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GERHARD VÖGTLER aus Bamlach mit:

2012 ( GÄSTE-KLICK 2 Ruderstar und Sport[...]
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MARKGRÄFLER

SPÄT-LESE



Folge 140 (2017-11-17) 

 

Vom Schwarzwald in die Fußball-Welt

Der Weg von Bundestrainer Joachim Löw

Bei der Fußball-WM im nächsten Jahr in Russland betreut Joachim Löw die deutsche Nationalmannschaft zum dritten Mal bei einer Weltmeisterschaft. Sepp Herberger und Helmut Schön brachten es als Bundestrainer jeweils auf vier WM-Turniere.

 

Als Chef der Nationalmannschaft ist Herberger mit 167 Länderspielen Rekordhalter. Vor dem WM-Start in Russland blickt Löw auf 160 Länderspiele zurück. Bei einem erfolgreichen Verlauf in Russland kann

Löw bis auf ein Länderspiel an Herbergers Bestmarke herankommen.

 

Seit 1926 ist Löw in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der zehnte Cheftrainer. Mit 28 Jahren als Cheftrainer der Nationalmannschaft ist Herberger auch in dieser Rangliste vor Schön mit 14 Dienstjahren führend. Die WM in Russland bedeutet für Löw das zwölfte Dienstjahr. Sein Vertrag mit dem DFB als Bundestrainer läuft unabhängig vom WM-Verlauf weiter.

 

Löws Laufbahn beim DFB begann 2004 als Assistent von Jürgen Klinsmann. Nach der WM 2006 in Deutschland wurde Löw Nachfolger von Klinsmann, der auf eigenen Wunsch aufhörte.

 

Im Gegensatz zu Herberger, Schön und auch Klinsmann war Löw nie A-Nationalspieler. Das traf auch auf den ersten DFB-Trainer der Nationalmannschaft zu. Immerhin wurde Otto Nerz 1934 mit der Nationalmannschaft WM-Dritter.

 

Bei seiner WM-Premiere 2010 wurde Löw ebenfalls Dritter. Es war der Startschuss für Joachim Löw aus Schönau im Schwarzwald in die weite Welt des Fußballs.

GV

Folge 139 (2017-11-09) 

Erstes Völler-Tor in Freiburg

Viermal Bundesliga

mit dem SC Freiburg

 

Spitzenfußball in Freiburg: Der Sport-Club liefert mit seinen Mannschaften ein breites Angebot.

Der Fächer des SCF umfasst viermal Bundesliga und einmal Regionalliga. In der Bundesliga spielt der SC Freiburg mit den Frauen und den Männern sowie mit den A- und B-Junioren. Die zweite Mannschaft des SC Freiburg spielt als „Unterbau“ in der Regionalliga.

Bei den Frauen zählt der SC Freiburg II zur 2. Liga und rundet somit das breit gefächerte Angebot ab.

 

Als Tabellenführer stehen die Frauen des SC Freiburg derzeit am besten da. Sie eroberten die Spitze durch ein 1:0 gegen Titelverteidiger VfL Wolfsburg. Direkt hinter den SCF-Spielerinnen rangieren mit Bayern München, VfL Wolfsburg und FFC Frankfurt drei Vereine, die sich schon mit dem Meistertitel geschmückt haben.

 

Hinter TSG 1899 Hoffenheim und vor dem FC Bayern München liegen die A-Junioren aus Freiburg auf dem zweiten Platz.

Die Verantwortlichen des SC Freiburg gelten als besonnen. Die Spitzenplätze lösen bei ihnen keine Hochstimmung aus. Und Rang 16 der Mannschaft von Trainer Christian Streich löst keine Panik aus.

Die Männer des SC Freiburg tragen in der Bundesliga die Heimspiele im Schwarzwaldstadion aus. Die Bundesliga-Heimspiele der Frauen gehen im Möslestadion über die Bühne. An Freiburg und Möslestadion erinnert sich Rudi Völler gern. Der Weltmeister und ehemalige Bundestrainer erzielte dort für seinen Heimatverein Kickers Offenbach vor 40 Jahren beim 3:3 gegen den FFC sein erstes Tor als Profi. Als 17-Jähriger gab er im November 1977 sein Debüt in der ersten Mannschaft. In dieser Saison absolvierte er noch fünf weitere Ligaspiele und erzielte im Januar 1978 sein erstes Profitor für die Kickers.

GV


 

Folge 138 (2017-11-01) 

Vom Feld in die Halle

Jubiläum: 100 Jahre Handball in Deutschland

Der Deutsche Handball-Bund (DHB) feiert Jubiläum: 100 Jahre Handball. Mit der Veröffentlichung des Regelwerks am 29. Oktober 1917 in Berlin setzte diese neue Sportart vor einem Jahrhundert zum Wurf an. Mit einer Feierstunde in der Hauptstadt beging der DHB dieses historische Ereignis. Höhepunkt der Feierlichkeiten: Im Dezember die Weltmeisterschaft der Handballspielerinnen in Deutschland.

Dieses WM-Turnier hat symbolische Bedeutung. Es waren nämlich Frauen, die 1917 in Berlin zum ersten Mal Handball spielten. Und der Frauenwart des Berliner Turnverbandes hatte mit seinen Regeln den Gegenentwurf zum vor allem bei den Turnern verpönten Fußball ermöglicht.

Zuerst wurde Handball auf dem Feld gespielt. Wie beim Fußball bestand eine Mannschaft aus elf Spielern. Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin war Feldhandball auf dem Programm. Die deutsche Auswahl gewann Gold wie auch später bei vielen WM-Turnieren.

 

Die Entwicklung zum Hallenhandball nach skandinavischem Muster lief an den deutschen Erfindern des Handballs auf dem Feld vorbei. Das änderte sich erst mit den Olympischen Sommerspielen 1972 in München. Da zählte Hallenhandball zum Olympiaprogramm. Eine treibende Kraft in dieser Hinsicht spielte beim Weltverband IHF mit Sitz in Basel der Lörracher Geschäftsmann Max Rinkenburger als IHF-Generalsekretär. Dafür wurde Rinkenburger mit dem Olympischen Orden ausgezeichnet.

 

Bernhard Kempa, einst Spieler und Trainer von Frisch Auf Göppingen auf dem Feld und in der Halle, gestaltete die Entwicklung des Handballs vom Feld in die Halle im Verein und mit der Nationalmannschaft. Sein „Kempa-Trick“ löst noch heute in den nationalen und internationalen Hallen Begeisterung aus. Wenn ein Spieler in der Luft Gegner und Wurfkreis überwindet, auf diese Weise zum Torwurf kommt, steht dieses von Bernhard Kempa kreierte Anspiel als Muster für attraktiven Hallenhandball, der die Zuschauer fasziniert.

