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GERHARD VÖGTLER aus Bamlach mit:

2012 ( GÄSTE-KLICK 2 Ruderstar und Sport[...]
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MARKGRÄFLER

SPÄT-LESE



Folge 115 (2017-03-23) 

Das Tour-Fieber steigt

Start in Düsseldorf zum

Jubiläum „200 Jahre Fahrrad“

 

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR), gegründet 1884 in Leipzig, ist im deutschen Sport einer der ältesten Fachverbände. Der internationale Verband UCI entstand 1900 in Paris.

In Frankreich wurde 1903 die Tour de France gestartet. Die Frankreich-Rundfahrt gilt als ältestes Etappen-Radrennen der Welt. In diesem Jahr wird die Tour de France in Düsseldorf gestartet. Der BDR hatte sich darum beworben, um das Jubiläum „200 Jahre Fahrrad“ in einem geeigneten Rahmen zu feiern.

Im nächsten Jahr soll es auch wieder eine Deutschland-Rundfahrt geben. Zum ersten Mal stand sie 1911 auf dem Programm. Der deutschen Tour fehlt es jedoch an Kontinuität. Immer wieder gab es längere Unterbrechungen.

Zuletzt galt die inzwischen ebenfalls eingestellte Regio-Tour als Impuls für einen Neustart der Deutschland-Tour.

Als bisher einziger deutscher Radprofi gewann 1997 Jan Ullrich aus Merdingen die Tour de France, nachdem er ein Jahr zuvor die Regio-Tour für sich entschieden hatte.

Jan Ullrich gewann 2000 in Sydney beim olympischen Straßenrennen die Goldmedaille. Auch die Olympiasieger von 1992 in Barcelona mit dem Straßenvierer, Michael Rich aus Reute und Christian Meyer aus Freiburg sowie die Berliner Bernd Dittert und Uwe Peschel, starteten schon bei der Regio-Tour.

Die heutigen Profis Nico Denz aus Waldshut-Tiengen und Jascha Sütterlin aus Freiburg erwarben im Team Baden bei der Regio-Tour die Rennhärte. Dieses Duo möchte im Sommer beim Auftakt der Tour de France in Düsseldorf dabei sein. Nicht nur bei Denz und Sütterlin steigt das Tourfiber.

GV

Folge 114 (2017-03-16) 

Asienspiele im Winter

Schwarzwälder Wurzeln

schlagen durch

 

Die Winterkönigin Laura Dahlmeier ist mit fünf WM-Titeln im Biathlon bei den Olympischen Spielen im nächsten Jahr die große Favoritin. Die in sich ruhende Athletin aus Bayern wird diese Rolle nicht als Belastung empfinden.

 

Die Winterspiele werden 2018 in Südkorea entschieden. Für 2022 haben die Olympier die Winterspiele nach Peking vergeben. Da verwundert es nicht, dass Dahlmeier den Wunsch verspürt, Olympische Spiele im Winter auch wieder einmal in Skandinavien oder in der Alpenregion zu organisieren. Zurück zu den Wurzeln also. Vor allem auch mit dem Blick auf die in Japan geplante Bewerbung für die Spiele 2026 in Sapporo, das schon 1972 Olympiastadt war.

Peking ist die erste Olympiastadt, die nach den Sommerspielen 2008 auch Winterspiele organisiert. Die Radsportlerin Sabine Spitz aus dem Schwarzwald wurde in Peking als Mountainbikerin Cross-Country-Olympiasiegerin. Sie hat deshalb an diese Asienspiele besonders gute Erinnerungen. Nun kurbelt sie als Beraterin in Südkorea ihren Sport engagiert an.

Durch gute Leistungen im vorolympischen Winter hat sich die Schwarzwälder Skisportlerin Steffi Böhler, die mit der deutschen Staffel schon WM- und Olympiamedaillen sammelte, als Starterin für die olympischen Wettbewerbe im nächsten Winter in Südkorea ins Blickfeld geschoben.

Sie freut sich wie Dahlmeier auf diese Asienspiele.

 

Freude auch beim Olympiastützpunkt (OSP) Freiburg-Schwarzwald. Böhler lebt und trainiert zwar schon lange in Bayern, startet aber noch immer für ihren Heimatverein in Ibach im Hotzenwald. Sie bekennt sich damit zu ihren Schwarzwälder Wurzeln und zum OSP in Freiburg.

GV

Folge 113 (2017-03-09) 

Doppelte Freiburger Schule

Eine Wandlung auf leisen Sohlen

 

Vom Ausbildungsverein zum Vorzeigeklub - die Tabelle der Fußball-Bundesliga vermittelt das neue Bild des SC Freiburg. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich rangiert im vorderen Mittelfeld auf Sichtweite zum internationalen Spielbetrieb in der neuen Saison.

 

Der ehemalige Sport-Club-Kapitän Heiko Butscher begründet den Werdegang der legendären Breisgau-Brasilianer aus Freiburg. Butscher: „Was die Freiburger tun, hat Hand und Fuß. Die haben eine Philosophie und ziehen diese auch durch“.

Bevor der Allgäuer Butscher zum Sport-Club in Freiburg kam, spielte er beim VfL Bochum. Hier stieg er jetzt vom Jugendtrainer zum Trainerassistenten der Zweitligamannschaft auf. Butscher vergleicht Bochum mit Freiburg. „Kleine Stadt, kleiner Verein. In beiden Klubs muss man schlauer arbeiten und der Konkurrenz stets einen Schritt voraus sein. Der SC ist ein Vorbild für den VfL.“

 

Unter Trainer Volker Finke avancierte Jens Todt beim SC Freiburg zum Nationalspieler. Finke führte den SCF einst in die Bundesliga. Beim Hamburger SV trägt Todt mit seinen Mitarbeitern die Verantwortung dafür, dass der Traditionsverein HSV erstklassig bleibt.

Bundesliga-Gründungsmitglied Hamburger SV spielt als einziger Verein seit 1963 ununterbrochen in der deutschen Eliteklasse. Aus seiner Freiburger Zeit bringt Todt den Behauptungswillen mit.

Jens Todt steht als Beispiel für den Weg des SC Freiburg vom Ausbilder zum Vorbild. Und: Jungen Profis dient der Sport-Club in Freiburg als Sprungbrett. Ähnlich verhält es sich mit „gestandenen“ Spielern aus der Freiburger Fußballschule.

GV

Folge 112 (2017-03-02) 

Zwei Titel im Visier

Bundestrainer Löw

in der Doppelspur

 

Mit dem Länderspiel-Klassiker gegen England startet die deutsche Nationalmannschaft am 22. März 2017 in Dortmund in das aktuelle Länderspieljahr.

Vier Tage nach dem Test setzt die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw mit dem Spiel am 26. März 2017 in Baku gegen Aserbaidschan die Qualifikation zur WM 2018 in Russland fort.

 

Deshalb dient für Bundestrainer Joachim Löw die Begegnung gegen England als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2018 in Russland.

Unter diesem Gesichtspunkt stehen im Sommer auch die Turniere um den Confed-Cup in Russland und die U-21-Europameisterschaft in Polen.

 

Bei der WM 2018 in Russland will Löw zum zweiten Mal hintereinander nach dem Erfolg von 2014 den WM-Titel gewinnen. Das gelang in der WM-Geschichte des Fußballs seit 1930 bisher nur dem Italiener Vittorio Pozzo mit den WM-Siegen 1934 und 1938, dazwischen wurde Trainer Pozzo mit Italien 1936 auch Olympiasieger.

