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zum Genießen oder auch nicht!

Probe 46 (2017-10-20) News

Die Intoleranz

der „Toleranten“

Eklat auf der

Frankfurter Buchmesse

 

„Es ist das erste Mal seit 1933, dass im Lande der Bücherverbrennungen unliebsame Verlage und unerwünschte Bücher in einer öffentlichen Buchmesse wieder Opfer offener Gewaltakte werden.“ So steht es in einer „Protesterklärung“ an die Leitung der Internationalen Frankfurter Buchmesse, die am 14. Oktober auf dem Messegelände verteilt wurde.

Wie ein von der Messeleitung nicht nur tolerierter, sondern direkt und indirekt ermutigter linksfaschistischer Mob mit kriminellen Methoden gegen konservative Verlage und Autoren vorgegangen ist, passt in das aktuelle Bild des gespaltenen Deutschlands. Die Verantwortung für Tumulte, Gewalttätigkeiten und Diebstähle haben ausschließlich die linksfaschistischen Täter, ebenso jedoch diejenigen, die das sehenden Auges zugelassen und keineswegs nur klammheimlich bejubelt haben

 

Die Hetzer und Rassisten kommen von „links“

 

Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat der Frankfurter Buchmesse einen unprofessionellen Umgang mit rechten Verlagen und Autoren vorgeworfen. „Die Frankfurter Buchmesse war auf die Situation nicht angemessen vorbereitet“, kritisierte der Geschäftsführer der Stiftung, Timo Reinfrank, in der taz.

 

„Die Buchmesse muß sich ein ganz anderes Konzept im Umgang mit der rechtsextremen Raumgreifungsstrategie überlegen.“ Mitarbeiter der Amadeu-Antonio-Stiftung seien an ihrem Stand angepöbelt, beschimpft und geschubst worden. „Es war zum Teil körperlich bedrohlich. Es stand auch im Raum, den Stand abzubrechen – aber diesen Triumph wollten wir den Rechten nicht gönnen“, berichtete Reinfrank.

 

Die Buchmesse dürfe kein Platz für „Rassisten und Hetzer“ sein. In ihrer Selbstwahrnehmung wolle sie ein Ort der zivilen Debatten, der Internationalität und des Austausches sein. Doch dieser Anspruch lasse sich mit der Präsenz rechtsradikaler Personen und Verlage nicht unter einen Hut bringen. Es sei zwar löblich, daß die Messe selbst gegen Rassismus demonstriert habe, das werde in Zukunft aber nicht mehr ausreichen.

 

Stiftung: Hausrecht nutzen

 

„Man muß inhaltlich-organisatorisch, mit Sicherheitskräften und Anwälten agieren und massiv vom Hausrecht Gebrauch machen. Wenn die Buchmesse sagt, sie will kein Raum für Gewalt sein, dann muß das auch durchgesetzt werden“, unterstrich Reinfrank.

 

Die Amadeu-Antonio-Stiftung war von der Buchmesse eingeladen worden, mit einem Stand ein Zeichen gegen rechte Verlage zu setzen. Damit habe die Buchmesse unter anderem „ein Gegengewicht zu den Themen und Publikationen des Antaios-Verlages in diesem Hallenareal schaffen wollen“.

 

Am Sonnabend hatte ein geplantes Messegespräch des Antaios-Verlags mit dem Leiter der Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, nach linken Protesten abgesagt werden müssen. Störer hatten begonnen, Parolen zu rufen, worauf ihnen Mitglieder der Identitären Bewegung mit „Jeder haßt die Antifa“ antworteten. Es kam zu tumultartigen Szenen.

 

Messe will an Konzept festhalten

 

Die Situation schaukelte sich immer weiter auf, und die Polizei mußte zahlreiche Beamte einsetzen, um die beiden Lager voneinander zu trennen. Irgendwann erklärte dann die Messe, die von Antaios gemietete Zeit für das Forum sei abgelaufen, der Verlag müsse die Veranstaltung deshalb beenden.

 

Obwohl die Störungen eindeutig von den linken Gegendemonstranten ausgingen, gaben zahlreiche Medien im Anschluß der Identitären Bewegung und den Antaios-Gästen die Schuld an der Eskalation. Zudem wurden in mehreren Berichten gewaltsame „Nazi-Attacken“ und „Sieg Heil“-Rufe erfunden. Seitdem wird über den künftigen Umgang der Buchmesse mit rechten Verlagen diskutiert.

 

Die Verantwortlichen der Messe halten bislang an dem bisherigen Konzept fest, daß niemand ausgeschlossen werde, dessen Bücher nicht verboten seien. Gleichzeitig will die Messe aber „Zeichen“ gegen die Teilnahme rechter Verlage setzten und sich mit diesen offensiv auseinandersetzen.

 

Petition verurteilt Attacken auf Antaios und Manuscriptum

 

Unter anderem hiergegen richtet sich eine aktuelle Petition im Internet. In ihre beklagen mehrere namhafte Autoren und Publizisten die Übergriffe auf den Antaios-Verlag und den Manuscriptumverlag auf der diesjährigen Buchmesse sowie einen Aufruf des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, „Haltung“ gegen mehrere rechte und konservative Verlage zu zeigen.

 

Zu den Erstunterzeichnern der von der Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen initiierten Petition gehören unter anderem der Jörg Friedrich („Der Brand“), der Publizist Michael Klonovsky, die DDR-Bürgerrechtlerin und frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Vera Lengsfeld, die Publizistin Cora Stephan, der frühere Spiegel– und Welt-Journalist Matthias Matussek, der Autor Ulrich Schacht, der Journalist und Publizist Heimo Schwilk sowie der Bestsellerautor Uwe Tellkamp („Der Turm“).

 

„Die Vorkommnisse auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse machen deutlich, wie widersprüchlich es in unserem Land zugeht: wie unter dem Begriff der Toleranz Intoleranz gelebt, wie zum scheinbaren Schutz der Demokratie die Meinungsfreiheit ausgehöhlt wird“, heißt es in der Petition. Mit dieser wehrten sich die Unterzeichner „entschieden gegen jede ideologische Einflußnahme, mit der die Freiheit der Kunst beschnitten wird“. (krk)

Probe 45 (2017-10-14) News

Domnișoară Heidi

geht ins Unterallgäu

Rumänische Schokoladenproduktion

                                                    in Bad Wörishofen

 

Der rumänische Schokoladenhersteller Heidi, Teil der österreichischen Julius-Meinl-Gruppe, hat die Herstellung von Pralinen in Deutschland aufgenommen. Dies schreibt die Bukarester Wirtschaftszeitung „Ziarul Financiar“ unter Berufung auf Heidi-Manager Peter Müller. Diesem zufolge wolle sich das Unternehmen auf den Ausbau der Exporte konzentrieren, die bereits bei 60 Prozent des Gesamtumsatzes liegen. In Rumänien betreibt Heidi eine Schokoladenfabrik in der Stadt Pantelimon bei Bukarest (Kreis Ilfov). Heidi-Produkte werden inzwischen in knapp 60 Ländern angeboten, der Großteil der Produktion stammt aus dem Werk in Pantelimon. Durch den Erwerb des deutschen Traditionsherstellers Schwermer aus Bad Wörishofen im Unterallgäu könne Heidi nun auch in Deutschland produzieren, dort soll das Edelsortiment von Schwermer weiter hergestellt werden. Die Übernahme von Schwermer fand 2017 statt und stellt den zweiten Expansionsschritt von Heidi dar. 2013 konnte es die österreichische Walter Niemetz Süßwarenfabrik (s.u.) erwerben, deren Anfänge im Linz des ausgehenden 19. Jahrhundert zu verorten sind.

 

Heidi Chocolat wurde 1994 in Pantelimon durch den Schweizer Unternehmer Rudolf Laederach gegründet, 1996 lief die Produktion an. Später erwarb die Meinl-Gruppe über den Investmentfonds Kex Confectionery die Mehrheitsanteile an Heidi, baute das Werk aus und startete die Expansion nach Mittel- und Westeuropa. Die rumänische Schokoladenproduktion wird von der Meinl-Gruppe dominiert, da ihr die beiden größten Hersteller Heidi Chocolat und Kandia Dulce angehören. Doch auf dem einheimischen Markt belegt die Meinl-Gruppe nur den 5. Platz, da die ersten vier Plätze von den Eigenmarken der großen Einzelhandelsketten sowie von den Marken Milka, Poiana und Africana des Mondelez-Konzerns belegt werden. 2016 wurde der rumänische Schokoladenmarkt auf 1,4 Milliarden Lei geschätzt.

ADZ - 11. Oktober 2017

Probe 44 (2017-09-19) Zugehört und aufgezeichnet

                                      von Fritz Neumann

Christiane Sommer (Knacke):

Sie haben uns süchtig gemacht 

Vor vierzig Jahren schwamm Christiane Sommer, die seit 1988 in Wien lebt, 100 Meter Delfin als erste Frau unter einer Minute. Erinnerung an eine Jugend im DDR-Dopingsystem. 

Beim Weltrekord war ich 15 Jahre und vier Monate alt. Ungefähr ein halbes Jahr zuvor hatte ich zum ersten Mal Oral-Turinabol bekommen, ein starkes Anabolikum. Man musste schon in der Pubertät sein, um OT zu kriegen. Das hat bei mir richtig gut angeschlagen. Schon bei der EM Mitte August in Jönköping war ich Zweite über 100 Meter Schmetterling gewesen, hinter Andrea Pollack, auch eine DDRlerin. Sie 1:00,61, ich 1:00,71. "Ich kann mich erinnern, dass ich gar nicht schwimmen wollte. Mein Vater hat gesagt, reiß dich zusammen." Doch am 28. August hat das Küken zurückgeschlagen. Länderkampf gegen die USA im Ostberliner Friesenstadion. Das ist jetzt fast genau vierzig Jahre her. Die USA, das war der Klassenfeind, deshalb kam dem Ereignis eine besondere Bedeutung zu. Ich kann mich erinnern, dass ich eigentlich gar nicht schwimmen wollte. Ich war müde, auch sauer, weil sie mich bei der EM nicht über 200 Meter Schmetterling schwimmen ließen. 

Aber mein Vater hat gesagt, reiß dich noch einmal zusammen. 59,78 Sekunden. Ich war fast eine Sekunde schneller als bei der EM. Was beim Weltrekord anders war? Da muss ich Markus Rogan zitieren, der ja ungefähr, wenn auch ein bisserl ungeschickt, gesagt hat, dass man die besten Leistungen bringt, wenn man das Hirn ausschaltet. Und mir war an dem Tag, wie gesagt, alles egal. Meine Siegerzeit hab ich zuerst gar nicht gecheckt. Ich hab nur mitgekriegt, dass es Weltrekord war. Es waren schon einige Tausend Zuseher zugegen, die haben ordentlich gejubelt. Der Sport war extrem wichtig für das Regime.

 

Die DDR hatte nicht viel zum Herzeigen

 

Was willst du mit dem Trabant? Aber die Schwimmerinnen, die Leichtathleten, später Katarina Witt, die waren herzeigbar. Über den Sport konnte die DDR nicht nur dem Ausland etwas beweisen, sondern auch im eigenen Land mobilisieren und die Leute bei der Stange halten. Deshalb haben sie das Dopingsystem so groß aufgezogen und in jenen Sportarten, in denen das möglich war, schon bei Kindern und Jugendlichen damit angefangen. Der Mann mit dem Koffer Minderjährigen haben sie nichts sagen müssen. Außerdem war es billig. Uns haben sie keine Wohnung, kein Auto geben müssen. Da ist es eher um einen guten Schul- oder später Studienplatz gegangen. Gut, ab und zu gab es Geld. "Vielleicht war der Mann mit dem Koffer bei uns nicht so oft, weil wir Westverwandte hatten." Der Mann mit dem schwarzen Koffer war unter den Sportlern berühmt. Bei den jungen Schwimmerinnen war er selten, bei uns daheim ist er vielleicht zweimal aufgetaucht. Ich weiß nicht mehr, wie viel er gebracht hat, 1000 oder 3000 Mark. Tausend Mark, das waren zwei durchschnittliche Monatseinkommen. Doch in Miete umgerechnet war das viel Geld. Ich hab, nachdem ich daheim ausgezogen bin, zwanzig Mark Miete bezahlt für 150 Quadratmeter. Vielleicht war der Mann mit dem schwarzen Koffer bei uns nicht so oft, weil wir Westverwandte hatten. Die haben ab und zu ein bisserl Westgeld dagelassen oder Pakete geschickt. Ich kam aus orthopädischen Gründen zum Schwimmen, weil ich leichte O-Beine und mit den Füßen Probleme hatte. Außerdem hat meine Mutter in der Organisation des NOK-Meetings mitgeholfen, das war ein riesiger Event in Ostberlin.

