LaptopwerkPlus
LaptopwerkPlus

 

KALLE-IDOSKOP

Da KHO nicht nur immer im JUDO-KELLER (wie seine Rubrik bisher hieß) sitzen möchte, sondern das zwar weiter, aber auch andere Sachen auf Lager hat, heißt die Kolumne ab 25. Mai 2012

KALLE-IDOSKOP

KHO - KARL-HEINZ OTTO - Sportjournalist aus Berlin, Judo-Experte

FOLGE 29 (2016-03-06)

Malta – Perle

im Mittelmeer

Sonne, Meer, viel Kultur

und Geschichte,

beeindruckende Architektur

Wer das reichlich mag, ist auf der Insel Malta mit seiner kleinen Schwester Gozo am richtigen Platz. Malta, der flächenmäßige kleinste Staat der Europäischen Union, ist eine Perle im Mittelmeer. Wenn alljährlich rund 1,3 Millionen Touristen das Land besuchen, dann braucht das Vorhergesagte vor allem in Wort und Bild eine Bestätigung. 

 

Milde Winter

 

Die Hauptinsel ist ganze 27 km lang und 14 km breit. Das sechs Kilometer nördlich entfernte Gozo bietet die Hälfte. Auf beiden Inseln leben rund 445 000 Menschen. Auf der ganz kleinen Nachbarinsel Comino sollen nach mündlichen Aussagen ein Mann und seine beiden Schwestern ihr Zuhause haben. Malta kann auch 300 Sonnenstunden verweisen. In den Monaten Januar und Februar liegt die Höchsttemperatur bei 16 Grad plus. Im Juli und August können es schon mal 40 Grad werden. Da gibt es im Norden schöne Sandstrände wie z. B. in Mellieha oder Paradise Bay und an der Ostküste. Schnee kennen die Malteser nicht. Nur einmal soll es ein Hagelgewitter gegeben haben, das eine rund fünf cm dicke Decke hinterlassen habe, informierte eine ortskundige Reisebegleiterin.    

 

Valletta und Victoria

 

Die Hauptstadt Maltas ist Valletta, wo sich auch der Regierungssitz befindet. Übrigens, Jean Parisot de la Valletta, Großmeister des Johanniterordens, war derjenige, der am 28. März 1566 den Grundstein für die Stadt legte (Foto unten).

 

Auf Gozo heißt die Hauptstadt Victoria. Beide Inseln sind durch einen bestens organisierten Fährschiff-Verkehr alle 45 Minuten verbunden. Die Fahrt dauert 20 Minuten. Überhaupt ist auf der Insel ein vielfältiger und pünktlicher Busverkehr für erschwingliche Preise organisiert, so dass man auch ohne Führung das Terrain kennenlernen kann. Wer sich mit Linksverkehr vertraut fühlt, kann sich auch ein Auto mieten. 

Trinkwasser ist knapp

 

Die Amtssprachen sind Englisch und Maltesisch. Letztere hat ihren Ursprung im Arabischen, aber letztendlich ist es ein Gemisch von italienisch, spanisch und französisch. Viele Einwohner sprechen auch italienisch wegen der Nähe zu Sizilien, von wo die Inselbewohner vor allem in der Hauptsaison mit Wasser aus Tankern versorgt werden. Ansonsten wird Wasser aus 100 m Tiefe gepumpt und durch Entsalzungsanlagen zu Trinkwasser umgewandelt. Wasserauffangbecken helfen vor allem der Landwirtschaft und den zahlreichen Gärten der Einwohner.  

 

Dicht besiedelter Felsen

 

Auf den felsigen Inseln Malta und Gozo – vorrangig Kalk- und Muschelkalkstein – leben auf einem Quadratkilometer 1346 Menschen (in Deutschland 230)! Sie nennen sich Malteser und Cozitaner. Dazu kommen auf Malta 17 000 Kühe und 1 800 Ziegen, eine beachtliche Kaninchenzucht gibt es auch. Im Süden ist der Fischfang im malerischen Dorf Marsaxlokk besonders beliebt. Thunfisch und Doraden werden bevorzugt. In der relativ kleinen Landwirtschaft wird Gemüse (Maltesisch Haschisch genannt) und Obst bevorzugt. Es gibt es z. B. dreimal jährlich eine Erdbeerernte. 

 

Ein katholisches Eiland

 

Rund 97 Prozent der Malteser sind katholischen Glaubens. Es gibt knapp 400 Kirchen und etwa 230 Priester. Fünfzig Prozent der Einwohner gehen regelmäßig in die Kirche. Es ist keine Kirchensteuer zu entrichten, sondern Spenden regeln den Alltag.

KHO

Images: KHO/Rainer Hößelbarth

FOLGE 28 (2016-02-27)

Berlin auch 2016 gefragte Judo-Stadt

Internationales Flair von Tokio

bis Rio Janeiro

Dass Berlin seit vielen Jahren auch eine Judo-Stadt geworden ist, lässt sich an den sportlichen Erfolgen und den zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben belegen. Athleten aus aller Welt von Tokio bis Rio sind regelmäßig bei den Europacup-Turnieren zu Gast.

 

Rio steht aktuell diesmal jedoch aus Berliner Sicht im Focus. Laura Vargas Koch (EBJC), Franziska Konitz (SV Berlin 200) und Sven Maresch (SC Berlin) haben die besten Chancen, die Flugkarten zu den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro zu buchen. Das Trio liegt in den jeweiligen Gewichtsklassen gut platziert. Es sollte sich in den verbleibenden letzten vier Qualifikations-Wettbewerben (einschließlich Europameisterschaften vom 21.-24. April in Kazan/Rußland) nicht mehr verdrängen lassen. 

Aktuell haben auch die Organisatoren ein Menge zu tun. Der Kalender des Landesverbandes zeigt mehrere Höhepunkte mit nationalem und internationalem Flair. Los geht es am 12./13. März mit dem Mondeo- und Knorr-Cup des SV Berlin 2000 (Blumberger Damm), dem U15-Ranglisten-Turnier des DJB. 

Am 16. April finden im Sportforum Berlin die 11. Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer über 30 Jahre statt. Der Verein „Kampfsportschule im Klostergarten“ (KiK) ist zum vierten Male Ausrichter.

Die Organisatoren hatten mit ihrer Initiative diesen Titelkampf überhaupt ins Leben gerufen und 2005 auch die Premiere ausgetragen. 2009 und 2012 war KiK erneut Gastgeber. Nun also wieder 2016. Die Ausschreibung ist auf der Homepage des Deutschen Judo-Bundes (unter Termine) veröffentlicht.

Zwei Wochen später am 30. April/1. Mai ist der Welt-Nachwuchs zum Europacup U18 im Sportforum zu Gast beim Ausrichter Judoverband Berlin.

Am 4./5. Juni steht der 21. Internationale TUZLA-Cup des AC Berlin auf dem Programm (Sporthalle Satre-Gymnasium Hellersdorf).

 

Schließlich findet am 30. und 31. Juli im Sportforum Berlin zum 25. Mal der Europacup U21 unter Regie des SC Berlin statt.

 

KHO

Images:Falk Scherf

FOLGE 27 (2016-02-25)

Eine deutsche Medaillen-Schmiede

Von Eric Frenzel bis Ulli Wehling Nordisch Kombiniert

Deutschlands Nordisch Kombinierte sind nicht erst in der Gegenwart das Maß aller Wettbewerbe. Dennoch ist ihre derzeitige Dominanz beeindruckend. Eric Frenzel, der überragende Nordisch Kombinierte der Saison erinnert an die großen Zeiten seiner Vorgänger als Einzel-Olympiasieger und zumeist Weltmeister von Georg Thoma (Hinterzarten/1960), Franz Keller (Nesselwang/1968), Ulrich Wehling (Oberwiesenthal/1972 -1980) und Georg Hettich (Furtwangen/2006).

