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KARL-HEINZ WENDORFF der

CARL VON BREYDIN

 

BREY-DINES

LW-Interview vom 1. November 2011

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Website Carl von Breydin

20 (2014-05-11)

Eine Sportpremiere in schönster Natur

Die Mecklenburgische Seenrunde – das Radsportevent in Mecklenburg- Vorpommern !

Mit dabei, der Schuhdesigner von Thomas Gottschalk

Sich bewegen, die Natur erleben und dabei Land und Leute kennenlernen, so lautet das Motto für die Teilnehmer an der Mecklenburgischen Seen-Runde (MSR), einem Radsportmarathon für Jedermann. Die Premiere findet statt am 23. und 24. Mai 2014 mit über 2500 Radlern. Der Start wird auf der Festwiese am Tollensesee in Neubrandenburg sein. Überwältigend ist das Echo auf die Idee des Radsportmachers Detlef Koepke, ein Radsportevent der Sonderklasse für Jedermann in Mecklenburg-Vorpommern aus der Taufe zu heben. Und dies in einer der schönsten Regionen des Nordens, die mit der Müritz nicht nur den größten Binnensee Deutschlands ihr eigen nennt, sondern mit ihren Tausenden Seen die malerisch schöne Mecklenburgische Seenplatte bildet. 

Solch schöne Alleen erwarten die Teilnehmer bei der Mecklenburger Seenrunde

Diese Region als Gastgeber für die Mecklenburgische Seenrunde bietet neben kilometerlangen Alleen für die Radler auch alles, was so ein Event ausmacht. Sie könnte wegen ihrer landschaftlichen Reize einerseits sicher zu einer echten Sightseeing-Tour werden. Aber andererseits wird niemandem auf den letzten der kräftezehrenden 300 Kilometer, die heruntergespult werden müssen, der Sinn nach Sightseeing stehen. Ein Radmarathon, der es in sich hat, ist garantiert, der die letzten Reserven abverlangen wird. Da ziehe ich vorher schon den Hut vor diesen Athleten, von denen einige sogar als radsportliche Nachtschwärmer schon am Abend des 23. Mai an den Start gehen und durch die Nacht fahren werden.

 

Promis zeigen Flagge !

 

Mit zwei prominenten Teilnehmern an der MSR kam ich während einer  Pressekonferenz in Berlin ins Gespräch. Zum einen mit Kay Gundlack,  dem offizieller  Botschafter für die Tour, der in der mecklenburgischen  Stadt Parchim lebt, arbeitet und einer der berühmtesten deutschen Schuhdesigner ist. Zu seinen Kunden gehören zum Beispiel Show- Legende Thomas Gottschalk und viele andere VIPs. Zu ihm kommen sie alle, um sich ein Meisterwerk für ihre Füße produzieren zu lassen. Vom Ausmessen, über das Design bis zur Herstellung dieser einzigartigen Schuhe liegt alles in seiner Hand. Nicht nur in Deutschland legt er mit seiner Schuhkunst Ehre für seine Heimat Mecklenburg-Vorpommern ein.  Er ist in der ganzen Welt unterwegs. Er fliegt, um bei seinen Kunden Maß zu nehmen, auch schon mal in ganz entfernte Ecken des Erdballs. 

Der Botschafter der MSR, Schuhdesigner Kay Gundlack, und Fernsehmoderatorin Annabelle Mandeng bei der Pressekonferenz in Berlin

Obwohl er die Welt gesehen hat, würde er nie auf den Gedanken kommen, seine Heimat MV zu verlassen. Er liebt sie und auch die Menschen, die hier wohnen. Um sein MV noch bekannter zu machen, hat er sich bereit erklärt, als Botschafter der MSR zu wirken. Und das tut er aus vollem Herzen. Selbstverständlich auch als Aktiver. Mit dem besten Material ausgerüstet, bereitet er sich, mit ausdauerndem Training seit Monaten gezielt auf seinen ganz persönlichen Radmarathon vor. Was ihn erwartet, kennt er, aber wie das Ergebnis zum Schluss aussehen wird, weiß er noch nicht. Aber er ist optimistisch und fiebert tatendurstig seinem Start entgegen. 

Annabelle Mandeng  ist fit für das Frauenrennen 

Zum anderen lernte ich bei der PK die Fernsehmoderatorin Annabelle Mandeng kennen, die die 90 km lange Strecke für die Frauen unter die Pedalen nimmt. Auch sie geht gut vorbereitet in das Rennen und setzte in Vorbereitung auf die MSR ihren bekannten  Namen für eine gute Sache ein.

 

Wie schaffen die das?

 

Nun fragt der geneigte Leser ganz sicher, wie man als Veranstalter so ein Riesenevent wuppen kann. Detlef Koepke scharte ein Team von Spezialisten und vielen fleißigen Helfern um sich. Beharrlich hat er um die MSR gekämpft und traf mit seinem Anliegen auch in der Landesregierung auf offenen Ohren. Als prominenten Schirmherrn konnte er den Minister für Inneres und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Coffier, gewinnen. Dessen Ministerium unterstützt die MSR ebenfalls tatkräftig. Auch die Tourismusverantwortlichen des Landes sind mit im Boot. Sie haben sofort erkannt, welch großes Werbepotential für das Land Mecklenburg-Vorpommern in der MSR liegt. Sie unterstützen die Organisatoren mit all ihren Kräften. Einen wohl entscheidenden Beitrag zum Gelingen der MSR leisten die vielen fleißigen und unermüdlichen Helfer. Über 800 sind es, die die verschiedensten Aufgaben von der Sicherung der Strecke bis hin zur Verpflegung der Radler an insgesamt neun Verpflegungspunkten übernehmen. Viele Helfer kommen vom PSV Neubrandenburg und anderen Radsportvereinen der Region. Auch 350 Feuerwehrleute sind im Radeleinsatz.

 

Am Ende sind alle Sieger

 

Noch ein ganz wesentlicher Punkt, der die MSR zu einem besonders  begehrenswerten sportlichen Event macht, ist die Tatsache, dass hier wirklich jeder an den Start gehen kann. Jeder ist ein Sieger und kann hier über sich selbst hinauswachsen. Zwar wird bei jedem Teilnehmer  mit Hilfe eines Transponders die Zeit genommen, aber es gibt keine offizielle Siegerehrung. Alle Zeiten werden in alphabetischer Reihenfolge veröffentlicht. Jeder kann, wenn er es  denn möchte, seine Zeit mit den anderen Startern vergleichen. Letztlich kann sich Jedermann als Sieger fühlen, hat er doch seinen inneren Schweinehund auf der 300 km oder 90 km langen Strecke garantiert mehrmals besiegt. Bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass die Strecken für die Radler äußerst sicher sind, denn sie werden für die gesamte Zeit des Rennens für jeglichen anderen Verkehr gesperrt.

Abgerundet wird die MSR mit einer Radsportmesse und einem bunten kulturellen Programm.

Eines ist schon vor dem ersten Startschuss klar, die MSR wird ihre Kreise ziehen und weithin eine tolle Werbung sein für den Radtourismus in Mecklenburg–Vorpommern. Das kann man, wenn man die große Zahl der über 2500 Anmeldungen betrachtet, jetzt schon mit Fug und Recht sagen.

Ich wünsche der Tour ganz viel Erfolg.

Bis bald, Euer Kalle Wendorff

 

Weitere Infos unter: www.mecklenburger-seen-runde.de

19 (2014-04-24)

Mein Osterspaziergang 2014

Ostersonntag in den Gärten der Welt

An den großen deutschen Dichter Johann Wolfgang Goethe, der  in seinem „Faust“ den Osterspaziergang  so trefflich beschrieb, musste ich denken, als ich gemeinsam mit meiner Liebsten  im  wunderschönen Kleinod der Gartenkultur  - den Gärten der Welt in Berlin-Marzahn - meinen Osterspaziergang startete. Solch ein Gewimmel habe ich selten gesehen. Österlich gestimmte Menschen machten sich  bei  bestem Wetter mit blauem Himmel und schneeweißen Wölkchen auf, um die blühende Natur in vollen Zügen zu genießen.  Eine gut gelaunte Dame überreichte mir aus ihrem Kassenhäuschen mit einem freundlichen Lächeln das Eintrittsticket, das mit 4 € für all das, was ich hier erleben sollte, einen humanen Preis hat. Als ich meinen Blick auf eine mit tausenden Tulpen und anderen Frühlingsblühern bepflanzte  Springbrunnenanlage  richtete, war ich sofort gefangen von dem Flair dieser einzigartigen Anlage.  

Gleich hinter dem Kassenhäuschen

Was als Berliner Gartenschau begann

 

Mein letzter Besuch auf diesem Areal  lag aber bereits  undendlich viele Jahre zurück .Damals hieß die Anlage noch Berliner Gartenschau. Ich erinnerte mich  an  die Bilder von der festlichen Eröffnung   derselben am  9.Mai des Jahres 1987, die ich damals als Zuschauer  miterleben durfte.

Auf über 21 Hektar, bisher landwirtschaftlich genutzter Fläche  war die Gartenschau anlässlich der 750-Jahrfeier  Berlins, als ein Geschenk der Berliner Gärtner an ihre Stadt entstanden. Und die Berliner nahmen sie vom ersten Augenblick an in  ihren Besitz und zogen begeistert  nach Marzahn „ins Jrüne“. Die Berliner Gartenschau entwickelte  sich auch dank  ihres vielfältigen Veranstaltungsangebotes zu einem  der beliebtesten Treffpunkte  der Berliner. Auch als  sie im Jahr 1991 im Rahmen der deutschen Vereinigung in den Erholungspark Berlin umbenannt wurde, grünte und blühte sie kräftig weiter. Besucher aus aller Welt kamen nun um die gärtnerische Pracht zu bestaunen.

 

Kofuzius lässt grüßen

 

Erst recht  zu einem Wallfahrtsort für Gartenenthusiasten entwickelte sich der Park, als im Oktober 2000 mit der Eröffnung des Chinesischen Gartens nunmehr  der Start  für die Gärten der Welt vollzogen wurde.

„WAS DU NICHT WILLST, DAS MAN DIR TUT, DAS FÜG`AUCH KEINEM ANDERN ZU“

Dem chinesischen Garten, der mit einer Größe von 2,7 Hektar der größte chinesische Garten in Europa ist, sollten weitere acht Gartenkomplexe folgen. An all das musste ich nun denken, als ich völlig entspannt meinen Osterspaziergang durch das weitläufige Areal begann. Ich fühlte mich schon während der ersten Schritte gefesselt von dem, was meine staunenden Augen erblickten. Zartes bis sattes Grün rings um mich herum, gepflegte Rasenflächen und immer wieder zum Staunen anregende wundervolle ,in schönster Blüte stehende, Bäume. 

Blütenträume zu Ostern

Ich konnte mich an der Schönheit der einzelnen Exemplare kaum satt sehen. Immer wieder neue faszinierende Bilder von  üppig blühender Natur zogen mich mit ihrer Farbenvielfalt in ihren Bann. In eine fernöstliche Welt fühlte ich mich versetzt  als ich  den chinesischen Garten betrat. Mandel-und Kirschbäume wetteiferten um den Titel, wer wohl die schönsten Blüten trägt?

Das chinesische Teehaus

Der vielen Schritte müde geworden nahm ich mit meiner Liebsten im Vorgarten eines chinesischen Teehauses Platz und  genoss bei einer Schale Tee und einer landestypischen  Speise  den Ausblick auf einen kleinen wunderschönen See, in dem farbenfrohe Kois  unter den Augen vieler Bewunderer ihre Bahnen zogen. 

Der anschließende Besuch des japanischen Gartens entlockte nicht nur meiner Liebsten und mir so manches Ah und Oh. Auch tausende und abertausende Berliner und ihre Gäste aus allen Teilen der Welt  empfanden den Anblick der unendlichen Naturschönheiten genauso anregend wie wir. Klares, wie Osterglocken klingendes fröhliches Lachen glücklicher Kinder, vermischte sich mit dem melodischen Gesang der Vögel zu einer der schönsten Ostersinfonien der Welt. Hier und da sah man Menschen inmitten der Natur sitzen, die ihre Picknickkörbe auspackten  und  mit ihrem Freundeskreis an lauschigen Eckchen ihren ganz speziellen Osterfeiertag genossen.

 

Balinesische Blütenpracht

 

Als ein glanzvolles Finale gestaltete sich für mich und meine Liebste der Besuch des balinesischen Blumenhauses, wo uns die unglaubliche Pracht der einzelnen Blüten noch einmal zu höchsten Lobeshymnen herausforderte.