 

Also bin ich hineingehüpft

 

Es ist nicht nur um den Spaß gegangen, sondern um einen Platz in der Kinder- und Jugendsportschule, um bessere Ausbildung, Ganztagsbetreuung. Meine Eltern waren beide berufstätig. Ich hab bei Dynamo Feuerwehr begonnen. Das erste Auswahlverfahren gab es knapp vor Beginn des ersten Schuljahrs. Die Mädchen von allen Dynamo-Vereinen sind vorgeschwommen. Sichtungslehrgang hieß das. Und es wurde auch nach der Körpergröße der Mutter gefragt – war die unter 1,65, wurdest du nicht aufgenommen. Meine Mutter wusste das, sie war 1,62 groß, hat ein paar Zentimeter dazugeschwindelt, und keiner hat nachgemessen. Die ersten Tabletten hab ich mit zehn bekommen. Vitamintabletten, in der DDR gab es nicht viel Obst. Am Anfang waren das ein, zwei Pulver, später war das ein ganzer Plastikbecher mit sieben bis zehn Tabletten. Die Trainer haben aufgepasst, dass man alles genommen hat. Mit Oral-Turinabol wurde ab Frühling 1977 nachgeholfen. Vor allem in der UWV, in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung. Sie haben, wie gesagt, auf meine erste Periode gewartet. Da hab ich auch Spritzen bekommen. Nichts Schlimmes, sagten die Trainer, das kriegt ihr, damit das Training leichter fällt.

 

Habe ich gewusst, was ich da kriege?

 

Das diskutiere ich heute noch oft mit meinem Mann, der mich fragt: Warum hast du nicht früher das Hirn eingeschaltet? Ich kann es nicht sagen. Sag einer 14-Jährigen, sie soll das Hirn einschalten. Damals und dort haben wir die Dinge zur Kenntnis genommen. Friss oder stirb, das war die Devise. Wir waren Missbrauchsopfer, wir hatten keine Wahl. Wir haben abgeschottet in einem Vakuum gelebt. Subjektiv gesehen ist es uns vielleicht besser als anderen gegangen. Und worüber willst du denn da nachdenken, wenn es dir eigentlich gutgeht?

 

Eine Mauer des Schweigens

 

Der Tag hat aus Schwimmen, Essen, Lernen bestanden. Nach 14 Stunden bis du heimgekommen, warst fertig. Warum ich mein Hirn nicht eingeschaltet habe? Wahrscheinlich weil es zu dem Zeitpunkt und in diesem System noch nicht genug entwickelt war. Als ich mitbekommen habe, was lief, hab ich dem System den Rücken gekehrt. "Zu schnelles Muskelwachstum. Das hat der Körper nicht mehr auf die Reihe gekriegt." Als wir mit zunehmendem Alter alles hinterfragt haben, sind wir gegen eine Mauer des Schweigens gerannt. Wir haben gemerkt, immer, wenn wir das Zeug kriegen, kriegen wir Muskelkater ohne Ende. Solche Arme, solche Beine, solche Ballons. Oft waren wir verspannt bis zum Gehtnichtmehr. 

Zu schnelles Muskelwachstum

 

Das hat der Körper nicht auf die Reihe gekriegt. Du konntest innerhalb von drei Wochen massive Veränderungen an deinem Körper feststellen. Du konntest den Muskeln fast beim Wachsen zusehen. Aber du hast das Training durchgedrückt, du hast jeden Tag zwanzig Kilometer geschafft. Man hat gegenüber uns Kindern ganz harmlos getan, wir konnten die Gefahren nicht erkennen. Wir waren Schutzbefohlene. Das Wort Doping ist nie gefallen. Das Programm wurde als etwas Legales dargestellt. Es hieß, wir bekommen das, damit wir viel trainieren können. Unrechtsbewusstsein kam, wenn überhaupt, erst während des DDR-Dopingprozesses um die Jahrtausendwende auf. Wir sind hier nicht angetreten, um zu singen, sondern um zu schwimmen. Das hat mein Trainer Rolf Gläser gesagt, als er gefragt wurde, warum wir DDR-Schwimmerinnen so tiefe Stimmen haben. Wenn ich an die Schwimmerinnen aus den USA und anderen Ländern zurückdenke, glaube ich nicht, dass nur wir gedopt waren. Auch die Amerikanerinnen waren nicht zierlich, das waren ja auch solche Tiere. Das Verhältnis zu meinen Eltern war immer gut. Man hat sich selten gesehen. Natürlich haben sie gefragt, wie das Training war. Aber sie haben nicht gefragt, was wir gekriegt haben. Die wären nicht auf die Idee gekommen, dass wir manipuliert werden. Es war ja alles selbstverständlich. 

Über den Friedhof zum Erfolg

 

Ich hab zu meinem Trainer Gläser, der nach der Wende auch in Österreich tätig war, ein gutes Verhältnis gehabt, aber kein großes Naheverhältnis. Ich hatte ein intaktes Elternhaus. Andere, wo die Ehen der Eltern zerrüttet waren, haben vielleicht eher eine Schulter zum Anlehnen gesucht. Mir war aber klar, dass er notfalls über einen Friedhof zum Erfolg geht. "Wenn man aufmüpfig war, war es eine Form der Strafe, dass man weniger bekommen hat." Das Oral-Turinabol haben wir ohne Verpackung bekommen. Ärzte und Trainer haben die Einnahme überwacht. Wenn Andrea Pollack mehr bekommen hat, wollte ich auch mehr kriegen. Ich fand das damals gut, wenn ich etwas bekam. Das haben nur die Guten bekommen. Und ich war eine Zeitlang sicher froh, dazuzugehören.

 

Man wollte ja bei den Guten sein

 

Heute weiß ich, ich war ein Versuchskaninchen, wir waren Versuchskaninchen. An uns wurden Medikamente getestet, die schwere Folgeschäden verursachten, ohne dass wir oder unsere Eltern das wussten. Sie haben uns süchtig gemacht. Wenn man schlecht trainierte oder aufmüpfig war, war es eine Form der Strafe, dass man weniger bekommen hat. Du siehst dich im Spiegel. Du merkst, dass sich etwas verändert, aber das ist eben so. Wir haben tiefe Stimmen bekommen, und wir mussten uns pausenlos die Beine rasieren. Wahnsinn, wie behaart die Unterschenkel waren. Wir sind in unserem Auftreten immer herber geworden. Aber wie willst du, wenn du in deinem eigenen Körper steckst, wissen, wie es anders sein könnte oder wie es wirklich sein sollte?

 

Du weißt ja nicht, wie es normal wäre

 

1978 bin ich meiner WM-Titel beraubt worden. Ich war schon draußen, in Westberlin, wo die WM stattfand. Damals wurde erstmalig auch im Training kontrolliert, und das war der DDR zu heikel. Ich hab das OT wohl nicht schnell genug abgebaut, sie haben mich nicht mehr heruntergekriegt. Sie haben sich verrechnet, bei mir und bei Petra Thümer, die schon zweimalige Olympiasiegerin war. Daraufhin haben sie uns wieder zurückgeholt, wir konnten nicht antreten. Ich wäre dreimal um Gold geschwommen. Aber es ist, wie es ist.

 

Und es hat etwas Gutes gehabt

 

Ich wollte mehr vom Leben So konnte ich mich aus dem Dopingprogramm verabschieden. Am liebsten hätten sie mich ganz ausgemustert, weil ich Westverwandte hatte. Aber eine Weltrekordlerin lässt man nicht einfach verschwinden, man hat mich mit rumdümpeln lassen. "Wir sollten Medaillen heimbringen, so lautete der Parteiauftrag. Da wollte ich nicht mehr mitspielen."

 

1980 bin ich ohne geschwommen

 

Ohne, damit meine ich ungedopt. Dennoch war ich Olympiadritte über 100 Meter Delfin, und ich war im Vorlauf für die Lagenstaffel dabei, die dann Gold geholt hat. So gesehen darf ich mich Olympiasiegerin nennen, auch wenn mir das Nüsse bringt. Nach Olympia 1980 hab ich aufgehört. Ich habe im Schwimmsport und in der DDR keine Perspektive gesehen. Ich wollte mehr vom Leben. Ich wollte eine Familie. Ich wollte mich bewegen können. Ich war mit 18 schon drei-, viermal operiert worden am Bewegungs- und Stützapparat. Und wenn dir der Arzt sagt, das kriegen wir nicht mehr ordentlich hin, gibt dir das zu denken.

 

Schwimm, schwimm, schwimm, hat es immer nur geheißen

 

Wir sollten Medaillen heimbringen, so lautete der Parteiauftrag. Da wollte ich nicht mehr mitspielen, das stand nicht dafür. Und für ein Kilogramm Orangen und ein Kilogramm Bananen zu Weihnachten haben auch die Westverwandten gereicht.

 

Körperliche Schädigungen

 

Mit den vollen Plastikbechern war es schon 1978 für mich vorbei. Das hat mir geholfen, zwei gesunde Kinder zur Welt zu bringen. Als sie richtig ausgeschenkt haben, war ich nicht mehr dabei. "In meinem Jahrgang ist viel passiert, da gab es Schicksalsschläge. Mit schweren Schädigungen, mit Totgeburten." Wenn ich mich im Umfeld von damals umschaue, muss ich sagen, Gott sei Dank hab ich nicht so viel gekriegt. Das hat mir viel Leid erspart. Mit schweren körperlichen Schädigungen, mit Totgeburten, mit Kindern, die als Jugendliche verstorben sind. Nach der Wende hab ich gar nicht so schnell schauen können, und mein Extrainer Gläser war als Betreuer in Österreich. So wie viele andere auch. Doch erst nach dem Dopingprozess hab ich gewusst, was wirklich geschehen ist.

 

Als ich noch unter Gläser in Berlin trainierte, haben sie mich einmal nach einer Infusion aus dem Becken gefischt. Ich bin wie ein Stein untergegangen. Ich kann mich an nichts erinnern. Ich weiß nur, dass ich nachher am Beckenrand gelegen bin und alle aufgeregt herumgelaufen sind. Andrea Pollack und ein Schwimmmeister haben mich herausgezogen, aus zweieinhalb Metern Tiefe. Danach wollten sie rauskriegen, was die Ursache dafür war, sie haben mich nach Königsbrück geschickt, da stand quasi ein Ost-Nasa-Zentrum im Wald, dort haben sie die Kosmonauten auf Raumflüge vorbereitet. Dort haben sie mit mir Versuche gemacht, um zu sehen, wie mein Körper reagiert. Ich war ja kein Rohling mehr, ich war ein Diamant, die hatten schon genug in mich investiert. Herausgefunden haben sie nichts. Ich weiß nicht, was damals los war. Vielleicht haben sie ein neues Mittel ausprobiert. Es war ihnen schon unangenehm, sie mussten ja auch meinen Eltern mitteilen, dass da etwas vorgefallen ist.

 

Königsbrück hat etwas hergemacht

 

Die DDR ist ja auch ins Weltall geflogen. Den Sigmund Jähn kannte jedes Kind, der ist als erster Deutscher ins Weltall geflogen. 1976 ist das gewesen. Ein Jahr vor meinem Weltrekord.

Nach ihrem Rücktritt war Christiane Sommer, deren Mädchenname Knacke war, für das Olympische Komitee der DDR tätig. 1986 trafen sich Jugendgewerkschaften zwecks Völkerverständigung in Moskau. Christiane aus Berlin verständigte sich mit Gottfried aus Wien. In der DDR stieß die Liebe auf wenig Gegenliebe, ein Antrag auf "Familienzusammenführung" , also Ausreise, wurde abgelehnt. Geheiratet wurde im Oktober 1988 in Berlin, Knacke hieß fortan Sommer. Ende 1988 übersiedelte sie doch nach Wien, Kanzler Franz Vranitzkys Beraterin Eva Nowotny hatte sich für sie eingesetzt. In Wien war Sommer kurz Schwimmtrainerin, später tauchte sie im Personalwesen auf. Die 55-Jährige ist diplomierte Arbeitsrechtlerin und Personalchefin am Theater der Jugend. Ihr Mann ist Landesgeschäftsführer der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), ihre Tochter ist angehende Juristin, ihr Sohn IT-Spezialist. (red)

 

18. September 2017 – derstandard.at

Probe 43 (2017-08-30) Pressemitteilung

Studie wirft katastrophales Licht auf Leichtathletik

40 Prozent der Athleten bei der WM 2011 gedopt 

 

Nur 0,5 Prozent der Fälle wurden durch Kontrollen erkannt

 

Wissenschafter der Universität Tübingen und der Harvard Medical School haben nach langem juristischen Streit eine Doping-Studie mit erschreckenden Zahlen veröffentlicht. Der Untersuchung zufolge gaben 30 Prozent der mehr als 2.000 befragten Leichtathletik-WM-Teilnehmer von 2011 an, im Vorfeld Dopingmittel genommen zu haben. Bei Dopingkontrollen waren aber nur 0,5 Prozent der Tests positiv. Außerdem gaben 45 Prozent der ebenfalls unter Wahrung ihrer Anonymität gefragten Sportler bei den Pan-Arabischen-Spielen 2011 Doping zu. Bei dieser Großveranstaltung fielen 3,6 Prozent der offiziellen Dopingproben positiv aus.