Wehling steht für das Erzgebirge von wo auch Eric Frenzel stammt. Noch mehr. Auch nach 26 Jahren der Delegitimierung des DDR-Sports erinnert Frenzel an die großartige Förderung der jungen Generation vom Kinder- und Jugendsport über den Nachwuchsleistungssport bis zur Elite. Er selbst hat die Vorzüge der Kinder- und Jugendsportschule auch nach der Wende in Oberwiesenthal genossen als Absolvent des dortigen Sportinternats. Inzwischen ist der junge Mann Olympiasieger, Weltmeister und 30-facher Weltcuptriumphator. Drei olympische Medaillen, neun WM-Medaillen und der Hattrick im Gesamtweltcup ist die derzeitige beachtliches Bilanz. Auch wenn er kürzlich bei einem Weltcup mal nicht auf dem Podest stand, weil das Springen nicht klappte, wird ihm der Gesamtweltcup erneut nicht zu nehmen sein. Wenn heute ein Sportwissenschaftler aus Kaiserslautern die Rentabilität der Sportgymnasien – auch Eliteschulen genannt – in Frage stellt, dann zeigt dies, dass man nicht mal in der Lage ist, die erfolgreichen Erfahrungen des wissenschaftlich durchdachten DDR-Leistungssport richtig zu studieren, um sie wirkungsvoll zu übernehmen. 

Aber zurück zur Nordischen Kombination. Frenzel bewegt sich in den Spuren von Ulrich Wehling, Konrad Winkler, Andreas Kunz, Karl-Heinz Luck, Roland Weißpflog, Günter Deckert, Uwe Dotzauer, Gunter Schmieder, Uwe und Thomas Prenzel. Erinnert sei aber auch an Jens Weißflog und Sven Hannawald, die vor ihrer genialen Springer-Karriere ebenfalls Nordisch Kombinierte waren und die Kinder- und Jugendschulen absoviert hatten.

Absolvent der KJS war einst auch Ulrich Wehling, der nach wie vor alleiniger erfolgreichster Einzel-Olympiasieger ist mit seinen goldenen Jahren 1972, 1976 und 1980. Zwar wird er jetzt in der Olympia-Rangliste hinter dem Finnen Samppa Lajunen und dem Österreicher Felix Gottwald an dritter Stelle geführt, doch zu Wehlings Zeiten gab es nur eine Disziplin. Heute gehören Sprint, Verfolgung und Mannschaftswertung dazu. Übrigens hält Wehling noch einen Rekord. Er war 1972 in Sapporo mit 19 Jahren der jüngste Olympiasieger in der Nordischen Kombination. Ullis großes Wissen (er war zu DTSB-Zeiten WZ-Leiter in Leipzig und schließlich letzter DSLV-Präsident) hat der Internationale Skiverband zu nutzen gewusst. Wehling war ab 1992 bis vor zwei Jahren hauptamtlicher Renndirektor der FIS für die Nordische Kombination. Heute ist er Betriebsleiter des neuen Schweizer Nationalen Nordischen Skizentrums in Kandersteg. 

In die Reihe der erfolgreichen ostdeutschen Nordisch Kombinierten gehören auch der Annaberg-Buchholzer Tino Edelmann (Ol-Dritter und M-WM) und der Erlabrunner Björn Kircheisen (von 2002 bis 2010 vier Olympiamedaillen). Vergessen werden sollte auch nicht der Thüringer Ronny Ackermann (Weltmeister und Olympiazweiter). Ackermann gibt heute seine Erfahrungen als Trainer weiter, wie auch Konrad Winkler im österreichischen Saalfelden oder Joachim Winterlich (einst auch Weisflog-Trainer) aktuell in Bulgarien. Nicht vergessen sollte bleiben, dass die Klingenthaler Ralph Leonhard und Thomas Abratis sowie der Oberwiesenthaler Bernd Blechschmidt 1989 in Lahti als Mannschaft die letzte WM-Medaille (Bronze) der DDR-Nordisch-Kombinierten gewonnen haben.

Karl-Heinz Otto

 

© http://www.eric-frenzel.com, NNSK Kandersteg

FOLGE 26 (2015-09-13)

Einer, den man

nicht vergisst

Berlins Ruderer trauern um Achim Hill

Einer der ganz Großen des Berliner Rudersports und des DRSV der DDR, Achim Hill, weilt nicht mehr unter uns. Der erste olympische Rudermedaillengewinner des DDR-Sports wurde am 11. September in Alt-Glienicke beerdigt, nach dem der 80-Jährige am 4. August nach schwerer Krankheit verstorben war. Achim Hill, der seine größten sportlichen Erfolge als Einerfahrer erreichte, war 1960 und 1964 in Rom und Tokio jeweils hinter dem legendären sowjetischen Skuller Wjatscheslaw Iwanow Olympiazweiter geworden und belegte 1968 in Mexiko den 5. Rang. Darüber hinaus wurde er 1966 WM-Vierter und 1967 Europameister (erstmals vor Iwanow), Zwölfmal kam er zu DDR-Meisterehren, neunmal im Einer sowie dreimal im Doppelzweier bzw. Zweier ohne.

 

Der Verstorbene war Diplomingenieur im Institut für Schienenfahrzeuge und seit 1973 verheiratet mit der dreimaligen Europameisterin im Doppelzweier und neunfachen DDR-Meisterin Gisela Jäger (Hill). Über 150 Mitglieder der Berliner Ruderfamilie von seinem Verein Richtershorner RV Berlin (einst Motor Baumschulenweg), Familienangehörige, Ruderfreunde wie die olympischen Goldmedaillengewinner Heinz-Jürgen Bothe und Wolfgang Gunkel oder die erfolgreiche Rudertrainerin Rita Bludau (24 WM-Titel und 6 Olympiasiegerinnen), die unter ihrem Mädchennamen Schmidt mit Hills Ehefrau die drei EM-Titel im Doppelzweier gewonnen hatte. Sie alle verehren Achim Hill als ausgesprochen fairen Sportsmann, als Lehrmeister und Freund. Sie versprachen, sein Andenken in Ehren zu halten.

KHO

FOLGE 25 (2015-08-07)

Flach, flacher, journalistisch

Sportreportagen im Land von

Goethe und Schiller:

Trivialunterhaltung vom „Feinsten“

Es ist schon ein paar Wochen her. Ich las einige interessante Zeilen des Kollegen Detlef Hartlap in der Fernsehzeitungsbeilage Prisma, in denen es um den Pferdesport (Galopp) ging und den Wunsch, im TV mehr präsent zu sein.

Dort heißt es: „TV-Redakteure dürsten nach einfachen und für jedermann verständlichen Ereignissen. Die Bundesliga versteht jeder.- Wer versteht, was ein "Ausgleich II, Kategorie C" ist?“

Beim Fußball können viele mitreden, aber nur wenige haben etwas zu sagen!


Hochinteressant in Fußball-Deutschland. Da berichten bis zu acht Leute von einem Spiel, holen sich Leute ans Mikrofon, die noch außer Atem sind und dann Plattheiten von sich geben. Dieses Unterhaltungsspiel verdrängt alle olympischen und nicht nur diese Sportarten, bei denen man als Berichterstatter doch tatsächlich Ahnung haben muss. 

 

Wer kann schon einen dreifachen Rittberger im Eiskunstlauf erkennen? Wer weiß, was ein Uchi-Mata oder Seoi Nage im Judo, ein Flickflack im Turnen, eine Riposte im Fechten, ein Doppel-Nelson im Ringen oder ein Auerbach-Salto im Wasserspringen ist? 

 

Diese Palette lässt sich in anderen Sportarten weiterführen. Ganz abgesehen davon, dass die meisten TV-Kollegen, neben dummen Fragen (besonders beim Fußball!!), auffällig schlecht recherchieren und auch wenige der großen olympischen und Weltstars einzelner Sportarten kennen, über die sie reden.

