LaptopwerkPlus
LaptopwerkPlus

HEBEN GEHÖRT

ZUM LEBEN

 

Höhepunkte des deutschen Gewichthebens von 1879 bis zur Gegenwart

1879 wurde mit dem Wandsbeker Athleten-klub der erste deutsche Kraftsportverein gegründet. Und da dies auch eine Wiege des deutschen Gewichthebens war, konnten wir 2014 auf stattliche 135 Jahre der Entwicklung unserer Sportart in Deutschland zurückblicken. Eine Spanne, in der es vom Deutschen Athletenverband(DAV)von 1891 bis zum Bundes Verband Deutscher Gewichtheber von 1969 auch mehrere Verbände gab. Nachfolgende Serie von HILMAR BÜRGER mit Fotos aus dem Archiv von STEPHAN MÜLLER vollzieht wichtige Stationen und verschiedene Jahre nach. Sie nimmt in Text, Fotos, Grafiken und Statistiken Bezug auf ihre gemeinsame, dreiteilige CD-RAM „Deutsches Gewicht-heben Total“ (überarbeitete Auflage 2009).

 

Weitere Informationen: http://sport-record.de/

 

Die Autoren der dreiteiligen CD-RAM-Dokumentation über das deutsche Gewichtheben Stephan Müller (Zweiter von links) und Hilmar Bürger (rechts) stellten auf dem BVDG-Bundestag 2007 – hier von links Manfred Nerlinger, Claus Umbach, Frank Mantek und Martin Zawieja – die Urfassung ihres Werkes vor.

16 (1936-1939)

Schwere Zeit im doppelten Sinne

Der Zeitraum, um den es diesmal geht, ist keiner, an den sich ein Deutscher mit Stolz erinnern kann. Im Gegenteil, die politischen Turbulenzen der Nazizeit brachten Entwicklungen, die viel Unheil nicht nur für Deutschland heraufbeschworen. So müssen auch die Olympischen Spiele 1936 in Berlin eingeordnet werden, die im Zeichen wahnwitziger Weltneuordnung standen und den Zweiten Weltkrieg im Gefolge hatten.

 

Das Wort aus Wien

 

Die Wiener Gewichtheber-Institution Gottfried Schödl, viele Jahr IWF-Präsident und der bedeutendste Fachjournalist, erinnert an diese Zeit: „Nicht unerwähnt bleiben darf auch im Sport jene Zeit der Annexion Österreichs durch die Nationalsozialisten zwischen 1938 und 1945. Unsere besten Heber mussten in jener Zeit Deutsche Meister werden, 1943 fanden sogar Deutsche Meisterschaften in Wien statt. So kam es, dass österreichische Gewichtheber Aufnahme in deutsche

Statistiken fanden.

 

Einige Jahre war ein Österreicher, der auch Gewichtheber war, Gouverneur Kaliforniens in den USA und ein anderer erkämpfte olympisches Gold für 

Deutschland. Aber nicht, weil sie es mussten, sondern weil sie es wollten.“

 

Ismayr sprach den olympischen Eid

Rudolf Ismayr auf einer Briefmarke

in Paraguay…

Der olympische Eid von Berlin 1936 wird für immer mit dem Gewichtheben verbunden bleiben, mit Rudolf Ismayr, dem Olympiasieger von 1932.

Am 1. August 1936 sprach er ihn: "Wir schwören, bei den Olympischen Spielen ehrenhafte Kämpfer zu sein und die Regeln der Spiele zu achten. Wir nehmen teil in ritterlichem Geist, zu Ehre unseres Landes und zum Ruhme des Sports".

 

Und das unter der Hakenkreuzfahne, begleitet vom „deutschen Gruß“. Das brachte ihm später viel Kritik und Ablehnung ein. Mit dem Abstand der Jahre sah er selbst es so: „Ich sage es frei heraus - damals war ich sehr stolz, dass Berlin die Sportjugend der Welt zum friedlichen Wettstreit begrüßen konnte. Meine feste Überzeugung war, dass diese Spiele zur Völkerverständigung beitragen könnten. Und so war es für mich auch eine Ehre, den Eid sprechen zu dürfen.“

 

Und er fügte hinzu: „Ich hätte es nie für möglich gehalten, was später kam, dass vom deutschen Boden ein Krieg ausging. Das war ein schlimmer

Schlag auch gegen die olympische Idee. Ich habe in meinem Leben zwei Eide abgelegt - den olympischen und den Soldateneid. Nach meiner Internierung in der Sowjetunion habe die Schlussfolgerung gezogen, dass man sich für den Frieden engagieren muss.“

 

Brüder Baruch starben im KZ

 

Auch im deutschen Sport vollzogen sich einschneidende Veränderungen. So wurde bereits 1933 im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung das System der Verbände durch Fachämter des Deutschen Reichsbun-des für Leibesübungen ersetzt. 1936 wird der Deutsche Athleten-Sportverband DASV endgültig aus dem Vereinsregister gelöscht. Jener Verband, der 1891 in Duisburg durch Rudolf Bredemeyer und Gleichgesinnte gegründet wurde.

Julius und Hermann Baruch

als Ringer

 

Und es kam noch schlimmer. Zu den jüdischen Sportlern, die ins KZ geschleppt und dort umgebracht wurden, zählten auch die Gebrüder Baruch aus Bad Kreuznach. Julius wurde 1924 Europameister und kam in Buchenwald um. Sein Bruder Hermann wurde 1942 in Ausschwitz ermordet. Etliche deutsche Gewichtheber mussten im Krieg ihr Leben lassen. Besonders tragisch ist das Schicksal von Eugen Deutsch aus Friesenheim.

Eugen Deutsch

 

1936 stand er in Berlin als Zweiter auf dem olym-pischen Siegepodest.

Am 8. Februar 1945 fiel er bei Großsteinhausen.

 

1938 in Breslau zwei Meister

 

Olympia Berlin 1936: Von links +85 kg Luhäär (EST-Bronze), Manger (GER- Gold), Psenica (TCH-Silber) - 75 kg - Wagner (GER-Bronze), El Touni (ÄGY - Gold), Ismayr (GER-Silber)

Es liegt in der Natur der Sache, dass bei solch tragischen Entwicklungen einmal die sportlichen Dinge im Hintergrund standen. Natürlich war der Olympiasieg des bayerischen Schwergewichtlers Josef Manger 1936 in Berlin ein großer Erfolg. Ebenso wie seine Weltmeistertitel 1937 in Paris und 1938 in Wien. Zweimal holte bei diesen Titelkämpfen auch der Düsseldorfer Georg Liebsch Gold. Wie auch 1937 der Essener Adolf Wagner.

 

Zu den denkwürdigsten Entscheidungen jener Zeit zählt jedoch die der Deutschen Meisterschaften 1938 in Breslau. In der Klasse bis 82.5 kg gab es im Rahmen des Deutschen Turn und Sportfestes zwei Deutsche Meister. Fritz Haller vom Teutoburger AC Wien und Richard Leopold vom Reichsbahn SV Erfurt erzielten beide 357.5 kg

 

STATISTIK 1936 bis 1939

 

1936

 

Olympische Spiele

11. BERLIN (GER) 2.-5. August

10 deutsche Teilnehmer - 1 Gold/2Silber/2 Bronze= 5 Medaillen

(Olympischer Dreikampf aus beidarmigen Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-60 KG

5 Georg Liebsch (KSV Fortuna Düsseldorf) 290. (92.5/90.0/107.5)

8 Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 280.0 (75.0/90.0/115.0)

 

-67.5 kg

B Karl Jansen (ASV Essen 88) 327.5 (95.0/100.0/132.5)

4 Karl Schwitalle (Reichsbahn TuSG Breslau) 322.5 (95.0/100.0/127.5)

 

-75 KG

S Rudolf Ismayr (SpVgg. Freising) 352.6 (107.5/102.5/142.5)

B Adolf Wagner (ASV Essen 88) 352.5 (97.5/112.5/142.5)

 

-82.5 kg

S Eugen Deutsch (St-u-RCl Ludwigshafen) 365.0 (105.0/110.0/150.0)

4 Helmut Opschruf (ASV Trier 1895) 355.0 (97.5/110.0/147.5)

 

+82.5 KG

G Josef Manger (SpVgg. Freising) 410.0 (132.5/122.5/155.0)

7 Paul Wahl (TSV 1887 Möhringen) 375.0 (115.0/110.0/150.0)

 

Keine Weltmeisterschaften

 

Keine Europameisterschaften

 

Deutsche Meisterschaften

  1. MÖHRINGEN 25./26. April (56, 60, +82.5 kg), ESSEN 10. Mai (67.5, 75, 82.5 kg)

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-56 KG

  1. Josef Schuster (TSV 1860 München) 265.0

  2. Georg Bumberger (SpVgg. Freising) 262.5

  3. Schmaleit (Post-SV Berlin) 252.5

 

-60 KG

  1. Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 290.0

  2. Eugen Mühlberger (ASV 1886 Frankfurt/Main) 290.0

  3. Georg Liebsch (KSV Fortuna Düsseldorf) 287.5

 

-67.5 KG

  1. Karl Jansen (ASV Essen 88) 322.5

  2. Karl Schwitalle (Reichsbahn-TuSG Breslau) 317.5

  3. Franz Thiersch (VfL Erfurt) 317.5

 

-75 KG

  1. Adolf Wagner (ASV Essen 88) 362.5

  2. Helmut Opschruf (ASV Trier 1895) 357.5

  3. Rudolf ismayr (SpVgg. Freising) 355.0

 

-82.5 KG

  1. Eugen Deutsch (St.-u-RCl Ludwigshafen) 362.5

  2. Anton Gietl (TSV 1860 München) 357.5

  3. Karl Bierwirth (ASV Essen 88) 352.5

 

+82.5 KG

1.Josef Manger (SpVgg. Freising) 395.0

2.Paul Wahl (TSV 1887 Möhringen) 387.5

3. Heinz Schattner (Eiche Berlin) 380.0

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

15. ESSEN 21. März 1937!

6 Mann in Gewichtsklassen - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

 

(Der ursprüngliche Finaltermin war der 06.12.1936. Für das Finale in Essen hatten sich VKSV Essen 88, SpVgg. Freising und TSV 1860 München qualifiziert. München sagte in letzter Minute ab, so dass es zu einer Neuansetzung kam, an der Freising nicht mehr teilnahm)

 

1. ASV Essen 88 1855.0 kg

(August Verley/Fritz Kannwald/Karl Jansen/Adolf Wagner/Heinrich Gottschalk/Karl Bierwirth)

 

2. TSV 1860 München 1852.5 kg

(Josef Schuster/Hermann Wiesheu/Georg Endres/Dominikus Huttner/Anton Gietl/Josef Straßberger)

 

3. Platz nicht vergeben

-------------------------------------------------------------------------------------------------

 

1937

 

WELTMEISTERSCHAFTEN

23. PARIS (FRA) 10.-12. September

10 deutsche Teilnehmer: 2Gold, 1 Silber, 4Bronze=7 Medaillen

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-60 KG

 

G Georg Liebsch (KSV Fortuna Düsseldorf) 297.5 (95.0/90.0/112.5)

B Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 287.5 (77.5/90.0/120.0)

 

-67.5 KG

B Karl Jansen (ASV Essen 88) 330.0 (97.5/102.5/130.0)

4 Karl Schwitalle (Reichsbahn TuSG Breslau) 325.0 (97.5/100.0/127.5)

 

-75 KG

S Adolf Wagner (ASV Essen 88) 340.0 (102.5/105.0/132.5)

5 Hans Claussen (Lübecker SV v. 1913) 332.5 (97.5/112.5/125.0)

 

-82.5 KG

B Anton Gietl (TSV 1860 München) 365.0 (112.5/107.5/145.0)

4 Karl Bierwirth (ASV Essen 88) 345.0 (100.0/105.0/140.0)

 

+82.5 KG

G Josef Manger (SpVgg. Freising) 420.0 (135.0/125.0/160.0)
B Heinz Schattner (TSV 1860 München) 395.0 (115.0/120.0/160.0)

 

Keine Europameisterschaften

 

Deutsche Meisterschaften

  1. DÜSSELDORF 1. August (60, 67.5, 75 kg) , AUGSBURG 14. August (56, 82.5, +82.5 kg)

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-56 KG

1 Josef Schuster (TSV 1860 München) 270.0

2 Georg Bumberger (SpVgg. Freising) 260

3 Walter Dörrbecker (BSG Hörde Dortmund) 257.5

 

-60 KG

1 Georg Liebsch (KSV Fortuna Düsseldorf) 295.0

2 Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 287.5

3 Helmut Schäfer (KV 95 Stuttgart) 282.5

 

-67.5 KG

1 Karl Jansen (ASV Essen 88) 325.0

2 Karl Schwitalle (Reichsbahn TuSG Breslau) 315.0

3 Kurt Erdmann (Germania Suhl) 305.0

 

-75 kg

1 Rudolf Ismayr (SpVgg. Freising) 362.5

2 Adolf Wagner (ASV Essen 88) 350.0

3 Hans Claussen (Lübecker Sportverein von 1913) 342.5

 

-82.5 KG

1 Anton Gietl (TSV 1860 München) 380.0

2 Richard Leopold (Reichsbahn SV Erfurt) 347.5

3 Karl Bierwirth (ASV Essen 88) 347.5

 

+82.5 KG

1 Josef Manger (SpVgg. Freising) 415.0

2 Heinz Schattner (TSV 1860 München) 395.0

3 Paul Wahl (TSV 1887 Möhringen) 385.0

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

16. ESSEN 23. Januar 1938!

6 Mann in Gewichtsklassen - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

 

1 TSV 1860 München 1895.0 kg

(Josef Schuster/Hans Wölpert/Hermann Wiesheu/Dominikus Huttner/Anton Gietl/Heinz Schattner)

 

2 ASV Essen 88 1887.5 kg

 

(Erich Kielmann/Schmidt/Karl Jansen/Adolf Wagner/Heinrich Gottschalk/Karl Bierwirth)

 

3. Platz nicht vergeben

-------------------------------------------------------------------------------------------------

 

1938

 

WELTMEISTERSCHAFTEN

24 WIEN (AUT/GER) 21.-23. Oktober

10 deutsche Teilnehmer: 3Gold, 2 Silber, 2Bronze=7 Medaillen

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

 

-60 KG

G Georg Liebsch (KSV Fortuna Düsseldorf) 305.0 (95.0/92.5/117,5)

B Anton Richter (PolSpVgg. Wien) 297.5 (82.5/07.5/117.5)

 

-67.5 KG

B Karl Schwitalle (Reichsbahn TuSG Breslau) 332.5 (97.5/105.0/130.0)

4 Karl Jansen (ASV Essen 88) 332.5 (97.5/105.0/130.0)

 

-75 KG

G Adolf Wagner (ASV Essen 88) 367.5 (110.0/112.5/145.0)

S Rudolf Ismayr (SpVgg. Freising) 360.0 (107.5/105.0/147.5)

 

-82.5 KG

S Fritz Haller (Teutoburger AC Wien) 377.5 (107.5/120.0/150.0)

6 Hans Claussen (Lübecker SV Gut Heil) 342.5 (100.0/107.5/135.0)

 

+82.5 KG

G Josef Manger (SpVgg. Freising) 410.0 (135.0/122,5/152.5)
4 Paul Wahl (TSV 1887 Möhringen) 380.0 (120.0/110.0/150.0)

 

Keine Europameisterschaften

 

Deutsche Meisterschaften

30. BRESLAU 30. Juli

Während des Deutschen Turn- und Sportfestes

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-56 KG

1 Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 270.0

2 Josef Schuster (TSV 1860 München) 265.0

3 Georg Bumberger (SpVgg. Freising) 255.0

 

-60 KG

 

1 Georg Liebsch (KSV Fortuna Düsseldorf) 307.5

2 Anton Richter (PolSpVgg. Wien) 295.0

3 Walter Dörrbecker (TuS Hörde 29 Dortmund) 280.0

 

-67.5 KG

1 Karl Jansen (ASV Essen 88) 332.5

2 Kurt Erdmann (Germania Suhl) 317.5

3 Karl Schwitalle (Reichsbahn TuSG Breslau) 315.0

 

-75 kg

1 Adolf Wagner (ASV Essen 88) 355.0.

2 Ruolf Ismayr (SpVgg. Freising) 350.0

3 Hans Claussen (Lübecker Sportverein von 1913) 342.5

 

-82.5 KG

1 Fritz Haller (Teutoburger AC Wien) 357.5

1 Richard Leopold (Reichsbahn SV Erfurt) 357.5

3 Theodor Heitzmann (Viktor Gaswerk Wien) 340.0

 

+82.5 KG

1 Josef Manger (SpVgg. Freising) 427.5

2 Paul Wahl (TSV 1887 Möhringen) 397.5

3 Heinz Schattner (TSV 1860 München) 370.0

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

17 MÜNCHEN 25. November

6 Mann in Gewichtsklassen - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

 

1 ASV Essen 88 1945.0 kg

(Erich Kielmann/August Verley/Karl Jansen/Adolf Wagner/Heinrich Gottschalk/Karl Bierwirth)

 

2 SpVgg. Freising 1930.0 kg

(Georg Bumberger/Birk/Karl Schubert/Rudolf Ismayr/Hans Grätz/Josef Manger)

 

3 TSV 1860 München 1906.5 kg

(Josef Schuster/Hans Wölpert/Hermann Wiesheu/Dominikus Huttner/Anton Gietl/Heinz Schattner)

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------

 

1939

 

KEINE WELTMEISTERSCHAFTEN

 

KEINE EUROPAMEISTERSCHAFTEN

 

Deutsche Meisterschaften

31. NÜRNBERG 3.-6. August

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-56 KG

1 Josef Schuster (TSV 1860 München) 280.0

2 Alois Schöbinger (PolSpVgg. Wien) 275.0

3 Erich Kielmann (ASV 88 Essen) 272.5

 

 

-60 KG

1 Anton Richter (PolSpVgg. Wien) 305.0

2 Georg Liebsch (KSV Fortuna Düsseldorf) 300.0

3 Walter Dörrbecker (TuS Hörde 29 Dortmund) 282,5

 

-67.5 KG

1 Karl Jansen (ASV Essen 88) 340.0

2 Karl Schwitalle (Reichsbahn TuSG Breslau) 325.0

3 Ernst Hermann (PolSpVgg. Wien) 320.0

 

-75 kg

1 Rudolf Ismayr (SpVgg. Freising) 372.5

2 Adolf Wagner (ASV essen) 88 367.5

3 Hans Claussen (Lübecker Sportverein von 1913) 342.5

 

-82.5 KG

1 Fritz Haller (Teutoburger AC Wien) 375.0

2 Hans Valla (SV Straßenbahn Wien) 367.5

3 Theodor Heitzmann (Viktor Gaswerk Wien) 345.0

 

+82.5 KG

1 Josef Manger (SpVgg. Freising) 435.0

2 Heinz Schattner (TSV 1860 München) 387.5

3 Paul Wahl (TSV 1887 Möhringen) 382.5

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

(18 MÜNCHEN 11. November)

Der am 11.11.1939 in München geplante Endkampf zwischen ASV

Essen 88, TSV 1860 München und PolSpVgg. Wien fand nicht statt.

15 (1932-1935)

 

Als Rudi und Leo sich wiedertrafen

Es war ein kleines Team, dass sich 1932 per Schiff aufmachte, um Deutschland auf der olympischen Heberbühne im Memorial Colieum von Los Angeles zu vertreten – drei Münchner und ein Stuttgarter. Überhaupt standen die Spiele im fernen Kalifornien unter keinem günstigen Stern. Die Weltwirtschaftskrise hatte ihren Höhepunkt, sodass weitaus weniger Teilnehmer als zuletzt in Amsterdam zu verzeichnen waren. In Deutschland bahnte sich eine verhängnisvolle politische Entwicklung an.

