meister zu werden. 

Noch nie hat in Europa ein Verein es geschafft, acht Jahre nach seiner Gründung den nationalen Titel zu holen, und auch für Hagi war es neue Premiere: Als Trainer hat er sich noch nie mit Meisterehren schmücken können. Auch die dritte Partie der Play-Off-Runde hatte ihren Fokus auf den Titel gerichtet, denn Dinamo hätte bei einem eigenen Sieg und bei Ausrutschern der beiden punktgleichen Erstplazierten unter Umständen ebenfalls den Titel holen können. Astra Giurgiu trotzte Dinamo jedoch einen Punkt in deren Stadion ab und so mussten sich die Dinamos mit dem letzten Podiumsplatz begnügen.

 

In der Play-Out-Runde kam die in drei Wettbewerben auftretende und überbelastete ACS Poli Temeswar (23 Punkte) nicht über ein 1:1 gegen CSM Jassy hinaus. Die Abstiegssorgen der Banater bleiben akut, auch weil die Mannschaft schon ein Spiel mehr als Chiajna (23) und zwei Spiele mehr als Târgu Jiu (17) bestritten hat.

 

195 (2017-05-13) Andreas Ernst aus Belgrad

George Soros

und der Balkan

Die flexiblen Sorositen

und ihre Feinde

 

Mehr als gesellschaftlichen Wandel hat Soros auf dem Balkan Karrieren gefördert. Nun kommt das Netzwerk, das er aufgebaut hat, immer mehr unter Druck.

 

Was die Gründer der OSI teilten, waren die Ablehnung von Nationalismus und der Glaube an Menschenrechte und Toleranz. Dagegen hatte sich bei den meisten der Jugoslawismus und Antikapitalismus der früheren Jahre verflüchtigt. Sie schufen ein Netzwerk, das die Kriege überdauerte und «Inseln der Freiheit und des Widerstandes» bildete, wie es der Zagreber Soziologe Paul Stubbs ausdrückt. In Kroatien und Serbien wurden die Soros-Leute von den nationalistischen Regimen angegriffen und als Verräter und bezahlte fünfte Kolonne verunglimpft.


Mazedonien konnte sich aus dem Krieg heraushalten. «Soros setzte auf unser Land. Es sollte das Vorbild einer funktionierenden, multiethnischen Demokratie auf dem Balkan werden.» Noch vor dem Währungsfonds stellte er dem Land Millionenkredite zur Verfügung, damit Treibstoff und Medikamente importiert werden könnten, nachdem Griechenland seinen Nachbarn 1994 mit einem Embargo belegt hatte. «Wir erhielten Geld, um freie Medien zu gründen. Und wir stellten Bildungsprogramme auf, um die Roma im Land zu fördern.» In einer Zeit, da Mazedonien kaum Freunde hatte, so Milcin, habe Soros geholfen.

 

Garanten der Freiheit


Seither sind unzählige NGO als «Spinofovi» (Spin-offs) aus den Soros-Programmen zur Belebung der Zivilgesellschaft hervorgegangen. Von ihnen sind heute etwa dreissig noch aktiv. Es war nie ein Geheimnis, dass ihr Personal dem autoritären System Gruevski, welches das Land zehn Jahre lang kontrollierte, ablehnend gegenüberstand. Diese Organisationen, so Milcin, hielten die letzten freien Räume offen: Treffpunkte, Internetforen und Protestversammlungen. «Sie sind es, die Rechenschaft einfordern von den Mächtigen.»


