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HANS- JÜRGEN ZEUME

 

 

ZEUMES

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130 (2016-10-14

 

26. Alt-SPORTECHO-Treff – 12.November 2016
Sportmuseum Marzahn, an einem Sonnabend oder Samstag

(Eisenacher Straße 121/ Ecke Blumberger Damm) Einfahrt Haus des Sports Pkw-Hinweistafel Boxhalle, Telefon 030-56497032), ausreichend Parkmöglichkeiten im Innenbereich des einstigen Schulkomplexes, Bushaltestelle des 195er aus Richtung S-Bahnhof Marzahn oder S-Bahnhof Mahlsdorf

Viele Prominente und weniger Bekannte, eine Vielzahl olympischer Sieger und Medaillengewinner unter ihnen, konnte das ehrenamtliche Team des Sportmuseum Marzahn in den zurückliegenden Jahren in ihren Räumlichkeiten begrüßen. In diese Kette von Veranstaltungen will sich der 26.Alt-SPORTECHO-Treff einreihen. Zuletzt trafen sich dieser Tage vor Ort gleich neben den Gärten der Welt gelegen 82 Freunde der Sportbriefmarke. Die weiteste Anreise hatten jene aus dem Bundesland Bayern.

Wir hoffen unsererseits, dass Euch die Anreise nicht so weit erscheint, ob nun aus Zühlsdorf, Fürstenwalde oder Hönow, Lichtenberg , Schönefeld oder Stadtmitte. Die Ehrenamtlichen und unser ehrenamtliches OK aus Petershagen und Marzahn heißen alle herzlich willkommen. Wir haben uns einige Überraschungen einfallen lassen und wollen den früheren globalen Playern nicht nachstehen, die uns diesmal eine Absage übermittelt haben.

Der Zeitplan:

12.11 Uhr Einlaß nach Anreise über S-Bahnhof Marzahn oder Mahlsdorf und Weiterfahrt mit Bus 195 bis Station Eisenacher Straße, Anreise mit Pkw oder mit Tram 6 bis Station Landsberger Allee /Blumberger Damm und 400 Meter Fußweg zum ehemaligen Schulhaus-Komplex. In der untersten Etage ist in den zurückliegenden Jahrenein vielbeachtetes Sportmuseum entstehen. Über alle Spenden würden sich alle Beteiligten freuen.

- Wir erheben eine Einlaß- und Nutzungsgebühr, ein Stuhlgeld von 2 Euro als Kulturabgabe

13.11 Uhr Offizielle Begrüßung durch den Leiter des Sportmuseum Wolfgang Turowski (einem langjährigen Sportecho-Leser auch als DTSB-Kreisvorsitzender)

- Wir laden ein zum Brunch, mit einem speziellen Eintopf aus dem Landhaus Hönow, natürlich frisch gekocht. Natürlich mit einem natürlichen Obolus…

14.11 Uhr 1.geführter Rundgang durch das Sportmuseum und seine Einrichtungen

15.11 Uhr Eröffnung des Kaffee-und Kuchen-Bufett, verbunden mit einer Power-Point-Filmschleife aus der Geschichte des Sportmuseums

16.11 Uhr 2. geführter Rundgang durch das Sportmuseum für später Hinzugekommene und besonders Interessierte

17.11 Uhr Ausstellung zur Geschichte des Sportecho mit Trophäen und Einsicht in alte Sportecho-Bände (mit Retter Karl-Heinz Otto vom ADN)

18.11 Uhr Finale mit Musik und Sammlung für die Portokasse eines angestrebten und gewünschten Treff 2017

- Teile der Portokasse 2015 flossen in den Essen- und Getränke-Topf

- es stehen genügend Kästen Bier (auch alkoholfreie) bereit und einige Liter Rotwein, auch Mineralwasser (mit und ohne Geschmack), es werden ausreichend Kaffee-Kannen aus bayrischem Prodomo gebraut und es gibt auch ausreichend Fertigkuchen verschiedener Art. Wir preisen kleine Unterstützerbeträge aus…

und haben noch eine Bitte: Wir brauchen diesmal 10 Tage vorher zum 31.Oktober (Luthers Reformationstag auch der unsrige) eine Anmeldung für das Eintopf-und Kuchen-Essen, denn das gemeinsame OK wollen nicht zuviel oder zu wenig bestellen und einkaufen.

Telefon: Jörg Leißling 033439-548742 oder Hans-Jürgen Zeume 030-5422368 oder Email jleissling@aol.com oder hjz1944@t-online.de

Wir gedenken während des Treffs unserer diesjahrs verstorbenen Mitarbeiter Edith Bodin, Klaus Pohlenz, Sascha Stolz und Dieter Hausmann.

Herzlich Willlkommen sagen Wolfgang Turowski und sein Sportmuseum-Team sowie das unsrige. Im übrigen rechnen wir mit 30 bis 45 Gästen. Überraschungs-Gäste dürfen natürlich wie immer seit 1991 mitgebracht werden

Berlin, zum 30.September 2016 – jl/hjz

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129 (2015-09-28





25. Alt-Sportecho-Treff 2015

„Ich gebe Euch ewiges Heimrecht!“

Das formulierte der „Heimleiter“ und ehemalige Unioner Rüdiger Uentz. Wir hatten uns auf den 29.Oktober 2015 als nächsten Alt-Sportecho-Treff in seinen Restaurant- „Haus Berlin“- Kalender am Strausberger Platz eintragen lassen. „Macht Euren Treff so lange ihr lebt und egal wie viele kommen.“

Am 30.Oktober 2014 waren es dann 63. Von Hans Grodotzki (1.) bis Bernd Ludwig (63), mit den Ehepaaren Kuphal, Rentmeister, Bock und Sellert, den Alt-Olympiastreitern Fräßdorf, Nöldner, Höhne und Wiezorek, den Zeitungskünstlern Lienig und Fritzsche, den aktuellen Reportern Frank Thomas und Jens Mende, den alten Leitern Schubert, Kapsch, Wrobel, Morchutt und Wales, aber auch den alten Kämpen Fiedler, Binkowski, Friedemann und Hempel. Und Andrea Sommer, der einstigen Ideengeberin für unseren Treff. Ihn soll es noch lange geben!

 

Deshalb für alle Statistiker die jährlichen Teilnehmerzahlen seit 1991: 44 – 46 – 67 – 63 – 77 – 59 – 93 – 110 – 107 – 104 – 98 – 103 – 97 – 79 – 88 – 81 – 75 – 67 – 71 – 77 – 62 – 51 – 47 – 63.

 

Also hiermit verbindlich für alle, die wie Jörg Kotterba, Jens Starke, Dieter Wales, Jürgen Bock und Eberhard Bock schon vorher Auskunft von uns bekommen hatten:

 

DONNERSTAG, 29.Oktober 2015, 25. Alt-Sportecho-Treff, etwa von 15.15 Uhr bis 23.23 Uhr, in bekannter Restauration am Strausberger Platz (unweit gleichnamiger U-Bahnstation). Auch VW-Diesel-Fahrer sind herzlich willkommen und Bewohner in Gebieten mit Flüchtling-Asylheimen und Unterkünften. Da unsere Telefone und der Emailverkehr von der NSA und ihren Partnern sowieso nicht sicher sind, brauchen wir auch keinen Datenschutz für diese NEWS.

  • Horst Schubert feierte seinen 90.Geburtstag am 3.Mai im kleinen Familienkreis. Danach überbrachte er dem Sportmuseum in Marzahn Spende und Erinnerungsstücke aus seinem Fundus.

  • Einer alten Geburtstagsliste entnahmen wir: Sonja Schmeißer, Birgit Hradetzky und Ronald Schütze wurden 60, Dieter Wales und Dieter Wrobel 85, Wolfgang Hempel 80, Dieter Hausmann, Andreas Baingo, und Gabi Stenzel 65, Klaus Schlage, Klaus Falkenhagen, Gunter Hillig, Brigitte Kummer, Ursula Bernhard und Eva Krause 75, Raymund Stolze 70. Und nicht vergessen – Friedrich Blass 87.

  • IN MEMORIAM

  • Am 22.August verstarb 68-jährig Sportecho-Ehrenringträgerin Erika Zuchold, die zwei Monate zuvor nach Paraguay ausgewandert war. In der Hauptstadt Asuncion wurde sie am 25.August beigesetzt. In einer Gedenkveranstaltung im Marzahner Sportmuseum wurde der weltberühmten Turnerin und talentierten Künstlerin gedacht.

  • (siehe auch www.gymmedia.de; www.laptopwerk.de). Erika hatte einst auch unseren Alt-Treff besucht und stand dabei im Interview Wolfhard Kupfer Rede und Antwort.

  • Nach 50 Jahren beendete Sportarchivarin und Turn-Übungsleiterin Eva Krause ihre Campingplatz-Laufbahn am Springsee. Sie mußte sich zuvor einer Hüftgelenk-Operation unterziehen und Reha-Kur in Hoppegarten.

  • Nicht die „7 Geisslein“ sondern „7 aufrichtige Ladies“ trafen sich in einem bekannten Hönower Garten und fragten bestürzt, ob es denn 2015 keinen neuen Alt-Treff gäbe…Sie hätten noch keine Einladung bekommen!

     

  • Grüße von einer Reise mit seinem Schöneweider-Treptower Chor übermittelte uns der einstige Spitzenjogger Eberhard Bock. Diesmal war man zwischen Göttingen und Fulda unterwegs.

 

  • Mit doppelten Hüftproblemen plagt sich Alt-Treff Mitorganisator Jörg Leißling. Wahrscheinlicher Grund: das harte Training mit seinen beiden Hunden, einem Australier und einer Rumänin. Seine Teilnahme 2015 ist in Frage gestellt.

  • Weiter in beruflicher Höchstbelastung sind Jens Mende (DPA, Fußball-Nationalmannschaft), Jörg Lubrich (BILD-Sport) und Eberhard Thonfeld (Camera 4). Hilmar Bürger redigiert jetzt als Webmaster www.habe.de, sein www.laptopwerk.de hat Bernd Morchutt übernommen. Dort agiert Eberhard Bock fleißig als Foto-Berichterstatter. Peter Herrmann hat seine Verdienste als Webmeister bei www.vds-berlin.de.

  • Für die Bekanntmachung zeichnen Jörg Leißling (033439-548742 und email jleissling@aol.com) und Hans-Jürgen Zeume (030-5422368 und email HJZ1944@-online.de.

  • Die Modalitäten sind wie immer: Jeder zahlt seine Zeche selbst.

  • Wir sind auch diesmal für Überraschungsgäste und Wegbegleiter dankbar.

    HJZ

Wann findet der nächste Alt-Sportecho-Treff statt?

30. Oktober 2014 im Restaurant

„Haus Berlin“ am Strausberger Platz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die letzte Ausgabe der legendären und bisher einzigen überregionalen deutschen Sport-Tageszeitung

Jörg Lienig, Jürgen Nöldner, Friedrich Blass und andere fragten per Telefon: Wann findet denn der nächste Alt-Sportecho-Treff statt? Es soll, so erfuhren wir, sogar das Gerücht gestreut worden sein, daß er nicht mehr stattfindet…Stimmt nicht. Hier ist die Bekanntmachung!

 

24. Alt-Sportecho-Treff

 

Donnerstag, am Weltspartag (!), 30.Oktober 2014 an bekanntem Ort im Restaurant „Haus Berlin“ am Strausberger Platz (vorgebucht am 29.August 2013 bei Restaurantleiter und Alt-Unioner Rüdiger Uentz, von 15.15 Uhr bis 23.23 Uhr). Wir wünschen allen viel Gesundheit bis dahin und Rüdiger und seinem Team exzellente Vorbereitung.

Vornweg für alle Statistiker – unsere Teilnehmerzahlen seit 1991: 44 – 46 – 67 – 63 – 77 – 59 – 93 – 110 – 107 – 104 – 98 – 103 – 97 – 79 – 88 – 81 - 75 – 67 – 71 – 77 – 62 – 51 – 47

Hier vorab auch ein paar Infos aus dem zurückliegenden Jahr:

 

Christoph Höhne ist weiter erfolgreich in der Geher-Spur. Unser Alt-Olympiasieger von 1968 gewann gleich mehrere Medaillen bei den Senioren-Europameisterschaften in Izmir in der Türkei. Natürlich für lupenreines schnelles Gehen.