 

Ein kompletter olympischer Medaillensatz

 

Umso erfreulicher aber war das sportliche Ergebnis aus deutscher Sicht. Einen kompletten Medaillensatz brachte das Quartett mit nach Hause. Der neue Star am deutschen Heberhimmel Rudolf Ismayr vom SC Roland erreichte mit dem Olympiasieg sein sportlichen Zenit.

Der Jurastudent von der Isar bewältigte im Olym-pischen Dreikampf im damaligen Mittelgewicht bis 75 kg eine Leistung von 345 kg. Er gewann vor dem Italiener Carlo Galimberti (340 kg) und dem Österreicher Karl Hipfinger (337.5 kg). Die Entscheidung fiel dabei schon im Reißen.

Die deutschen Olympiamedaillengewinner 1932 im Gewichtheben: Rudolf Ismayr (l.o. - Gold), Hans Wölpert (l.u. - Silber) und Josef Straßberger (Bronze)

Auch die beiden anderen Münchner vom TV 1860 verfehlten nur knapp den Sieg. Hans Wölpert fehlten in der Klasse bis 60 kg als Zweiter fünf Kilo und Josef Straßberger als Dritter im schwersten Limit gar nur 2.5 Kilo zur Siegerleistung. Der Stuttgarter Helmut Schäfer schlug sich als Vierter im gemeinsamen Wettkampf mit Hans Wölpert ebenfalls wacker.

Die Medaillen wurden in fünf Gewichtsklassen vergeben. Drei Franzosen – Raymond Suvigny (- 60 kg), Renè Duverger (-67.5 kg) und Louis Hostin (-82.5 kg) standen ebenso wie der Tscheche Jaroslav Skobla (+82.5 kg) ganz oben.

 

Meistermacher von der Tribüne

 

Es ist nicht verbürgt, ob das Fass Bier, das Josef Straßberger im Olympiagepäck hatte, noch bis zur Feier der Erfolge überlebt hat. Der „Rudi“, wie Ismayr von seinen Freunden genannt wurde, blickte auf seinen Triumph von Los Angeles gar nicht s himmelhoch jauchzend zurück.

„Es war keine Stimmung beim Wettkampf. So, wie heute in der B-Gruppe“, erzählte er viele Jahre später. Seine Mannschaftskameraden und die Begleiter waren lieber zur Leichtathletik gegangen, sodass er allein sehen musste, wie er zurecht kam. Er entdeckte zum Glück auf der Tribüne einen deutschen Schwimmer, der sich dahin verirrt hatte. Und dieser stand ihm ein wenig zur Seite. Gewissermaßen als Meistermacher.

 

Als „Milchmann“ in der Werbung

Ismayr – der Modellathlet – war etliche Jahre so etwas wie der Vorzeigemann des deutschen Gewichthebens. Eine modellhafte Figur und technische Vollkommenheit zählten zu seinen Qualitätszeichen. Kein Wunder, dass ihm auch damals erste zaghafte Versuche der Werbung angetragen wurden – sozusagen im „Steinzeit“- Sponsoring. So bot ihm eine Molkereifirma 2000 Mark für ein Foto, das ihn mit bloßem Oberkörper in Pose mit der Bildunterschrift „Milch gibt mir Kraft“ zeigte. Er nahm allerdings dafür nichts Bares an, sondern ließ sich seine Dienste in Naturalien wie Milch und Käse auszahlen. 

Und auch sein einstiger Nationalmannschaftskamerad

Richard Leopold aus Erfurt, hatte sein „Zubrot“ zum Gewichtheben. Er trat als Untermann in der Artistengruppe „Die Leopoldis“ auf.

 

Wiedersehen nach 60 Jahren

 

Irgendwo war der großartige Heber Rudolfs Ismayr – 1936 übrigens in Berlin Sprecher des Olympischen Eides - aber auch ein guter Kamerad. Das zeigte sich, als der Erfurter Richard Leopold ihn 1990 kurz nach der Wende in Bad Aibling besuchte. Übrigens ein Treffen, das damals ATHLETIK auf Wunsch beider arrangierte. Beide standen in den Dreißigern einige Jahre gemeinsam in der Nationalmannschaft, bestritten 1935 den letzten gemeinsamen Wettkampf. Ihre Erfolgsbilanzen unterschieden sich wie Welten. Kam doch der Bayer insgesamt zu sieben internationalen Medaillen – die es damals nur im Dreikampf gab-, so war dem Thüringer keine einzige beschieden. Olympia hatte er nie gesehen. Aber bei den Deutschen Meisterschaften 1935 in Berlin standen beide gemeinsam auf Augenhöhe. Ismayr wurde Meister im Mittel und Leopold im Leicht- schwergewicht. Mit einer Besonderheit: Der eine Wettkampf fand in Stuttgart-Untertürkheim, der andere in Alsleben statt.

 

Noch einmal gemeinsam gezogen

Oben: Rudolf Ismayr (links) und Richard Leopold in ihrer aktiven Zeit sowie rund 60 Jahre später beim gemeinsamen „Kraftakt“ auf Ismayrs Balkon in Bad

Aibling

 „Ja, der Leo war immer der Stimmungsmacher, ein Pfundskerl“ lobte der damals 81-Jährige seinen gleichaltrigen Freund. „Das war ja ein ganz Verrückter. Er konnte Dinge, die ich nie vollbracht hätte. So sein berühmter Spagat mit der Hantel.“ Tatsächlich wurde Leopold, der übrigens auch als Zirkusartist auftrat, mit seiner Übung bei einer Last von 250 Pfund über dem Kopf auch international berühmt. „Das alles war leider einmal“, bedauerten beide. Aber der alte Sportgeist hielt sie nicht davon ab, auf dem Balkon von Ismayrs Wohnung ein kleines Duell am Fitness-Zugerät auszutragen.

 

Das deutsche Gewichtheben in jenen Jahren, das war aber nicht nur Rudolf Ismayr und sein Erfurter Freund.

Es wurde auch weiter von Josef Straßberger präsen-tiert, der über 15 Jahre zur Weltklasse zählte, jedoch aber seinen Zenit überschritten hatte. Dazu zählte auch sein Mit-Olympiasieger von 1928 Kurt Helbig aus Plauen. Sowie andere Spitzenheber wie der Münchner Hans Wölpert, Eugen Mühlberger aus Frankfurt/Main oder der Stuttgarter Helmut Schäfer.

STATISTIK 1932 bis 1935

 

1932

Olympische Spiele

10. LOS ANGELES (USA) 30./31. Juli

4 deutsche Teilnehmer - 1 Gold/1Silber/1 Bronze= 3 Medaillen

 

-60 KG

S Hans Wölpert (TV 1860 München) 282.5 (85.0/87.5/110.0)

4 Helmut Schäfer (KV 95 Stuttgart) 267.5 (82.5/77.5/102.5)

 

-75 KG

G Rudolf Ismayr (SV Roland München) 345.0 (102.5/110.0/132.5)

 

+82.5 KG

B Josef Straßberger (TV 1860 München) 377.5 (125.0/110.0/142.5)

 

Keine Weltmeisterschaften

 

Keine Europameisterschaften

 

Deutsche Meisterschaften

24. DORTMUND 17./18. September

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-56 KG

  1. Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 260.0

  2. Josef Schuster (TV 1860 München) 260.0

  3. Anton Verley (AthlSpV Siegfried 1897 Essen) 242.5

 

-60 KG

  1. Eugen Mühlberger (ASV 1886 Frankfurt/Main) 275.0

  2. Georg Liebsch (KSV Düsseldorf 1920) 270.0

  3. Josef Wagner (Stuttgardia Stuttgart) 265.0

 

-67.5 KG

  1. Kurt Helbig (AC Atlas Plauen ) 297.5

  2. Franz Thiersch (VfL Erfurt) 295.0

  3. Richard Süßdorf (ASV Homburg) 292.5

 

-75 KG

  1. Rudolf Ismayr (SV Roland München) 337.5

  2. Eugen Deutsch (Reichsbahn TuSG Neuaubing) 327.5

  3. Dominikus Hüttner (TV 1860 München) 312.5

 

-82.5 KG

  1. Jakob Vogt (ASV Trier 1895) 360.0

  2. Karl Bierwirth (AthlSpV Siegfried 1897 Essen) 340.0

  3. Karl Fahrnbach (TB Jahn Oggersheim) 327.5

 

+82.5 KG

1.Josef Straßberger (TV 1860 München) 367.5

2.Paul Wahl (KSV Düsseldorf 1920) 347.5

3. H. Velten (TuS Hörde 29 Dortmund) 307.5

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

11. MÜNCHEN 26. November

6 Mann in Gewichtsklassen - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

 

1. TV 1860 München 1775.0 kg

(Josef Schuster/ Hans Wölpert/Georg Endres/Dominikus Hüttner/Anton Gietl/Franz Roß)

 

2. SV Roland München 1600.0 kg

(Josef Bauer/Pezina/K.Jäckle/Rudolf Ismayr/Haurieder)

 

3. Platz nicht vergeben

-------------------------------------------------------------------------------------------------

1933

 

Keine Weltmeisterschaften

 

Europameisterschaften

25. ESSEN (GER) 16./17.September

14 deutsche Teilnehmer / 2 Gold/4 Silber /4 Bronze/ 10Medaillen

(Linkshändig Reißen/rechtshändig Reißen/beidhändig Drücken/beidhändig Reißen und beidhändig Stoßen)

 

-60 KG

G Hans Wölpert (TV 1860 München) 420.0 (62,5/65.0/90.0/87.5/115.0)

S Eugen Mühlberger (ASV 1886 Frankfurt/Main)

410.0 (65.0/70.0/75.0/90.0/110.0)

B Helmut Schäfer (KV 95 Stuttgart) 397.5 (62.5/67.5/70.0/82.5/115.0)

 

-67.5 KG

G Franz Thiersch (VfL Erfurt) 447.5 (70.0/72.5/85.0/95.0/125.0)

S Kurt Helbig (Plauen) 442.5 (70.0/70.0/85.0/95.0/122.5)

4 Gustav Murawski (TuS Hörde 29 Dortmund) 415.0 (65.0/72.5/77.5/90.0/110.0)

 

-75 KG

S Rudolf Ismayr (SV Roland München) 492.5 (75.0/77.5/100.0/100.0/140.0)

B Eugen Jordan (KV 95 Stuttgart) 470.0 (77.5/72.5/90.0/100.0/130.0)

8 Heinrich Gottschalk (ASV Essen 88) 362.5 (70.0/75.0/X/92.5/125.0)

 

-82.5 KG

S Jakob Vogt (ASV Trier) 495.0 (80.0/80.0/102.5/100.0/132.5)

B Karl Bierwirth (ASV Siegfried 1897 Essen) 485.0 (70.0/80.0/95.0/105.0/135.0)

6 Richard Leopold (VfL Erfurt) 402.5 (87.5/85.0/X/100.0/130.0)

 

+82.5 KG

B Josef Straßberger (TV 1860 München) 525.0 (75.0/82.5/122.5/107.5/137.5)

4 Paul Wahl (KSV Düsseldorf 1920) 507.5 (82.5/77.5/100.0/112.5/135.0)

 

Deutsche Meisterschaften

25. LUDWIGSHAFEN 3. September (-56 kg)

MÜNCHEN 2. September (-60 kg)

DORTMUND-HÖRDE 20. August (-67.5 kg)

STUTTGART-UNTERTÜRKHEIM 3. September (-75 kg)

ALSFELD 20. August (-82.5 kg)

BERLIN 20. August (+82.5 kg)

(Deutscher Fünfkampf: Einarmig Reißen und Stoßen, beidarmig Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-56 KG

  1. Max Walter (SV Saar Saar 05 Saarbrücken) 395.0

  2. Jakob Renfer (St.-u.RCl. Ludwigshafen) 370.0

  3. Karl Koch (ASC „Siegfried“ Dortmund) 360.0

-60 KG

1. Hans Wölpert (TV 1860 München) 417.5

2. Helmut Schäfer (KV 95 Stuttgart) 407.5

3. Eugen Mühlberger (ASV 1886 Frankfurt/Main) 405.0

 

-67.5 KG

1. Kurt Helbig (AC Atlas Plauen) 450.0

2. Franz Thiersch (VfL Erfurt) 432.5

3. Gustav Morawski (TuS Hörde 29 Dortmund) 430.0

 

-75 KG

1. Rudolf Ismayr (SV Roland München) 500.0

2. Eugen Jordan (KV 95 Stuttgart) 465.0

3. Eugen Deutsch (KSV Augusta Augsburg) 465.0

 

-82.5 KG

1. Richard Leopold (VfL Erfurt) 495.0

2. Karl Bierwirth (AthlSpV. Siegfried 1897 Essen) 490.0

3. Anton Gietl (TV 1860 München) 480.0

 

+82.5 KG

1. Josef Straßberger (TV 1860 München) 530.0

2. Paul Wahl (KSV Düsseldorf 1920) 507.5

3. Karl Meusel (Leipziger SV Atlas) 500.0

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

12. FERNABNAHME

Der angesetzte Finalkampf am 10. Dezember 1933 in Köln fiel aus

6 Mann in Gewichtsklassen - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

 

1. TV 1860 München 2620.0 kg

(Josef Schuster/ Hans Wölpert/Georg Endres/Kriegle/Anton Gietl/Josef Straßberger)

 

2. AthlSpV. Siegfried 1897 Essen 2527.5 kg

(August Verley/Fritz Kannwald/Leo Euler/Kräkel/Felix Stanislawski/Karl Bierwirth)

 

3. KV 95 Stuttgart 2382.5 kg

 

1934

Keine Weltmeisterschaften

 

Europameisterschaften

26 GENUA (ITA) 9./10. November

10 deutsche Teilnehmer / 1Gold/3Silber 2 Bronze/ 6 Medaillen

(Olympischer Dreikampf: Beidhändig Drücken, Reißen, Stoßen)

 

-60 KG

S Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 285.0 (80.0/90.0/115.0)

5 Eugen Mühlberger (ASV 1886 Frankfurt/Main) 270.0 (70.0/90.0/110.0)

 

-67.5 KG

B Adolf Wagner (ASV Essen 88) 295.0 (85.0/90.0/120.0)

4 Richard Süßdorf (ASV Homburg) 282.5 (77.5/90.0/115.0)

-75 KG

G Rudolf Ismayr (SpVgg. Freising) 347.5 (102.5/105.0/140.0)

5 Heinrich Gottschalk (ASV Essen 88) 317.5 (90.0/102.5/125.0)

 

-82.5 KG

S Eugen Deutsch (KSV Augusta Augsburg) 365.0 (100.0/115.0/150.0)

4 Richard Leopold (VfL Erfurt) 330.0 (95.0/105.0/130.0)

 

+82.5 KG

S Josef Manger (SC Roland Bamberg) 382.5 (120.0/115.0/147.5)

B Josef Straßberger (TV 1860 München) 382.5 (130.0/112.5/140.0)

 

 

Deutsche Meisterschaften

26. NÜRNBERG 28. Juli (während der Deutschen Kampfspiele)

(Deutscher Fünfkampf: Einarmig Reißen und Stoßen, beidarmig Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-56 KG

1. Josef Schuster (TSV 1860 München) 392.5

2. Walter Dorrebecker (TuS Hörde 29 Dortmund) 392.5

3. Jakob Renfer (St.-u.RCl. Ludwigshafen) 377.5

-60 KG

  1. Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 432.5

  2. Eugen Mühlberger (ASV 1886 Frankfurt/Main) 425.0

3. Josef Wagner (KV 95 Stuttgart) 417.5

 

-67.5 KG

1. Adolf Wagner (ASV Essen 88) 450.0

2. Richard Süßdorf (ASV Homburg) 442.5

3. Georg Beer (SC Cyklop Breslau) 440.0

 

-75 KG

1. Rudolf Ismayr (SpVgg. Freising) 510.0

2. Heinrich Gottschalk (ASV 88 Essen) 495.0

2. Eugen Jordan (KV 95 Stuttgart) 485.0

 

-82.5 KG

1. Eugen Deutsch (KSV Augusta Augsburg) 542.5

2. Richard Leopold (VfL Erfurt) 525.0

3. Anton Gietl (TV 1860 München) 512.5

 

+82.5 KG

1. Paul Wahl (TSV 1887 Möhringen) 545.0

2. Josef Straßberger (TSV 1860 München) 540.0

3. Karl Bierwirth (ASV Essen 88) 537.5

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

13. NÜRNBERG 28. Juli (Während der Deutschen Kampfspiele) 

6 Mann in Gewichtsklassen - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

 

1. TSV 1860 München 2642.5 kg

(Josef Schuster/ Hermann Wiesheu//Georg Endres/Dominikus Huttner/Anton Gietl/Josef Straßberger)

 

2. TuS Hörde 29 Dortmund 2587.5 kg

(Walter Dörrebecker/Karl Koch/Gustav Morawski/Josef Menze/Kampe/H.Velten)

 

3. VfL Erfurt 2385.0 kg

(Walter Schlegel/Hiller/Dielefeld/Bensch/Franz Thiersch/Richard Leopold)

 

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

1935

Keine Weltmeisterschaften

 

Europameisterschaften

27 PARIS (FRA) 9./10. November

10 deutsche Teilnehmer / 4Gold/3Silber/ 7 Medaillen

(Olympischer Dreikampf: Beidhändig Drücken, Reißen, Stoßen)

 

-60 KG

G Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 297.5 (82.5/95.0/120.0)

S Georg Liebsch (KSV Düsseldorf 1920) 295.0 (90.0/92.5/112.5)

 

-67.5 KG

G Karl Jansen (Freie Turner Wanne Eickel) 325.0 (92.5/100.0/132.5)

5 Ernst Kolb (Schifferstadt) 300.0 (77.5/97.5/125.0)

 

-75 KG

G Rudolf Ismayr (SpVgg. Freising) 360.0 (105.0/110.0/145.0)

S Heinrich Gottschalk (ASV Essen 88) 345.0 (92.5/110.0/142.5)

 

-82.5 KG

S Eugen Deutsch (KSV Augusta Augsburg) 357.5 (100.0/112.5/145.0)

4 Richard Leopold (VfL Erfurt) 330.0 (95.0/105.0/130.0)

 

+82.5 KG

G Josef Manger (SpVgg. Freising) 395.0 (125.0/120.0/150.0)

4 Paul Wahl (TSV 1887 Möhringen) 382.5 (112.5/120.0/150.0)

 

Deutsche Meisterschaften

27. BERLIN 11./12. Juli

(Olympischer Dreikampf: Drücken, Reißen, Stoßen)

 

-56 KG

1. Josef Schuster (TSV 1860 München) 265.0

2. Karl Koch (ASC „Siegfried“ Dortmund) 252.5

3. Franz Antonie (TuS Hörde 29 Dortmund) 247.5

 

-60 KG

1. Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 285.0

2. Helmut Schäfer (KV 95 Stuttgart) 285.0

3. Georg Liebsch (KSV Düsseldorf 1920)

 

-67.5 KG

1. Karl Jansen (Freie Turner Wanne Eickel) 310.0

2. Karl Schwitalle (SC Cyklop Breslau) 302.5

3. Hans Wölpert (TSV 1860 München) 302.5

 

-75 KG

1. Rudolf Ismayr (SpVgg. Freising) 347.5

2. Heinrich Gottschalk (ASV 88 Essen) 340.0

3. Adolf Wagner (ASV Essen 88) 330.0

 

-82.5 KG

1. Eugen Deutsch (KSV Augusta Augsburg) 365.0

2. Richard Leopold (VfL Erfurt) 345.0

3. Karl Duschka (TuSpV. Welzow) 337.5

 

+82.5 KG

1. Josef Manger (SpVgg. Freising) 385.0

2. Josef Straßberger (TSV 1860 München) 380.0

3. Paul Wahl (TSV 1887 Möhringen) 372.5

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

14. AUGSBURG 5. OKtober

6 Mann in Gewichtsklassen - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

 

1. ASV Essen 88 1825.0 kg

(August Verley/Fritz Kannwald/Karl Wagner/Adolf Wagner/Heinrich Gottschalk/Karl Bierwirth)

 

2. TSV 1860 München 1812.5 kg

(Josef Schuster/Hermann Wiesheu/Hans Wölpert/Dominikus Huttner/Anton Gietl/Josef Straßberger)

 

3. KSV Augusta Augsburg 1717.5

(Viktor Stöhr/Renfer/Grauvogel/Stolz/Eugen Deutsch/Tauser)

14 (1928-1931)

Ohnmächtig – aber Olympiasieger!