Aber sind diese NGO auch Teil des gesellschaftlichen Wandels? Sind sie die Kerne einer Bürgerbewegung, als die sie sich sehen? Milcin räumt ein, dass viele der fähigsten Aktivisten in den vergangenen fünfzehn Jahren dem Land den Rücken gekehrt hätten. «Sie sind in Kanada, Österreich oder Deutschland.» Und mit ihnen verschwanden die Fähigkeiten, die sie im «Soros-System» erworben hatten: Managementqualifikationen, Sprachkenntnisse, Verhandlungsgeschick. Nicht zuletzt die Central European University, Soros' Universität in Budapest, wurde für viele zum Sprungbrett für eine Karriere in internationalen Organisationen, Think-Tanks oder im akademischen Bereich. Andere wechselten in die Politik ihrer Heimatländer. Auch der mazedonische Präsident Ivanov, heute ein erklärter Gegner der Sorositen, durchlief das System.


Die Central European University, Soros' Universität in Budapest, wurde für viele zum Sprungbrett für ihre Karriere


Doch nicht nur das Engagement in den Soros-Institutionen hat viele berufliche Laufbahnen geprägt. Heute eröffnen sich auch im Kampf gegen Soros Karrierechancen. Cvetin Cilimanov, ein knapp 40-jähriger Journalist und Übersetzer, steht an der Spitze der Bewegung Stop Operation Soros, die sich mit Unterstützung der Regierung dem Kampf gegen die «linke Unterwanderung» widmet. Cilimanov entstammt einer traditionell antikommunistischen Familie in Skopje und bezeichnet sich als konservativ, aber nicht nationalistisch.


Bevor er 2012 von der staatlichen Medienagentur als Korrespondent nach Washington entsandt wurde, arbeitete er als Berater von Präsident Ivanov. In den USA knüpfte er Kontakte zur konservativen Heritage Foundation, rechtskonservativem Kongressabgeordneten und anderen Gegnern von Soros. «So wie es das internationale Netz der Sorositen gibt, existiert heute eine Internationale ihrer Gegner», sagt Cilimanov. Sie wehre sich dagegen, dass die linke Agenda der Sorositen von willfährigen amerikanischen Botschaftern mit Steuergeld umgesetzt werde. Die staatliche Hilfsagentur USAID ist ein beliebtes Ziel der Anti-Soros-Lobby.


 

Zu den Gegnern des Soros-Systems, so Cilimanov, gehörten auch Verbündete in den Visegrad-Staaten. «Wenn die deutsche oder die niederländische Botschaft in Skopje behauptet, sie vertrete die Position der EU, ist das eine Lüge. Es gibt keine EU-Position, wenn es um die Offenheit der Grenzen oder die Schwulenehe geht.» Cilimanov versteht sich als Streiter in einem Kulturkampf. Dank internationaler Vernetzung und Sprachkenntnissen kann er ihn dies- oder jenseits des Atlantiks führen, je nachdem, wo sein Einsatz gefragt ist.


Umstrittene «NGO-Kultur»


Seit der demokratische Aufbruch in den Ländern des westlichen Balkans vorerst gescheitert ist und sich vielerorts autoritäre Regime eingenistet haben, wird Soros auch von links kritisiert. Intellektuelle wie Igor Stiks oder Srecko Horvat anerkennen, dass die philanthropisch inspirierten Programme das Los von Minderheiten da und dort verbesserten. Auch der Kampf für interethnische Toleranz sei ehrenwert. Bei alldem werde aber die Ursache des Malaises ignoriert: der ungezügelte Kapitalismus, der sich mit den Autokraten zu einem ausbeuterischen System verbündet habe. Auch der Anspruch der NGO-Szene, die Bürgergesellschaft zu repräsentieren, wird bestritten. In Wirklichkeit würden sowohl die Probleme als auch die Lösungswege von den internationalen Geldgebern definiert und von lokalen Angestellten lediglich umgesetzt. Im schlimmsten Fall lähme die «NGO-Kultur» sogar die Bildung zivilgesellschaftlicher Bewegungen.


