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MOSEREIEN

ZUR PERSON

2011-04-12 (34 STAHLBIEGEGUINNESSREKORDL[...]
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THORSTEN MOSER

IT-Consultant aus Ennigerloh (NRW),Griffkraftsportler und Steinheber, Guinnessrekordler

AUS DER BIOGRAPHIE.doc
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MOSEREI 20 (2013-11-08)

Mosers Steinzeit: Schweden

Das Steinheben nahm in früheren Jahren einen immensen Stellenwert im Leben der Schweden ein. Der Brauch ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Viele der historischen Steine (u.a. "lyftesten" / "drängasten" genannt), gelten als verloren aber es sind immer noch etliche Steine vorhanden, die nur darauf warten gehoben zu werden. 

Test für Drängasten

Durch Heben dieser Steine erprobten die schwedischen Jugendlichen und Männer ihre Kräfte um „den Stärksten“ unter sich zu ermitteln, um eine Rangfolge / Hierarchie innerhalb einer Gruppe zu bilden oder einfach nur zum Spaß - bei Kirchgängen, zu Midsommar oder auch sehr beliebt war das Steinheben vor Gaststätten. Oftmals war es so, dass nachdem der Hebestein erfolgreich vor der Gaststätte gehoben wurde, der nächste Drink auf den Wirt ging.

Interessant sind auch die Überlieferungen, dass damals die schwedischen Farmbesitzer (typischerweise in Småland) einen oder mehrere „Drängasten“ in ihrem Besitz hatten und sie diesen Stein dann den Bewerber für Feldarbeitsplätze heben ließen. Dies diente ihnen als Test, um festzustellen, ob der Bewerber auch den schwierigen Anforderungen eines Farmarbeiters gewachsen sei.

Smàländische Antiquitäten

Es gibt aber noch viele andere Hinweise und Aussagen darüber wann und warum Steine in Schweden gehoben wurden. Der typische schwedische Hebestein war rund oder eiförmig. Es gab, beziehungsweise gibt aber auch noch viele andere Formen von Hebesteinen in Schweden.

Schwedischer Hebstein mit etwa 110 kg Gewicht

Fast perfekt gerundeter Stein - 123 kg

Einer der wohl traditionsreichsten Hebesteine Schwedens (siehe Foto unten) wurde bereits in sehr frühen Schriften genannt. Die Geschichten und Legenden die sich um ihn ranken, wurden für die Nachwelt niedergeschrieben und blieben somit erhalten. Eine Geschichte, gemäß Peter Rudebecks Buch "Småländische Antiquitäten" besagt, dass der Stein ein Monument aus uralten Zeiten des Heidentums sei, welcher eine merkwürdige und seltsame Bedeutung hatte und von sonderbarer Natur war.

Der Hebestein war manchmal so schwer, dass keiner ihn bewegen konnte. Ein andermal hingegen war er so leicht, dass man ihn hintragen konnte wohin es einem beliebte. Der Stein liegt immer noch auf dem Kirchweg zwischen den Höfen, Nahe einem schwedischen Dorf und  weiterhin versuchen Kirchgänger, wie auch andere Leute, den Stein zu heben.

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MOSEREI 19 (2013-09-25)

Sogar unser Guinnessrekord-Kraftmensch und Laptopwerker Thorsten Moser (Bild oben Mitte) wirkte mit!!! 

Fotos Archiv  Moser

"The Strongman" in Neubeckum

Im Rahmen des „Beckumer Kultursommer 2013“ fand Ende August auf dem Rathausvorplatz unserer Nachbarstadt Neubeckum eine Open-Air-Theateraufführung des westenglischen Ensembles Bash Street Theatre statt. Das Straßentheater entführte an dem lauen Sommerabend die anwesenden Gäste gekonnt mit Pantomime und Artistik in die damalige Stummfilmzeit.

 

The Strongman“ erzählt die Geschichte von einem Wanderzirkus, der durch den Tod seines ursprünglichen „Strongman“ vor beinahe unlösbare Aufgaben gestellt wird. Was tun? So schnell als möglich muss ein neuer „Kraftmensch“ her. Der Circus machte sich also auf die Suche und fand einen Interessenten.

 

Einen nicht sonderlich kräftig gebauten und durch Simon Pullum gespielten Reisenden, der eher zufällig auf das Schild des Circus aufmerksam wird. Schnell erobert er im Folgenden das Herz der Circusfrau (Jojo Pickering), die ihn gerne „vom Fleck weg“ als neuen Strongman verpflichten will. Der böse Circusdirector (durch Alan Conlon gespielt) hingegen versucht dies mit allen Mitteln zu verhindern. Schlussendlich gelingt dem „Strongman“ in einem atemberaubenden Finale die riesige „unhebbare Hantel“ seines Vorgängers zu stemmen und das Herz der Circusfrau zu erobern.

 

Begleitet wurde das grandiose Stummfilmtheater, wie zu Chaplins Zeiten, durch die so typische Klaviermusik.

 

BRAVO!

 

…und Danke liebes „Bash Street Theatre“ für einen tollen Abend und dieses tolle Erlebnis!

 

 

MOSEREI 18 (2013-07-07)

Die "Rhine Area Pipes & Drums". Foto: Moser

Bei Klängen der Pipe Band

Bereits zum neunten Mal fanden am 6.Juli die Hammer Highland Games am Brauhof Wilshaus statt. Bewusst veranstaltete der 1. Hammer Highland Games Verein 08 e.V. die Games dieses Mal nur mit Amateur- bezie-

hungsweise Hobbyteams, also mit Mannschaften, die bisher noch keine oder sehr wenig Berührungspunkte mit den schottischen Spielen hatten.


Angetreten wurde in Teams zu 6 Personen um die Kräfte in den unterschiedlichsten Disziplinen der schottischen Highland Games zu messen. Die Klänge der Pipe Band „Rhine Area Pipes & Drums begleiteten die Spiele und hauchten ihnen ein Gefühl von Schottland ein.

 

Voller Spaß und sportlichem Ehrgeiz legten die Neulinge gute Leistungen im Gewichtshoch- und Gewichtsweitwurf, Hammerwurf, Steinstoßen, Baumstammüberschlag, Baumstammslalomlauf, Tauziehen, Strohsackhochwurf und im Steinheben ab. Es ist zu hoffen, dass auch in Zukunft Steine, Baumstämme und Hämmer in Hamm fliegen werden.