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gewann bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro Olympiasilber. Diesen Erfolg wertet Joachim Löw nicht nur als Medaillengewinn, sondern auch unter der Kategorie Turniererfahrung.

 

Noch kein Bundestrainer gewann bisher mit der deutschen Nationalmannschaft zwei WM-Titel. Helmut Schön ist bisher der einzige Bundestrainer, der mit der deutschen Nationalmannschaft sowohl Europameister als auch Weltmeister wurde.

In einem Interview mit dem Fachblatt KICKER beantwortete Löw die Frage, ob er nach dem zweiten WM-Titel im nächsten Jahr als Bundestrainer zurücktreten würde, mit dem Hinweis, dass ein EM-Titel noch fehle.

 

Bundestrainer Joachim Löw, seit über zehn Jahre im Amt, visiert nicht nur ein Ziel an.

Als deutscher Weltmeistertrainer steht Löw mit Sepp Herberger, Helmut Schön und Franz Beckenbauer auf einer Stufe.

 

Die Länderspieltermine 2017

 

22. März 2017: Deutschland - England (LSP/Dortmund)

26. März 2017: Aserbaidschan - Deutschland (WMQ/Baku)

6. Juni 2017: Länderspiel (N.N.)

10. Juni 2017: Deutschland - San Marino (WMQ/Nürnberg)

17. Juni bis 2. Juli 2017: FIFA Confederations Cup in Russland

19. Juni 2017: Australien - Deutschland (Sotschi)

22. Juni 2017: Deutschland - Chile (Kasan)

25. Juni 2017: Deutschland - Afrikameister (Sotschi)

1. September 2017: Tschechische Republik - Deutschland (WMQ)

4. September 2017: Deutschland - Norwegen (WMQ/Stuttgart)

5. Oktober 2017: Nordirland - Deutschland (WMQ)

8. Oktober 2017: Deutschland - Aserbaidschan (WMQ/Kaiserslautern)

10. November 2017: Länderspiel

14. November 2017: N.N. abhängig vom Ausgang der Qualifikation (Köln)

GV

Folge 111 (2017-02-23) 

Die Golddomäne

Von der nordischen zur deutschen Kombination

 

Die deutsche Skinationalmannschaft startet bei den Weltmeisterschaften in den nordischen Disziplinen bis 5. März in Lahti/Finnland mit guten Aussichten auf Titel und Medaillen. Der Zweikampf aus Skispringen und Langlauf heißt Nordische Kombination.

Und in diesem Wettbewerb haben die Athleten des Deutschen Ski-Verbandes DSLV in der vorolympischen Saison bisher dominiert. Zum DSV-Aufgebot zählt bei der WM in Finnland auch Fabian Rießle aus Breitnau im Schwarzwald.

 

Erster deutscher Weltmeister in der Nordischen Kombination wurde 1939 in Zakopane/Polen der aus dem Riesengebirge stammende Gustav Berauer. Die ersten nordischen Skiweltmeisterschaften wurden 1937 im italienischen Cortina entschieden. Seit den ersten Olympischen Winterspielen 1924 in Chamonix/Frankreich zählt die Nordische Kombination zum olympischen Programm.

 

Die erste olympische Goldmedaille in der Nordischen Kombination gewann 1960 Georg Thoma aus Hinterzarten. Mit dem WM-Sieg 1966 in Oslo beendete Thoma seine sportliche Karriere.

 

Die olympische Goldserie deutscher Kombinierer setzten Franz Keller (Isny, 1968) und aus der ehemaligen DDR der dreimalige Olympiasieger Ulrich Wehling (1972, 1976, 1980) fort.

Die deutschen Kombinierer werden bei der WM in Finnland von Hermann Weinbuch betreut. Der Bundestrainer gewann 1985 in Seefeld/Österreich in „seiner“ Disziplin den WM-Titel.

Nicht nur als aktiver, sondern auch als Trainer steht Weinbuch dafür, dass aus der Nordischen Kombination längst eine sogenannte deutsche Kombination geworden ist. Das Startsignal löste einst der Schwarzwälder Georg Thoma aus.

GV

Folge 110 (2017-02-16) 

Notschrei und Jubelschrei

Zweikampf ist die Nummer eins

 

Biathlon als Zugnummer für das Fernsehen. Dank der WM-Siege von Laura Dahlmeier aus Garmisch und Benedikt Doll aus Breitnau schnellten die Quoten der Zuschauer in die Höhe und erreichten Werte wie im Fußball. Und bei den Wettkämpfen herrschte bei den Zuschauern auf den Tribünen Volksfeststimmung. Biathlon – im Wintersport die Nummer eins.

 

Die Sportgeschichte der Familie Doll reicht bis in die Gründerjahre des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) zurück. Der Vorfahre Professor Franz Kohlhepp war von 1908 bis 1913 DSV-Präsident. Der Ur-Ur-Großvater von Benedikt Doll fungierte bei den ersten deutschen nordischen Meisterschaften 1900 auf dem Feldberg als Kampfrichter.

Die olympische Sportart Biathlon ist jünger. Zum ersten Mal wurde bei den Winterspielen 1960 in den USA um den Olympiasieg gekämpft. 1958 gab es im Biathlon die ersten Weltmeisterschaften.

Der Langläufer Sixten Jernberg aus Schweden, Olympiasieger 1956, 1960 und 1964, nach dem Ende der Karriere gefragt, was er künftig sportlich unternehmen würde, antwortete in der bedächtigen Art der Skandinavier: „Ich fahre mit den Ski in den Wald und beobachte Elche.“

Mit dieser Sichtweise lag Jernberg ganz nahe am Ursprung des Biathlons. Dieser Zweikampf ist aus der Skijagd in Skandinavien hervorgegangen.

 

Der Grundstein für Biathlon im Schwarzwald wurde im Zentrum Notschrei gelegt. Der WM-Sieg von Benedikt Doll löste einen Jubelschrei aus.

 

 

Einen Nachklang erhofften sich die Verantwortlichen im Landesverband Schwarzwald und im nationalen Fachverband. Der Weltmeister als Ansporn für Talente.

GV

Folge 109 (2017-01-12) 

Mit Sprungwurf

zum WM-Titel

Zwischenstation auf

dem Weg nach Tokio

 

Die deutsche Handballnationalmannschaft setzt zum nächsten großen

Wurf an. Nach dem EM-Finalsieg und Olympiabronze 2016 will der Europameister jetzt bei der Weltmeisterschaft in Frankreich das

Endspiel erreichen.

Bei den bisherigen 24 WM-Turnieren seit 1938 gewannen deutsche Mannschaften dreimal den Titel. Zudem belegten sie viermal Platz zwei und dreimal Rang drei.

In der „ewigen“ WM-Tabelle ist die deutsche Auswahl hinter Frankreich (5 Titel) sowie Schweden und Rumänien (je 3) Vierter. Weltmeister waren bisher auch Russland, Spanien, Kroatien, Tschechoslowakei und Jugoslawien. Die deutsche Mannschaft wurde 1938, 1978 (BRD) und 2007 Weltmeister. Aus der WM-Mannschaft vor zehn Jahren fungiert Oliver Roggisch vom TuS Hofweier jetzt als Manager der DHB-Auswahl. Bundestrainer aus Südbaden waren schon Arno Ehret, Simon Schobel (beide TuS Hofweier) und Martin Heuberger (TuS Schutterwald). Heubergers Nachfolger wurde der Isländer Dagur Sigurdsson, der mit der deutschen Mannschaft zum Höhenflug ansetzte.