In den Leitlinien des Sportjournalismus heißt es im Punkt 6 u.a. "Grundlagen der Arbeit sind sorgfältige Recherche, korrekte Wiedergabe von Zitaten und eine unmissverständliche Sprache." Und unter Punkt 7 steht z.B.: "Sportjournalist/innen setzen sich für journalistische Qualität ein...."

 

Doping – ein deutsch-deutsches

Phänomen, oder?

 

Da frage ich mich zum Beispiel, warum im deutschen Journalismus zum Thema Doping in der Bundesrepublik vor 1990 möglichst nicht recherchiert wird, obwohl ja mittlerweile bekannt ist, dass das BRD-Doping dem sogenannten Staatsdoping im DTSB der DDR nie nachstand. Die Tröpfchen aus Stuttgart und Freiburg sind schon wieder in Vergessenheit geraten. Prof. Werner Franke, internationaler Dopingexperte aus Heidelberg, sagte in einem Interview des Fachorgans "Sportjournalist": "Es ist eine ethische Verpflichtung für Journalisten, Aufklärung zu leisten."

Bezug nehmend auf Punkt 7 darf ich anmerken, dass ich da meine Zweifel habe, ob jemals wahrheitsgemäße Aufklärung erfolgt. Der leider verstorbene Kollege Harry Valèrien, der in den 1980er Jahren sich genau dieser Problematik angenommen hatte, sagte mir schon bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville zu unserem Berufsstand, dass er diesen neuen Sportjournalismus nicht mag und auf seine alten Tage da auch nicht mehr mitmachen wolle. Ich konnte ihm nur beipflichten.

KHO

FOLGE 24 (2015-05-26)

Montecatini Terme

Ein Gesundheits-Kleinod der Toskana 

 

Gelegen zwischen Florenz, der Hauptstadt der Toskana, und der wegen seines schiefen Turms weltberühmten Stadt Pisa liegt Montecatini Terme. Seit mehr als 600 Jahren sind die Thermen der Kleinstadt mit ihren aktuell knapp 20.000 Einwohnern eine begehrte Möglichkeit, sich durch vielfältige Trinkkuren und Wellnessangebote gesund zu erhalten. Nicht umsonst bezeichnen die Italiener den Ort als Hauptstadt der natürlichen Heilmethoden. 

 

Das nutzen alljährlich rund zwei Millionen Menschen aus aller Welt. Aus Deutschland zähle man 10.000 Erholungssuchende erfährt man von Stadtführern. Eingebettet in einem wunderschönen Park bieten die auch architektonisch interessanten Thermen Trinkkuren der verschiedensten inneren Erkrankungen an. Einen besonderen Aufenthalt genießt man in der imposanten Therme Tettuccio. 

 

Prachtvolle Architektur, unter Arkaden großflächige Kachelbilder und Theken aus Marmor, aus denen das Heilwasser fließt, laden bei Musik und einem Capuccino zum Verweilen ein.

 

 

Montecatini Terme hat seinen Ursprung in 290 m über dem Meeresspiegel – in Montecatini Alto. Die Altstadt ist gleichfalls ein beliebtes Ausflugsziel. Kunstgewerbeläden laden zum Stöbern ein, und bei schönem und warmem Wetter ist besonders am Abend der Blick auf die Thermestadt reizvoll. Bei viel Musik in und vor vielen Restaurants kann man vergnügliche Stunden verbringen. Erreicht wird sie u.a. mit der 1898 erbauten Seilbahn, die als älteste noch in Betrieb befindliche Seilbahn der Welt bezeichnet wird.

Die Bäderstadt war einst auch sehr gefragt bei großen Komponisten Italiens.

 

Besonders Guiseppe Verdi verbrachte im Sommer viel Freizeit in Montecatini Terme. Deshalb wurde die Hauptstraße entlang der Bäder nach ihm benannt. Zu Beginn verweist ein Denkmal und ein kleines Museum auf den Maestro. „Kollegen“ wie Giacomo Puccini, Gioacchino Rossini oder Richard Strauß seien ebenso begeistert von dem Ort gewesen.

Siehe auch "IM BILDE" vom 27. Mai 2015!

KHO  

FOLGE 23 (2015-04-20)

DIE WELT DES

JUGEND-JUDOSPORTS

KOMMT ANFANG MAI NACH BERLIN

Cadet European Judo Cup

am 2./3. Mai 2015

 

Judosport bester Qualität künftiger Olympioniken verspricht zum

wiederholten Male der Cadet European Judo Cup der Alters-

klasse U18 am 2. und 3. Mai in der großen Halle des Berliner

Sportforums in Hohenschönhausen Gemeldet haben über 600

Jugendliche aus mehr als 30 Nationen von vier Kontinenten.

Erstmals sind die Länder Südafrika, Ägypten, Tadshikistan und

Kirgisien vertreten. Erneut werden auch Mädchen und Jungen

aus dem Land der nächsten Olympischen Sommerspiele in Rio/

Brasilien um die Medaillen und Pokale kämpfen.

 

Für Europas Talente geht es um einen wichtigen Test im Hinblick

auf die bevorstehenden Kontinents-Meisterschaften vom 3. bis 5.

Juli in Sofia. Darüber hinaus finden in diesem Jahr auch noch die

Weltmeisterschaften vom 5. bis 9. August in Sarajevo statt. 

 

Schon in Berlin wollen sich die deutschen StarterInnen mit best-

möglichen Platzierungen ins Gespräch bringen. Darunter auch die

Athleten des Judo-Verbandes Berlin - der wiederum gute

Wettkampfbedingungen garantiert - mit den Deutschen Meistern

Paul Hinrichs (SC Lotos) und Daniel Zorn (BC RANDORI)

sowie weiteren DJB-Kadern.

 

Die Wettkämpfe beginnen an beiden Tagen jeweils 10.00 Uhr, die

Kämpfe um Platz drei und eins gegen 16.00 Uhr.

 

 

Karl-Heinz Otto

Medienverantwortlicher 

FOLGE 22 (2015-01-31)

Autogramme - Souvenirs - Andenken  

Als „Jäger und Sammler“

in der Welt des Sports 

Rainer Hille aus dem Leipziger Norden verblüfft seit Jahren mit seiner Leidenschaft, mit Sportlern, Trainern und Funktionären irgendwo in der Welt ins Gespräch zu kommen, aber vor allem, ihnen ein Autogramm abzuluxen. Oder er schreibt Landesverbände und Vereine an, um mit deren Hilfe die Autogramme zu erhalten. Nun hat er bereits wieder beachtliche Zuwachsraten zu verkünden. Mittlerweile besitzt er enorme 40.000 Namenszüge. In nahezu 50 Alben sind Europa- und Weltmeister, Olympiasieger und Medaillengewinner, aber auch IOC-Mitglieder, Weltcupgewinner und Landesmeister  fein säuberlich platziert.  Zumeist sind es Einzelpersonen, aber auch Mannschaften gehören dazu. Als begeisterter Fußball-Fan hat er die Mannschaftsfotos zumeist mit Namenszügen aller Kontrahenten der DDR-Mannschaften in Länderspielen und auch von Europacupvertretungen. 

 

Er lässt keine Sportart aus

 

Der 66-Jährige hat es mit seinen Sammlerfreuden auf knapp 34.000 Abzeichen in 140 Schaukästen, auf mehr als 3000 Stadionfotos, zig Wimpel, Gläser und Programme gebracht. Dafür richtete er im trauten Heim extra ein Zimmer ein.

Rainer Hille mit seinen Souvenir-Schätzen

Das Erstaunliche ist, dass der „Jäger und Sammler“ alle olympischen Sportarten erfasst hat. Fehlt mal die eine oder andere interessante Sportgröße, hilft ihm der Austausch mit Sammlerkollegen. Diese treffen sich seit 1985 in der Messestadt zur größten europäischen Sporttauschbörse, die alljährlich im Januar stattfindet. Über 300  seiner „Kollegen“ waren diesmal dabei – aus ganz Deutschland, aus Luxemburg, Spanien, der Schweiz, aus der Tschechischen Republik und aus Polen. Organisator ist Rainer Hille, dafür spannt er dann auch noch seine Frau Dagmar mit ein.