 

Es juckt mich gewaltig in den Fingern, Händen und im ganzen Körper wenn ich die Jungs da kämpfen sehe...am liebsten hätte ich die Kamera ins Auto gebracht und hätte auch einen Stein gehoben oder einen Baumstamm "gedreht".

MOSEREI 17 (2013-07-05)

MOSERS Steinzeit: Schottland

Krafttests und körperliche Wettkämpfe, welche anhand von verschiedensten Übungen und Disziplinen - die damals die Grundlage der noch kommenden „Highland Games“ bilden sollten - durchgeführt wurden, waren für die junge Schotten ideal um ihre Körperkraft untereinander zu messen.

 

 

Starke Schotten schulterten Steine


Einer dieser körperlichen Wettkämpfe war das Heben von schweren Steinen. Das Steinheben war in den Highlands sehr beliebt und verbreitet. Das Heben von Steinen wurde auf verschiedenste Art und Weise praktiziert – je nach Lokation. Auch die Gründe und die jeweiligen Motivationen des schottischen Steinhe-

bens waren durchaus unterschiedlich.


Manche Steine wurden von den starken Highlandern auf einen Sockel oder eine Mauer gehoben, andere Steine wiederum waren so schwer, dass diese nur vom Boden angehoben werden mussten um als erfolgreich gehoben zu gelten. Leichtere Steine hingegen wurden auf Hüft- oder auf Brusthöhe gehoben. Ganz starke Schotten konnten die Steine gar schultern oder liefen eine gewisse Distanz mit ihnen.

 

Jeder Clan seine eigenen Steine


Steine wurden oftmals zu Wettkampf-

zwecken gehoben – einfach um zu entscheiden wer der Stärkste im Clan ist. Mache Steine hingegen wurden als Art Ritual gehoben um zu beweisen, dass man nun kein „schwächlicher Jüngling“ mehr sei, sondern von nun an als ganzer Mann durchgeht oder um zu belegen, dass man nun befähigt sei, den Bund der Ehe einzugehen - Beweggründe gab es zu Hauf. Die Hebesteine hatten unterschied-

lichste Formen und variierten auch im Gewicht.

 

Die damaligen Clans hatten oftmals ihre eigenen Hebesteine an denen man sich messen konnte. Über Generationen hinweg verblieb der Stein in Clan Besitz. Vereinzelte kann man noch traditionelle Hebesteine vor Kirchen finden - nach dem Gottesdienst wurden die Ärmel hochgekrempelt und es wurde der Stärkste ermittelt. Auch vor Pubs gab es die Möglichkeit sich mit anderen zu messen. Wurde der Stein gehoben, so gestand der Pubbesitzer dem Sieger ein Freigetränk seiner Wahl zu.

 

 

„Inver Stone“


Einer der wohl bekanntesten schottischen Steine ist der sogenannte „Inver Stone“ in Royal Deeside, Aberdeenshire. Der 265 lb. schwere Stein liegt seit 1947 auf dem Privatgrundstück der Familie Richards in Crathie (Scottish Gaelic: Craichidh). Anfang des 20. Jahrhunderts hob der berühmte A. A. Cameron besagten Stein.

 

Der Spartan Club of Aberdeen beschloss Anfang der 1960er die Tradition des schottischen Steinheben und den Inver Stone im speziellen einer breiteren Masse vorzustellen. Der Stein wurde nach Glasgow in die Kelvin Hall für ein Indoor Festival gebracht. Später kam er auch bei einigen Highland Games Wettkämpfen zum Einsatz, so zum Beispiel in den 1960er Jahren bei den „Braemar Highland Games“ wo alle „Heavies“ ihn heben konnten.

 

„Testing Stone of the Fianna“

 

Einer der traditionsreichsten schottischen Hebesteine ist allerdings der sogenannte „Testing Stone of the Fianna“ (Bodach a Chraig Fianna). Der Stein befindet sich im wunderschönen Glen Lyon, Perthshire. Er hat die Form einer Art „abgerundeten Pyramide“ und wiegt geschätzte 300 lb. Der Test ist es, den Stein vom Rasen anzuheben und auf einem flachen Steinsockel abzulegen. Dieser Sockel ist etwa 20 cm hoch und liegt auf einer Anhöhe auf der Wiese, was einen festen und stabilen Stand sehr schwierig macht! Hört sich nicht schwer an, ist es aber.

Sehr schwer sogar – vor Allem wenn das Gras nass ist. Erschwerend kommt hinzu, dass der Stein aufgrund seiner Form sehr unhandlich und seine Oberfläche dazu noch sehr glatt ist, so dass es sehr schwer für den Athleten ist, einen festen Griff auf den Stein zu bekommen. Die zuvor angesprochen Pyramidenform des Steines tut ihr Übriges. Die Legende besagt, dass wer den Stein anheben und auf der Plattform absetzen konnte, als ein Elitekrieger der Fionn akzeptiert wurde. Dies ist bis dato der einzige Stein der innerhalb der Organisation "The Royal Commission on the Ancient and Historical Monuments of Scotland" gelistet wird.    

„Dalwhinnie Stone“ 

 

 

Ein weiterer bekannter Hebestein liegt in Dalwhinnie, Inverness-shire. Whiskyliebhaber werden den Ort in den Highlands kennen und lieben. Die Dalwhinnie-Destillerie ist die höchstgelegene produzierende Destillerie Schottlands. Dalwhinnie liegt an der A9, nördlich des Loch Ericht. Dort, vor dem Hotel Loch Ericht / Dalwhinnie Inn Hotel, liegt der ovale „Dalwhinnie Stone“ mit einem Gewicht von 240 lb. Er kam in der Vergangenheit ebenfalls sehr oft bei Highland Games zum Einsatz und ist ein sehr beliebter Hebestein der traditionsbewussten Steinheber.

 

„Dalness Stone“

Inmitten atemberaubender Natur, mit Ausblick auf die schönsten Berge Schottlands, befindet sich der sogenannte „Dalness Stone“. Im Glen Etive, Argyleshire wartet er auf einen starken Heber, der ihn Heben und auf die Schulter legen kann.