 

Nach der WM in Frankreich tritt der Erfolgstrainer auf eigenen Wunsch zurück. Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio will Sigurdsson die japanische Mannschaft betreuen.

DHB-Vizepräsident Bob Hanning, der Sigurdsson als Trainer für die deutsche Auswahl verpflichtete, muss nach einem neuen Trainer für den nationalen Fachverband finden. Das große Ziel bleibt. Olympiasieg in Tokio. Ein solcher Erfolg fehlt noch in der DHB-Bilanz.

Als Kandidat für das Amt des Bundestrainers wird der Südbadener Markus Baur lanciert, da Kapitän der Weltmeisterschaft von 2007 und derzeitige Bundesligatrainer in Stuttgart.

Die Devise: Große Sprünge mit erfolgreichen Würfen.

GV

Folge 108 (2017-01-05) 

Von der Straße

zum Titel

 

Löw immer noch Rekord-Torschütze des SCF

 

Gegner der Extraklasse erwartet der SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga nach der Feiertagspause sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Der Deutsche Meister FC Bayern München präsentiert sich jeweils im Breisgau.

Zuvor wurden an den Sport-Club aus Freiburg Komplimente verteilt.

Bundestrainer Joachim Löw, einst beim SC Freiburg aktiv und immer noch Rekord-Torschütze des Vereins, ernannte Christian Streich zum Trainer des Jahres. Siegfried Dietrich, als Manager des 1. FFC Frankfurt ein großer Förderer des Frauenfußballs in Deutschland über seinen Verein hinaus, wies dem SC Freiburg hinter den Spitzenclubs Bayern München und VfL Wolfsburg die Rolle als dritte Kraft der Frauen-Bundesliga zu.

 

Mit fünf Amtsjahren ist Streich (oben) dienstältester Bundesligatrainer. Zunächst hatte Streich noch gezögert, beim SCF überhaupt Cheftrainer bei den Männern zu werden. Viel lieber wollte er Jugendtrainer bleiben. Nun ist er an der Dreisam zu einer festen Größe herangereift. Der Verein bietet den Rahmen, dass dies so bleiben wird.

In der Frauen-Bundesliga hob Dietrich beim SCF Nationalspielerin Hasret Kayikci als Straßen-Kickerin hervor. Ein Spielertyp, der im Männerfußball praktisch ausgestorben ist.

In dieser Reihe sieht Frankfurts Manager auch die neue Bundestrainerin Steffi Jones aus seinem Frankfurter Verein.

Bei der EM in diesem Jahr in den Niederlanden peilt Jones den Titelgewinn an. Für Löw steht die Nagelprobe bei der WM im nächsten Jahr an.

GV

Folge 107 (2016-12-28) 

Rekordsieg für die Ewigkeit

Freiburger Fußball schrieb

bei Olympia Geschichte

 

Das Weihnachtsgeschäft geht in die Verlängerung. Nach den Festtagen werden Geschenke umgetauscht.

Der Fußballfreund in der badischen Grenzecke kennt die sogenannte Verlängerung zur Genüge aus den Pokalspielen. Wenn die Verlängerung keine Entscheidung bringt, gibt es Elfmeterschießen wie beim Olympiafinale im Sommer in Rio de Janeiro. Gegen Gastgeber Brasilien verlor die deutsche Auswahl im Elfmeterschießen. Nils Petersen vom SC Freiburg hatte nicht getroffen.

Der deutschen Frauenauswahl gelang in Rio hingegen der Olympiasieg. Zur Mannschaft zählten aktuelle und ehemalige Spielerinnen des Sport-Clubs aus Freiburg.

Dabei führten die Wege der SCF-Aktiven zum Olympiaturnier auf zwei Strecken zum Ziel. Die Männer werden von der Freiburger Fußballschule auf Kurs gebracht, die Frauen werden vom Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald gefördert.

Freiburger Fußball und Olympia schrieben schon in den Gründerjahren Geschichte. Mit Josef Glaser vom Freiburger FC erzielte die deutsche Auswahl 1912 bei den Sommerspielen in Stockholm mit 16:0 gegen Russland den Rekordsieg, der bis heute besteht.

Es scheint eine Bestmarke für die Ewigkeit zu sein. Die Zahl der Länderspiele hat sich seit 1912 pro Jahr dagegen unaufhörlich in die Höhe geschraubt.

GV

Folge 106 (2016-12-15) 

Ehrung als Königsdisziplin

Am 18. Dezember im ZDF

 

Alle Jahre wieder: In den Tagen vor Weihnachten werden Sportlerwahlen durchgeführt. Am Sonntagabend überträgt das ZDF die Ehrung der deutschen Wahlsieger in Baden-Baden im Fernsehen. Die erste Abstimmung zur deutschen Sportlerwahl wurde 1947 durchgeführt.

 

Der bisher einzige Sportler des Jahres aus Südbaden war 1960 Georg Thoma (siehe oben) aus Hinterzarten.

Der Olympiasieger in der Nordischen Kombination setzte sich in der Abstimmung gegen Sprint-Olympiasieger Armin Hary aus Frankfurt am Main durch. Dabei hatten sowohl der Skisportler als auch der Leichtathlet außergewöhnliche Leistungen vollbracht. Thoma beendete die Dominanz der Skandinavier, Hary stoppte den Siegeszug der Stars aus den USA, und dies gleich zweimal. Er siegte über 100 Meter und mit der deutschen Staffel.

 

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wurde bei den Männern schon einige Male als „Elf“ des Jahres ausgezeichnet. 1954, nach dem ersten WM-Titelgewinn in der Schweiz, ging der DFB noch leer aus. Die Ehrung der Mannschaft des Jahres wurde erst 1957 in das Programm aufgenommen

Neben der Sportlerin und dem Sportler des Jahres wird am Sonntag auch die Mannschaft des Jahres gekürt. Und hier liegt auch die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen als Olympiasieger von Rio de Janeiro gut im Rennen. Mit Melanie Behringer aus Wieden.

Die Mannschaftsführerin des deutschen Meister FC Bayern München hat noch eine zweite Chance. Vom Weltverband FIFA wurde „Mel“ für die Wahl zur Welt-Fußballspielerin des Jahres nominiert. Eine Ehre auch ohne Ehrung.

GV

Folge 105 (2016-12-08) 

Als es für Gold noch Silber gab

Der erste deutsche Olympiasieger

 

Europameisterin und WM-Dritte: Der deutsche Fachverband DRB zeichnete Elena Brugger vom Erstligaklub TuS Adelshausen als beste Nachwuchsringerin des Jahres aus. Das Talent vom Dinkelberg genießt auch im Olympiastützpunkt (OSP) Freiburg Schwarzwald hohes Ansehen. Brugger dient dem OSP als Vorzeige-Athletin. Ein Beweis für gezielte Talentförderung.