Dagmar und Rainer Hille im Januar 2015 auf der Leipziger Sammler-Börse 

Hille gehört zudem dem Vorstand der Interessengemeinschaft der Sammler von Fußballemblemen in Europa e.V. an.

 

Eintrittspreise kennt er nicht

 

Ob sein Hobby, zu den Veranstaltungen zu reisen, nicht zu sehr ins Geld geht, beantwortet er so: „Ich brauche keine Eintrittsgelder zu bezahlen, habe dafür einen Ausweis. Ansonsten versuche ich durch Verkauf von Abzeichen und Wimpeln, die ich doppelt oder mehrfach habe, die Benzinkosten zu decken.“ „Ich schreibe natürlich auch Sportler und Landesverbände an, deren Leistungen ich im Fernsehen verfolgt habe“, sagt Rainer Hille. Er habe auch von einigen Ländern Briefmarken, die er seinem Wunschbrief beilege, ebenso frankierte Briefumschläge. Aktuell im Blick hat er die Weltmeisterschaft im Hallenhockey vom 3. bis 8. Februar 2015. Da diese in der Messestadt ausgetragen wird, hält sich der Aufwand in Grenzen.

 

Alle Spieler von Real mussten antanzen

  

Begonnen habe seine Autogrammjäger-Tätigkeit 1966 in Leipzig. Damals spielten seine Lieblings-Fußballmannschaft Chemie Leipzig als DDR-Pokalsieger im Europacup gegen Standard Lüttich und der 1. FC Lok Leipzig im Zentralstadion im damaligen Messe-Pokal gegen Benfica Lissabon. Von da ab begann seine Leidenschaft, für die er nun als Rentner noch mehr Zeit hat. 

Rainer Hille (Dritter von links) am Anfang seiner Laufbahn zusammen mit der DDR-Auswahl beim UEFA-Turnier 1969 (ganz links „Dixi“ Dörner und Lothar Kurbjuweit). Die U18-Juniorenauswahl des DFV wurde in Leipzig durch Losentscheid im Finale gegen Bulgarien am 26.05.1969 nach einem 1:1 n. V. Silbermedaillengewinner

Der Ur-Leipziger kann auch eine Unmenge Episoden erzählen von seinen Reisen. „1968 war ich in Prag. Dort spielte Real Madrid. Ich war der einzige Sammler in einem Hotel am Wenzelsplatz. Da lud mich der damalige Präsident Santiago de Bernabeu zum Kaffee ein. Ich bekam alle Souvenirs, eine Eintrittskarte, und alle Spieler mussten am Tisch unterschreiben.“  Ein Besuch beim IOC in Lausanne und die Begegnung mit dem Präsidenten Samaranch hat Rainer Hille in besonderer Erinnerung. Die Namenszüge vom derzeitigen IOC-Chef Thomas Bach hat er natürlich auch – als Mannschafts-Olympiasieger im Fechten. 

 

Erwähnt sei zudem, dass Hille seit ein paar Jahren auch ein Sportjahrbuch zusammenstellt. Das von 2014 mit allen internationalen Ergebnissen von Winter- und  Sommersportarten.         

KHO/Siehe auch IM BILDE vom 31.01.2015

FOLGE 21 (2014-12-28)

Er ist zurück - der legendäre SC Dynamo Hoppegarten

Aus den Budofreunden sollen wieder 

Olympia-Judokas werden 

Die Jahresabschlussfeier beim bisherigen Budoverein Dynamo Hoppegarten gab den Anlass, nach Sport, Spiel und Gaumenschmaus ein Namensänderung im Beisein von Bürgermeister Karsten Knobbe offiziell bekannt zu geben.

 

Der Klub der Olympiasieger und Weltmeister

 

Der Verein heisst künftig wieder SC Dynamo Hoppegarten, so wie er von 1963 bis 1990 schon einmal bekannt war. Und das in aller Welt! Dafür hatten vor allem die Judokas gesorgt. Aus dem Klub kommen mit dem heutigen Männer-Bundestrainer Detlef Ultsch der erste deutsche Weltmeister und mit Dietmar Lorenz der erste deutsche Olympiasieger (1980) in diesem Sport. Dazu gehören auch  eine Vielzahl weiterer hochkarätiger Erfolge. Ultsch war WM-Titelträger 1979 (Paris) und 1983 (Moskau). In der russischen Metropole wurde auch Andreas Preschel Weltmeister. Lorenz war vor seinem Goldtriumph olympischer Bronzemedaillengewinner und u.a. auch viermal Europameister. Dietmar Hötger, kürzlich zum Ehrenbürger von Hoppegarten gekürt, war mit Bronze erster WM- und Olympiamedaillengewinner des DDR-Verbandes. Weitere olympische Medaillen sowie EM-Titel und WM-Medaillen holten andere Sportler. Z.B. Sven Loll. Der Olympiazweite von 1988 ist heute verantwortlicher Trainer in Niedersachsens Verband. Die Medaillenbilanz des Nachwuchses beeindruckt gleichermaßen.

 

Talentschmiede vor den Toren Berlins

 

Die Abteilung war einst aus dem SC Dynamo Berlin an den östlichen Stadtrand verlegt worden  und war nach 1990 einige Jahre wieder Außenstelle des SC Berlin, bevor 1996 die Gründung des Vereins Budofreunde Hoppegarten erfolgte. Inzwischen hat sich das Profil des Vereins wesentlich verändert. „Wir sind schon ein paar Jahre nicht mehr nur Verein für Judo, sondern es gibt zahlreiche neue Abteilungen wie Karate, Ringen, Turnen/Akrobatik, Tanzen, Gesundheitssport, Rehasport und Prävention“, sagte der umsichtige und vor Ideen sprühende Vereinsvorsitzende Volkmar Seidel. Dennoch sei Judo in dem mittlerweile rund 1500 Mitglieder zählenden Klub die zahlenmäßig stärkste Abteilung. Er selbst war früher ebenfalls Judoka (Braungurt) und Kampfrichter und erst in den 1990er Jahren nach Hoppegarten gekommen. Durch die Tochter fand er Bindung an den Verein, wurde 2000 Elternsprecher und 2002 Vorsitzender. Dank seiner Initiative und der Veranlagung, andere zu begeistern, entwickelte sich der Verein. Dabei fand er auch den Zuspruch der Gemeindevertretung, in der er inzwischen Mitglied ist.

 

Kindersport wird groß geschrieben

 

So gibt es in der 17000 Einwohner zählenden Großgemeinde mit drei Ortsteilen in allen Kindereinrichtungen Sportbetrieb, darüber hinaus noch Kooperationen mit acht  Schulen. Dazu gehören auch Berliner Schulen, weil der neue Klub noch einen anderen Namen angenommen hat: SC Dynamo Hoppegarten-Berlin, mit ausschließlich Judo. 

Volkmar Seidel, der stolze Vereinsvorsitzende des weltweit bekannten SC Dynamo Hoppegarten

Image: KHO

Seidel lässt nicht locker, will vor allem im Judo wieder einmal im Leistungsbereich Talente formen lassen. Mit Christian Bech, einst Berlins erfolgreicher Kampfrichterchef, Martin Schmidt, Ex-Europameister und Mister Bundesliga, sowie Thomas Rossius, Bundesligakämpfer beim SC Berlin und Trainer der Regionalliga-Mannschaft, stehen drei renomierte ehrenamtliche Trainer auf der Matte. „Aber ich brauche einen hauptamtlichen Judotrainer, weil wir mehr Zuwachs als Abgänge haben und die Mädchen und Jungen gut betreut werden müssen“,  unterstreicht Seidel und ergänzt:. „Wir wollen, dass die große sportliche Hoppegartener Tradition nicht vergessen wird, sondern Ansporn ist“.                                      

Karl-Heinz Otto

FOLGE 20 (2014-12-16)

Sportliche Weltklasse

in Marzahn

Erlebt im Berliner Sportmuseum Marzahn-Hellersdorf

Fast ein Dutzend Sportlerinnen und Sportler der absoluten Weltklasse, dazu Trainer mit Rang und Namen waren der Einladung von Wolfgang Turowski, dem Leiter des  imposanten Sportmuseums  im „Haus des Sports“ in Berlin-Marzahn/Hellersdorf kurz vor Weihnachten zu einem Wiedersehenstreffen gefolgt.