 

Die Studie hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in Auftrag gegeben

 

Allerdings verweigerten die WADA und der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) jahrelang die Zustimmung für eine Veröffentlichung. Die Ergebnisse der repräsentativen Studie "Doping in Two Elite Athletics Competitions Assessed by Randomized-Response Surveys" wurden nun aber doch in der Zeitschrift "Sports Medicine" veröffentlicht. Bereits 2015 waren Einzelheiten der Untersuchung in den USA und im Zusammenhang mit dem systematischen Doping in Russland bekannt geworden. Bis 2015 war Lamine Diack Präsident der IAAF. Die französische Justiz ermittelt gegen den Senegalesen unter anderem wegen mutmaßlicher Vertuschung von Doping gegen Geld. 2.167 Athleten befragt Die Ergebnisse der repräsentativen Studie "Doping in Two Elite Athletics Competitions Assessed by Randomized-Response Surveys" wurden nun aber doch in der Zeitschrift "Sports Medicine" veröffentlicht. Die Wissenschafter hatten bei der Leichtathletik-WM und bei den Pan-Arabischen Spielen 2.167 Teilnehmer befragt, ob sie vor den Wettkämpfen gedopt hätten. Insgesamt starteten bei beiden Veranstaltungen 5.187 Sportler. "Die Studie macht deutlich, dass durch biologische Tests von Blut- und Urinproben bei weitem nicht alle Dopingfälle aufgedeckt werden", erklärte Harrison Pope von der Harvard Medical School in den USA. "Wie in der Publikation beschrieben, liegt das vermutlich daran, dass die Athleten zahlreiche Wege gefunden zu haben, bei Tests nicht aufzufallen."

 

Wenig effizient seien die Tests unmittelbar vor und während eines Wettkampfes

 

Pro Jahr fielen davon durchschnittlich nur zu ein bis drei Prozent positiv aus. Dopingmittel seien zu diesem Zeitpunkt oft nicht mehr biologisch nachweisbar, weil sie lange vorher eingenommen würden. Eine höhere Aufklärungsquote mit etwa 14 Prozent biete der sogenannte "Biologische Pass": Er dokumentiert Blut- und Hormonwerte der Sportler im Langzeitvergleich. Die Veröffentlichung der gesamten wissenschaftlichen Studie und der detaillierten Daten könnte weitere Forschungen zu Doping im Profisport anregen, hoffen die Autoren. "Die Studie kann eine konstruktive Debatte, vor allem aber neue Strategien für die Eindämmung von Dopingmissbrauch anstoßen", sagte Rolf Ulrich von der Universität Tübingen. (APA – 29.8.2017)

 

Quelle:
Ulrich, R.et al (2017): Doping in Two Elite Athletics Competitions Assessed by Randomized-Response Surveys, Sports Medicine DOI: 10.1007/s40279-017-0765-4 

Probe 42 (2017-08-18) Julia Schwarzenau aus Apolda

Wenn „Feng Shui“

auf Klassik trifft

Ungewöhnliche Verwicklungen am Wochenende in der Blumenschauhalle

 

Es ist wieder Wochenende auf der 4. Thüringer Landesgartenschau

in Apolda


Samstag, 19.08.2017

 

Pünktlich zum Start ins Wochenende wird der Umbau der neuen Hallenschau abgeschlossen sein. Die neue Blumenkunst zeigt dieses Mal „Kränze und andere Verwicklungen“. Vom 19.08. - 28.08. können Besucherinnen und Besucher den Kranz in seiner Vielschichtigkeit als Ausdrucksmittel von Unendlichkeit, Treue und Freundschaft bestaunen.


Im Gärtnertreff berät Fachbereichsleiter Martin Krumbein vom Fachbereich Gemüsebau der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau in Erfurt von 11.00 - 14.00 Uhr zum Thema Anbau und Pflege von Tomatenpflanzen. Dabei lernen Besucherinnen und Besucher auch die Vielfalt des Gemüses kennen.


Fabelhafte Jazz-Musiker um den Saxophonisten Jupp Geyer aus Weimar werden als das „Jupp Geyer Trio“ von 13.30 - 15.30 Uhr am Seerosenbalkon für musikalische Unterhaltung sorgen. und dabei eine Mischung aus Jazz-Standards und eigenen Kompositionen darbieten.


Von 20.00 - 21.30 Uhr präsentiert die Mediengruppe Thüringen auf der Bühne der Landesgartenschau die „Erfolgsshow Mercie Cherie“. Die externe Veranstaltung, welche nicht im Eintrittspreis der Landesgartenschau Apolda enthalten ist, zeigt eine Hommage an den großen Musiker, Entertainer und Komponisten Udo Jürgens.


Tickets und weitere Informationen gibt es im Ticket Shop Thüringen, unter der Hotline 0361-227 5 227, in allen TA-, OTZ-, TLZ-Pressehäusern und bei den Service-Partnern sowie in den angeschlossenen Tourist-Informationen. Der Einlass und die Abendkasse für diese Veranstaltung befinden sich am Samstag am Tor 7 (Höhe Wiesenstraße) Besucherinnen und Besucher, die bereits im Vorfeld ein Ticket für die Veranstaltung erworben haben, können gegen Vorlage dieser am Samstag das Gelände der Landesgartenschau zum vergünstigten Eintrittspreis von 7,50 € besuchen.

 

 

Sonntag, 20.08.2017

 

Am Sonntag dreht sich im Gärtnertreff alles um fernöstliche Gartengestaltung und japanische Gärtnerkultur. Von 11.30 - 12.30 Uhr gibt Dipl. Ing. Silke Schilling Tipps zur „Harmonischen Gartengestaltung aus der Jahrtausende alten Lehre des Feng Shui“. Anschließend hält Silke Schilling von 14.30 - 15.30 Uhr einen Fachvortrag zum Thema „Fernöstliche Gartenphilosophie und japanische Gartenimpressionen“ und gibt praktische Tipps zur Pflanzenverwendung und Steinauswahl für den heimischen Garten.


Von 13.00 - 16.30 Uhr erklingt am Seerosenbalkon ein musikalisches Potpourri mit dem „Trio Klangart“. Die drei Musiker sind nicht nur authentisch und originell, sie bieten auch eine ganze Bandbreite an Unterhaltungsmusik - von Swing bis Klassik, von Pop bis (Irish) Folk.


Die schönsten Werke aus dem Bereich „Klassik“ erwarten die Besucherinnen und Besucher von 17.00 - 18.30 Uhr an der Bühne auf der Festwiese. Das Südthüringische Kammerorchester verwöhnt seit nun mehr über acht Jahren seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit klassischer Musik der Extraklasse. Am Sonntag sind sie auf der 4. Thüringer Landesgartenschau und präsentieren unter anderem Werke berühmter Komponisten wie Johann Ludwig Krebs (1713-1780) und Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791).


Julia Schwarzenau

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Durchwahl: 03644 – 50 54 26

E-Mail: schwarzenau@lgs-apolda-2017.de

Internet: www.apolda2017.de

Facebook: https://www.facebook.com/Apolda2017

Probe 41 (2017-08-08) Julia Schwarzenau aus Apolda

„Sunny-side-up“ - ein Ei ohne Insektizide

Neue „Land Art“ Kunst

für die Landesgartenschau in Apolda

 

Die Landesgartenschau „Blütezeit“ Apolda - das sind Blüten aber noch viel mehr! Wieder einmal wird die 4. Thüringer Landesgartenschau ihrem Motto gerecht. Denn neben vielen gärtnerischen Highlights und einem reichhaltigen abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm setzen auch verschiedene Kunstobjekte große und kleine Akzente in der Herressener Promenade.

 

Ab dem 11. August wird ein neues Projekt, diesmal aus dem Kunst-Genre „Land Art“, die Besucherinnen und Besucher begeistern.

 

Hierzu laden wir Sie ein:

 

Zur Einweihung des Kunstobjektes
„Sunny-side-up“

Am 11. August 2017
Um 11 Uhr
Am Seerosenbalkon, Herressener Promenade
99510 Apolda

 

Unter dem Namen „Sunny-side-up“ wird Künstler Rainer Bonk - auch bekannt als der „Blauschäfer“ - ein 50 Quadratmeter großes „Spiegelei“ auf der Wasseroberfläche des Friedensteiches installieren.

Das Kunstobjekt besteht aus mehreren Elementen, die vor dem Einbringen am Ufer und teilweise im Wasser verbunden werden. Die Konstruktion besteht aus einer im Verhältnis leichten Stahlkonstruktion, die als Schwimmkörper einen Styroporkern hat. Das eigentliche „Ei“ entsteht durch eine Verkleidung der Gesamtkonstruktion mittels einer Plane, ebenso das „Eigelb“.

 

Die temporäre Kunstinstallation wird als Blickfang bis zum Ende der Landesgartenschau am 24. September 2017 zu sehen sein. Doch nicht nur künstlerisch wird das „Sunny-side-up egg“ (zu dt. Spiegelei) begeistern. Auch kulinarisch wird die Firma Polster Catering in den kommenden Wochen den Besucherinnen und Besuchern „das Beste vom Ei“ präsentieren. 

 

Weiterführende Informationen zum „Land Art“ Projekt

„Sunny-side-up“

 

„Land Art“ als Gegenströmung der „Pop Art“ entstand in den USA in den 1960er Jahren und gilt als romantische, aber auch gesellschaftskritische Kunstform. Die ersten Künstler der „Land Art“ wollten weg von dem Gedanken des Kunstgegenstandes als Konsumgut und Spekulationsobjekt.

 

Dabei geht es heute auch darum, dass sich der Betrachter auf eine innere und äußere Reise begeben muss und die Objekte direkt in der Landschaft, unter freiem Himmel, bei Wind und Wetter mit allen Sinnen genießen soll. Das Kunstobjekt wird dabei jedoch nicht als Gegenstand in die Landschaft gesetzt, sondern wird selbst zur Landschaft. „Es geht um Kunst, nicht um Landschaft.“ betonte einst Michael Heizer, einer der Pioniere der „Land Art“. Dabei spielt auch der Einfluss der Natur auf die Kunstwerke selbst eine wesentliche Rolle. Sie verändert beispielsweise durch Witterung das Kunstwerk so, dass eine Dynamik oder Prozesshaftigkeit entsteht.

 

Als prominentes Beispiel der Kunstrichtung „Land Art“ gilt die im Sommer 1995 inszenierte Verhüllung des Berliner Reichstagsgebäudes durch das Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude.

 

Bewusst wird auch im Vorfeld auf eine richtungsweisende Interpretationsvorgabe des Künstlers verzichtet. Wichtig ist daher nicht die Frage WARUM? sondern eher das WAS? Jeder Betrachter soll die Möglichkeit bekommen, seine ganz eigenen Gedanken und Interpretationen in das Kunstobjekt mit einfließen zu lassen. Und nicht zu Letzt: Rainer Bonk mag es auch, wenn der Betrachter seiner Kunstobjekte einfach nur mal lächelt und tiefgründige Interpretationen erst gar nicht anstellt!

 

Ob ein „Eiland“ im Friedensteich, die Darstellung der „Sonnenseite des Lebens“ oder eben „nur“ ein riesiges Spiegelei auf einem See - das Projekt „Sunny-side-up“ wird vieles sein aber vor allem ein einmaliges und interessantes Kunstobjekt auf der 4. Thüringer Landesgartenschau in Apolda.