Ringen und Olympia – ein besonderes Kapitel in der deutschen Sportgeschichte unter der Flagge der fünf Olympischen Ringe. Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen feierte Carl Schuhmann aus Berlin den ersten deutschen Olympiasieg. Im Ringen mit einer Stilart und offenen Gewichtsklasse. Schuhmann benötigte zwei Tage, ehe er den griechischen Lokalmatador Georgius Tsitas bezwungen hatte.

 

Damals gab es dafür noch keine Medaille in Gold, sondern eine Silbermedaille. Schuhmann wurde auch im Turnen Olympiasieger, startete in Athen auch als Gewichtheber und Leichtathlet. Ein vielseitiger Sportler, der seine Reise zu den Spielen in Athen selbst finanzierte. Ein echter Amateur und großer Athlet. Sein Enkel Carl Schuhmann zeigt dies in einem privaten Museum in Berlin.

Nach seiner Aktivenzeit wirkte Schuhmann in London als Turnlehrer. Sein Sohn Carl Schuhmann jr. vom TuS Charlottenburg in Berlin erkämpfte als Turner einige deutsche Meistertitel.

Bei den ersten Olympischen Spielen in Athen starteten noch keine Sportlerinnen. Mittlerweile ist für sie der Weg frei. Elena Brugger stehen alle Türen offen.

GV

Folge 104 (2016-12-01) 

Mit Kunstgriff

zum Erfolg

Die Hintergründe der

südbadener Dominanz

 

 

Drei Jahre nach den Weltmeisterschaften in Basel werden an diesem Wochenende in Stuttgart die WM-Titel im Hallenradsport in den Disziplinen Kunstfahren und Radball vergeben. Die Wettbewerbe in der Landeshauptstadt werden viele Zuschauer aus dem Bezirk verfolgen.

Bei der Basler WM 2013 war der RSV Herten zusammen mit dem Schweizer Verband Organisator. Vor dem WM-Hintergrund erlebte der RSV Herten in der Talentförderung einen Aufschwung.

Die Aktiven im Kunstfahren und im Radball bescherten dem Bezirk mit Titeln und Medaillen schon manche internationale Erfolge. Willi Eichin aus Haagen sowie Susanne Seifert und Kerstin Stark aus Lottstetten wurden Weltmeister, Anja Meyer aus Lörrach fuhr einen Europameister-Titel heraus.

Nach der aktiven Laufbahn machte die ehemalige WM-Zweite und WM-Dritte Sigrid Hupfer vom RSV Herten als Trainerin Karriere, beim nationalen Fachverband BDR wirkte sie zehn Jahre lang als Bundestrainerin für die Junioren-Nationalmannschaft.

Für die Stuttgarter WM qualifizierte sie für Südbaden ein Frauen-Zweier, der seit der Jugend nach Plänen von Sigrid Hupfer trainiert.

Die in Eimeldingen lebende Trainerin schließt nicht aus, dass Talente aus dem Bezirk wieder zur internationalen Spitze aufschließen können.

Der Erfolgsweg ist mit technischen Kunstgriffen, die zum Rüstzeug schon bei den Talenten zählen, garniert als Stilmittel der persönlichen Ausstrahlung.

Seit der ersten WM 1921 ist die Grifftechnik eine feste Größe. Vor 125 Jahren stand die Wiege des deutschen Hallenradsports in Berlin. Der RV Spandau feierte dieses Jubiläum vor einer Woche, gleichsam zur Einstimmung auf die Stuttgarter WM-Tage.

GV

Folge 103 (2016-11-24) 

Vom Schwarzwald in die Welt

Biathlon erst seit

56 Jahren olympisch

 

Olympiasieger und Weltmeister aus dem Schwarzwald – Skisportler wie Christl Cranz aus Freiburg und Georg Thoma aus Hinterzarten prägen seit Jahrzehnten den internationalen Ruf dieser Region in den alpinen und nordischen Disziplinen.

Im Vergleich zu den Skisport-Wettbewerben der „Alpinen“ (Abfahrt, Torlauf) und der „Nordischen“ (Langlauf, Springen, Kombination) mit der Olympiapremiere 1924 zählt Biathlon erst seit 1960 zum Olympiaprogramm.

Dabei reicht die Skigeschichte nach Angaben im „Sport-Brockhaus“ rund 5000 Jahre und nach Zentralasien zurück. Die Skijagd gehörte damals zum täglichen Überlebenskampf.

 

Die Geschichte des organisierten Skisports in Deutschland reicht gerade einmal über 100 Jahre zurück und führt in den Schwarzwald. In Todtnau wurde 1882 der SC Todtnau gegründet, der neben dem WSV Braunlage im Harz (Gründungsjahr ebenfalls 1882) als ältester Skisport-Verein in Deutschland gilt.

 

Die Todtnauer Initiative führte zum Landesverband Schwarzwald und zur Gründung nationaler Fachverbände in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der internationale Fachverband FIS wurde erst 1924 gegründet. Vor gut 50 Jahren war die FIS mit der Einführung der Weltcup-Serie Vorreiter für praktisch alle Sportarten im Sommer und Winter.

Sogar die ersten Olympischen Winterspiele der Sportgeschichte waren für 1916 im Schwarzwald geplant.

 

„Die Olympischen Sommerspiele 1916 (offiziell Spiele der VI. Olympiade genannt) wurden vom Internationalen Olympischen Komitee am 4. Juli 1912 nach Berlin vergeben. Das IOC gab der deutschen Hauptstadt den Vorzug gegenüber Alexandria, Amsterdam, Brüssel, Budapest und Cleveland.

IOC-Präsident Coubertin hatte Berlin favorisiert, denn er meinte, dies könne dazu beitragen, den drohenden Krieg zu verhindern. Dies glückte nicht, und die Deutschen sagten sogar – in Erwartung eines schnellen Sieges – die Spiele nicht sofort ab.

 

Wegen des Ersten Weltkriegs fielen die Spiele aus.

 

Wichtigste Neuerung wäre die Austragung einer olympischen Wintersportwoche (im Februar) gewesen. Vorgesehen waren Eiskunstlauf, Eisschnelllauf (Mehrkampf) und Eishockey sowie Nordischer Skisport (auszutragen im Schwarzwald) mit zwei Langlaufdisziplinen, Skispringen und Nordischer Kombination. Somit hätte es bereits 1916 einen ernsthaften Vorläufer der Olympischen Winterspiele gegeben.“ Wikipedia

 

Auch ohne diese Spiele eroberte der Skisport in organisierter Form vom Schwarzwald aus die Welt.

GV

Folge 102 (2016-11-17) 

Eine bunte Mischung

Turbine läuft wieder rund

 

Exmeister Turbine Potsdam und Titelverteidiger Bayern München rangieren in der Fußball-Bundesliga der Frauen auf den Plätzen eins und zwei. Auf Rang drei nach dem achten Spieltag: Der SC Freiburg als Verfolger Nummer eins.

Durch ein 2:1 im südbadischen Derby gegen den deutschen Pokalfinalisten SC Sand aus der Ortenau rückte der SCF in diese Position, die dem Team aus dem Breisgau momentan eine Spitzenrolle bietet. Der englische Trainer des SC Sand, Collin Bell, lobte deshalb auch die Freiburgerinnen: „Der Sportclub spielt derzeit neben Potsdam den schönsten Fußball der Liga. Freiburg ist vor allem offensiv sehr stark“. Collin Bell feierte einst als Trainer des 1. FFC Frankfurt nationale und internationale Erfolge. Sein Urteil hat deshalb Gewicht.