 

Die Olympischen Spiele 1928 in Amsterdam waren eine entscheidende Wende für das deutsche Gewichtheben.

Nach jahrelangem Ausschluss im Ergebnis des ersten Weltkrieges wurde der Deutsche Athletensport-Verband DASV von der Internationalen Föderation FIH wieder aufgenommen. Die unfreiwillige Abstinenz hatte auch die Abwesenheit bei Olympia 1920 in Paris bedeutet.

 

Wo Nurmi und „Tarzan“ triumphierten

Paavo Nurmi (links) und Johnny Weissmüller alias Tarzan (Geboren am 2.6.1904 als Banater Schwabe János Weißmüller in Freidorf –

heute VII. Stadtbezirk von Timișoara/Rumänien)

 

Das olympische Fest stieg im Amsterdamer Stadtteil Stadionbuurt. Es brachte die letzten drei der insgesamt zwölf Olympiamedaillen des finnischen Laufwunders Paavo Nurmi. Und es wurden auch die Spiele des US-amerikanischen Schwimmers Johnny Weissmüller, der zweimal gewann und später als Tarzandarsteller auf der Leinwand flimmerte.

 

Damals ging es auch noch um Medaillen auf künstlerischem Gebiet wie Bildhauerei und Malerei. Hätte es einen Preis für die spannendste Entscheidung gegeben, so wären dafür zwei Gewichtheber erste Kandidaten gewesen: Kurt Helbig aus Plauen und Hans Haas aus Wien.

 

Dramatischer Zweikampf im Dreikampf

Links: Kurt Helbig (Plauen),

rechts: Hans Haas (Wien)

 

Beide bewarben sich im damaligen Leichtgewicht bis 67.5 kg Körpergewicht um die Medaillen. Und das im Olympischen Dreikampf mit Drücken, Reißen und Stoßen, der seit 1928 im internationalen und auch deutschen Gewichtheben offiziell eingeführt war und bis 1972 praktiziert wurde.

 

Nach dem Reißen führte Helbig mit 90 kg, Haas schaffte nur 85 Kilo. Der wiederum stieß mit 102.5 kg fünf Kilo mehr als sein deutscher Konkurrent. Also Gleichstand mit jeweils 187.5 kg nach zwei Disziplinen. Nun musste das Stoßen entscheiden. Haas legte 135 Kilo vor und schaffte damit im Dreikampf 322.5 kg. Und auch Helbig bewältigte mit letztem Einsatz diese Last. Er brach danach ohnmächtig zusammen.

 

Wer war nun Olympiasieger?

Beide hatten das gleiche Körpergewicht. Man traf eine sehr sportliche Entscheidung: Beide wurden zum Olympiasieger erklärt. Nun gab es Freude im deutschen und auch im österreichischen Lager.

 

Stärkster Mann der Welt – ein Bayer

 

Josef Straßberger

 

Und die Freude ging auf deutscher Seite weiter.

Am nächsten Tag gewann in der höchsten Gewichtsklasse über 82.5 kg

der Münchner Josef Straßberger ebenfalls die Goldmedaille. Er war damit der stärkste Mann der Welt und krönte das Abschneiden der achtköpfigen deutschen Mannschaft, die neben zweimal Gold auch noch Bronze im Federgewicht bis 60 kg durch Straßbergers Münchner Klubkameraden Hans Wölpert gewann.

Das deutsche

Olympiasextett

von Amsterdam

 

Die drei „übrigen“ Goldmedaillen holten sich in Amsterdam der Österreicher Franz Andrysek (60 kg), der Franzose Roger Francois (75 kg) und der Ägypter Sayed Nosseir (bis 82.5 kg).

 

Straßbergers Serie riss in Luxemburg

 

Im Zeitraum zwischen 1928 und 1931 fanden wie schon ab 1924 keine Weltmeisterschaften statt. Dafür gab es aber drei Europameisterschaften – 1929 in Wien, 1930 in München und 1931 in Luxemburg. Diese Jahre wurden zu einem Triumphzug des späteren Münchner Gastwirts Josef Straßberger, dem nach einem Unfall an der rechten Hand zwei Fingerkuppen fehlten. Er wurde in jedem Jahr Deutscher Meister, gewann zweimal mit dem TV München 1860 den Mannschaftstitel, holte auch in Wien und München EM-Gold.

Sayed Nosseir aus Ägypten (rechts) wurde 1931 Europameister – und auch Rudolf Ismayr aus München

 

 

Doch 1931 in Luxemburg riss diese Serie, als er hinter Olympiasieger Sayed Nosseir aus Ägypten – die Afrikaner aus dem Nilland durften damals an EM teilnehmen – und Nikolaus Rieß von Eiche Bonn nur Dritter wurde. Dafür stieg in Luxemburg aber ein neuer deutscher Stern am internationalen Heberhimmel auf. Rudolf Ismayr – ebenfalls aus München - wurde Europameister. Das Gleiche schafften Jakob Vogt aus Ochendung 1929 in Wien (82.5 kg) und Kurt Helbig 1930 in München (75 kg).

 

Deutsche Meisterschaften 1931 in sechs Orten

 

Deutsche Mannschaftsmeister wurden der TV München 1860 (1928, 1929 und 1931 – da ohne Straßberger) sowie der Athletensportverein Siegfried 1897 Essen (1930). Die nationalen Titelkämpfe fanden 1928 in Koblenz, 1929 in Villingen und 1930 in Breslau statt, das 2014 als Wroclaw die WM organisierte.

 

1931 gab es insofern ein Novum für Deutsche Meisterschaften, als jede Gewichtsklasse in einem Ort ausgetragen wurde – Bantam (56 kg) in Schonungen, Feder (60 kg) in Auerbach, Leicht (67,5 kg) in Stuttgart-Untertürkheim, Mittel (75 kg) in München, Halbschwer (82.5 kg) in Hamburg und Schwer (+82.5 kg) in Schweinfurt.

STATISTIK 1928 bis 1931

 

1928

Olympische Spiele

9. AMSTERDAM (NED) 28.-29. Juli

8 deutsche Teilnehmer / 2 Gold/1 Bronze= 3 Medaillen

 

-60 KG

B Hans Wölpert (TV 1860 München) 282.5 (92.5/90.0/120.0)

11 Eugen Mühlberger (VfK Mannheim 1886) 255.0 (70.0/80.0/105.0)

 

-67.5 KG

G Kurt Helbig (Jugendkraft Plauen) 322.5 (90.0/97.5/135.0)

5 Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 295.0 (85.0/90.0/120.0)

 

-75 KG

4 Franz Zinner (ASV Würzburg 1925) 322.5 (87.5/100.0/135.0)

6 Willi Hoffmann (MTV 1845 Magdeburg) 305.0 (90.0/95.0/120.0)

 

-82.5 KG

4 Jakob Vogt (ASV Siegfried Ochtendung) 335.0 (100.0/105.0/130.0)

7 Karl Bierwirth (ASV Siegfried 1897 Essen) 315.0 (95.0/95.0/125.0)

 

+82.5 KG

G Josef Straßberger (TV 1860 München) 372.5 (122.5/107.5/142.5)

8 Heinrich Volz (tbd. 1892 Cannstatt) 340.0 (97.5/110.0/132.5)

 

Keine Weltmeisterschaften

 

Keine Europameisterschaften

 

Deutsche Meisterschaften

20. KOBLENZ 25./26. August

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-54 KG

1. Adolf Rein (1.Göppinger SV 1895) 235.0

2. Fritz Buri (1. AK 1890 Pirmasens) 235.0

3. Josef Schuster (SV München 1880) 235.0

 

-58 KG

1. Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 270.0

2. Karl Koch (ASC Siegfried Dortmund) 237.5

3. Arthur Ruppe (ASV 02 Sangerhausen) 237.5

 

-62 KG

1. Hans Wölpert (TV 1860 München) 282.5

2. Georg Helfmann (AC 1892 Köln-Mülheim) 267.5

3. Peter Friedrich (1. AK Sandow Nürnberg 1896) 260.0

 

-67.5 KG

1. Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 455.0

2. Hans Haas (Wiener Athletenclub Adler) 452.5

3. kurt Helbig (SG Jugendkraft Plauen) 445.0

 

-75 KG

1. Franz Zinner (ASV Würzburg 1925 )322.5

2. Walter Mang (SK Roland v.1887 Hamburg) 317.5

3. Willi Hoffmann (MTV 1845 Magdeburg) 305.0

 

-82.5 KG

1. Jakob Vogt (ASV Siegfried Ochtendung) 335.0

2. Karl Bierwirth (AthlSpV Siegfried 1897 Essen) 320.0

3. Fritz Wagner (ASV Würzburg 1925) 300.0

 

+82.5 KG

1.Josef Straßberger (TV 1860 München) 370.0

2. Richard Putzmann (SV Ost Berlin) 345.0

3. Heinrich Volz (Turnerbund 1892 Cannstatt) 345.0

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

7. Essen 16. Dezember

7 Mann - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

 

1. TV 1860 München 1830.0 kg

(Josef Bauer/Haßmeier/Franz Schweiger/ Hans Wölpert/Rudolf Ismayr/Franz Roß/Josef Straßberger)

 

2. AthlSpv Siegfried 1897 Essen 1605.0 kg

(August Verley/Fritz Kannwald/Fritz Schamber/Brüggmann/Kräkel/Fritz Neukirchen/Karl Bierwirth)

 

3. Platz nicht vergeben

-------------------------------------------------------------------------------------------------

 

1929

 

Keine Weltmeisterschaften

 

Europameisterschaften

22. WIEN (AUT) 8. September

9 deutsche Teilnehmer / 2 Gold/2 Silber /4 Bronze/ 8Medaillen

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-60 KG

B Helmut Schäfer (KV 95 Stuttgart) 252.5 (67.5/80.0/105.0)

 

-67.5 KG

S Eugen Jordan (Turnerbund 1892 Cannstatt) 292.5 (82.5/87.5/122.5)

B Kurt Helbig (SG Jugendkraft Plauen)287.5 (80.0/90.0/117.5)

 

-75 KG

S Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 322.5 (92.5/97.5/132.5)

B Willi Hoffmann (MTV 1845 Magdeburg) 305.0 (87.5/92.5/125.0)

 

-82.5 KG

G Jakob Vogt (ASV Siegfried Ochtendung) 350.0 (100.0/107.5/142.5)

B Karl Bierwirth (ASV Siegfried 1897 Essen) 335.0 (97.5/105.0/132.5)

 

+82.5 KG

G Josef Straßberger (TV 1860 München) 372.5 (120.0/107.5/145.0)

4 Heinrich Volz (Tbd. Cannstatt)

 

Deutsche Meisterschaften

21. VILLINGEN 10./11. August

(Deutscher Fünfkampf: Einarmig Reißen und Stoßen, beidarmig Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-54 KG

1. Fritz Buri (1. AK 1890) Pirmasens 382.5

2. August Verley (AthlSpV Siegfried 1897 Essen) 360.0

3. Josef Schuster (SV München 1880) 347.5

 

-58 KG

1. Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 382.5

2. Karl Koch (ASC Siegfried Dortmund) 372.5

3. Fritz Kannwald (AthlSpv Siegfried 1897 Essen) 365.0

 

-60 KG

1. Eugen Mühlberger (VfK Mannheim 1886) 405.0

2. Helmut Schäfer (KV 95 Stuttgart) 395.0

3. Josef Wagner (Stuttgardia Stuttgart) 390.0

-67.5 KG

1. Eugen Jordan (Turnerbund 1892 Cannstatt) 437.5

2. Kurt Helbig (SG Jugendkraft Plauen) 432.5

3. Fritz Vieser (ASV Lahr) 425.0

 

-75 KG

1. Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 470.0

2. Willi Hoffmann (MTV 1845 Magdeburg) 457.5

3. Dominikus Huttner (Münchener Spvgg) 455.0

-82.5 KG

1. Jakob Vogt (ASV Siegfried Ochtendung) 507.5

2, Karl Bierwirth (AthlSpV Siegfried 1897 Essen) 500.0

3. Karl Fahrnbach (TB Jahn Oggersheim) 482.5

 

+-82.5 KG

Josef Straßberger (TV 1860 München) 537.5

Heinrich Vogt (Turnerbund 1892 Cannstatt) 525.0

Nikolaus Rieß (Eiche Bonn) 517.5

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

8. München 2. November

7 Mann - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

 

1. TV 1860 München 1775.0 kg

(Josef Bauer/Meisenberger/Franz Schweiger/ Hans Wölpert/Franz Graßl/Josef Straßberger)

 

2. AthlSpV Siegfried 1897 Essen 1757.5 kg

(Wilhelm Bilstein/August Verley/Fritz Kannwald/Brüggmann/Kräkel/Fritz Neukirchen/Karl Bierwirth)

 

3. Turnerbund 1892 Cannstatt 1542.5

(Haller/Falch/Eißler/Eugen Jordan/Maier/Sigloch/Heinrich Volz)

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------

 

1930

 

Keine Weltmeisterschaften

 

Europameisterschaften

23. MÜNCHEN (GER) 23./24. Oktober

9 deutsche Teilnehmer / 2 Gold/1 Silber /2 Bronze/ 5Medaillen

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-60 KG

G Eugen Mühlberger (ASV 1886 Frankfurt/Main) 280.0 (75.0/90.07115.0)

S Hans Wölpert (TV 1860 München) 280.0 (85.0/82.5/112.5)

 

-67.5 KG

4 Albert Schwieger (?) 287.5 872.5/90.0/125.0)

 

-75 KG

G Kurt Helbig (SG Jugendkraft Plauen) 337.5 (92.5/105.0/140.0)

4 Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886)305.0 (85.0/95.0/125.0)

 

-82.5 KG

B Jakob Vogt (ASV Siegfried Ochtendung) 340.0 (105.0/100.0/135.0)

4 Karl Bierwirth (ASV Siegfried 1897 Essen) 335.0 (95.0/105.0/135.0)

 

+82.5 KG

G Josef Straßberger (TV 1860 München) 370.0 (120.0/110.0/140.0)

5 Nikolaus Rieß (Eiche Bonn) 355.0 (95.0/115.0/145.0)

 

Deutsche Meisterschaften

22. BRESLAU 26./27. Juni

(olympischer Dreikampf: Beidarmig Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-54 KG

1. Josef Schuster (SV München 1880) 242.5

2. Karl Lukaczik (Germania 04 Hindenburg) 237.5

3. Franz Antonie (Werksportverein Hörde Dortmund) 225.0

 

-58 KG

1. Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 265.0

2. Josef Wagner (AK Grafl Wien) 255.0

3. Karl Janisch (AK Herkules Wien) 265.0

 

-60 KG

1. Hans Wölpert (TV 1860 München) 287.5

2. Rudolf Troppert (Ursus Wien) 277.5

3. Helmut Schäfer (KV 95 Stuttgart) 247.5

 

-67.5 KG

1. Robert Fein (Wiener Athletikclub Ursus) 305.0

2. Wilhelm Stephan (MTV 1845 Magdeburg) 262.5

3. Heinrich Wolff (SK Roland v. 1887 Hamburg) 250.0

 

-75 KG

1. Kurt Helbig (Jugendkraft Plauen) 325.0

2. Rudolf Ismayr (SV Roland München) 312.5

3. Willi Hoffmann (MTV 1845 Magdeburg) 307.5

 

-82.5 KG

1. Jakob Vogt (ASV Siegfried Ochtendung) 340.0

2, Karl Bierwirth (AthlSpV Siegfried 1897 Essen) 332.5

3. Franz Hirn (AK Germania Wien) 330.0

 

+82.5 KG

Josef Straßberger (TV 1860 München) 370.0

Rudolf Schilberg (Germania Wien) 360.0

Eugen Krebs (Ursus Wien) 345.0

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

9. Essen 28. September

7 Mann - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

1. AthlSpV Siegfried 1897 Essen 1707.5 kg

(Wilhelm Bilstein/August Verley/Fritz Kannwald/Brüggmann/Kräkel/Thiel/Karl Bierwirth)

 

2. SpVg. Berlin Nord 1670.0

(Schiffmann/Gusowski/Schmidt/Winzer/Matuschek/Pfohl/Kurt Kaufmann)

 

 

1931

 

Keine Weltmeisterschaften

 

Europameisterschaften

24. LUXEMBURG (LUX) 3./4. Oktober

7 deutsche Teilnehmer 1Gold/3Silber/1 Bronze/ 5Medaillen

(Olympischer Dreikampf: Beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-60 KG

S Eugen Mühlberger (ASV 1886 Frankfurt/Main) 270.0 (75.0/82.5/112.5)

 

-67.5 KG

S Kurt Helbig (Jugendkraft Plauen) 302.5 (87.5/90.0125.0)

 

-75 KG

G Rudolf Ismayr (SV Roland München) 342.5 (100.0/105.0/137.5)

5 Willi Hoffmann (MTV 1845 Magdeburg) 317.5 (95.0/97.5/125.0)

 

-82.5 KG

5 Karl Bierwirth (ASV Siegfried 1897 Essen) 332.5 (97,5/105.0/130.0)

 

+82.5 KG

S Nikolaus Rieß (Eiche Bonn) 367.5 (102.5/117.5/147.5)

B Josef Straßberger (TV 1860 München) 365.0 (122,5/107.5/135.0)

 

Deutsche Meisterschaften

23. SCHONUNGEN 15. August (56 KG)

     AUERBACH 30. August (60 KG)

     STUTTGART-UNTERTÜRKHEIM 14. August (67.5 KG)

     MÜNCHEN 11. September (75 KG)

     HAMBURG 8. August (82.5 KG)

     SCHWEINFURT 8. August (+82.5 KG)

(Olympischer Dreikampf: Beidarmig Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-56 KG

1. Max Walter (SV Saar 05 Saarbrücken) 257.5

2. Karl Koch (ASC Siegfried Dortmund) 255.0

3. Adolf Werner (ETSV Würzburg) 252.5

 

-60 KG

1. Helmut Schäfer (KV 95 Stuttgart) 272.5

2. Eugen Mühlberger (ASV 1886 Frankfurt/Main) 272.5

3. Arthur Ruppe (ASV 02 Sangerhausen) 242.5

 

-67.5 KG

1. Kurt Helbig (Jugendkraft Plauen) 300.0

2. Gustav Morawski (TuS Hörde 29 Dortmund) 287.5

3. Albert Schwieger (AC 1925 Braunschweig) 285.0

 

-75 KG

1. Rudolf Ismayr (SV Roland München) 340.0

2. Willi Hoffmann (SpVg. Berlin Nord) 317.5

3. Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 317.5

 

-82.5 KG

1. Karl Bierwirth (AthlSpV Siegfried 1897 Essen) 332.5

2. Anton Gietl (TV 1860 München) 332.5

3. Richard Leopold (VfL Erfurt) 315.0

 

+82.5 KG

Josef Straßberger (TV 1860 München) 360.0

? Neubauer (ASV Würzburg 1925) 342.5

Paul Wahl (KSV Düsseldorf 1920) 330.0

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

10. Fernabnahme (geplanter Finalkampf fand nicht statt)

6 Mann - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

 

1. TV 1860 München 1645.0 kg

(Josef Schuster/Hans Wölpert/Georg Endres/Bäumler/anton Gietl/Franz Roß)

 

2. AthSpV. Siegfried 1897 Essen 1572.5 kg

3. Borussia Köln

 

Hilmar Bürger

13 (1924/1927)

Sensationeller Fund im alten Narrenhäusel

In der Olympiade 1924 bis 1928 – wie der Zeitraum zwischen zwei Olympischen Spielen bezeichnet wird – fanden außer den Spielen keine internationalen Höhepunkte statt. Mit einer Ausnahme – den „Europameisterschaften“ 1924 im saarländischen Neunkirchen. Das war das Ersatz-Olympia für die Deutschen, die aus politischen Gründen nach wie vor bei Olympischen Spielen ausgeschlossen blieben. 60 Jahre später gab es eine ähnliche Situation, als nach dem Olympiaboykott 1980 in Moskau infolge des ebenfalls politisch motivierten Olympiaboykotts der meisten Ostländer von 1984 Los Angeles für die DDR-Gewichtheber in Schwedt das Ersatz-Olympia stattfand.