 

Julia Schwarzenau

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Durchwahl: 03644 – 50 54 26

E-Mail:        schwarzenau@lgs-apolda-2017.de

Internet:     www.apolda2017.de

Facebook:     https://www.facebook.com/Apolda2017

Probe 40 (2017-08-04) Julia Schwarzenau aus Apolda

Der Park erklingt

Ein musikalisches Wochenende auf

der 4. Thüringer Landesgartenschau Apolda

 

Freitag, 04.08.2017


Der Freitag läutet wieder musikalisch das Wochenende ein. Von 18.30 bis 20.30 Uhr wird es am Seerosenbalkon rockig mit der Band PASCH. Hier trifft musikalischer Enthusiasmus auf zeitlos herausragende Kompositionen. Das zentrale Instrument des Trios ist die legendäre Orgel Hammond B3, die nur wenige so beherrschen wie Altmeister Lothar „Lotix“ Wilke, der gleichzeitig auch Bass-Keyboard spielt und singt. Ergänzt durch junge virtuose Musiker an Drums und Gitarre, ist für generationsübergreifende Begeisterung bei einem Live-Gig mit PASCH gesorgt.

 

Samstag, 05.08.2017


Am Samstag ist es dann soweit. Auf der Bühne findet das 5. Apoldaer Weltglockengeläut auch in diesem Jahr mit prominenten Glocken statt. Aus vier Himmelsrichtungen rund um den Globus (u.a. aus Indien, Norwegen und Thailand) werden ab 19.15 Uhr die Glocken in Bild und Ton nach Apolda per Livestream (www.livestream.com/salveworld) in alle Welt übertragen. Für musikalische Unterhaltung als Warmup und zwischen den Live-Schaltungen sorgen die „Apolda Bell All Stars“ unter der Leitung von Ludger Nowak mit einem „Rohrglocken-Revival“. Das Weltglockengeläut wird veranstaltet vom Kunsthaus Apolda Avantgarde e.V. und der Stadt Apolda. Regie führt der Medienkünstler Micky Remann. Alle Infos unter: www.weltglockengelaeut.de

Für alle kleinen Gartenschaubesucher wird sich tagsüber (von 11.00 bis 15.30 Uhr) der Straßen-Clown Jaques als Walking-Act im Gelände unter die Gäste mischen und dabei viele witzige, außergewöhnliche und interessante Situationen entstehen lassen.


Auf der Wirbelwiese vor dem Friedensteich stellen sich von 10.00 bis 18.00 Uhr die Brieftaubenvereine „Union“ und „Heimatliebe“ Apolda vor und präsentieren dabei dem Gartenschaupublikum die lange und erfolgreiche Tradition des Apoldaer Brieftaubensports.

 

Gruppenfoto der LandesJugendBigBand (LJBB) und LandesSchülerBigBand (LSBB), Bildrechte: Archiv Landesmusikakademie  

Sonntag, 06.08.2017


Ein ganz besonders musikalisches Ereignis erwarten die Besucherinnen und Besucher am Sonntag. Zwischen 10.30 und 17.30 Uhr werden sowohl auf der Bühne als auch im Gelände der Herressener Promenade knapp 200 junge Musikerinnen und Musiker zwischen 13 und 27 Jahren mit ihren jeweiligen LandesJugendEnsembles unter dem Motto „Park-Klänge“ gemeinsam musizieren. Dabei werden die fünf Landesjugendensembles stündlich auf der großen Bühne wechseln und kleinere Ensembles den Park musikalisch erklingen lassen.

 

Kräuter werden den gesamten Sonntag im Fokus der Grünen Schaubeiträge stehen. „Mit Kräutern töpfern“ heißt das Motto im Grünen Klassenzimmer. Inspiriert von der Vielfalt der Blattformen können Gäste Pflanzenstecker, Anhänger oder Schalen mit Blättern von Kräutern wie Salbei, Minzen, Ziest oder Ginkgo gestalten. Der Kurs, unter der Leitung von Peggy Woitzik, findet von 10.30 bis 12 Uhr sowie von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr statt. Die Kursgebühr (inkl. Material) wird Vorort bezahlt und beträgt 8,00 € pro Person. Gleichzeit berät im Gärtnertreff von 11.00 bis 16.00 Uhr Dr. Wolf-Dieter Blühtner zur Geschichte, dem Anbau und der Verwendung verschiedenster Kräuter.


Und auch eine neue Blumenschau wird am Wochenende in der Blumenschauhalle präsentiert. „Hut ab! Die Blume in der Mode“ zeigt, dass Blumen und Blüten nicht nur als schöne Muster auf Textilien zu finden sind. Besonders bei Hüten spielen Pflanzen- und Blütenformen eine besondere Rolle. Dabei zeigt die Ausstellung bis zum 15. August auch Exponate der Apoldaer Traditionsfirma Hochstein.


Julia Schwarzenau

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Durchwahl: 03644 – 50 54 26

E-Mail: schwarzenau@lgs-apolda-2017.de

Internet: www.apolda2017.de

Facebook: https://www.facebook.com/Apolda2017

Probe 39 (2017-08-02) Rezension

Gekaufte Medien

Gibt es doch eine Lügenpresse?

 

Die gut saturierten Mainstream-Journalisten haben ein Problem. Denn jetzt haben zahlreiche ihrer ehemaligen Kollegen in einem Standardwerk zum Reizthema „Lügenpresse“ ausgepackt und verraten, worüber „etablierte Medien“ nicht berichten dürfen und wie die Zensur in den Redaktionsstuben in der Praxis durchgesetzt wird.

 

Insider packen aus

 

Dürfen die Leser die ganze Wahrheit über die Asyl-Krise, den Euro-Wahnsinn und die Politintrigen erfahren? Oder wird in den etablierten Medien gerne gelogen — und wenn ja, warum ist das so? Wie sind Konzerne, Banken, Regierungsinserate und „unabhängige“ Medien miteinander verknüpft? Die Redaktion des „Wochenblick“ hat diese Fragen in Angriff genommen und in einem 96-seitigem Hochglanz-Sondermagazin beantwortet.

 

Namhafte Journalisten decken auf

 

Als Gastautoren konnten Insider und ehemalige Mainstream-Journalisten gewonnen werden, die verraten, warum Redakteure im Medien-Netzwerk zu brisanten Fakten und Zusammenhängen schweigen müssen. Mit Gastbeiträgen sind u.a. folgende renommierte Journalisten vertreten: Michael Klonovsky (früher „FOCUS“), Kornelia Kirchweger (früher „APA“), Kurt Guggenbichler (früher „OÖ Nachrichten“), Elsa Mittmannsgruber (früher „Krone“), Wilhelm Holzleitner (früher „OÖ Rundschau“).

 

Dass dieses Standardwerk zum Thema „gelenkte Medien“ ausgerechnet von der Redaktion des „Wochenblick“ kommt, ist kein Zufall. Denn der „Wochenblick“ klopfte von Anbeginn den Kollegen aus den großen Redaktionsstuben auf die Finger. Als im März 2016 die erste Ausgabe der Zeitung „Wochenblick“ erschien, stellte sich die Lage wie folgt dar: Die Massenmedien entfremdeten sich immer mehr von den eigenen Lesern – das Vertrauen in die Medien rasselte ins Bodenlose.

Der „Wochenblick“ trat an, um zu schreiben, was die anderen Zeitungen verschweigen. Die großen Medien des Landes bilden das Stimmungsgefühl der Bevölkerung nicht mehr ab. Regierungspolitik, Asyl- oder Sicherheitsprobleme und die EU werden über Gebühr in Schutz genommen.


Gekaufte Journalisten? Linzer Medien kassieren Millionen


Die Stadt Linz pumpt Unsummen in Medien, die eine wohlfeile Berichterstattung liefern! So kassierten die „OÖ Nachrichten“ in vier Jahren mehr als eine Million Euro. Über hunderttausende Euro Steuergeld durfte sich auch ein einschlägiges, linkes Netzwerk freuen.

Wie eng sind also Politik und Medien miteinander verfilzt? Und: Haben Geld-Zuwendungen Einfluss auf wohlwollende Berichterstattung?

1,17 Millionen für „OÖ Nachrichten“!


Rechnet man die Inserate der Stadt Linz und ihrer Unternehmen zusammen, ergeben sich über Jahre Millionenbeträge. Haupt-Sponsoren aus den städtischen Betrieben sind die Linzer Veranstaltungsgesellschaft Gmbh (LIVA), das Ars Electronica Center (AEC) und die Linz AG.


Im Zeitraum 2013 bis 2016 bekam der Komplex der „Wimmer Medien“ mehr als 1,6 Millionen Euro! Aufgesplittert auf die einzelnen Medien bedeutet dies:


„OÖ Nachrichten“ erhielten über vier Jahre 1,17 Millionen Euro.

Die Gratis-Wochenzeitung „Tips“ bekam 199.000 Euro,

„Life Radio“ 252.000 Euro.

 

Hunderttausende Euro Steuergeld für linkes Netzwerk


Ob es dem Linzer Steuerzahler passt oder nicht: Für einschlägige linke Medien gibt es von der Stadt deftige Finanzspritzen. Ein linkes Netzwerk bestehend aus „Radio Fro“, Dorf TV, Servus.at und SpotsZ bekam in vier Jahren rund 713.000 Euro!

Auch die ÖVP-Zeitung profitiert

 

Auch bemerkenswert: Die im ÖVP-Besitz befindliche Tageszeitung „Neues Volksblatt“ konnte sich von 2013 bis 2016 über 59.395 Euro aus Linz freuen. Der Linzer Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ) möchte nun diese Unsummen „genauer hinterfragen“, wie es in einer ersten Stellungnahme heißt.

 

179 Millionen von der österreichischen Bundesregierung

 

Zu all den genannten Geldern der Stadt Linz gesellen sich dann noch zahlreiche andere Förderungen von anderen Städten, vom Land Oberösterreich und der Bundesregierung, sowie die offizielle Presseförderung.

Laut Eigenangaben steckte die Bundesregierung in Wien im letzten Jahr 179 Millionen Euro in Form von Inseraten in bevorzugte Zeitungen. Kritische Berichterstattung der über diese Wege gesponserten Medien wird im Angesicht solcher Geldflüsse immer unwahrscheinlicher.


Was sagt Journalist, Publizist und Mitautor Michael Klonovsky?


Der Journalist und Publizist Michael Klonovsky gehört zu den unbequemen Intellektuellen in Deutschland. Klonovsky arbeitete von 1992 bis 2016 bei „Focus“ u.a. als „Chef vom Dienst“ und als Debattenressort-Leiter.

Der gelernte Maurer wuchs in der DDR auf. Zensur und Maulkorb-Journalismus lernte er – anders als westdeutsche Kollegen – auf bedrängend offensichtliche Art kennen, schreibt der „Wochenblick“. Inzwischen berät Klonovsky die AfD.

Klonovsky wirft den Mainstreammedien vor, sie hätten eine „Lückenpresse“ entwickelt. „Jeder Journalist weiß, für welche Themen er ein Bienchen seiner Chefs bekommt und anerkennende Worte seiner Kollegen erntet, und von welchem Thema er besser die Finger lässt“, so Klonovsky im Interview mit dem „Wochenblick“.

Dass Medien täglich „lückenhaft“ berichten – und zwar gezielt – das steht für ihn außer Frage. Jeder wisse, dass der „teuflische Herr Trump“ einen Grenzzaun zu Mexiko bauen will. Kaum einer wisse aber, dass unter der Regentschaft des „edlen Herrn Obama“ die Grenzsicherung zu Mexiko vorangetrieben wurde. Und niemand wisse, dass Mexiko Grenzbefestigungen zu Guatemala errichtet, um illegale Migranten aufzuhalten, meint der Journalist.

Selbst wenn es um brennende Asylheime gehe, gebe es eine differenzierte Berichterstattung: „Ist das Feuer von den Bewohnern selber verursacht worden, fährt man die Sache klein, achtet darauf, ja keine falschen Anschuldigungen zu machen und so fort. Ist das Feuer von außen gelegt worden, darf die Propagandaorgel losdröhnen, können ganze Kleinstädte und „gesellschaftliche Mitten“ unter Verdacht gestellt werden“, so sein vernichtendes Urteil.

 

Das Sondermagazin kostet 7 Euro und kann online bestellt werden.