Der Besuch in den Gärten der Welt im Berliner Erholungspark in Marzahn gestaltete sich für uns zum  absoluten Höhepunkt des Osterfestes 2014.Ich verneige mich vor allen fleißigen Menschen, die diese Oase des Glücks immer wieder  zum Grünen und Blühen bringen.

Ganz neugierig geworden bin ich durch diesen Besuch schon auf die IGA 201, die  auf einer 100 Hektar großen Parklandschaft entstehen wird. Zentrum der IGA sind  die Gärten der Welt, und um sie herum  werden Teile des Kienberges und das Wuhletal  in die Planung der internationalen Gartenschau mit einbezogen. Ich hoffe, ich habe Sie aber jetzt schon ein wenig neugierig gemacht, so dass Sie schon bald einen Familienausflug  zu den Gärten der Welt in  Berlin Marzahn planen.

 

Man sieht sich, Euer Kalle Wendorff

REPORT 18 (2014-01-06)

Oben: Einige Org.-Team-Mitglieder des Silvesterspendenlaufes , rechts Günter Koczessa; unten: Links das Feld in Oranienburg auf der Strecke, rechts Archivfoto vom Pfannkuchenlauf in Pankow. Fotos: Team Wendorff

Wieder auf dem Laufenden sein

Mein ganz persönlicher Wunsch für 2014            

Der letzte Tag eines jeden Jahres ist für viele Menschen Anlass persönliche Bilanz zu ziehen und Rückschau zu halten, auf das was das vergangene Jahr alles so gebracht hat.


Ein Unternehmer und sein Team         

Eine gute Möglichkeit das Laufjahr 2013 Revue passieren zu lassen, bot sich den Teilnehmern eines Laufes in der märkischen Stadt Oranienburg . Der dort stattfindende Silvesterlauf war nicht nur der “Jahresendlauf“, sondern einer mit ganz viel Herz.

 

Eigeladen hatte das Team der Spedition Koczessa.

Der rührige Chef Günter Koczessa , selbst passionierter Läufer, der im vergangenen Jahr ua.auch den New York- Marathon absolvierte , bildet mit seiner Frau Susanne , Tochter Kathrin und deren Mann ein laufbegeistertes Laufquartett, das nun zum wiederholten Mal gemeinsam mit Freunden der Familie “ ihren Lauf“ mit ganz viel Elan vorbereitete.


Als man sich vor Jahren daran machte den Lauf aus der Taufe zu heben, wurde die Idee geboren ihn mit einer Hilfsaktion zu verbinden. Diese wurde dann auch in die Tat umgesetzt der Silvesterspendenlauf war geboren. In ihm geht es nicht um Bestleistungen sondern darum , Solidarität zu üben für Menschen die sich in einer Notlage befinden. Diesmal sind es die Kinder der Kita Pusteblume im märkischen Germendorf, die in den Genuss der Solidarität der Läufer kommen. Die Kinder der Kita hatten im Oktober des Jahres ein trauriges Ereignis zu verkraften. Durch Brandstiftung war auf ihrem Gelände ein Geräteschuppen abgebrannt, in dem das Spielzeug lagerte mit dem die Kinder fröhlich im Garten der Kita spielen konnten.

 

Statt Startgeld wurde gespendet

Statt eines Startgeldes für den Lauf waren die Läufer aufgerufen am Ende der 8 Kilometer „Rund um den Lehnitzsee“ eine Spende in die große Spendenbox zu werfen, um den Germendorfern Kindern bei der Anschaffung von neuem Spielzeug zu helfen. Es war ein bunt gemixtes Feld, mit über 100 Teilnehmern, das sich mit dem Startschuss von Günter Koczessa auf die läuferische Reise begab. Frauen, Männer, Jugendliche und auch Kinder waren gekommen, um ein würdiges Finale des Laufjahres 2013 zu gestalten. Auch einige tatendurstige aufbegeisterte Vierbeiner begaben sich als treue Begleiter von Frauchen oder Herrchen auf der Laufstrecke .

 

Am Ziel wurden schließlich alle vom freundlichen Applaus ihrer Fans empfangen. Nach einer kurzen Verschnaufpause begann die Party mit Musik und leckeren Pfannkuchen der ortsansässigen Bäckerei Grünler. Auch Bratwurst vom Grill und Silvesterpunsch durften nicht fehlen. Dann kreisten fleißige Helfer mit den Spendenboxen in der munteren Gesellschaft herum. Und die Läuferinnen und Läufer spendeten fleißig. Am Ende konnte der Moderator unter dem Jubel aller Anwesenden ein Spendenergebnis in Höhe von 1300,10 € verkünden, das die Spedition Koczessa dann noch auf stattliche 1500 € aufrundete. Ein prima Ergebnis das ganz bestimmt ein frohes Lachen in die Gesichter der Kitakinder zaubern wird . Wenn sie ihr neues Spielzeug in Besitz nehmen.


Nach ca 2 Stunden verabschiedeten sich Läuferinnen und Läufer, ohne aber noch einmal vielstimmig zu Ausdruck zu bringen, dass dieser Lauf zu den schönsten des Laufjahres 2013 gehörte .

Hurra, ich bin wieder bei den Läufern!

Für mich war dieser Lauf so etwas wie ein Neuanfang. Und der begann so. Während des Weihnachtsbrunchs in einem märkischen Hotel grüßte mich, während ich am Buffet die Köstlichkeiten bestaunte, ein Mann sehr freundlich. Ich grüßte artig zurück, wusste aber in diesem Augenblick noch nicht, wo ich diesen Mann einordnen sollte.


Er zögerte nicht lange und sprach mich an , stellte sich als Günter Koczessa vor und sagte mir dass er mich während der Tour de Berlin , dem Weltcuprennen für Radprofis ,als Sprecher im Etappenort Birkenwerder gehört und nun am Buffet wieder erkannt hätte. Freundlich lud er mich zum Plaudern an seinen Tisch ein, an dem seine Familie den Weihnachtsbrunch genoss.


Wir plauderten gemeinsam über Gott und die Welt und stellten fest, dass wir einige gemeinsame Interessen haben. Fast am Ende des Gesprächs sprachen die Koczessas über ihren Silvesterspendenlauf. Das machte mich dann aber sehr neugierig . Hatte ich doch bereits in den siebziger Jahre viele Läufe moderiert und mit Musik begleitet und somit zu den Pionieren der DDR Laufbewegung gehört. Insbesondere der Pfannkuchenlauf zu Silvester im Pankower Kissingenstadion ist mir noch in bester Erinnerung.


Der kameradschaftliche Umgang der Läufer miteinander und das fröhliche Drumherum hatten mir damals sehr imponiert. Ich hatte Lust auf mehr bekommen . Also sahen mich damals fortan viele andere Läufe am Mikrofon, so zum Beispiel beim großen Friedenslauf im Jahr 1988 , mit über 80 000 Teilnehmern der anlässlich der Tagung des IOC in Berlin als einer der größten Läufe auf der Welt, stattfand, oder beim Berlin-Marathon, dene 25 km von Berlin, dem Berliner Halbmarathon oder dem Nachtlauf auf dem Kudamm. Sie bildeten gemeinsam mit vielen anderen, auch kleineren Läufen, eine der Grundlagen meiner beruflichen Tätigkeit als Moderator.  Bei den kleineren Läufen war ich mit eigener Technik auch als Musikmann vor Ort. So war dann auch die beliebten Laufveranstaltungen “Laufen mit Musik“ entstanden.


Ein gelungener Neuanfang

Dann brach aber mit meinem Umzug von Berlin in das Land Brandenburg Ende der 90 -iger Jahre, der Kontakt zur Laufszene ab. Schade eigentlich . Und nun beim Brunch sollte sich die unverhoffte Möglichkeit ergeben wieder Tuchfühlung zu den Läufern aufzunehmen. Eine Stimme sprach in mir “ Soll ich es wagen“? Ich wagte es und fragte spontan in die Runde,“ ob denn für Moderation und Musik während des Silvesterspendenlaufes gesorgt sei? Diese Frage verneinten die Koczessas. Daraufhin machte ich ihnen den Vorschlag als Moderator und Musikmann mit dabei zu sein. Dieses Anliegen traf bei ihnen auf begeisterte Zustimmung und so machten wir gleich meinen Einsatz als Moderator & Musikmann fest.


Und dann der Lauf, es war wie bei einem Klassentreffen. Einige der Läufer konnten sich noch an meine Moderation während der Läufe und auch an die Kultshow „Medizin nach Noten“, die ich ab Mitte der achtziger Jahre täglich im DDR Fernsehen moderierte, erinnern. So war das Eis schnell gebrochen und ich plauderte genauso am Mikro, wie ich es damals vor 35 Jahren zu Beginn meiner Karriere als Laufmoderator am Silvestertag in Berlin-Pankow getan habe.


Noch einmal mitmischen!

Spontan habe ich nun am letzten Tag des Jahres 2013 beim Silvesterspendenlauf in Oranienburg beschlossen mich jetzt wieder stärker der Laufszene zu widmen. Und ich glaube, diesen Vorsatz werde ich bestimmt in die Tat umsetzen. Also liebe Veranstalter von Laufevents ich bin bereit mit meinem Laufmobil, ausgestattet mit einer Tontechnik und viel Musik zu Euch zu kommen und für gute Stimmung zu sorgen.

Übrigens denkt gar nicht, dass ich nur über das Laufen rede und schreibe. Seit ca. 10 Jahren schwinge ich täglich jeweils über 5 km meine Nordic Walking Stöcke und bin sehr glücklich dabei. Könnt Euch ja mal selbst davon überzeugen und bei Youtube reinschauen in das Video zu meinem Nordic Walking Song „Ich geh am Stock“

http://youtu.be/d4W_tB3nh7c

Bis bald mal wieder Euer Kalle Wendorff

 

REPORT 17 (2013-12-17)

 

Oben: Gruppenbild mit drei Damen - von links: Betty Heidler, Christoph Höhne, Christine Stüber-Errath, Joachim Ziesche, Maritta Bauerschmitt, Joachim Franke; unten: Gunhild Hoffmeister erzählte und Karl-Heinz Wendorff interviewte Wolfgang Behrendt.

Promis unterm Weihnachtsbaum

Jahresabschluss im Sportmuseum Marzahn-Hellersdorf

Nach der Begrüßung durch Wolfgang Kieke, dem Vorsitzenden des Bezirkssportbundes Marzahn/Hellersdorf, dankte Hausherr  Wolfgang Turowski allen Anwesenden für ihre tatkräftige Unterstützung bei der weiteren Entwicklung des Sportmuseums. Dieses hat sich dank deren  Hilfe in den letzten Jahren zu einem  national sowie international geachteten Ort der Präsentation von Sportgeschichte entwickelt.

 

Besonders stolz wies Turowski auf das in diesem Jahr geschaffene Olympiazimmer hin, in dem die zahlreichen Besucher Exponate von Olympischen  Spielen bewundern können. Medaillen, Urkunden, Sportbekleidung, Sportgeräte und weitere unzählige Exponate aus der Geschichte Olympias  bringen den interessierten Besucher immer wieder zum Staunen.

 

Nach Wolfgang Turowskis emotionaler Dankesrede übergab er das Mikrofon an Sportentertainer Karl-Heinz Wendorff,  der nun durch ein abwechslungsreiches 150 minütiges Programm  führte. Den Auftakt machten die jungen Rhythmischen Sportgymnastinnen des 1.VFL Fortuna Marzahn, die mit ihren Ausschnitten aus ihren Wettkampfprogrammen und einige Showtänzen unter der Leitung von Frau Giese  Beifall umjubelt den stimmungsvollen Einstieg gestalteten. Olympiasieger und Medaillengewinner präsentierten  dann den Anwesenden  gut gelaunt  bisher noch nie  preisgegebene Episoden aus ihrem Sportlerleben.

 

Der erste Olympiasieger der DDR Wolfgang Behrendt, der 1956  bei den OS in Melbourne die Goldmedaille im Boxbantamgewicht erkämpfte eröffnnete den Episodenreigen. Der absolut fitte 77 jährige erzählte die eine oder andere Anekdote von diesem denkwürdigen Kampf. 50-km-Gehen-Olympiasieger 1968 Christoph Höhne gab  sehr locker eine Episode zum besten die zum Schmunzeln anregte.

Während seines damaligen  Trainings in einem Park zog er die Aufmerksamkeit eines Radfahrers auf sich, der ihn oft während seiner Trainingsrunden begleitete. Eines Tages sprach er Christoph Höhne, den er wohl vom Namen her noch nicht kannte im feinsten Berliner Dialekt  an “Mensch Junge, det is jut wat de hier machst, bist och janz schön schnell unterwegs , aber Du kannst so oft trainieren wie de willst, so schnell wie der Höhne wirste wohl nie!“  Lachsalven im Publikum und begeisterter Applaus  waren der Dank an den jung gebliebenen Olympiasieger.