Mit dieser Kritik kann Uranija Pirovska, die Direktorin des von Soros unterstützten Helsinki-Komitees in Skopje, nichts anfangen. «Wir leben in einem Staat, der die Menschenrechte mit Füssen trampelt.» Das Komitee sei das einzige, das die Opfer juristisch und mit öffentlichen Kampagnen verteidige. «Dass wir seit Monaten dauernd die Finanzinspektion im Haus haben, zeigt doch, dass wir effektiv sind. Die Mächtigen fürchten uns.»

 

NZZ - 12.5.2017

 

Andreas Ernst (* 1960 in Zürich) ist ein schweizerischer Journalist und Historiker. Er ist Experte für die neuere Geschichte Südosteuropas. 1999 ging er als Mitarbeiter, ab 2001 als Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung und der NZZ am Sonntag zusammen mit seiner Familie nach Skopje. Seit 2002 ist er Südosteuropa-Korrespondent der Zeitung mit Sitz in Belgrad.

 

Do              20.07.2017 

Nr.           2.461 - 1.158

Aktualisierung        19:15

Übrigens,

 

… in Berlin werden immer noch dringend Wahlhelfer gesucht - ein Interessent wollte sich deshalb melden, aber … Sie glauben nicht, was dann geschah (doch Sie ahnen es sicherlich): Online ließ sich die „Bereitschaftserklärung" auf dem beschriebenen Weg an die angegebene Stelle nicht senden, also schickte unser freundlicher Helfer das Papier per Mail an die allgemeine Adresse des Bezirksamts - das war vor zehn Tagen, bis heute keine Antwort. Nächster Versuch: Persönliche Anmeldung im Rathaus Weißensee - doch dort hieß es: Nicht bei uns! Fahren Sie zum Rathaus Pankow … Das Resümee: „Im Bürgeramt Weißensee kann man kein Formular raussuchen und das ausgefüllte Ding dann nach Pankow senden? Statt dessen soll ich noch Fahrgeld bezahlen, um nach Pankow zu kommen? Also lassen wir das.“ TSCP

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 19.07.2017

17    19   21   27    36   41    SZ: 1

Spiel 77:  0177 997 

 

Super 6: 422 100  

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1974 (2017-07-20) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Metalldiebe im Bergener Gotteshaus

In Sankt Marien hat

die Stunde 61 Minuten

Die westliche Außenwand

mit dem Grabstein einens

wendischen Priesters

BREAKING NEWS

Stand: 20.07.2017 - 19.25 Uhr

 

International

 

US-Präsident Donald Trump hat laut einem Medienbericht die verdeckten Waffenlieferungen der CIA an syrische Rebellen, die gegen die Regierung von Bashar al-Assad kämpfen, stoppen lassen. Die Entscheidung habe Trump vor knapp einem Monat nach einem Treffen mit CIA-Direktor Mike Pompeo und seinem Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster getroffen.

 

Nach dem Hickhack um die Gesundheitsreform und die Russland-Affäre seines Sohnes bringt ein Zeitungsinterview US-Präsident Donald Trump abermals in Erklärungsnot. Eben wegen der Kontakte seines Teams nach Moskau hat sich Trump nun offenbar nachhaltig mit seinem Justizminister Jeff Sessions entzweit. Er hätte Sessions nicht ernannt, wenn er gewusst hätte, dass dieser sich in der Causa für befangen erklären würde, sagte Trump in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der "New York Times".

 

In Russland ist der Entzug der Staatsbürgerschaft bei einer Verurteilung wegen terroristischer Straftaten nun möglich. Die Abgeordneten des Unterhauses verabschiedeten am Mittwoch in Moskau in dritter Lesung das Gesetz, das ausschließlich eingebürgerte Russen betrifft.

 

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu befand sich im Gespräch mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Sein Mikrofon soll bei dem privaten Treffen zeitweise noch eingeschaltet gewesen sein, so dass ihn Journalisten außerhalb des Zimmers hätten hören können. "Europa gefährdet seine eigene Entwicklung, in dem es seine Beziehung zu Israel in Gefahr bringt wegen dieses verrückten Versuchs, Bedingungen zu schaffen" für einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern, sagte er laut "Ynet" weiter. "Europa muss sich entscheiden, ob es leben und gedeihen will oder ausdörren und verschwinden."