 

Paris ohne deutsche Heber

 

Die Olympischen Gewichtheber-Wettbewerbe 1924 in Paris waren die ersten, die unter Regie der neu gebildeten Weltföderation FIH durchgeführt wurden. Sportlich waren diese Wettbewerbe ein Triumph für Italien und Frankreich, die sich mit Pierino Gabetti,

Carlo Galimberti und Giuseppe Tonani sowie Edmond Decottignies und Charles Rigoulot die Olympiasiege

teilten. Überragender Athlet der Spiele war Finnlands Wunderläufer Paavo Nurmi, der fünfmal (!) auf dem obersten Treppchen stand.

Die fünf Gewichtheber-Olympiasieger von

Paris 1924:

Gabetti (l.o.),

Galimbert (l.M.),

Tonani (r.o. - alle Italien) und Edmond Decottignies (l.u.),

Charles Rigoulot (r.u.) (Frankreich)

 

 

Zu den außer-saarländischen deutschen Vereinen, die in Neunkirchen triumphierten, zählte der 1. KSV 1896 Durlach. Er kam durch Albert Kühner und Fritz Buri zu gleich zwei der sieben vergebenen Titel. Leider sind uns keine Fotos von ihnen zugängig. Bei ihrer Heimkehr – wie der Vereinschronik zu entnehmen ist – wurden sie triumphal empfangen und nach einem Festumzug Vereinslokal „Blume“ geehrt. 1924 war für für diesen Verein auch anderweitig ein erfolgreiches Jahr. Durch den Anschluss des Boxvereins Durlach an den KSV wurde dieser weiter gestärkt.

 

Ein trauriges Kapitel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Julius Baruch

 

Analysiert man die Ergebnis-Statistik von Neunkirchen etwas näher, so wird ersichtlich, dass die meisten der Teilnehmer aus dem Saarland und aus Südwest-deutschland kamen. So auch der Bad-Kreuznacher

Europameister Julius Baruch. Er und sein Bruder Hermann kamen wegen ihrer jüdischen Herkunft ins KZ, wo beide ihr Leben ließen, Julius kurz vor Kriegsende in Buchenwald.

 

Die Gewichtheber-EM in Neunkirchen, wo zwölf Jahre vorher im Stadtteil Wiebelskirchen Erich Honecker einst das Licht der Welt erblickte, fand gemeinsam mit der Ringer-EM sowie der Europameisterschaften in den damaligen Disziplinen Kugelstoßen, Diskuswerfen, Kugelwerfen und statt. Alle Titelkämpfe nur mit nationaler Beteiligung. Die 1969 gegründete Europäische Gewichtheber-Föderation EWF erkannte trotzdem später die EM 1924 offiziell an.

 

Da zwischen 1924 und 1936 keine Weltmeisterschaften sowie zwischen 1925 bis 1929 keine Europameister-schaften stattfanden, blieben die Deutschen Meister-schaften und auch die Deutsche Mannschaftsmeis-terschaft die einzigen weiteren Jahreshöhepunkte zwischen 1924 und 1927. Hinzu kamen für die Arbeitersportler die Arbeiter-Olympiade 1925

in Frankfurt am Main.

Als Josef Straßberger bezwungen wurde

Von den nationalen Titelkämpfen sind die 1926 von Köln besonders erwähnenswert. Nicht nur wegen der sportlichen Ergebnisse. Es gab eine Besonderheit:

In den Ergebnislisten waren erstmals auch zahlreiche Athleten aus österreichischen Vereinen zu finden. Und das Spektakulärste: Münchens Heber-Legende Josef Straßberger musste sich in der höchstens Gewichts-klasse Rudolf Schilberg vom Wiener AC Hercules mit 525.0:530.0 geschlagen geben. 

Da die Gewichtheber-Meisterschaften im Rahmen der Deutschen Kampfspiele ausgetragen wurden, zu denen auch Österreicher eingeladen waren, erklären sich diese Deutschen Meisterschaften mit internationaler Beteiligung. Diese Art der Wettkämpfe erhielt dann in der NS-Zeit unrühmliche Bedeutung.


Fund im einstigen Athletenhäusel

 

Auch eine technische Neuerung im Gewichtheben fiel in jenen Zeitraum. Eine, ohne die das moderne Gewichtheben nicht denkbar wäre. Am

18. April 1926 wurden erstmals beim Länderkampf zwischen Deutschland und Frankreich in Mannheim Scheibenhanteln mit Gewichten auf Kugellagern eingesetzt.   

Altes Modell einer Scheibenhantel

 

Diese Jahre waren auch jene Zeit, in der sich der Arbeitersport national und international stark entwickelte. In Mannheim fanden 1924 die ersten Bundesmeisterschaften der Gewichtheber des Arbeiter-Athletenbundes statt. In Frankfurt/Main gab es 1925 die Premiere der Arbeiter-Olympiade.

Harald und Werner Stefan

 

Eine sensationelle Entdeckung machten 2008 in St. Ilgen Harald und Werner Stephan. Sie fanden bei Renovierungsarbeiten am ehemaligen Athletenhäusel einen verlöteten Blechzylinder. Darin wurden mit einer Volkszeitung vom 28. Juni 1925, einem handschrift-lichen Dokument sowie 54 Millionen (!) Reichsmark von 1923 über 80 Jahre alte Unterlagen aus der Gründungs-zeit des Arbeiter-Athletenclubs Germania St. Ilgen gefunden. Das Ganze zwar ohne finanziellen, aber für die Geschichte des Vereins und des deutschen Gewichthebens von höchstem Wert.

STATISTIK 1924 bis 1927

 

1924

Olympische Spiele

8. PARIS (FRA) 21.-24. Juli

Deutschland weiter ausgeschlossen

 

Keine Weltmeisterschaften

 

Europameisterschaften

21. NEUNKIRCHEN (GER) 7.-8. September

Ohne ausländische Beteiligung

(Fünfkampf: einhändiges Reißen, einhändiges Stoßen mit der anderen Hand, beidhändiges Drücken, beidhändiges Reißen, beidhändiges Stoßen)

-54 KG

G Fritz Buri (1.KSV 1896 Durlach) 337.5 (50.0/65.0/62.5/70.0/90.0)

S Hubert Fuchs (Euskirchener AC) 327.5 (52.5/57.5/70.0/62.5/85.0)

B Heinrich Kißling (Konstanz) 305.0 (42.5760.0/55.0/62.5/85.0)

4 Jakob Erbelding (Bingen) 282.5

5 Wilhelm Lüttger (Kreuznach) 272.5

-58 KG

G Albert Kühn (1.KSV 1896 Durlach) 350.0 (62.5/62.5/65.0/65.0/95.0)

S Otto Geißler (Mannheim) 347.5 (55.0/70.0/67.5/65.0/90.0)

B Franz Becker (Kostheim) 315.0 (50.0/55.0/67.5/72.5/85.0)

4 Hans Hilbig (Saarbrücken9 307.5

5 Hans Haag (Neunkirchen) 295.0

 

-62 KG

G Max Loch (Athletenvereinigung Oberstein) 355.0 (57.5/72.5/65.0/67.5/92.5)

S Emil Fetzer (Athletenvereinigung Oberstein) 335.0 (57.5/65.0/67.5/65.0/85.09

B Georg Ochs (St. Ingbert) 325.0 (55.0/60.0/60.0765.0/85.0)

4 Joh. Weiß (Bexbach) 305.0

5 K.Völklein (Nürnberg) 297.5

 

-67.5 KG

G Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 445.0 (70.0/85.0/90.0/85.0/115.0)

S Nikolaus Weber (Trier) 402.5 (65.0/80.0/80.0/72.5/105.0)

B Oscar Erlenmayer (Athletenvereinigung Oberstein) 372.5

(57.5/67.5/72.5775.0/100.0)

4 R.Landau (Pirmasens) 340.0

5 P.Glaub (Saarbrücken) 322.5

 

-75 KG

G Jakob Vogt (ASV Siegfried Ochtendung) 442.5 (70.0/85.0/80.0/ 87.5/120.0)

S Jakob Mertes (Trier) 422.5 (65.0/75.0/85.0/87.5/110.0)

B Fritz Bräun (ASV 03 Bad Kreuznach) 395.0 (70.0/75.0/75.0/65.0/110.0)

4 J.Buderath (Euskirchen) 392.5

5 Wilhelm Wenninger (Pirmasens) 307.5

 

-82.5 KG

G Julius Baruch (ASV 03 Bad Kreuznach) 430.0 (70.0/82.5/85.0/75.0/17.5)

S Fritz Neukirchen (Essen-Ruhr) 430.0 (70.0/82.5/80.0/87.5/110.0)

B Jakob Orgler (Saarbrücken) 395.0 (65.0/67.5/72.5/90.0/100.0)

 

+82.5 KG

G Paul Trappen (ASV Trier 1895) 532.5 (85.0/95.0/105.0/105.0/142.5)

S Friedrich Jung (TSV 1860 München) 447.5 (67.5/80.0/85.0/85.0/130.0)

B Otto Oesterlin (Svg. Germania 1887 Karlsruhe) 447.5

(67.5/80.0/85.0/85.0/130.0)

4 Nikolaus Schickerath (Trier-Kürenz) 4225.0

 

Deutsche Meisterschaften

16. MANNHEIM 9.-10. August

 

 

(Fünfkampf: einarmiges Reißen und Stoßen, sowie beidarmiges Drücken,

Reißen und Stoßen)

-54 KG

G Hubert Fuchs (Euskirchener AC) 327.5

S Adolf Rein (1.Göppinger SV 1895) 322.5

B Fritz Buri (1.KSV 1896 Durlach) 322.5

 

-58 KG

G Peter Friedrich (1.AK Sandow Nürnberg 1896) 367.5

S Robert Kahl (VfL Zittau) 355.0

B Albert Kühner (1.KSV 1896 Durlach) 352.5

 

-62 KG

G Hans Wölpert (SC Hitzler München) 407.5

B Eugen Widmann (Svgg. Stuttgart) 397.5

B J.Kohler (Karlsruhe) 362.5

 

-67.5 KG

G Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1896) 462.5

B Wilhelm Stephan (MTV 1845 Magdeburg) 415.0

S P. Berger (ASV Feuerbach) 410.0

 

-75 KG

G Franz Zinner (TV 1873 Würzburg) 445.0

S Hans Ruttmann (1.AK Sandow Nürnberg 1896) 445.0

B Fritz Neukirchen (Essen) 420.0

 

-82.5 KG

G Heinrich Lang (Svgg. Stuttgart) 482.5

B Josef Münch (KV 95 Stuttgart) 465.0

B Friedrich Jung (TV 1860 München9 450.0

 

+82.5 KG

G Josef Straßberger (TSV 1860 München) 530.0

S Paul Trappen (ASV Trier 1895) 527.5

B Reinhold Hapke (Berlin) 465.0

 

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

3 1924 (Fernabnahme)

7 Mann - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert.

 

1. TSV 1860 München 1747 kg

(Franz Schweiger/Josef Lang/Richard Lukas/Hans Wölpert/August Depuhl/Friedrich Jung/Josef Straßberger)

 

2. SK Roland v.1887 Hamburg 1647.5 kg

 

1925

Keine Weltmeisterschaften

 

Keine Europameisterschaften

 

Deutsche Meisterschaften

17. STUTTGART 1.-2. August

(Fünfkampf: einarmiges Reißen und Stoßen, sowie beidarmiges Drücken,

Reißen und Stoßen)

 

-54 KG

G Fritz Buri (1.AK 1890 Pirmasens) 352.5

S Adolf Rein (1.Göppinger SV 1885)

B Max Heßler (Sparta Berlin) 330.0

 

-58 KG

G Eugen Widmann (Svgg. Stuttgart 380.0

B Hubert Fuchs (Euskirchener AC) 362.5

B Robert Kahl (Vfl Zittau) 357.5

 

-62 KG

G Eugen Mühlberger (VfK Mannheim 1886) 415.0

S Peter Friedrich (1.AK Sandow Nürnberg 1896) 415.0

B Andreas Loch (Athletenvereinigung Oberstein) 380.0

 

-67.5 KG

G Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 465.0

B Kurt Helbig (SKJugendkraft Plauen) 452.5

B Wilhelm Stephan (MTV 1845 Magdeburg) 432.5

 

-75 KG

G Franz Zinner (TV 1873 Würzburg) 460.0

S Josef Hammon (1.AK Sandow Nürnberg 1896) 450.0

B Paul Bräutigam (Kraftsportklub Arnstadt) 447.5

 

-82.5 KG

G Heinrich Lang (Svgg. Stuttgart) 472.5

S Julius Baruch (ASV 03 Bad Kreuznach) 437.5

B A. Spöri (SRB Alemannia Emmendingen) 432.5

 

+82.5 KG

G Josef Straßberger (TV 1860 München) 505.0

S Heinrich Volz (Turerbund 1892 Cannstadt) 500.0

B Paul Huber (KV 1895 Stuttgart) 490.0

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

4 1925 (Fernabnahme)

7 Mann - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert.  

1. SK Roland v. 1887 Hamburg 1625.0 kg

(Josef Abersbach/Willi Jürgensen/Ziems/Walter Mang/Fritz Bruhns/Wilhelm Biebelwitz)

 

2. AK Sandow Nürnberg 1896 1507.5 kg

(Rudolf Tratz/Peter Friedrich/franz Wagner/Max Günther/Ludwig Höllstein/Josef Hammon/Hans Abraham)

 

1926

Keine Weltmeisterschaften

 

Keine Europameisterschaften

 

Deutsche Meisterschaften

18. KÖLN 5.-7.Juli

(Fünfkampf: einarmiges Reißen und Stoßen, sowie beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-54 KG

G Fritz Buri (1.AK 1890 Pirmasens) 355.0

S Adolf Rein (1.Göppinger SV 1895) 347.5

B Josef Bauer (TV 1860 München) 327.5

 

-58 KG

G Andreas Loch (Athletenvereinigung Oberstein) 385.0

S Wilhelm Rosinek (KSV Wien) 377.5

B Franz Strobe (Amin Wien) 367.5

 

-62 KG

G Eugen Mühlberger (VfK Mannheim 1886) 435.0

S Andreas Stadler (AC Stadler Wien) 412.5

B Franz Andrysek (KSK Swoboda Wien) 407.5

 

-67.5 KG

G Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 455.0

S Hans Haas (Wiener Athletenclub Adler) 452.5

B Kurt Helbig (SK Jugendkraft Plauen) 445.0

 

-75 KG

G Franz Zinner (ASV Würzburg 1925) 480.0

S Leopold Treffny (Währinger AC Wien) 462.5

B Walter Mang (SK Roland v. 1887 Hamburg) 442.5

 

-82.5 KG

G Hermann Gluck (Meidlinger AC Wien) 490.0

S Franz Hirn (AK Germania Wien) 480.0

B Hans vonTrzebiatkowski (ASC Siegfried Dortmund) 480.0

 

+82.5 KG

G Rudolf Schilberg (Wiener AC Hercules) 530.0

S Josef Straßberger (TV 1860 München) 525.0

B Otto Oesterlin (Karlsruher SpVgg. Germania) 490.0

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

5 1926 ESSEN 1. November

7 Mann - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert.

Die Verbandsmeister Ost, Nordwest, West und Süd ermittelten durch eine Fernabnahme die drei Teilnehmer des erstmals ausgetragenen Finales

 

1. TV 1860 München 1735.0 kg

(Josef Bauer/Franz Schweiger/Georg Endres/Hans Wölpert/August Depuhl/Adolf Mähler/Josef Straßberger)

 

2. ASC Siegfried Dortmund 1662.5 kg

(Nellesen/Karl Koch/Gustav Morawski/Schackmann/Flindt/Han vonTrzebiatkowski/H.Velten)

 

3. SV Ost Berlin 1612.5

(Werner/FüttererFritz/Kiel/Schliebener/Hutzelmann/Reinhold Hapke)

1927

Keine Weltmeisterschaften

 

Keine Europameisterschaften

 

Deutsche Meisterschaften

19. NÜRNBERG 13./14. August

(Fünfkampf: einarmiges Reißen und Stoßen, sowie beidarmiges Drücken, Reißen und Stoßen)

 

-54 KG

G Karl Lukaczik (Germania 04 Hindenburg) 237.5

S Franz Becker (AC Kostheim 1898) 232.5

B Franz Antonie (AK Hörde Dortmund) 217.5

 

-58 KG

G Jarl Loch (Athletenvereinigung Oberstein) 242.5

S Max Heßler (SV Ost Berlin) 242.5

B Karl Koch (ASC Siegfried Dortmund) 237.5

 

-62 KG

G Eugen Mühlberger (VfK Mannheim 1886) 277.5

S Fritz Schamber (Vgg. KSC Essen-Rüttenscheid) 255.0

B Andreas Loch (Athletenvereinigung Oberstein) 250.0

 

-67.5 KG

G Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 305.0

S Kurt Helbig (SK Jugendkraft Plauen) 300.0

B Wilhelm Stephan (MTV 1845 Magdeburg) 285.0

 

-75 KG

G Franz Zinner (ASV Würzburg 1925) 310.0

S Willi hoffmann (MTV 1845 Magdeburg) 305.0

B August Lang (AthlSpv Köln-Mülheim) 297.5

 

-82.5 KG

G Jakob Vogt (ASV Siegfried Ochtendung) 330.0

S Karl Bierwirth (AthlSpV Siegfried 1897 Essen) 315.0

B Fritz Neukirchen (AthlSpV Siegfried 1897 Essen) 312.5

 

+82.5 KG

G Josef Straßberger (TV 1860 München) 557.5

S Richard Putzmann (SV Ost Berlin) 535.0

B Heinrich Volz (Turnerbund 1892 Cannstatt) 327.5

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

6 1927 FERNABNAHME

7 Mann - Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert

Die Verbandsmeister Ost, Nord,, West und Süd ermittelten durch eine Fernabnahme die Platzierung

 

1. TV 1860 München 1895.0 kg

(Josef Bauer/Franz Schweiger/Georg Endres/Hans Wölpert/August Depuhl/Adolf Mähler/Josef Straßberger)

 

2. ASV Würzburg 1925 1862.5 kg

3. SK Roland v. 1887 Hamburg 1785.0 kg

12 (1920/1923)

In Antwerpen ohne Deutschland

 

Wieder einmal mischte in jener Zeit die Politik mit. Bis 1924 blieben die Verlierer des 1. Weltkrieges, die sogenannten Mittelmächte, von Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften ausgeschlossen. Das waren u.a. Deutschland, Österreich, Ungarn, Bulgarien und die Türkei. In Antwerpen fielen Entscheidungen in fünf Gewichtsklassen. Die Goldmedaillen gingen an Frankreich (2), Belgien, Estland und Italien. Ausgetragen wurde ein Dreikampf mit einarmig Reißen und Stoßen sowie beidarmig Stoßen.