GV

Folge 137 (2017-10-26) 

„Heiße“ Winterspiele in Südkorea

Schon Premiere im Schwarzwald fiel aus

 

Erster Schnee im Schwarzwald. Auf dem Feldberg bleibt der Schnee sogar liegen. In Sölden in Südtirol erfolgt an diesem Wochenende der Start der alpinen Ski-Rennläufer in die neue Saison. Und in Olympia in Griechenland wurde das Olympische Feuer für die Spiele im Februar in Pyeongchang/Südkorea entzündet.

Die Winterspiele werfen ihre Schatten voraus.

 

Dieses Bild ist wörtlich zu nehmen. Die politische Lage in Nordkorea beunruhigt nicht nur die Olympier, sondern auch die Politiker in der Welt von Ost und West, von Nord bis Süd.

Nach vier Winterspielen hintereinander außerhalb der Alpenregion hätte das Internationale Olympische Komitee mit dem deutschen Präsidenten Thomas Bach gerne die Winterspiele 2026 nach Innsbruck vergeben. Doch die Bevölkerung von Tirol lehnte in einer Abstimmung die Bewerbung ab.

Innsbruck richtete die Winterspiele bereits 1964 und 1976 aus. „Damit ist das Thema Olympia zu begraben, es ist erledigt“, sagte Innsbrucks Stadtrat Franz Gruber nach dem negativen Ausgang des Referendums.

Nach einer missglückten Bewerbung für die Winterspiele 2018 bekam München für weitere Anläufe keine Zustimmung in der Bevölkerung von Bayern und der Landeshauptstadt. Auch Oslo, Austragungsort der Winterspiele 1952, erhielt für eine Bewerbung durch Volksbefragung eine Absage.

Peking, 2008 Gastgeber der Sommerspiele, richtet 2022 auch die Winterspiele aus. München, Olympiastadt der Sommerspiele 1972, schaffte dieses „Doppel“ nicht. Wann Mitteleuropa überhaupt wieder zum Zug kommt, steht in den Sternen.

Die Idee für Olympischen Winterspielen geht auf entsprechende Überlegung deutscher IOC-Mitglieder zurück. Berlin, 1936 Ausrichter der Sommerspiele, sollte bereits 1916 die Sommerspiele ausrichten. Da sollten Winterspiele im Schwarzwald rund um den Feldberg vorgeschaltet werden. Der Erste Weltkrieg hatte damals das doppelte Olympische Feuer ausgelöscht. Für die Olympischen Winterspielen in Südkorea gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

GV

Folge 136 (2017-10-19) 

Opas Verein lebt

Freiburger Beispiele: FFC und FT44

 

Der älteste Fußballverein in Südbaden blickt in diesem Jahr auf zwei bemerkenswerte Daten. Grund für die Doppelfeier beim Freiburger FC: Die Gründung 1897 und die Deutsche Meisterschaft 10 Jahre später.

 

Im Endspiel um den Titel schlug 1907 der FFC die Viktoria Berlin. Der Hauptstadtklub wurde ein Jahr später Nachfolger der Freiburger, die im Meisterjahr in der Vorrunde den zweimaligen Deutschen Meister VfB Leipzig ausgeschaltet hatten.

Bemerkenswert, dass es den FFC immer noch gibt. Der Traditionsverein aus Freiburg ist derzeit Tabellenzweiter in der Verbandsliga Südbaden. Und in der Oberliga Baden-Württemberg gewann der FFC 1984 als erster Verein aus Südbaden den Meistertitel.

Und nicht zu vergessen: Der Freiburger FC war im Gründungsjahr auch Süddeutscher Meister und wiederholte diesen Titelgewinn im Jahr der Deutschen Meisterschaft.

Der Bundesligaklub SC Freiburg, der lange im FFC-Schatten stand, nimmt in der Rangliste der Vereine mit den meisten Mitgliedern in Südbaden die erste Stelle ein. Auf Rang drei folgt mit der Freiburger Turnerschaft von 1844 der älteste Turnverein in Südbaden.

Die FT 44 hat mit dem ältesten noch aktiven deutschen Turnverein, der HT 16 in Hamburg, etwas gemein. Wie die Hamburger sind auch die Freiburger ein Großverein, der mit der Zeit gegangen ist und heute als moderner Dienstleistungsbetrieb im Spitzen-, Breiten- und Gesundheitssport wirkt.

Es gab einmal im Land die Parole „Opas Turnverein ist tot“. Vereine wie die FT von 1844 in Freiburg mit ihren 7 000 Mitgliedern beweisen eindrucksvoll das Gegenteil. Mehr noch. Sie strahlen weit über den Sport hinaus.

GV

Folge 135 (2017-10-12) 

Löw bläst zum Angriff

Weltmeister will neuen Titel

 

Nach der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr sagte Bundestrainer Joachim Löw: „Wir wollen da nichts verteidigen. Wir wollen etwas gewinnen.“ Löw gibt die Devise an: Angriff ist die beste Verteidigung. Der Weltmeister von 2014 will den Titel nicht verteidigen, sondern einen neuen Titel gewinnen. Die Vorbereitungen auf die WM 2018 in Russland sind angelaufen. Löw ist dann zum dritten Mal WM-Trainer.

Vittorio Pozzo ist der einzige Trainer, der mit der Nationalmannschaft zweimal in Folge Weltmeister wurde. Pozzo gewann mit Italien 1934 und 1938 den WM-Titel. Zwischen diesen beiden Erfolgen wurde Pozzo 1936 in Berlin mit Italien auch Olympiasieger.

Außer Italien wurde auch Brasilien zweimal hintereinander Weltmeister. 1958 und 1962 führten jedoch jeweils andere Trainer die brasilianische Nationalmannschaft zum Erfolg.

Mit fünf WM-Titel ist Brasilien Rekord-Weltmeister. In der Rangliste folgen Italien, Deutschland (je 4), Uruguay, Argentinien (je 2) sowie England, Frankreich und Spanien (je 1).

 

Das erste WM-Turnier in der Geschichte des internationalen Fußballverbandes FIFA wurde 1930 in Uruguay ausgetragen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte für dieses Turnier nicht gemeldet. Bei der WM 1950 in Brasilien war der DFB nicht zugelassen.

 

In Russland wird im nächsten Jahr zum 21. Mal ein Fußball-Weltmeister ermittelt. Die DFB-Auswahl nimmt zum 19. Mal an einem WM-Turnier teil. Je viermal betreuten die Bundestrainer Sepp Herberger und Helmut Schön die deutsche Nationalmannschaft bei WM-Turnieren. Mit diesem Duo zieht Joachim Löw im nächsten Jahr noch nicht gleich. Wie Herberger und Schön gewann aber auch Löw einen WM-Titel. Der vierte WM-Titel für den DFB geht auf das Konto von Franz Beckenbauer.