Beim SC Sand, mit einigen ehemaligen Spielerinnen des SC Freiburg im Aufgebot, will Trainer Bell eine feste Bundesliga-Größe formen. Neben 1899 Hoffenheim, dem dritten badischen Verein in der Frauen-Bundesliga, ist Sand der zweite sogenannte Dorfverein. Der Unterschied zu Hoffenheim: 1899 spielt auch noch in der Männer-Bundesliga.

Neben Freiburg und Hoffenheim sind in der Frauen-Bundesliga aus der Männer-Bundesliga noch Bayern München, VfLWolfsburg, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach vertreten.

 

Die Hälfte der zwölf Klubs in der Frauen-Bundesliga hat also die Männer-Bundesliga im Rücken. Reine Frauen-Vereine sind SC Sand, 1. FFC Frankfurt, Turbine Potsdam und USV Jena. Eine bunte Mischung mit drei badischen Farbtönen. Und einem SC Freiburg auf dem Vormarsch.

GV

Folge 101 (2016-11-10) 

Island und der

deutsche Handball

Folgt Gudmundsson auf Sigurdsson?

 

Nach EM-Gold und Olympia-Bronze in diesem Jahr will der Deutsche Handball-Bund (DHB) im Januar beim WM-Turnier in Frankreich zum ganz großen Wurf ansetzen. Die Nationalmannschaft peilt den dritten Weltmeistertitel nach 1978 und 2007 an.

 

Das nächste Ziel: Der Olympiasieg 2020 in Tokio.

Bis dahin läuft auch der Vertrag, den der DHB 2014 mit Dagur Sigurdsson als Bundestrainer geschlossen hat. Der Isländer ließ bei der Verpflichtung jedoch eine Hintertür offen. Eine Option ermöglicht es Sigurdsson, schon im Sommer nächsten Jahres aufzuhören. Dem Vernehmen nach will er nach Japan wechseln.

Mit dem Isländer Gudmundur Gudmundsson als Trainer wurde im Sommer in Rio de Janeiro Dänemark Olympiasieger vor Weltmeister Frankreich und dem deutschen Europameister. In dieser Woche beendete der Trainer aus Island überraschend seine Zusammenarbeit mit dem dänischen Verband.

 

Das eröffnet dem DHB die Chance, nach dem angedeuteten Weggang von Sigurdsson mit Gudmundsson erneut einen Trainer aus Island zu verpflichten. Der hat mit den Dänen gezeigt, dass ein Olympiasieg möglich ist. Und der beim DHB als Vizepräsident für den Leistungssport zuständige Bob Hanning sagt, dass als Bundestrainer nur beste Wahl zählt. Für Island spricht auch Alfred Gíslasson, der erfolgreiche Bundesligatrainer des deutschen Rekordmeisters THW Kiel.

Der deutsche Handball fährt gut mit Trainern aus Island. Sie verstehen ihr Handwerk.

 

Und: Erfolge mit der Nationalmannschaft wirken als Impuls der Talentförderung bis in die Bezirksvereine.

GV

Folge 100 (2016-11-03) Herzlichen Glückwunsch!

Jagd nach Rekorden

Joachim Löw will auch EM-Titel

 

Titel und Rekorde strebt Joachim Löw an, der dieser Tage den Vertrag als Bundestrainer mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorzeitig um zwei Jahre bis 2020 verlängert hat.

Der 56 Jahre alte Schwarzwälder, als Chef der Nationalmannschaft seit 2006 im Amt, zieht mit Helmut Schön gleich, der auf 14 Amtsjahre kam. Schön, der als einziger Bundestrainer die DFB-Auswahl zu einem EM und WM-Titel führte, hat Löw den EM-Sieg voraus. Löw, Weltmeistertrainer von 2014, könnte beim EM-Turnier 2020 mit Schön gleichziehen.

In der Rangliste der EM-Titel liegt die deutsche Nationalmannschaft mit Spanien (je 3) gleichauf. Beim WM-Turnier 2018 in Russland könnte Löws Mannschaft mit zwei Endspielsiegen hintereinander zu Italien und Brasilien aufschließen und mit dem Rekord-Weltmeister aus Südamerika (5 Titel) gleichziehen.

 

Die Sterne für Bundestrainer Joachim Löw stehen günstig. Beim Olympiaturnier im Sommer in Brasilien überzeugte die deutsche Mannschaft mit Trainer Horst Hrubesch durch den Gewinn der Silbermedaille. Einige dieser talentierten Spieler sind auf dem Sprung in die A-Nationalmannschaft, schon 2009 zeichnete sich DFB-Trainer Hrubesch als Zulieferer von Löw aus. Sechs Spieler, die damals Junioren-Europameister wurden, gehörten fünf Jahre später zum Stamm der Weltmeistermannschaft von Löw, der die Erfolgsspur weiter führte. Heute sind sich die Experten einig: Noch nie hatte der DFB so gut ausgebildete Talente in großer Zahl. Für Bundestrainer Joachim Löw Ansporn und Verpflichtung zugleich.

GV

FOLGE 99 (2016-10-27)

Heben mit Familie

Ziel der Gewichtheber: 1. Bundesliga

 

Der KSV 02 Lörrach ist im deutschen Gewichtheben nicht nur ein Traditionsverein, sondern auch ein Garant für internationale Erfolge. Trainer Herbert Riesterer führte einst Jörg Mazur (WM-Titel) und seine Tochter Monique Riesterer (EM-Titel) zu internationalen Erfolgen. Sein Sohn Mike Riesterer führt diesen Weg bei den „Null-Zweiern“ mit Tabea Tabel fort, die als Jugendliche schon für EM-Medaillen sorgte und bei den Aktiven schon WM-Starterin war.

Mike Riesterers Schwester Monique, die in Berlin verheiratet ist und mit der Familie in der Hauptstadt lebt, brachte es als Funktionärin im nationalen Fachverband bis zur Frauenreferentin.

Der KSV 02 Lörrach ist nicht nur bei den Riesterers eine Art Familienbetrieb, sondern ist es auch bei den Hubers. Theresa Huber ist nicht nur Vereinsvorsitzende, sondern steht auch dem Bezirk vor. Ehemann Thomas Huber wirkte im Landesverband als Jugendreferent. Sohn Moritz Huber, trainiert von Mike Riesterer, zählt im deutschen Verband zu den Athleten mit großen Perspektiven.

 

Und immer wieder zeichnet sich der KSV 02 Lörrach als Organisator von Meisterschaften aus. Dafür gibt es vom Landesverband und Bundesverband regelmäßig Bestnoten.

Mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga will sich der KSV 02 Lörrach im neuen Jahr selbst belohnen.

GV

FOLGE 98 (2016-10-13)

Jogi Löw und das Kunststück

Aber ein EM-Titel

fehlt noch

Bundestrainer Joachim Löw verfolgt mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ein großes Ziel. Nach dem Sieg 2014 in Brasilien will Löw 2018 in Russland mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum zweiten Mal hintereinander den WM-Titel gewinnen.

Im Land des viermaligen Weltmeisters schaffte dies noch kein Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft. In der WM-Geschichte seit 1930 gelang dieses Kunststück lediglich Italien (1934 und 1938) und Brasilien (1958 und 1962). Der italienische Nationaltrainer Vittorio Pozzo erreichte dabei als Doppelweltmeister Einmaligkeit. Auch ein Kunststück.