 

Gründung der FHI


Und trotzdem brachte Olympia 1920 in Antwerpen für das internationale Gewichtheben eine Sternstunde. Mit der FIH (Fèdèration International Haltèrophile International) – später FHI (Fèdèration Haltèrophile International) - kam es erstmals in der Geschichte unseres Sports zu einem auch vom Titel her reinen Gewichtheber-Weltverband. Allerdings war es eine Art Reaktivierung der 1905 in Duisburg gegründeten Athleten Welt-Union. Der aktuelle internationale Gewichtheber-Weltverband IWF sieht 1905 als sein Gründungsjahr an.


Was die deutsche Präsenz in diesem Gremium betrifft, so wurden erst 1928 mit Ernst August Kampmann ein Deutscher als Vizepräsident in eine Führungsfunktion gewählt.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jules Rosset

Aus der FIH, die auch später das Bodybuilding in sich vereinte, ging 1972 die IWF hervor, die für sich damit 1905 als Gründungsjahr deklariert. Erster Präsident der FIH war der Franzose Jules Rosset, der 1973 im Alter von 95 Jahren verstarb. Einer seiner Nachfolger, der einstige österreichische IWF-Präsident Gottfried Schödl, bezeichnete ihn als verdienstvollen Gründer der IWF.


Genaues weiß nur Gottfried Schödl

 

Die für das deutsche Gewichtheben missliche Situation in jener Zeit bedeutete aber nicht, dass die Athleten unseres Landes keine internationalen Höhepunkte hatten. So gründeten Deutschland, Österreich und Ungarn am 4. September 1920 einen eigenen den Internationalen Kraftsportverband. Er bestand nur drei Jahre. Er zeichnete für die Weltmeisterschaften 1920 in Wien und die 20. Europameisterschaften 1921 in Offenbach verantwortlich. Bei der WM 1922 in Tallinn der FIH blieb Deutschland weiter ausgeladen. Unter welcher Flagge die WM 1923 in Wien stattfand, konnte hier leider nicht ergründet werden. Da es zur klaren Dominnanz österreichischer Heber mit nur einigen Medaillen an Tschechien und Deutschland kam, könnte es eigentlich die letzte WM der Internationalen Kraftsportverbandes gewesen sein. Ganz genau weiß das sicherlich nur einer: Gottfried Schödl.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gottfried Schödl

Vier deutsche Weltmeister 1923 in Wien

 

Die beiden Wiener Weltmeisterschaften 1920 und 1923 brachten aus deutscher Sicht unterschiedliche Erfolge. Im Olympiajahr kamen die sieben dort vertretenen Heber immerhin zu vier Gold- und zwei Silbermedaillen.

Weltmeister wurden der Stuttgarter Eugen Widmann (60 kg), der Neu-Isenburger Phlipp List (67.5 kg), der Münchner Josef Straßberger (82.5 kg) und der Kölner Karl Mörke (+82.5 kg).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WM-Teilnehmer in Wien 1920

Noch etwas Kuriosa: Ignaz Jarkulisch und Wilhelm Blaczicza vom SV Deutsche Eiche Neudorf kamen infolge von Eisenbahnver-spätungen nicht rechtzeitig zum Wettkampf. Sie durften eine Gewichtsklasse höher heben – aber außer Konkurrenz. 

Drei Jahre später blieben für Deutsche nur einmal Silber durch den Münchner Heinrich Baumann (67.5 kg) und ein vierter Rang durch den Saarbrücker Heinrich Lang (82.5 kg) übrig.

 

Zwei Medaillen in die Schweiz

 

Mehr als denkwürdig verliefen die 20. Europameister-schaften in Offenbach. Das Ergebnisprotokoll liegt uns leider nicht vor, aber die Namen der Medaillengewinner und die Platzierungen alle deutschen Teilnehmer. Mit 49 hebern aus dem Gastgeberland in fünf Gewichts-

Klassen kann es keine große internationale Besetzung gewesen sein. Zumal nur zwei von 15 Medaillen nicht im Lande blieben: Bronze in der 60-er-Klasse durch Heinrich Graf und Gold im 82.5-kg-Limit durch Fritz Hünenberger wurden in die Schweiz entführt.


„Internationale Deutsche Meisterschaften“

 

Deutsches Gold gab es diesmal mit Hans Wölpert (60 kg), Josef Zimmermann (67.5 kg) – der später Trainer von Olympiasieger Rudolf Ismayr war - und Josef Straßberger (+82.5 kg) für drei Münchner und im 75-kg-Limit für den Stuttgarter Anton Köhle. Sieht man sich die Orte an, aus welchen die Heber kamen, so kann man Offenbach 1921 getrost als Deutsche Meisterschaften mit internationaler Beteiligung – wie auch immer – einordnen. Mehr noch – vielleicht auch als erweiterte Hessenmeisterschaften.


Josef Straßberger Mann der Stunde  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Josef Straßberger

 

Deutsche Meisterschaften fanden von 1920 bis 1923 in Stuttgart, Plauen, Berlin und Erfurt statt. Für einen glatten „Vierer“ sorgte dabei der schwergewichtige Josef Straßberger vom TSV 1860 München, der 1922 noch einen Tick draufsetzte: Er holte bei der ersten Deutschen Mannschaftsmeisterschaft mit dem Münchner Team im Finale gegen die Nürnberger Sandows einen weiteren Titel hinzu. 1923 wurde der der VfK Mannheim 1886 Meister. Mit seinem Weltmeistertitel von 1920 und seinem EM-Gold von 1921 war er aus deutscher Sicht Josef Straßberger der absolute Mann der Stunde.

Hilmar Bürger

STATISTIK 1920 bis 1923

 

1920

Olympische Spiele

7. ANTWERPEN (BEL) 29.-31. August

Deutschland ausgeschlossen

 

Weltmeisterschaften

20. 1920 WIEN (AUT) 4.-8.September

(Vierkampf: einarmig Reißen einarmig Stemmen, beidarmig Drücken, beidarmig Stoßen – für die Ausführung der Übungen – außer Reißen - in einer Bewegung wurden 10 kg hinzugezählt)

7 deutsche Teilnehmer : 4 Gold/2Silber: 6 Medaillen

 

-60 KG

G Eugen Widmann (Svgg. Stuttgart) 342.5 (60.0/77.5/75.0/100.0)

S Andreas Jaquemont (KrSpV Siegfried Aachen) 325.0 (57.5/67.5/75.0/95.0)

 

-67.5 KG

G Philipp List (KSV 03 Neu-Isenburg) 367.5 (70.0/85.0/75.0/117.5)

S Josef Zimmermann (TSV 1860 München) 365.0 (65.0/75.0/80.0/110.0)

 

-82.5 KG

G Josef Straßberger (TSV 1860 München) 415.0 (80.0/85.0/90.0/130.0)

5 Gotthard Bauer (ASV 1893 Passau) 355.0 (67.5/75.0/77.5/105.09

 

+-82.5 KG

G Karl Mörke (Kölner Stemmclub 1893) 456.7 (75.0/100.0110.0/161.7)

 

Deutsche Meisterschaften

12 1920 STUTTGART 21.-22. August

(Fünfkampf: einarmiges Reißen und Stoßen, sowie beidarmiges Drücken,

Reißen und Stoßen)

 

-62 KG

G Eugen Widmann (Svgg. Stuttgart) 370.0

S Adolf Rebholz (AB Germania Schramberg 1896) 342.5

B Richard Lukas (TSV 1860 München) 342.5

 

-67.5 KG

G Philipp List (KSV 03 Neu-Isenburg) 410.0

S Josef Zimmermann (TSV 1860 München) 397.5

B Karl Fahrnbach (Vgt. AK 1890 Oggersheim) 392.5

 

-75 KG

G Wilhelm Köhler (SpAbt. Der Tgmde. Würzburg)432,5

S Josef Paulszkiewicz ((SpVgg. 1889 Ulm) 420.0

B Julius Baruch ((ASV 03 Bad Kreuznach) 402.5

 

-82.5 KG

G Josef Straßberger (TSV 1860 München) 467.5

S Ernst Quantelbaum ((KSV Witten 07) 442.5

B Peter Weise (KrSpv. Hamborn) 422.5

 

+82.5 KG

G Karl Mörke (Kölner Stemmclub 1893) 557.5

S Heinrich Steinborn (krSpV. Düsseldorf-Ruhrort) 535.0

B Edmund Nummer (SK Roland v. 1887 Hamburg) 447.5

 

1921

Europameisterschaften

19 1921 OFFENBACH (GER) 11.-13. Juni

(Vierkampf: einarmig Reißen einarmig Stoßen, beidarmig Drücken, beidarmig Stoßen)

49 deutsche Teilnehmer : 4 Gold/5Silber/4Bronze: 13 Medaillen

 

60 KG

G Hans Wölpert (SC Hitzler München) 315 (60.0/70.0/85.0/100.0)

S Eugen Widmann (Svgg. Stuttgart) 310.0 (62.5/77.5/70.0/100.0)

4 Karl Klumpp (Svgg. Stuttgart) 295.0 (60.0/65.0/75.0/95.0)

5 Peter Dreßler (AC 1898 Thaleschweiler) 282.5 (55.0/70.0/67.5/90.0)

6 Nikolaus Leutzen (Aachen) 277.5 (55.0/62.5/70.0/90.0)

7 Heinrich Vad (SC Eiche 01 Hanau) 275.0 (60.0/65.0/65.0/85.0)

9 Otto Stein (AK 1904 Idar) 275.0 (62.5/57.5/62.5/90.0)

10 Viktor Weingärtner (AK Dt. Eiche Pirmasens) 275.0 (55.0/70.0/62.5/85.0)

11 Arthur Rödel (Werdau) 270.0 (52.5/65.0/62.5/90.0)

12 Hans Reitmeier (Svgg. 1896 Nürnberg) 265.0 (57.5/60.0/60.0/87.5)

13 Willy Hahn (Sachsenhausen) 260.0 (52.5/62.5/62.5/82.5)

14 Heinrich Weißmann (1. AK Herkules Bamberg 257.5 (52.5/57.5/60.0/87.5)

15 Michael Groh (Darmstadt) 257.5 (52.5752.5/67.5/85.0)

16 Christof Paulus (Nürnberg) 257.5 (55.0/62.5757.5/85.0)

17 Emil Lippmann (SpV. Werdau) 255.0 (50.0/55.0/70.0/80.0)

18 Max Michaelis (Hanau) 252.5 (50.0755.0/62.5/85.0)

 

67.5 KG

1 Josef Zimmermann (TSV 1860 München) 335.0 (62.5/82.5/80.0/100.0)

2 Jean Schobries (Essen) 327.5 (70.0/77.5/75.0/105.0)

3 Wilhelm Stephan (MTV 1845 Magdeburg) 325.0 (60.0/80.0/75.0/110.0)

4 Philipp List (KSV 03 Neu Isenburg) 325.0 (67.5775.0/72.5/110.0)

5 Max Hummel (KSV Durlach) 315.0 (60.0/70.0/80.0/105.0)

6 T. Dreßler (AC 1898 Thaleschweiler) 312.5 (65.0/70.0/67.5/110.0)

7 Josef Beisel (Aalen) 305.0 (65.0/75.0/65.0/100.0)

8 Gustav Fimpel (Hornberg) 300.0 (55.0/85.0/60.0/100.0)

9 Anton Jaquemont (KrSpV Siegfried Aachen) 297.5 (57.5767.5/75.0/97.5)

10 Fritz Sturm (Benshausen) 295.0 (55.0/70.0/75.0/95.0)

11 Hans Ruttmann (Nürnberg) 295.0 (62.5/70.0/70.0/92.5)

12 Fritz Leibinger (Mülheim) 292.5 (57.5/72.5/62.5/100.0)

13 J.Vogler (Griesheim) 290.0 (47.5/72.5/75.0/95.0)

13 Konrad Stadtmüller (Offenbach-Bürgel) 290.0 (55.0/70.0/70.0/95.0)

14 Karl Juchem (Idar) 287.5 (55.0/70.0/70.0/92.5)

15 Wilhelm Weßner (Frankfurt/M) 282.5 (60.0/60.0/62.5/100.0)

16 Karl Schutz (Pirmasens) 280.0 (55.0/70.0/60.0/95.0)

 

75 KG

1 Anton Köhle (Stuttgart) 345.0 (60.0/80.0/95.0/110.0)

2. Otto Oesterlin (SVg Germania 1987 Karlsruhe) 342.5 (70.0/75.0/87.5/110.0)

3 Hermann Faulhaber (Koblenz) 320.0 (60.0/75.0/80.0/105.0)

4 Albert Schilling (Ebersbach) 315.0 (65.0/70.0/75.0/105.0)

5 Josef Pfaffenberger (Svgg. Regensburg) 315.0 (60.0770.0780.0/105.0)

6 L. Blum (Mainz-Mombach) 307.5 (65.0/67.5/72.5/102.5)

 

82.5 KG

2 Josef Münch (SpVgg. 1989 Ulm)350.0 (75.0/80.0/80.0/115.0)

3 Ernst Sick (AC Sachsenhausen) 342.5 (65.0/80.0/82.5/115.0)

4 E. von Schwarzenberg (Aachen) 340.0 (70.0/75.0/85.0/110.0)

5 Gotthard Bauer (ASV 1893 Passau) 312.5 (67.5/70.0775.0/100.0)

6 Max Dreifuß (Athl.-Club Pirmasens) 307.5 (67.5/70.0/70.0/100.0)

 

+82.5 KG

1 Josef Straßberger (TSV 1860 München) 425.0 (85.0/95.0/100.0/155.0)

2 Fritz Wenninger (KrSpV Zuffenhausen) 377.5 (72.5/95.0/85.0/125.0)

3 Adam König (Mannheim) 337.5 (65.0/80.0/82.5/110.0)

4 Wilhelm Knoll (Germania Bockenheim) 317.5 (60.0/75.0/77.5/105.0)

5 Gustav Thomas (Aachen) 310.0 (60.0/70.0/70.0/110.0)

 

Deutsche Meisterschaften

13 1921 PLAUEN 6.bis 7. August

(Fünfkampf: einarmiges Reißen und Stoßen, sowie beidarmiges Drücken,

Reißen und Stoßen)

 

-62 KG

G Eugen Widmann (Svgg. Stuttgart) 372.5

S Otto Stein (AK 1904 Idar) 355.0

B Viktor Weingärtner (AK Deutsche Eiche Pirmasens) 342.5

 

-67.5 KG

G Philipp List (KSV 03 Neu-Isenburg) 415.0

S Wilhelm Stephan (MTV 1845 Magdeburg) 415.0

B Josef Zimmermann (TSV 1860 München) 410.0

 

-75 KG

G Walter Mang (SK Roland v. 1887 Hamburg) 440.0

S E. Hermann (Germania Swinemünde) 427.5

B Max Riege (SK Roland v. 1887 Hamburg) 425.0

 

-82.5 KG

G Josef Münch (SpVgg. 1889 Ulm) 445.0

S Friedrich Jung (TSV 1860 München) 437.5

B Ernst Quantelbaum (KSV Witten 07) 430.0

 

+82.5 KG

G Josef Straßberger (TSV 1860 München) 315.0

S Fritz Wenninger Münch (KrSpV. Zuffenhausen) 460.0

B Edmund Nummer (SK Roland v. 1887 Hamburg) 435.0

 

1922

Weltmeisterschaften

21. TALLINN (EST) 29.-30. April

Deutschland ausgeschlossen

 

Deutsche Meisterschaften

14 1922 BERLIN 1. Bis 2. Juli

(Fünfkampf: einarmiges Reißen und Stoßen, sowie beidarmiges Drücken,

Reißen und Stoßen)

 

-58 KG

G Josef Lang (TSV 1860 München) 337.5

S Hubert Fuchs (Euskirchner AC) 337.5

B Erwin Winter (SpVgg. Waiblingen) 330.0

 

-62 KG

G Andreas Stadler (Lohnfuhrwerker AK Wien) 397.5

S Eugen Widmann (SpVgg. Stuttgart) 397.5

B Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 395.0

 

-67.5 KG

G Karl Fahrnbach (Vgt. AK 1890 Oggersheim) 420.0

S Heinrich Baumann (Tbd. München) 420.0

B Karl Okrouhly (AC Altona Wien) 407.5

 

-75 KG

G Heinrich Lang (KV 95 Stuttgart) 457.5

S Karl Freiberger (Währinger AC Wien) 435.0

B Alois Richetzky (Hietzinger AK Wien) 427.5

 

-82.5 KG

G Johann Scherz (AC Stöhr Wien) 485.0

S Fritz Hünenberger (KSV Riehen-Basel) 475.0

B Eugen Becke (AK Lohnfuhrwerker Wien) 450.0

 

+82.5 KG

G Josef Straßberger (TSV 1860 München) 510.0

S Franz aigner (AC Eiche Wien) 490.0

B Anton Köhle (KV 95 Stuttgart) 432.5

 

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

1 1922 (Fernabnahme)

6 Mann (Mindeststärke 4 Mann) in Gewichtsklassen gehoben. Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert.

Die Verbandsmeister Ost, Nordwest, Mitte und Süd ermittelten durch eine Fernabnahme die Platzierung für die Deutsche Meisterschaft. Der eigentlich während der Deutschen Kampfspiele geplante Finalkampf der beiden besten Mannschaften fand nicht statt.

 

1. TSV 1860 München 2912.5 kg

(Josef Lang / Richard Lukas / Josef Zimmermann / August Depuhl / Friedrich Jung / Josef Straßberger)

 

2. 1. AK Sandow Nürnberg 1896 2797.5 kg

(Rudolf Tratz / Peter Friedrich / Franz Wagner / Hans Ruttmann / Josef Hammon / Hans Abraham)

 

1923

Weltmeisterschaften

22. 1923 WIEN (AUT) 8.-9. September

(Vierkampf: einarmiges Reißen; einarmiges Stemmen; beidarmiges Drücken; beidarmiges Stoßen)

2 deutsche Teilnehmer : 1Silbermedaille

 

67.5 KG

S Heinrich Baumann (SpV. München) 350.0 (67.5/85.0/87.5/110.0)

4 Heinrich Lang (Saarbrücken) 365.0

 

Deutsche Meisterschaften

15 1923 ERFURT 4.-5. August

(Fünfkampf: einarmiges Reißen und Stoßen, sowie beidarmiges Drücken,

Reißen und Stoßen)

 

-58 KG

G Adolf Rein (1. Göppinger SV 1885) 315.0

S Josef Christ (Tgmde. Dieburg) 315.0

B Georg Nordmann (ASV Rohland Nordhausen) 310.0

 

-62 KG

G Eugen Widmann (SpVgg. Stutthart) 387.5

S E. Schäfer (Koblenz) 380.0

B A. Brünmann (KrSpV. Zuffenhausen) 355.0

 

-67.5 KG

G Willi Reinfrank (VfK Mannheim 1886) 412.5

S Hans Ruttmann (1.AK Sandow Nürnberg 1896) 410.0

B Wilhelm Stephan (MTV 1845 Magdeburg) 392.5

 

-75 KG

G Walter Mang (SK Roland v. 1897 Hamburg) 415.0

S Josef Pfaffenberger (Regensburg) 410.0

B Anton Köhle (KV 95 Stuttgart) 392.5

 

-82.5 KG

G Heinrich Lang (Saarbrücken) 465.0

S Heinrich Volz (Turnerbund 1892 Cannstatt) 430.0

B Paul Bräutigam (SSV 07 Arnstadt) 420.0

 

+82.5 KG

G Josef Straßberger (TSV 1860 München) 490.0

S H. Guttke (SK 06 Beuthen) 432.5

B Kurt Kaufmann (Berlin) 432.5

 

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

2 1923 (Fernabnahme)

6 Mann (Mindeststärke 4 Mann) in Gewichtsklassen gehoben. Die gehobenen Lasten wurden einfach summiert.

Die Kreismeister im K.O.-System die beiden Finalisten. Der TSV 1860 München lehnte einen Finalkampf anlässlich der Einzelmeisterschaften in Erfurt ab. Auch ein alternativ vorgeschlagenes Finale mit Hin- und Rückkampf wurde von

den Münchnern mit Hinweis auf die Inflation abgelehnt.