 

Und so freundlich ging es den ganzen Abend , an  dem  sich weiter Asse des Sports sehr publikumsnah zeigten,weiter.  Das Publikum bedankte sich  bei seinen Assen zum Anfassen immer wieder mit stürmischem Beifall . So auch bei der einstigen Leichathletin Gunhild Hoffmeister, die noch heute die einzige Mittelstrec-kenläuferin in Deutschland ist, die drei Medaillen während zweier OS  erkämpft hat. Gunhild zeigte den Gästen voller Stolz ihre Tasche, die sie während des Einmarsches zu Eröffnung der Olympischen Spiele in München 1972  getragen hatte. Die Tasche gehört heute zu den begehrtesten Exponaten im Sportmuseum.

 

Wie auch die Schlittschuhe der Weltmeisterin und Bronzemedaillengewinnerin im Eiskunstlaufen Christine Stüber- Errath die ebenfalls  zum Fundus des Museums gehören .Christine las eine  Episode aus ihrem Buch vor, in der sie sich erstmals ihrer ersten Übungsleiterin auf der Friedrichshainer Rollschuhbahn vorstellte . Christine hatte die Bahn mit einer Freundin besucht und Gefallen  an dieser Sportart gefunden. Die Übungsleiterin hatte  Christine nach ein paar folgenden Trainingsstunden fachmännisch beäugt und dann lächelnd gesagt .“Na ja ,die Beste bist Du ja noch nicht, aber auf jeden Fall die Lustigste... “ Das aus Christine; durch unbändigen Fleiß und dem daraus resultierenden Können; später eine der besten Eiskunstläuferinnen der Welt werden sollte, konnte sie ja damals noch nicht im geringsten erahnen.

 

So zog es sich nun von Geschichte zu Geschichte durch den Abend, an dem noch Eishockeylegende Joachim Ziesche, Bronzemedaillengewinnerin im Turnen Marita Bauerschmitt, der  mit neun von seinen Schützlingen erzielten Goldmedaillen erfolgreichste Eisschnell-lauftrainer  Trainer der Welt Joachim Franke ihre Episoden dem glücklichen Publikum zum Besten gaben.


Sehr fröhlich wurde es noch einmal als Petra Wermke Kleidungsstücke vorstellte, die ihre Eltern bei Deutschen Turn und Sportfesten getragen hatten. Dem schloss sich dann noch ein weitere Höhepunkt an. Betty Heidler, Weltmeisterin im Hammerwurf und Bronzemedaillengewinnerin der jüngsten Olympischen Spiele von London 2012, erzählte noch einmal die spannende Geschichte vom Hammerwurffinale, in dem ihr die Kampfrichter eine falsche Weite zugeordnet hatten, wo sich dann aber zum Ende hin alles zum Besten  kehrte. Das kann man von der Veranstaltung ebenfalls getrost sagen.

 

Aufgelockert wurde sie  von kulturellen Einlagen .Der Hausherr griff zur Klampfe und präsentierte ein  eigenes Lied und begleitete mit der Gitarre   die kleine Michelle bei ihren gesungenen Weihnachtswünschen. Das Finale bestritt der Chor Liederquelle mit sicher noch nicht oft gehörten, sehr festlichen Weihnachtsliedern. Ein reger Gedankenaustausch zwischen Publikum und Sportlern mit Speis und Trank beendete eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier der besonderen Art und machten sie für die Anwesenden sicher zu einem unvergesslichen Erlebnis. Für sie war ein wundervolles vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.

 

REPORT 16 (2013-08-19)

Bad-Freienwaldes Schlossparknacht - die Nacht der Nächte!

Oben: Perfomance vor dem Schloss; unten: Konzert der Delta Q Vokalband.

Fotos: Dagmar Wendorff - Wenpress

Wo Königin Friederike Luise und

Walther Rathenau residierten

Lange schon haben sich die Einwohner der Kurstadt Bad-Frei-enwalde auf ein besonderes Ereignis gefreut. Die Schloss-parknacht sollte der kulturelle Höhepunkt des Sommers 2013 werden. Die Erwartungen waren entsprechend, hatten doch die Schlossparknächte der Jahrgänge 2011 und 2012 die Messlatte sehr hoch gelegt. Aber die Erwartungen der Bad-Freienwalder Bürger, sowie die der Besucher aus der Region Märkische Oderland und der zahlreich angereisten Berliner Besucher wurden in diesem Jahr weit übertroffen.

Glanzvolles Highlight

Die Arbeit der Mannschaft der Bad-Freienwalder Tourismus GmbH mit deren umsichtigen Geschäftsführer und Kurdirektor Jens Lüdecke , unterstützt von der Wirtschaftsgemeinschaft der Stadt und zahlreichen Sponsoren aus der Region ließ die Schlossparknacht, zu einem glanzvollen Kulturhighlight werden.

Der traditionsreiche elf Hektar große Schlosspark mit seinem Schloss, welches seit 2007 nach aufwändiger Rekonstruierung in neuem Glanz erwachte, bildete ein königliches Ambiente für das nun bereits zum dritten Mal stattfindende Fest.

 

Performance auf Stelzen

Das Schloss Bad-Freienwalde, ein Kleinod der preußischen Landbaukunst des Klassizismus, wurde als Sommerwitwensitz der Königin Friederike Luise von Preußen in den Jahren 1789-1799 erbaut. Im Jahre1909 kaufte es der Industrielle, Zeitkritiker, Schriftsteller und Politiker Walther Rathenau von der preußischen Hofkammer und richtete sich dort seinen Sommersitz ein. Er nutze 10 Jahre lang die anregende Atmosphäre von Schloss und Park um schriftstellerisch tätig zu sein, machte das Schloss aber auch zu einem kulturellen Treffpunkt.

So empfing er zum Beispiel die Schriftsteller Gerhart Hauptmann und Carl Sternheim, mit denen er rege Diskussionen über Kultur Wissenschaft und Politik führte. 1918 brachte er seinen gesamten Besitz in die Walther-Rathenau-Stiftung-GmbH ein. Nach seiner Ermordung durch rechtsgerichtete Verschwörer im Jahr 1922 schenkten seine Erben das Schloss dem damaligen Landkreis Oberhavel. Seit der Machtübernahme der Nazis bis zum Ende der DDR erinnerte im Schloss nichts mehr an Walther Rathenau. Das änderte sich 1991 als gemeinsam vom Landkreis Bad-Freienwalde und der Walther Rathenau Stiftung in der oberen Etage des Schlosses eine Walther Rathenau Gedenkstätte eingerichtet wurde. Die unteren Räume zeigen ausführlich die Geschichte des Schlosses. Hier kann sich der werte Besucher allumfassend informieren.

Besucher königlich empfangen

Der geneigte Besucher der Schlossparknacht wurde über den roten Teppich schreitend, vom ersten Augenblick an, von der feierlichen Atmosphäre gefangen genommen. Musik einer Bläsergruppe hallte durch den Park und geheimnisumwitterte wundersame Waldwesen, von der Stiftung Waldwelten aus der nahen Waldstadt Eberswalde, inszenierten ein viel beachtetes Spektakel. Stelzen-läufer die an die vier Elemente Erde Wasser Luft und Feuer erinnerten, zogen verspielt, farbig und facettenreich die bewundernden Blicke der Besucher auf sich.

Zwischen Programmen auf vier Bühnen konnten die Gäste auswählen. Einen Höhepunkt des Abends bildete das Konzert, des glanzvoll aufspielenden Brandenburgischen Salonor-chesters mit deren stimmlich starken jungen Solistin Anna Krauja-Chen. Das Orchester widmete sich mit Wiener Charme und purer Spielfreude dem Schaffen des Walzerkönigs Johann Strauß.

 Auch im Umfeld Sehenswertes

Zu wahren Beifallsstürmen forderten die jungen Artisten Christof Bruch und Fabio Zimmermann, mit ihren Jonglagen die Zuschauer heraus. Dem nicht nach stand die mit internationalen Preisen dekorierte Delta Q Vokalband aus der Hauptstadt. Sie bot feinste Delikatessen für Auge und Ohr. Aber auch im Umfeld gab es für das Auge des Betrachters eine Fülle von Eindrücken.


Die Zuschauer promenierten durch das Parkgelände schauten fasziniert auf Mister X , der perfekte Körperbeherr-schung demonstrierte, oder sahen gebannt dem Schnellzeichner Gero, dem schnellsten Karikaturisten der Welt zu. Viele ließen sich von ihm im Laufe der Nacht auch porträtieren. Andere schlossen sich der Führung durch Heiko-Walther –Kämpfe von der Tourismus GmbH an bei der sie das Erlebnis, Schlossgarten genossen.

 

 

Ein faszinierendes Spiel mit Farben

Mit einbrechender Dunkelheit strahlte das Schlossparkgelände dann festlich illuminiert in farbenfrohem Gewand, was dem werten Besucher Anlass zum Staunen bot. Zum Finale als kleines Sahnehäubchen obendrauf begeisterte dann eine Feuershow, die hierzulande ihres gleichen sucht. Blieben nur noch zu nennen Moderator Lutz Hoff, der von der ehemaligen DDR Fernsehsen-dung “Schätzen Sie mal“ der launig und gekonnt durch diesen glanzvollen Abend führte und selbst-verständlich alle, die sich um das leibliche Wohl der überaus zahlreichen Besucher kümmerten.

Rundherum also ein rauschendes Fest der Sinne ,das im wahrsten Sinne des Wortes Appetit macht auf mehr .Nach dem Fest ist aber vor dem Fest und so werden in Kürze bereits die Vorbereitungen für den Schlossparknachtjahrgang 2014 beginnen. Kurdirektor Jens Lüdecke und der an diesem Abend voller Zufriedenheit über das ganze Gesicht strahlende Bürgermeister der ältesten Kurstadt Brandenburgs, Ralf Lehmann werden nichts unversucht lassen, die diesjährige Schlossparknacht im nächsten Jahr noch zu übertreffen.

 

Immer eine Reise wert

Die Kurstadt Bad-Freienwalde hat übrigens über das ganze Jahr jede Menge Attraktionen zu bieten. Neben dem international anerkannten Kurbetrieb lockt die Skisprungfans die nördlichste Schanzenanlage Deutschlands in der Sparkassen Skiarena. Auf den vier Schanzen erleben sie dort jedes Jahr spannende Wettkämpfe des Skisprungnachwuchses Aber auch ehemalige Weltmeister und Olympiasieger waren zu Gast an der Schanze. Alle Wanderfreunde   kommen währen der Turmwanderung zu den vier Aussichtstürmen der Stadt auf ihre Kosten .Nach absolvierter Wanderung erhält jeder Wandersmann ein heiß begehrtes Turmdiplom.

Auch sie, meine lieben Leser können Bad-Freienwalde gern einmal ihre Aufwartung machen und sich an Ort und Stelle von den Reizen der brandenburgischen Kurstadt überzeugen. Vielleicht sogar bei der 4. Schlossparknacht die garantiert im August 2014 starten wird.

Oder auch bereits schon früher .Die entsprechenden Infos finden sie im Internet unter www-bad-freienwalde .de

Bis bald sagt Ihr Karl-Heinz Wendorff

REPORT 15 (2013-08-06)

Fotos: Wendorff

Kranichzeit ist immer

Ich erinnere mich daran, dass ich als kleiner Bub ein begeisterter Kinogänger war. Alle 14 Tage - immer mittwochs - kam der Landfilm in mein kleines Dorf im Brandenburger Land. Ich konnte diesen Tag kaum erwarten. Als er dann da war und das vorsintflutliche Auto des Filmvorführers auftauchte, war ich erst einmal beruhigt. „Hurra , heute ist Kinotag", jubelte ich, und mein Herz hüpfte voller Freude.


Kino im Saal

Meine Freunde und ich trafen uns kurz nach dem Eintreffen des Filmvorführers an der Dorfgaststätte. Wir wollten ihm beim Hineintragen der Geräte in den Saal zu helfen. In den Saal, der im Winter auch als Sporthalle für uns Schüler galt.

 

In den Boden waren die Hülsen für das Reck eingelassen und alle anderen Turngeräte in einem Raum neben der Bühne verstaut.Wir turnten im Saal was das Zeug hielt. Die Erwachsenen feierten im Saal ihr Erntefest. Und die Feuerwehrleute löschten beim jährlichen Feuerwehrball ihren Durst.