„Schaun mer mal“, das geflügelte Wort Beckenbauers, kann als Motto für die WM in Russland gelten

GV

Folge 134 (2017-10-05) 

Worauf es beim

Trainer ankommt

Musterbeispiele:

Carlo Ancelotti und Ottmar Hitzfeld

 

Die Fußball-Bundesliga hält sich an diesem Wochenende zurück. Die Atempause gilt jedoch nicht für die Nationalspieler. Bundestrainer Joachim Löw nominierte sie für die beiden Begegnungen zum Abschluss der WM-Qualifikation. Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Russland soll mit einer „weißen Weste“, also ohne Niederlage, unter Dach und Fach gebracht werden. Seit dem WM-Turnier 1954 in der Schweiz ist die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei jeder Endrunde dabei, wurde viermal Weltmeister.

 

Die Pause durch die Länderspiele kommt auch dem FC Bayern München gelegen. Der deutsche Rekordmeister kann sich darum kümmern, einen Nachfolger für Trainer Carlo Ancelotti zu finden.

Der Italiener ist der 13. Trainer, den der FCB in der Bundesliga vor Ablauf des Vertrages entlassen hat.

Der Münchner Traditionsverein sucht einen Trainer, der die Champions League gewinnt. Wie Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld. Der Lörracher Erfolgstrainer Hitzfeld gewann den Titel in der sogenannten Königsklasse nicht nur mit dem FC Bayern, sondern auch mit Borussia Dortmund.

Hitzfeld wurde vom FC Bayern zweimal als Trainer verpflichtet. Beide Amtszeiten erfüllte er in München jeweils bis Vertragsende.

Vor seinen Engagements in der Bundesliga bei Borussia Dortmund und Bayern München wirkte Trainer Hitzfeld erfolgreich in der Schweiz beim FC Aarau und GC Zürich.

 

Eine Reporterfrage, weshalb er als Trainer nicht einmal im „richtigen“ Ausland gewirkt habe, beantwortete Ottmar Hitzfeld: „Bis ich da die Sprache beherrscht hätte, wäre ich vorher schon entlassen worden.“

Ancelotti weiß, was Hitzfeld damit gemeint hat.

GV

Folge 133 (2017-09-28) 

SC Freiburg

und Fußball-Bundesliga:

Zwei Seiten einer Medaille

 

 

Fußball-Bundesliga und SC Freiburg im Doppelpack. Der Sport-Club aus Freiburg spielt mit den Frauen und den Männern in der deutschen Eliteklasse.

Mit der Männermannschaft rangiert der SCF derzeit in der unteren Tabellenhälfte. Die Frauenmannschaft aus Freiburg mischt in der Spitzengruppe mit. In beiden Fällen wird die Lage gelassen beurteilt. Diese Haltung ist ein Markenzeichen des Freiburger Spitzenfußballs.

 

Die Mannschaft von Trainer Christian Streich (oben) verbuchte nach sechs Spieltagen vier Punkte, wartet noch auf den ersten Sieg. Auf dem Konto stehen erst zwei Tore. Der ehemalige Freiburger Maximilian Philipp erzielte für seinen neuen Klub Borussia Dortmund in dieser Saison bereits vier Tore.

Immerhin: Der Freiburger Nils Petersen (oben), der als Einwechselspieler bisher auf 20 Tore kam, stellte damit als so genannter Schütze von Joker-Toren einen deutschen Rekord auf. Doch sowohl Petersen als auch der Verein wissen, dass dies am Ende nichts zählt. Mit einem Erfolg im badischen Derby am Sonntag gegen 1899 Hoffenheim soll der Weg der Hoffnung befestigt werden.

 

Die Freiburger Sport-Club-Spielerinnen wollen die Saison mit dem Einzug in das deutsche Pokalfinale krönen. Zudem haben die Freiburger Nationalspielerinnen die WM-Teilnahme im Visier. Derzeit haben die Frauen des SC Freiburg in der Tabelle Blickkontakt zur Teilnahme an internationalen Spielbetrieb in Europa. Diese Aussicht soll mit einem Sieg im Auswärtsspiel am Sonntag beim Aufsteiger und Tabellenletzten 1. FC Köln verbessert werden.

SC Freiburg und Fußball-Bundesliga: Zwei Seiten einer Medaille.

GV

Folge 132 (2017-09-21) 

Aushängeschild leuchtet bis Berlin

Lörracher Gewichtheben

mit Familie Riesterer

 

 

Vor 20 Jahren wurde Jörg Mazur vom KSV 02 Lörrach Weltmeister im Gewichtheben. Ein Jahr später legte Monique Riesterer mit dem EM-Titel nach. Bei der Olympiapremiere der Gewichtheberinnen belegte sie zwei Jahre später Platz sechs.

Mazur hatte sich zweimal für die Sommerspiele qualifiziert, musste jedoch jeweils wegen Verletzung passen. Sowohl Monique Riesterer als auch Jörg Mazur hatten sich Vereinen der 1. Bundesliga angeschlossen. Mazur wurde zweimal deutscher Mannschaftsmeister.

Monique Riesterer blieb nach ihrem Wechsel zum Berliner Erstligisten TSC in der Hauptstadt, wo sie mit ihrer Familie lebt. Sie fungierte zwischenzeitlich im nationalen Fachverband als Referentin für Frauen-Gewichtheben. Ihre Tochter betreibt ebenfalls Leistungssport. Aber nicht an der Hantel, sondern auf dem Eis als Kunstläuferin.

 

Moniques Bruder Mike wirkt beim Heimatverein als Trainer der Zweitligaheber. Er führte die Talente Tabea Tabel und Moritz Huber zur internationalen Klasse.

Herbert Riesterer, Vater von Monique und Mike, fungierte nicht nur als erster Bundestrainer für die Heberinnen, er organisierte zum Jubiläum 100 Jahre KSV 02 Lörrach 2002 auch die Deutschen Meisterschaften. Dieses Titelturnier gilt im Bundesverband noch heute als mustergültig.

 

Wie geht es weiter mit dem KSV 02 Lörrach?

 

Zunächst war ein Erstliga-Aufstieg formuliert worden, um die Talente Huber und Tabel bei der Stange zu halten. Tabea Tabel wechselte in die höchste Klasse zum AC Mutterstadt, bei dem sie am 30. September gegen Germania St. Ilgen ihr Debüt gibt. Moritz Huber will im nächsten Jahr für einen Erstliga-Klub an die Hantel gehen.