 

Jens Mende für die dpa berichtete auch diesmal wieder von  der Finalrunde der FIFA-Fußball-WM aus Brasilien. Ihm sehr nahe war Gottfried Weise, der als Alt-EuroTVsportler diesmal für die Freie Presse, Chemnitz, aktiv vor Ort war und seine Kolumnen schriftlich fabulierte.

 

Ulrike Krieger schrieb über die großen Athleten beim ISTAF für ihre B.Z. und enthüllte auch die Weltrekord-Prämie für die polnische Werferin. Die junge Mutter kennt sich in der Szene als frühere Dynamo-Hürdenläuferin sehr gut aus, ist so doch seit 2000 auch ständige Olympia-Berichterstatterin ihres Blattes – in Wort und mit Bild.

 

Alexander Hassenstein fand mediale Aufmerksamkeit im VDS-Journal. In dem großflächigen Interview würdigte er ausführlich seinen großen Lehrmeister Eberhard Thonfeld., mit dem der Neu-Münchener einst auch Camera 4 gegründet hatte.

 

Anläßlich seines 70.Geburtstages wurde einer der beiden Organisatoren im Sportmuseum Berlin-Marzahn in die Galerie der Ehre aufgenommen. Siehe auch www.gymmedia.de...

 

Martina Butzek bedankte sich beim OK für die Beileidsbekundung für ihren allzu früh verstorbenen Gatten. „Vielen, vielen Dank“, schrieb sie. „Die meisten Namen und viele Gesichter der Sportecho-Kollegen habe ich noch vor Augen, für Reiner war das eine wichtige und spannende Zeit, die ihn – und indirekt auch mich – wesentlich geprägt haben.“

 

Herzlich Willkommen allen  2014!

 

Für die Bekanntmachung zeichnen

Jörg Leißling (Festnetz 033439-548742, email jleissling@aol.com )

Hans-Jürgen Zeume (Festnetz 030-5422368, email HJZ1944@t-online.de )

Die Modalitäten sind wie immer: Jeder zahlt seine Zeche selbst

Im übrigen: wir sind auch diesmal für Überraschungsgäste dankbar.

Berlin, 29.September 2014

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127 (2014-03-29)

Letzte Kolumne





Oben: Der berühmte Ausspruch von Karl Marx; unten: Kaiser Wilhelm und Zarin Katharina. Fotos: HJZ

Die Sache mit den blauen Blitzen

Im Berliner Museum für Deutsche Geschichte auf der Suche nach Spuren des Sports

Als Schüler auf dem Weg zum Abitur war ich einmal im Museum für Deutsche Geschichte Unter den Linden in Berlin. Als solcher fühlt man sich wieder nun im hohen Alter. Wird es für das Laptopwerk auch Bezüge zum Sport geben?


Die Frage beantwortete sich erst im letzten Saal, der das 20. Jahrhundert dokumentierte. Kein Friedrich Ludwig Jahn in den Räumlichkeiten vorher. Aber vielleicht habe ich das auch übersehen. Der Turnplatz in der Berliner Hasenheide hätte es auf jeden Fall verdient.


Endlich die ersten Funde für meine letzte „Zapppelei“. Zwei Plakate über Eck gestellt. Es sind die von den Olympischen Wettbewerben 1936 in Garmisch-Partenkirchen und in Berlin. An anderer Stelle entdecke ich ein im Jubel gefeierter deutscher Fußball-Kapitän nach dem Finale bei der Weltmeisterschaft 1954 in Bern. Den Fritz Walter erkennt der Insider sofort, der auch weiß, daß er seine ersten Auswärtsspiele im zweiten Weltkrieg als Mitglied einer deutschen Soldatenmannschaft im Osten Europas hatte. Keine Notiz indes davon.


Nicht allzuweit entfernt zieht mich das Modell des Münchner Olympiaparks mit seinem berühmten Stadion und seiner einmaligen Überdachung an. Sportler sind leider nicht in der Nähe. Ulrike Meyfarth zum Beispiel, die damals 16jährig den Hochsprung der Frauen gewann. 1972 war das. Ein Bild von ihr wie sie die Latte überquert oder jubelt hätte man doch platzieren können.


Einen Olympiasieger von damals finde ich später in einer besonderen Vitrine. Sie ist dem DDR-Sport gewidmet. Der offizielle Ausweis des DDR-Mitgliedes im Internationalen Olympischen Komitee, Heinz Schöbel, hat zunächst meine Aufmerksamkeit. Dann entdecke ich ein paar Spikes. Sie gehörten der einst schnellsten 100-m-Läuferin der Welt Marlies Göhr.


Daneben ein feine Trainingsjacke einer DDR-National-mannschaft, gefertigt in Lichtentanne bei Zwickau in einem Betrieb des VEB Equisit. Auf einem Hut, den jeder Cowboy getragen hätte, entdecke ich die Autogramme von Katarina Witt, ihrer Schwägerin Anett Pötzsch und von Jan Hoffmann. Drei Eiskunstläufer von Weltruf. Ein Mitbringsel von der Winterspielen 1988 in Calgaryinformiert ein Täfelchen. Eine olympischer Anstecker auf dem Hut ist der Beweis.


Dann ein großer Pokal. Lugano-Cup erfährt der Besucher, einst gewonnen von der Geher-Mannschaft des Olympiasiegers Christoph Höhne. Das war mir noch in der eigenen Erinnerung. Im Mittelpunkt der Vitrine eine pokalähnliche überdimensionale Kupfersäule. Für Erich Honecker zum 65. Geburtstag, so erfahre ich und entdecke an der Oberfläche en masse Autogrammzüge von nicht gezählten Olympiasiegern und Weltmeistern. Auch den von Klaus Köste ist zu entdecken. Er hatte 1972 in München im Pferdsprung bei den Turnern gewonnen.


Als ich mich schon der nächsten Vitrine zuwenden wollte entdecke ich eine kleine Schachtel mit blauen Tabletten. Es sind die „blauen Blitze“ die den Athleten nach hartem Training gegeben wurden. Als Zusatz erfahre ich, daß nicht alle Athleten wußten was ihnen da angeraten wurde es einzunehmen. Meinen Begleiter frage ich, ob er bei dem monumentalen Bild von Fritz Walter auch so einen Hinweis entdeckt habe. In den WM-Tagen von 1954 hatten deutsche Sportjournalisten geschrieben, dass die Ungarn gedopt sind und es waren. Und ein paar Jahrzehnte später erfuhr die Nachwelt von einer neuen Generation Sportjournalisten durch deren Nachforschungen, dass auch die deutschen Fußballer von dem Zeug naschten und ein Jahr später fast die gesamte Mannschaft davon an Gelbsucht erkrankte. Niemand hatte die Sportler auf die Gefahren aufmerksam gemacht.

 

An der Garderobe fragte man uns wie es uns gefallen habe. Wir sprachen ein höfliches Gefallen aus, aber auch, dass wir gern wiederkommen würden. Vielleicht findet man dann auch einen Hinweis zum Doping im Sport der anderen deutschen Republik. Vor dem Ausgang hielten wir kurz inne. Da war ein riesengroßes Denkmal aufgestellt. Ein solches, so ich zu meinem Begleiter, hat man unlängst auf einem berühmten Platz in Kiew vom Sockel geholt.

 

Irgendwie waren wir froh, dass trotz vieler Stürme in unserem Land nicht alles in die Mülltonne der Geschichte verschwand. Ein Stück weiter vom historischen Museum ludt uns in der Empfangshalle der Humboldt-Universität eine Inschrift zum Fotografieren ein. Sie erinnerte an den Studenten Karl Marx, der mit seiner Kapital-Schrift bis auf dem Tag brennend aktuell geblieben ist.

Eigentlich war es, so wird auf einer Tafel erklärt, nur eine Randnotiz seiner Studien. Doch welche Wucht hatte sie.

Die Philosophen haben die Welt

Nur verschieden interpretiert,

es kommt aber darauf an,

sie zu verändern

(Karl Marx)

Zz_hans-jürgen Zeume_27-03-2014

 

126 (2014-03-27)

Jena-Claude Killy in Sotschi. Foto: www.sotschi-2014 ru

Killy weiß es besser

Das IOC-Mitglied und der einstige Skistar lobt Sotschi

Eigentlich hatte ich vermutet, dass www.sotschi-2014.ru sich abschaltet, wenn es nichts mehr aus der Olympiastadt zu vermelden gibt. Da habe ich mich geirrt. Man sendet weiter.

 

Aktuell fand ich eine bemerkenswerte Meinung des dreifachen Olympiasiegers der Winterspiele 1968 in Grenoble, des Franzosen Jean-Claude Killy. Als langjähriges Mitglied des IOC gilt er ohne Zweifel als ausgemachter Experte. Und er steht dafür auch künftig mit seinem Urteil. In der Manier des einstigen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch, dessen Sohn nun Mitglied des IOC ist  - als Weltpräsident der Modernen Fünfkämpfer dafür auserkoren.

 

Samaranch sprach auch immer wieder in seinen Abschiedsworten von den "besten Winterspielen" oder im anderen Fall von besten Spielen. Ich indes meine, dass man Samaranch nicht mit Killy vergleichen sollte. Killy ist Top-Experte und er hat mit dafür gesorgt, daß internationale Experten in allen Disziplingruppen als Berater den Sotschi-Organisatoren beiseite standen.

 

Zu denen gehörte auch Ulrich Wehling, dreimaliger Olympiasieger in der Nordischen Kombination, Hochschulabsolvent der DHfK in Leipzig, die in puncto Hochleistungssport nicht zu vergleichen ist mit der von Carl Diem gegründeten Sporthochschule in Köln. Wehling hat viele Jahre als Renndirektor für die Weltskisportföderation (FIS) gearbeitet.

 

Zusammen mit dem neuen IOC-Präsidenten Dr. Thomas Bach hat Killy zudem die internationalen Wirtschaftsunternehmen aktiviert den russischen Hilfe zu bieten. Das hat glänzend funktioniert. Der olympische Sport hat ein Beispiel gegeben für globale Zusammenarbeit. –

 

Als die Winterspiele 2010 in Vancouver stattfanden habe auch exzellente Fachleute aus Norwegen geholfen dort ausgezeichnete Winterspiele auf die Beine zu stellen. Und deren hohes Niveau haben eben nun wie Killy bewertete die Macher in Sotschi übertroffen. Ich weiß, daß das einige deutsche Medien anders beurteilt hatten. Aber eines ist dieser Tage durch das Bundesverfassungsgericht aus anderen Gründen abgestraft worden. Andere wurden es durch Leser und  Hörer.

Hier nun die Info vom
www.sotschi-2014.ru


125 (2014-03-24)

Repro: Wikipedia

Wohin fliegt Venedigs Löwe?

Im Wiener "Standard" nachgeforscht

zz war

(nicht) überrascht


Auf dem Potsdamer Platz in Berlin fragten russische Korrespondenten Passanten nach einem Referendum im italienischen Venetien. Die wohl meisten - 99,9 Prozent wahrscheinlich - verneinten. Woher sollten sie denn das wissen, wenn sie wie der Laptopwerker nicht bei www.zeit.de oder www.sueddeutsche.de hineingeschaut hätten. Die "Aktuelle Kamera" von ARD und ZDF gab keinen Pieps.Dafür fand ich nun bei www.standard.at neuere Infos und auch darüber wie sich die Briten auf das Referendum der Schotten im Herbst vorbereiten.

 

 

Veneto-Votum erfreute Moskau

23. März 2014, 17:12

 

 

Treviso/Rom - Was russische Medien zu einer "historischen Entwicklung im Herzen Europas" aufwerteten, war der italienischen Presse kaum eine Zeile wert: das Referendum über die Unabhängigkeit Venetiens. Fünf Tage lang konnten Bürger zwischen der Lagune von Venedig und dem Dolomitenort Cortina in Wahllokalen sowie via Telefon und Internet darüber abstimmen, ob die Region zu einer "föderalen, unabhängigen und souveränen Republik" werden soll.

Das Bürgerkomitee plebiscito.eu von Unternehmer Gianluca Busato, das die Befragung organisiert hatte, sah Freitagabend Grund zum Jubeln. Von 2,36 Millionen Wählern hatten 89 Prozent für die Unabhängigkeit gestimmt.