Für 25 Pfennige

Manchmal fanden auch rauschende Hochzeitsfeiern statt. Heute wurde er aber in einen Kinosaal verwandelt. Wir stellten die Stühle zu Sitzreihen nebeneinander und halfen dem freundlichen Filmvorführer dann noch beim Aufstellen der großen Leinwand. Anschließend kümmerte der sich noch um die Apparaturen von denen die Filme abgespielt werden sollten, legte die Filmrollen ein und machte dann erst einmal ein kleines Päuschen.


Meistens spendierte er uns noch eine Limonade, die uns der Wirt im Gastraum einschenkte. Von dort mussten wir noch einmal auf die Straße gehen und so lange warten bis sich die Saaltür öffnete und der Filmvorführer, an einem Tisch sitzend, das Eintrittsgeld von 25 Pfennige pro Kind einkassierte.

Beim dritten Gong Film ab

Glücklich nahmen wir Platz und warteten gespannt auf den Gong der dreimal erklang und somit den Beginn der Vorstellung ankündigte. Mit dem dritten Gong wurde es im Saal dunkel und der helle Strahl des Vorführgerätes traf mit surrendem Geräusch Bilder malend auf die Leinwand. Meistens waren es Trick- oder Scherenschnittfilme die für uns Kinder gespielt wurden.


Besonders froh waren wir aber wenn es einen Spielfilm mit“ echten Menschen“ zu sehen gab. Zirkusfilme wie „Carola Lamberti - eine vom Zirkus“, „Salto Mortale“ oder „Alarm im Zirkus“ sind einige, an die ich mich noch erinnern kann.

Mit Romantik und Seele

Besonders gespannt war ich immer auf die russischen Märchenfilme. Sie berührten mich am meisten. Denn sie sind so gefühlvoll, und ich liebe sie. Die russische Seele voller Romantik, dazu die wunderschöne russische Landschaft. Immer wenn ich aus solchen Filmen kam war ich innerlich total aufgewühlt.


Ein Film war für mich aber der absolute Favorit. „Wenn Kraniche ziehen“ mit dem unvergessenen Schauspieler Sergej Bondartschuk. An den Film wurde ich immer wieder erinnert als ich in das Kranichland Brandenburg zog. Die Vögel des Glücks die, wie die Sage erzählt, im Frühling die Sonne mitbringen, erweckten von Beginn an mein Interesse. Sie faszinierten mich mit ihren laut trötenden Weckrufen, ich sah ihnen gebannt bei ihren Tänzen zu und erfreute mich an ihrem abendlichen Vorbeiflug in langer Formation zu den Rastplätzen.

Sogar in Kanada im Radio

In mir reifte der Entschluss ihnen etwas Bleibendes zu widmen. Irgendwie musste ich meine Bewunderung und die Liebe zu den Riesenvögeln doch ausdrücken. Und es entstand mein Lied “Wenn Kraniche ziehen“, ein Lied das viele Anhänger fand und in den Hitparaden von einigen öffentlich rechtlichen Radiosendern Spitzenplätze belegte.


Bei Radio Herz, einer deutschspra-

chigen Radiostation im fernen Kanada, nimmt „Wenn Kraniche Kranichen ziehen“ einen festen Platz ein. An ein Erlebnis denke ich voller Glückseligkeit zurück. An dem Abend, als „Wenn Kraniche ziehen„ in der Hitparade des vielgehörten Radios Berlin 88.8 den ersten Platz in der Hitparade der Sendung „Fröhliche Musikanten“ belegte, hörte ich über meinem Haus ein außergewöhnliches Geräusch. So als ob ein ganzes Orchester mit vielen Trompetern spielte.

Dank der Gefiederten

Als ich aus dem Haus trat und gen Himmel schaute sah ich in geringer Höhe eine große Gruppe von Kranichen direkt über meinem Haus kreisen. Es klang so als wollten sie sich bei mir für das schöne Lied bedanken, das ich ihnen gewidmet habe.


Ich lauschte ihnen voller Andacht und konnte mich an ihrem Trompetenspiel nicht satt genug hören. Nach einiger Zeit drehten sie ab, ich winkte ihnen nach bis sie mit immer leiser werdendem Klang in der Ferne verschwanden. Aber ich brauche weiterhin nicht auf meine Kraniche verzichten.

Halb sieben am Gartenzaun

Jahr für Jahr erfreuen sie mich mit ihrer Anwesenheit. Viele von ihnen überwintern neuerdings sogar im Land und fliegen gar nicht mehr in den Süden. So habe ich immer Kranichzeit. In diesem Sommer hat es mir ein Pärchen besonders angetan, das mich täglich um 6.30 Uhr in der Frühe mit seinem fröhlichen Trompeten an meinem Gartenzaun weckt.

 

Ich begrüße sie dann und mache dann den einen oder anderen schönen Schnappschuss, den ich mir dann voller Freude ansehen kann. So ist bei mir schon eine richtige Kranichgalerie entstanden.

 

Machen Sie es gut bis zum nächsten Mal

Ihr Kalle Wendorff

Den Titel “Wenn Kraniche ziehen“ können Sie übrigens in der Mediathek auf meiner Website www.karl-heinzwendorff.de als Fotovideo mit meinen schönsten Kranichfotos hören und ansehen.

REPORT 14 (2013-07-19)

Mohnfeld bei Premnitz. Foto: Karl-Heinz Wendorff

Ich war ein Naturmuffel

Mit Landlust & Landliebe in der Mark Brandenburg

Als ich mit Beginn der fünfziger Jahre meine unbeschwerte Kindheit in einem kleinen Dorf im Land Brandenburg verbrachte, hatte ich nicht unbedingt ein Faible für die Natur. Durch Wald und Flur zu streifen und die Flora und Fauna mehr und mehr der Natur zu bestaunen fand ich nicht so prickelnd, wie zum Beispiel das tägliche Fußballspielen mit Freunden auf einem sandigen Bolzplatz hinter dem Dorf.


Aber auch das genügte mir eines Tages nicht mehr. ich wollte als Sportler weg von der dörflichen Idylle, hinaus in die weite Welt. Ich sah mich im Traum in großen Stadien in denen mir Menschen bei meinen Rekord-leistungen zujubelten.


Mit dem Wechsel in die EOS in der nächstge-legenen Kreisstadt und später an die Humboldt –Uni in Berlin bestand mein tägliches Pensum als Pädagogikstudent vorrangig aus Sport, Sport und nochmal Sport. Da war kein Platz für lange Exkursionen in die Natur.


Die vermisste ich auch nicht. Nicht einmal für das Zwitschern der Vögel hatte ich, wenn ich nach einem langen Tagwerk zuhause angekommen bin, ein Ohr. Ich war eben ein richtiger Naturmuffel


Die Hektik der Großstadt hielt mich gefangen


Später als Sportmoderator schauten meine Augen höchst konzentriert auf das zu kommentierende Geschehen im Stadion oder in der Sporthalle. Die Hektik der Großstadt hielt mich über unendlich lange Jahre in Atem. Heute hat sich das völlig geändert.


Dass ich mich mit zunehmendem Alter mehr und mehr den Schönheiten der Natur zuwende, hat sicher hauptsächlich damit zu tun, dass ich meine alte Heimat wiederfand. Hier habe ich mich nunmehr seit 15 Jahren in dem kleinen Dörfchen Trampe im schönen Barnim nieder gelassen.


Um mich herum Natur pur und ich lerne die wunderbaren Seiten des Landlebens von Tag zu Tag mehr kennen und lieben .Ich genieße jede freie Stunde in freier Natur. Inzwischen haben sich meine Augen für das Geschehen in Mutter Natur geschärft. Mit der Kamera unterwegs habe ich schon das eine oder andere Naturwunder eingefangen.

 

Inzwischen entstand ein echtes Fotoarchiv .Und sie liebe Leser meiner Kolumne möchte ich mit einer Minifotogalerie Lust auf das Landleben machen. Wenn sie noch mehr Fotos aus meiner schönen Heimat sehen wollen schauen Sie sich auf der Webseite www.karl-heinzwendorff.de in meiner Mediathek das Video „Das ist mein Brandenburger Land“ an.

Viel Vergnügen wünscht Ihnen ihr Karl-Heinz Wendorff

 

REPORT 13 (2013-06-20)

Sportliche Barnimer (Farben)Fröhlichkeit.

Fotos: Dagmar Wendorff

Wo alles etwas höher ist

Die Barnimer Sportwoche ein echter Knüller im Sportland Brandenburg!

Mittlerweile lebe ich nun schon wieder seit 15 Jahren in meiner alten Heimat, der Mark Brandenburg. Und ich kann wirklich sagen, dass ich hier gerne wohne. Hier im Landkreis Barnim, ca 35 km von meinem ehemaligen Zuhause Berlin –Marzahn entfernt, lasse ich es mir gut ergehen.

 

Doch mit etwas Bange

 

Bei meiner damaligen „Übersiedlung“ als “Bulette“, wie man einen Berliner scherzhaft in Brandenburg nennt, kam bei mir doch der eine oder andere Zweifel auf, ob es für mich in meinem Beruf als Moderator nahtlos weiter gehen würde. Schließlich war ich ja in Berlin richtig gut etabliert und hatte alle Hände voll zu tun. Es gab kaum eine der Berliner Großveranstaltungen bei der ich nicht am Mikrofon stand.


Und nun doch die bange Überlegung, ob mir das auch auf dem flachen Land gelingen würde. Denn als Neuling würde man sich ja erst einmal hinten anstellen müssen. Aber in meinem Falle bestimmte die Ausnahmen die Regel. Natürlich musste ich mich erst tüchtig bewegen und Kontakte knüpfen. Einer erwies sich bereits nach wenigen Wochen als Volltreffer. Ich hatte mir vorgenommen, dem Kreissportbund Barnim, dem höchsten Gremium des Sports im Landkreis meine Aufwartung zu machen.

 

Mit offenen Armen empfangen

 

Und traf dort auf offene Ohren und wurde mit offenen Armen empfangen. Gerd Müller, ehemaliger hoch geachteter Fußballschiedsrichter, und mit der Wende Geschäftsführer des KSB engagierte mich kurzerhand als Moderator und Musikmacher für das traditionelle Seniorensportfest des Kreises. Meine Leistung muss wohl den Anwesenden gefallen haben, denn kurz darauf gab es weitere Einsätze im Barnimer Sport. Von der Leichtathletik, über Handball, Fußball, Gymnastik war alles dabei.

Auch meine eigenen Sportshows für Kinder, mit denen ich in Berlin so erfolgreich war, lebten hier wieder auf.

 

An all das musste ich denken, als ich Anfang Juni 2013 nun bereits zum 15.mal die Moderation des Seniorensportfestes übernommen hatte. Aber nicht nur moderiert habe ich dieses Fest für die Senioren des gesamten Landkreises. Nein, es hatte sich für mich zur Tradition entwickelt auch das gemütliche Zusammensein nach dem Ende der Wettkämpfe zu gestalten. Das beinhaltete eine zünftige Siegerehrung mit der Übergabe der Pokale an die besten Mannschaften, eine Tombola mit wertvollen Preisen, und ein kleines Konzert das ich mit den schönsten Oldys gab, das die jung gebliebenen Senioren als eine weitere schweißtreibende Sportdisziplin ansahen und fleißig das Tanzbein schwangen.

 

Kein Grund zum Belächeln

 

Eine kleine Episode am Rande des Sportfestes amüsierte mich köstlich. Während auf dem Sportplatz einige Senioren beim Slalomlauf ihr Bestes gaben, wurden sie in unmittelbarer Nähe von einigen Jugendlichen so ein wenig linkisch belächelt. So in der Art, müssen die denn in dem Alter noch Sport treiben? Ich stellte mir ob dieses Anblicks die Frage, ob diese Jugendlichen, die ja irgendwann auch einmal in das Seniorenalter kommen, dann immer noch Grund zum Lachen haben?

 

Sicher nur, wenn sie ebenfalls ein Leben lang Sport getrieben haben. Die KITA Kinder, die innerhalb der Eröffnungszeremonie des Sportfestes ein kleines, aber feines, von den Senioren begeistert aufgenom-

menes Sportprogramm zeigten, werden sich ganz bestimmt die Freude am Sport bewahren und deshalb ein Leben lang immer einen Grund zum fröhlichen Lachen haben!