 

1. VfK Mannheim 1530.0 kg

(August Seckel / Otto Geißler / Willi Reinfrank / W.albrecht / Karl Merkle / Fritz Hünenberger)

2. SK Roland v. 1887 Hamburg

11 (1913/1919)

Nach 100 Jahren

in gleicher Halle

Vom 16. Bis 27. Oktober 2013 fanden die 80. Weltmeisterschaften der Gewichtheber in Wroclaw statt. Dafür hatten sich 285 Teilnehmer aus

36 Ländern gemeldet.

Was das mit unserem Rückblick zu tun hat? Allerhand. Die Welttitelkämpfe kehrten damit nämlich nach genau 100 Jahren in die Stadt zurück, die damals Breslau hieß und deutsch war. Und nicht nur das – auch in die gleiche Halle wie damals!


Cisleithanien am erfolgreichsten


Diese Feststellung soll bitte keine politischen Hinter-gründe haben, sondern rein sporthistorische. Am 28. und 29. Juli 1913 fanden die 19. Weltmeisterschaften in der Jahrhunderthalle Breslaus statt. Es beteiligten sich damals 40 Heber aus vier Ländern.

Damit die geschichtliche Dimension deutlich wird – die Medaillen teilten sich drei Länder: Cisleithanien 3 Gold, 1 Silber, 1 Bronze, Deutsches Kaiserreich 1 Gold, 2 Silber, 1 Bronze und Russisches Kaiserreich keine Gold, je eine Silber und Bronze. Cisleithanien – ein Begriff, den es heute überhaupt nicht mehr gibt. Es war ein Teil dessen, was man heute als Österreich bezeichnet. Politisch sehr kompliziert zu erklären. Was auch hier nicht die Aufgabe sein soll.

Die Jahrhunderthalle um 1930 und in der Gegenwart,

ein Blick in den Saal,

wo auch die Gewichtheber-

Wettkämpfe stattfanden.  

Die Halle wurde von 1911 bis 1913 unter Leitung des Stadtbaurates, dem Architekten Max Berg, erbaut. Vorbild war die Festhalle in Frankfurt/Main. Sie bildet das Zentrum des Messegländes der Stadt. Ihre Kuppel hatte die damals mit 67 Metern weltweite größte Spannweite. Heute heißt sie Hala Stulecia und zählt seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe.


Drittes EM-Gold für Abraham

Da es in dieser Serie in erster Linie um das Abschnei-den der deutschen Gewichtheber geht: 22 Athleten waren bei diesen Titelkämpfen von 1913 für das deutsche Kaiserreich angetreten. Vier von ihnen erkämpften in den vier Gewichtsklassen Vierkampf-Medaillen:


Der Würzburger Wilhelm Köhler Gold, der Bamberger Kurt Samfaß und der Nürnberger Hans Abraham Silber sowie Georg Vogel aus Sachsenhausen Bronze. Es sollten bis 1920 die letzten Weltmeisterschaften vor dem Ersten Weltkrieg sein. Außer der WM Breslau 1913 sowie den Europameisterschaften 1913 Brünn (jetzt Brno) – ohne deutsche Teilnahme – und Wien 1914 mit der EM-Goldmedaille von Hans Abraham – seiner dritten - gab es zwischen 1913 und 1919 keine weiteren internationalen Titelkämpfe. Und auch die Olympischen Spiele 1916, die eigentlich in Berlin (!) stattfinden sollten, fielen diesem Krieg zum Opfer. Deutsche Meisterschaften gab es ebenfalls nur 1913 in Kassel und 1919 in München.


1919 in München erstmals Scheibenhanteln

 

Im Gegensatz zu dieser Wettkampfhäufigkeit auf Sparflamme ereigneten sich in der Geschichte des internationalen und des deutschen Verbandes einige grundlegenden Entwicklungen. Mit der Gründung des Internationalen Amateur Verbandes für Schwerathletik schrieb sich Berlin am 6. Juli 1913 erneut in die Annalen ein. Dieser Verband umfasste Gewichtheben, Ringen, Boxen, Tauziehen sowie Würfe und Stöße über 10 Kilogramm. Also noch keine eindeutige Abgrenzung von der Leichtathletik.


Das vollzog sich aber auf nationaler Ebene, indem der Deutsche Reichsverband für Athletik (DRfA) und die Deutsche Sportbehörde (DSB) am 24. Juli 2013 einen Vertrag über gegenseitige Abgrenzung schlossen. Der DRfA war von nun an für Gewichtheben, Ringen, Rundgewichtsheben, Steinstoßen, Gewichtwerfen und Tauziehen zuständig, der DSB für Laufen, Gehen, Springen, Werfen. Am 29. September 1918 wurde aus dem DRfA der Deutsche Kraftsportverband.  

 

Bei den Deutschen Meisterschaften 1919 wurden in München erstmals Scheibenhanteln mit kugelgelagerten Stangen der Firma Berg eingesetzt. Beim gleichzeitig stattfindenden Verbandstag erfolgte die Umbenennung in Deutscher Athletik-Sportverband von 1891 (DASV).

STATISTIK 1913 bis 1919

 

1913

Weltmeisterschaften

19. 1913 BRESLAU (GER) 28./29.Juli

(Vierkampf: einarmig Reißen rechts, einarmig Reißen links, beidarmig Drücken, beidarmig Stoßen – für die Ausführung der Übungen – außer Reißen - in einer Bewegung wurden 10 kg hinzugezählt)

22 deutsche Teilnehmer : 1 Gold/2Silber/1Bronze: 4 Medaillen

 

-60 KG

B Georg Vogel (AC Sachsenhausen) 104.5 P. (55.0/52.5/85.0/110.0)

4 W. Behrend (Jugendkraft Köpenick) 93.0 P. (55.0/50.0/77.5/95.0)

5 Georg Gerstacker (1. AK Sandow Nürnb.1896) 92.0 P.

(55.0/45.0780.0/100.0)

7 Seiler (Victoria Breslau)

8 Carl Stegmann (Herkules Pirmasens)

9 Arthur Roder (Cyclop Breslau)

10 Wilhelm Latsch (Athl.-Club Hagen)

 

-67.5 KG

G Wilhelm Köhler (1. Männer-St.Cl. Würzburg-Grombühl) 137.5 P.

(75.0/72.5/92.5/115.0)

S Karl Samfaß (Bavaria Bamberg) 130.5 P. (70.0/62.5/97.5/115.0)

7 Karl Bader (KSC Aschaffenburg)

8 F. Techner (Jugendkraft Köpenick)

9 Ludwig Ohnesorg (KSC Mannheim-Jungbusch)

10 Willy Beil (Cyclop Breslau)

 

-80 KG

S Hans Abraham (1.AK Sandow Nürnberg 1896) 147.5 P. (75.0/72.5/112.5/130.0)

4 August Baumann (KSV Schwenningen) 129.5 P. (70.0/72.5/80.0/115.0)

7 Max Dreifuß (1.Athl.-Club Pirmasens)

8 W. Weinhold (Kr.-Sp.-Cl. Gotha)

9 Karl Paulini (1.M.-Kr-Sp.-Ver. Gleiwitz)

 

+-80 KG

4 Hermann Görner (Atlas Leipzig) 155.0 P. (80.0/75.0/105.0/135.0)

7 Carl Pauleck (Cyclop Breslau)

8 Alfred Mikolaiczyk (Atlas Königshütte)

9 Georg Stoissek (II. Athl.-Verein Breslau)

 

Europameisterschaften

18. 1913 BRÜNN (BOH) 24./25. August

Keine deutschen Teilnehmer

Deutsche Meisterschaften

10. 1913 KASSEL 20./21. September

(Fünfkampf: einarmig Reißen, einarmig Stoßen, Beidarmig Drücken, beidarmig Reißen, beidarmig Stoßen)

 

-62 KG

G Georg Vogel (AC Sachsenhausen) 430.0

S Alfred Anschütz (Jugendkraft Mehlis) 425.0

B Oscar Erlenmeyer (AC Oberstein) 362.5

 

-67.5 KG

G Karl Willrich (Stemm- u. Ring.-Club Oberstein) 435.0

S Peter Reinmuth (StuR-club Rheingönheim) 435.0

B Albert Kuhn (Stemm- u. Ring.-Club Oberstein) 415.0

 

75 KG

G Hans Abraham (1. AK Sandow Nürnberg 1896) 500.0

S Heinrich Hartmann (SV Germania Weingarten i.B.) 480.0

B Hans Hausmann (AC Siegfried Frankfurt/Main) 437.5

 

+75 KG

G Paul Trappen (ASV Trier 1895) 552.5

S Karl Mörke (Kölner Stemmclub 1893) 550.0

B Hermann Görner (Leipziger SV Atlas) 520.0

 

1914

WELTMEISTERSCHAFTEN

Keine

 

EUROPAMEISTERSCHAFTEN

19. 1914 WIEN (AUT) 31.Mai bis 1. Juni

(Vierkampf: rechtshändig Reißen, linkshändig reißen, beidarmig Drücken und Stoßen)

1 deutscher Teilnehmer : 1 Goldmedaille

 

82.5 KG

G Hans Abraham (1. AK Sandow Nürnberg 1896) 402.5

 

Deutsche Meisterschaften

keine

1915-1919

Keine Olympischen Spiele

Keine Weltmeisterschaften

Keine Europameisterschaften

 

Deutsche Meisterschaften

11. 1919 München 9./10. August

(Fünfkampf: einarmig Reißen, einarmig Stoßen, Beidarmig Drücken, beidarmig Reißen, beidarmig Stoßen)

 

-62 KG

G Karl Junger (Ath. SpV. Göttingen) 377.5

S Hans Wölpert (SC Hitzler München) 375.0

B Hans Reitmeier (SpVgg. 96 Nürnberg) 387.6

 

-67.5 KG

G Oskar Georgi (TV Leipzig-Gohlis) 425.0

S Philipp List (KSV 03 Neu-Isenburg) 407.5

B Josef Zimmermann (TSV 1860 München) 402.5

 

-75 KG

G Jean Kunz (SV Bavaria Augsburg) 447.5

S Wilhelm Köhler (SpAbt. der Tgmde. Würzburg) 427.5

B Josef Paluszkiewicz (1. AC Germania Ulm) 420.0

 

-82.5 KG

G Fritz Hünenberger (KSV Riehen-Basel) 447.5

S Hermann Schwindt (Vgt.AK 1890 Oggersheim) 440.0

B Anton Rieker (ASV Spartania Eislingen) 425.0

 

+82.5 KG

G Karl Mörke (Kölner Stemmclub 1893) 540.0

S Hermann Görner (TV Leipzig-Gohlis) 510.0

B Josef Straßberger (TSV 1860 München) 502.5

10 (1911/1912)

Stiefvater rettete in Wien die Ehre

 

Manchmal muss man sich vor Augen halten – was das für eine Welt war, vor soundsoviel Jahren. In dieser Fortsetzung geht es um die Jahre 1911 und 1912, als es in deutschen Landen noch das Kaiserreich gab. Das mit dem „Kommando Panthersprung“ in Nordafrika am 8. März 1911 schon zielstrebig auf den ersten Weltkrieg zusteuerte. Bleiben wir bei 1911 - Es war auch das Jahr, in dem man erstmals einen Internationalen Frauentag feierte, in dem die später durch ihr Unglück weltbekannte „Titanic“ vom Stapel lief und China eine Republik wurde.


Olympia ohne Gewichtheben


Für das deutsche Gewichtheben bedeutet 1911 mit der Gründung des Deutschen Reichsverbandes für Athletik (DRfA) am 17. September auch das Ende der Zersplitterung der deutschen Schwerathleten.

International fand es als Rekordjahr Eingang in die Annalen – als das Jahr mit den vier Welt- und zwei Europameisterschaften. Allein vier dieser Titelkämpfe fanden in Deutschland statt.

1912 war für das sportliche Wettkampfgeschehen im internationalen Gewichtheben das Gegenteil von 1911. Die Olympischen Spiele in Stockholm fanden ohne diese Sportart statt. Außerhalb der Heberbühne konnten jedoch Fortschritte verzeichnet werden. In Stockholm versuchte man mit dem Internationalen Verband für Schwerathletik die seit 1907 de Facto nicht mehr existierende Amateur-Athleten-Weltunion neu zu beleben. Auf dem 1. Deutschen Athleten-Kongress am 16. November 2012 wurde ein Reglement für den Fünfkampf beschlossen, wie man es schon ein halbes Jahr vorher bei den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt/Main praktiziert hatte. Außerdem legte man sich auf die Einführung von Rekordlisten fest.

Leipzig brachte den Höhepunkt

 

Allein vier Weltmeisterschaften 2011. Drei davon in Stuttgart, Berlin und Dresden. Das riecht nach „Kleinstaaterei“ – war es in übertragenem Sinne auch. Besonders in der schwäbischen und in der sächsischen Metropole. Fast nur deutsche Teilnehmer. Jedoch nicht immer die gleichen.


Nur der Name eines Münchners taucht zweimal auf. Dr. Josef Stiefvater vom MTV. Er wurde in Stuttgart und in Wien jeweils Vierter. Die meisten der Medaillen blieben im Lande. Was auch von mäßiger internationaler Resonanz zeugt. Aus deutscher Sicht wurde bei der Wiener WM das Jahr mit einem großen Misserfolg gekrönt. Nur drei Teilnehmer, zwei davon ohne Mehrkampfwertung. Außer: siehe Dr. Stiefvater: 4. Platz.

Der Österreicher Josef Grafl war vor dem Ersten Weltkrieg der erfolgreichste Gewichtheber – sechsmal Weltmeister!

 

Kurzbiographien der deutschen Weltmeister Hans Abraham und Nikolaus Winkler – aus dem „Eisenlexikon“ der CD „Deutsches Gewichtheben“ mit Informationen über rund 1000 Persönlichkeiten des deutschen Gewichthebens.

Der wahre internationale Höhepunkt 1911 für die Deutschen dürfte die Europameisterschaften von Leipzig gewesen sein. Dort gab es elf Medaillen.

Meist durch Athleten, die dem deutschen Gewichtheben auch bei anderen Gelegenheiten Ehre einlegten. So auch die damaligen „Dauerbrenner“ Hans Abraham aus Nürnberg und Nikolaus Winkler aus Bamberg. Der erfolgreichste Stemmer vor dem Ersten Weltkrieg war allerdings ein Österreicher. Josef Grafl holte bei Weltmeisterschaften sechsmal den Titel.


Weitere Kurzbiographien von deutschen Medaillengewinnern bei WM und EM im Gewichtheben 1911 und 1912.

 

Der fünfte Weltmeister


1910 gab es laut Vereinschronik des AC 1898 Thal-

eischweiler-Fröschen in der Pfalz doch einen deutschen Gewichtheber-Weltmeister. Da ist zu lesen: „Bei der Meldung Peter Dreßler zur Weltmeisterschaft am 14. mai 1910 im Gewichtheben in Düsseldorf ahnte niemand, welchen Erfolg er erreichen würde. Als fünfter Weltmeister im Federgewicht kehrte er von Düsseldorf heim.“ Schön für den Thaleischweiler-Fröschener, nur taucht er in keiner Weltmeisterliste auf. Mit einigem Nachdenken wurde klar, dass er Fünfter der WM von Düsseldorf im Federgewicht wurde. In den uns zugängigen Ergebnissen war er allerdings nicht verzeichnet.

Hilmar Bürger

STATISTIK 1911 bis 1912

1911

Weltmeisterschaften

 

15. 1911 STUTTGART (GER) 29./30. April

(Vierkampf: einarmig Reißen rechts, einarmig Reißen links, beidarmig Drücken, beidarmig Stoßen)

15 deutsche Teilnehmer : 1 Gold/2Silber/4Bronze: 7 Medaillen

 

-60 KG

G Alfred Anschütz (AC Jugendkraft Mehlis) 317.5 (62.5/55.0/90.0/110.0)

B Georg Vogel (AC Sachsenhausen) 312.5 (60.0/50.0/92.5/110.0)

4 Georg Gerstäcker (1. AK Sandow Nürnberg) 282.5 (52.5/45.0/85.0/100.0)

5 Josef Schmalz (AC Germania Freiberg-Herdern) 282.5 (50.0/47.5785.0/100.0)

 

-67.5 KG

B Peter Reinmuth (St. U. RCI Rheingönheim) 337.5 (62.5765.0/100.0/110.0)

4 Dr. Josef Stiefvater (MTV München) 327.5 (65.0/62.5790.0/110.0)

5 Eugen Kißling (KV 95 Stuttgart) 327.5 (65.0/57.5/95.0/110.0)

 

-80 KG

S Eugen Ruhland (AC Victoria Höchst/Main) 366.0 (70.0765.0/105.5/125.5)

B Andreas Lutz (1. AK Sandow Nürnberg 1896) 363.0 (73.5/69.0/95.0/125.5)

4 Peter Grehl (SC Roland Hamburg) 351.0 (70.0/65.0/100.5/115.5)

5 Alois Heller (AC Siegfried Frankfurt/Main) 350.0 (70.0/65.0/100.0/115.0)

 

+80 KG

S Heinrich Rondi (AC 1886 Düsseldorf) 453.0 (93.0780.0/125.0/155.0)

B Heinrich Schneidereit (Cölner AK v. 1882) 423.0 (80.0/80.0/113.0/150.0)

4 Paul Weiss (Athleten-Bund Stuttgart) 360.0 (62.5/57.5/105.0/135.0)

5 Fritz Scharpf (Helvetia Frankfurt/Main) 348.0 (70.5/60.07100.0/117.59

----------------------------------------------------------------------------------------------

16. 1911 BERLIN (GER) 13./14. Mai

(Vierkampf: einarmig Reißen rechts, einarmig Reißen links, beidarmig, Drücken, beidarmig Stoßen)

8 deutsche Teilnehmer : 0 Gold/2Silber/4Bronze: 6 Medaillen

 

-60 KG

S Jakob Vogt (Leipzig) 282.5 (48.5/51.0/76.0/107.0)

B Oswald Greth (Hackenschmidt Berlin) 271.0 (48.5/51.0776.0/105.5)

 

-70 KG

S Albert Meyer (Germania 86 Berlin) 335.0 (60.0/65.0/100.0/110.0)

B Paul Gnauk (Attila Berlin) 312.5 (55.0/60.0/95.0/102.5)

4 Kurt Junginger (Teutonia Berlin) 305.0

 

+80 KG

B Franz Buchholz (SC Heros Berlin) 391.5 (59.0/59.0/129.0/144.5)

----------------------------------------------------------------------------------------------

 

17. 1911 DRESDEN (GER) 26. Junil

(Vierkampf: einarmig Reißen, einarmig Stemmen, beidarmig Drücken, beidarmig Stoßen)

8 deutsche Teilnehmer : 3 Gold/2Silber/3Bronze: 8 Medaillen

-60 KG

G Rudolf Thamme (Chemnitz) 307.5 (49.0775.5/87.0/96.0)

S Oswald Greth (Berlin) 305.0 (50.0/74.0/85.0/96.0)