Der KSV 02 Lörrach wollte den Kraftakt Erstliga-Aufstieg nicht wagen. Für diese Entscheidung gibt es sicherlich gute Gründe. Es bleibt jedoch offen, weshalb es nicht gelungen ist, das Duo zu halten. Eine Mannschaft der 1. Bundesliga hätte der Sportstadt Lörrach gut zu Gesicht gestanden.

So oder so: Der KSV 02 Lörrach ist seit 20 Jahren ein leuchtendes Aushängeschild. Die Erfolge sprechen für sich.

GV

Folge 131 (2017-09-14) 

Vom Schwarzwald

zur Weltspitze

Der lange Weg von Olympiasiegerin Sabine Spitz

 

Radsport im Skistadion. Das bietet das Bundesligarennen der Mountainbiker an diesem Wochenende (16./17. September) in

Titisee-Neustadt. Die Doppelgemeinde im Hochschwarzwald hat sich

als Ausrichter von Weltcupwettbewerben der Skispringer einen

Namen gemacht.

Eine Woche nach den Radweltmeisterschaften in der olympischen

Cross-Country-Disziplin steht in Titisee-Neustadt das vierte Rennen der international ausgeschriebenen Bundesliga-Rennserie auf dem Programm. Eine Woche später (23./24. September) wird in Freudenstadt das

Finale entschieden.

Schon vor der WM in Australien hatte Olympiasiegerin Sabine Spitz aus Niederhof ihre Startzusage für das Bundesligarennen in Titisee-Neustadt gegeben. Spitz ist neben Lokalmatador Simon Stiebjahn die Zugnummer beim sogenannten Singer-Wäldercup-Wettbewerb.

 

In Titisee-Neustadt fahren beim Frauenrennen am Samstag die drei WM-Starterinnen Spitz, Helen Grobert und Adelheid Morath (beide aus Freiburg) um die nationale Vormachtstellung. Bei der WM in Australien konnten Spitz (Sturz) und Morath (Defekt) ihre Klasse nicht ausspielen. Grobert blieb als Elfte im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Mit Rang sieben im Staffelrennen verschaffte sich Spitz Respekt.

 

Für das Bundesligarennen in Titisee-Neustadt haben die Organisatoren das Streckenprofil verbessert. Es wurde Wert darauf gelegt, den Zuschauern mehr Spektakel zu bieten. Und in den Zukunftsplänen spielt auch ein Weltcuprennen der Mountainbiker eine Rolle. Der Weltcup der Skispringer lässt grüßen. Mit Rennen in Kirchzarten, St. Märgen und Offenburg sorgte die Region Südbaden dafür, dass die Schwarzwälder Mountainbiketradition heutzutage die Weltklasse anlockt. Olympiasiegerin Spitz bestritt einst in Kirchzarten ihr erstes Mountainbikerennen.

GV

Folge 130 (2017-09-07) 

Freiburger

Fußball-Zukunft

Sport-Club: Zwei Teams und ein neues Stadion

 

Am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga gastiert an diesem Wochenende in Freiburg beim Sport-Club die Borussia aus Dortmund. Mit diesem Spitzenklub kehren zwei ehemalige SCF-Spieler in das Schwarzwaldstadion zurück. An der Dreisam begrüßen die Freiburger Zuschauer Roman Bürki und Maximilian Philipp, zwei ehemalige Freiburger Sport-Club-Profis.

In der laufenden Saison sind in sechs Bundesligaklubs acht Spieler mit einer Freiburger Sport-Club-Vergangenheit unter Vertrag. Hinzu kommen zwei ehemalige SCF-Spieler, die in ihren neuen Vereinen als Funktionäre in der deutschen Elite-Spielklasse beschäftigt sind. Der SC Freiburg als Ausbildungsverein.

 

Zudem zählt der SC Freiburg in der Männer-Bundesliga zum Kreis der sechs Vereine, die auch in der Frauen-Bundesliga vertreten sind. Was den Verein aus dem Breisgau jedoch von anderen Klubs unterscheidet, ist die Tatsache, dass bei den Männern und bei den Frauen die Trainer und Betreuer aus den eigenen Vereinen stammen. Mittlerweile ist Männer-Cheftrainer Christian Streich vom SC Freiburg der dienstälteste Trainer in der Bundesliga. Bei den SCF-Frauen geht Trainer Jens Scheuer in die dritte Saison. Einst leitete Streich beim SC Freiburg das Leistungszentrum für den Nachwuchs. Es ist im deutschen Spitzenfußball eine Pioniereinrichtung.

 

Beim SC Freiburg herrscht zwischen den Bundesligatrainern der Frauen und Männer ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch. Zur Sicherung des Freiburger Standortes in der Fußball-Bundesliga dient auch der Neubau des Sport-Club-Stadions. Die Pläne liegen auf dem Tisch. Wenn es keine Einsprüche gibt, kann das Projekt zügig abgeschlossen werden.

 

Der SC Freiburg, die Stadt Freiburg und die Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG (SFG) haben am Donnerstag vergangener Woche den Siegerentwurf für das neue Freiburger Fußballstadion vorgestellt.

 

Der Freiburger Stadionentwurf sieht eine Kapazität von ca. 34.700 Plätzen vor, wovon rund 36% als Stehplätze (ca. 12.400) ausgewiesen sind. Die Heimtribüne hinter dem Tor auf der Südseite des neuen Stadions besteht aus einem Rang, wohingegen die anderen Bereiche des Stadions als Zwei-Rang-Stadion entworfen sind.

Das Stadion wird im Nordwesten der Stadt im Wolfswinkel neben Flugplatz und Messe entstehen. Integriert sind die Geschäftsstelle als auch die Funktionsräume der Profi- und der U23-Mannschaft. Es hat eine Höhe von knapp 25 Metern und eine ausdrucksstarke rechteckige Grundform. Der Bezug des neuen Stadions wird zur Winterpause 2019/20 oder zum Saisonstart 2020/21 angestrebt. Das beauftragte Totalunternehmer-Budget liegt bei 76 Millionen Euro.

Im Fan-Shop des SC Freiburg (Schwarzwaldstr. 193) werden vom 6. bis 23.September ein 90x90 cm großes Stadion-Modell sowie großflächige Visualisierungen in einem Präsentationsraum ausgestellt. Zudem ist eine Broschüre ausgelegt. 

Stadionwelt

Die Zukunft für Freiburger Bundesliga-Fußball ist eingeläutet. Damit es an der Dreisam weiter Spitzenspiele geben wird wie jetzt am ersten Bundesliga-September-Wochenende. GV

Bilder: HPP Architeckten/WillMore

Folge 129 (2017-08-31) 

 

Teddy und die Fußballfrauen

SC Freiburg und SC Sand

Pioniere der Extraklasse aus Südbaden

 

Die beiden südbadischen Vereine SC Freiburg und SC Sand starten am Sonntag (3. September) in die neue Fußballsaison der Frauen-Bundesliga. Zum Auftakt steht für Freiburg ein Heimspiel gegen MSV Duisburg auf dem Programm. Sand bestreitet ein Auswärtsspiel bei Werder Bremen.