Er konnte elf einstige Stars aus neun Sportarten - Olympiasieger, Weltmeister und olympische Medaillengewinner par excellence sowie Trainer - begrüßen, von denen einige im Stadtbezirk groß geworden sind oder jetzt hier wohnen. Die Idee, ein solches bisher einzigartiges Treffen zu organisieren, fand der „Museumsmacher“ durch ein Buch von dem 2013 leider verstorbenen Berliner Sportenthusiasten Manfred Witter. „Sportliche Weltklasse“ heißt die im Vorjahr im thüringischen Wehry-Verlag erschienene Lektüre. Darin kommen 40 Sportstars aus ganz Deutschland zu Wort. Von der Hochspringerin Rosemarie Ackermann, die als erste Frau der Welt 1977 die 2,00 m überquerte, bis zum Eishockey-Idol Joachim Ziesche. Spannende und amüsante Anekdoten geben darin auch die einstigen BRD-Asse der Leichtathletik Heinz Fütterer, Manfred Germar oder Martin Lauer sowie die Wintersportler Georg und Dieter Thoma zum Besten.

Eiskunstlaufsternchen Christine Stüber-Errath, Weltmeisterin und Olympiadritte - auch bekannt als ehemalige Moderatorin aus der TV-Sendung „Außenseiter – Spitzenreiter“ führte in ihrer charmanten Art durch das Programm mit Unterhaltung, Musik und Tanz. Und sie interviewte die prominenten Gäste

Gekommen waren Wolfgang Behrendt, Box-Olympiasieger 1956, Birgit Radochla, Turn-Olympiazweite im Sprung und Mehrkampf-Vierte 1964, Dr. Thomas Köhler, Olympiasieger 1964 und 1968 im Rennschlittensport, Maritta Grießig (Bauerschmidt), Turn-Olympiadritte mit der DDR-Riege 1968, Joachim Ziesche, Eiskockey-EM-Dritter 1966, Olympiateilnehmer 1968 und bei acht WM dabei, Manuela Leupold (Groß), 1972 und 1976 mit Uwe Kagelmann Eiskunstlauf-Olympiadritte im Paarlaufen, Gunhild Hoffmeister, Olympiazweite über 1500 m 1972 und 1976 dazu Dritte über 800 m (1972), Reinhard Gust, 1970 mit dem Berliner Baby-Achter Ruderweltmeister und 1972 Olympiazweiter im Vierer mit Steuermann, Jacqueline Schubert (Börner), Mehrkampf-Weltmeisterin 1990 im  Eisschnelllauf, Olympiasiegerin 1992

über 1500 m.

Klaus Petersdorf überreicht Museumschef Wolfgang Turowski einen Erinnerungsteller vom Deutschen Fußball-Verband der DDR

Schließlich gehörten zu den Gästen auch Top-Trainer wie Joachim Franke, der weltweit erfolgreichste Eisschnelllauf-Trainer, dessen Schützlinge  u. a. 18 olympische Medaillen (9x Gold) und 23 WM-Titel errangen, Lutz Landgraf, Trainer des Turn-Olympiasiegers Andreas Wecker, Thomas Schubert, Eisschnelllauf -Trainer von Jacqueline Börner und Jenny Wolf, Klaus Petersdorf, früherer Olympia- und Nationaltrainer im Fußball. Letzterer trug eine Neuauflage des bisher nicht veröffentlichten „Rotkäppchen-Gedicht“ aus dem Nachlass seines verstorbenen Bruders Jochen, dem großartigen Satiriker, vor und strapazierte die Lachmuskeln der Zuhörer. 

Christine Stüber-Errath im Gespräch mit Joachim Franke, der dem Museum einen Eisschnelllauf-Rennanzug spendete

Manuela Leopold (Groß) erweiterte die Zahl der mehr als 5000 Exponate des Museum mit ihrem Originalkleidchen von Olympia 1976. 

Jacqueline Schubert (Börner) und Manuela Leupold (Groß) - Weltelite auf dem Eis

Für weihnachtliche Stimmung sorgten nicht nur ein üppiger Geschenkebasar und die erstmals im Sportmuseum eingesetzte Livemusik, sondern auch das Zusammentreffen von Überraschungsgast Jenny Wolf mit einem kleinen Fan aus ihrem Heimatbezirk Marzahn. 

Jenny Wolf beschenkt den jungen Eisflitzer Daniel Wolgast mit elf Autogrammkarten ihrer Karriere und einem Foto

Die Eisschnelllauf-Olympiazweite von 2010 und fünfmalige Sprint-Weltmeisterin war eine Woche zuvor aus Kanada angereist, um in Berlin für ihre außergewöhnliche sportliche Karriere geehrt zu werden. Gern hatte sie kurzfristig dem Anliegen der Veranstalter zugesagt, dem 12-jährigen Daniel Wolgast einen lang gehegten, großen Wunsch zu erfüllen.

Die Weltklasse kompakt - von rechts: Wolfgang Behrend, Joachim Ziesche, Manuela Leupold-Groß, Thomas Köhler, Klaus Petersdorf, Joachim Franke, Birgit Radochla, Jacqueline Schubert (Börner), Jenny Wolf, Christine Stüber-Errath, Gunhild Hoffmeister, Maritta Grießig (Bauerschmidt), Reinard Gust. Vorn in der Mitte der kleine Daniel, nicht auf dem Foto Lutz Landgraf 

Bliebe noch zu erwähnen, dass zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Spendengelder aus der Museumskasse diesen Jahresabschluss  ermöglichten, der seine Fortsetzung finden soll.

Karl-Heinz Otto

Images: Werner Ambrasat 

 

FOLGE 19 (2014-11-06)

Dinant – eine belgische Stadt mit Geschichte

Gezeichnet von  Monsieur Sax und seiner

genialen Erfindung

 

Am 06.11.1814 wurde Adolphe Sax (Antoine Joseph Sax ) in Dinant an der Maas geboren. Er studierte Flöte und Klarinette am Brüsseler Konservatorium. Schnell wurde er als begnadeter Klarinettist bekannt. Doch er war ehrgeizig und versuchte sich in der Instrumentenwerkstatt seines Vaters Charles-Joseph zunächst daran, die Klarinette und die Bassklarinette zu verbessern, was ihm auch gelingen sollte. Doch der Klang dieser Instrumente hatte ihm zuwenig Tragkraft. So begann er gegen 1840 mit dem Bau eines völlig neuartigen Instrumentes.

Saxwelt 

Mit zwei aktuellen Ereignissen der Geschichte wird der Besucher in der belgischen Stadt Dinant 2014 bekannt gemacht. Vor 200 Jahren am 6. November 1814 wurde hier der Erfinder des Saxophons – Adolphe Sax – geboren, und vor 100 Jahren im August 1914 erlebten die Einwohner eine fürchterliche deutsche Invasion während des 1.Weltkrieges. An beides wird eindrucksvoll erinnert.

 

Sax, der die meiste Zeit seines Lebens bis 1894 in Paris lebte, erfand in der französischen Metropole 1840 das Saxophon. Jenes Instrument, welches weltweit in allen Orchestern ob seiner Vielseitigkeit beliebt ist. Das Rohrblattinstrument mit einem oboenartigen Metallrohr und Klarinettenmundstück  ist in acht verschiedenen Größen und mehreren Stimmlagen konzipiert. 