Sportmaskottchen Barnike mit den Machern des Barnimer Sports

Lebenfreude pur

 

Das Seniorensportfest ist übrigens fester Bestandteil der Barnimer Sportwoche, zu der auch ein Integra-

tionssportfest gehört. Hier amüsieren sich Menschen mit und ohne Behinderung beim gemeinsamen Sporttreiben prächtig. In diesem Jahr waren es über 350 Teilnehmer, die angefeuert von ihren Lehrern und Betreuern, ihr Bestes gaben und das Erlebnis Sporttreiben mit Freunden uneingeschränkt genossen.


Lebensfreude pur erlebte der Betrachter auch beim Anschauen des Kitasportfestes, bei dem über 500 Kinder aus den Einrichtungen des Landkreises, gemeinsam mit Barnike ihrem Sportmaskottchen ,die Sporthalle im Eberswalder Westend Sport-

komplex zum Brodeln brachten. Helles hundert-

stimmiges Kinder-lachen war für die Organisatoren der schönste Lohn für ihre umfangreiche Vorbe-reitungsarbeit

Fleißige Kuppelbaumeister beim Kitasportfest

Eine Erfolgsgeschichte

 

Das Ziel der Barnimer Sportwoche insgesamt, Freude an der sportlichen Betätigung zu vermitteln und daraus resultierend vielleicht sogar neue Mitglieder für die Sportvereine zu gewinnen ging zu 100 % auf, denn das Angebot war so umfangreich, so dass für jeden Teilnehmer etwas dabei war.


Der Sport im Barnim ist auch gerade wegen der nun schon ins dritte Jahrzehnt gehenden Sportwoche als Werbung für den Sport eine echte Erfolgsgeschichte und beruht auf der Zusammenarbeit des Kreissport-bundes genannt, seien hier der Vorsitzende Roland Kühne und der Geschäftsführer Ron Jordan mit sei-nem Team von fleißigen Helfern, mit den ent-

sprechenden Partnern in der Kreisverwaltung und den fleißigen Sponsoren. Auch mich freut es immer wieder, wenn ich das bunte Treiben vom Mikrofon her dirigieren kann .Es macht mich auch jedes Mal ein wenig Stolz dass ich als ehemaliger Großstädter von den Sportlern meiner alten Heimat so gut aufgenommen worden bin. Danke dafür, Ihr Barnimer!!!! Und alles Gute, liebe Leser, wünscht  Karl-Heinz Wendorff

REPORT 12 (2013-05-30)

Diskosound machte das Rennen

Laptopwerk-Fans haben abgestimmt

Danke an alle Leser meiner Kolumne, die sich an der Abstimmung für „Paula mein kleiner Superstar“ beteiligt haben.

Es standen ja bekanntlich 2 Versionen für das Lied zur Auswahl.Die Entscheidung war eine sehr deutliche, denn 76,4 % der Voter haben sich für die Diskoversion entschieden.

Autogramme von Sissi mit einem Dankeschön für die Teilnahme am Voting  sind auf dem Weg zu Euch!


Als Belohnung gibt es hier noch für alle Fans vom Laptopwerk  das Musikvideo “Paula mein kleiner Superstar“ dass Ihr ja mit bestimmt habt. Der Titel erfreut sich übrigens jetzt schon sehr großer Beliebtheit bei Groß und Klein ,wie man u.a auch den unendlich vielen Kommentaren auf Youtube entnehmen kann. Demnächst gibt es den Titel auf www.sissi-music.de auch als Download

Viel Spaß beim Anschauen wünscht Euch Euer Karl-Heinz Wendorff

REPORT 11 (2013-05-17)

Foto: Team Breydin

 

Mit Sissi und Paula

Ballade oder Disko?

Hallo liebe Leser von BREY-DINES,

sicher haben Sie sich schon gewundert, dass in den letzten Wochen keine Kolumne von mir erschienen ist. Das hatte aber einen triftigen Grund, den ich Ihnen einfach nennen möchte. Ein Problem beschäftigte mich in den letzten Wochen derart, so dass jegliche Kreativität auf der Strecke blieb. An einem Tag im April um die Mittagszeit wurde von einem Parkplatz mein Auto gestohlen. Es ist schon ein gehöriger Schreck wenn man, wo einst das Auto stand, eine gähnend leere Fläche vorfindet.


Im ersten Moment ist man nicht in der Lage die Tragweite solch eines Diebstahls einzuschätzen. Der Schock sitzt zu tief. Und dann die anschlie-ßenden „Rennereien“, die so ein Diebstahl nach sich zieht. Wenn man auch noch sämtliche Unterlagen im Auto liegen gelassen hat. Da sind schon einige Wege zu gehen, um die Dokumente wieder zu beschaffen. Der silbergraue VW Multivan war trotz intensiver Ermittlungen der Polizei nicht mehr aufzufinden. Er steht übrigens in der Liste der gestohlenen Autos ganz oben an der ersten Stelle, wie mir die Polizisten auf der Wache, in der ich den Diebstahl meldete, bestätigten.


Mittlerweile hat sich bei mir und meiner Frau die Aufregung etwas gelegt ,die Versicherung hat den Schaden pünktlich und sehr korrekt beglichen, und ich habe jetzt wieder den Kopf frei für die anderen Dinge des Lebens, wie eben auch für meine geliebte Kolumne. Und die ruft Sie, verehrte Leser zur Mitarbeit auf. Ich brauche Ihre Hilfe!

 

Nutzen Sie Ihre Chance und werden Sie Musikredakteur für das wunderschöne neue Musikvideo der Sängerin Sissi!


Es war einmal ein kleines Mädchen, das einen kleinen süßen Hund trifft und sich sofort in ihn verliebt. So könnte das Märchen beginnen, das von dem kleinen Mädchen Sissi und der kleinen Jack Russel Dame Paula handelt. Beide trafen sich zum ersten Mal während einer Fernsehauf-zeichnung . Sissi sang in dieser mit ihrer glockenhellen Stimme ein Lied vom kleinen Pony . Sie ist übrigens bereits ein kleiner Gesangsstar, hat sie doch schon im Musikantenstadl vor über 5 Millionen Zuschauern einen umjubelten Auftritt hinter sich.


Ich präsentierte nach Sissis Auftritt meine kleine Mops& Co – die Schnuffishow - in der Paula gemeinsam mit ihrer Mops-Freundin Bibi ein paar tolle Kunststückchen zeigte. Sissis Herz schlug von der ersten Sekunde an für die süße Paula. Nach der Show sprach sie mit mir und brachte ihre Bewunderung für Paula zum Ausdruck. Worauf ich ihr anbot ein Lied über Paula zu schreiben. Sissi war von diesem total begeistert. Gesagt getan ich komponierte eine Melodie und schrieb den passenden Text dazu. Sissi ging in ein Dresdner Tonstudio und sang das Lied ein.


Ein Lied, welches die Geschichte vom Hündchen Paula erzählt, dass keine Eltern mehr hat und traurig im Tierheim lebt. Ein kleines Mädchen erfährt aus dem Fernsehen die Geschichte von der kleinen Paula und bittet ihre Eltern das Hündchen aus dem Tierheim zu holen. Die Eltern können dem sehnlichsten Wunsch ihrer Tochter nicht widerstehen und holen Paula aus dem Tierheim. So wird Paula ein echtes Familienmitglied. Im Lied singt das kleine Mädchen von allem was sie täglich mit Paula erleben kann. Sie vergisst aber auch nicht zu erzählen, dass so ein kleiner Hund viel Fürsorge braucht und sie dafür ganz viel Zeit aufbringen muss.

 

Zum Lied wurde auf meiner Ranch, auf der ich mit insgesamt sieben Vierbeinern, mit fünf Möpsen und zwei Jack Russel Terriern lebe, ein zauberhaftes Video gedreht .Die beiden Darsteller im Video, das Mädchen Sissi und die Jack Russel Hündin Paula verstanden sich von der ersten Drehminute   an großartig . Paula erwies sich als ein echter kleiner Superstar und Sissi bewies großes Talent als „Dompteuse“

 

Jetzt aber, wo alles in trockenen Tüchern ist und das Video nur darauf wartet überall gezeigt zu werden, können sich die Sängerin, der Komponist und alle anderen Beteiligten an der Schaffung des Liedes nicht entscheiden, welche Musikversion das Video untermalen soll. Sissi hat nämlich im Studio zwei Versionen des Liedes eingesungen, eine in Balladen-und die andere in Diskoform.

Deshalb rufen wir Sie, liebe Leser, auf:

Nehmen Sie uns die Entscheidung ab . Werden Sie zum Musikredakteur und beteiligen Sie sich an der Abstimmung! Wollen Sie die Musik des Videos von „Paula - mein kleiner Superstar“ in Balladen –oder in Diskoform? Hören Sie sich beide Versionen auf der Homepage von Sissi    www.sissi-music.dean und stimmen Sie für Ihren Favoriten ab. Wir zählen auf Ihre Stimmen . Wir wollen die Version des Liedes auf das Video bringen, die bei der Abstimmung die meisten Stimmen bekommt. Die Entscheidung ob „Ihre Version“ als Sieger gekürt wird, erfahren Sie am 27. Mai mit Erscheinen des Videos auf Sissis Homepage . Dankeschön schon jetzt für Ihre Hilfe, mit der Sie uns eine große Entscheidung abnehmen!


Bis dahin verbleibe ich mit besten Grüßen als Ihr Karl-Heinz Wendorff

REPORT 10 (2013-03-20)

Foto: rusvision@gmx.net



In Pfeiffers Ballhaus fit wie Bolle

Die TV-Show des Hauses - eine äußerst liebenswerte Hauptstadttradition!

Um den Kontakt mit Menschen, mit denen man irgendeinmal vor unendlichen Jahren freundschaftlich verbunden war, wieder aufzunehmen, bedarf es schon einer großen Leistung seiner grauen Zellen . Sie müssen die Fähigkeit haben, sich an längst Vergangenes zu erinnern . Eine wesentliche Hilfe bei der Suche nach solchen damals liebgewonnenen und heute eben fast in Vergessenheit geratenen Menschen bekommt man von den modernen Medien Fernsehen und Internet. Ob gewollt oder rein zufällig, erblickt man dann in diesen Medien den einen oder anderen Menschen, den man eben lange nicht gesehen hat. Den Kontakt zu diesem herzustellen ist dann kein Problem mehr. Schließlich haben wir ja das Internet. Schnell mal den Namen gegoogelt und wenn man dann ein wenig Glück hat, kann der Rechner mit Anschrift und e-mail Adresse dienen.


Thommy meldet sich!


So erging es vor einigen Wochen meinem Freund Thommy , der sich in Berlin beim Anschauen einer Fernsehsendung verwundert die Augen rieb , als er seinen alten Kumpel Kalle als moderierenden und singenden Wirt in einer Fernsehshow sah. Thommy staunte nicht schlecht, fragte den Computer und war in wenigen Sekunden auf Kalles Internetseite, sah dort dessen e-mail- Adresse und beamte sofort eine Mail an diese.


Voller Freude las ich , Karl-Heinz Wendorff, deren Inhalt. Thommy schrieb mir, dass wir uns aus alten TV- Sport- in- Berlin- Zeiten kennen, einer Fernsehsendung, die jeden Sonntagabend mit regionalem Sport im Berliner Spreekanal ausgestrahlt wurde. Er war damals einer der Kameramänner und setzte mich während meiner Moderation mit seiner Kamera immer bestens ins Bild.

So hatten wir zu Beginn der neunziger Jahre gemeinsam viele spannende Abende in den Fernsehstudios in der Weddinger Voltastraße verbracht. Als ich dort ausstieg, ging der Kontakt mit Thommy verloren. Ich hatte ihn damals als sehr kompetenten, stets freundlichen Zeitgenossen kennengelernt. Deshalb war eben meine Freude groß , als ich per Mail wieder etwas von dem fast vergessenen Thommy erfuhr.


Ich war neugierig auf Pfeiffers Ballhaus


Er berichtete, dass er auch längst nicht mehr bei TV Sport in Berlin tätig war, sondern seit längerem als verantwortlicher Mann für den guten Ton in der Sendung Pfeiffers Ballhaus bei ALEX TV mitwirkt, einem Sender bei dem Fernsehen von Bürgern für Bürger gemacht wird. Die Sendung Pfeiffers Ballhaus mit dem berühmten Berliner Lokalkolorit gibt es bereits seit 1987 . Die 14-täglich ausgestrahlte Sendung gehört sicher zu den ältesten in Berlin überhaupt. Musik und gute Unterhaltung werden in ihr großgeschrieben. Die Macherin der Sendung Roswitha Günther ist seit der 4.Folge der Sendung die am 17.Februar 1988 ausgestrahlt wurde, voller Elan dabei.