Der Sport-Club aus Freiburg belegte in der Abschlusstabelle 2016 und 2017 jeweils den vierten Platz. 

 

Der SC Sand aus dem Ortenauer Willstätt stand zuletzt zweimal hintereinander im deutschen Pokalfinale.

Für das EM-Turnier 2017 in den Niederlanden stellte der SC Freiburg fünf deutsche Nationalspielerinnen ab. Eine Spielerin nahm für Österreich an den EM-Spielen teil. Drei Österreicherinnen des SC Sand erreichten in den Niederlanden ebenfalls das EM-Halbfinale. 2016 und 2017 stand der SC Sand jeweils im deutschen Pokalendspiel. Zuletzt kam für den SC Freiburg im nationalen Cupwettbewerb zweimal hintereinander im Halbfinale das Aus.

Birgit Bauer vom SC Freiburg ist die dienstälteste Managerin in der Frauen-Bundesliga. Die österreichische Nationalspielerin Sarah Puntigam vom SC Freiburg schwärmt vom deutschen Pokalsieg. Sie hatte 2012 mit dem FC Bayern München den DFB-Pokal gewonnen. „Ein tolles Gefühl“, sagt sie im Rückblick. „Es wäre schön, mit dem SC Freiburg den deutschen Pokal zu gewinnen.

Zum Start der Frauen-Bundesliga 1990/91 war der TuS Binzen mit Trainer Gerhard „Teddy“ Böhringer dabei. Im südbadischen Frauenfußball zählte Trainer Böhringer mit seinen Teddygirls ebenso wie die Sportfreunde aus Schliengen zu den Wegbereitern. SF Schliengen hatte einst die Bundesliga-Zulassung nur ganz knapp verpasst. Dafür hatte SF Schliengen mit Nicole Fischer eine Nationalspielerin. Fischer gab ihr Debüt im Nationaltrikot wie die spätere Bundestrainerin Silvia Neid 1983 in Basel beim 2:0 gegen die Schweiz.

GV

Folge 128 (2017-08-24) 

Harbig und Freiburg

Fußballpokal: Nicht nur Sport-Club gegen Dynamo

 

Auf den ersten Blick ein ganz normales Pokalspiel. In der zweiten Runde des DFB-Cup-Wettbewerbs trifft im Oktober der SC Freiburg auf Dynamo Dresden. Erste Bundesliga gegen Zweite Liga.

 

In der Eliteklasse waren der Sport-Club und Dynamo schon Gegner. In der „ewigen“ Bundesliga-Tabelle rangiert Freiburg vor Dresden, ebenso in der 2. Liga.

Hinter dem zweiten Blick verbirgt sich unter Dynamo Dresden Fußballgeschichte aus der DDR. Und dahinter kommt sogar deutsche Fußballgeschichte zum Vorschein.

 

In der DDR erspielte sich Dynamo Dresden acht Meistertitel. Hinzu kommen noch sieben Pokalsiege. Der Vorgängerverein von Dynamo war der Dresdner SC. Mit dem späteren Bundestrainer Helmut Schön als Spieler wurde dieser Verein je zweimal Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger.

Der DSC spielte einst wie Dynamo im Rudolf-Harbig-Stadion. Mit dem Läufer aus Dresden verbindet sich auch ein Stück Geschichte des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) unter Freiburger Mithilfe.

Der Freiburger Trainer Woldemar Gerschler führte Harbig über 800 Meter nicht nur zum Europameister, sondern auch zum Weltrekord und zu Olympia-Bronze. Als Direktor des Hochschulinstituts für Leibesübungen der Universität Freiburg erkannte der Sportpädagoge Gerschler die Bedeutung des Intervalltrainings, das über die Leichtathletik hinaus auch für andere Sportarten von Bedeutung war.

 

Der DLV stiftete einen Rudolf-Harbig-Preis (oben). In der DDR wurde aus dem Harbig-Stadion in Dresden das Dynamo-Stadion.

Der Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis wird seit 1950 als Wanderpreis verliehen an einen „würdigen und verdienten Leichtathleten, der in Haltung und Leistung als Vorbild für die Jugend gelten kann.“ Er wurde auf Anregung des Clubs der Alten Meister – heute Vereinigung ehemaliger Leichtathleten (VEL) – vom Ehrenpräsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) Karl Ritter von Halt gestiftet und wird jährlich vom DLV-Präsidenten und dem Vorsitzenden der VEL verliehen. Der Preis erinnert an Rudolf Harbig, den erfolgreichsten deutschen Mittelstreckenläufer der 1930er Jahre, der 1944 im Zweiten Weltkrieg fiel. Wikipedia

Am Beispiel Harbig wird deutlich wie die Geschichte in den beiden deutschen Staaten einst unterschiedlich bewertet wurde. Die Verbindung im Sport zwischen den Städten Dresden und Freiburg bleibt indessen bestehen. Ein Aspekt, der das Pokalspiel SC Freiburg gegen Dynamo Dresden überlagert.

GV

 

Folge 127 (2017-08-17) 

Das nächste Gold

liegt in Berlin

Offenburger Modell

mit dem Speer

 

 

Nach der WM ist vor der EM. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London gewann Johannes Vetter von der LG Offenburg den einzigen Titel für die deutsche Mannschaft. Bei den Europameisterschaften im nächsten Jahr in Berlin will der 24 Jahre alte Athlet mit einem Goldwurf nachlegen.

Speerwerfen und Offenburg sind eine Erfolgsgeschichte. Christine Obergföll (links) von der LGO wurde, angeleitet von Trainer Werner Daniels, 2013 Weltmeisterin. Diesen Titelgewinn münzten die Athletin und ihr Coach in Offenburg in den Bau einer speziellen Sporthalle um. Im Winter können die Speerwerfer in der Halle mit vollem Anlauf das Gerät ins Freie schleudern. Eine Investition, die nicht nur den Spitzensport beflügelt, sondern auch dem Schulsport zugute kommt. Die Halle wird nämlich auch für den Sportunterricht der Schulen genutzt.

 

Speerwurf in der Halle? In Offenburg ist das möglich. Eigentlich handelt es sich um Speerwerfen aus der Halle! Die Athleten bereiten sich in der Halle vor, laufen in der Halle an und werfen dann den Speer durch das große »Garagentor« auf den Rasen vor der Rüdiger-Hurrle-Leichtathletikhalle.