 

In den zehn Jahren als Bundes-Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft überflügelte Löw in der DFB-Rangliste auf Platz zwei Helmut Schön, der die DFB-Auswahl in 139 Länderspielen betreut hat. Mit den beiden WM-Qualifikationenspielen Anfang Oktober bringt es Löw auf 141 Einsätze. An der Spitze steht Sepp Herberger, der von 1936 bis 1964 auf 167 Länderspiele kam.

Helmut Schön ist der einzige Bundestrainer, der mit der deutschen Nationalmannschaft Europameister (1972) und Weltmeister (1974) wurde. Neben Herberger (1954), Schön und Löw gewann Franz Beckenbauer als Chef der Nationalmannschaft 1990 den WM-Titel. Beckenbauer führte als Aktiver und Kapitän die DFB-Auswahl zu Finalsiegen bei der EM 1972 und bei der WM 1974 im eigenen Land.

Wie Bundestrainer Schön 1972 wurden die DFB-Trainer Jupp Derwall 1980 und Berti Vogts 1996 mit der deutschen Auswahl Europameister. 2008 hatte Löw das EM-Finale in Wien gegen Spanien verloren. 

 

Ein EM-Titel fehlt also noch in der Sammlung von Bundestrainer Joachim Löw. Gemessen am WM-Turnier 2018 ist die EM 2020 für die Nationalmannschaft und ihren Chef ein Fernziel. Die Konzentration ist einzig und allein auf die nächste WM eingestellt.

GV

FOLGE 97 (2016-10-09)

 

Die Hoffnung auf Sauberkeit

Menschen und keine Maschinen

Der Leistungssport in Bund und Ländern wird neu aufgestellt. Über die Richtung sind sich das Bundesinnenministerium (BIM) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einig. Über Detailfragen wird noch verhandelt.

Fest steht hingegen schon, dass die Zahl der Olympiastützpunkte (OSP) von 19 auf 13 reduziert wird. Und die 204 Bundesstützpunkte (BSP) werden auf 170 herunter gefahren. Das bedeutet, dass von den vier OSP in Baden-Württemberg (Freiburg, Heidelberg, Stuttgart, Tauberbischofsheim) nicht alle überleben werden.

Nach dem derzeitigen Stand dürfte Freiburg am ehesten überleben. Für die Zukunft im Breisgau spricht, weil im OSP Freiburg der Behindertensport fest eingebunden ist. Von den Gewichthebern des KSV 02 Lörrach sind die Nationalkadermitglieder Moritz Huber und Markus Kemirow (beide OSP Heidelberg) und Tabea Tabel (BSP Leimen) betroffen.

Der Aufbruch im deutschen Hochleistungssport berührt auch die in Freiburg und auf dem Herzogenhorn angesiedelten Landesleistungszentren (LLZ) und Bundesleistungszentren (BLZ). Nicht zu vergessen die Freiburger Sportmedizin, die sich von den Tiefschlägen der jüngsten Vergangenheit langsam erholt.

Bei allen Kriterien des neuen Förderkonzepts im Hochleistungssport darf indessen eines nicht vernachlässigt werden: Es muss unbedingt gewährleistet sein, dass alles im wahrsten Sinne des Wortes sauber zugeht. Sonst verblasst der Glanz der Medaillen im Handumdrehen.

Im Mittelpunkt steht das Wohl der Athleten. Die Aktiven sind Menschen und keine Maschinen.

GV/Foto: Jens Büttner 

FOLGE 96 (2016-09-28)

Tradition

in Freiburg

und Leipzig

Keimzellen des

deutschen Fußballs

 

 

Zu den Nebenschauplätzen in der Fußball-Bundesliga zählt auch das Thema Traditionsverein oder Plastikklub. Aktueller Anlass: Aufsteiger RB Leipzig. Auch Mitaufsteiger SC Freiburg zählt unter Experten nicht gerade zu den Etablierten. Dabei sind die Städte Freiburg und Leipzig im deutschen Fußball Keimzellen. In Leipzig wurde 1900 der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gegründet, der VfB Leipzig gewann 1903 den ersten deutschen Meistertitel der DFB-Geschichte.

Der Freiburger FC, 1907 Deutscher Meister, wurde 1897 als erster Fußballverein in Baden gegründet und erspielte bereits 1898 als bester Verein überhaupt den Titel des süddeutschen Verbandes.

Vor dem Hintergrund der deutschen Fußballgeschichte sind RB Leipzig und der SC Freiburg Traditionsvereine erster Güte und nicht nur sportlich erstklassig. Derzeit tummeln sich viele Traditionsvereine in der 2. Bundesliga. München 1860, der 1. FC Nürnberg, der 1. FC Kaiserslautern, VfB Stuttgart. Alles Gründungsvereine der 1. Bundesliga und ehemalige Deutsche Meister. Ottmar Hitzfeld, der Lörracher Torjäger des FC Basel, stieg 1977 mit dem VfB Stuttgart in die deutsche Eliteklasse auf. Im letzten Heimspiel vor dem Aufstieg erzielte Hitzfeld beim 8:0 gegen Jahn Regensburg sechs Tore. „Das war mir fast peinlich“, erinnerte sich Hitzfeld, der sich natürlich auch freute, das Erstliga Ziel erreicht zu haben.

Nicht nur Ottmar Hitzfeld drückt dem VfB Stuttgart die Daumen. Auch das Länder-Derby gegen SC Freiburg steht auf dem Wunschzettel ganz oben.

GV

FOLGE 95 (2016-09-22)

Von Baden nach Bayern

SC Freiburg als Ausbildungsverein

 

Mit drei Meisterinnen des FC Bayern München wurde die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro Olympiasieger. Das Trio Melanie Behringer, Sara Däbritz und Melanie Leupolz verbindet nicht nur die Goldmedaille von Brasilien, sondern auch ihr badischer Bundesligaverein SC Freiburg.

 

Für die ersten Länderspiele nach dem Olympiaturnier nominierte die neue Bundestrainerin Steffi Jones mit Hasret Kayikci, Lina Maguli und Lena Petermann drei Spielerinnen des SC Freiburg. Möglicherweise wird auch dieses Trio eines Tages für einen anderen Verein spielen, den Spuren des Bayerntrios folgen.

Immerhin hat der SCF im Kader für die laufende Bundesligasaison drei Talente, die vom Sport-Club entdeckt und ausgebildet wurden. Wie bei den Männern macht sich der SC Freiburg auch bei den Frauen als Ausbildungsverein einen Namen. Davon profitiert in der Frauen-Bundesliga auch der südbadische SCF-Rivale SC Sand. Der Klub aus der Ortenau beschäftigt sechs ehemalige Freiburger Aktive, mit denen im Frühjahr sogar das deutsche Pokalfinale erreicht wurde. Im Halbfinale hatte Sand die SCF-Filiale FC Bayern ausgeschaltet.