Ein beeindruckendes Ergebnis mit einem wesentlichen Schönheitsfehler - es ist nicht nachprüfbar. Obwohl nicht in der Heimatregion des Prosecco wohnhaft, war es etwa auch dem Standard-Korrespondenten gelungen, mit erfundener Veroneser Adresse und inexistenter Ausweisnummer jenen Code zu erhalten, der zur Abstimmung berechtigte.

Bei der Siegesfeier in Treviso erklärte Busato unter dem Jubel von 500 Anhängern Venetien für unabhängig - in Anlehnung an die Serenissima, die 1797 untergegangene Republik Venedig. Die russischen Medien feierten mit. Dass die "Volksabstimmung" in der fünf Millionen Einwohner zählenden Region ohne Rechtsgrundlage stattfand, trübte ihre Begeisterung nicht.

Schon Tage vorher hatten russische Reporter auf dem Potsdamer Platz in Berlin verdutzte Passanten mit entsprechenden Fragen irritiert: "Haben Sie schon von dem Unabhängigkeitsreferendum in Italien gehört?" In Berichten wurde westlichen Medien vorgeworfen, breit über das Krim-Referendum zu berichten und über jenes in Venetien zu schweigen.

Ernste Mahnung an Rom

Auch britische Medien berichteten mit Blick auf die Abstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands im kommenden Herbst über das Votum. Dessen Ergebnis kann in jedem Fall als ernste Mahnung an die römische Regierung gewertet werden.

Nun drängt die Lega Nord darauf, im Regionalrat in Venedig einen Gesetzentwurf zu verabschieden, der die Einführung eines offiziellen Referendums vorsieht. Für den Koalitionspartner Forza Italia stellt das kein vordringliches Anliegen dar.

Ob ein solches Gesetz einer Anfechtung beim Verfassungsgericht standhalten könnte, bleibt fraglich. Denn Referenden über die Unabhängigkeit einzelner Regionen sind von der Verfassung nicht vorgesehen. Busato ist derweil mit wichtigeren Dingen beschäftigt: den Vorbereitungen zur internationalen Anerkennung der souveränen Republik Venetien. (Gerhard Mumelter, DER STANDARD, 24.

 

124 (2014-03-21)

foto: apa/dpa/müller

Maria ist dann mal weg

Was Zz gestern im "Wiener Standard" fand


Maria Höfl-Riesch hört auf

20. März 2014, 14:33

 

 

Die  dreifache  Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch hat am Donnerstag ihre Karriere als Skirennläuferin beendet und beim Abschied mit den Tränen gekämpft. "Der größte Traum hat sich für mich noch mal erfüllt, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, und das war das Schönste, was ich mir vorstellen konnte", sagte die Deutsche, die im Februar noch einmal Gold bei Winterspielen gewonnen hat.

Die 29-Jährige bekam bei dem Pressetermin in München von Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds, die kleine Kugel für die beste Abfahrerin des Winters überreicht, es war die fünfte ihrer herausragenden Laufbahn. Im Jahr 2011 gewann sie zudem den Gesamtweltcup. In der abgelaufenen Saison kämpfte sie bis zuletzt gegen die Salzburgerin Anna Fenninger um den Gesamtweltcup, nach einem Sturz in der letzten Abfahrt musste sie die Saison vorzeitig beenden.

Im Jahr 2010 wurde Höfl-Riesch in Vancouver Olympiasiegerin im Slalom und der Super-Kombination, im 2014 Februar fügte sie in Sotschi der Sammlung erneut Gold in der Superkombi sowie Silber im Super-G hinzu. Bei fünf WM-Teilnahmen sammelte sie zudem sechs Medaillen (inklusive Teambronze) und wurde zweimal Weltmeisterin.

81-mal auf dem Podest

Im Weltcup stand die nach der Heirat mit Manager Marcus Höfl in Kitzbühel lebende Höfl-Riesch 81-mal auf dem Podest, ihre 27 Siege eroberte sie in Abfahrt, Super-G, Slalom und Superkombi, nur ein Erfolg im Riesentorlauf blieb ihr verweht.

"Es ist schwierig für mich, aber ich glaube, dass es die richtige Entscheidung ist", sagte Höfl-Riesch. Sie sei zuletzt nochmals etwas ins Wanken geraten, weil sie gemerkt habe, wie sehr sich der deutsche Skiverband darum bemühte, dass sie noch eine Saison anhängt. Doch nun stehe der Entschluss fest.

Als Nächstes steht für sie der Abflug in die Ferien auf dem Programm. "Ich werde erst mal den Urlaub genießen und das Gefühl, nicht an die nächste Saison denken zu müssen." Wie es danach weitergehe? "Pläne sind Zukunftsmusik, da ist noch nichts Konkretes. Ich muss auch mal zur Ruhe kommen und an nichts denken dürfen." (APA, 20.3.2014)

Steckbrief Maria Höfl-Riesch:

  • Geboren: 24. November 1984 in Garmisch-Partenkirchen
  • Wohnort: Kitzbühel
  • Größe/Gewicht: 1,82 m/70 kg
  • Familienstand: verheiratet mit Marcus Höfl
  • Ski: Head
  • Schuhe: Lange
  • Verein: SC Partenkirchen
  • Hobbys: Tennis, Reisen, Lesen
  • Homepage: maria.com.de

Größte Erfolge:

  • Olympia: Gold Slalom und Super-Kombination 2010, Gold Super-Kombination und Silber Super-G 2014
  • WM: Weltmeisterin Slalom 2009 und Super-Kombination 2013, Bronze Abfahrt und Super-G 2011 sowie Abfahrt 2013
  • Gesamtweltcupsiegerin 2011
  • Zweite im Gesamtweltcup 2009, 2010, 2013 und 2014
  • Dritte im Gesamtweltcup 2004, 2008 und 2012
  • Gewinnerin der Weltcup-Wertungen in Super-G und Super-Kombination 2008, Slalom 2009 und 2010, Abfahrt 2014
  • 27 Siege (11 Abfahrt, 9 Slalom, 4 Superkombi, 3 Super-G), 54 weitere Podestplätze

Link

Maria Höfl-Riesch auf ski-db.com

Ski Alpin Gesamt-Weltcup Damen

weitere Tabellen

 

 

1

AUT

Fenninger, Anna

1371

2

GER

Höfl-Riesch, Maria

1180

3

SUI

Gut, Lara

1101

4

SLO

Maze, Tina

964

5

LIE

Weirather, Tina

943

 

123 (2014-03-19)

Repro: Wikipedia

Wenn das die Zarin Katharina noch miterlebt hätte...

Hoffnungsvolles Fußballspiel in einer brisanten Zeit

1986 reiste ich für das "Deutsche Sportecho" zu den Goodwill Games nach Moskau, die der Begründer des US-amerikanischen TV-Senders CNN, Ted Turner,  vorgeschlagen und aktiv unterstützt hatte.

 

Nach den sportfeindlichen Olympiaboykotts 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles suchte Turner nach einer Lösung des gesellschaftlichen Konflikt, zu welchem damals kein Politiker in der Lage war. Als "Interview der Woche" brachte ich damals der DDR-Sportzeitung ein Doppelinterview mit, mit Bart Conner, Kapitän  der siegreichen US-Olympiaturnriege 1984, und mit Alexander Ditjatin, Kapitän der siegreichen UdSSR-Olympiariege 1980 in Moskau.
 

Nicht alle damals in meiner Redaktion hatten den Sinn und das Anliegen der Goodwill Games verstanden. Auch nicht so mancher Ideologe im DDR-Sportbund. Ich hatte danach einen nicht leichten Stand mit meinen Argumen-ten.

 

Was das mit den aktuellen Entscheidungen im Konflikt um den Anschluß der Halbinsel an Russland hat, die dessen Präsident als Wiedervereinigung in seiner Duma-Rede bezeichnete, zu tun hat? Ich meine, kein Politiker scheint aktuell in der Lage diesen Konflikt aufzulösen, weder im Osten noch im Westen noch im Norden oder Süden Amerikas oder sonsterwo auf unserem Erdball. Es gibt keine alleingültige Richtigkeit. Es wird nach Persönlichkeiten gesucht, die den Lösungsweg in eine neue Richtung führen.

Am Sonntag fand unter besonderen Umständen ein Fußballspiel zwischen Dynamo Kiew und der Stadt Sewastopol auf der Krim in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt. Es wird eine Weile dauern, bis es wieder zu einem friedlichen Sportverkehr solcherart oder ähnlicher Art kommen wird. Zunächst vermute ich aber, dass es im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschafts-Endrunde in Brasilien noch manche Karambolage geben wird. Und manche wird sehr unappetittlich sein.

Wenn das die russische Zarin Katharina noch miterleben würde. Sie hatte 1783 die Krim ins russische Reich geholt. Auf der Krim wurden von den Staatsoberhäup-tern der USA, England und Frankreichs mit der UdSSR die Weichen nach der Zerschlagung des deutschen Faschismus. Konferenz von Jalta. Und nun? Herr Putin sprach in seiner Rede vor der Duma von Kiew als der Mutter aller russischer Städte. Was wollte er damit ausdrücken. War es nur eine historische Erinnerung. Die Antwort aus Kiew kam schnell. Man wolle nicht Mitglied der NATO werden. Es scheint sich doch noch etwas zu bewegen.

zz_hans-Jürgen zeume_ 18-03-2103



Im Fussball behält Kiew die Oberhand


Zumindest im Fussball konnte Kiew sich noch einmal durchsetzen: Während auf der Krim die Menschen gegen den Willen der ohnmächtigen Regierung in der ukrainischen Hauptstadt über den Status der Schwarzmeer-Halbinsel abstimmten, absolvierten die Fussballmannschaften von Simferopol und Dynamo Kiew am Sonntag ein symbolisches Spiel. 

Champions League-Teilnehmer Dynamo Kiew gewann im Olympiastadion der ukrainischen Hauptstadt gegen die Auswahl aus der Regionalhauptstadt der Krim mit 2:1. 11'000 Zuschauer verfolgten die Partie, die eigentlich am Samstag in Simferopol stattfinden sollte, dann aber angesichts der Lage auf der Krim, wo mehr als 95 Prozent der Bevölkerung am Sonntag für einen Beitritt zu Russland stimmten, nach Kiew verlegt wurde.

«Ich erkenne das Referendum auf der Krim nicht als legitim an», sagte Simferopol-Fan Igor. Die Abtrennung der Krim von der Ukraine drohe, den Fussball auf der Halbinsel kaputt zu machen, denn es gebe dann keine Gegner mehr. Es ist unklar, ob der Verein aus Simferopol nach einem Beitritt der Krim zu Russland auch an der russischen Fussballmeisterschaft teilnehmen kann. Dynamo-Fan Anton äusserte sich zuversichtlich, dass die Krim letztlich doch Teil der Ukraine bleiben werde: «Kein Zweifel, der Fussball wird das Land einen.» (AFP)


122 (2014-03-17)

 

 

Foto: RiA Novosti

 

Wer zuerst droht...

Michail Gorbatschow begrüßt das Krim-Referendum

Im Tages-Anzeiger Zürich habe ich aktuell die unten stehende Meinung von Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow mit wachem Interesse zur Kenntnis genommen. Er hat da eine andere Meinung als der andere Friedensnobelpreisträger Barack Obama. Ich selbst bin gespannt, wie im Herbst das Referendum der Schotten zum Austritt aus dem Bund der Briten beurteilt wird. Das eine ist undemokratisch - das andere demokratisch. So ganz komme ich mit der westlichen  Logik zwischen London und Berlin  nicht mehr mit.l

 

Als vor Jahrzehnten in Grenada aus Sicht der USA falsch gewählt wurde und die Wahlsieger eine große Sympathie zu Nikaragua und Kuba bekundeten, flogen US-Bomber auf das Inselreich ein und stürzten die demokratisch gewählte Regierung.... Alles demokratisch gewesen? Über den Einflug in Vietnam will ich gar nicht erst diskutieren.

  • Gorbatschow lobt Krim-Referendum

    Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow hält die Voraussetzungen für einen Beitritt der Krim zu Russland für erfüllt. «Die Menschen wollen es, und das bedeutet, dass man ihnen entgegenkommen muss» sagte der frühere Sowjetpräsident am Montag der Agentur Itar-Tass in Moskau.