Insgesamt 28 mehr als drei Meter hohe Riesen-Saxophone in den Farben der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erheben sich im Sax-Jubiläumsjahr 2014 auf der Maasbrücke in Dinant

Wer die Stadt Dinant betritt, wird auf der Brücke beim Überqueren der Maas von übergroßen bunten Saxophonen „begrüßt“ und gelangt zugleich zur imposanten Stiftskirche „Notre Dame de Dimont“ in der mit Tafeln und einem Glockenspiel auf die Invasion verwiesen wird, durch die vor 100 Jahren über 5000 Menschen ums Leben kamen. 

Zitadelle Dinant, 1818-1821 auf Veranlassung von Holländern errichtet. Steht auf einem Felsen 100 Meter über dem Niveau der Maas. Stiftskirche Notre-Dame de Dinant, erbaut vom 13. bis 14. Jahrhundert. Gilt als wichtiges Erbe der Wallonie

 

Bemerkenswert auch die gewaltige Zitatelle oberhalb der Kirche. Sie diente als Schutz vor Eindringlingen in die Innenstadt.

Dinant war einst ein wichtiger Handelsweg von Köln nach Paris und bekannt für seine Kupferschmiede.

KHO

FOLGE 18 (2014-10-28)

Seelenbinders Vermächtnis bleibt weiter aktuell

Vor 70 Jahren wurde der deutsche Antifaschist und Ringkämpfer ermordet

Berlin gedachte einem großen Sportler und Kämpfer gegen den Faschismus – Werner Seelenbinder. Anlässlich des 70. Jahrestages seiner Ermordung am 24. Oktober 1944. Werner Seelenbinder bleibt in den Köpfen und Herzen vor allem der deutschen Antifaschisten. An der Grabstätte in Berlin-Neukölln, im nach seinem Namen genannten Sportpark gedachten mehr als 100 Menschen aus Vereinen und Organisationen am 24. Oktober 2014  der  Ermordung des aufrechten Ringkampf-Sportlers, dessen beispielhafte Standhaftigkeit im Kampf gegen die faschistische Barbarei vor und während des 2. Weltkrieges noch heute so aktuell wie einst ist. Es war eine beeindruckende internationale Ehrung mit Antifaschisten aus der Tschechischen Republik und aus Polen. Teilnehmer waren zudem Mitglieder des DDR-Kabinetts aus Bochum. Erhard Richter, einst Generalsekretär des DDR-Ringerverbandes und jetzt Vorsitzender des Freundeskreises der Sportsenioren, der gemeinsam mit der  Leitung des Berliner VVN-Bundes der Antifaschisten die  Gedenkveranstaltung organisiert hatte, betonte, dass mit Werner Seelenbinder das Vermächtnis aller Hingerichteten in der Zeit des Faschismus geehrt werde.

Bevor die Teilnehmer am Gedenkstein Blumen niederlegten, erinnerte der letzte Präsident des erfolgreichen DDR-Ringerverbandes Dr. Alfred Borde an das vielfältige sportliche Leben von den Kindern bis zu den Erwachsenen  bei Turnieren und Meisterschaften, die den Namen Werner Seelenbinder trugen. Er und auch Dr. Hans Coppi, VVN-Landesvorsitzender, appellierten, dafür zu sorgen, das Vermächtnis des Ermordeten gerade in der heutigen Zeit, wo Kriege und faschistische Tendenzen aktuell sind, noch viel stärker zu thematisieren. Ex-Weltmeister Roland Gehrke, betonte, dass für ihn Werner Seelenbinder schon seit seiner Ringerlaufbahn immer ein Vorbild war.

Von rechts  Ex-Weltmeister Roland Gehrke, Dr. Alfred Borde, Erhard Richter, der Neuköllner Mitorganisator Frieder Böhne und das Schalmeienorchester "Fritz Weineck" Berlin-Neukölln

Images: KHO und privat

 

Der Name Seelenbinder und dessen mutiges Auftreten gegen Faschismus und Krieg ist nach wie vor in ostdeutschen Städten ein Begriff. Schulen in Apolda, Bad Lausick, Lübbenau und Zielitz tragen ihn. Im Berliner Europa-Sportpark, konkret innerhalb des Veledroms, das auf dem Gelände  der ehemaligen „Werner-Seelenbinder-Halle“ erbaut wurde, trägt eine Halle den Namen des mehrfachen Deutschen Meisters, EM-Medaillengewinners und Olympiavierten von 1936 im klassischen Ringkampf.

Das Schalmeien-Orchester „Fritz Weineck“ und der Arbeiter-und Veteranen-Chor von Berlin-Neukölln sorgten für die musikalische Untermalung, wobei alle Anwesenden in den Gesang von Kampfliedern mit einbezogen wurden.                 

Karl-Heinz Otto

FOLGE 17 (2014-03-25) in ZUsammenarbeit mit GÜNTER "TRONI" KURTZ

Oben: Das Goldene Band der Sportpresse Berlin/Brandenburg; unten: Michael Ballack und Ronny Ziesmer. Fotos: troni

Goldenes Band an Ronny Ziesmer und Michael Ballack

Berlin/Brandenburger Sportjournalisten verliehen traditionsreiche Auszeichnung

Für zwei Sportler von Format gab es am 22. März 2014 eine besondere Ehrung durch den Verband der Sportjournalisten Berlin-Brandenburg. Beide erhielten das „Goldene Band der Sportpresse“. Geehrt wurden im „Best Western Plus Hotel Steglitz International“ der ehemalige Turner Ronny Ziesmer aus Cottbus und der frühere Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft Michael Ballack aus Görlitz.


Sie waren von der Mitgliederversammlung des VDS BB ausgewählt worden. Es ist die älteste Sportauszeichnung Deutschlands, die 1927 erstmals von Berliner Sportjour-nalisten verliehen wurde. Das Duo erhielt das Band 130 und 131. Vor 87 Jahren waren die ersten Band-Träger der herausragende Jockey Otto Schmidt, Leichtathletik-Mittelstreckler Dr. Otto Peltzer, Olympia-Vierter mit der 4x400-m-Staffel 1932, und der Langstreckenschwimmer Ernst Vierkötter, der 20 Jahre lang Rekordhalter beim Durchschwimmen des Ärmelkanals war.

 

Der einstige Deutsche Mehrkampfmeister Ronny Ziesmer (34), der nach einem bösen Trainingsunfall in Vorbereitung auf Olympia 2004 querschnittsgelähmt ist und sich nur im Rollstuhl fortbewegen kann, hat die Sympathien nicht nur der Berliner Sportjournalisten, sondern über Deutschland hinaus wegen seines Lebensmutes. „Ich schaue nur nach vorn und nicht zurück. Schließlich bin ich nicht auf den Kopf gefallen, sondern 'nur' auf den Hals“, sagte er den Gästen der bestens organisierten Veranstaltung.

 

Er informierte, dass er sich intensiv auf die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro vorbereitet, um auf einem Handbike über 100 und 400 m zu starten. Dass er trotz seines Handicaps, nur bedingt seine Arme bewegen zu können, schon erstaunliche Fortschritte erzielte, unterstrich er bei seinen Teilnahmen am Berlin-Marathon. Ziesmer war auch journalistisch in Aktion, und zwar als Co-Kommentator für das ZDF bei den Turnübertragungen von Olympia 2012. „Einmal Leistungssportler, immer Leistungssportler“ lautet seine Devise.