 

Mit Behringer als Kapitän an der Spitze will der FC Bayern München nicht nur zum dritten Mal hintereinander den nationalen Titel gewinnen, sondern auch international in der Champions League zum Höhenflug ansetzen. Münchens Trainer Thomas Wörle: „Deshalb haben wir vor zwei Jahren auch Melanie verpflichtet“. Dank Melanie Behringer haben die „Freiburger Bayern“ viel vor. Der FCB in München, das heißt nicht nur Bayern, sondern auch ein wenig Baden. Die Münchner werden diesen Hintergrund leicht aushalten. Er ist ein nämlich ein Schwergewicht, das beim Höhenflug sogar Flügel verleiht.

GV

FOLGE 94 (2016-09-15)

Radsport außer Tritt

Impulse durch Tourfieber

Der deutsche Bahnvierer wurde in Rio de Janeiro Olympiafünfter.

Zuvor fuhr das Quartett sogar Weltrekord. Der Mannschaft gehörten

die Badener Kersten Thiele und Domenic Weinstein an. Wie die Straßen-Jungprofis Nico Denz und Jasha Sütterlin wurden Thiele und Weinstein mit dem Team Baden in der Junioren-Bundesliga von Landestrainer Michael Sievers für die Zukunft bei den Aktiven vorbereitet. Das Quartett holte sich die Qualität auch mit der Bundesligamannschaft Team Baden bei der Regio-Tour.

 

Mit Lobesworten quittierte der badische Landestrainer Michael Sievers (links) die Saisonleistung des deutschen Vizemeisters Nico Knab vom VBC Waldshut-Tiengen

 

Diese Zeiten sind vorbei. Landestrainer Sievers muss Fahrer für die Bundesligarennen jetzt mit der Lupe suchen. Es gibt in den Vereinen praktisch keine Fahrer mehr, weil Trainer fehlen. Als Fahrer noch vorhanden waren, wurden die Rennen immer weniger. Im Landesverband blieb Merdingen übrig, im Bezirk Hochrhein wird als einziges Rennen im Kreis Lörrach nur noch in Rheinfelden die Startflagge gesenkt.

 

Im nächsten Jahr wird die Tour de France in Düsseldorf gestartet. Der deutsche Verband BDR erhofft sich dadurch neue Impulse. Das Bundesliga-Finale Ende des Monats gilt auf dem Tourkurs im Rheinland als Generalprobe. Landestrainer Sievers und das Bundesligateam Baden wünschen sich vom Düsseldorfer Tourfieber einen Schub, damit der nationale Radsport im Straßenrennen wieder in Fahrt kommt.

Um die Straßen-Radrennen in Südbaden anzukurbeln, kann sich Landestrainer Sievers vorstellen, dass die Deutschland-Rundfahrt in der Grenzecke künftig Station macht. Wünschenswert für ihn auch ein Comeback einer Veranstaltung vom Format der Regio-Tour.

GV

Images: Gerhard Vögtler, Landeshauptstadt Düsseldorf

 

FOLGE 93 (2016-09-08)

 

Glücksfee und Glücksfall in Südwest

Olympiastützpunkt auf frischer Fahrt

Neue Ziele: Die nächsten Spiele in Korea (2018, Winter), Japan (2020, Sommer) und China (2022 Winter).

Die Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg und der Olympiastützpunkt (OSP) Freiburg-Schwarzwald besiegelten mit Blick in die Zukunft die Verlängerung ihrer Partnerschaft im Leistungszentrum auf dem Herzogenhorn. Dabei überraschte Toto-Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk den OSP-Chef Hans-Ulrich Wiedmann als Glücksfee. Die ehemalige Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Lörrach-Müllheim präsentierte auf dem Horn dem OSP-Leiter eine neue Fahrzeugflotte, bestehend aus fünf Transportern und einem Personenwagen.

 

Dabei erklärte Caspers-Merk, dass die Toto-Lotto-Gesellschaft den Sport im Land jährlich mit 60 Millionen Euro aus Wettmittelfonds unterstütze. Über diesen Förderbetrag freut sich auch die neue Präsidentin Elvira Menzer-Haasis vom Landessportverband (LSV) Baden-Württemberg.

Mit den Vorsitzenden der drei Landessportbünde in Baden-Württemberg wird die LSV-Präsidentin über die Entwicklung der Spitzensportkonzeption diskutieren. Mit Alfons Hörmann, dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), will sie die Zukunft der drei Olympiastützpunkte im Land klären.

Ein weites Feld für die Sportwissenschaftlerin mit der Erfahrung als Leistungssportlerin, Trainerin und Funktionärin im Haupt- und Ehrenamt.

Für den Sport im Land ist Menzer-Haasis, die Frau der Praxis und Theorie, ein Glücksfall. Eine ideale Besetzung der Rolle als LSV-Führungskraft.

GV

FOLGE 92 (2016-09-01)

Die große Sehnsucht

auf Schalke

Breel Embolo bekam sogar einen

eigenen Song - «Oh Embolo» 

Die Ferngläser der Fußballfreunde aus der badischen Grenzecke sind auf Schalke 04 gerichtet. Der Auslöser dieser Bundesliga-Sichtweise sind der Schweizer Nationalspieler Breel Embolo vom Meister FC Basel und der ehemalige deutsche Leichtathletikmeister Ruwen Faller vom TV Wehr.

Breel Donald Embolo wechselte zu Saisonbeginn zum deutschen Traditionsklub in Gelsenkirchen. Faller weilt schon seit 2011 auf Schalke.

Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld aus Lörrach merkte im „Blick“ an, der Transfer von Embolo sei zu früh erfolgt und erntete umgehend Kritik von Schalke-Manager Christian Heidel. Nach der Auftaktniederlage von Schalke 04 mit 0:1 bei Eintracht Frankfurt – Embolo wurde zur Zweiten Halbzeit eingewechselt – scheint Hitzfelds Einschätzung nicht ganz falsch zu sein.

 

Der neue Trainer Markus Weinzierl hat noch viel Arbeit vor sich. Für Faller, der vor fünf Jahren mit Ralf Rangnick zum FC Schalke 04 stieß, ist Weinzierl schon der sechste Cheftrainer. Athletiktrainer Faller „überlebte“ nicht nur Rangnick, sondern beispielsweise auch Huub Stevens und Roberto di Matteo.

 

Den letzten deutschen Meistertitel von insgesamt acht Erfolgen gab es 1958, also schon vor einer kleinen Ewigkeit. Weinzierl soll es jetzt mit dem Titelgewinn in der Bundesliga richten. Die Sehnsucht auf Schalke ist groß. Das weiß auch Faller.

Immerhin: Der Meisterlorbeer von „Ruwi“ ist noch vergleichsweise frisch.

GV

FOLGE 91 (2016-08-25)

 

Trendwende beim SC Freiburg

Zweitliga-Rekordmeister startet mit großen Hoffnungen

Mit einem Auswärtsspiel in Berlin gegen Hertha BSC beginnt der SC Freiburg am Sonntag seine 17. Bundesligasaison seit dem ersten Aufstieg 1993 in die Eliteklasse des deutschen Fußballs.

Der Sport-Club aus Freiburg nimmt die neue Bundesliga-Spielzeit als Rekordmeister der Zweitliga in Angriff. Viermal wurde der SCF Zweitliga-Erster und schaffte den fünften Sprung in die Eliteklasse. In der „ewigen“ Tabelle der 2. Bundesliga rangieren die Freiburger an sechster Stelle unter 125 Vereinen.