    Die Bevölkerung habe die Gelegenheit gehabt, in einem Referendum ihre Meinung zu sagen. «Das ist gut», betonte der 83-jährige Gorbatschow. Vor einigen Tagen hatte er den 2007 verstorbenen ehemaligen Präsidenten Boris Jelzin dafür kritisiert, dass dieser bei der «Zerstörung der Sowjetunion» 1991 keine tragfähige Lösung für die Krim gefunden habe. (sda)

 

121 (2014-03-15)

Neue Boykotts im Anrollen?

Politische Situation tangiert auch Probleme des Sports

Die politische Krim-Krise macht um den Sport, im konkreten Fall um den Fußball keinen Bogen. Der Agentur Interfax – gefunden bei www.sotschi-2014.ru – ist zu entnehmen: Mir erschien das nicht ganz unwichtig für das Laptopwerk. Denn solcherart vermelden deutsche Agenturen auch nicht.

Hier nun der Text:


Moskau. Die beiden Duma-Abgeordneten Alexander Sidjakin und Michail Markelow haben den Fußball-Weltverband FIFA zum Ausschluss der US-Auswahl von der Fußball-Weltmeisterschaftsendrunde in Brasilien, vom 12. Juni bis 13. Juli, aufgefordert. Damit wurde auf das Verlangen zweier US-Senatoren geantwortet, Russland die Weltmeister-schaftsendrunde 2018 aufgrund der Geschehnisse in der Ukraine zu entziehen.


Der offizielle Brief der beiden Duma-Abgeordneten wurde an FIFA-Präsident Joseph S. Blatter gerichtet. Begründet wurde der US-Ausschluss mit der amerikanischen Aggressionspolitik gegen „souveräne Staaten wie Jugoslawien, Irak und Libyen".

Außerdem sei der Versuch unternommen worden, „Syrien zu besetzen". In dem Brief werden den Vereinigten Staaten „die Verletzung der Menschenrechte in der Welt" vorgeworfen.

Sidjakin erklärte, das Schreiben sei eine Reaktion auf die Aufforderungen der amerikanischen Senatoren Mark Kirk und Dan Coats in Richtung FIFA, Russland die WM-Gastge-berrolle 2018 zu entziehen.


„Ich erwarte keine Antwort. Ich möchte, dass der FIFA-Boss zwei gleichlautende Briefe vorliegen hat, um die Dummheit der US-Senatoren herauszustellen. Sie sind blind, wenn es um ihre eigenen Fehler geht", sagte Sidjakin der Agentur Interfax.


In Moskau wie in Washington hat man in diesen Tagen es sehr schwer bei Verstand zu bleiben. Als sich einst sowjetische Schiffe, beladen mit Raketen, auf den Weg nach Kuba machten , forderten die US-Medien , Präsident Kennedy solle zum „Atomschlag“ ausholen und damit drohen.

 

Daraufhin schickte Chrustschow sein schnellstes mit Atomwaffen bestücktes U-Boot mit seiner Waffentransport-Flotille hinterher. In Dokumentarfilmen belegt ist die Umsicht des sowjetischen U-Boot-Kapitän nicht auf den roten Knopf zu drücken selbst wenn der Befehl aus Moskau kommt. Ein Held.


Zwischen damals und heute lagen die beiden Olympia-boykotts in Los Angeles und Moskau. Sind neue Boykotts im Anrollen? In Sotschi bei den aktuellen Paralympics verweigerten einige Delegationsleiter eine Einladung zum Mittagessen beim russischen Präsidenten Putin. Das geschah alles geräuschlos und die perfekt organisierten Wettkämpfen gingen und gehen weiter.


Die Forderungen nach Sanktionen an die FIFA für die USA (!) und Russland werden nicht die letzten sein. Der Sport sollte sich aus allem Gerangel heraushalten. Doch ganz so einfach ist das nicht. Ausländische Fußballspieler und Sportexperten haben aktuell die Ukraine verlassen, darunter auch der norwegische Fußball-Sportdirektor Frank Arnesen die Stadt Charkow (Charkiw).


Da paßt allerdings diese Meldung nicht ins Bild. Die Radsport-Friedensfahrt soll im Mai mit Rennen in Tschechien und Polen neu aufgelegt werden. Ein Symbol dieses Rennens fehlt allerdings – Picasssos Friedenstaube. Welchen Einfluß hat nach den politischen Veränderungen in diesen beiden Ländern die Politik auf den Sport...

Zz_15-03-2014

120 (2014-03-11)

Auf Wiedersehen in der STREIT-BAR!

Gedanken zu einem hochinteressanten Artikel von Prof. Helmut Digel

Unser Laptopwerk-Webmaster hat sich sehr erfreut gezeigt über den fast täglichen 1000-er während der Sotschi-Tage. Die Zahl der User hat enorm zugenommen, wofür es auch Gründe gab. Laptopwerk schwamm nicht im Strom einer aus den Ufern geglittenen deutschen Medienlandschaft in den Wochen vor den Winterspielen. Ob sich das herumgesprochen hatte? Das kann durchaus sein.

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Wir haben vor, während und nach den Winterspielen immer wieder Aussagen aus der Schweiz, Österreich und Russland publiziert. Deren Urteile wichen stark von den deutschen Analysen ab.


Unser User Eckhard Herholz, Herausgeber und Webmaster von www.gymmedia.de, gab uns diesen Hinweis für einen bemerkenswerten Artikel von

 

Prof. Helmut Digel

- ehem. Präsident des Deutschen Leichtathletikverbandes (1993 - 2001)

- seit 1995 Mitglied des IAAF-Councils

 

Notwendige Kritik oder fragwürdige Skandalisierung? So fragte sich Prof. Helmut Digel. Was ist los mit der deutschen Berichterstattung über Sportereignisse?


Als einen weiteren winterolympischen Nachtrag habe ich paar markante Aussagen „herausgezappelt“, um es mal so zu nennen.


Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 in Peking konnte eine Berichterstattung beobachtet werden, deren Chinabild zwischen exotischer Begeisterung und vereinfachender Dämonisierung schwankte. Es mangelte an Differenzierung und solider Recherche. In wissenschaftlichen Studien zu dieser Berichterstattung wurde zu Recht ein fragwürdiges Schwarzweiß-Bild kritisiert. Das Thema der Menschenrechte dominierte die Berichterstattung.


Vom Westen, insbesondere von Deutschland, wird China immer nur als Zerrbild wahrgenommen. Je nach eigener Befindlichkeit mal als interessante Kulturnation, mal als dessen Gegenbild, nie jedoch unvoreingenom-men. Für eine weniger vorurteilsgeprägte Berichterstattung gibt es offensichtlich kaum einen Raum.


2014 fanden nun die Olympischen Spiele in Russland statt und nahezu dasselbe Phänomen ist in der deutschen Berichterstattung zu beobachten. Über Wochen und Monate werden die russischen Winterspiele dämonisiert, Putin ist dabei der Dämon in Person und in der Menschenrechts-diskussion wird vorwiegend das Problem der Homophobie in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Auch hier ist abzusehen, dass unmittelbar nach Beendigung der Spiele die Skandalisierung Russlands und seiner Winterspiele in Sotschi ein schnelles Ende finden wird.


„Vorne bunt, hinten tot“, „Kaum Menschen“, „Keine Stimmung“, „Null Charme“, „Frisierte Landschaften“, „Olympische Festung“ – die Sportanlagen, die Modernisierung einer Region, das Sicherheitskonzept, die ökologische Konzeption der Hotelbauten, die Eröffnungsfeier – sie alle werden in einer ständig wiederkehrenden Berichterstattung in Frage gestellt. Palmen werden zum Symbol einer sportpolitischen Fehlentscheidung. Temperaturen über Null werden zur vernichtenden Messlatte. Absperrungen repräsentieren Totalität, Neubauten bedeuten Zerstörung von Traditionen. Keiner fragt dabei wie heruntergekommen Sotschi in den letzten 20 Jahren gewesen ist, keiner ist an fairen Vergleichen interessiert und orientiert.

Wie war es 1992 in Albertville? Wie in Salt Lake City? Welche ökologischen Probleme hatte Turin? Wie teuer war Vancouver wirklich?

 

Welche architektonischen Sünden gibt es in den Alpen? Wie warm wäre es gewesen, wenn die Spiele zur selben Zeit in Salzburg stattgefunden hätten? Salzburg ist in diesen Tagen ohne Schnee und die täglichen Temperaturen schwanken zwischen acht und 15 Grad Celsius. Auch Vancouver lag am Meer und auch Vancouver ist alles andere als eine Wintersportstadt. Turin ist ein Industriemoloch, also alles andere als eine geeignete Kulisse für Winterspiele.


Die Hotelbauten von Sankt Moritz, Davos oder Cortina unterscheiden sich nur wenig von denen in Sotschi. In allen Austragungsorten früherer Olympischer Spiele mussten Pisten gebaut werden, entstanden Steighilfen, wurden Wälder gerodet und Straßen begradigt.


Auffällig ist dabei, dass je länger die Spiele andauerten, desto offensichtlicher wurde es, dass manches von dem, was im Vorfeld über die Spiele geschrieben wurde ganz offensichtlich mit der Realität nicht übereinstimmen kann. Athleten waren begeistert, Trainer sprachen von den besten Sportstätten, Funktionäre hielten die Spiele für bestens organisiert, gerade im Vergleich zu früheren Veranstaltungen fällt ihre Bilanz positiv aus. Die Unterbringungen der Athleten waren exzellent und Mängel, insofern sie aufgetreten sind, wurden möglichst schnell bereinigt. Dies war auch bei früheren Spielen der Fall. Noch nie hat es Spiele gegeben, bei denen zum Zeitpunkt der Eröffnung alles fertig gestellt war, immer wieder musste nachgebessert und ausgeholfen werden – dies scheint für sportliche Großveranstaltungen etwas Normales zu sein.

Wie lässt sich solch ein grundlegender Widerspruch zwischen der anzutreffenden Realität und der Berichterstattung über diese Realität erklären?


* Ein Grund ist vermutlich in der eigenartigen Arbeitsteilung zu sehen, die zwischen politischer und Sportberichterstattung besteht. Im Vorfeld dominierte der politisch orientierte Journalismus die Berichterstattung, während mit Beginn der Spiele die Experten des Sportjournalismus gefragt waren.


* Ein zweiter Aspekt soll dabei besonders beachtet werden. Viele der politisch orientierten Journalisten urteilen über Russland, ohne selbst über die Sachverhalte, über die sie ihr Urteil sprechen persönlich recherchiert zu haben. Sie sind auf Beobachtungen Dritter angewiesen und diese haben ganz offensichtlich eine außergewöhnliche Deutungsmacht über das was wichtig und unwichtig ist und über das was angeblich die Wirklichkeit darstellt. Dabei ist offensichtlich, dass Massenmedien ihre eigene Wirklichkeit konstruieren. Die konstruierte Wirklichkeit hat dabei nur wenig, oft auch gar nichts mit der Realität zu tun.


Russland und die Olympischen Spiele in Sotschi sind dabei ein äußerst geeignetes Objekt für eine Berichterstattung, die sich an diesen Selektionsregeln ausrichtet. Die IOC-Ent-scheidung vor sieben Jahren zugunsten von Sotschi hatte den Charakter eines Skandals. Die politische Entscheidung zur Modernisierung einer Region wurde auf eine einzige Person bezogen und zu einem Umweltzerstörungs-skandal erhoben

Die Wirkung dieser Art von Berichterstattung ist ganz offensichtlich. Die öffentliche Meinung unserer Gesellschaft über die Großereignisse des Sports wird dadurch ganz wesentlich beeinflusst. Urteile der Politiker sind von dieser Berichterstattung ebenso abhängig wie die Meinungen von Wissenschaftlern und sonstigen Experten, wenn sie aus den unterschiedlichsten Perspektiven über Vorgänge in der Welt des Sports urteilen.

 

Von einer fairen und dem Phänomen des Sports und seiner Umwelt gerecht werdenden Berichterstattung kann dabei allerdings kaum die Rede sein.Vielmehr entsteht auf diese Weise ein Zerrbild des Sports, das mit der Realität kaum noch übereinstimmt. Es entsteht aber ein fragwürdiges Bild von Deutschland, das aus einer internationalen Perspektive und von vielen internationalen Partnern zu Recht in Frage gestellt wird. Deutschland erhebt sich zum moralischen Lehrmeister, ohne dabei selbst den eigenen Ansprüchen genügen zu können.