Ab der 6.Folge wurde die ehemals eingespielte Musik aus der Konserve von der Livemusik abgelöst. Das Konzept der Sendung ist es Künstlern, die ein wenig in die Versenkung geraten sind, oder neuen jungen Künstlern sowie talentierten Laien die Chance zu geben sich vor einem breiten Fernsehpublikum zu präsentieren. Und das live ohne das heute übliche Vollplayback. Desweiteren wird grundsätzlich in deutscher Sprache gesungen. Das hörte sich für mich alles sehr gut an. Als Thommy mir dann in seiner nächsten e-Mail das Angebot unterbreitete in der Sendung aufzutreten, ließ ich mich nicht lange bitten.


Alles was er mir sagte und was ich im Internet unter www.pfeiffers-ballhaus.de nachlesen konnte hatte mein Interesse geweckt. Dass er mich noch darauf hinwies, dass es für den Auftritt keine Gabe geben sollte, spielte für mich keine Rolle.


Wie in einer anderen Welt


So dauerte es nicht mehr lange, und eine Frau Günther meldete sich mit, “Hallo Carl hier is Roswitha , ick hab jehört, dass de bei uns ufftreten willst. Is det wahr? Det wär natürlich dufte.“ Ihr Berliner Dialekt begeisterte mich von ihrem ersten Ton an. Ich bejahte ihre Frage. „Na ja dannn schick mia mal deine zwee Lieder, die wir dann am 6.März uffzeichnen wolln. Enes muss ick Dia aba jleich sajen, bei uns wird live gesungen!“ Das hatte ich aber bereits gehört und so sagte ich meinen Auftritt in Pfeiffers Ballhaus fest zu.


Mit einem „Ick freu mia „ verabschiedete sie sich dann von mir. Ich dachte nach dem Anruf so bei mir - dieses Berliner Original musst du auf jeden Falle kennenlernen . Das Anschauen der letzten Aufzeichnungen der Sendung im Internet bestärkte mich in meinem Vorhaben in Pfeiffers Ballhaus mitzuwirken. Mit der Frau, die durch die Sendung führte musste ich unbedingt zusammen arbeiten. Mit ihrer burschikosen Art so viel Ehrlichkeit, Optimismus und gute Laune ausstrahlend, wie man es von den Moderatoren der anderen Fernsehpro-gramme überhaupt nicht mehr gewohnt ist, hatte sie mich restlos überzeugt.


Nach dem Fernsehstudium der Sendung bei Youtube wusste ich nun also ungefähr, was mich im Studios von ALEX TV erwarten würde . Ein paar Tage vergingen noch, bis ich mich mit meiner Frau auf den Weg in den Berliner Stadtbezirk Wedding machte. Etwas zögerlich, weil wir ja nicht ganz genau wussten, was uns dort erwarten würde, betraten wir das Studio. Und waren sofort von dem, was sich unseren Augen bot „von den Socken“.

 

Himmel und Menschen wuselten kreuz und quer durch das Studio. Die einen werkelten an den Wänden herum und dekorierten sie mit großen und kleinen Accessors, andere zogen Kabel oder bereiteten die Kamera-und Scheinwerfereinstellungen vor.


Einige schleppten Tische und Stühle in den improvisierten Ballhaussaal. Belegte Brötchen und Kuchen, Kaffe und Getränke wurden in Position gebracht. Das was im ersten Augenblick wie ein riesiges Durcheinander aussah, entpuppte sich bei näherem Hinschauen als ein gut geordnetes Vorbereitungsprozedere auf die Sendung. Da werkelte ein gut eingespieltes Team, welches mit Riesenelan „ Seine Sendung “ liebevoll vorbereitete. So war Dank dieses eingespielten Teams bereits eine Stunde vor Aufzeichnungsbeginn alles bestens gerichtet. Wir selbst konnten uns mit den anderen Künstlerkollegen in einem wohlig temperierten Raum auf die Ausgaben 227 und 228 von Pfeiffers Ballhaus einstimmen.


Eine charmante Dame übernahm den Part der Maskenbildnerin und versuchte aus meinem Gesicht das Beste herauszuholen. Im Gespräch mit ihr erfuhr ich dass sie, eine ehemalige Friseuse, jetzt Rentnerin sei und nun seit vielen Jahren bereits den Part der Maskenbildnerin im Ehrenamt in „Pfeiffers Ballhaus“ übernommen hätte. Diese Aufgabe mache ihr unendlich viel Spaß . Genauso viel Spaß, wie den Kameraleuten, den Tontechnikern, den Lichttechnikern und all denen, sie sich voll ins Zeug legen für eine Sendung. Eine Sendung wie sie schöner nicht sein könnte.


Den Grimme-Preis verdient!


Das bewies dann auch die eigentliche Aufzeichnung der zwei Sendungen. Roswitha Günther brillierte in der Rolle der Ballhauschefin Henriette Pfeiffer mit Berliner Herz und Schnauze. Sie kündigte mit ganz viel Liebe Ihre musikalischen Gäste an , erzählte die eine oder andere witzige oder auch anrührende Geschichte und lud alle Anwesenden im improvisierten Ballsaal zu vielen Tanzrunden ein.


Ihrer Moderation merkte man übrigens an, dass sie sich gründlich vorbereitet hatte. Getanzt wurde nach den Liveklängen des Ballhausorchesters, das aus Musikanten besteht, die schon seit den ersten Sendungen im Ballhaus dabei sind. Es war herzerfrischend dieser „reifen Musikantenriege“ bei ihrem Spiel zuzuschauen. Über den ganzen Zeitraum der Aufnahmen standen sie „fit wie Bolle“ hinter ihren Notenpulten und spielten gute Kondition beweisend, ihr wunderschönes Programm herunter.


Das Publikum im Studio spielte bestens mit, belohnte die auftretenden Solokünstler und das Berliner Mundharmonika- Orchester, das einzige seiner Art in Berlin , für deren Darbietungen mit viel Applaus und schwang während der Tanzrunden eifrig das Tanzbein. So vergingen die vier Aufzeichnungsstunden eigentlich sehr schnell und zwei neue Sendungen waren im Kasten.


Diese beiden Sendungen können Sie, werter Leser meiner Kolumne, nun über Kabelfernsehen in Berlin bei ALEX TV Folge 227 am 24.März 2013 und Folge 228 am 21.April 2013 jeweils um 15.00 Uhr sehen. Die Wiederholungen strahlt ALEX TV am 12.Mai 2013 um 15.00 und am9.Juni 2013 ebenfalls um 15.00 Uhr aus. Weltweit anzuschauen sind die Sendungen Folge 225und 228 im Internet und zwar bei Youtube unter der Angabe „Pfeiffers Ballhaus“. Ich bin gespannt, wie meine beiden Titel „Aus dem Norden“ und „Hinter den Bergen liegt Berlin“ , live gesungen, herüberkommen werden.


PS: Natürlich bedankte ich mich nach den Aufzeichnungen bei Roswitha Günther alias Henriette Pfeiffer, dass sie mir die Chance eingeräumt hatte in dieser Urberliner Unterhaltungssendung mitwirken zu dürfen. Als ich sie abschließend fragte ,worauf sie die lockere und entspannte Atmosphäre während der Dreharbeiten zurückführe, sagte sie mir „ Det is eben so ,weil keener hier Jeld kricht , alle mit Bejeisterung ehrenamtlich „arbeiten“ Det is det Jeheimnis, das och ken Neid uffkommen lässt. Alle sind hier ene verschworene Jemeinschaft“. „Jeder für Jeden und det allet zum Nulltarif , zum Wohle des Publikums im Studio und später och am Bildschirm“! Und das erinnerte mich auch an unsere internationale Webpräsentation Laptopwerk.


Eine gute Bekannte rief mich ein paar Tage später an und sagte zu mir, dass sie sich außerordentlich wohlgefühlt hätte in Pfeiffers Ballhaus. Wohler als bei einer Tourneeveranstaltung, die von den Stars einer Fernsehshow , präsentiert und die mit viel Routine abgespult wurde. Die sei nicht so gemütlich und mit so viel Herzblut wie Pfeiffers Ballhaus über die Bühne gegangen. Und ich glaube sie sprach damit sicher aus dem Herzen der vielen Besucher die sich im ALEX TV Studio Studio, bestens unterhalten gefühlt hatten.


Also schleunigst her, mit dem Grimme- Preis für die Sendung Pfeiffers Ballhaus,  für eine Sendung die die Menschen zu mindestens für eine Stunde alle Sorgen vergessen lässt. Denn Pfeiffers Ballhaus ist tausendmal unterhaltsamer, auch der Typen wegen die dabei sind , als die Dschungelgeschichten die tatsächlich in den engeren Kreis der Bewerber für den Preis aufgenommen wurden!!!

 

Nachtrag: Danke an Thommy ,der sich genau im richtigen Moment an seinen alten Kollegen aus demTV Sport in Berlin Studio erinnert hat!



REPORT 9 (2013-02-25)

 

Für Gaby tu’ ich alles



Diesen Wahlspruch, abgeleitet von einem Schlager aus den 60iger Jahren hatte ich mir auf meine Fahnen geschrieben, als ich am Abend des 15.Februar im Marzahner Haus des Sports in der Eisenacher Straße eine Begegnung der besonderen Art hatte. Talkshow mit der Eiskunstlauflegende Gabriele Seyfert stand auf dem Programm. Es galt nicht lange zu zögern als mein langjähriger Sportfreund Wolfgang Turowski mich anrief und um die Moderation des Abends bat. Nun galt es bestens vorbereitet die Talkshow in Angriff zu nehmen. Alles was den fachlichen und sportlichen Inhalt des Gesprächs betreffen sollte, war nicht schwer zu ergründen.

Neunzig Minuten Talk

Das Internet macht es einem in der heutigen Zeit sehr leicht, sich entsprechend vorzubereiten. Da stand zu lesen: Gabriele Seyfert Eiskunstläufern aus der DDR, geboren in Chemnitz (Karl-Marx-Stadt), Tochter der erfolgreichsten Eiskunstlauftrainerin der Welt Jutta Müller. Erster DDR- Meistertitel 1961, dem noch die imposante Kette von 9 weiteren nationalen Titeln folgen sollte. Internationale Erfolge schlossen sich Mitte der sechziger Jahre mit der Erringung von 3 Europa-und 2 Weltmeistertiteln an. Einen der größten Erfolge feierte sie im Olympiajahr 1968 mit der Erringung der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Grenoble.

So vorbereitet (heute sagt man das schreckliche Wort gebrieft ) ging ich nun an den Start. Seitens der Gastgeber war alles bestens vorbereitet, der Veranstaltungsraum liebevoll hergerichtet und bis auf den letzen Platz mit erwartungsvollen Zuschauern gefüllt. Also bestanden, um es sportlich auszudrücken, schon einmal beste Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Abend. Der sollte für mich die Erfüllung eines kleinen Jugendtraums bedeuten: Die berühmte Königin des Eises Gaby Seyfert mit mir neunzig Minuten lang in einer Talkshow.

Wir kannten uns schon

Moderatorenherz was willst du mehr. Dass ich diesem Freitagabend besonders entgegenfieberte stand außer Frage. Gabriele Seyfert , die DDR Sportlerin überhaupt, die damals mit ihren sportlichen Erfolgen für weltweites Aufsehen sorgte und sportlich auf das kleine Land DDR aufmerksam machte, sollte ich nun ganz persönlich interviewen dürfen. Es war zwar nicht das erste Mal, dass ich Gaby sah, denn innerhalb einiger Sportler des Jahres Veranstaltungen und anderen Anlässen im Berliner Sport-und Erholungszentrum, hatte ich als Moderator das Vergnügen, das eine oder andere Wort mit ihr zu wechseln. Wir kannten uns also schon, was zu mindestens als eine gute Voraussetzung für unser Gespräch gelten sollte.

Gabriele Seyfert stand dann auch gut eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn gemeinsam mit ihrem Ehemann Egbert Körner auf der Matte. Nach einer kurzen Begrüßung und einem kurzen Gespräch mit Wolfgang Turowski , der dann auch ein paar Eröffnungsworte an die Anwesenden richtete, betrat dann der heiß ersehnte Gast unter dem begeisterten Beifall der Gäste freundlich lächelnd den Raum um dann sichtlich entspannt an meinem kleinen runden Talktisch Platz zu nehmen.