 

Wochenblick

Probe 38 (2017-07-25) Newsletter/BJM

 

Apolda im Plan – Berlin hinkt hinterher

Die Landesgartenschau Apolda begrüßte den zweihunderttausendsten Besucher

 

Am Montag, 24. Juli 2017 gegen 11.30 Uhr war es soweit: Der Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand und der Geschäftsführer der Landesgartenschau Apolda 2017 GmbH Sören Rost nahmen den zweihunderttausendsten Besucher am Eingang zur Herressener Promenade in Empfang. Die freudig überraschte Familie Hinsenbrock aus Bad Klosterlausnitz freute sich über den Blumengruß der Landesgartenschau und die kulinarischen Spezialitäten.

Nach einem besucherstarken Wochenende mit den Konzerten von Jonathan Zelter und Beatrice Egli und am Sonntag mit Gaby Albrecht und Ronny Weiland wurde die Grenze von 200.000 Besuchern einige Tage früher als erwartet erreicht. Das vergangene Wochenende wurde nicht nur zu den Konzerten sondern auch über den ganzen Tag von vielen Gästen genutzt, die sich die Schaugärten oder die Blumenschau „Der gedeckte Tisch“ ansahen, im Gärtnertreff beraten ließen oder den Vorträgen lauschten.

Diese gelungene Kombination brachte ein Wochenende mit 13.816 Besucherinnen und Besuchern auf der Landesgartenschau Apolda, wobei der Samstag, 22. Juli 2017 der bisher besucherstärkste Tag mit 7.811 Gästen ist.

Gratulation!

Bürgermeister

Rüdiger Eisenbrand, Familie Hinsenbrock, Gärtnerischer Leiter Jürgen Werner, Geschäftsführer

Sören Rost (v.l.n.r.)

 

Halbzeit bei der IGA 2017: Es hätte auch schlimmer kommen können!

 

Angesichts des wechselhaften und teilweise extrem regnerischen Wetters der vergangenen Wochen ist es fast schon erstaunlich, dass rund 750.000 Besucher bisher den Weg zur IGA nach Marzahn gefunden haben. Am vergangenen Donnerstag war Halbzeit für die Internationale Gartenschau 2017. 

Zur Halbzeit sei mit einer Millionen Besuchern gerechnet worden. Damit steigen natürlich die Erwartungen für die restlichen Wochen und Monate.

 

Zur Halbzeitbilanz wurden am Donnerstag auch erste Ergebnisse einer Besucherumfrage vorgestellt. Interviewt wurden bisher 400 Gäste der Gartenschau. Demnach empfehlen 99 Prozent den Besuch der IGA ihren Freunden und Verwandten weiter, drei Viertel möchten wiederkommen. Als besondere Attraktionen liegen die Seilbahn und das Aussichtsbauwerk "Wolkenhain" in der Gunst der Gäste weit vorn, gefolgt von den internationalen Gärten.

 

Mit einem Altersdurchschnitt von 47 Jahren verjüngt die erste Berliner IGA das Publikum im Vergleich zu bisherigen Gartenschauen deutlich.

Die Zwischenbilanz zeigte auch, dass zwei Drittel der Gäste aus Berlin und Brandenburg kommen. Ein Drittel reist von weiter her an.

 

Es zeigt sich erfreulicherweise, dass die IGA bei den Anwohnern aus Marzahn-Hellersdorf und den angrenzenden Bezirken sehr beliebt ist. Bereits 32.000 Dauerkarten wurden verkauft. Pro Kopf würden diese im Schnitt bis zum Ende der Laufzeit 13 Mal genutzt werden. Das sei doppelt so häufig, als, ausgehend von anderen Gartenschauen, erwartet worden war.

Probe 37

(2017-07-13) 

Julia Schwarzenau

aus Apolda

 

 

 

Besser als erwartet

Halbzeit zur 4. Thüringer Landesgartenschau

„Blütezeit“ Apolda

Über 160.000 Besucherinnen und Besucher (Stand: 11.07.17) haben sich bereits die 4. Thüringer Landesgartenschau in Apolda angesehen, womit die Planzahl zur Halbzeit deutlich überschritten wurde. Der stärkste Besuchertag (30.04.17) verzeichnete 5.904 Besucher, gefolgt vom Pfingstmontag (05.06.17) mit 5.321 Besuchern.

 

Noch mehr als die überschrittene Planzahl an Besucherinnen und Besuchern ist die positive Grundstimmung zu vermelden. Eine Landesgartenschau als „Motor für die Stadtentwicklung“ trifft für die 4. Thüringer Landesgartenschau in Apolda ebenso zu, wie die Aussage eine Gartenschau trage zur Förderung des Images einer Stadt bei. Besonders Gäste, die Apolda noch aus vergangenen Zeiten kennen, berichten über die positive Veränderung des Stadtkerns und sind begeistert von der Entwicklung der Herressener Promenade.

 

Konstruktive Kritikpunkte, die an die Landesgartenschau GmbH herangetragen wurden, konnten beseitigt werden. So lief die Versorgung durch den Caterer Firma Polster GmbH bereits nach wenigen Tagen reibungslos. Parkplätze sind mehr als ausreichend vorhanden und gut ausgeschildert. Und auch am Bahnhof wurde für die Besucherinnen und Besucher, die mit der Bahn anreisen, eine zusätzliche Beschilderung angebracht. Dabei wird der kostenlose Bus-Shuttle vom Bahnhof zur Herressener Promenade gerne genutzt.

Die Verbundenheit der Apoldaer mit der 4. Thüringer Landesgartenschau spiegelt sich in den verkauften Dauerkarten wider. So wurden bis zur Eröffnung am 29. April 4.758 und bis zum 12. Juli  5.585 Dauerkarten verkauft. Geplant waren 2.000 bis 2.200 Dauerkarten.

 

Insgesamt wurden bisher 305 Führungen gebucht, davon 74 Prozent aus Thüringen (gesamt) und 21,3 Prozent aus Sachsen und Sachsen-Anhalt (Bsp. Halle, Chemnitz, Leipzig, Naumburg).

Lob gab es vor allem für die 14 Schaugärten, die 14-täglich wechselnden Blumenschauen in der Blumenschauhalle, die Beratung im Gärtnertreff, den Frühjahrsflor, der zu Pfingsten in den Sommerflor wechselte und das reichhalte Angebot an Veranstaltungen im gesamten Gelände und insbesondere auf der Festwiese auf der großen Hauptbühne.

 

Und auch die zweite Hälfte verspricht jede Menge gärtnerische Highlights und Veranstaltungshöhepunkte. Der Wechselflor zeigt Sommerblumen und Blütenpracht auf 2.500 Quadratmetern im gesamten Durchführungsgelände.

Die Blumenschauhalle bieten bis zum 24. September weitere fünf Hallenschauen, darunter „Der gedeckte Tisch - Verführungen für jeden Anlass“ (05.07.-18.07.)“. Auf viele Highlight-Veranstaltungen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher freuen, u. a. das Kinderwochenende (15./16.07.), Beatrice Egli live mit Band (22.07.), VoXXclub live mit Band (29.07.), das 5. Apoldaer Weltglockengeläut (05.08.), der Lichterzauber im Park (25./26.08.) und vieles mehr.

 

 

 

Julia Schwarzenau

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Probe 36

(2017 - 07 - 06) 

Heiko Schrang

aus Zühlsdorf

in "Zensierstube"

 

 

Komplette Entmachtung

der Bevölkerung beschlossen

Alternativmedien werden als Gefahren eingestuft

 

Während alle Medien über den G20 Gipfel und dessen Folgen diskutieren, wurden Gesetze verabschiedet, die der Entmachtung der deutschen Bevölkerung gleichkommen. Die Abstimmung über die „Ehe für alle“ war den Abgeordneten so wichtig, dass sie vollständig daran teilnahmen und 393 dafür stimmten. Anschließend stand das Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Heiko Maas auf der Tagesordnung, was einem Ermächtigungsgesetz gleichkommt, da hierdurch die Meinungs- und Freiheitsrechte der Bevölkerung schrittweise aufgehoben werden.

Dazu wurde in den letzten Tagen beschlossen:

- Unliebsame Meinungen können innerhalb von 24 Stunden unter Strafandrohung von 50 Millionen Euro zensiert werden.

- Regierung darf Staatstrojaner auf den Computern und Smartphones der Bevölkerung installieren. Hiermit können Kameras und Mikrofone eingeschaltet werden. Beispiel: Wenn Ihr Nachbar als sogenannter „Reichsbürger“ einzuschätzen ist und sie einmal mit ihm gegrillt haben, dann haben Sie auf einmal den Staatstrojaner auf ihrem Rechner

- Auflösung des Bankgeheimnisses und schrittweise Abschaffung des Bargeldes.

- Fahrverbote wurden ausgeweitet, sie gelten jetzt zum Beispiel auch für „Hate Speech“ im Internet. Mit anderen Worten, wenn Du nicht mehr systemkonform bist, kannst Du den Führerschein verlieren.

Obwohl diese Abstimmung eine der schwerwiegendsten der letzten Jahrzehnte ist, waren laut Epoch Times bei der anschließenden Abstimmung von den 630 Abgeordneten nur noch 40 – 60 anwesend. Genaue Zahlen verschweigen die Mainstreammedien.

Aber selbst das scheint dem kontrollwütigen Justizminister Maas nicht zu reichen. Nur drei Tage nach der Verabschiedung der Internetzensur (NetzDG) im Bundestag, will er nun durchsetzen, dass bei Google & Co. die Inhalte von ARD und ZDF vorrangig angezeigt werden müssen. Kritische Stimmen sollen so ins Nirvana verschwinden.

Hierzu soll eine Digitalagentur der Bundesregierung entstehen, die ermächtigt ist, sich in die Algorithmen von Google, Facebook und anderen Unternehmen einzumischen. Heiko Maas begründet dies mit einer „Must-be-Found“-Pflicht, die vorschreibt, dass die „gesellschaftlich relevanten Inhalte“ von ARD und ZDF im Internet gut sichtbar präsentiert werden müssen, um Vorurteile in der Bevölkerung abzubauen. Sein neues Gesetzesvorhaben sei „der Garant dafür, um Diskriminierungen zu verhindern und Selbstbestimmung zu sichern“ so der Justizminister.

 

Angela Merkel betonte, dieser Schritt sei nötig, um die Stabilität Deutschlands „in einem völlig anderen medialen Umfeld“ zu erhalten, denn es gäbe im Internet immer mehr Seiten, welche die Meinungsbildung verfälschen, sagte Merkel vor einigen Monaten im Bundestag.

In Deutschland entstehen damit Schritt für Schritt Zustände, wie wir sie aus der Türkei oder China kennen.

Fakt ist, dass die Alternativmedien in den letzten Jahren immer mehr Lügen der Regierung und der Mainstreammedien aufgedeckt haben und zu einer ernstzunehmenden Gefahr wurden. Das hat zur Folge, dass demnächst Seiten investigativer Journalisten, wozu auch meine Seite gehört, verschwinden können.

Probe 35 (2017 - 06 - 13) 

Mike Geary aus den USA

 

Wein und Verdauung?

Es gibt viele Gründe,

ein Glas Rotwein zu trinken

 

Sie haben wahrscheinlich schon gehört, dass Rotwein eine sehr gesunde Getränkeoption sein kann, aber Sie haben sehr wahrscheinlich nur von den typischen Vorteilen der Antioxidantien und des Resveratrols im Rotwein gehört.

Aber hier ist ein weiterer wichtiger Grund aufgeführt, warum Rotwein in Maßen (maximal 1-2 Gläser pro Tag) ein äußerst gesunder Teil Ihres Alltags sein kann.

Ich genieße es wirklich immer mehr, ein Glas Rotwein zum Abendessen an ungefähr vier bis fünf Tagen pro Woche zu trinken. Eine in der „American Journal of Clinical Nutrition"(Am J Clin Nutr. 2012;95:1323-1334) veröffentlichte Studie berichtete, dass Leute, die zwei Gläser Rotwein pro Tag tranken (trockenen Rotwein, nicht zuckerhaltige Dessertweine), ein höheres Niveau an nützlichen Bakterien und ein niedrigeres Niveau an krankheitserregenden schädlichen Bakterien in ihrem Darm aufwiesen.


Das sind großartige Neuigkeiten


Sie wissen sicher, wie enorm wichtig das Gleichgewicht Ihrer Darmflora für alles von der Verdauung, über Ihr Immunsystem, Ihren Stoffwechsel, bis hin zur Gesundheit Ihrer Haut und noch vieles mehr ist.

Die Studie kam zu dem Schluss, dass, während der Rotweinkonsum die krankheitserregenden Bakterien im Darm vermindert, er tatsächlich einen präbiotischen Effekt im Darm hat, und zwar insofern, dass er das Wachstum und die Kolonien gesunder Darmbakterien, die Ihre Gesundheit schützen, unterstützt. 