* Quelle: DOSB-Presse vom 25. 2. 2014

 

Zz_ meint: Keines dieser Medien ist in den Tagen von Sotschi darauf eingegangen, dass München eine schwere Niederlage in der Abstimmung um die Vergabe der Winterspiele 2018 erlitten hatte. Und die Kandidatur für die Bewerbung 2022 verhinderte eine Volksbefragung. Die Deutschen haben keine Lobby mehr im Weltsport. Man wird auf die Wahl von Dr. Thomas Bach als IOC-Präsident verweisen.

Er schwamm nicht im Fahrwasser der deutschen Medien. Und das brachte ihn auf den olympischen Thron. Deutschen Medienvertreter versuchten ihn in Interviews immer wieder zu beeinflussen. Er wehrte sich dagegen. Ich bin gespannt wie das nun weitergehen wird mit dem Weltsport. Mir scheint es wirklich angebracht öfters mal auch im Internet bei unseren Nachbarn Schweiz oder Österreich sich umzuschauen. Aber auch bei anderen wie zum Beispiel in Norwegen. Ich für meinen Teil tue das schon ziemlich lange.

 

Noch eine Bemerkung: Vielleicht sollte man sich mal wieder in der Laptopwerk-STREIT-BAR begegnen. Vielleicht zum Thema: „Quo vadis – deutscher Sportjournalismus?"

 

Zz_hans-jürgen zeume_11-03-2014

119 (2014-02-27)

Gauck an die Schanze

Einige nacholympische deutsche Befindlichkeiten

Schon während der Winterspiele haben wir uns über manche Ungereimtheit im deutschen Olympiateam ausgelassen. Da war ja die ausgegangene Medaillenschütte für den DOSB-

General Vesper noch harmlos, der doch tatsächlich zur Halbzeit der von den nationalen Medien arrogant als Putin-Spiele titulierten olympischen Wettbewerbe äußerte, dass man diebefohlene Zahl 30 - erreicht in Vancouver - am Ende noch zu Buche stehen haben wird.

Und das ging, kaum hatte der Bundespräsident Gauck unsere Olympiakämpfer, nicht alle waren zum Empfang auf dem Münchner Flughafen gekommen, gleich munter so weiter. Das zentrale Online-Unternehmen der WAZ-Blätter publizierte einen Kommentar, in welchem die Sotschi-Spiele als mittelmäßig bewertet wurden. Kein Wunder, so dachte ich mir, vom selbsternannten Veranstaltungs-Weltmeister und Olympiasieger. München 1972 und die Fußball-WM-Endrunde 2006 läßt grüßen.

Zwei Biathlonnachrichten fast am gleichen Tag. Die 19jährige Junioren-WM-Teilnehmerin Julia Pieper nahm sich das Leben, in dem sie sich mit ihrem Dienstgewehr erschoss. Dann die Meldung, dass den Rausschmiß von Rico Groß und Gerald Hönig aus der Biathlon-Frauenabteilung vom Sportdirektor Thomas Pfüller signalisiert. Der versteht doch nichts, so kuschelzen einige aus dem selbstherrlichen Medienfeld. Pfüller war vor dem Mauerfall Nachwuchs-Verbandstrainer
Biathlon im DSLV der DDR, dann auch Cheftrainer Langlauf. Und sein Generalsekretär und Verbandspräsident Ulrich Wehling.

Und dann drangen die Hintergründe zum öffentlichen Protest von Tatjana Hüfner während der Winterspiele an die Oberfläche, indes von den Medien noch nicht aufgegriffen. Das könnte dem großartigen Georg Hackl wohlmöglich schaden. Die andere Materialgeschichte betraf nun einen Ex-Weltmeister, vor Ort in Sotschi noch als Olympiatourist vom Staatsfernsehen interviewt. Der hatte im Nachhinein eingestanden, seine privaten Kufen dem Viererbob-Olympiasieger Shubkow aus Russland verkauft
zu haben und soll nun diese "Vaterlandsverrat" mit Geldstrafe, lebenslänglicher Sperre oder sonsterwas zurechtgewiesen werden.

Dessen Argument, das sei im Bob- und wohl auch Rodelsport Gang und Gäbe, das akzeptierte man erst einmal nicht. - Ich habe ja den Verdacht, dassMachata alsbald für ein anderes Land fahren wird. Ein Girardelli hat das auch und wurde später Superstar für Luxemburg, ein Südkoreaner Shorttracker tat das ebenso und holte als Victor An nun dreimal Gold für Russland und bekam als Zugabe vom "Putin-Clan" eine Eigentumswohnung.

Da fällt mir noch die Sache mit Carina Vogt ein. Sie hatte im Vorfeld der Winterspiele alles Prämiengeld in den Topf ihrer Mannschaft geworfen, damit diese sich geschlossen auf die olympische Premiere des Frauenskispringens vorbereiten kann. Honorar-Bundestrainer Andreas Bauer betonte aber beim Abschied aus Sotschi, dass sie die 20.000 Euro-Prämie des Verbandes behalten darf.

Der Bundespräsident bezeichnete sie als seine liebste deutsche Olympiasiegerin und nahm auch die Einladung an, die Olympiasiegerin alsbald zu Hause und beim Training oder Wettkampf an ihrer Hausschanze besuchen zu wollen.

zz_hans-Jürgen zeume_26-02-2014

Und ich habe wie zu den Winterspielen und meinen Trüffeleien auch diesmal eine Zugabe. Man gut, dass unsere nationalen Sportmedienfürsten genug Ablenkung haben mit den zwei Untergängen von Leverkusen und Schalke in der der aktuellen Championsleague. Man gut, dass die Dortmunder in Russland den russischen "Vize" demontierten. Der deutsche Sport geht halt nicht unter.

 

Auch unser Webmaster hat uns schon für die Fußball-WM-Endrunde eingeschworen. Hoffentlich wird bis zum Beginn das deutsche Mannschaftshotel fertig und der Übungsfeldlacker für Neuer und Reus und den anderen. Dass 52 Prozent der Brasilianer nichts wissen wollen von der WM und einem Titelgewinn für Brasilien das überraschte mich nicht mehr. Sie wollen wegen des Luxus lieber auf die Straße gehen und sich nicht von den vielen Versäumnissen im Lande einlullen lassen.

118 (2014-01-11)

Pferdsprung-Olympiasieger Klaus Köste (rechts) beim Promi-Talk zum Kirschblütenfest 2000 in einem Marzahner Autohaus.

Foto: F. Bürger.

Vergessene Helden

Namen, die auf der Kandidatenliste für die deutsche "Hall of Fame" fehlen

Statt Skilaufen in Mühlleithen im Vogtländischen diesmal mangels Schnee Teilnahme am Traditions-treffen der Turner im Cafe Regina bei uns in der Marzahner Siedlung mit kleinen Häusle und Garten. Auch das gibt es hier neben den Hochhaus-Riesen.


„Wir hatten bei unseren Winterlagern einigemale auch nur Eis und grüne Wiesen“, erinnerte sich der einstige Cheftrainer der Männerabteilung des SC Dynamo Berlin, Gerhard Kaminski. Über siebzig Leutchen waren gekommen. Wer weiß schon noch, dass die damalige Riege die leistungsstärkste der Turnwelt war. Roland Brückner, Olympiaseger 1980 im Bodenturnen, war ihr Bekanntester. Heute ist er Chef eines Schweizer Turnzentrums in Liesthal bei Basel. Eine seiner Trainerinnen ist übrigens Maxi Gnauck, wie er damals mit Olympiagold in Moskau geehrt.


Etwas später kam Peter Weber, viele Jahre Auswahltrainer der DDR-Nationalriege und selbst 1964 in Tokio und 1968 in Mexiko-Stadt Mitglied bronzener deutscher Olympiariegen. Er lebte heute im brandenburgischen Umland in einem kleinen Dorf. „Wir haben uns unlängst in Potsdam wieder zu unserem Traditionstreffen versammelt“, berichtete Weber, am 23.Dezember feierte er seinen 75. Geburtstag. In die Jahre gekommen sind auch seine damaligen Riegengefährten. 1964 waren es Philipp Fürst und Günter Lyhs in einer gemeinsamen deutschen Mannschaft zusammen mit Siegfried Fülle, Klaus Köste, Erwin Koppe und eben Weber.


Bei einem ihrer wöchentlichen Fußballspiele im Berliner Sportforum unter alten Berliner Trainern erzählte er von einer Kandidatenliste zur Neuaufnahme in die Hall of Fame der Deutschen Sporthilfe für den Zeitraum von 1972 und 1990 und davon, dass Klaus Köste nicht darunter sei.


Der olympische Sieger von 1972 im Pferdsprung und Spitzenmann des bronzenen DDR-Quartetts (die Gienger-Riege der BRD belegte Platz fünf) hatte immerhin 1973 und 1975 im Kampf mit Gienger auch zweimal den EM-Titel am Reck erobert. Als Sekretär des PDS-Bundestagsabgeordneten Gustav Adolf Schur hatte er später im Bundestag ein Wiedersehen mit dem Bundestags-Abgeordneten Eberhard Gienger (CDU). „Der fehlt natürlich nicht auf der Kandidatenliste“, bemerkte mein Gesprächspartner. „Aber Köste fehlt… Das riecht.“


Ich versuchte ihn zu beruhigen, dass sich die endgültige Liste noch ändern könne und dort vielleicht auch Brückner und Gnauck einen Platz finden könnten, die das deutsche Turnen nach dem Mauerfall nicht mehr gebrauchen wollte. Doch ob das so werden wird, daran zweifeln die meisten. Denn unter den 27 vorab nominierten sind zwanzig aus den alten und sieben aus den neuen Bundesländern. Die nächste Medienschelte bahnt sich an...


Frage jetzt einer, wer die sieben aus dem Osten sind. Ich „plaudere“ das aus: Skispringer Hans-Georg Aschenbach, Fußballtorwart Jürgen Croy, Geher Hartwig Gauder, Bobpilot Meinhard Nehmer, Handball-Torwart Wieland Schmidt, Segler Jochen Schümann, Fußballer Jürgen Sparwasser…


Es wurde nicht nur die Köste-Frage an diesem geselligen Abend gestellt, sondern eben die auch nach Roland Brückner, Maxi Gnauck – und Kristin Otto. „Deutschland einig Vaterland, bis dahin ist noch sehr weit“, meinte nicht nur einer...

Zz_hans-jürgen zeume -11-01-2014

117 (2014-01-04)

So kann man auch treffsichere Werbung landen...

Als Erfinder blieb

er ohne Preis

Begegnung mit dem Zeitzeugen Jan Bokloev

Ergänzend zum Beitrag von Manfred Hönel und den Erinnerumngen von Jens Weißflog habe ich für das Laptopwerk meine Begegnung mit ihm anläßlich des Forum Nordicum 1992 in Falun aufgeschrieben

 

 

Bokloev lebt heute in Spanga bei Falun mit seiner Familie, ist Vater von zwei Kindern und Erzieher in einem Kindergarten. Er plagt sich auch mit der Krankheit Epilepsie. Auch nach Beendigung seiner Laufbahn ist er ein bescheidener Mensch geblieben.

 

Hier meine Aufzeichnung:


- Der V-Stil hat sich durchgesetzt, den Sie erfunden haben. Wie beurteilen Sie heute die Erfindung und Ihre Vorteile?

(Bokloev zeigt an einer Wandtafel einen Drachen und daneben einen V-Springer in den Abmaßen des Drachens) – „Beim V-Stil kommt der Springer schnell über die Skier mit höherer Geschwindigkeit. Du bekommst Luft unter den Skiern noch weit unten im Auslauf. Die Geschwindigkeit des Fluges hält länger an.

 

-        Wenn man den klassischen Stil mit dem Bokloev-Stil vergleicht...

 

Beim klassischen Stil wirst Du zu einem Stein, beim V-Stil zu einer Frisbee-Scheibe und erzielst eine größere Effektivität. Es entsteht ein Luftkissen unter den Skiern und unter dem Körper. Ideal sind 30 Grad, das hat man berechnet. Mit der V-Technik kommt man auch weit, obwohl man einen schlechten Absprung hatte. Dadurch, dass der Körper schneller nach vorn kommt, erhöht sich sofort die Geschwindigkeit.

 

-        Das hört sich so an, als ob das jeder könne, auch der schwächere gegenüber dem stärkeren Springer?