„Menzies Stone of Manhood“

 

Ein sich im Clanbesitz befindlicher Stein ist der nahezu perfekt gerundete „Menzies Stone of Manhood“. Dieser knapp 280 lb. schwere Stein liegt vor dem imposanten Schloss des Menzies Clan in Aberfeldy, Perthshire. Die Legende besagt, dass durch den Menzies Clan regelmäßig sogenannte “try-outs” durchgeführt wurden um den Stein zu heben. Der- oder diejenigen, die den Stein anheben und 10 yards mit ihm gehen konnten, waren auserwählt für einen Platz in der Gruppe der Clan Chefs Bodyguards.

Heutzutage benötigt der Clan Chef natürlich keine Bodyguards mehr und so wurde das Steinheben mit dem „Menzies Stone of Manhood“ zu einer Highland Games Disziplin bei dem Atholl & Breadalbane Highland Gathering beziehungsweise den Aberfeldy Highland Games. Alle „Heavies“ müssen den Stein heben - was in der Tat nicht einfach ist – und so weit wie möglich mit ihm laufen. Gewinner der Disziplin ist, wer den Stein am weitesten getragen hat.

 „Dinnie Steens“

 

Eine andere Kategorie von Hebesteinen stellen die sogenannten „Stones of Dee“ - umgangssprachlich auch „Dinnie Steens“ oder kurz „Dinnies“ genannt - dar. Diese beiden mächtigen Steine sind nach dem großen und berühmten schottischen Highland Games Athleten Donald Dinnie benannt. Dinnie vollzog mit ihnen einen seiner wohl größten Kraftakte: Er fasste die beiden mit Eisenringen versehenen Steine mit seinen Händen, hob sie an und ging mit ihnen über die komplette Breite der Potarch Brücke.

 

Donald Dinnies Vater hatte die Steine ursprünglich für Reparaturarbeiten der Potarch Brücke benötigt. Der größere der beiden Steine wiegt 413 lb (187 Kg), der kleinere Stein wiegt 321 lb (146 Kg). Heute liegen die Steine außerhalb des wunderschönen “Potarch Hotel“ in Potarch, nahe Kincardine O’Neil. Tausende Athleten haben sich seitdem an den Steinen versucht aber nur einige wenige waren erfolgreich und konnten sie anheben. 

MOSEREI 16 (2013-05-18)

Fotos: Archiv Moser

Alex Topka -

ein Berliner Topathlet

Mein Freund Wolfgang Pers aus Berlin machte mich vor einigen Jahren auf einen Berliner Athleten aufmerksam. Voller Tatendrang begann ich, nach und nach, das Leben und die Karriere des Athleten zu recherchieren, zu ordnen und aufzuarbeiten. Die Rede ist vom Kraftmenschen und Ringer Alex Topka. Die Geschichte und das Leben des Alex Topka ist eine aufregende aber auch nachdenklich stimmende.


Vergleich mit Breitbart

 

Der am 12. August 1905 in Spandau geborene Topka betätigte sich bereits als Schulkind sehr sportlich. Seine Athletenkarriere startete er als Gewichtheber und Ringer beim „KSV Spandau“. Von 1912 bis 1925 war Topka Amateurathlet und startete in dieser Zeit auch für den „Ringsport Verein Felicitas“ auf Ringkampfturnieren.

 

Damals im Cafe „Fürstenhof“ von seinem zukünftigen Manager Bob Bolander entdeckt, ging es kurz darauf mit Bolander und dem „Gedächtnisphänomen“ Marthe Chevalier auf eine Deutschland Tournee. Chevalier und Topka als Kraftmensch im Gladiatorenkostüm sorgten von nun an für „volle Häuser“ und wohl auch prall gefüllte Konten. Sie traten unter anderem im Berliner Varietétheater Wintergarten“, im Berliner „Scala Varieté Theater“ oder aber auch in der „Passage – Panoptikum“ auf. Die Presse verglich Topka und seine Kraftleistungen relativ schnell mit denen des jungen Siegmund Breitbart. Einen großen Teil der Bühnenauftritte Topka’s nahm das Verbiegen von Stahl ein. Im Jahr 1927 bekam er vom „Internationalen Presse Verband“ den Titel „Europas Eisenkönig“ zugesprochen.

 

Ringer und Bodybuilder

 

Großen Zuspruch, Anerkennung und Bewunderung fanden auch seine Steinhebekraftakte. Einhändig hob Topka bei seinen Auftritten einen 300 Kilogramm schweren Steinblock, was von der Presse direkt als Weltrekord gefeiert wurde.

 

Nachdem er schon in seiner Jugend gerungen hatte, entschloss sich der junge Berliner Athlet ins Lager der Berufsringer zu wechseln. Er startete bei nationalen und internationalen Ringerturnieren aber auch bei Rummelringkämpfen, was ihm auch 1934 prompt die Berufsringerlizenz kostete. 1936 trat er dem „Deutschen Ringkämpfer Verband e.V.“ bei.

 

Topka war sicher kein Spitzenringer, keine der Kanonen aber er war bei guten Turnieren mit dabei und traf nicht selten auf die Top Leute der damaligen Zeit. Er catchte bis etwa Mitte der 1950er Jahre, zu der Zeit aber hauptsächlich nur noch bei Rummelveranstaltungen. 1955 nahm er sogar noch an einer Bodybuilding-Meisterschaft teil und errang einen beachtlichen zweiten Platz.

 

Bademeister in Plötzensee

 

Die Probleme kamen, wie bei vielen anderen Athleten der damaligen Zeit, nach dem eigentlichen Karriereende. Oftmals reichten die Einnahmen als Kraftmensch und Ringer zum guten Leben. Teilweise konnten auch kleinere Beträge angespart werden. Doch einen geruhsamen und soliden Lebensabend konnte nur wenige von ihnen damit sicherstellen und gewährleisten. Dies war leider auch bei Topka der Fall. Nachdem er seinem aktiven Athleten - Dasein Lebewohl gesagt hatte, arbeitete er als Bademeister im Berliner Freibad Plötzensee.