Nach der Heirat mit Christine Obergföll nahm Speerwerfer Boris Henry nicht nur den Namen seiner Frau an, der 90-Meter-Werfer verlegte auch seinen Wohnsitz aus dem Saarland nach Offenburg. Boris Obergföll ist inzwischen Bundestrainer der deutschen Speerwerfer. Er leitet in Offenburg das Leistungszentrum. Mit Bundestrainer Obergföll wurde Thomas Röhler im vorigen Jahr bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro Olympiasieger.

Weltmeister Vetter zog vor drei Jahren aus Dresden nach Offenburg, um täglich mit dem Bundestrainer üben zu können. Unter der Regie von Bundestrainer Obergföll steigerte sich Vetter in drei Jahren um 15 Meter. Nach seiner aktiven Zeit will Sportsoldat Vetter studieren. Aber noch hat Sport Vorrang mit dem Ziel, 2020 Olympiasieger zu werden.

Die Speere aus Offenburg fliegen weit und landen oft auf goldenem Boden. Das Nahziel sind die Europameisterschaften im nächsten Jahr in Berlin. Nach Olympiasieg und WM-Titelgewinn fehlt der Offenburger Speerspitze noch EM-Gold. Wichtig sind neben Siegen und Medaillen auch Aspekte wie Begeisterung für den Sport wie zuletzt die Leichtathletik-WM vermittelte. Spitzensport als Zugnummer für den Breitensport.

GV

Folge 126 (2017-08-10) 

Neue Technik und alte Probleme

Bundesliga-Premiere für Bibiana Steinhaus

 

Die Fußball-Bundesliga startet in einer Woche mit zwei Premieren in die 55. Saison. Zum ersten Mal leitet eine Frau Spiele in der Elite-Spielklasse. Zudem wird der sogenannte Video-Beweis angewendet.

Bibiana Steinhaus aus Langenhagen in Niedersachsen qualifizierte sich durch 80 Einsätze in der 2. Liga für den Aufstieg. In der 1. Bundesliga befindet sie sich im Kreis von 13 Kollegen.

 

Im Frauenfußball zählt Bibiana Steinhaus (im Bild oben) schon seit Jahren zur internationalen Spitzenklasse. Beim EM-Finale Anfang des Monats in den Niederlanden agierte sie als vierte Schiedsrichterin.

Der Video-Beweis befindet sich in der neuen Saison noch in der Testphase. Erst im März 2018 entscheidet der Weltverband FIFA, ob er bleibt oder von der Bildfläche verbannt wird.

Beim Confed-Turnier im Juni/Juli in Russland und im August beim deutschen Spiel um den Supercup in Dortmund offenbarte der Video-Beweis noch Schwächen. Lutz Michael Fröhlich, Chef der deutschen Schiedsrichter, ist vom Video-Beweis überzeugt. Aber die neue Technik, das stellte sich bisher heraus, ist kein Allheilmittel gegen Fehlentscheidungen. Das liegt schon am Begriff, den Fröhlich als „klare Fehler, die jeder als solche wahrnimmt“, definiert.

 

Nationalspieler Mats Hummels bewertet den Video-Beweis positiv, sieht jedoch in der Umsetzung noch Nachholbedarf. In einem Interview sagte er: „Es bedarf schon Mut, gegen 80 000 Zuschauer in einem Stadion den Video-Beweis durchzusetzen.“

 

Alte Probleme trotz der neuen Technik. Und den „gerechten“ Fußball wird es nicht geben. Das wissen die Zuschauer schon lange. Und die Schiedsrichter müssen sich Woche für Woche damit auseinandersetzen. Ob in der Bundesliga oder in der Kreisklasse.

GV

Folge 125 (2017-08-03) 

Neue Saison

mit 27 Schweizern

Klinsmann-Sohn im Hertha-Tor

 

Mit 27 Spielern aus der Schweiz geht die 1. Bundesliga im deutschen Fußball in die neue Saison. Lediglich drei Vereine weisen in der Kaderliste keine Schweizer Profis auf.

Sechs Bundesliga-Klubs bieten Torhüter aus der Schweiz auf. Die bekanntesten Namen: Roman Bürki (Borussia Dortmund, davor SC Freiburg), Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach, FC Basel) und Jonathan Klinsmann ( Hertha BSC Berlin, Sohn von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann). Der in Newport Beach, Kalifornien, geborene Deutsch-Amerikaner, dessen Muttersprache Englisch ist, gehört eigentlich nicht auf die Liste der Schweizer. Aber seine Mutter, das ehemalige amerikanische Model Debbie Chin hat väterlicherseits chinesische und mütterlicherseits deutsche und Schweizer Vorfahren.

 

Wenn es um die Verpflichtung von neuen Spielern geht, will sich der SC Freiburg künftig verstärkt in der Schweiz umsehen. 15 der 18 Bundesliga-Klubs haben in der neuen Saison Profis aus der Schweiz unter Vertrag. Lediglich Rekordmeister FC Bayern München sowie die beiden deutschen Exmeister 1. FC Köln und VfL Wolfsburg kommen ohne Schweizer

Spieler aus.

Beim SC Freiburg spielen mit Amir Abrashi und Vincent Sierro zwei Aktive aus der Schweiz. Den größten Schweizer Ableger mit vier Eidgenossen im Kader weist Borussia Mönchengladbach auf.

Beim FC Schalke 04 arbeitet Ruwen Faller als Athletiktrainer mit dem achten Cheftrainer seit 2011 zusammen. Der ehemalige Leichtathlet des TV Wehr war über 400 Meter Deutscher Meister, Olympia-, EM- und WM-Starter. Die Schalker Mannschaft wartet seit 1958 auf den achten Meistertitel. In der Bundesliga zählen die „Knappen“ aus Gelsenkirchen zu den Gründungsvereinen der deutschen Eliteklasse. Die Hoffnungen auf einen neuen Höhenflug des FC Schalke 04 ruhen auch auf Breel Embolo, der vor einem Jahr als Schweizer Nationalspieler vom FC Basel verpflichtet wurde. Schweizer Importe für Gipfel im deutschen Fußball.

GV

Folge 124 (2017-07-27) 

 

Spiel um den Regio-Cup?

FC Basel, SC Freiburg und Racing Straßburg erstklassig

 

Basel, Freiburg und Straßburg: Die Hauptstädte der Regio. Das Dreiland (TriRhena) Nordwestschweiz, Südbaden und Haute-Alsace (Ober-Elsass) bildet gleichsam die Schweiz, Deutschland und Frankreich im Kleinformat ab.

 

Die drei Regiostädte haben durch den Fußball eine Gemeinsamkeit. Der FC Basel, der SC Freiburg und Racing Straßburg spielen jeweils in der ersten Liga ihres Landes. Die deutsche Nationalmannschaft trug in allen drei Regiometropolen schon Länderspiele aus.