B Georg Weißbeck (Nürnberg) 292.5 (48.5/71.0/83.0/90.0)

 

-67.5 KG

G Albert Meyer (Berlin) 367.5 (65.0/90.5/102.0/110.09

S Nikolaus Winkler (Bamberg) 350.0 (60.0/85.0/95.0/110.09

B Kempe Max (Chemnitz) 339.5 (60.0/78.5/92.0/109.0)

 

-80 KG

G Hans Abraham (1. AK Sandow Nürnberg 1896) 402.5 (72.5/100.0/110.0/120.0)

 

+80 KG

B Hermann Gaßler (München) 425.0 (65.0/72.5/135.0/152.5

 

18. 1911 WIEN (AUT) 29 bis 2. Juli

(Vierkampf: einarmig Reißen links, einarmig Reißen rechts,, beidarmig Drücken, beidarmig Stoßen)

3 deutsche Teilnehmer : keine Medaillen

 

-60 KG

X Georg Vogel (AC Sachsenhausen) 000.0 (55.07-----/85.0/105.0)

4 Dr. Josef Stiefvater (MTV München) 325.4

X Alois Selos (München) 000.0

 

15. 1911 BUDAPEST (HUN) 25./26. März

Keine deutsche Beteiligung

--------------------------------------------------------------------

16. 1911 LEIPZIG (GER) 6./7. Mai

(Dreikampf: einarmig Reißen, einarmig Stoßen, beidarmig Stoßen)

28 deutsche Teilnehmer : 3Gold/4Silber/4Bronze: 11 Medaillen

 

 

 

-60 KG

G Moritz Becker (KSV Kleinzschocher) 255.0 (65.0/87.5/102.5)c

S Willy Voigt (Armin Leipzig) 230.0 (67.5/62.5/100.0)

B Paul Wunderlich (Eichenkranz Leipzig) 230.0 (55.0/75.0/100.0)

5 Alfred Bock (TuSt-Cl. Leipzig-Connewitz)

6 Oskar Eichelber (Sandow Leipzig)

7 Otto Bause (Adler Halle/S.)

8 Oskar Dittrich (Atlas Leipzig)

9 Gustav Föllner (Einigkeit Bitterfeld)

 

-70 KG

G Max Morche (Leipzig-Schönefeld) 260.0 (60.0/85.0/115.09

S Friedrich Müller (Glashütte Jena) 257.5 (62.5/80.0/115.0)

B Nikolaus Winkler (Herkules Bamberg) 247.5 (60.0/80.0/107.5)

4 Oskar Georgi (Sandow Leipzig)

5 Rudolf Grass (Jugendkraft Zwickau

6 Oskar Bromme (Sandow Leipzig)

7 Paul Schönert (Waldheim)

8 Alfred Haage (Atlas Leipzig)

9 Karl Petzold (Saxonia Netzschkau i.V.)

 

-80 KG

G Hans Abraham (AK Steinbühl Nürnberg) 307.5 (72.5/105.0/130.0)

S Max Haase (Sandow Leipzig) 290.0 (75.0/90.0/125.0)

B Otto Ansorg (AC Jugendkraft Mehlis) 292.5 (70.0/95.0/127.5)

4 Otto Bettge (Glashütte Jena)

5 Felix Zehmisch (Eichenkranz Leipzig)

6 Wilhelm Knoll (Germania Bockenheim)

 

+80 KG

S Hermann Görner (Atlas Leipzig) 280.0 (70.0/85.0/125.0)

B Otto Gräser (TuSt-Cl. Leipzig Connewitz) 290.0 (70.0/80.0/140.0)

4 Wilhelm Mehler (Sangerhausen)

5 Paul Kemnitzer (Felsenfest Plauen)

6 Hugo Rudel (Sandow Leipzig)

 

Deutsche Meisterschaften

keine

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

1912

 

Olympische Spiele

5. 1912 STOCKHOLM (SWE) 29. Juni bis 27. juli

Ohne Gewichtheben

 

Weltmeisterschaften

Keine

 

Europameisterschaften

 

17. 1912 WIEN (AUT) 21./22. September

(Vierkampf: rechtshändig Reißen, linkshändig Reißen, beidarmig Drücken, beidarmig Stoßen)

5 deutsche Teilnehmer : 0Gold/0Silber/1Bronze: 1 Medaille

-60 KG

B Rudolf Thamme (Chemnitz) 280.0 (56.0/56.0/68.0/100.09

6 J. Lachnitt (Stuttgart) 275.0

7 ? Nöll (Griesheim)

 

-67.5 KG

? Peter Reinmuth (St.-u.RCl Rheingönheim)

 

-80 KG

5 Max Dreifuß (1.Athl.-Club Pirmasens) 316.0

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Deutsche Meisterschaften

 

9. 1912 FRANKFURT/MAIN 29./30. Juni

(Fünfkampf: einarmig Reißen, einarmig Stoßen, Beidarmig Drücken, beidarmig Reißen, beidarmig Stoßen)

 

 

-60 KG

G Georg Vogel (AC Sachsenhausen) 435.0

S Peter Dreßler (AC 1898 Thaleischweiler) 397.5

B Josef Schmalz (AthVgg.Germania Freiburg) 380.0

 

-67.5 KG

G Josef Kübler (1. AC Stuttgart) 427.5

S Karl Samfass (1. AC Hrekules v. 1894 Bamberg) 425.0

B Max Hummel (1. KSV 1896 Durlach) 425.0

 

- 75 KG

G Hans Abraham (1. AK Sandow Nürnberg 1896) 492.5

S Heinrich Hartmann (SV Germania Weingarten i.B.) 460.0

B Hans Hausmann (AC Siegfried Frankfurt/Main) 447.5

 

+ 75 KG

G Heinrich Rondi (AC 1886 Düsseldorf) 547.5

S Heinrich Schneidereit (Cölner AK v. 1882) 542.5

B Karl Möhrke (Kölner Stemmclub 1893) 450.0

9 ( 1907-1910)

Beim „Deutschland-Achter“ am Tau

 

 

 

 

 

 

 

1906 gab es bei den Olympischen Zwischenspielen in Athen Gold für den „Deutschland-Achter“ im Tauziehen, zu dem auch zwei Gewichtheber gehörten. Unten ein Foto von Olympia 1900 in Paris.

 

Wenn wir die internationalen Ergebnisse deutscher Gewichtheber zwischen 1907 und 1910 betrachten, so stoßen wir darauf, dass 1907 wohl das erfolgreichste Jahr für den damals 30-jährigen Düsseldorfer Heinrich Rondi war. Erst wurde er in Kopenhagen Europa-, dann in Frankfurt am Main auch Weltmeister. Wie wir später sehen werden, war das noch nicht alles. Bemerkenswert ist, in welchen der erst eingeführten Gewichtsklassen ihm das gelang. Bei der EM in + 67.5 kg, bei der WM in +80 kg. Und das mit einem durchschnittlichen Körpergewicht von 110 Kilo.

 

„Mehrkämpfer“ der Schwerathleten

Heinrich Rondi

Nicht nur die Hantel war das Metier dieses Athleten. Auch das Tau und die Ringermatte. Hier gelangen ihm ebenfalls außerordentliche Erfolge. Von seiner Bronze-medaille im Beidarmigheben bei den Olympischen Zwischenspielen 1906 in Athen hatten wir bereits berichtet. Nachzutragen ist Gold im Tauziehen - mit dem „Deutschlandachter“ der Schwerathleten, dem auch mit dem Kölner Heinrich Schneidereit ein weiterer Gewichtheber angehörte.

 

Rondis sportlicher Auftritt 1907 in Kopenhagen dürfte guninnessrekordreif sein. Er gewann auch bei den gleichzeitig ausgetragenen Titelkämpfen auf der Matte ebenfalls Europameisterschaftsgold. So ungefähr Wilfried Dietrich und Rudolf Mang in einem.

 

Auch ein starker Mensch

 

Und doch ist das noch nicht alles, was es über Rondi zu sagen gibt. Er war nicht nur ein starker Athlet, sondern auch ein starker Mensch. Über ihn wird berichtet, dass er als Betreiber einer Gastwirtschaft, einen Mann, den die Nazis als Halbjuden bezeichneten, nach der Progromnacht mit zu verstecken half. Leider vergeblich.

 

Getrennter Auftritt der Deutschen

Bei den Weltmeisterschaften 1909 in Wien waren zwei deutsche Gewichtheber vertreten: Der Nürnberger Andreas Lutz (im oberen Foto ganz rechts) in der 80-er Gewichtsklasse, und der Essener Fritz Eickeltrath (Foto unten Zweiter von rechts) im höchsten Limit +80 kg. Beide belegten Rang vier. Sieger wurden die Österreicher Johann Eibel mit 470.2 kg und Josef Grafl (583.1 kg)

 

Bei diesem Titelkampf gab es eine einmalige Besonderheit. Die beiden Wettkämpfe wurden nicht gemeinsam ausgetragen. Die Superschweren hoben am 3. Oktober. Die Leichteren weigerten sich, ohne Musik-

Begleitung anzutreten. Sie fanden sich erst am 2. Dezember in Wien wieder zum Wettkampf ein. Dabei startete der Nürnberger Hans Abraham außer Konkurrenz. Mit seiner Mehrkampfleistung von 458.5 kg hätte er den zweiten Platz belegt. Mit Musik!

 

Geburt der Scheibenhantel

Die unterschiedliche Handhabung von Gewichtsklassen

täuscht nicht darüber hinweg, dass man in dieser Zeit sehr bemüht war, System in die verschiedenen Körper-

gewichtskategorien zu bringen. Endgültig vereinheitlicht wurden diese dann ab 1920. Aber auch das Sportgerät war einem Wandel unterzogen. In den Anfangs-jahren die unterschiedlichsten Varianten des Sportgerätes vom Rundgewicht bis zur Kugelhantel. 1907 erfand der Frankfurter Sportlehrer Franz Veltum zwar nicht den Stein der Weisen, aber ein nach ihm benanntes System der Scheibenhantel mit auswech-selbaren Gewichten. 1910 fügt er diesem das Kugellager hinzu. Veltum war übrigens von 1909 bis 1917 Herausgeber und Redakteur der „Athletik“. Seine Scheibenhantel steht mit vielen weiteren Verbesserungen auch noch heute im modernen Gewichtheben „ihren Mann“.

STATISTIK 1907 bis 1910

1907

Weltmeisterschaften

 

10. 1907 FRANKFURT/MAIN (GER) 19. Mai

(Vierkampf: Reißen rechts, Reißen links, Drücken, Stoßen)

21 deutsche Teilnehmer : 3 Gold/2Silber/3Bronze: 8 Medaillen

 

-70 KG

G Johannes Zebrowski (KSK Simson Bremen) 79.5 P. (67.5/60.0/95.0/115.0)

B Heinrich Glenzer (StuRCI Jugendkraft Essen) 68.5 (62.5/55.0/95.0/125.0)

4. Nikolaus Winkler (Stemm- u. Ringcl. Dortmund) 66.0 (55.0/55.0/85.0/110.0)

5. Carl Löche (Athleten-Club Sachsenhausen) 65.5 (57.5/55.0/100.0/110.0)

6. Oscar Hammelbacher (AG Mainland Würzburg) 64.0 (60.0/55.0790.0/115.0)

7. Andreas Götz (Stemm- u. Ringcl. Dortmund) 63.0 (55.0/55.0/95.0/115.0)

9. Heinrich Kanngießer (Athleten-Klub Lüdenscheid) 52.0 (55.0/50.0/95.0/110.0)

10. Eugen Kißling (KV 95 Stuttgart) 51.5 (62.5/55.0/85.0/----)

-80 KG

G Andreas Lutz (SK Noris Nürnberg) 73.0 (70.0765.0/105.0/130.0)

S Johann Formberger (SK Noris Nürnberg) 69.0 (60.0/65.0/115.0/135.0)

 

B Hans Abraham (AK Steinbühl Nürnberg) 67.0 (70.0/65.0/110.0/120.0)

4. Albert Ulmer (1. ASK Nürnberg) 57.0 (65.0/60.0/100.0/120.0)

5. Josef Ziegelmaier (Athleten-bund Stuttgart) 56.0 (65.0/55.0/100.0/125.0)

6. Albert Kuhn (Athleten-Klub Oberstein) 48.0 (55.0/55.0/105.0/115.0)

7. M. Frank (Athletenclub Eberle Dachau) 39.25 (50.0755.0/95.0/110.0)

8. Br. Hofmann (StuRCl. Athletia Wiesbaden) 21.0 (45.0/50.0/80.0795.0)

 

+80 KG

G Heinrich Rondi (AC 1986 Düsseldorf) 104.4 (85.5/84.5/120.0/144.5)

S Heinrich Schneidereit (Cölner AK v. 1882) 92.3 (82.0/81.5/110.0/155.59

B Georg Schleidt (AV 1895 Darmstadt) 92.0 (75.0/70.0/125.0/150.0)

4. Georg Bonfig (AG Mainland Würzburg) 67.8 (71.0/60.0/115.0/143.0)

5. Franz Schorn (AC 1886 Düsseldorf) 54.5 (70.0/65.0/100.5/120.0)

 

Europameisterschaften

11. 1907 KOPENHAGEN (DEN) 5. bis 7. April

(nur Punktwertung bekannt)

4 deutsche Teilnehmer : 3 Gold/2Bronze: 4 Medaillen

 

-67.5 KG

G Nikolaus Winkler (Stemm- und Ringcl. Dortmund) 52.5 P.

B Andreas Götz (Stemm- und Ringcl. Dortmund) 50.0

+67.5 KG

G Heinrich Rondi /AC 1886 Düsseldorf) 99.0

B Theodor Krampe (Düsseldorf) 25.0

 

 

12. 1907 WIEN (AUT) 8. September

(Dreikampf: Reißen/Drücken/Stoßen)

1 deutscher Teilnehmer : 1/Silber

 

S Alois Selos (AC München-Au) 380.5 (85.5/135.0/160.0)

 

Keine Deutschen Meisterschaften

 

1908

 

Olympische Spiele

 

4. LONDON (GBR) - ohne Gewichtheben

Weltmeisterschaften

 

11. 1908 WIEN (AUT) 8./9. Dezember

(Sechskampf: einarmig Reißen links/einarmig Reißen rechts/einarmiges Drücken/beidarmiges Drücken/beidarmiges Stemmen/wiederholtes beidarmiges Drücken)

 

Kein deutscher Teilnehmer – Andreas Lutz und Heinrich Rondi waren angereist, traten aber nicht an

 

1909

 

Weltmeisterschaften

 

12. 1909 WIEN (AUT) 3. Oktober und 2. Dezember

(Fünfkampf: einarmiges Reißen rechts/einarmiges Reißen links/beidarmiges Reißen/beidarmiges Drücken/beidarmiges Stoßen)

 

2 deutsche Teilnehmer : keine Medaille

 

-80 KG

4. Andreas Lutz (1. AK Sandow Nürnberg) 440.0

+80 KG

4. Fritz Eickeltrath (AK Essen 1888) 523.6 (75.2/105.7/130.0/142.5)

Hans Abraham trat in der Klasse bis 80 kg außer Konkurrenz an und erreichte mit 458.5 kg die zweitbeste Leistung

 

Europameisterschaften

 

13. 1909 MALMÖ (SWE) 28. Februar

(Fünfkampf: einarmiges Reißen rechts/einarmiges Reißen links/beidarmiges Reißen/beidarmiges Drücken/beidarmiges Stoßen)

 

2 deutsche Teilnehmer : 1/Bronze

-67.5 KG

B Fritz Eickeltrath (AK Essen 1888) 495.0 (68.0/55.0/100.5/121.5/150.0)

5. Heinrich Rondi (AC 1886 Düsseldorf) xxxx (84.5/79.5/100.5/99.0/-----)

 

14. 1909 DRESDEN (GER) 18./19. September

(Dreikampf: einhändiges Reißen/einhändiges Stoßen/beidhändiges Stoßen)

 

14 deutsche Teilnehmer : 4/Gold, 4/Silber, 3/Bronze – 11 Medaillen

 

-62.5 KG

G Moritz becker (Nürnberg) 257.5 (65.0/82.5/10.0)

S Max Seifert (Chemnitz) 250.0 (62.5/75.0/112.5)

4. Bruno Arnold (Dresden) 232.5 (60.0/72.5/100.0)

-70 KG

G Rudolf Groß (Zwickau) 270.0 (67.5/85.0/117.5)

S Max Kempe (Chemnitz) 265.0 (65.0/80.0/120.0)

B Kurt Junginger (Dresden) 262.5 (62.5785.0/115.0)

4. Albert Meyer (Germania 86 Berlin) 257.5 (62.5/77.5/117.5)

-80 KG

G Hans Abraham (1. AK Sandow Nürnberg 1896) 305.0 (75.0/100.0/130.0)

S Edmund Kirchner (Osten 1892 Berlin) 275.0 (70.0/80.0/125.0)

B Max Haase (Leipzig) 267.5 (67.5/85.0/115.0)

+80 KG

G Wilhelm Rößner (Chemnitz) 302.5 (80.0/87.5/135.09

S Paul Kemnitzer (Felsenfest Plauen) 277.5 (70.0787.5/120.0)

B Josef Lehner (Regensburg) 275.0 (70.0/85.0/120.0)

4. Max Kemnitzer (Felsenfest Plauen) 257.5 (62.5/80.0/115.0)

 

Deutsche Meisterschaften

 

8. 1909 BONN 19./20. Juni

(Vierkampf: rei0en links/Reißen rechts/beidarmiges Drücken und Stoßen)

 

Medaillengewinner

- 70 KG

G Eugen Ruhland (AC Victoria Höchst/Main) 391.5

S Eugen Kißling (KV 95 Stuttgart) 336.5

B Moritz Becker (Nürnberg)

- 80 KG

G Andreas Lutz (1. AK Sandow Nürnberg 1896) 364.5

S Hans Abraham (1. AK Sandow Nürnberg 1896) 369.5

B Peter Schäfer (Köln) 348.5

+ 80 KG

G Heinrich Rondi (AC 1886 Düsseldorf) 445.0

S Fritz Eickeltrath (AK 88 Essen) 420.0

B P. Küpper (Düsseldorf) 407.5

 

1910

 

Weltmeisterschaften

 

13. 1910 DÜSSELDORF (GER) 4. bis 6. Juni

(Vierkampf: Reißen rechts, Reißen links, Drücken, Stoßen)

6 deutsche Teilnehmer : 2 Gold/3 Silber/ 1Bronze: 6 Medaillen

 

-60 KG

S Alfred Anschütz (AC Jugendkraft Mehlis) 77.0 P. (60.0/55.0/95.0/100.0)

B Franz Schmitz (Düsseldorf) 75.0 (60.0/55.0/80.0/100.0)

-70 KG

G Eugen Ruhland (AC Victoria Höchst/Main) 93.5 (65.0/62.5/97.5/110.0)

-80 KG

G Hans Abraham (1. AK Sandow Nürnberb 1896) 108.0 (70.0770.0/105.0/130.0)

S Karl Ackermann (Elberfeld) 101.0 (65.0/65.0/105.0/135.0)

+80 KG

S Heinrich Rondi (AC 1886 Düsseldorf) 134.5 (85.0/75.0/125.0/147.5)

 

14. 1910 WIEN (AUT) 9./10. Oktober

(Sechskampf: Reißen einhändig/Stoßen einhändig/Beidarmig Reißen, Drücken, Stoßen/Dauerstemmen)

 

1 deutscher Teilnehmer : keine Medaille

-75 KG

X Eugen Kißling (KV 95 Stuttgart)

 

Keine Europameisterschaften und keine Deutschen Meisterschaften

8 ( 1895-1906)

 

Hier geht es um die ersten Jahre des deutschen Gewichthebens bei nationalen Meisterschaften und auf der internationalen Bühne. Falls man damals schon davon sprechen konnte. In der Statistik sind zur besseren Übersicht noch einmal die erste WM, die erste EM, Olympia 1896 und die ersten Deutschen Meisterschaften noch einmal mit erfasst.