Später dann musste er mit einer Rente von etwa 500 Deutsche Mark leben. Nicht gerade das, was man sich als junger Athlet und Star so vorstellt, wenn man auf der Bühne steht und einem abertausende von Menschen frenetisch zujubeln. Topka zog sich im Alter sehr zurück und ging schlichtweg in der Anonymität der Großstadt Berlin unter. Topka starb kurz vor seinem 86. Geburtstag in seiner Wohnung in einer Weddinger Mietswohnung. An seiner Beerdigung nahmen drei Personen teil.

MOSEREI 15 (2013-04-28)

Fotos: Moser

Flammersfelds setzen

"Möhne" in Flammen

Die Möhnesee-Staumauer war seinerzeit die größte Staumauer Europas und verantwortlich für die Versorgung des Ruhrgebiets mit Roh- und Brauchwasser. Dieses „Allroundgenie“, eine Mischung aus Wasserspeicher, Trinkwasser- und Energielieferant wurde unter der Leitung von Bauleiter Ernst Link offiziell am 12. Juli 1913 feierlich eingeweiht. Nun also – 100 Jahre später - soll die alte Dame angemessen gefeiert werden.

Zum 100. Geburtstag ließen sich die Künstler Britta und Wolfgang Flammersfeld ein ganz besonders buntes und spektakuläres Geschenk für die Staumauer und deren Besucher einfallen. Mit speziellen LED-Techniken und Videoprojektionen auf der Staumauer sorgen sie für ein Schauspiel der ganz besonderen Art. Der Besucher wird auf eine spannende und unterhaltsame Zeitreise durch das letzte Jahrhundert der Staumauer mitgenommen.

 

Auch das gesamte Rahmenprogramm weiß zu überzeugen. Neben Buden zur Stärkung kann man sich auf einen Rundkurs mit verschiedenen Lichtkunstobjekten machen. Vom 12. April 2013 bis 12. Mai 2013 hat der Besucher die Möglichkeit dieses erstklassige Event an und um die Möhnesee – Staumauer zu besuchen.

MOSEREI 14 (2013-04-21)

Fotos: Thorsten Moser

Bei Papa Göbel

kann man mitjammen

Soulfood-Blues“ - Backline steht, Instrumente bitte mitbringen

Wenn Achim Göbel - Gründer von Soulfood-Blues - zu einer Blues-Session aufruft dann zieht dieser Ruf viele Musiker und Zuschauer aus der Region in das „Habrocks Music & Diner“ in Ennigerloh.

 

 

jeden dritten Freitag im Monat lädt “Papa” Göbel ein, um den Blues in unterschiedlichsten Besetzungen zu zelebrieren. Ein grandioses Konzept, denn alle interessierten Musiker können sich daran beteiligen und „mitjammen“. Die Backline steht, nur die eigenen Instrumente müssen mitgebracht werden.  

 

Was immer wieder aufs Neue fasziniert, sind die verschiedensten Auslegungen und Interpretationen des Blues und zu sehen / hören wie hervorragend diese Musiker - obwohl nicht miteinander eingespielt - das Publikum „rocken“.

 

Was sehr freut ist die Tatsache, dass „Soulfood-Blues“ auch Musikern als Sprungbrett auf die Bühne dient. Um “Rollin' Robin” am Piano und Achim "Pappa" Göbel – Vocals ist die Liste der teilnehmenden Musiker mittlerweile zu lang geworden um sie alle zu nennen. Einen Besuch als Musiker oder aber auch als Zuschauer sollten Sie unbedingt einplanen.

Also, wer einmal in der Nähe ist…



MOSEREI 13 (2013-03-24)

Joe Weider (rechts) mit Arnold Schwarzenegger - Foto: Archiv Moser

Trauer bei den Bodybuildern

Mosereien müssen auch leider manchmal traurige Nachrichten sein...

Am 20. März 2013 verstarb der erst 47-jährige ehemalige Profibodybuilder Nasser El Sonbaty. El Sonbaty wurde 1965 in Deutschland geboren und hatte ägyptische Wurzeln. Laut Wikipedia studierte er an der Universität Augsburg Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie. Nasser El Sonbaty war einer der großen Bodybuildingstars der 1990er Jahre und hatte eine immens große Fangemeinde. Seinen letzten Profisieg feierte er bei der „Arnold Classic“ 1999.

 

Seinen größten Erfolg beim ehrwürdigen „Mr. Olympia“ errang er 1997. Nach einem dritten Platz im Jahr 1995 sicherte er sich 1997 einen fantastischen zweiten Platz hinter Dorian Yates. Nasser El Sonbaty erlag einem Nierenversagen.

 

Drei Tage später, am 23. März 2013, verstarb 93-jährig Josef Weider (Joe Weider) im kalifornischen Los Angeles.

 

Weider, der „Vater des modernen Bodybuilding“, wurde am 29. November 1919 in Montreal, Kanada geboren. 1946 gründete er zusammen mit seinem Bruder Ben den Verband „International Federation of Bodybuilding & Fitness“ (IFBB) und initiierte den heute erfolgreichsten Bodybuildingwettkampf „Mr. Olympia“. Schon zuvor brachten die Brüder zahlreiche Fachzeitschriften und Trainingsartikel auf den Markt. Auch der Vertrieb von Nahrungsmittelergänzungen gestaltete sich überaus erfolgreich.

 

Auch Weider war es ,der Arnold Schwarzenegger Ende der 1960er Jahre unter Vertrag nahm, ihn nach Amerika holte und förderte. Nicht nur Schwarzenegger prägte er seinen Wahlspruch "Be Somebody with a Body" ein. Joe Weider starb an einer Herzinsuffizienz.



MOSEREI 12 (2013-03-23)

Foto: Moser

Starker Knecht - solo?!

Die Legende in Kungslena, Schweden besagt: " Dreimal muss heben der angehende Knecht den für würdig ernannten “DRÄNGASTEN“, so hat er bewiesen stark genug zu sein, für die Farm und deren Besitzer zu arbeiten. Siebenmal allerdings muss er heben den Stein um des Farmers Tochter ehelichen zu dürfen."

 

Ob der Herr auf dem Foto danach den Posten als Knecht annahm oder gar als Ehemann der Bauerstochter in Schweden blieb, wurde uns nicht mitgeteilt.