Mit Offenheit und Humor

Vom ersten Moment an, entspann sich ein hoch interessantes Gespräch. Dabei legte mein Gast eine Offenheit an den Tag, die nicht nur mich verblüffte. Frei von der Leber weg plauderte die Seyfert  über ihre erste Bekanntschaft mit dem Eiskunstlaufsport. Die Liebe zu ihm war ihr ja, wegen der eislaufbegeisterten Mama, förmlich mit in die Wiege gelegt worden . Sie betonte aber, dass es bei ihr keiner besonderen Aufforderung der Mutter bedurfte um sie für den Sport auf den schmalen Kufen zu begeistern. Sie wollte es selbst und war mit Begeisterung dabei. Dass Mama Jutta dies mit Wohlwollen sah wird wohl jedem, der sich im Sport auskennt klar sein.

Meine Fragen beantwortete sie genau auf den Punkt sehr umfassend und mit viel Humor . Da saß neben mir eine aufgeschlossenen charmante und liebenswerte Frau, die in keiner Sekunde des Gesprächs den Superstar heraushängen ließ. Eine Frau die sprichwörtlich ins Leben passt. Es war eine Freude ihr zuzuhören. Auch den Teil ihres Lebens den sie in Berlin verbrachte, schilderte sie spannend und humorvoll. Da es in Karl-Marx-Stadt damals noch keine Bahn gab um im Sommer Eiskunstlauf zu trainieren, verlegte man das Training im Sommerhalbjahr in die Berliner Werner-Seelenbinder -Sporthalle an der Leninallee.

Sie liebte die Kür

Gemeinsam mit ihrer Mutter und den anderen talentierten Eissportlern wohnte sie wie in einer großen Familie im Comet-Hotel an der Warschauer Brücke im Berliner Stadtteil Friedrichshain. In die Schule ging sie in der Sportschule in der Bötzowstraße. Sehr auskunftsfreudig erwies sie sich im Gespräch über ihre sportlichen Erfolge. Ehrlich bekennend, dass ihr das Kürlaufen besser gefiel, als das ständige, monotone Üben der Pflichtfiguren. Damals bestand die Wertung so eines Wettkampfes zu 60 Prozent Pflicht und 40 Prozent Küranteilen, was natürlich den besseren Pflichtläu-ferinnen in die Karten spielte Der eiskunstläuferischen Kreati-vität der Gabriele Seyfert tat dies aber keinen Abbruch. Was sich dann auch mit dem Gewinn der Goldmedaillen bei Europa-und Weltmeisterschaften auszahlte.

Auszahlen aber nur im sportlichen Sinn, denn die Belohnungen für ihre Erfolge nahmen niemals den Rahmen ein, den ihr viele Neider andichteten. Im Vergleich zu den heutigen Entgelten, wie sie als Beispiel die Profifußballer erhalten, waren es damals wahre Peanuts. Dass sie nicht sehr glücklich darüber war, dass sie den ihr angebotenen Millionenvertrag mit der amerikanischen Eisrevue “Holliday on Ice“ nicht annehmen durfte, ist unbestritten. Sie hätte eigentlich allen Grund dazu darüber sehr verbittert zu sein. Insbesondere auch nach der politischen Wende, als die Erfolge der Sportler aus der DDR die ihnen gebührende Anerkennung verloren.

Liebe der Fans hat geholfen

Aber das Gegenteil ist der Fall, meine Gäste und ich lernten Gabriele Seyfert an diesem Abend als ein lebenslustige und keineswegs verbitterte Frau kennen, die rückschauend über alles das was sie erlebt hat, mit einem gewissen Stolz und Freude berichtete. Und sie brachte zum Abschluss der Veranstaltung noch einmal zum Ausdruck, dass ihr die Liebe der Fans und Freunde in allen Lebenslagen viel Kraft gegeben und geholfen hat, auch über manche auch schwierige Situation hinweg zu kommen. Diese Liebe der Fans und Freunde ist ihr heute mittlerweile wichtiger, als alles Geld dieser Welt. Inzwischen bei ihrem Ehemann in besten Händen und seit dem letzten Jahr auch mit einer Enkelin an ihrer Seite braucht uns um Gabriele nicht bange zu sein.

 

Gabriele Seyfert ist im Leben angekommen. Lang anhaltender Beifall und zustimmendes Nicken der Gäste waren ein großes Dankeschön für die vielen schönen Stunden die Gabriele uns während ihrer sportlichen Laufbahn beschert hat, und ein besonderes Dankeschön für einen Abend, an dem sie uns an einigen Stationen ihres Lebens teilhaben ließ! Ganz locker und unkompliziert stellte sie sich anschließend noch einmal den Fragen der Anwesenden und erfüllte geduldig deren Autogrammwünsche.

Für mich gehörte dieser Abend zu einem der schönsten in meiner Karriere. Ich denke dass ich Gabriele Seyfert sicher nicht zum letzten Mal gesehen habe. Danke an das Team des Haus des Sports, welches beste Voraussetzungen für diesen, auch für mich unvergesslichen Abend, geschaffen hat!



REPORT 8 (2012-11-25)

Oben. Ein echter Wendorff-Badespaß; Unten: Bei Wendys Wasserwirbel.

Fotos: Team Wendorff

Da ist man immer wieder BAFF

Heute möchte ich ein wenig mein Verhältnis zum nassen Element durchwässern. Meine ersten sportlichen Bekanntschaften mit dem Wasser gehören nicht zu den Dingen in meinem Leben, an die ich mich gern erinnere.

 

Die ersten Badeversuche in der Kiesgrube meines Heimatortes scheiterten kläglich. Ich war fürchterlich wasserscheu. Das Wasser war einfach zu kalt und zu nass für mich. Ich konnte gar nicht begreifen, wie meine Spielkameraden Freude am stundenlangen Herumtoben im Wasser empfanden. Und so lernte ich erst relativ später zu schwimmen, aber auch nur weil mich mein Sportlehrer davon überzeugte, das es eben lebensnotwendig ist schwimmen zu können. Also legte ich, wie alle anderen Kinder auch die Bedingungen für das Frei-und Fahrtenschwimmerzeugnis ab. Jeweils 25 bzw. 45 Minuten schwimmen ohne Pause mussten zurückgelegt werden.


So für den Hausgebrauch bewegte ich mich fortan im „Hundepaddelstil , von sauberer Schwimmtechnik konnte man bei mir wahrlich nicht sprechen. Sommer für Sommer in den unterschiedlichsten, rund um Berlin gelegenen Seen. Dann sollte ein Zeitpunkt kommen, an dem ich es bereute nicht besonders technisch gut und schnell schwimmen zu können.


Mit Pauken und Trompeten


Die Aufnahmeprüfung für das Sportstudium an der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig beinhaltete auch einen Test in der Sportart Schwimmen. Den vergeigte ich mordsmäßig und rasselte somit mit Pauken und Trompeten durch die Prüfung . Ich bekam aber während einer erneuten Aufnahmeprüfung für ein Sportstudium , diesmal an der Berliner –Humboldt –Universität , eine zweite Chance mein Können im Schwimmbecken noch einmal zu zeigen .Diese Chance nutzte ich dank vieler absolvierter Übungsstunden in der Schwimmhalle in der Berliner Gartenstraße , in denen ich mich auf die Prüfung vorbereitet hatte, rigoros.

 

Und so wurde ich tatsächlich im Rahmen meines Sportstudiums nach absolvierten vier Studienjahren ein recht passabler Schwim-mer, der es sogar in den Rang eines Rettungsschwimmers brachte. Die Liebe zur Bewegung im Wasser war im Laufe der Jahre aber trotz der kleinen Erfolge nicht größer geworden. Ich mied das Wasser wo ich nur konnte, was sich aber Mitte der Achtziger Jahre strikt ändern sollte.


Im Berliner SEZ auf ADI`s Spuren


Mit dem Umsatteln vom Sportlehrer zum Sportmoderator im Jahr 1986 machte ich Bekanntschaft mit dem Berliner Sport- und Erholungszentrum in der Landsberger Allee. Dort zeichnete das DDR- Fernsehen unzählige Folgen der Fitnessendung „Medizin nach Noten“ auf, die ich damals moderierte. Die Sendung war auch der Grund für das Umsatteln vom Sportlehrer zum Sportmoderator. Neben der Sendung moderierte ich kurze Zeit später auch viele Life Veranstaltungen im SEZ. Eine der Attraktivsten, in diesem für die damalige Zeit grandiosen Sporttempel, war jeden Freitag ab 22 Uhr das „Mitternachtsschwimmen“ - ein Mix aus Sport und Musik. Die Gäste wurden von einem Moderator animiert sich an den unterschiedlichsten sportlichen Aktionen im Wasser zu beteiligen . Und das taten sie mit großer Freude, konnten sie doch als Sieger der Wettbewerbe Tickets für eine der nächsten Veranstaltungen zu gewinnen.

 

Der erste Moderator des Mitternachts-schwimmens war übrigens ADI vom Kinderfernsehen der DDR, von der Sendung „Mach mit, Machs nach, Mach`s besser. Der verstand es die Massen im Wasser bestens zu unterhalten. Als dann nach einer gewissen Zeit noch ein weiterer Moderator gesucht wurde, war ich für die Chefetage des SEZ erste Wahl. Man hatte mich ja fast ein Jahr lang als Moderator vieler andere Veranstaltungen im Haus in Aktion erleben können. Immer neue Aktionen dachte ich mir zur Freude meiner Gäste aus, die diese dann stim-mungsvoll in die Tat umsetzten.


Badeball mit wilden Springern


Als großer Knüller gestalteten sich die Badebälle, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe „SEZ komplett“ stattfanden. Neben den üblichen sportlichen Aktionen stellten Topsänger und Bands ihre neuesten Titel vor, oder turnten Artisten hoch oben unter der Hallendecke über den Wasserbecken schwebend ihre großartigen atemberaubenden Übungen. Zu einem vielbewunderten Spektakel avancierten Bademoden-schauen, die Frauen und Männer gleichzeitig entzückten. Der absolute Knüller dieses Badeballs war aber jeweils der Auf-tritt der „Wilden Springer“ einer bunten Truppe, zusammen-gesetzt aus Trainern und Aktiven der Sportart Wasserspringen.

 

Insgesamt alles aktuelle oder ehemalige Weltklasseath-leten, die sich zu diesem Spaß zusammengefunden hatten. Was die leisteten war einfach phänomenal. Atembe-raubende, blitzschnell aufeinanderfolgende waghalsige Weltklassesprünge vom Turm. Da sprang man schon einmal mit einem Minifallschirm oder fuhr mit einem Fahrrad über das Sprungbrett, um dann mit diesem gemeinsam ins Wasser zu stürzen. Offene Münder und nie endend wollender Beifall belohnten diese halsbrecherischen Aktionen.

Ich selbst war in den vier langen Jahren in denen ich diese Veranstaltungen moderierte, aber nicht ein einziges Mal in das Wasser getaucht, sondern „kommandierte“ immer wieder mit einer großen Begeisterung das Geschehen auf dem Trockenen am Beckenrand und wurde höchstens von der tropischen Wärme in der Halle und meinem gestikulierend, mit Händen und Füßen gestalteten Moderationseinsatz nur unter den Achseln ein wenig nass. Beim Trinken der kühlen Getränke während des Besuches am kalten Buffet, welches sich während des Badeballs in der Schwimmhalle zu einem echten kulinarischen Highlight gestaltete, wurde allenfalls meine Kehle nass!


Wendys Wasser Wirbel auf Tour


Da diese Schwimmveranstaltungen, später gesellte sich noch „Die Superwelle“ dazu, mir so viel Spaß bereiteten, überlegte ich ob ich sie nicht auch in anderen Berliner Schwimmhallen präsentieren könnte. Gesagt getan, fortan tourte ich mit „WENDYS WASSER WIRBEL“, wie ich die Veranstaltung nannte, durch die Berliner Volksschwimm-hallen. Besonders oft gastierte mein Wasser-wirbel in der Schwimmhalle des Freizeit-forums in Berlin –Marzahn. Sogar bis auf die Insel Usedom hatte es sich herumge-sprochen dass da einer die Schwimmhallen zum Brodeln bringt. Auch im Ostseebad Zinnowitz wurde fortan kräftig „wasser-gewirbelt“. Und es gab immer neue Nach-

fragen bis hin zu Veranstaltungen in den Swimmingpools exklusiver Hotels in Berlin; oder die von der Künstleragentur der DDR, die mich als Sportentertainer auf die MS ARKONA verpflichtetet, wo dann die Passagiere im bordeigenen Swimmingpool nach meiner Pfeife plant-schten.

 

Eberswalde und sein Badeball!