Aber wichtig bleibt, alles richtig am Schanzentisch zu machen, vor allem in der Phase im Radius vor dem Schanzentisch. Wenn Du aus dem Radius kommst, wirst Du einfach nach oben gehoben, weil der Druck nachlässt. Die Knie werden zu einer Achse, über die du dich erhebst. Der Druck kommt von den Fersen, der Körper verändert nicht seine Haltung, er bewegt sich ganz allein nach vorn.

 

-        Wie entwickelte sich die Idee zum V-Stil?

Er ist durch einen Zufall entstanden. Ich bin hier auf der Normalschanze in Falun gesprungen und bin sehr schlecht gesprungen, kam nicht nach vorn über die Skier. Ich drückte deshalb den Körper stärker nach vorn und dabei gingen die Skier auseinander. Ich hatte das Gefühl, es geht besser. Dann habe ich daran weitergearbeitet. Dieser Zufall passierte 1985. Ich erinnere mich nicht an das Datum, weil es ein unglückliches Datum war. Der erste Sprung war zwischen 70 und 90 Metern. Der Trainer machte sich so seine Gedanken, aber er ließ mich gewähren.

 

-        Sieben Jahre später springt fast alles den V-Stil...

Es war ein Zufall am Anfang dabei, so konnte ich das nicht ahnen. Erst in der Saison 1988/89 begann man, mich ernsthaft Punkte abzuziehen. Ich bleibe aber bei meiner Ansicht, dass die klassische Skihaltung schöner ist.

 

-        Helmut Recknagel meint, dass der Stil der Zukunft das V mit den Armen nach vorn sein wird.

Man kann nicht ausschließen, dass so etwas kommt.

 

-        Welches Gefühl hat man beim V-Stil?

Man hat das Gefühl, dass man besser getragen wird. Wie eben beim Drachen. A

 

-        Sie erlangten eine gleiche Berühmtheit wie der Olympiasieger im Hochsprung von 1968 Dick Fosbury mit seinem Rückwärtsflug über die Latte.

 

Ich habe diesen Stil gemacht, nicht um reich zu werden, sondern um besser zu werden. Um Olympiasieger oder Weltmeister zu werden, hätte ich zwei gute Sprünge machen müssen. Es gelang mir nicht.

 

-        Aber Sie gewann im Winter 1988/89 den Weltcup und waren Punktbester vor Weißflog, Thoma, Nykänen...

 

Die Sprungrichter haben sich damals an die veränderte Regel gehalten, die den V-Stil nur noch bis zu einem Punkt Abzug bestraft. Ich konnte fünf Tagessiege erzielen und war dreimal Dritter. Aber ich hatte auch meine Landung verbessert. Das war nun ein Telemark. Aber als es in Lahti um die WM-Medaillen ging, zeigte ich wieder nur einen guten Sprung...Und Weißflog und Puikkonen gewannen die Goldmedaillen.

 

-        Haben Sie, Jan, für Ihre Erfindung durch die Schwedische Akademie, die alljährlich Nobel-Preise vergibt, eine Auszeichnung bekommen.

 

Nein.

 

(Er senkt den Kopf, der sich errötet hatte.)
und er fragt zurück: Wissen Sie eigentlich was auf deutsch Bokloev heisst? Es heißt Buchenlaub...

 

(Zeitgespräch mit Jan Bokloev, Erfinder des V-Stils, am 22.Oktober 1992 in Falun anläßlich des Forum Nordicum)

Auf seiner Visitenkarte finden wir...

 

Jan Bokloev, 14.4.1966, Weltcup 1987: 45; Weltcup 1988: 10.; Weltcup 1989: 1; Weltcup 1990: 14.; Weltcup 1991: 50.; Weltcup 1992: 48; Olympia 1988: 28. und 18., 7. Team, Olympia 1992: 47 und 9. Team
WM 1989: 10. und 21., 5. Team

...und er gibt uns mit auf den Weg:

„Viele Menschen wissen, wer ich bin, ein Vater dieses Sports. Das ist mehr wert als Geld.“


zz_hans-jürgen zeume_03-01-2014

116 (2013-12-16)

 

Die Ehrung der Sportler des Jahres findet tradionsgemäß im Festsaal des Kurhauses Baden-Baden statt. Mehrfach waren auch einige der jetzigen Laptopwerker eingeladen - so Klaus Blume,  Hans-Jürgen Zeume zweimal nach DDR-Zeiten als nun Mitglied der "Jungen Welt", die einst die DDR-Sportlerumfrage organisierte und nun Ehreneinladungen des OK der ISK aus Baden-Baden erhielt, Hilmar Bürger als Mitglied der AIPS-Spezialkommission Gewichtheben.


"Hinterwäldler"  freuen sich

Drei Laptopwerk-Richtige bei der Sportlerumfrage

Als Mitglied des Verbandes Deutscher Sportjournalisten bekam ich auch dieses Jahrs eine Einladung mich an der Befragung der Sportler des Jahres 2013 zu beteiligen.

Ich nehme mal an, dass wir als  www.laptopwerk.de  mit zwei Abstimmungen vertreten waren. Klaus Blume wird auch seine Wahl aus Hamburger Sicht getroffen haben. Welche? Vielleicht äußerst er sich… In meinen Ranglisten siegte Christina Obergföll vor Claudia Pechstein und Natalie Geisenberger bei den Frauen.


Wenn das Poschmann liest...

Die zwischenzeitlich in Marzahn beheimatete Sabine Lisicki, die nun eng mit Herrn Pocher liiert ist und mit diesem auch im Kurhaus Baden-Baden saß, belegte offiziell Platz zwei. Das hat mich für sie persönlich sehr gefreut. Ich hatte mal in einem älteren Interview gelesen, dass sie sich in Marzahn sehr wohl gefühlt habe.

 

Wenn das der Poschmann vom ZDF lesen sollte… Der hatte unsere Region einst im Zusammenhang mit Ur-Einwohnerin Betty Heidler als hinterwäldlerisches Gebiet beschrieben. Die neue Kulturstaatsministerin der neuen Regierung Merkel hatte daraufhin einen Protestbrief an das ZDF geschrieben. Sie kandidierte diesmals erneut in Marzahn für den Bundestag und belegte hinter Petra Pau einen ausgezeichneten zweiten Platz. Beide vertreten nun den Hinterwald im Bundestag.


Dortmund ging leer aus

Bei den Männern belegten bei mir auf dem Stimmzettel Robert Harting vor Eric Frenzel und Raphael Holzdeppe die Plätze eins bis drei, zwei Positionen waren gewissermaßen richtig. Nur Eric wurde diesmal nur Siebenter. Das wird 2014 anders aussehen. Ganz bestimmt.Bei den Mannschaften ließ ich den FC Bayern die Höchstpunktzahl 5 zukommen gefolgt von den Handballern des HSV Hamburg und dem deutschen Rodelteam. Am Ende siegte Fußball 1 vor Fußball 2 und Fußball 3.

 

Mich hat schon gewundert dass die populärste Mannschaft unter den Kickern außerhalb der Medien – der BVB Dortmund leer ausging. Was wäre eigentlich gewesen, hätte der FC Bayern im Londoner Finale gegen den BVB nicht so einen freundlichen Schiedsrichter gehabt. Herr Ribery in der ersten und Herr Dante in der zweiten Halbzeit hätten von einem anderen Referee glatt die Rote Karte für schwere Fouls bekommen. Wer kann sich daran noch erinnern?


Wie Schlickenrieder und Deckert?

In der unterhaltsamen Sendung des „Zweiten“ wurden auch ein paar Leitfiguren des deutschen Sports befragt. Der neue DOSB-Präsident, der gemeinsam mit dem neuen Herrn der Ringe und alten Präsidenten am gemeinsamen Tisch saß, wurde vom Alt-Olympia-Eisläufer Rudi Cerne gefragt, wie es denn bei dem strengen Auswahlprinzip des DOSB um die deutsche Sotschi-Mannschaft bestellt sei. Als Antwort bekam er, dass sie aus 165 Mitgliedern bestehen werde und dass der Generalsekretär eine starke Mannschaft führen werde.


Und was ist, wenn zum Beispiel kein deutscher Skilangläufer, wenn er nicht wenigstens einen Platz unter den besten 8 im aktuellen Weltcup belegt habe oder zweimal unter die besten 15 gekommen ist? Dann wird wohl DSV-Vizepräsident Peter Schlickenrieder, der vor elf Jahren Olympiasilber gewann, allein seine Fraktion im Putin-Land vertreten?


Ich kann mich noch an alte DDR-Zeiten erinnern. 1980 fuhr der Klingenthaler Alf-Gerd Deckert als einziger Langläufer nach Lake Placid zu den Winterspielen. Dort fragten seine Konkurrenten aus Norwegen, Schweden, Finnland und anderen, Du allein, das kann doch nicht sein, ihr habt doch zehn Jahre viele Medaillen bei den Weltmeisterschaften und Olympia nicht nur im Staffellauf gewonnen. Haben das deine überehrgeizigen Funktionäre vergessen. Olympia – das heißt doch nicht nur Medaillen gewinnen. Die Teilnahme steht doch über den Sieg…


Ich bin gespannt auf die deutsche Funktionärsmoral 2014.

Zz_hans-jürgen zeume_ 15-12-2013

115 (2013-12-09)

Marzahner Nikolaus zz.  Foto: LW

 

Alle wollen nach Sotschi - nur einer nicht

Was man bei einem Wintersportnachmittag in Marzahn im TV und Net so erfährt

Der Winter ist gleich nach Nikolaus-Tag auch bei uns in Marzahn am Rande Berlins eingeflogen. Die Autos aller Fabrikationsmarken trugen kurzzeitig weiße Dächer. Aber es „saute“ alles ziemlich, so dass wieder für uns Oldies Wintersport-Fernsehen statt Spaziergänge angesagt war.


Aber zwischendurch gab es noch kurzweilige 100 Minuten von der Auslosung zur nächsten Fußball-WM-Endrunde in Brasilien mit einem Rückblick auf die bisherigen Titelträger. Da stand doch tatsächlich bei 1954, 1974 und 1990 West-Germany bei den brasilianischen Einblendungen. Nicht Deutschland. Die FIFA ist eben korrekt in Sachen Zeitgeschichte.


Drunter und drüber ging es bei den deutschen Biathleten und Biathletinnen beim Weltcup in Hochfilzen. Ich habe schon fast die Befürchtung, dass nicht genug die Normen des Deutschen Olympischen Sportbundes, die seit dem Sonnabend einen neuen Präsidenten sich ausgesucht und gewählt haben, erfüllen werden.


Da werden wohl die Experten der Olympia-TV-Stationen Kati Wilhelm und Sven Fischer einspringen müssen . Die Kandidaten müssen nämlich einmal unter die besten 8 oder zweimal unter die besten 15 beim aktuellen Weltcup gekommen sein. „Andere Länder halten es laxer“. erfuhr ich. Das entscheiden dann die Trainer wen sie nach Sotschi mitnehmen wollen.


Am Sonntag im schneefallfreien Jagdrennen belegte die kleine Felicitas Preuss als beste Deutsche einen tollen zwölften Platz. Ob sie nun heute Abend tüchtig feiern werde, da doch ihre Eltern auch vor Ort als Zuschauer seien, das verneinte sie souverän. Nein. Ich packe meine Sachen, dann fahren wir nach Hause. Von dort geht es tagsdarauf gleich weiter zum nächsten Weltcup.

Der Reporter ist enttäuscht. Er hätte sich gern zu wenigstens einem Glühwein eingeladen. Oder auch mehr…Wo er doch die Lieblingsfrage aller deutschen Sportberichter gestellt hatte… Seine Zunft scheint besonders süchtig zu sein.

 

Die kleine Felicitas, die als Neuling im Biathlonteam unterwegs ist, hatte indes vor einem Jahr guten Grund mit ihren Altersgefährtinnen zu feiern. Da gewann sie nämlich drei Goldmedaillen bei den allerersten Jugend-Winterolympiaspielen in Innsbruck.


Warum stellte der Reporter ihr nicht die Frage statt nach dem Alkohol, ob ihr diese Erfolge nicht angespornt haben.