Aber die großen Gesundheitsvorteile von Rotwein enden hier noch lange nicht...


Ein weiterer aufregender Teil dieser Studie ist, dass bei Rotweintrinkern der systolische und diastolische Blutdruck abnimmt, ebenso wie die Triglyceride, das LDL-Cholesterin und das CRP (C-reaktive Protein). CRP dient als Maß zur Bestimmung des gesamten Entzündungsgrades in Ihrem Körper; es ist also großartig, einen Zusammenhang zwischen Rotwein und einer Abnahme der Entzündung zu sehen.


Der interessante Teil der Studie


Rotwein wurde mit äquivalenten Mengen an Gin verglichen (äquivalente Alkoholmenge) und keiner der oben genannten Vorteile wurde in der Gruppe gesehen, die Gin konsumiert hat. Dies bedeutet, die Vorteile stehen wahrscheinlich im Zusammenhang mit den Polyphenolen und dem Resveratrol im Rotwein und nicht unbedingt mit dem Alkoholgehalt, obwohl es wahrscheinlich einen synergistischen Effekt des Alkohols und anderer Verbindungen im Rotwein gibt, da die Gruppe, die einen entalkoholisierten Rotwein erhielt, einen geringeren Vorteil hinsichtlich des Blutdrucks aufwies.

Sie können aus Cabernet, Merlot, Pinot Noir, Shiraz oder aus jeglichen anderen trockenen Rotweinen auswählen, um all diese enormen Gesundheitsvorteile der einzigartigen Polyphenole und des Resveratrols zu erhalten. Beachten Sie, dass Weißwein auch einige Gesundheitsvorteile hat, aber aufgrund des niedrigeren Maßes an Antioxidantien nicht ansatzweise so ausgeprägte Vorteile wie Rotwein.


Ein weiterer Vorteil von Rotwein


Dieser wurde nicht in der oben genannten Studie erwähnt. Ich weiß von anderen Studien, die zeigen, dass Rotwein, wenn er zu einer Mahlzeit konsumiert wird, die Blutzuckerreaktion, die von dieser Mahlzeit ausgelöst wird, verlangsamen und mäßigen kann.Dies ist ein weiterer Vorteil, um Ihren Hormonhaushalt ausgeglichen zu halten, ihr Insulinniveau und ihren Appetit zu kontrollieren und schlank zu bleiben.

Wie Sie sehen können, gibt es viele Gründe, ein Glas Rotwein zu Ihren Mahlzeiten zu heben und auf Ihre Gesundheit und Ihr Glück anzustoßen!

 

Mike Geary - Diplomierter Ernährungsexperte, Diplomierter Personal Trainer, Autor

Probe 34 (2017 - 06 - 09) Leonie Weigner

"Jeder Neunte dopt" 

Ein wenig beleuchtetes Massenproblem

 

 

Längst haben die leistungssteigernden Mittel auch den Amateur- und Breitensport erreicht. Laut Dopingforscher Perikles Simon dopen allein im Kraftsport rund eine Million Menschen in Deutschland.

 

Doch Sportverbände, Staatsanwälte und Polizisten schauen weg

 

Es begann vor zehn Jahren. Da genügte ihm das Training im Fitnessstudio nicht mehr. Er wollte an Bodybuilder-Wettkämpfen teilnehmen. Dafür würde er Doping brauchen. Das sagten ihm alle. Nur seine Frau war dagegen. Benedikt Worms* las sich ein in das Thema und nahm sich vor, dass es eine einmalige Sache sein sollte. Einmal ausprobieren und so vielleicht Deutscher Meister werden. Zahlreiche Fälle aus der Vergangenheit zeigen: Doping im Fußball hat eine lange Tradition. Es wird aber noch zu wenig aufgeklärt, glauben wir. Deswegen recherchieren wir zu Doping im Fußball. In diesem Newsletter informieren wir Dich regelmäßig zu unseren und anderen Dopingmeldungen im Fußball. Worms entschied sich zunächst für Testosteron. Ein körpereigener Stoff, durch den der Muskelaufbau beschleunigt werden kann. Es war einfach, sich den Stoff zu beschaffen. 

Es blieb nicht bei dem einen Mal

 

"Wenn die Tür einmal auf ist, ist der Schritt über die Schwelle nicht mehr ganz so schwierig", sagt Worms heute. Inzwischen ist er Mitte 30. "Anfangs nimmt man eine Ampulle à ein Milliliter, später dann alle fünf Tage zwei." Wichtig sei, dass man es mindestens für zwölf Wochen mache, sonst bringe es nichts. Vor dem Wettkampf spritze man sich täglich. Bald habe er ausgesehen "wie ein Michelin-Mann", deshalb kombinierte Worms andere Stoffe dazu, zur Entwässerung beispielsweise. Außerdem habe er seine Ernährung drastisch umgestellt. Die Dosierungen und Abläufe gehen ihm leicht über die Lippen. Er erzählt es so, wie andere von einem Kochrezept erzählen. Doping – eine Straftat Seit dem 10. Dezember 2015 gilt in Deutschland das Anti-Doping-Gesetz. Bis dahin fiel Doping unter das Arzneimittelgesetz, nun wurde auch "das Inverkehrbringen, der Erwerb und Besitz von Dopingmitteln" verboten. Ebenso Selbstdoping. Seitdem können Sportler, die verbotene Substanzen schlucken, und Hintermänner, die sie besorgen, gleichermaßen belangt werden, mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.

 

Wie wenig der Dopingbereich beleuchtet wird, zeigt ein Blick auf die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)**. 986 Dopingfälle gab es demnach im Jahr 2015 in Deutschland. Rund 90 Prozent davon betrafen den Besitz und Erwerb von Dopingmitteln, bei Rest ging es um das "Inverkehrbringen". Die meisten Fälle gab es in Baden-Württemberg. Auffällig viele Fälle gab es außerdem in Chemnitz und Stuttgart. Vergleicht man die Zahlen des Jahres 2015 mit denen des Jahres 2016 fällt auf, dass die Situation sich sogar verschärft hat. Insgesamt ist die Zahl der Doping-Straftaten auf 1.109 gestiegen. Da die PKS eine Eingangsstatistik ist, bleibt offen, ob die steigenden Zahlen an der verbesserten Arbeit der Ermittler liegt, oder daran, dass mehr gedopt wird. Auch, ob die Ermittler ihre Ermittlungen stärker auf die Händler-Netzwerke konzentrieren und es dadurch dort "Erfolge" zu verzeichnen gibt, kann auf Grundlage der rohen Zahlen nicht analysiert werden. Ernüchterndes Resultat Correctiv.org hat bei den Landeskriminalämtern aller 16 Bundesländer nach einer detaillierten Aufschlüsselung der Dopingfälle gefragt. Wie viele der Verstöße fallen in den Leistungsbereich, wie viele in den Breitensport? Was wurde gefunden?

Das Resultat ist ernüchternd

 

Ein wirksames, einheitliches Verfahren zur Verfolgung von Dopingdelikten gibt es im Breitensport nicht. "Vieles ist ganz einfach Zufall, wenn man zum Beispiel Hausdurchsuchungen macht, findet man immer mal Tabletten und Medikamente", sagt Olaf Schremm, Dezernatsleiter für Arznei und Rauschgiftkriminalität beim LKA Berlin. Er erzählt auch, dass es für Dopingmittel eine ähnliche Bandenkriminalität gebe wie beim Rauschgifthandel. Man könne der Sache kaum beikommen. Es fehle das Personal. In den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg versucht man, mit Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Doping dieses schwer zu überblickende Feld zu kontrollieren. Auch in den anderen 14 Bundesländern wird aktuell überlegt, solche Spezialzuständigkeiten einzurichten. Soziales Problem Christoph Frank leitet die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Freiburg. Doping sei ein soziales Problem, sagt er: "Es gibt einen gesellschaftlichen Wunsch nach Erfolg der nationalen Sportler, und auch die finanzielle Sportförderung des Innenministeriums richtet sich nach Wettkampfergebnissen." 

Ein Teufelskreis

 

Denn um den Erfolg bis in den Profisport bieten zu können, werde schon auf niedrigen Niveaus gedopt. Wer aufsteigen will, hilft nach. Das sei bei Breitensportlern besonders riskant. Profis werden von Ärzten betreut, die über Risiken aufklären und den Unterschied zwischen gepanschten Präparaten und Originalen erkennen. Amateure hingegen betreiben "Eigenmedikation": Sie spritzen und dosieren auf eigene Verantwortung. Laut Dopingforscher Perikles Simon dopen allein im Kraftsport rund eine Million Menschen in Deutschland. Das ist jeder Neunte. Und da sind Sportarten wie Fußball, Marathon und Triathlon noch nicht eingerechnet. Simon leitet seit 2009 die Abteilung für Sportmedizin der Universität Mainz leitet. Für ihn liegt das Problem in der Priorisierung. "Das Thema Doping muss stärker in den gesellschaftlichen Fokus rücken", sagt er. Bisher habe sich die öffentliche Aufmerksamkeit vor allem auf Drogen gerichtet.

Das neue Gesetz sei ein richtiger Schritt, um dem Dopingproblem mehr Beachtung zu verschaffen. "Aber viel wichtiger ist die Prävention",

findet Simon. 

 

Es müsse ein Bewusstsein entwickelt werden, schon bei den Jugendlichen

 

Auch für Substanzen, die zwar legal sind, aber trotzdem gefährlich sein können: zum Beispiel Schmerzmittel. Nicht nur, weil sie abhängig machen können. Die Präparate wirken sich auch auf die allgemeine Leistungsfähigkeit aus. Damit ist ein Sportler zwar nicht offiziell gedopt, aber auch nicht wirklich "sauber". Dschungel. Orientierung im Dschungel der verbotenen und halb oder noch legalen Substanzen zu finden, ist bisweilen kompliziert. Robert Petzold hält es lieber einfach: Doping lehnt er komplett ab. Der 27-Jährige hat sich auf Radmarathons und 24-Stunden-Rennen spezialisiert. Er hält den Weltrekord im Höhenmeter-Radfahren. Von seinem Sport leben kann er aber nicht. "Um im Profiradsport mitzufahren, fehlen die letzten fünf bis zehn Prozent, und die würde ich nur mit Zusatzstoffen erreichen", meint er. Petzold findet Dopen "das Allerletzte" und spricht dementsprechend offensiv Sportkollegen an, von denen er glaubt, dass sie dopen. Er fragt sie ganz direkt per Email oder in den sozialen Medien, manchmal auch während sie sich gemeinsam einen Berg hinauf quälen. Die meist aggressiven bis beleidigenden Reaktionen sprächen für sich, meint Petzold. Keiner gebe zu, dass er dope. "Ich würde für niemanden die Hand ins Feuer legen, außer für mich selbst", sagt er. Bodybuilder Worms hoffte damals, genau wie unzählige andere: Dass sie sich mit ein bisschen Doping einen großer Vorteil verschaffen können. Jahrelang sei es möglich gewesen, sich im Internet Dopingsubstanzen selbst zu organisieren, erzählt Worms. Dafür habe man noch nicht mal in die Tiefen des Internets gemusst, ins so genannte "Darknet". Man bekam "die Originale ganz einfach über eine normale Internetbestellung" per DHL. Mit "Original" meint Worms Stoffe, die nicht gepanscht oder gestreckt wurden. Kaum erforscht Auch Worms hat sich seine Spritzen selbst verabreicht. Zwar habe er regelmäßig Untersuchungen machen lassen, doch Hinweise oder Warnungen, seine erhöhten Testosteronwerte betreffend, habe es von seinem Arzt nie gegeben. Was hätte der Arzt auch sagen sollen?

 

Wie genau die Folgen von Doping aussehen, ist kaum erforscht

 

Auch das mag ein Hinweis auf das mangelnde Interesse der zuständigen Instanzen sein. Zahlen zu Arbeitsunfähigkeit oder bleibenden Schäden gibt es nicht. Nachgewiesen ist immerhin, dass Anabolika beispielsweise zu Unfruchtbarkeit, Leberschäden oder auch Krebs führen können. Benedikt Worms bereut seine Dopingvergangenheit nicht. Aber seinen echten Namen will er in diesem Zusammenhang lieber doch nicht im Internet lesen. Er ist stolz auf das, was er erreicht hat und sieht sein Dopen nicht als illegal an.