MOSEREI 11 (2013-03-09)

Als der Zauberer ins Bett ging

Ennigerloher „Sportlergala 8.0“ wieder ein voller Erfolg

Für den Höhepunkt sorgte Marcel Kallisvaart, der Prince of Illusion" - Fotos: Thorsten Moser

Auch in diesem Jahr war es wieder soweit: Mittlerweile zum achten Mal fand am 11. Januar 2013 die Ennigerloher „Gala des Sports“ statt. Man könnte nun mutmaßen, dass sich eine auf so hohem Niveau befindende Veranstaltung, Gefahr läuft sich nach so vielen Jahren „abzulaufen“ oder nicht mehr so faszi-nierend zu erscheinen, wie es noch die ersten Veranstaltungen ihrer Art waren. Weit gefehlt liebe Leser! Auch dieses Mal wurde dem Publikum abwechslungs-reiche und top qualitative Unterhal-tungskost aufgetischt.



Von den „Wawuschels“ über die „Berliner Elefanten“ bis hin zu den „Crazy Dunks“

Angefangen mit den „Wawuschels“ – einer ortsansässigen, aus zwei Kindergarten-gruppen bestehenden Gruppe mit 30 Kindern, über die „Berliner Elefanten“, die mit ihrem Showprogramm weltweit unterwegs sind. Mit turnerischen und akrobatischen Elementen an der Halbkugel zogen Sie das anwesende Publikum schnell in ihren Bann.



Die dynamischen und kraftvollen „Crazy Dunks“ – die bereits schon im Showprogramm der Olympischen Spiele in Athen 2004, Bejing 2008 und London 2012 ihr Publikum begeisterten, zeigten auch in Ennigerloh ihre Klasse. In einzeln einstudierte Choreographien zeigten die Basketballer wie man auch Körbe erzielen kann.



Eine Kugel, Motorräder und „Zebras“

Laut aber auch extrem atemberaubend wurde es in der Ennigerloher Olympiahalle als eine große Kugel aus Stahl für „Daniel Diorio und seine Biker Boys“ aufgebaut wurde. Nach und nach gesellten sich immer mehr Biker in die Kugel um dort eine geniale und spektakuläre Motorradshow der Extraklasse dem staunendem Publikum zu bieten.



Aber auch die fünf russischen Akrobaten, die neben dem mehrfachen Europameister und Weltmeister Viacheslav Novichikhin als „Zebras“ auftraten, versetzten das Publikum in Staunen.

Prince of Illusion

Den Höhepunkt erreichte die Veranstaltung mit dem Auftritt vom „Prince of Illusion“ - Marcel Kallisvaart. Kallisvaart wurde, laut Programmheft der „Gala des Sports“, im Jahr 2012 Weltmeister der Zauberer. Und nachdem man seine Show gesehen hat, ist man sich sicher, dass er diesen Titel auch zu Recht hält. Unter anderem zeigte er in seinem Programm „das Bett“. Müde ging er zu Bett, er stellte seinen Wecker und deckte sich zu…wie es weiter geht? Auf „YouTube“ findet man einen kleinen Ausschnitt: http://www.youtube.com/watch?v=pDgeiYtQQ3k

 

Alles in allem abermals eine vorzüglich gelungene Veranstaltung, die – so hoffe ich - noch viele Jahre fortgeführt wird. Der Dank geht auch dieses Jahr wieder an die zahlreichen Sponsoren und ehrenamtlichen Helfer ohne die diese Veranstaltung nicht zu realisieren wäre.

 



MOSEREI 10 (2012-09-11)

Oben: Antje Rehrmann von "Joy for Life"; unten: Kick-Bo in Enniger. Fotos: Moser

Zum (Fitness)-Ball: ZUMBA

Zumba ist ein relativ neues Fitness-Tanz-Programm. Nach (hauptsächlich) lateinamerikanischen Rhythmen bewegt man sich mit wiederholenden Bewegungen zu der Musik. Da Ausdauersport in der Gruppe am meisten Spaß bringt, so verwundert es nicht, dass beim ZUMBA auf Gruppenfitness gesetzt wird. Spaß und gleichzeitige Effektivität sollen das Erfolgsrezept sein. In Fitnessstudios oder Tanzschulen findet man sehr oft die Möglichkeit ZUMBA zu erlernen und einfach mal „reinzuschnuppern“.

Antje heizte ein

Am vergangenen Samstag griff ich mir meine Kamera und besuchte eine sogenannte „ZUMBA-Party“ in unserem Nachbarort Enniger. Dort fanden sich auf dem Kunstrasenplatz des „SUS Enniger“ bereits etliche Tanz- und Fitnessbewusste aus dem Umland ein. Organisiert wurde der Event von Antje Rehrmann, Inhaberin von „Joy for Life“. Rehrmann bietet neben den ZUMBA Kursen auch Personal Coaching im Bereich Fitness, Ernährung & Wellness sowie Kurse für Kinder, in Ihren Räumlichkeiten in Enniger an.

Zu interessanten und anspruchsvollen Choreografien tanzten sich die Teilnehmer fit. 90 Minuten lang heizte Rehmann den anwesenden Teilnehmern von Ihrer Bühne aus tänzerisch ein – Hut ab bei dem heißen Wetter. Ich denke, dass die aus ZUMBA resultierende Fitness das Resultat vom Spaß bei der Arbeit ist. Ich habe keinen einzigen Teilnehmer mit ernster Miene gesehen – nur lächelnde (wenn auch angestrengte) Gesichter.

Die dritte Party steht an

Geht es nicht genau darum beim Sport? - Sollte nicht der Spaß am/beim Sport im Vordergrund stehen? Weitere Highlights des Events waren der Auftritt einer Sambatänzerin und der Kick-Bo Gruppe von Mao, Özlem & Team.

Für Oktober 2012 ist übrigens die dritte „ZUMBA-Party“ in Enniger geplant. Wer also in der Nähe ist und sich gerne zu lateinamerikanischen Rhythmen bewegt, dem sei empfohlen vorbeizuschauen. Unter Flutlicht sicher eine ganz neue Erfahrung. Be fit – stay fit.