Von Hochfilzen gab es einen Schwenk nach Lillehammer. Die einstige Olympiastadt hat sich übrigens um die nächsten Jugend-Winterspiele 2016 beworben. Dort trafen aktuell die weltbesten Langläufer bei ihrem Weltcup aufeinander. Die Moderatorin verkündete, dass ein ehemaliger Langläufer nun als Cheftechniker für die Präparierung im deutschen Team zuständig sei. Er wurde als Rene Sommerfeld vorgestellt, der etwas von seinem Fach versteht. Daß er einst den Gesamt-Weltcup gewann, das erfuhr man indes nicht.


Man kann ja als junger deutscher Sportexperte nicht alles wissen. Das bekam ich auch abends bei den Übertragungen aus dem fernen Amerika von den alpinen Weltcuprennen mit. Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn führte sich mit einem elften Platz nach langer Verletzungspause wieder gut in den Zirkus ein. Sie muß ja in Sotschi auch ihre olympische Goldmedaille von Vancouver 2010 verteidigen, bemerkte Jungmann Tobis B. am TV-Mikrofon.


Was ist, wenn ihr das nicht gelingt? Muss sie dann ihre Goldene an den neuen IOC-Präsidenten aus Deutschland abgeben? Bei ARD und ZDF sollte man noch ein paar Olympiaschulungen einlegen. Überrascht wurde ich in Lillehammer vom olympiaerfahrenen Langläufer Jens Filbrich.. Wie es denn mit seinem Team weitergehe… Als Antwort bekam man, dass sie sich vor allem bei der Tour de Ski der Weltspitze stellen und sich danach in aller Ruhe weiter auf Sotschi vorbereiten werden.


Da fragte ich mich, ob sie denn keine Normplatzierungen erfüllen müssen. Später im Internet erfuhr ich, dass der deutsche Bundespräsident alle deutschen Olympiateil-

nehmer nach ihrer Rückkehr aus Sotschi in München empfangen werde. Er selbst hat Sotschi nicht in seinem Terminkalender stehen. Ist auch sein freiheitliches Recht. Vielleicht reist für ihn die geschäftsführende Kanzlerin. Geschäftig genug wird sie auch im kommenden Jahr sein.

Zz_hans-jürgen zeume_09-12-2013

114 (2013-12-05)

Verwässertes und Verballtes

Wie ungerecht doch manchmal

Strafen sein können

Zwei große Sportnamen beschäftigen in dieser Wochen nicht nur national die Medien. Der eine gehört der früheren DDR-Schwimmerin Kristin Otto, der andere dem niederländischen Gaststürmer des FC Bayern München Arjen Robben.


Wie eine Aburteilung

Kristin wurde von dem US-amerikanischen Schwimmmagazin „Swimming World“ der Titel als weltbeste Schwimmerin des Jahres 1988 aberkannt und sie aus den fast 50jährigen Annalen gelöscht. Sie habe sich nicht zu ihrer Dopingvergangenheit bekannt, so wurde argumentiert.


Zu den Annulierten gehört auch Ulrike Tauber, die heute bei uns in Berlin-Marzahn als Ärztin tätig ist und so nebenbei auch die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im Wasserball betreut. Es sieht nach einer Aburteilung des DDR-Sports aus. Oder einer späten Bestrafung.


Sind US-Medien gar Richter?

Medienvertreter klatschten dem Fachmagazin Beifall. Ohne allerdings Fragen zu stellen wie jene, ob denn die vor und nach den DDR-Schwimmerinnen gekürten USA-Girls lupenrein zu ihren Erfolgen gekommen waren. Alle Dopingtests ihrerseits bei WM, Olympia, kontinentalen Meisterschaften ergaben negative Beurteilungen. Wie auch bei denen der DDR-Schwimmerinnen. Davon gingen die Weltsport-verbände immer aus.


Schwingen sich nun die US-Medienmacher zum Richter auf? Es wäre nicht das erste Mal. Ich selbst kann mir jedoch nicht denken, daß allein die DDR-Schwimmerinnen mit ihrem massiven Doping in ihrer Trainingsvorbereitung allein auf dem Erdball waren.


Weltrekorde mit tiefen Stimmen

Aktuell zum Beispiel gibt es seitens der Medien große Vorbehalte gegen die FINA, dem Weltschwimm-sportverband, der es sehr lax mit seinem Dopingkon-trollsystem in den Trainingsphasen nimmt und bei Wettkämpfen auch die neuesten Methoden und Erkenntnisse nicht nutzt.


Also mit dem Abspielen der nationalen Hymne vor und nach dem Rennen, mit der rechten Hand auf das Herz gelegt, dann wird es schon klappen. Und hat es wohl auch früher schon geklappt. Und damit wurden sogar die Weltrekorde der DDR-Mädels mit deren einst tiefen Stimmen verbessert.


Der Torwart bedauerte

Und nun zu Arjen Robben. Der war im DFB-Pokalspiel beim FC Augsburg zunächst erfolgreicher Torschütze für seinen FC Bayern München und Minuten später mit dem Augsburger Torhüter bei einem Ansturm auf diesen zusammengeprallt und mußte mit schwerer Fleischwunde in einem seiner superschnellen Beine vom Spielfeld getragen werden.


Der Augsburger Torwart wurde mit einer Gelben Karte bedacht, Medienvertreter forderten eine Rote. Der nahezu unbekannte Schweizer Staatsbürger sprach sein Bedauern über die Verletzung und seinen Zusammenprall mit dem weltberühmten Niederländer und Mitglied vom WM-Silbermedaillengewinner aus.


Robben auch bestraft

Und er erklärte auch, dass er den Abseitspfiff des Schiedsrichters gehört habe – und sehr verwirrt war, dass Robben trotzdem so stürmisch auf ihn zugerannt kam. Mit dem Ball am Fuß zum erneuten Einschuß ausholend. So sei auch er losgestürmt…


Hatte der Niederländer, so fragte man wohl auch auf den Zuschauertribünen wissentlich den spielunterbrechenden Pfiff des Schiedsrichters aus Berlin überhört? Ich dachte mir laut: Ist der Arjen etwas schwerhörig und wurde deshalb so hart bestraft…

Zz_hans-jürgen zeume_05-12-2013

113 (2013-11-17)

Noch einer aus der Löw-Region: Laptopwerker Gerhard Vögtler - hier in seiner Zeit als sid-Reporter.

Auch er schrieb über Jogi & Co: "In Brasilien ticken Schwarzwald-Uhren"


Hundert Länderspiele - und

das große Ziel am (Zucker)Hut

Er bestritt als verantwortlicher Trainer sein 100. Länderspiel für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Es wurde in Mailand ein 1:1 gegen Italien. Für Joachim „Jogi“ Löw war es trotzdem ein bitterer Tag. Er verlor seinen „Sechser“ Sami Khedira durch eine unglückliche Aktion mit Italiens Spielmacher Pirlo.


Im Krankenhaus mußte später ein Bänderriss diagnostiziert und operiert werden. Nach Gündogan und Schweinsteiger verliert der Nationaltrainer einen weiteren Strategen für das Mittelfeldspiel. Eine schwierige Situation für den Schwarzschopf aus dem Schwarzwald auf dem Weg zur WM-Endrunde nächsten Jahr in Brasilien.


Ich gucke ins  Net bei Wikipedia. Da steht über den „Jogi“ geboren 3.Februar 1960 in Schönau im Schwarzwald im Landkreis Lörrach. Ich überlege. Ist in Schönau nicht der einstige Skispringer Christof Duffner zu Hause. Ich hatte ihn ein paar Mal auch an den Schanzen erleben dürfen. Er war auch ein kühner Skiflieger. Auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn gewann er zusammen mit Hansjörg Jäkle, Dieter Thoma und Jens Weißflog die olympische Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb 1994 in Lillehammer.


Er ist wohl der erfolgsreichste Schönauer Sportler. Bei „Jogi“ finde ich, daß er mit 81 Toren der Rekordtorschütze und Ehrenspielführer des SC Freiburg ist. An anderer Stelle finde ich auch, daß er viermal für die U-21-Auswahl des DFB auflief. Von 1989 bis 1992 spielte er für den FC Schaffhausen in der Schweiz. Ich war dort einmal am berühmten Rhein-Fall.


Ich lese weiter bei „Jogi“ und erfahre, daß er zweimal ein Unvollendeter war. Nachdem er die Grundschule in Schönau absolviert hatte fand er Aufnahme ins Gymnasium. Nach Ablegung der Mittleren Reife verließ er es und nahm eine erfolgreiche Berufsausbildung als Groß-und Außenhandels-Kaufmann auf.


Von einer anderen Unvollendung erfahre ich. Erste Traineraufgabe wird die D-Jugend beim FC Winterthur. Es gefällt ihm, er nimmt eine Ausbildung als Fußballlehrer in der Schweiz auf. Aber er vollendet sie nicht. Schuld ist ein Angebot vom VfB Stuttgart, wo der Schweizer Rolf Fringer Cheftrainer geworden war. Der wollte „Jogi“ als Assistenten.

 

Meine Recherchen kehren im Tages-Anzeiger Zürich wieder zurück in das deutsche N achbarland, wo aktuell der Lörracher Otmar Hitzfeld die Nationalmannschaft zur WM-Endrunde in Brasilien führte. Überschrift: «Die Schweiz war für Löw ein Glücksfall» Autor Thomas Niggl klärt mich auf. Ein paar Zitate sollen hier für das Laptopwerk zitiert sein:

 

+++

Basels Trainer Murat Yakin war 1998 in Stuttgart und 1999 in der Türkei bei Fenerbahçe Istanbul Spieler unter Jogi Löw. Er könne auch heute noch von der damaligen Zusammenarbeit profitieren. Er sei schon damals ein sehr moderner Trainer gewesen. Er sei fachlich hoch kompetent und trainiere auf höchstem Niveau. «Jogi hatte schon in Stuttgart Spielformen ins Training eingebunden, welche die Deutschen noch gar nicht kannten.» Er sei den Deutschen taktisch bereits einen Schritt voraus gewesen. Das spräche im Übrigen auch für die hervorragende Trainerausbildung in der Schweiz. «Die hat er bei uns begonnen und dann erst später in Deutschland abgeschlossen.»

 

Auch charakterlich sei Löw ein feiner Mensch. «Er war bestimmt in seinen Ansagen, aber immer sehr kollegial und fair», erinnert sich Yakin. Löw sei der perfekte Trainer für die deutsche Nationalmannschaft. «In der Öffentlichkeit präsentiert er sich stets absolut souverän. Und seine Mannschaft trägt seine Handschrift. Er gibt dem Team klare Strukturen. Die Chemie stimmt, weil er ein hervorragendes Auge und das Gefühl dafür hat, wie er eine tadellos funktionierende Gruppe am besten zusammenstellen kann.»

 

Löw habe auch immer den Mut gehabt, junge Spieler zu bringen. Er habe dabei aber nie vergessen, wie enorm wichtig und unverzichtbar auch die Routiniers seien. Das Paradebeispiel hierfür sei Lazios Torjäger Miroslav Klose. «Obwohl Klose mittlerweile auch schon 35 Jahre alt ist, geniesst er immer noch das uneingeschränkte Vertrauen von Löw. Das macht Klose so unglaublich stark. Er ist physisch und psychisch immer noch in einer Topverfassung. Man spürt seine grosse Lust und Freude auf den Fussball förmlich. Und das ist nur Jogi Löws Verdienst.»

 

Rolf Finger, der ehemalige Meistermacher von Aarau und GC, war einst Lehrmeister von Jogi Löw. In den Saisons 1990/91 und 1991/92 war der Deutsche Captain in Schaffhausen, Fringer der Trainer. «Jogi war damals noch von der alten deutschen Schule geprägt. Er kannte eigentlich nur das 3-5-2-System mit einem klassischen Libero und zwei Manndeckern, die die Stürmer noch bis auf die Toilette verfolgten», erinnert sich Fringer. «Wir haben damals aber schon in Zonen operiert, sind hoch gestanden, haben Pressing praktiziert und ein gepflegtes Spiel von hinten aufgezogen.»