 

Correctiv.org hat bei der größten Bodybuildervereinigung, dem Deutschen Bodybuilding- und Fitness-Verband, angefragt, wie mit Dopingfällen, sowohl im Profi- als auch im Breitensport, umgegangen wird und welche Kontrollen es seitens der Verbände gibt. Auf die Bitte um Stellungnahme hat der Verband auch nach mehrfacher Nachfrage noch nicht mal reagiert.

 

(Leonie Weigner, 8.6.2017) *Name von der Redaktion geändert.

 

Die Autorin ist Mitarbeiterin des Recherchezentrums "Correctiv". Die Redaktion finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Ihr Anspruch: Mit gründlicher Recherche Missstände aufzudecken und unvoreingenommen darüber zu berichten. Wenn Sie "Correctiv" unterstützen möchten, werden Sie Fördermitglied. Informationen finden Sie unter correctiv.org 

Probe 33 (2017-05-16) Benjamin Liebhäuser aus Berlin

Reinhard Gehlen - von Hitler zum BND

Vorschau auf das Herbstprogramm 2017

 

Liebe Bücherfreunde,

 

nicht nur in den sozialen Medien, auch im öffentlichen Diskurs haben wir es immer häufiger mit Fake News, mit »alternativen Fakten« und einfachen Wahrheiten zu tun. In unserem Herbstprogramm finden sich daher gleich mehrere Titel, die diesen Phänomenen nachspüren. Mit diesem Link gelangen Sie direkt zu unseren neuen Büchern:

 

http://www.christoph-links-verlag.de/pdf/vorschau_h2017.pdf

»Uneindeutigkeit und Komplexität müssen wir aushalten können, sonst hat die Demokratie dauerhaft keine Chance«, schreibt Felix Ekardt in seinem neuen Buch Kurzschluss und legt dar, wie wir mit bequemen Weltsichten in einer globalisierten Welt garantiert scheitern werden. (Seite 11)

 

Sven Felix Kellerhoff und Lars-Broder Keil führen in ihrem Buch Fake News machen Geschichte an elf Beispielen vor, wie Fehlinformationen und Gerüchte im Spannungsfeld zwischen Politik, Medien und Öffentlichkeit ihren verhängnisvollen Lauf nahmen. Sie haben Fälle ausgewählt, die für Deutschland von zentraler Bedeutung waren – von der NS-Zeit (»Alpenfestung«) über den Kalten Krieg (»Amikäfer«) bis in die allerjüngste Gegenwart. (Seite 10)

 

Um verkürzte Wahrheiten und Verschwörungstheorien geht es auch in dem Buch Reichsbürger von Katja und Clemens Riha. »Reichsbürger« erkennen die Bundesrepublik und ihre Gesetze nicht an, gründen ihr eigenes »Reich« und bilden mittlerweile eine gefährliche Parallelwelt in Deutschland. Die Behörden sehen oft rat- und tatenlos zu. (Seiten 4/5)

 

Die dubiosen Praktiken zur Verhinderung von Zuwanderung sind Thema des Buches Diktatoren als Türsteher Europas von Christian Jakob und Simone Schlindwein. Ihr Buch ist die erste umfassende Darstellung der neuen europäischen Afrikapolitik. (Seiten 6/7)

 

»Hierzulande bahnt sich ein dramatisches Artensterben an«, warnt unsere Autorin Susanne Dohrn in ihrem Buch Das Ende der Natur. Die schonungslose Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen durch die industrialisierte Landwirtschaft hat dazu geführt, dass fast jede dritte Tier- oder Pflanzenart als gefährdet oder bereits ausgestorben gilt. (Seiten 8/9)

 

Band 7 der Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des BND wird von Geheimdienstexperten und -interessenten mit Spannung erwartet. Wie Reinhard Gehlen einerseits Hitlers Krieg im Osten lenkte und andererseits nach dem Krieg zum Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes aufsteigen konnte, arbeitet der Historiker Rolf-Dieter Müller in seiner etwa 1.200 Seiten umfassenden Gehlen-Biografie heraus. Als Mitglied der Unabhängigen Historikerkommission erhielt Rolf-Dieter Müller uneingeschränkt und einmalig Zugang zu bislang geheimen BND-Akten. (Seiten 18/19)

 

Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kommen Männer und Frauen aus ganz Europa zu Wort, die ihr Leben paradoxerweise dem Krieg verdanken. Es geht um Kinder, deren Väter Wehrmachtssoldaten waren und deren Mütter in den meisten Fällen in einem besetzten Land lebten. Es gibt Hunderttausende dieser Menschen in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Norwegen oder Dänemark, aber auch in Griechenland, Finnland und den ehemaligen sowjetischen Republiken. Gisela Heidenreich, selbst ein »Lebensborn-Kind«, hat einige dieser Schicksale in ihrem Buch Born of War – Vom Krieg geboren versammelt. Einfühlsam, klug und sehr bewegend. (Seiten 16/17)

 

In unserer Länderporträt-Reihe werden Ihnen als Neuerscheinungen Kuba und Belgien begegnen (Seiten 22/23), und für die Reihe Lebenswelten hat Katharina Strobel den Alltag von Europäern beschrieben, die grenzübergreifend Familien gegründet haben. Allein aus internationalen Beziehungen von Erasmus-Studenten gingen seit 1987 mehr als eine Million Kinder hervor. (Seite 13)

 

Soweit eine kleine Auswahl aus 20 Neuerscheinungen, von denen, so hoffen wir, viele Ihre Aufmerksamkeit finden werden.

 

Bleiben Sie uns gewogen – herzliche Grüße aus der Berliner KulturBrauerei (s.o.)

 

 

Benjamin Liebhäuser


Ch. Links Verlag GmbH
Kaufmännische Geschäftsführung
Schönhauser Allee 36 (KulturBrauerei)
10435 Berlin

Tel. 030. 44 02 32 12
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www.christoph-links-verlag.de

Probe 32 (2017-05-15) Bernd Jürgen Morchutt

Sachsen im Orangenfieber
Auf Entdeckungstour durch

die Welt der goldenen Früchte

 

 

Schlösserland Sachsen im Orangenfieber – Einladung zu einer Entdeckungstour durch die Welt der Pomeranzen und Orangenkultur in die königlichen Gärten

Ein fruchtig-lieblicher Duft zieht sich durch die Gärten Sachsens. Ganz besonders der Adel wusste die süße Versuchung der immergrünen Orangenbäume zu schätzen. Bereits im 11. Jahrhundert hielt die Orange Einzug in Europa. Sie galt als die Frucht der ewigen Jugend. August der Starke brachte sie Anfang des 18. Jahrhunderts nach Sachsen. Damit verlieh August dem Dresdner Zwinger im Jahre 1710 einen ganz besonderen goldenen Glanz. Einige Hundert italienische Pomeranzen zierten seinerzeit eine der schönsten Orangerien Deutschlands.

Seine Leidenschaft für diese Zitrusgewächse leitete in Dresden die Orangeriekultur ein. Über 4.000 Orangenpflanzen befanden sich im Besitz des Kurfürsten. Jetzt besteht wieder die Gelegenheit, den Spuren der Orangenbäume zu folgen, die selbst zu Barockzeiten weite Strecken zurücklegten, und die bis heute alle Gäste mit ihrer Exotik verzaubern.

Die Geschichte wird wieder lebendig

 

Knapp 80 Orangenbäume werden in den Dresdner Zwinger zurückkehren.

Am 19. Mai wird der Dresdner Zwinger zum Schauplatz einer ganz besonderen Festlichkeit: dem Wiedereinzug der Orangenbäume.

Dann heißt es, den mediterranen Zauber der goldenen Früchte zu genießen!

Alle Dresdner und die Gäste der Stadt sind herzlich eingeladen, dieses Ereignis zu feiern und einen barocken Festumzug mit kulturellem Rahmenprogramm zu erleben.

Probe 31 (2017-03-24) Frank-Peter Bürger

23. Ritterfestspiele

vom 14. April

bis 17. April 2017

auf Burg Rabenstein

Osterspektakel: Feurige Rösser, spitze Lanzen und klirrende Schwerter

Eröffnung der Schlösser- und Burgensaison

 

Burg Rabenstein im Hohen Fläming lädt in diesem Jahr wieder zum großen Osterspektakel ein. Bei den 23. Ritterfestspielen vom 14. April bis zum 17. April wird es bei zahlreichen Höhepunkten auf der nördlichsten Höhenburg Deutschlands ganztägig richtig krachen.

Ritter und Abenteurer wie Prinz Eisenherz, Robin Hood, Till Eulenspiegel, Don Quichotte, Bruder Proctus, aber auch Könige, prägten in den vergangenen zwei Jahrzehnten das stets spannende Osterspektakel. Sie alle stellten ihren Mut unter Beweis. All ihnen gelang es aber nicht, die verwunschene Jungfrau Rosemarie im Rabensteiner Burgfried von ihrer Verbannung zu befreien.

Zum großen Osterspektakel hat sich eine waghalsige Gruppe furchtloser Recken mit ihren feurigen Rössern angesagt. Mit einer fulminanten Reitershow wollen sie das Herz der Burgschönheit sowie die Gunst der begeisterten Besucher im Sturm erobern. Da geht es hart auf hart, Pferd an Pferd, Lanze an Lanze und nur die ausgefuchstesten Ritter bleiben am Ende im Sattel. 

 

Jung und Alt, aus Nah und Fern, können sich in der einladenden Turnierarena im Burghof auf das lang ersehnte neue große Ritterturnier hoch zu Ross freuen. Dreimal täglich um 11, 14 und 17 Uhr gilt es wieder unter dem Jubel der Zuschauer eine Jungfrau zu erretten. Mit spitzer Lanze und lautem Schnauben der Pferde hält die Ritterschaft Einzug. Man darf gespannt sein, wie es wohl diesmal ausgehen mag. Groß und Klein sind zum großen Osterritterturnier auf die Burg Rabenstein im Hohen Fläming aufs Herzlichste eingeladen.

Das geladene Volk kann den Start in den Frühling mit Deftigem aus der Pfanne, Süffigem aus dem Schankhahn und vielleicht sogar schon mit dem ersten Eis des Jahres genießen.

Zur Eröffnung der Schlösser- und Burgensaison kann man sich an albernen Gauklern, lustigen Spielmännern und sagenumwobenen Jungfrauen aber auch an traditionellen Händlern und zahlreichen Handwerkern erfreuen. Für die kleinen Besucher lohnt sich der Besuch in diesem Jahr ganz besonders - der Osterhase persönlich lädt mit seiner bunten, lustigen Osterhasenwerkstatt alle Kinder zum Basteln auf die Burg ein.

Öffnungszeiten:

Karfreitag, 14. April bis Ostermontag, 17. April, 10 bis 19 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene 12 €, Kinder 9 €, Familien 30 €

Turnierzeiten: täglich 11, 14 und 17 Uhr,

Infotelefon Neuland Zeitreisen: 035021/64460

www.neuland-zeitreisen.de

www.burgrabenstein.de

 

Die Burg Rabenstein ist über die Autobahn A 9 (Berlin-Leipzig-München), Abfahrt Klein Marzehns, Richtung Rabenstein (Ortschaft) erreichbar. Der Weg ist ausgeschildert. Parkplätze sind genügend vorhanden.

 

Siehe auch „IM BILDE“ vom 24. März 2017!

 

Frank-Peter Bürger

Pressebeauftragter

Tel.: 030 / 55 15 69 60, Mobil: 0172 / 316 15 06

Email: pressebuero.buerger@arcor.de

 

Images: FPB; BJM

Probe 30 (2016-10-19) Newsletter

Krimi und Essay 

Caroline Peters und

Peter Lohmeyer

lesen auf Schloss Neuhardenberg

Liebe Freunde der Stiftung Schloss Neuhardenberg,

zu zwei ganz unterschiedlichen Lesungen lädt die Stiftung Schloss Neuhardenberg am kommenden Wochenende ein: Am Samstag, dem 22. Oktober, liest Caroline Peters um 17 Uhr die Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde.“ Der 1886 erschienene Text von Robert Louis Stevenson ist eine der berühmtesten Kriminalgeschichten der Weltliteratur, eine spannende und vielfach verfilmte Doppelgänger-Erzählung, die den Juristen Robert Louis Stevenson als einen Klassiker der Horror-Literatur ausweist. Die Lesung mit der Kommissarin aus ›Mord mit Aussicht‹ ist ausverkauft.

Am Sonntag, dem 23. Oktober, liest Peter Lohmeyer um 17 Uhr aus Hans Magnus Enzensbergers Essay „Die große Wanderung – Dreiunddreißig Markierungen“. Die 1992 veröffentlichten historisch-politischen und philosophisch-anthropologischen Betrachtungen über globale Migrationsbewegungen und ihre Ursachen sowie über Furcht und Fremdenhass sind heute aktueller denn je.