 

Erstligapremiere feierten die Breisgauer 1993 im Münchner Olympiastadion mit einem 1:3 gegen den FC Bayern. Das erste SCF-Bundesligator erzielte damals der ehemalige Lörracher FVL-Jugendspieler Oliver Freund, der 1992 im Berliner Olympiastadion mit Hannover 96 deutscher Pokalsieger geworden war.

 

Nach Bundesliga-Abstiegen verließen oft viele Stammspieler den SC Freiburg. Im vorigen Jahr war dies anders. Torjäger Nils Petersen blieb trotz Angeboten aus der 1. Bundesliga beim Sport-Club. Dies löste in Freiburg eine Trendwende aus. Der SC Freiburg konnte alle Spitzenkräfte halten.

In der Bundesliga-Gesamttabelle seit 1963 nimmt der SC Freiburg den 22. Platz unter 54 Klubs ein. Die Berliner Hertha ist nach 33 Erstligajahren Zwölfter.

In der Zweitligasaison 2015/16 war der SC Freiburg mit 16 ehemaligen Aktiven erstklassig – zwei Ex-Freiburger wirkten als Funktionäre bei Bundesligaklubs. Dadurch festigte der SCF seinen Ruf als Ausbildungsverein.

GV

Di                 25.04.2017 

Nr.            2.384 - 1.081

Aktualisierung        12:55

Übrigens,

 

… die Kriminalitätsstatistik ist da - daraus lassen sich folgende Meldungen machen, die beide stimmen:

 

1. Berlin immer schlimmer! Die Stadt ist jetzt mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner die gefährlichste deutsche Großstadt vor Leipzig (15.811) und Hannover (15.764). Der bisherige Spitzenreiter Frankfurt ist auf Platz 4 abgerutscht, bravste deutsche Großstadt ist München (7909).

 

2. Berlin immer sicherer! Die Stadt verzeichnet mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner relativ gesehen weniger Fälle als im Vorjahr (16.414). Die leichte Steigerung in absoluten Zahlen ist allein dem starken Wachstum Berlins geschuldet.

 

Jeder kann daraus machen, was Ihm politisch am besten in den Kram passt. Aber daran denken: Es handelt sich um die Zahlen für 2016. Es kann nur noch schlimmer werden.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 22.04.2017

1    11    12   19   25   32    SZ: 7

Spiel 77:  2152 168

 

Super 6: 437 607   

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1898 (2017-04-25) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Die IGA 2017 machte es möglich

Ein U-Bahnhof verlor seinen Namen

Ein neuer Blickfang an der Linie U5

BREAKING NEWS

Stand: 25.04.2017; 10.15 Uhr

 

International

 

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan reist nach Angaben seines Büros Mitte Mai zu US-Präsident Donald Trump nach Washington. Trump habe Erdoğan zu der Begegnung im Weißen Haus eingeladen.


Die schwedische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Lastwagen-Anschlag in Stockholm eine zweite verdächtige Person festgenommen.


Dass Emmanuel Macron im ersten Wahlgang mit seinen 24 Prozent die Nationalistin Marine Le Pen (sie kam auf 21,3 Prozent) übertraf, hat zwar bei allen EU-Befürwortern eine enorme Erleichterung ausgelöst, knapp darauf wurde man aber wieder von Sorgen heimgesucht – und zwar spätestens seit der Siegesrede, die Macron hielt. Ein Überhang an zum Teil peinlichen Leerfloskeln in dieser Rede wirft die Frage auf: kann dieser, ein wenig windig wirkende Dauerlächler auch noch die vierzehn Tage bis zur Stichwahl am 7.Mai erfolgreich überstehen? Aber diese Bedenken bezüglich der Konsistenz des parteilosen Jungstars (Macron ist mit 39 Jahren der jüngste Präsidentschaftskandidat) teilten auch schon vor dem ersten Wahlgang etliche Beobachter in Paris mit Ausnahme der Meinungsforscher, die seit Monaten Macrons Erfolgskurve unbeirrt wiedergaben.


In ersten Umfragen werden Macron für den zweiten Wahlgang am 7. Mai 62 Prozent der Stimmen gutgeschrieben, Le Pen 38 Prozent. Das ist einerseits ein klarer Abstand; er zeigt aber auch das Potenzial der bisherigen FN-Chefin, die in einem TV-Interview am Montagabend bekanntgab, sie werde den Parteivorsitz ruhend stellen, bis die Wahl geschlagen ist.


In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben Aktivisten zur Abschaffung eines Gesetzes aufgerufen, mit dem Vergewaltiger durch die Heirat mit ihrem Opfer einer Bestrafung entgehen können. Sie forderten die Parlamentarier am Samstag auf, bei einer anstehenden Beratung den umstrittenen Artikel 522 des Strafgesetzes abzuschaffen.

 

Die Lage ist ernst, diesmal aber wirklich. Bis Montag um 16 Uhr konnten die rund 12.000 Mitarbeiter über den Rettungsplan samt Jobabbau und Gehaltskürzungen abstimmen. An der Urabstimmung hatten sich rund 90 Prozent der Belegschaft beteiligt. Laut italienischen Medien überschritten die Nein-Stimmen im Laufe des Montag-Abend bereits die 50 Prozent-Marke. Damit dürfte Italiens größte Airline unter die Kontrolle eines Insolvenzverwalters gestellt werden.

 

Deutschland/Berlin

 

Angesichts der Zunahme von Gewalttaten in Deutschland fordert die Gewerkschaft der Polizei (GDP) von Bund und Ländern, das Personal bei den Sicherheitskräften und der Justiz massiv aufzustocken. Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern, müssten deutlich mehr Polizisten sichtbar auf der Straße unterwegs sein.

 

Ein geplantes Treffen des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel mit linken Menschenrechtsorganisationen während seines Antrittsbesuchs in Israel sorgt für Wirbel. Das israelische Fernsehen berichtete am Montagabend, Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erwäge deswegen eine Absage seines Gesprächs mit Gabriel am Dienstag. Der private Sender Channel 2 meldete, der Regierungschef habe seinen Gast aus Deutschland vor die Wahl gestellt, sich mit den Menschenrechtlern oder mit ihm zu treffen.

 

CSU-Chef Seehofer will entgegen früherer Ankündigungen über 2018 hinaus im Amt bleiben. Er will am Parteitag im November nun doch erneut als CSU-Chef kandidieren und im Herbst 2018 wieder als Spitzenkandidat in die Landtagswahl ziehen.

 

Sport

 

 

Fussball

 

Die U19-Mannschaft von Red Bull Salzburg hat am Montag den wichtigsten europäischen Nachwuchsbewerb auf Klubebene gewonnen. Das Nachwuchs-Team des österreichischen Fußball-Meisters setzte sich im Finale der UEFA Youth League in Nyon gegen Benfica Lissabon mit 2:1 (0:1) durch.

 

Zlatan Ibrahimovic denkt trotz seiner schweren Knieverletzung nicht an ein Karriereende. "Ich werde das durchstehen wie alles andere und sogar noch stärker zurückkommen", schrieb der schwedische Fußball-Superstar bei Instagram. Der Torjäger von Manchester United hat sich britischen Medien zufolge das vordere und hintere Kreuzband gerissen und wird daher wohl bis Jahresende ausfallen.

 

500 Pflichtspieltore von Messi für Barça in knapp 12 Jahren: Bei den Katalanen feiert man wieder einmal seinen Superstar.

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