MOSEREI 9 (2012-09-10)

Foto: Moser

Ein Hauch von Venice Beach

Fitness-Parcours am Stavernbusch in Ennigerloh

In meiner Heimatstadt Ennigerloh befindet sich seit kurzer Zeit im „Sportpark Stavernbusch“ nun auch ein Fitness-Parcours. Neben dem Schießstand von “Visier 59“, der Tennisanlage, den Fußballplätzen des „SuS Ennigerloh“, Boule-Bahnen sowie dem altehrwürdigem Freibad, sind die Geräte des Fitness-Parcours die neueste sportliche Attraktion „am Busch“.

Die sieben Geräte zur Hebung der Ausdauer, Kräftigung und Koordination wurden zwischen dem Freibad, der Tennisanlage und den Fußballplätzen aufgebaut und stehen sowohl Vereinen wie auch sportlich interessierten Privatpersonen zu freien Verfügung.

An der frischen Luft trainieren, Muskeln aufbauen und Pfunde schwinden lassen hat einen „Hauch von Venice Beach“ – dieses Privileg hat nun auch jeder Sportin-teressierte in und um Ennigerloh. Mein erstes Workout habe ich bereits nach Erstellen der Fotos hinter mich gebracht. Be fit - Stay fit!

MOSEREI 8 (2012-05-17)

Fotos, Repro: Archiv Moser

Wer hat den Expander in die Rente geschickt?

Die meisten Expander fristen heute oft nur noch ihr Dasein in einer Keller- oder Dachbodenkiste. Oftmals sind sie aber auch ein Sammlerobjekt aus der guten alten Kraftsportzeit. Dabei fing alles so gut an.



Mit Trittbrett

Der berühmte italienische Profiathlet Milo warb bereits 1895 in der Zeitung „Internationale Illustrirte Athleten = Zeitung“ für seinen „L.B. MILO Gummi-Streck-Apparat“. MILOs Expander bestand aus 2 Handgriffen, 4 abnehmbaren Gummisträngen und einem Trittbrett.Selbst der Athletenvater Theodor Siebert widmete dem MILO Expander (Gummistrecker) in seinem 1898 erschienenen Meisterwerk „Katechismus der Athletik“ einige Gedanken.

Durch die allgemein wachsende Erkenntnis, das Training mit Gewichten (gegen einen Widerstand) in ein Anwachsen von Kraft und Muskulatur resultierte, suchte und fand man natürlich sehr schnell neue Wege den Körper aus unterschiedlichsten Winkeln zu „bearbeiten“. Der Expander gewann zunehmend an Bedeutung. Der Markt bediente sich „Trainiergeräten“ (Expander) mit spiralförmigen Federn oder Strängen aus Gummi. Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der neuartigen „elastischen Zimmerturngeräte“ hatten sicherlich auch die Amerikaner und Engländer.

Zwei für einen Preis

Adolf von Guretzki veröffentlichte 1906 in der Zeitung „Illustrierte Athletik = Sportzeitung“ einen dreiteiligen Bericht über „Neue Mittel (Apparate) zur körperlichen Ausbildung“. Guretzki lobte in diesem Artikel besonders den „Spino Imperial=Exerciser“ vom Athleten und Autor Jänecke.

Der Spino Imperial=Exerciser konnte sowohl als Expander im herkömmlichen Sinne genutzt werden oder mit einigen Handgriffen an die Wand montiert werden, um so als „Fitness Studio“ genutzt werden zu können. Praktisch – zwei Geräte zu einem Preis.

Brusterweiterer

Guretzki bezeichnete den „Exerciser“ als das beste Mittel der ganzheitlichen Körperausbildung und dies nicht nur für Privatpersonen die keiner körperlichen Arbeit nachkämen, sondern auch für Clubs und Vereine sei der „Spino“ interessant - gab es doch noch die Expanderstärke „Herkules“ für besonders Starke. Athleten wie John Pohl, Jakob Koch, Michael Hitzler etc. würden bereits mit dem „Spino“ trainieren. Auch nutzten die damaligen Kraftathleten starke Expander zur öffentlichen Darstellung ihrer Körperkraft.

Nach und nach wuchs der Markt und im Jahr 1911 finden sich bereits eine beachtliche Anzahl von Werbeanzeigen von sogenannten „Brustausdehnern“ oder „Brusterweiterer“ in der Athletenzeitung. Oftmals wurden die Expander in Kategorien und Stärken eingeteilt.

Extra Herkules

So gab es beispielsweise die Aufteilung „Normal / Männer / Men“, „Athletik“, Herkules“ und „Extra Herkules“. Die gängigsten Expander besaßen zwischen 3 und 6 Strängen.

Je nach Trainingsstand des Athleten und der durchzuführenden Übung konnte zwischen einem und sechs Strängen gewählt werden. Über die Jahrzehnte hinweg entwickelten sich immens viele Übungen die trainiert werden konnten. Aufgrund dessen erschienen in den Folgejahren Trainingstafeln, Artikel und Bücher von Personen wie Eugen Sandow, Reg Park, Joe Bonomo, David Webster, Syd Davis oder aber Thomas Inch und Roy H. Noe. Auch wurden die Expander in die damaligen und sehr beliebten „Mail Order Courses“ (Trainingsprogramme welche von Athleten gegen ein Entgelt per Post an die Kunden versendet wurden) integriert.

Kombinationssatz

Expander gewannen an Beachtung. Vor allem in Amerika und England wurden zahlreiche Wettkämpfe mit Expandern abgehalten. Bei den Wettkämpfen wurde unter anderem die saubere Ausführung aber auch die Maximalkraft abgefragt und bewertet.

In Peter Faschings Zeitschrift „Muskelbilder“ in den 1960er Jahren wurde unter anderem auch ein „Universal Gummiexpander-Kombinationssatz“ angeboten. Dieser Kombinationssatz bestand aus einem Bizeps Trainer, einem Kopfband, einem Trizepstrainer, einem Brustentwickler, Griff- oder Fingerhanteln zur Entwicklung und Stärkung der Handkraft sowie ein Springseil und ein Expander.