 

Der Laptopwerker ist beeindruckt. Ich überlege. Ohne ein Studium an der Sporthochschule in Köln ging er einen erfolgreichen Weg. Zu DDR-Zeiten war es undenkbar ohne ein Studium an der DHfK in Leipzig (Deutsche Hochschule für Körperkultur) einen Trainerschein zu bekommen. Der studierte Lehrer Heinz Werner vom 1.FC Union Berlin, der heute noch als Weiterbilder bei der FIFA aktiv ist, war die große Ausnahme. Georg Buschner, der die DDR 1976 zum Olympiasieg führte, hatte ein Studium an der Jenaer Universität absolviert. - Weiter in meiner Aufklärung im Züricher Tages-Anzeiger:


Damals hätte Jogi Löw gelernt, dass in einer Spielkultur auch die beiden Innenverteidiger eine zentrale spielerische Rolle übernehmen müssten. Löw sei extrem lernwillig gewesen. «Er hat diese neue und völlig andere Fussballkultur förmlich aufgesogen. Er hat auch schnell begriffen, dass der Fussball taktisch unglaublich flexibel sein kann und muss.» Im Nachhinein könne man getrost sagen, dass die Schweiz für Löw ein absoluter Glücksfall gewesen sei.

 

In der Saison 1995/96 wurde Rolf Fringer Cheftrainer beim VFB Stuttgart und brachte Jogi Löw als seinen Assistenten mit. «Als ich Schweizer Nationalcoach wurde, wurde Löw mein Nachfolger beim VFB und sammelte dann in der Türkei und Österreich weitere wertvolle Erfahrungen als Cheftrainer.» Dann sei er zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen. «Eigentlich war Löw dann auch unter Jürgen Klinsmann das taktische Gewissen der deutschen Nationalmannschaft. Klinsmann war mehr der Entertainer und verkaufte die Mannschaft nach aussen. Löw war der Macher, der die Spieler in den Trainings mit seiner Fachkompetenz und seinen Argumenten überzeugte.».

 

100 Länderspiele und trotzdem ohne Titel. Bleibt er ein Unvollendeter trotz aller Bemühungen, Ideen, aller Zuarbeit auch von Experten der Sporthoch-schule in Köln. Sein Trainervater bemerkt:Löw liefere in Deutschland eine hervorragende Arbeit ab und sei auch in der Bevölkerung sehr beliebt. «Das einzige Manko ist, dass er noch keinen Titel gewonnen hat. Und ich befürchte, dass es auch an der Weltmeister-schaft in Brasilien sehr schwer werden wird für die Deutschen. Doch Löw hätte endlich einen Titel verdient. Er hat den Fussball in Deutschland revolutioniert und weitergebracht.»

 

Es vergeht kein Tag, da bekommt „Jogi“ per Medien Tipps. Ich kann mich noch an meinen früheren Journalismus erinnern. Ich schrieb einst auch über das Turnen. Einmal fragte ich die Cheftrainerin der weltberühmten DDR-Riege Hannelore Sauer, wen sie denn bei den kommenden WM turnen lassen werde. Sie zeigte in die Runde im Trainingslager der Sportschule Kienbaum. Es werden die turnen, die dann gesund sind. Ich brauche sechs für die Riege und eine als Ersatz.

 

So ähnlich wird wohl Joachim Löws auf eine ähnliche Frage reagieren… Die Italiener gingen mit den Deutschen in Mailand nicht pfleglich um. Thomas Müller zum Beispiel wurde ein um das andere Mal bei seinen Sturmläufen zum Sturz gebracht. Eine Gelbe Karte vom portugiesischen Schiedsrichter blieb nicht aus als Kapitän Philipp Lahm sich beschwerte bei einem groben Foul an Khedira nicht reagiert zu haben….Es wird mit Haken nund Ösen an allen Fronten vor den WM agiert.

 

Am nächsten Dienstag spielt Deutschland im Londoner Wembley-Stadion gegen England. Wen wird „Jogi“ aufstellen? Es werden die sein, die gesund sind…Die Mittelstürmer Mario Gomez und Miroslav Klose werden erneut fehlen. Grund: Verletzungen. Am 6.Dezember werden die Gruppen für die WM-Endrunde ausgelost. Hoffentlich friedlich.

 

Zz_hans-jürgen zeume_17.11.2013

112 (2013-11-03)

... aber vorher kommt in diesem Jahr noch der Große Preis von Baku der Heber und ein globales Jazzfestival mit dem Neurussen Gerad Depardieu

Nach dem Song-Contest die Europaspiele?

 

Mein Lieblings-TV-Sender – EuroNews - überraschte mich heute sehr in einer seiner Reportagen. Sie waren mit ihren Leuten zu Gast in Baku und mittendrin in einem Kontrollbesuch europäischer IOC-und nationaler NOK-Mitglieder für die allerersten Europa-Spiele. Ich war baff. 2015 sollten sie ausgetragen werden.

Ohne Mitbewerber

Bei Wikipedia suchte ich nach etwas Hintergrund und erfuhr, daß sich das aserbaidschanische Baku nach erfolglosen Bewerbungen um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2016 und 2020 um die für unseren alten Kontinent neuen und damit allerersten Europa-Spiele beworben hatte.

2012 erhielten sie das Vertrauen mit einem Stimmergebnis von 38 zu 8. Baku hatten keinen Mitbewerber. Man verpflichtete sich für 15 olympische und zwei nichtolympischer Sportarten die Voraussetzungen zu schaffen. Erste Schätzungen gingen von etwa 7.000 Athleten aus, zuzüglich Betreuer und Umfeld.

Wo der Song Contest stattfand

Und nun der aktuelle Report. Der britische Europa-Vorsitzende sprach der OK-Chefin großes Lob aus. Diese versprach neben den schon vorhandenen Stadien und Sportstätten, zu denen auch die supermoderne Halle des European Song Contest gehört, ein neues Flughafen-Terminal zu errichten, neue U-Bahn-Strecken anzulegen.

„Mit diesen Spielen werden wir ein Teil Europas“, formulierte einer der verantwortlichen Organisatoren. „Es wird für uns eine einzigartige Erfahrung.“ Eine Vorzeige war der entstandene Komplex für Athleten, Betreuer und wohl auch Medienvertreter. EuroNews sprach von tollem Design der fertigen Bauten und exzellenter Ausstattung. Der abschließende Kommentar des Report aus medialer Sicht: „ Die Spiele in Baku werden außergewöhnlich und einzigartig.“ Indes rechne man nur noch mit 5000 bis 6000 Athleten, aber aus 49 Ländern…

Nur Lob für München

Ich war ziemlich überrascht. Denn in den nationalen deutschen Medien keine Nachrichten, läßt man sich aktuell über ökologische Mängel der Winter-Olympiastadt Sotschi aus und über die sexuellen Probleme russischer Gesetzgebung. Man sucht auch nach dem Haar in der Suppe der kommenden Sommer-Stadt Rio de Janeiro. Zu hohe Kriminalität, Mauschaleien beim Sportstättenbau. Und, und, und.

Einziges Lob bekommt München mit seiner Bewerbung für die Winterspiele 2022, man erläutert, daß die bayrischen n Kandidaten aus den Fehlern der Bewerbung für 2018 gelernt haben und nun auch die Bevölkerung auf ihre Seite haben möchten nachdem man statt Garmisch-Partenkirchen nunmehr Ruhpolding den Zuschlag für die Wettbewerbe im Biathlon und Skilanglauf geben wolle. Im 36er Olympia-Doppelort hatten sich die Bauern geweigert ihre Wiesen für den Sport abzutreten.

Nobel-Brüder machten in Erdöl

Eben ganz demokratisch. Leider hat man in Baku nicht das bayrische Umfeld in Sachen Demokratie. Ich warte auf den ersten kritischen Report vom Kaspischen Meer. Dort hatten einst die Nobel-Brüder die Grundlagen für ihr Vermögen gelegt und das dortige Erdöl ausgebeutet. Das machen nun andere und schufen damit luxuriöse Sportstätten und Einrichtungen für die allerersten Europa-Spiele. Der alte Kontinent ist damit der letzte, der solcherart gemeinsame Wettbewerbe auserwählter Sportarten veranstaltet. Nach Amerika, Asien, Afrika, Ozeanien…

Die IOC-er werden nach dem Besuch in Baku zufrieden sein – und wohl auch ihr Präsident. Er war es auch jüngst 100 Tage vor den Sotschi-Spielen….

Zz_hans-jürgen zeume 02-11-2013

111 (2013-10-28)

"Merkel ist am Telefon. Sie ist wütend"  Vorlage Hans-Jürgen Zeume aus Tagesanzeiger Zürich -  Original: Patrick Chappatte. The International Herald Tribun/Cagle.com

Gemeinsam am Ball

Eine dynamische Karikatur des Künstlers Patrick Chappatte in der „The International Herald Tribun“ geht um. Ich finde sie online beim schweizerischen Tages-Anzeiger. Die Zeichnung trägt die Überschrift Merkel am Draht und darunter steht die hochdeutsche Übersetzung „Merkel ist am Telefon. Sie ist wütend."


Zwei Macherinnen tun sich zusammen

Bei meinem sonntäglichen Online-Spaziergang finde ich noch eine bemerkenswerte Geschichte einer bemerkenswerten Frau. Momentan streitet man sich, ob Frau Merkel, die deutsche Kanzlerin, oder die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff die mächtigste und erfolgreichste Frau in der Weltpolitik ist. Sie scheinen auf Augenhöhe zu agieren, aber mit unterschiedlichem Temperament.

 

Und dann lese ich, dass sich beide Verantwortungsträge-rinnen zusammengetan haben. Ich weiß, daß beide sehr dem Fußball verbunden sind. Frau Merkel ist Stammgast bei der deutschen Männerauswahl, ihre brasilianische Kollegin wird im nächsten Jahr die Fußball-Weltmeisterschafts-Endrunde in ihrem Land eröffnen. Jüngst beim Continental-Cup vermisste sie man bei Eröffnung und Finale, obwohl ihre Brasilianer wunderbar auftrumpften. Das Volk war auf die Straße gegangen wegen überdimensionierter Luxusstadien und attackierte FIFA und nationale Präsidentin.


Staatsbesuch abgesagt

Und nun arbeiten beide an einer Resolution rund um die Menschenrechte und die ausufernde Spionageflut eines Weltpolizisten, die sie Ende November vor der UN in New York vortragen wollen. Ihr Kollege in den USA sollte sich dafür warm anziehen.

Das hat die brasilianische Präsidentin bereits Ende September an gleicher Stelle bekundet und hat weltweiten Beifall von der Vollversammlung bekommen. Einen Staatsbesuch hat sie sofort abgesagt als sie davon erfuhr, dass sie zu den ausspionierten Staatsoberhäuptern durch den Weltpolizisten erfuhr. Wer nun wen aktuell von den beiden Frauen angerufen hat und die Idee zu einer gemeinsamen Rede hatte, das habe ich nicht erfahren.


Kein Loch im Netz

Zur Entspannung habe ich mir das WM-Qualifikationsspiel der deutschen Kicker-Frauen gegen Slowenien angeschaut, das die deutschen Mädels dreizehn zu null gewannen. Ich wunderte mich nicht über die fast leeren Zuschauerplätze. Es gab auch keine kniffligen Szenen wie jüngst in einem deutschen Bundesligaspiel, als Herr Kießling aus Leverkusen ein Tor vom Schiri geschenkt bekam, ohne dass er das Tor traf.

Heute will sich der DFB und sein Schiedsgericht entscheiden, ob Wiederholung oder nicht? Mich interessiert das genauso wie der zweite Auftritt der brasilianischen Präsidentin vor der UNO-Vollver-sammlung. Sie hat ja diesmal Unterstützung mit der deutschen Kanzlerin am Rednerpult. Dürfen die denn das? Der Chef der NSA braucht nicht ins Weiße Haus zu funken. Sein ehemaliger Mitarbeiter Edward Snowden wird nicht als Zeuge dabei sein.

In Brasilien Nationalheld

In Brasilien wird er als Nationalheld gefeiert, mehr als die Fußballer. Wenn das Frau Merkel erfährt…Oder arbeitet sie schon am Smalltalk mit der Brasilianerin für die WM 2014 und ihrem Wunschendspiel Brasilien gegen Deutschland. Jüngst auf der CEBIT in Hannover kam es nicht dazu. Da soll sie sogar grob gegen ihre Kollegin agiert haben. Oder habe ich das falsch auf meinem Spaziergang durch das World Wide Web verstanden…

Zz_hans-jürgen zeume_27-10-2013

Vorhergehende Folgen

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2012-09-03 (88 Mit dem Professor im Stad[...]
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2012-01-25 (63 Der erste Olympiasieger s[...]
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Mi                 22.11.2017 

Nr.            2.585 - 1.282

Aktualisierung:        16:30

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