 

Michael Ballack (37), absolvierte für Deutschland 98 Länderspiele. Er war jahrelang Kapitän der Nationalmannschaft und erhielt den Ehrennamen „Capitano“. Ballack war u. a. EM und WM-Zweiter, viermal Deutscher Meister mit verschiedenen Vereinen, einmal englischer Titelträger mit dem FC Chelsea und dreimal „Fußballer des Jahres“. In der Laudatio wurden sein fußballerisches Können und seine Führungsqualitäten hervorgehoben. Er habe sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und seine eigenen Ansprüche in den Hintergrund gerückt. „Zwar hat es für mich zu einem ganz großen Titel nie gereicht, aber ich möchte nichts in meiner sportlichen Laufbahn missen“, sagte er in aller Bescheidenheit. Besonders unvergessen sei der erste deutsche Meistertitel 1998 mit dem 1. FC Kaiserslautern, der seinerzeit gerade in die Bundesliga aufgestiegen war.

 

Anlässlich der Band-Ehrung freute sich Ballack über die Anwesenheit seines einstigen Trainer Jürgen Häubner, unter dessen Anleitung er mit der Knabenmannschaft des FC Karl-Marx-Stadt 1989 DDR-Vizemeister in der Halle geworden war.   Dass Michael Ballack auch heute noch fuß- und kopfballerisch auf der Höhe ist, ließ er bei einigen Ballwechseln mit dem Münchner Alfred Reindl erkennen, der im „Show act des Abends“ als einer der weltbesten Fußball-Akrobaten beeindruckende Tricks im Umgang mit dem Ball vorführte.

 

In einer filmischen Zusammenfassung wurden den Festteilnehmern in kurzen Passagen frühere Geehrte gezeigt: Sportgrößen aus vielen Sportarten. Die Liste aller mit dem „Goldenen Band“ Ausgezeichneten ist nachzulesen auf der Homepage des Berliner Verbandes: www.vdsbb.de.

Ein solches Band verdiente sich auch das Organisations-Trio Hanns Ostermann (1. Vorsitzender)

Lutz Grotehusmann (Schatzmeister) und Jürgen Holz (Ehrenmitglied des VDS BB). Sie hatten einen tollen Abend vorbereitet, nachdem jahrelang die Auszeichnung im Rahmen anderer Veranstaltungen stattgefunden hatte.                               Karl-Heinz Otto / Günter Kurtz

 

FOLGE 16 (2014-01-13)

Blicke in das Judo-Museum von Lothar Nest.

Fotos: privat

Ein wahres Judo-Nest

In Alt-Mariendorf das jüngste Berliner Sportmuseum

Das ist schon eine Reise wert: Berlin hat rund 170 Museen. Sie bewahren Wissen, Geschichte und Kunst in vielfältiger Weise. So widmet sich ein Trio speziell dem Sport – Olympiapark, in Berlin-Marzahn und in Alt-Mariendorf. Letzteres ist das jüngste und nur einer Sportart zu gewandt: Dem Judo-Sport.

 

Im Verein SC Lothar Nest ist es zu begutachten. Der gleichnamige Besitzer hat die Judowelt unter einem Dach zusammengetragen. Er hat die Geschichte dieses derzeit in 1975 von 193 Ländern der Erde betriebenen Sports in rund 12000 Exponaten mit Hilfe vieler Judoka, vorwiegend aus Deutschland, aber auch aus Nachbar-ländern dargestellt. Es zweifelsohne ein Weltmuseum!.

 

Lothar Nest legt Wert darauf legt, die Geschichte des schönen Sports nicht nur auf Deutschland zu beschränken, sondern auch den europäischen und den Welt-Judosport in den Blickpunkt zu stellen.Mittlerweile waren Sportgruppen und Einzel-Judoka aus Österreich, Australien, Polen, Japan, Frankreich, Südkorea und vielmals aus den Niederlanden zu Gast.

 

„Sie informieren sich nicht nur über die Geschichte des Judos und die vielen Weltklasse-Persönlichkeiten, sondern bringen auch immer Exponate für das Museum mit“, freut sich der „Direktor“. Und weil vom Deutschen und DDR-Meister bis zum EM und Weltchampion und den Olympiasiegern alle Infos vorhanden sind, hat sich auch die Europäische Union eingeschaltet.

 

EJU-Mediendirektor Hans van Essen will über den europäischen Verband die Aufmerksamkeit auf das einmalige Museum lenken und auch Exponate übergeben. Zu den Exponaten gehören Bilddokumente, eine Bibliothek, Statistiken, Medailen von EM.

,WM und Olympia (die Bronzemedaille von Deutschlands ersten Olympiasieger Dietmar Lorenz der Open-Klasse, die dieser im Halbschwergewicht gewann), Judogis (Anzüge) von Weltmeistern, Kano-Cup-Pokale, die nach dem Gründer des modernen Judosports Jigoro Kano benannt und so wertvoll wie WM-Medaillen sind, finden genauso Platz wie Plakate, Trophäen, Autogramme, Souvenirs und Judo-Briefmarken, die wohl in Deutschland Seltenheitswert haben.

 

Nicht nur Judofans, auch alle Sportenthusiasten sollten sich einen Besuch in Berlin Alt-Mariendorf 21 nahe der gleichnamigen U-Bahn-Station nicht entgehen lassen. Lothar Nest ist dabei ein kundiger Führer, der selbst an der Wiege des Judosports in Japan viele Monate verbracht und Insiderwissen hat. Telefonisch ist das Museum werktags unter der Nr. 030/705 41 28 oder per e-mail: www.lothar-nest.de zu erreichen.                                        

Karl-Heinz Otto

FOLGE 15 (2013-11-23)

FOTO: LWP Archiv

Noch ohne Ross und Reiter

Sicherlich gibt es derzeit im Wahl-Nach-Gerangel um Macht und Geld, um ja keine Posten zu verlieren, wichtigeres als Doping im Sport besonders von einst. Seit dem 22. September ist politischer Stillstand eingetreten. Auch für die Sport-Verantwortlichen der Regierung, des Deutschen Sportbundes und anderer Institutionen, die aufgerufen wurden, in Sachen Doping in der Bundesrepublik Deutschland vor 1990 und in der Gegenwart Stellung sowie Ehrlichkeit zu beziehen - mit Ross und Reiter.

 

Es wird abgelenkt

Kein Wort, auch in den Medien nicht, denen keine Argumente mehr einfallen, den westdeutschen Dopingsumpf trocken zu legen. Im Gegenteil. Die Diskriminierung des weltbekannten DDR-Sports, der in erster Linie auf Wissenschaftlichkeit und hohe Trainingsintensität beruhte, wird weiter herum gehackt. Es wird abgelenkt – gewollt, um die Unsauberkeit des westdeutschen Sportapparates zu vertuschen.

 

Selbst zahlreiche Erklärungen ehemaliger Sportler, dass sie nach Freiburg geschickt wurden, „unterstützende Mittel und ihre Wirkung“ auf zusätzliche Leistungssteigerung zu erhalten, stört weder den deutschen Sportausschuss noch den für Sport zuständigen Innenminister. Es scheint, die Bundesregierung lässt alles beim Alten“.

 

Scheinheiliges Argument

Der Historiker Giselher Spitzer, der nach der Wende den DDR-Sport anprangerte, jetzt aber in Auftrag die Studie „Doping in Deutschland von 1960 bis heute“ erarbeitete, fordert die Untersuchung einer Aktenvernichtung vor der Erstellung dieser Studie. Bestände, die 1991 noch im Bundesinstitut gewesen seien, wären vor Projektbeginn vernichtet worden. Die Kriminologin Letizia Paoli beschuldigt in einem Zeitungsinterview die Universität Freiburg, Dopingermittlungen zu behindern. Sie erfuhr auf Drängen, dass u. a. die gesamte Geschäftskor-respondenz des mit der Dopingstruktur fest verankerten westdeutschen Sports von Prof. Keul bei einer Abteilungsleiterin der Uni in ihrem Anwesen versteckt wurden.

 

Ja, selbst Funktionäre der Sportverbände blocken ab, sträuben sich, einem Anti-Dopinggesetz zuzustimmen, um nicht in die Verantwortung genommen zu werden, weil ja immer noch gedopt wird. Ihr scheinheiliges Argument: Die eigenverantwortliche Selbstschädigung sei nach deutschem Recht nicht strafbar. Es gäbe verfassungsrechtliche Bedenken.“ Die NADA wird in ihrem Bemühen, Doping einzuschränken, finanziell erheblich eingeschränkt.