 

In Griechenland haben sich in den vergangenen Wochen gewalttätige Angriffe auf Migranten gehäuft. Die Attacken werden meist nachts von Schlägertrupps durchgeführt, die mit Messern und Schlagstöcken bewaffnet sind.

 

Beim Errichten von Wohnraum haut Österreich im internationalen Vergleich kräftig auf den Putz: Mit 7,6 Bauvorhaben pro 1.000 Einwohner wurde 2016 der höchste Wert von 19 untersuchten Ländern erreicht, wie aus dem aktuellen Deloitte Property Index hervorgeht. Dahinter folgten Israel mit 6,1 und Frankreich mit 5,7 geplanten Wohnungen. Das Schlusslicht bildete Portugal mit 1,1 Wohnbauvorhaben. 

 

Deutschland/Berlin

 

Im Streit zwischen der Türkei und Deutschland über die Inhaftierung deutscher Staatsbürger wird der Ton immer schärfer. Das türkische Außenministerium erklärte am Donnerstag, die deutschen Äußerungen zur Festnahme von Menschenrechtsaktivisten seien nicht akzeptabel. "Das war eine direkte Einmischung in Angelegenheiten der türkischen Justiz."

 

Ein Unwetter über dem Ruhrgebiet hat zum Tod einer 51 Jahre alten Frau in Dortmund geführt. Die Frau sei an den lebensgefährlichen Verletzungen gestorben, die ihr am Mittwochabend ein umstürzender Baum zugefügt habe, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. 

 

Sport

 

Fussball

 

Teammanager Antonio Conte hat seinen Vertrag beim englischen Fußball-Meister FC Chelsea vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2021 verlängert. Das gaben die Londoner am Dienstagabend bekannt. Der ursprüngliche Vertrag des 47-Jährigen wäre bis 2019 gelaufen.

 

Spaniens Fußball-Teamstürmer Alvaro Morata wechselt von Champions-League-Sieger Real Madrid nach London zum englischen Meister Chelsea. Dies bestätigten beide Clubs am Mittwochabend. Die Ablösesumme für den 24-Jährigen soll laut spanischen Medienberichten 80 Millionen Euro betragen. Damit würde Morata zum Rekord-Verkauf der Madrilenen und zum teuersten Chelsea-Transfer. 

 

Radsport

 

Tour de France

 

Chris Froome strampelt bei der Tour de France seinem vierten Gesamtsieg entgegen. Der Brite hielt mit seinem Sky-Team am Donnerstag auch auf der letzten Bergetappe den Angriffen der Konkurrenz stand. Auf der 18. Etappe mit dem Schlussanstieg auf den Col d'Izoard belegte Froome Rang vier zeitgleich hinter seinem schärfsten Rivalen Romain Bardet.

 

18. Etappe, Briancon – Izoard (179,5 km):

 

1. Warren Barguil (FRA) Sunweb 4:40:33 Stunden 2. Darwin Atapuma (COL) UAE +20 Sek. 3. Romain Bardet (FRA) AG2R 4. Chris Froome (GBR) Sky 5. Rigoberto Uran (COL) Cannondale 22 6. Mikel Landa (ESP) Sky 32 7. Louis Meintjes (RSA) UAE 37 8. Daniel Martin (IRL) Quick-Step 39 9. Simon Yates (GBR) Orica 59 10. Alberto Contador (ESP) Trek 1:09 Min.

 

Gesamtwertung:

 

1. Froome 78:08:19 2. Bardet +23 Sek. 3. Uran 29 4. Landa 1:36 5. Aru 1:55 6. Martin 2:56 7. Yates 4:46 8. Meintjes 6:52 9. Barguil 8:22 10. Contador 8:34

 

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