Während einer Veranstaltung im SEZ sprach mich in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre ein junger Mann freundlich an und fragte mich, ob man so eine Veranstaltung nicht auch in einer Schwimmhalle, nicht weit weg von Berlin präsentieren könnte. Er sei aus der Waldstadt Eberswalde und hätte großes Interesse in der Schwimmhalle solch ein Schwimmvergnügen zu etablieren. Gesagt getan, kurze Zeit später saßen wir gemeinsam in seinem Eberswalder Büro und entwarfen ein erstes Muster für eine feucht-fröhliche Veranstaltung in der Schwimmhalle der Kreisstadt. Wir fanden von Anfang an den besten Draht zueinander. Und so wurde die Idee geboren auch hier einen Badeball zu installieren.


Herr Schröter war und ist ein zuverlässiger exzellenter Organisator, der einem hochmotivierten Team Schwimmhallenteam vorstand, auf das er sich jederzeit verlassen konnte. Da wurde an alles gedacht was die Badegäste glücklich machen sollte. Beginnend mit einer liebevoll ausgestalteten Halle in dem das warme Wasser im Becken leise vor sich hin plätscherte, mit der Verpflichtung toller Künstler und einem Buffet der Extraklasse. Mein langjähriger Berliner Freund Reiner Schmidt von der Surfschule Berlin steuerte die Surfbretter bei, auf denen sich die Badegäste dann innerhalb diverser Staffeln im Wasser tummeln konnten. Alles war bestens vorbereitet und bald darauf nahmen die erwartungsfrohen Gäste begeistert Besitz von der Halle und erlebten ein Badespektakel von dem sie noch heute, 25 Jahre danach, in höchsten Tönen schwärmen.


Dem ersten Ball sollten dann noch einige folgen, meine Verbindung nach Eberswalde riss überhaupt nicht ab. Zwar hatten sich mit dem Jahr 1990 meine Gastspiele im SEZ erledigt, dafür sprang aber das Sportzentrum Siemensstadt ein in dem ich meine Westpremiere mit dem Wasserwirbel feierte, der regelmäßig weitere Veranstaltungen folgten.


Sonntags wird gebadet


Mit meinem Umzug in die Nähe der Stadt Eberswalde intensivierte sich mein Verhältnis, mit dem inzwischen den Namen BAFF tragenden Eberswalder Freizeitbad immens. Dort war mit viel Liebe aus einer ganz normalen Schwimmhalle ein modernes Freizeitbad mit einer großartigen Badelandschaft und einer tollen Rutsche entstanden. Eine gastronomische Einrichtung komplettiert das BAFF. Regelmäßig treffen sich hier schwimmbegeisterte Kids und deren Eltern jeweils an einem Sonntag im Monat zur beliebten Veranstaltungsreihe „Sonntags wird gebadet“ ,die über viele lange Jahre nichts von ihrem Reiz verloren hat.

Da tummeln sich Kids und Jugendliche aller Altersgruppen zu den verschiedensten Schwimm-und Geschicklichkeitswett-bewerben im und am Wasser und vergessen dabei alles rings um sich herum. Sie merken vor lauter Eifer nicht welch sportliches Pensum sie spielerisch in den 120 Minuten absolviert haben.

 

Da der Inhalt der Spiele nicht nur die schnellsten Schwimmer bevorteilt, haben auch nicht ganz so versierte Schwimmer die Chance bei dem einen oder anderen Wettbewerb die begehrten Freikarten für eine der folgenden Veranstaltungen zu gewinnen. Für die zuschauenden Eltern immer wieder ein Phänomen, ihre Kinder gemeinsam mit den anderen so begeistert im Wasser schwimmen und spielen zu sehen. Große und kleine Kinder, Jungen und Mädchen schließen da schon die eine oder andere Schwimmfreund-schaft.


Auch ich bin, um mit dem Namen des Bades zu sprechen immer wieder BAFF, hätte ich doch vor 25 Jahren nicht einmal im Traum daran gedacht heute noch, 65-jährig als Aktiver am Beckenrand zu stehen und mit sportlichen Aktionen junge Leute zu begeistern. Und die haben sich trotz aller technischen Fortschritte und gesellschaftlicher Umwälzungen überhaupt nicht geändert .Sie spielen und toben noch mit gleichem Elan wie damals in den achtziger Jahren ihre Eltern schon!

 

Geht der Weihnachtsmann baden?


Auch im nun ablaufenden Jahr 2012, das als Höhepunkt der Saison im BAFF eine besonders stimmungsvolle Veranstaltung erleben wird, an deren Ende die Frage beantwortet wird „Geht der Weihnachtsmann baden?“ Am 16.Dezember, um 15 Uhr, ist es wieder soweit, dass BAFF und der Weihnachts-mann erwarten schwimm -und spielbegeisterte Badegäste aus nah und fern die eine besinnliche aber auch andererseits stimmungsvolle und etwas andere Weihnachtsfeier erleben wollen. Da der Weihnachtsmann auch das eine oder andere Geschenk mitbringen wird, ist erste Weihnachtsfreude vorprogrammiert! Unter den Badegästen werden traditionell auch viele Berliner sein. In der Hauptstadt hat es sich längst herumgesprochen, dass man in Eberswalde in besonders warmem Wasser plantschen kann, und dass hier der Service rings um das Schwimmen seinesglichen sucht.


Danke für so viele schöne Jahre.

Ich persönlich sage schon jetzt Dankeschön, an die Technischen Werke Eberswalde mit ihrem Chef Herrn Schäfer, und dem gesamten Team des BAFF um Herrn Schröter, der nach so vielen Jahren immer noch engagiert wie eh und je die Geschicke des Bades leitet, für die jahrelange fruchtbare Zusammenarbeit zum Wohle der Eberswalder und aller Badegäste aus nah und fern!


Ob wir uns wohl in Eberswalde im Bad sehen werden, vielleicht auch einmal im nächsten Jahr?


Das wünscht sich Ihr Kalle Wendorff

Infos unter www.baff-bad.de

 



So               04.12.2016 Nr.               2.242 - 939

 

2. Advent

Aktualisierung        16:15

Übrigens,

 

… eine Mutter aus Rheinland-Pfalz lud ihre Familie an Heiligabend zu einem Weihnachtsfest. Einer der Söhne brachte selbst gebackene Cannabis-Plätzchen mit, um die „traditionell schlechte Stimmung“ auf der Feier aufzupeppen, wie er selbst erklärte. Die Familie griff freudig zu – darunter auch seine minderjährigen Brüder. Einer der volljährigen Gäste erlitt daraufhin aber Schweißausbrüche, begann zu zittern und verlor zunehmend Farbe im Gesicht. Das Amtsgericht Rockenhausen verurteilte den Hobbybäcker wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung. Dagegen ging der Mann nun in Revision. Das Oberlandesgericht Zweibrücken (Az. 1 OLG 1 Ss 2/16) stellte sich aber auf die Seite des Mannes und hob das Urteil der Vorinstanz auf. Es handle sich nicht um vorsätzliche Körperverletzung, da der Bäcker nur geringfügige Wirkung in Kauf nahm. Körperliche Beschwerden der Gäste hatte er nicht beabsichtigt und nahm sie bei so geringen Mengen auch nicht vorsätzlich in Kauf. Auch, dass seine minderjährigen Brüder von den Keksen kosteten, sei nicht strafbar. Der Plätzchenbäcker hat den Brüdern die Drogen nicht zur freien Verfügung gegeben, sondern nur in geringen Mengen zum Verzehr. Das sei strafrechtlich nicht relevant, so das Gericht. Über den Drogenbesitz an sich und fahrlässige Körperlverletzung wird aber noch zu sprechen sein.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 03.12.2016

5    16    39    43    47    48    SZ: 9

Spiel 77:   4020 083

 

Super 6:   519 899

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1756 (2016-12-04) 

Eberhard Bock

 

Alternatives Kulturprojekt: Hochwertige Kultur niedrigschwellig bereitgestellt
RAW und historische Weihnachten
Klettern - outdoor

oder unterm Dach

BREAKING NEWS:

 

International

 

Heute ist es also so weit: Österreichischer Wahltag. Und aller Wahtscheinlichkeit nach das Ende des längsten Wahlkampfes in der bisherigen Geschichte Österreichs. Vor 353 Tagen, am 17. Dezember 2015, hat Irmgard Griss ihre Kandidatur um das höchste Amt im Staat bekannt gegeben und damit offiziell das Rennen um die Nachfolge von Heinz Fischer als Bundespräsident eröffnet. Wahl (hier), Stichwahl (hier), Wahlaufhebung (hier), Wahlverschiebung (hier) - das alles hat Österreich seither gesehen. Und heute soll endlich ein Schlussstrich gezogen und ein neuer Präsident gewählt werden: Entweder wird es Alexander Van der Bellen oder Norbert Hofer.

 

Im Syrien-Konflikt macht Russlands Außenminister Sergej Lawrow nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen John Kerry Hoffnung auf neue Krisengespräche in Genf.

 

47 Millionen Italiener sind am Sonntag zu einem Referendum aufgerufen, mit dem sie vom Parlament verabschiedete Verfassungsänderungen bestätigen sollen. Die von Premier Matteo Renzi unterstützte Reform ist die umfangreichste Verfassungsänderung seit 70 Jahren und sieht die Überwindung des blockadeanfälligen Systems aus zwei gleichberechtigten Parlamentskammern vor.

 

Usbekistan in Zentralasien wählt am Sonntag einen neuen Präsidenten. Rund 21 Millionen Bürger sind aufgerufen, den Nachfolger des Anfang September gestorbenen Langzeitherrschers Islam Karimow zu bestimmen.

 

Deutschland/Berlin

 

Das Innenministerium will einem Medienbericht zufolge den Weg für Flüchtlinge und Migranten über das Mittelmeer erschweren. Nach einer Rettung aus Seenot könnten sie aufs afrikanische Festland zurückgebracht werden. So könnte in Tunesien ein Aufnahmelager entstehen - mit der Möglichkeit, dort Asyl in Deutschland oder anderen EU-Staaten zu beantragen.

 

In der Linkspartei ist eine Vorentscheidung für die Fraktionschefs Sarah Wagenknecht und Dietmar Bartsch als Spitzen-Duo für die deutsche Bundestagwahl gefallen. Der geschäftsführende Parteivorstand traf am Samstag nach Angaben aus Parteikreisen eine entsprechende Entscheidung.

 

Die deutsche Bundesregierung ist darüber informiert, dass Spezialeinheiten der türkischen Polizei über aus Deutschland gelieferte Scharfschützengewehre österreichischer Produktion verfügen. Das geht aus der Beantwortung einer Anfrage der Linken Abgeordneten Sevim Dağdelen im Bundestag hervor. 

 

Sport

 

Fußball

 

Manchester City hat das Topspiel in der englischen Premier League gegen Chelsea am Samstag im eigenen Stadion mit 1:3 verloren. Das Team von Trainer Pep Guardiola ging in der ersten Hälfte durch ein Eigentor von Gary Cahill (45. Minute) in Führung, in der zweiten drehten die Londoner das Spiel. Chelsea baute damit die Tabellenführung aus, Manchester liegt nach 14 Runden vier Punkte dahinter.

 

Abwehrspieler Sergio Ramos hat Real Madrid im 233. Liga-Clásico gegen den FC Barcelona in letzter Minute ein Unentschieden gerettet. Beim 1:1 (0:0) im Camp Nou köpfte der spanische Nationalspieler in der 90. Minute den Ausgleich für Real. Zuvor hatte Angreifer Luis Suarez Barcelona in der 53. Minute in Führung gebracht. Damit konnten die Katalanen den Abstand auf Tabellenführer Real nicht verkürzen - sie liegen jetzt bei 28 Punkten gegenüber 34 für die Königlichen.

 

Im Skandal um Kindesmissbrauch im britischen Fußballverband gerät jetzt auch Chelsea unter Druck. Der ehemalige Fußballprofi Gary Johnson sagte am Freitag dem "Daily Mirror", er sei als Jugendlicher vom damaligen Talentscout des Vereins, Eddie Heath, missbraucht worden. Chelsea habe ihn jedoch mit einer Zahlung von 50.000 Pfund (knapp 59.500 Euro) zum Schweigen bringen wollen.

 

Biathlon

 

WELTCUP, ÖSTERSUND (SWE): 10 KM, SPRINT, HERREN, 03.12.2016

 

1

Martin Fourcade

0+0

23:31,9

2

Fredrik Lindström

0+0

+ 41,5

3

Arnd Peiffer

0+0

+ 43,6

4

Benedikt Doll

0+1

+ 44,1

5

Julian Eberhard

1+1

+ 46,0

6

Dominik Windisch

0+0

+ 50,6

7

Anton Babikow

0+0

+ 55,6

8

Simon Desthieux

0+0

+ 56,0

9

Dmytro Pidrutschnji

0+0

+ 56,5

10

Simon Fourcade

1+0

+ 57,3

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