 

Weiter Druck machen

Skisprung-Olympiasieger Hans-Georg Aschenbach, der einst selbst unterstützende Mittel einnahm, ehe er dann die DDR verließ, praktiziert in Freiburg und sagt, dass er mit ehemaligen westdeutschen Aktiven gesprochen habe und von ihnen erfahren habe, dass es „Dopingnester im Westen“ gab. Das ist zumindest teilweise ehrlich. Aber Leute, wie der jetzige IOC-Präsident Thomas Bach haben von nichts gewusst. Davon gibt es einige in der deutschen Führungsgilde.

 

Das Fazit kann nur lauten: Weiter Druck machen, auch wenn es wenig Unterstützung der Medien gibt, die ja jetzt selbst schweigen. Besser wäre, Anzeige erstatten von jenen DDR-Aktiven, Trainern, Sportmedizinern und Funktionären, die von der BRD-Justiz gebrandmarkt wurden.

Der Berliner Chirurg und Sportmediziner Dr. Heinz Wuschech, hat in seinem aktuellen Buch „Weißkittel und Wunderwaffe“ das Wahre geschrieben: „Ja, wir haben die Medizin in den Dienst des Sports gestellt, um Medaillen zu holen. Das erfolgte systematisch und folglich planmäßig. Aber es geschah nicht um jeden Preis und vor allem nicht, was unterstellt wird, vorsätzlich auf Kosten der Gesundheit unserer Athleten“.                                  Karl-Heinz Otto

Di                 25.04.2017 

Nr.            2.384 - 1.081

Aktualisierung        12:55

Übrigens,

 

… die Kriminalitätsstatistik ist da - daraus lassen sich folgende Meldungen machen, die beide stimmen:

 

1. Berlin immer schlimmer! Die Stadt ist jetzt mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner die gefährlichste deutsche Großstadt vor Leipzig (15.811) und Hannover (15.764). Der bisherige Spitzenreiter Frankfurt ist auf Platz 4 abgerutscht, bravste deutsche Großstadt ist München (7909).

 

2. Berlin immer sicherer! Die Stadt verzeichnet mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner relativ gesehen weniger Fälle als im Vorjahr (16.414). Die leichte Steigerung in absoluten Zahlen ist allein dem starken Wachstum Berlins geschuldet.

 

Jeder kann daraus machen, was Ihm politisch am besten in den Kram passt. Aber daran denken: Es handelt sich um die Zahlen für 2016. Es kann nur noch schlimmer werden.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 22.04.2017

1    11    12   19   25   32    SZ: 7

Spiel 77:  2152 168

 

Super 6: 437 607   

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1898 (2017-04-25) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Die IGA 2017 machte es möglich

Ein U-Bahnhof verlor seinen Namen

Ein neuer Blickfang an der Linie U5

BREAKING NEWS

Stand: 25.04.2017; 10.15 Uhr

 

International

 

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan reist nach Angaben seines Büros Mitte Mai zu US-Präsident Donald Trump nach Washington. Trump habe Erdoğan zu der Begegnung im Weißen Haus eingeladen.


Die schwedische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Lastwagen-Anschlag in Stockholm eine zweite verdächtige Person festgenommen.


Dass Emmanuel Macron im ersten Wahlgang mit seinen 24 Prozent die Nationalistin Marine Le Pen (sie kam auf 21,3 Prozent) übertraf, hat zwar bei allen EU-Befürwortern eine enorme Erleichterung ausgelöst, knapp darauf wurde man aber wieder von Sorgen heimgesucht – und zwar spätestens seit der Siegesrede, die Macron hielt. Ein Überhang an zum Teil peinlichen Leerfloskeln in dieser Rede wirft die Frage auf: kann dieser, ein wenig windig wirkende Dauerlächler auch noch die vierzehn Tage bis zur Stichwahl am 7.Mai erfolgreich überstehen? Aber diese Bedenken bezüglich der Konsistenz des parteilosen Jungstars (Macron ist mit 39 Jahren der jüngste Präsidentschaftskandidat) teilten auch schon vor dem ersten Wahlgang etliche Beobachter in Paris mit Ausnahme der Meinungsforscher, die seit Monaten Macrons Erfolgskurve unbeirrt wiedergaben.


In ersten Umfragen werden Macron für den zweiten Wahlgang am 7. Mai 62 Prozent der Stimmen gutgeschrieben, Le Pen 38 Prozent. Das ist einerseits ein klarer Abstand; er zeigt aber auch das Potenzial der bisherigen FN-Chefin, die in einem TV-Interview am Montagabend bekanntgab, sie werde den Parteivorsitz ruhend stellen, bis die Wahl geschlagen ist.


In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben Aktivisten zur Abschaffung eines Gesetzes aufgerufen, mit dem Vergewaltiger durch die Heirat mit ihrem Opfer einer Bestrafung entgehen können. Sie forderten die Parlamentarier am Samstag auf, bei einer anstehenden Beratung den umstrittenen Artikel 522 des Strafgesetzes abzuschaffen.

 

Die Lage ist ernst, diesmal aber wirklich. Bis Montag um 16 Uhr konnten die rund 12.000 Mitarbeiter über den Rettungsplan samt Jobabbau und Gehaltskürzungen abstimmen. An der Urabstimmung hatten sich rund 90 Prozent der Belegschaft beteiligt. Laut italienischen Medien überschritten die Nein-Stimmen im Laufe des Montag-Abend bereits die 50 Prozent-Marke. Damit dürfte Italiens größte Airline unter die Kontrolle eines Insolvenzverwalters gestellt werden.

 

Deutschland/Berlin

 

Angesichts der Zunahme von Gewalttaten in Deutschland fordert die Gewerkschaft der Polizei (GDP) von Bund und Ländern, das Personal bei den Sicherheitskräften und der Justiz massiv aufzustocken. Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern, müssten deutlich mehr Polizisten sichtbar auf der Straße unterwegs sein.

 

Ein geplantes Treffen des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel mit linken Menschenrechtsorganisationen während seines Antrittsbesuchs in Israel sorgt für Wirbel. Das israelische Fernsehen berichtete am Montagabend, Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erwäge deswegen eine Absage seines Gesprächs mit Gabriel am Dienstag. Der private Sender Channel 2 meldete, der Regierungschef habe seinen Gast aus Deutschland vor die Wahl gestellt, sich mit den Menschenrechtlern oder mit ihm zu treffen.

 

CSU-Chef Seehofer will entgegen früherer Ankündigungen über 2018 hinaus im Amt bleiben. Er will am Parteitag im November nun doch erneut als CSU-Chef kandidieren und im Herbst 2018 wieder als Spitzenkandidat in die Landtagswahl ziehen.

 

Sport

 

 

Fussball

 

Die U19-Mannschaft von Red Bull Salzburg hat am Montag den wichtigsten europäischen Nachwuchsbewerb auf Klubebene gewonnen. Das Nachwuchs-Team des österreichischen Fußball-Meisters setzte sich im Finale der UEFA Youth League in Nyon gegen Benfica Lissabon mit 2:1 (0:1) durch.

 

Zlatan Ibrahimovic denkt trotz seiner schweren Knieverletzung nicht an ein Karriereende. "Ich werde das durchstehen wie alles andere und sogar noch stärker zurückkommen", schrieb der schwedische Fußball-Superstar bei Instagram. Der Torjäger von Manchester United hat sich britischen Medien zufolge das vordere und hintere Kreuzband gerissen und wird daher wohl bis Jahresende ausfallen.

 

500 Pflichtspieltore von Messi für Barça in knapp 12 Jahren: Bei den Katalanen feiert man wieder einmal seinen Superstar.

Profiwissen für den privaten Bauherrn

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© laptopwerk

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.