Der seltsame Fall des

Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Caroline Peters liest Robert Louis Stevenson aus dem Englischen von Mirko Bonné

eingerichtet von Gerhard Ahrens

Samstag, 22.10.2016

17 Uhr, Großer Saal

Eintritt

15,- / ermäßigt € 11,-

präsentiert von Inforadio (rbb)

Die große Wanderung

Dreiunddreißig Markierungen

Peter Lohmeyer liest Hans Magnus Enzensberger

eingerichtet von Gerhard Ahrens

Sonntag, 23.10.2016

17 Uhr, Großer Saal

Eintritt: € 15,- / ermäßigt € 11,-

in Zusammenarbeit mit den Movimentos Festwochen der Autostadt in Wolfsburg

Informationen und Tickets unter: 033476 600 - 750

Das Hotel der Stiftung Schloss Neuhardenberg bietet zu allen Veranstaltungen Kulturarrangements an.

Reservierungsanfragen unter Tel. 033476 600-0 oder hotel@schlossneuhardenberg.de

Das vollständige Programm finden Sie im Internet unter schlossneuhardenberg.de

Probe 29 (2016-10-01) Newsletter

Unterm Sternenhimmel

Die besondere Akustik der Neuhardenberger Schinkel-Kirche

Bereits im Alter von 15 Jahren gewann er im „Concours Clara Haskil“ und startete damit seine internationale Laufbahn: Martin Helmchen, inzwischen zweifacher ECHO Klassik-Preisträger, wird am Sonntag, dem 2. Oktober, 19 Uhr, erstmals unter dem Sternenhimmel der Neuhardenberger Schinkel-Kirche auftreten. Begleitet wird er von vier Musikerfreunden, die nicht weniger auf internationalen Bühne gefragt sind als er selbst.

Zur Aufführung kommt Edward Elgars Klavierquintett a-Moll op. 84 für Klavier, zwei Violinen,  Viola und  Violoncello. Edward Elgar, der Nestor der national-englischen Schule des späten 19. Jahrhunderts, wandte sich erst in seiner letzten Schaffensphase der Kammermusik zu. Zwischen 1917 und 1919 schrieb er seine drei großen Beiträge zu diesem Genre: eine Violinsonate, ein Streichquartett und das Klavierquintett, das nun in der Schinkel-Kirche interpretiert wird.

 

Gemeinsam mit Martin Helmchen musizieren die Violistin Carolin Widmann, die bereits in sehr jungen Jahren als Ausnahmemusikerin galt und sich um die Entwicklung der zeitgenössischen Musik überaus verdient gemacht hat, die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker, die beim Rostropowitsch-Wettbewerb gleich den ersten Preis und zwei Sonderpreise gewann (erstmals in der Geschichte des bedeutenden Cellowettbewerbs), sowie David McCarrol, Violine, und Pauline Sachse, Solo-Bratschistin des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.

 

Die besondere Akustik der Neuhardenberger Schinkel-Kirche gab den Ausschlag für die Entscheidung, das Konzert für eine CD-Veröffentlichung aufzuzeichnen.
 

Kammermusikkonzert
Marie-Elisabeth Hecker, Martin Helmchen und Carolin Widmann
Edward Elgar, Klavierquintett a-Moll op. 84

Martin Helmchen, Klavier
Carolin Widmann, Violine
David McCarroll, Violine
Pauline Sachse, Viola
Marie-Elisabeth Hecker, Violoncello

Sonntag, 02.10.2016
19 Uhr,  Schinkel-Kirche

Eintritt
Preisgruppe I: € 22,- / ermäßigt und NHB-Card € 18,-
Preisgruppe II: € 18,- / ermäßigt und NHB-Card € 14,-

Probe 28 (2016-09-24) Newsletter

 

Gerd Wameling, Udo Samel und Johanna Wokalek lesen Goldstein und Woolf

Starbratschist Nils Mönkemeyer setzt Meisterschüler-Meister-Reihe fort

 

 

Liebe Freunde der Stiftung Schloss Neuhardenberg,

 

Udo Samel und Gerd Wameling kommen am Samstag, 24. September um 17 Uhr mit der szenischen Lesung des Erfolgsstücks „Halpern und Johnson“ nach Neuhardenberg. Zwei Männer, ein Grab, eine Parkbank und eine Ehe, die neu erzählt werden muss. Lionel Goldsteins Stück ist ein intensives Kammerspiel über zwei Menschen, die, ohne einander zu kennen, ein Leben lang verbunden waren. Als Halpern und Johnson halten die Schauspieler Udo Samel und Gerd Wameling, die über Jahrzehnte immer wieder gemeinsam auf der Bühne standen, in pointierten Dialogen gekonnt die Balance zwischen Drama und Komödie und sind, miteinander vertraut bis in die feinsten Nuancen ihres Spiels, eine Idealbesetzung.

 

Am Samstagabend um 20 Uhr findet die von der Sparkassen-Finanzgruppe und dem Schleswig-Holstein Musik Festival im Jahre 2009 ins Leben gerufene Reihe „Meisterschüler-Meister“ ihre Fortsetzung: Musiker, die erfolgreich am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen haben, treffen auf international renommierte Instrumentalisten aus der Klassikszene. In Neuhardenberg spielen die jungen Musiker Albrecht Menzel, Valentino Worlitzsch und Felicitas Schiffner Werke von Haydn, Mozart und Dvořak. Geleitet wird das Konzert von dem Weltklasse-Bratschisten und diesjährigen „Meister“ Nils Mönkemeyer. Dem ECHO Klassik-Preisträger ist das Arbeiten mit jungen Musikern ein wichtiges Anliegen, wie er auf vielfältige Weise zeigt, gegenwärtig als Professor an der Hochschule für Musik und Theater München. Begleitet werden Nils Mönkemeyer und die jungen Talente von dem koreanischen Pianisten William Youn.

 

Am Sonntag, dem 25. September, um 17 Uhr liest Johanna Wokalek aus Anlass der Ausstellung „Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth“ die Erzählung „Orlando“ von Virginia Woolf. Das 1928 erschienene Buch ist wahrscheinlich Virginia Woolfs persönlichstes Werk. Geschrieben in nur sechs Monaten, erzählt es die fiktive Biografie eines jungen Adeligen, der fast vier Jahrhunderte und Geschlechterrollen als Mann und als Frau durchlebt.

 

Halpern und Johnson

Udo Samel und Gerd Wameling lesen Lionel Goldstein

in der Übersetzung von Ulrike Syha

eingerichtet von Gerhard Ahrens und Bernd Kauffmann

 

Samstag, 24.09.2016

17 Uhr, Großer Saal

Eintritt: € 15,- / ermäßigt € 11,-

 

Meisterschüler-Meister

Nils Mönkemeyer mit jungen Talenten

 

Nils Mönkemeyer, Viola

Albrecht Menzel, Violine

Valentino Worlitzsch, Cello

Felicitas Schiffner, Violine

William Youn, Klavier

 

Joseph Haydn, Streichtrio B-Dur Hob. V:8

Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierquartett g-Moll KV 478

Antonin Dvorak, Klavierquintett A-Dur op. 81, 2

 

Samstag, 24.09.2016

20 Uhr, Schinkel-Kirche

Eintritt:

Preisgruppe I: € 30,- / ermäßigt und NHB-Card € 24,-

Preisgruppe II: € 24,- / ermäßigt und NHB-Card € 18,-

präsentiert von kulturradio (rbb)

 

Orlando. Eine Biographie

Johanna Wokalek liest Virginia Woolf

eingerichtet von Gerhard Ahrens

 

Sonntag, 25.09.2016

17 Uhr, Großer Saal

 

aus Anlass der Ausstellung

Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth

Eintritt (inkl. Ausstellung): € 15,- / ermäßigt € 11,-

 

Informationen und Tickets unter: 033476 600 – 750

 

Images: Stiftung Schloss Neuhardenberg

Probe 27 (2016-09-14) Newsletter

In einer Kriegszeit leben

Corinna Harfouch spricht

über Etel Adnan 

 

Liebe Freunde der Stiftung Schloss Neuhardenberg,

am Samstag, dem 17. September, um 17 Uhr ist Corinna Harfouch wieder zu Gast auf Schloss Neuhardenberg und wird über ihre Begegnungen mit der libanesisch-amerikanischen Schriftstellerin und Malerin Etel Adnan sprechen. Musikalisch begleitet von dem Tonkünstler Hannes Gwisdek, liest sie aus einigen der eindrucksvollen Werke der Autorin, darunter „Arabische Apokalypse“ und „In einer Kriegszeit leben“.

Selten hat mich eine Schriftstellerin so tief berührt. Ihre Texte öffnen innere Räume, von denen man gar nicht wusste, dass sie existieren“, sagt Corinna Harfouch über die Begegnungen und ihre Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin und Malerin Etel Adnan, deren künstlerisches Schaffen erst spät anerkannt wurde. Sie erhielt 2012 eine Einladung zur Documenta, die ihr eine Retrospektive widmete. In ihren literarischen Werken thematisiert Etel Adnan immer wieder Ereignisse der Zeitgeschichte, setzt sich mit Kriegen, Massakern und Verwüstungen auseinander – besonders mit denen in der arabischen Welt, die sie unmittelbar miterlebt hat. Eines ihrer wichtigsten Werke zu diesem Thema ist die „Arabische Apokalypse“. Sie beschreibt darin eine Welt, die durch Leid und Verzweiflung aus den Fugen geraten ist.

 

Nicht nur einen „Lebensfunken“, sondern ein musikalisches Feuerwerk werden Marcin Wasilewksi und seine Band gemeinsam mit dem schwedischen Saxofonisten Joakim Milder am Samstag, dem 17. September, um 20 Uhr in der Schinkel-Kirche mit ihrem Programm „Spark of Life“ entzünden. Der polnische Jazzpianist und sein Ensemble – das Trio musiziert seit über 15 Jahren gemeinsam – ist bekannt für seine feinsinnigen Improvisationen und wird durch Joakim Milder kongenial ergänzt.

 

Ob sich Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys am Sonntag, dem 18. September, um 19 Uhr in der bereits jetzt ausverkauften Schinkel-Kirche so richtig daneben benehmen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass sie mit „Let’s Misbehave!“ dem Publikum nicht nur eine musikalische Reise in die 20er- und 30er-Jahre bieten, sondern auch beweisen, dass Ulrich Tukur kein Künstler ist, der sich auf ein Genre festlegen ließe. Das Neuhardenberger Publikum darf sich auf eine Formation freuen, die fest davon überzeugt ist, dass ihre musikalische Könnerschaft und optische Attraktivität alles in den Schatten stellt, was je auf einer Bühne zu sehen war.

 

 

In einer Kriegszeit leben

Corinna Harfouch liest aus „In einer Kriegszeit leben“ und aus „Arabische Apokalypse“ von Etel Adnan

 

in den Übersetzungen von Christel Dormagen und Ulrike Stolz

musikalisch begleitet von Hannes Gwisdek

eingerichtet von Gerhard Ahrens

 

Samstag, 17.09.2016

17 Uhr, Großer Saal

Eintritt: € 15,- / ermäßigt € 11,-

 

Spark Of Life

Marcin Wasilewski Trio feat. Joakim Milder

Marcin Wasilewski, piano

Slawomir Kurkiewicz, double bass

Michael Miskiewicz, drums

Joakim Milder, saxophone

 

Samstag, 17.09.2016

20 Uhr, Schinkel-Kirche

Eintritt:

Preisgruppe I: € 22,- / ermäßigt € 18,-

Preisgruppe II: € 18,- / ermäßigt € 14,-

 

Let´s Misbehave!

20 Jahre Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys

Ulrich Tukur, Gesang, Klavier, Akkordeon

Ulrich Mayer, Gitarre, Gesang, Chor

Günter Märtens, Kontrabass, Chor

Kalle Mews, Schlagzeug, Geräusche, Chor

 

Sonntag, 18.09.2016

19 Uhr, Schinkel-Kirche

Das Konzert ist ausverkauft.

Mi                 22.11.2017 

Nr.            2.585 - 1.282

Aktualisierung:        16:30

Übrigens,

 

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 18.11.2017

     2    5    9    12    20   25    SZ: 7

 

Spiel 77:  5449 972

Super 6: 848 704

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

2092 (2017-11-22) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Zum 100. Jubiläum (1920 - 2020)

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