 

Der FC Basel glänzt als Schweizer Serienmeister mit zuletzt acht Titelgewinnen in Folge. Der Sport-Club aus Freiburg verweist auf den Titel eines deutschen Zweitligameisters. Und in der Vereinsgeschichte von Racing Straßburg wird auf einen französischen Titelgewinn hingewiesen. Dieser Erfolg des Traditionsklubs aus dem Elsass liegt allerdings schon lange zurück. Dafür konnte Racing Straßburg jetzt nach einem tiefen Absturz den Aufstieg in die Eliteklasse feiern. Und das aus den Niederungen der fünften Spielklasse. Besonders eindrucksvoll: Die Straßburger Fußballfans hielten ihrem Klub in diesen Jahren die Treue. Selbst in der fünften Liga füllten sie die Ränge im Meinau-Stadion, das nun modernisiert werden soll.

 

Unterdessen fragen sich die Fußballfreunde am Rheinknie und zu beiden Seiten des Rheines: Warum tragen der FC Basel, der SC Freiburg und Racing Straßburg keine Spiele gegeneinander aus? Und sie bringen gleich einen Gedanken ins Spiel: Ein Turnier der drei Vereine um den Regio-Cup, jeweils abwechselnd in den drei Städten.

 

Nun stehen die nationalen und internationalen Terminkalender einem solchen Vorhaben im Weg. Aber zur Eigenschaft des Fußballs zählt, Lösungen zu finden. Nicht nur auf dem Platz.

GV

Folge 123 (2017-07-20) 

Mandy schreibt Geschichte

Warum Joachim Löw

die Frauen-EM verfolgt

Bei der Fußball-Europameisterschaft der Frauen strebt die deutsche Nationalmannschaft den neunten Titelgewinn an.

Mit acht EM-Finalsiegen ist die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Rekord-Europameister. Zudem gewannen die deutschen Spielerinnen zwei WM-Titel und wurden im vorigen Jahr in Rio de Janeiro Olympiasieger. Eine bestechende Bilanz.

 

Zwei EM-Titel verbuchte bisher Norwegens Nationalmannschaft. Den ersten EM-Titel der Geschichte gewann 1984 Schweden. In einer Neuauflage des Olympiafinales von 2016 trafen im ersten Gruppenspiel des laufenden EM-Turniers in den Niederlanden Olympiasieger Deutschland und Silbermedaillengewinner Schweden aufeinander. Die Begegnung endete torlos und hält beiden Mannschaften die Tür offen.

Für das EM-Turnier in den Niederlanden berief Bundestrainerin Steffi Jones fünf Spielerinnen des SC Freiburg. Dem DFB-Kader gehören auch fünf Spielerinnen des VfL Wolfsburg und vier Spielrinnen vom FC Bayern München an. Die Vereine aus der Ersten Bundesliga der Männer sind bei der Frauen-EM in den Niederlanden also stark vertreten. Bundesliga-Torjägerin und EM-Teilnehmerin Mandy Islacker (oben) von Bayern München hat eine familiäre Verbindung zum Männerfußball. Ihr Großvater Franz Islacker spielte einst für Rot-Weiß Essen in der Nationalmannschaft.

Franz Islacker wurde 1955 mit Essen Deutscher Meister. Beim 4:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern im Finale erzielte er drei Tore.

Mit ihren Toren verhalf Mandy Islacker im vorigen Jahr Bayern München zum Meistertitel in der Frauen-Bundesliga.

 

Eine runde Geschichte. Rund wie der Fußball. Ob von Männern oder Frauen gespielt. Joachim Löw, Bundestrainer der Männer und mit seiner Nationalmannschaft 2014 Weltmeister geworden, war noch nie Europameister. Bei der Frauen-EM in den Niederlanden wird er das Turnier mit dem DFB-Team als Titelverteidiger wohl aufmerksam verfolgen.

 

Und: Löw ist immer noch Rekord-Torschütze des SC Freiburg.

GV

Folge 122 (2017-06-29) 

Mit Tourfieber

nach Deutschland

Ein deutscher Sieg

ist ausgeschlossen

 

Großer Radsport an diesem Wochenende in Deutschland. Die Tour de France wird am Samstag in Düsseldorf gestartet.

Nach dem Einzelzeitfahren über 14 Kilometer zum Auftakt wird am Sonntag in Düsseldorf die erste Etappe der 104. „Großen Schleife“ gestartet. Nach 203,5 Kilometer über Aachen endet die erste Etappe in Lüttich/Belgien.

Für die Radsportfreunde in der südbadischen Grenzregion ist die fünfte Etappe interessant. Sie führt am Mittwoch (5. Juli) mit Start in Vittel über 160,5 Kilometer durch die Vogesen.

Düsseldorf ist nach Köln, Frankfurt am Main und Berlin die vierte deutsche Stadt, in der die Tour gestartet wird. In Basel erfolgte 1982 der Startschuss zur Frankreich-Rundfahrt.

Viermal war Freiburg Etappenort der Tour de France, zuletzt im Jahr 2000 mit einer Passage durch Lörrach. Zweimal wurden Karlsruhe und Pforzheim passiert.

 

In der langen Geschichte der Tour de France gab es bisher nur einen deutschen Gesamtsieger. Vor 20 Jahren, also 1997, war dies Jan Ullrich, der auf der Elsass-Etappe „einzubrechen“ drohte. Ein Jahr zuvor (1996) hatte „Ulle“ die Regio-Tour gewonnen.

 

Nach 3540 Kilometer durch vier Länder und fünf Bergregionen endet die Tour de France am 23. Juli traditionell in Paris. Unter den 22 Mannschaften befinden sich auch zwei unter deutscher Flagge.

Ein deutscher Gesamtsieg ist jedoch so gut wie ausgeschlossen. Die Organisatoren der Tour de France wollen indessen im nächsten Jahr wieder die Deutschland-Tour zum Rollen bringen. Tourfieber steckt an.

GV

Folge 121 (2017-06-22) 

Sabine Spitz:

Rund um den Globus

Mountainbike-Marathon-WM

in Singen

 

Im Rennkalender von Olympiasiegerin Sabine Spitz sind in dieser Saison zwei Termine von Weltmeisterschaften verzeichnet. Am Sonntag (25. Juni) startet die Radsportlerin der Disziplin Mountainbike in Singen bei der Marathon-WM.

Im olympischen Cross Country werden die Regenbogentrikots für die Weltmeister am 10. September in Australien vergeben.

 

Bei fünf Olympischen Spielen seit 2000 in Sydney fuhr Spitz einen kompletten Medaillensatz heraus. Titel und Medaillen gab es für die Athletin vom Hochrhein auch bei EM- und WM-Rennen. Seit rund 20 Jahren zählt Spitz zur Weltklasse.