Hufeisen mit Kunststoff

In gleicher Zeitschrift wurden auch weitere Expander angeboten – unter anderem ein Stahlexpander mit 8 Federn. Jeder Strang hatte einen Widerstand von 15 Kg. Gesamtwiderstand des Expanders war 120 Kg. Erste Abwandlungen von handelsüblichen Expandern gab es schon sehr früh in der Geschichte der Expander. Man erinnere sich an die Sandow Griffhantel, die sich auch an dem „Widerstand Prinzip durch Federkraft“ anlehnte beziehungsweise orientierte. In den 1960er Jahren wurde beispielsweise das „German Iron Shoe“ im „Muskelbilder“ beworben. Dieser „Expander“ sah aus wie ein übergroßes Hufeisen mit Kunststoffgriffen. Er bestand aus Stahl und kam mit zwei Federn aus gehärtetem Stahl. Die Zugkraft betrug 300 Kilogramm und wurde mit einem Spezialkurs versendet.

In den 1970er und 1980er Jahren wurde der Markt mit Expandern und Expandern abgewandelte Trainingsgeräte überschwemmt. Dazu gehörten die sogenannten Königsfedern (auch „Power-Twister“, „Twister“ oder „Biegehantel“ genannt), Fingerhanteln, oder dem „Press Exerciser“ (ein Gerät auf welches man Druckkraft ausübt, statt Zugkraft wie bei einem handelsüblichen Expander).

Genschman mit Königsfeder

Frank Zane warb 1972 in einigen Ausgaben der Zeitung „Athletik Sportjournal“ mit dem „Mr. America Set“ – Erfolgsgarantie für jeden Anfänger, notwendig für jeden Fortgeschrittenen und ideal für Urlaubs- und Geschäftsreisende. Mit nur 10 bis 20 Minuten Training pro Woche könne mit bis zu 12 cm mehr Armumfang, 15 cm mehr Brustumfang und 12 cm mehr Oberschenkelumfang gerechnet werden.

Expandern“ war definitiv IN! *In einer 1972er Ausgabe des „Athletik Sportjournal“ sah man unseren damaligen Innenminister Genscher wie er eine Königsfeder (Power-Twister) bog.

Aus den Augen verloren

Doch was passierte dann? Heute fristen, wie schon eingangs erwähnt, Expander oft nur noch ein Randdasein. Oftmals werden Expander nur noch als Trainingsgerät „auf Reisen“ oder manchmal auch „zum Aufpumpen“ hinter der Bühne bei Bodybuildingwettkämpfen eingesetzt.

Wann hatten Sie das erste Mal einen Expander in der Hand? Erinnern Sie sich noch daran? Bei mir war es Ende 1981. Mein Bruder Frank bekam damals als 14-jähriger einen Kombinationssatz aus Expander, Griffhanteln, Springseil und Königsfeder zu Weihnachten. Klar dass ich mich auch daran versuchte. Ich übte unregelmäßig mit ihm, und als ich Jahre später Mitglied in einem Fitnessstudio wurde verlor ich den Expander komplett aus den Augen.

Back Press

Hanteln, Scheiben und Maschinen verdrängten ihn. Seltsam oder? Dabei stand der Expander nie – zu keiner Zeit in Konkurrenz zu herkömmlichen Hanteltraining – das sollte er auch nie und war auch nie die Idee hinter der Entwicklung von Expandern. Dennoch ist es offensichtlich, dass „mein Hanteltraining“ den Expander verdrängt hat.

 Vor ein paar Jahren besorgte ich mir dann mal wieder einen Expander mit 5 Strängen und übte sporadisch mit ihm – neben dem Hanteltraining. Ich bin fest davon überzeugt dass es nicht schaden wird und sich gut ergänzt. Etwas später besorgte ich mir dann einen weiteren, einen stärkeren Expander - mit 6 Strängen. Ich trainiere hauptsächlich die Übung „Back Press“ – das seitliche Ausdrücken des Expanders hinter dem Rücken.

Andere Lösung musste her

Da ich nach etwas Training den 6-Strang-Expander sehr gut beherrschte, versuchte ich daraufhin vergeblich einen alten „Competition Chest Expander“ zu bekommen. Der Vorteil dieser Expanderart ist, dass man sehr schnell eine große Anzahl von Expandergummis hinzufügen oder abnehmen kann. Entweder hat er gar keine Einzelaufnahme für die Expandergummis und man schiebt die Stränge einfach nur auf eine Aufnahme unterhalb des Griffes oder man hat bis zu 10 Einzelaufnahmen für die Expandergummis. Man war also nicht so sehr limitiert was die Anzahl der Expandergummis betrifft.

Es musste also eine andere Lösung her. Ich bat meinen Freund, dass er mir zwei spezielle Expandergriffe herstellte. Da ich eine neue Herausforderung suchte, bat ich ihn mir Griffe mit 11 Aufnahmen für die Expandergummis zu bauen. Daraus resultierten aber direkt gleich zwei „Probleme“:

Endlich ein „Elf-Stränger“

Bei einer solch großen Anzahl von Gummisträngen mussten einerseits die Griffe breiter sein als sonst üblich. Durch die Nutzung von 11 Strängen mussten die Griffe äußerst stabil sein – es musste sichergestellt sein, dass die Griffe der Belastung die auf sie zukommen wird, standhält. Ich musste etwas schmunzeln als Christian mir die Griffe einen Tag später vorbeibrachte – jeder Griff wog 1.5 Kilogramm und war etwa 30 Zentimeter breit. (handelsübliche Expandergriffe wiegen zwischen 150 - 300 Gramm und sind zwischen 10 – 15 Zentimeter breit).

Trotz recht unregelmäßigem Üben (Training) - aber einem immer höheren Widerstand wurde - ich dennoch geübter und besser (stärker?!) im Umgang mit meinem Expander und nach ein paar Monaten war ich schließlich in der Lage beim „Back Press“ mit 11 Strängen einige Wiederholungen zu machen. Das Üben (trainieren) mit dem Expander macht wieder richtig Spaß und ist eine gelungene Abwechslung und Ergänzung zum Hanteltraining. Und ich denke genau dafür war der Expander auch ursprünglich gedacht. Als eine ERGÄNZUNG und eine weitere Möglichkeit den Körper zu trainieren.



16. Mai 2012 – „Back Press“ mit 11 Strängen



Vorhergehende Mosereien

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20110-04-18 (1 Guinnessrekord).doc
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Di                 25.04.2017 

Nr.            2.384 - 1.081

Aktualisierung        12:55

Übrigens,

 

… die Kriminalitätsstatistik ist da - daraus lassen sich folgende Meldungen machen, die beide stimmen:

 

1. Berlin immer schlimmer! Die Stadt ist jetzt mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner die gefährlichste deutsche Großstadt vor Leipzig (15.811) und Hannover (15.764). Der bisherige Spitzenreiter Frankfurt ist auf Platz 4 abgerutscht, bravste deutsche Großstadt ist München (7909).

 

2. Berlin immer sicherer! Die Stadt verzeichnet mit 16.161 Straftaten pro 100.000 Einwohner relativ gesehen weniger Fälle als im Vorjahr (16.414). Die leichte Steigerung in absoluten Zahlen ist allein dem starken Wachstum Berlins geschuldet.

 

Jeder kann daraus machen, was Ihm politisch am besten in den Kram passt. Aber daran denken: Es handelt sich um die Zahlen für 2016. Es kann nur noch schlimmer werden.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 22.04.2017

1    11    12   19   25   32    SZ: 7

Spiel 77:  2152 168

 

Super 6: 437 607   

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1898 (2017-04-25) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Die IGA 2017 machte es möglich

Ein U-Bahnhof verlor seinen Namen

Ein neuer Blickfang an der Linie U5

BREAKING NEWS

Stand: 25.04.2017; 10.15 Uhr

 

International

 

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan reist nach Angaben seines Büros Mitte Mai zu US-Präsident Donald Trump nach Washington. Trump habe Erdoğan zu der Begegnung im Weißen Haus eingeladen.


Die schwedische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Lastwagen-Anschlag in Stockholm eine zweite verdächtige Person festgenommen.


Dass Emmanuel Macron im ersten Wahlgang mit seinen 24 Prozent die Nationalistin Marine Le Pen (sie kam auf 21,3 Prozent) übertraf, hat zwar bei allen EU-Befürwortern eine enorme Erleichterung ausgelöst, knapp darauf wurde man aber wieder von Sorgen heimgesucht – und zwar spätestens seit der Siegesrede, die Macron hielt. Ein Überhang an zum Teil peinlichen Leerfloskeln in dieser Rede wirft die Frage auf: kann dieser, ein wenig windig wirkende Dauerlächler auch noch die vierzehn Tage bis zur Stichwahl am 7.Mai erfolgreich überstehen? Aber diese Bedenken bezüglich der Konsistenz des parteilosen Jungstars (Macron ist mit 39 Jahren der jüngste Präsidentschaftskandidat) teilten auch schon vor dem ersten Wahlgang etliche Beobachter in Paris mit Ausnahme der Meinungsforscher, die seit Monaten Macrons Erfolgskurve unbeirrt wiedergaben.


In ersten Umfragen werden Macron für den zweiten Wahlgang am 7. Mai 62 Prozent der Stimmen gutgeschrieben, Le Pen 38 Prozent. Das ist einerseits ein klarer Abstand; er zeigt aber auch das Potenzial der bisherigen FN-Chefin, die in einem TV-Interview am Montagabend bekanntgab, sie werde den Parteivorsitz ruhend stellen, bis die Wahl geschlagen ist.


In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben Aktivisten zur Abschaffung eines Gesetzes aufgerufen, mit dem Vergewaltiger durch die Heirat mit ihrem Opfer einer Bestrafung entgehen können. Sie forderten die Parlamentarier am Samstag auf, bei einer anstehenden Beratung den umstrittenen Artikel 522 des Strafgesetzes abzuschaffen.

 

Die Lage ist ernst, diesmal aber wirklich. Bis Montag um 16 Uhr konnten die rund 12.000 Mitarbeiter über den Rettungsplan samt Jobabbau und Gehaltskürzungen abstimmen. An der Urabstimmung hatten sich rund 90 Prozent der Belegschaft beteiligt. Laut italienischen Medien überschritten die Nein-Stimmen im Laufe des Montag-Abend bereits die 50 Prozent-Marke. Damit dürfte Italiens größte Airline unter die Kontrolle eines Insolvenzverwalters gestellt werden.

 

Deutschland/Berlin

 

Angesichts der Zunahme von Gewalttaten in Deutschland fordert die Gewerkschaft der Polizei (GDP) von Bund und Ländern, das Personal bei den Sicherheitskräften und der Justiz massiv aufzustocken. Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern, müssten deutlich mehr Polizisten sichtbar auf der Straße unterwegs sein.

 

Ein geplantes Treffen des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel mit linken Menschenrechtsorganisationen während seines Antrittsbesuchs in Israel sorgt für Wirbel. Das israelische Fernsehen berichtete am Montagabend, Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erwäge deswegen eine Absage seines Gesprächs mit Gabriel am Dienstag. Der private Sender Channel 2 meldete, der Regierungschef habe seinen Gast aus Deutschland vor die Wahl gestellt, sich mit den Menschenrechtlern oder mit ihm zu treffen.

 

CSU-Chef Seehofer will entgegen früherer Ankündigungen über 2018 hinaus im Amt bleiben. Er will am Parteitag im November nun doch erneut als CSU-Chef kandidieren und im Herbst 2018 wieder als Spitzenkandidat in die Landtagswahl ziehen.

 

Sport

 

 

Fussball

 

Die U19-Mannschaft von Red Bull Salzburg hat am Montag den wichtigsten europäischen Nachwuchsbewerb auf Klubebene gewonnen. Das Nachwuchs-Team des österreichischen Fußball-Meisters setzte sich im Finale der UEFA Youth League in Nyon gegen Benfica Lissabon mit 2:1 (0:1) durch.

 

Zlatan Ibrahimovic denkt trotz seiner schweren Knieverletzung nicht an ein Karriereende. "Ich werde das durchstehen wie alles andere und sogar noch stärker zurückkommen", schrieb der schwedische Fußball-Superstar bei Instagram. Der Torjäger von Manchester United hat sich britischen Medien zufolge das vordere und hintere Kreuzband gerissen und wird daher wohl bis Jahresende ausfallen.

 

500 Pflichtspieltore von Messi für Barça in knapp 12 Jahren: Bei den Katalanen feiert man wieder einmal seinen Superstar.

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