Im bisherigen Saisonverlauf unterstrich Sabine Spitz diese Kategorie. Bei Weltcuprennen im Cross Country fuhr sie zweimal unter die zehn besten Starterinnen. Damit untermauerte sie im Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ihre Vormachtstellung. Diese Position konnte ihr weder die routinierte Adelheid Morath noch die talentierte Helen Grobert (beide Freiburg) streitig machen.

 

Ein Grund mehr, um getreu der Devise des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Oliver Kahn vom FC Bayern München zu verfahren: „Weiter, immer weiter.“ Die Richtung: Die nächsten olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio. Wieder eine Weltreise. Typisch für Sabine Spitz. Sie kurbelte auf allen Kontinenten in der erfolgreichen Spur.

Sabine Spitz fühlt sich sowohl in der weiten Welt als auch in der Hotzenwälder Heimatregion zu Hause. Als Jugendliche betrieb sie im Winter das Schlittschuhlaufen. Später entdeckte sie im Schwarzwald den Mountainbike-Radsport.

 

Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie „ihrem“ Sport auch nach ihrer aktiven Laufbahn treu bleiben wird. Als Rennkurs-Betreiberin oder im BDR und im Weltverband als Anwalt dieses Sports.

GV

 

Folge 120 (2017-06-15) 

Von der Dreisam

in die Welt

Löw liegt schon

vor Herberger

 

Die Dreisam fließt durch Freiburg. Der Fluss diente einst als Namensgeber des Stadions, in dem der SC Freiburg seine Heimspiele austrägt. Mittlerweile heißt die Spielstätte des Sport-Clubs aus Freiburg statt Dreisamstadion für den Klub aus der Fußball-Bundesliga Schwarzwald-Stadion. Wenn eines Tages der geplante Neubau einer Arena steht, dürfte ein neuer Name fällig sein.

Drei erfolgreiche südbadische Trainer, die einst als Spieler beim SC Freiburg aktiv waren, erinnern sich an das Dreisamstadion: Joachim Löw, Christian Streich und Heiko Herrlich. Gewissermaßen ist dieses Trio in der Breisgaumetropole durch ein Dreiband verbunden.

 

Bundestrainer Löw ist Rekordtorschütze des SC Freiburg, der aktuelle Sport-Club-Trainer Streich ist momentan der dienstälteste Bundestrainer in der deutschen Eliteklasse und Heiko Herrlich, ehemaliger Zweitligaspieler des SCF, wird in der neuen Saison Cheftrainer von Bayer Leverkusen. Als Spieler von Borussia Dortmund gewann Herrlich unter der Regie des Lörracher Trainers Ottmar Hitzfeld 1997 die Champions-League im Münchner Finale gegen Juventus Turin.Joachim Löw aus Schönau, Christian Streich aus Eimeldingen und Heiko Herrlich aus Waldkirch – aus Südbaden bis zum internationalen Fußball. Ein weites Feld.

 

Bundestrainer Löw befindet sich auf dem Weg an die Spitze der Rangliste der zehn Chefs der Nationalmannschaft. In seinen elf Amtsjahren betreute Löw die Verbandsauswahl des DFB in 148 Länderspielen (Platz zwei hinter Sepp Herberger). In der Anzahl der Siege liegt Löw schon vor Herberger. Auch ein Rekord.

Die Dreisam nimmt ihren Anfang im beckenförmigen Dreisamtal im badischen Südschwarzwald. Nahe der Brücke der Landesstraße 127 von Kirchzarten nach Stegen liegt der Zusammenfluss des etwas längeren Rotbachs aus dem Höllental und des etwas wasserreicheren Wagensteigbachs. Vom Punkt dieser „Flusshochzeit“ im Westen des Naturparks Südschwarzwald fließt die Dreisam im Breisgau kanalisiert nach Westen und nimmt unter anderem den Krummbach und die Brugga von links auf und von rechts den Eschbach. Mit dem östlichen Ende des Stadtteils Ebnet erreicht der Fluss Freiburg und passiert das Schwarzwaldstadion (früher Dreisamstadion). Am sogenannten „Sandfang“ wird ein großer Teil des Wassers für den Gewerbekanal und die Freiburger Bächle abgezweigt. Wikipedia

GV

Folge 119 (2017-06-08) 

Der andere FCB

Basel, Benthaus

und Europa

 

Der Schweizer Fußball-Verband (SFV) wurde 1895 gegründet, der erste Schweizer Meister Grashoppers Zürich 1898 gekürt. Die erste Meisterschaft feierte der FC Basel erst 1953 auf dem Landhof.

 

In diesem Frühjahr verbuchte der FCB vom Rheinknie seinen 20. Titel. Als Krönung von acht Meisterschaftserfolgen in Serie.

Das erste Kapitel der Basler Erfolgsgeschichte schrieb der deutsche Nationalspieler Helmut Benthaus. Er kam Ende der sechziger Jahre vom 1. FC Köln zum FC Basel, den er in seinen 17 Jahren als Trainer zu sieben Titelgewinnen führte.

 

Helmut Benthaus: Pfingstmontag feierte der erste VfB-Meistertrainer in der Bundesliga, der mittlerweile im schweizerischen Riehen nahe der Grenze zu Deutschland lebt, seinen 82. Geburtstag

Mit Benthaus als Trainer gewann der Lörracher Torjäger Ottmar Hitzfeld beim FC Basel 1972 und 1973 den Schweizer Meistertitel. Benthaus hatte dem deutschen Bundestrainer Jupp Derwall für die Olympiamannschaft den Torjäger Hitzfeld empfohlen.

In der Bundesliga wechselte Benthaus als Trainer zum VfB Stuttgart, mit dem er 1984 die Deutsche Meisterschaft gewann. Als Spieler des 1. FC Köln war Benthaus 1964 Deutscher Meister geworden.

Für die Nachfolge von Jupp Derwall als Bundestrainer war Helmut Benthaus 1984 Wunschkandidat des deutschen Verbandes DFB, doch Benthaus war im Urlaub in Kanada telefonisch nicht zu erreichen. So fiel die Wahl auf Franz Beckenbauer.

 

Während seiner Zeit als Spieler des FC Basel hatte Ottmar Hitzfeld von Trainer Helmut Benthaus viel abgeschaut. Hitzfeld gewann als Trainer von Borussia Dortmund und Bayern München jeweils die Champions Legaue. Im internationalen Fußball verewigte sich Basel. In dieser Stadt wurde 1954 der europäische Verband UEFA gegründet, der die europäischen Wettbewerbe ermöglichte.

GV

Mi                 22.11.2017 

Nr.            2.585 - 1.282

Aktualisierung:        16:30

Übrigens,

 

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