 

Hohe Zeit der Mehrkämpfer

 

Es kann aus Platzgründen nicht der Modus jedes einzelnen Wettkampfes erklärt werden. Zahlreiche weitere Details und Fußnoten kann man der CD über das deutsche Gewichtheben entnehmen. Es gab noch damals kein einheitliches Reglement. Meist wurde noch ohne Gewichtsklasseneinteilung in verschiedenen Varianten der Mehrkämpfe gehoben. Und so waren in der Regel auch die Schwersten die Stärksten. Es kann hier nur auf einige Besonderheiten hingewiesen werden, vor allem auch im Geschehen außerhalb der Wettkämpfe. Und das alles im Zeitraum zwischen 1895 und 1906.

 

Heber bei Olympia 1900 in Paris nicht dabei

 

Zum Meisterschaftsgeschehen: Olympia fand 1896 mit dem Turner Carl Schuhmann in dieser Zeit für das deutsche Gewichtheben nur einmal statt. 1900 in Paris stand die Sportart nicht auf dem Programm. 1904 waren die deutschen Gewichtheber in St. Louis nicht vertreten. Erst 1906 waren sie in Athen wieder dabei. Das allerdings waren keine offiziellen Spiele – sozusagen die Erinnerungs-Wettkämpfe an Olympia 1896.

 

Josef Rödl mit erstem WM-Silber

 

Deutsche Gewichtheber bei der WM 1899 in Mailand:

Links oben der Münchner Rödl, unten Mitte der Kölner Schneider

und unten links der Nürnberger Schreiber.

 

Zwischen 1891 und 1904 gab es nur fünf Weltmeister-schaften. Allerdings viermal mit deutschen Hebern. Je einmal Silber durch Münchner Josef Rödl (1899) und den Kölner Heinrich Schneidereit (1903) war die deutsche Medaillenausbeute. 1905 gab es dann gleich drei Welttitelkämpfe – einen in Paris und zwei davon in Deutschland, in Berlin und Duisburg. Die WM in der französischen Metropole waren nur mit französischer Beteiligung. 

Weitere deutsche WM-Medaillengewinner:

Silber 1903 für den Kölner Heinrich Schneidereit (links) und Bronze für den Münchner Alois Selos 1905 in Duisburg. Schneidereit wurde 1906 in Lille Weltmeister.

 

Der Berliner Alleingang in Moabit

 

Und das deutsche Titel-Doppel von 1905 hatte seine besondere Bewandtnis – was einiger Erläuterungen bedarf. Was da im April im Moabiter Gesellschaftshaus mit 41 Hebern aus vier Ländern stattfand, war ein Berliner Alleingang. Nicht mit dem Deutschen Athleten-Verband abgesprochen. Übrigens gemeinsam mit einer Ringer-WM. Organisator der ersten Gewichtheber-WM auf deutschem Boden war der „Sportclub 1900“ vom I. Athleten- und Artistenverband Berlin und Umgebung. Dieser hieß wirklich so.

Emil Schleuß, der Präsident des Berliner Verbandes, hatte den Teilnehmern neben anderem massiv Medaillen aus Gold versprochen. Ob sie diese auch wirklich bekamen, ist leider nicht bekannt. Der Präsident verstarb 49-jährig kurz darauf. Sportlich gesehen brachte Berlin aber durchaus Fortschritte. Erstmals gab es Wettkämpfe nach Gewichtsklassen. Und Deutschland hatte seinen ersten Gewichtheber-Weltmeister. Ob das nun der Bamberger Leicht-gewichtler Nikolaus Winkler, der auch für Dortmund hob, oder der Leipziger Mittelgewichtler Otto Walther war, ist nicht eindeutig.

Auf einem Faksimile mit einer Art Protokoll ist die Gewichtsklasse von Walther vor der Winklers aufgeführt. Was nun? Es gibt niemand mehr, der dabei war...

 

Übrigens: Es ist kaum anzunehmen, dass die Otto-Walther-Straße in Pirna nach dem Leipziger Stemmer vonb anno dunnemals benannt wurde.

STATISTIK 1891 bis 1906

 

Olympische Spiele 1896 - 1906

Deutsche Heber

 

1896 Athen (GRE) 7. April (1 Athlet/0-0-1*)

Ohne Gewichtsklassen

Beidarmig

4. (B*) Carl Schuhmann (Berliner Turnerschaft) 90.0

* gleiche Leistung wie dritter Platz ohne Medaille

 

1900 Paris (FRA)

Keine Gewichtheber-Wettbewerbe

 

1904 St. Louis (USA)

Nicht vertreten

 

1906 Olympische Zwischenspiele Athen (GRE) 25.-27. April (2/0-0-3)

Ohne Gewichtsklassen

Beidarmig

B Heinrich Schneidereit (Cölner Ak v. 1882) 129.5

B Heinrich Rondi (AC 1886 Düsseldorf) 129.5

Einarmig

B Heinrich Schneidereit (Cölner Ak v. 1882) 70.75

6 Heinrich Rondi (AC 1886 Düsseldorf) 65.45

 

Weltmeisterschaften 1891 - 1906

Deutsche Heber

 

1 1891 London 28. März (2/0-0-0=0)

Ohne Gewichtsklassen

4 Oskar Pfaun

X Franz Wehlau

 

2 1898 Wien (AUT)

Nicht vertreten

 

3 1899 Mailand (ITA) 4./5. April (3/0-1-0)

Ohne Gewichtsklassen

S Josef Rödl (Männer.Stemm-Club München-Au) 465.0

4 Johannes Schneider (Cölner AK von 1882) 435.0

 

X Fr. Schreiber (Nürnberg)

 

4 1903 Paris (FRA) 1.-3.Oktober (1/0-1-0)

Ohne Gewichtsklassen

S Heinrich Schneidereit (Cölner AK v. 1882) 543.5 P.

 

5 1904 Wien (AUT) 18. April (1/0-0-0)

Ohne Gewichtsklassen

X Georg Schleidt (AV 1895 Darmstadt)

 

6 1905/1 Berlin (GER) 8. bis 10. April (14/2-2-1)

67.5 KG

G Nikolaus Winkler (Herkules Bamberg/Dortmund) 327.7

S Georg Schleidt (AV 1895 Darmstadt) 310.0

B Paul Grimm (Siegfried Dresden) 305.0

4 Fritz Marzahn (Arminius Berlin) 305.0

6 Hugo Diener (Herta Dresden) 300.0

7 Paul Welnowski (Nordstern 83 Berlin) 300.0

80 KG

G Otto Walther (Leipzig) 355.5

S Josef Lindinger (München 18809 355.0

4 Max Scheack (Germania 86 Berlin) 343.0

5 Otto Marutzki (Sparta Berlin) 338.0

7 Edmund Kirchner (Osten 1892 Berlin) 325.0

80+ KG

4 CHODUß Josef (Germania 86 Berlin) 355.5

5 Max Rauhut (Sport-Kl. 1900 Berlin) 345.5

6 Franz Buchholz (Athen Schöneberg) 333.0

 

7 1905/2 Duisburg 11.-13. Juni (6/0-1-1)

Ohne Gewichtsklassen

S Heinrich Neuhaus (Herkules Halberstadt) 515.0

B Alois Selos (AC München-Au) 510.0

4 Georg Schleidt (AV 1895 Darmstadt)

5 August Bracker (Frisch Auf Göppingen)

X Arthur Seubert (SK Noris Nürnberg)

X Willy Thiel (AK Essen 1888)

 

8 1905 Lille (FRA)

Deutschland nicht vertreten

 

9 1906 Lille (FRA) 18. März (1/1-0-0)

80+ KG

G Heinrich Schneidereit (Cölner AK v. 1882) 342.0

 

Europameisterschaften 1896 - 1906

Deutsche Heber

1 1896 Rotterdam (NED) 9. März (2/1-1-0)

G Hans Beck (Akadem. AC München)

S Peter Schons (Düsseldorf)

 

 

2 1897 Wien (AUT) 11. November

Nicht vertreten

 

3 1899 Rotterdam (NED) 25. Oktober (1/0-1-0)

Ohne Gewichtsklassen

S Heinrich Rondi (AC 1886 Düsseldorf)

 

4 1900 Rotterdam (NED) 1 (0-1-0)

Ohne Gewichtsklassen

S Heinrich Rondi (AC 1886 Düsseldorf)

 

5 1901 Rotterdam (NED) 13. Februar (2/1-0-1)

Ohne Gewichtsklassen

G Josef Ziegelmaier (Ath.Bd.) Stuttgart 147.0 P

B August Lücker (Stemm-Club Mülheim/Ruhr) 128.5

 

6 1902 den Haag (NED) 30./31. März (2/1-1-0)

+75 KG

G Ernst Hauenstein (Dresden) 271.0 (D125/S146)

S Andreas Maier (München) 265.0 (D116/S140)

 

7 1903 Rotterdam (NED) 8. Februar (2/1-0-0)

Ohne Gewichtsklassen

G Andreas Maier (München)

4 Willy Schwartz (Hamburg)

5 ? Münster (Aachen)

 

8 1904 Amsterdam (NED) 24. Januar (2/1-0-1)

Ohne Gewichtsklassen

G Heinrich Neuhaus (Herkules Halberstadt)

B Fritz Eickeltrath (AK Essen 1888)

 

9 1905 Amsterdam (NED) 28./29. Januar (3/1-1-1)

Ohne Gewichtsklassen

G Georg Schleidt (AV 1895 Darmstadt) 277.0 (D130.0/S147.0)

S Fritz Eickeltrath (AK Essen 1888) 262 (125/137)

B Andreas Maier (München) 247 (110/137)

 

1906 den Haag (NED) 28. Januar (3/1-0-1)

Ohne Gewichtsklassen

G Heinrich Rondi (AC 1886 Düsseldorf) 278 .0 (D130.0/S148.0)

B Heinrich Schneidereit (Cölner AK v. 1882) 260.0 (116./140.0)

4 Franz Schorn (AC 1886 Düsseldorf) 242.0 (110.0/132.0)

 

Deutsche Meisterschaften 1893 - 1906

(ohne Gewichtsklassen)

 

Medaillengewinner

1 1893 Köln 2./3.J April

G Johannes Schneider (Cölner AK von 1882) 39.0 p

S Johann Schuhmacher (Krefeld) 37.5

B Hans Beck (Akademischer AC München) 31.5.

 

2 1895 Koblenz 2./3. Juni

G Hans Beck (Akademischer AC München) 54.5 P

S Johannes Schneider (Cölner AK v. 1882) 36.5

B Heinrich Kupper (Duisburg) 36.0

 

3 1897 Köln 6./7. Juni

G Hans Beck (Akademischer AC München) 635.0

S Johannes Schneider (Cölner AK v. 1882) 605.0

B Paul Hammerl (AC Germania Köln) 575.0

 

4 1899 Duisburg 21./22. Mai

G August Gottschalk (AK 88 Essen) 460.0

S August Lucker (Stemm-Club Mülheim/Ruhr) 442.5

B Josef Rodl (Gut Kraft München) 440.0

 

5 1901 Karlsruhe 26./27.Mai

G Hans Hagstotz (AC Germania Karlsruhe) 650.0

S Karl Bethkowski (AK 88 Essen) 632.5

B Andreas Lutz (1. Athletenklub Nürnberg) 542.5

 

6 1903 Stuttgart 31.Mai-1.Juni

G Georg Schleidt (AV 1895 Darmstadt) 480.0

S Heinrich Neuhaus (Herkules Halberstadt) 470.0

B Alois Selos (AC München-Au) 458.75

 

7 1906 Mannheim 3./4. Juni

G Georg Schleidt (AV 1895 Darmstadt) 525.0

S Heinrich Schneidereit (Cölner AK v. 1882) 525.0

B Georg Bonfig (AG Mainland Würzburg) 485.0

7 (1891-1906)

Was Kronprinz Georg in Athen entschied

 

Das Jahr 1896 hat nicht nur für die Olympische Bewegung, sondern auch für das internationale Gewichtheben eine ganz besondere Bedeutung. In Kurzform: 1. Olympische Sommerspiele der Neuzeit in Athen mit Gewichtheben (6. bis 15. April) und 1. Europameisterschaft der Gewichtheber in Rotterdam (9. März).

 

Noch nicht einmal Holz!

 

Man stelle sich vor: Gewichtheben unter freiem Himmel. Und das dann noch bei strömenden Regen. Ein Wettkampf mit Athleten, die fast alle eigentlich noch keine richtigen Gewichtheber waren, wie wir sie heute kennen. Für den eigentlich es auch noch nicht so richtige Regeln gab. In dem der griechische Kronprinz als Hauptschiedsrichter das Sagen hatte. Für den Sieger gab es einen Olivenzweig und eine Silberme-daille. Der Zweite erhielt eine Kupfermedaille. Und der Dritte ging leer aus, weil kein Geld für eine weitere Medaille vorhanden war. Noch nicht einmal Holz!

Die Olympiasieger Viggo Jensen (DEN) und Launceston Elliot (GBR) sowie der Berliner Carl Schuhmann (Von links nach rechts).

 

Unser Mann aus deutscher Sicht war dabei der Berliner Goldschmied Carl Schuhmann. Er wurde mit vier Olympiasiegen erfolgreichster Teilnehmer dieser Spiele.

Aber eben nicht im Gewichtheben. Der damals 27-Jäh-rige war von Haus aus Turner. Und Turnen stand vielfach damals noch generell für Sport. Drei Oliven-zweige holte er sich an den Geräten – mit der Mannschaft am Barren und am Reck sowie als Solist im Pferdsprung. Im Ringen bezwang er nach 65-minütigem Finalkampf dem Griechen Georgios Zitas.

 

Einhändig und beidhändig

Bevor es zu den Ergebnissen im Gewichtheben geht, muss man etwas zu den Disziplinen sagen. Da gab es nur zwei, und im Gegensatz zu den ersten Weltmeis-terschaften 1891 keinen Mehrkampf mit Dauerstemmen und Ähnlichem. „Gestemmt“ wurde im Athener Panathinaikosstadion einhändig und beidhändig, oder auch ein- und beidarmig – wie man will. Ohne Gewichtsklasseneinteilung. Das ganze war als „Kampfspiel“ deklariert.

 

Dominierende Athleten dieser Premiere waren der Däne Viggo Jensen und der Brite Launceston Elliot. Beide teilten sich die Siege. Allerdings nicht brüderlich. Elliot gewann einhändig mit 71 Kilo und Jensen mit 111.5 kg beidhändig. Der Brite hatte aber ebenfalls 111.5 beidhändig hochgewuchtet. Was nun? Prinz Georg von Griechenland fällte das Urteil: Jensen habe den besseren Stil gezeigt und den ästhetischeren Eindruck gemacht! Basta!

 

Nicht nur „gefühlte Bronze“

 

Und Schuhmann? Der stemmte treu und redlich beidhändig 90 Kilo, wie drei weitere Starter. Sie wurden aber nicht alle auf Rang drei gesetzt. Wahrscheinlich hatte es der Kronprinz anders gesehen. So gab es einen dritte Rang für einen Griechen, zwei vierte Plätze, darunter einen für Schuhmann, und einen sechsten.

Was all diese Ränge wert waren, wissen wir schon. Ich neige dazu, den Platz von Schuhmann in der Gesamtstatistik des deutschen Gewichthebens nicht nur „gefühlt“ als olympische „Bronze“medaille einzuordnen.

 

Hans Beck vor Peter Schons

Einen Monat vorher hatten sich einige starke Leute zur ersten „Championschaft von Europa im Stemmen“ nach Rotterdam aufgemacht. Es waren nur Amateurathleten zugelassen. Mit von der Partie die Deutschen Hans Beck aus München und Peter Schons aus Düsseldorf. Beck gewann vor Schons – und damit gab es bei den ersten offiziellen Europameisterschaften der Gewichtheber eine deutschen Doppelsieg.

 

Leider sind über diesen Wettbewerb, der im Stoßen, Drücken und Dauerstemmen ausgetragen wurde, keine weiteren Einzelheiten bekannt. Dafür aber umsomehr über den Europameister. Hans Beck war nicht nur ein begnadeter Kraftathlet, sondern auch in mehrfacher Hinsicht ein bemerkenswerter Mensch. Ich empfehle jedem, der darüber Näheres wissen möchte, das neue Buch von Erfolgsautor Thorsten Moser – selbst ein erfolgreicher Kraftsportler. Es trägt den Titel „Hans Beck – ein bayerischer Meisterstemmer“.

ERGEBNISSE:

I. OLYMPISCHE SPIELE ATHEN

Einhändig:

Launcestion Elliot (GBR) 71.0

Viggo Jensen (DEN) 57.0

Alexandros Nikolopoulos (GRE) 57.0

Sotoris Versis (GRE) 40.0

Beidhändig:

Viggo Jensen (DEN) 111.5

Launcestion Elliot (GBR) 111.5

Sotiris Versis (GRE) 90.0

Carl Schuhmann (GER) 90.0

Girgios Papaseridis (GRE) 90.0

Momscillo Tapavicza (HUN) 90.0

 

EUROPAMEISTERSCHAFTEN GEWICHTHEBEN ROTTERDAM

Hans Beck (München) Stoßen 135 Drücken 130 Dauerstemmen 27x

Peter Schons (Düsseldorf) 130/120/15x

 

Lesen Sie auch die als Datei beigefügte Statistik des Abschneidens

Der deutschen Gewichtheber von 1891 bis 1906

STATISTIK 1891 bis 1906.doc
Microsoft Word-Dokument [24.0 KB]
5.doc
Microsoft Word-Dokument [799.5 KB]
Heben gehört zum Leben Teil 4.doc
Microsoft Word-Dokument [170.0 KB]
STATISTIK 1891 bis 1906.doc
Microsoft Word-Dokument [27.0 KB]
3 (1892 -Gegenwart) neu.doc
Microsoft Word-Dokument [388.5 KB]
Heben gehört zum Leben Teil 2.doc
Microsoft Word-Dokument [399.0 KB]
REZENSION (1).doc
Microsoft Word-Dokument [27.5 KB]

Do              20.07.2017 

Nr.           2.461 - 1.158

Aktualisierung        19:15

Übrigens,

 

… in Berlin werden immer noch dringend Wahlhelfer gesucht - ein Interessent wollte sich deshalb melden, aber … Sie glauben nicht, was dann geschah (doch Sie ahnen es sicherlich): Online ließ sich die „Bereitschaftserklärung" auf dem beschriebenen Weg an die angegebene Stelle nicht senden, also schickte unser freundlicher Helfer das Papier per Mail an die allgemeine Adresse des Bezirksamts - das war vor zehn Tagen, bis heute keine Antwort. Nächster Versuch: Persönliche Anmeldung im Rathaus Weißensee - doch dort hieß es: Nicht bei uns! Fahren Sie zum Rathaus Pankow … Das Resümee: „Im Bürgeramt Weißensee kann man kein Formular raussuchen und das ausgefüllte Ding dann nach Pankow senden? Statt dessen soll ich noch Fahrgeld bezahlen, um nach Pankow zu kommen? Also lassen wir das.“ TSCP

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 19.07.2017

17    19   21   27    36   41    SZ: 1

Spiel 77:  0177 997 

 

Super 6: 422 100  

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

1974 (2017-07-20) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Metalldiebe im Bergener Gotteshaus

In Sankt Marien hat

die Stunde 61 Minuten

Die westliche Außenwand

mit dem Grabstein einens

wendischen Priesters

BREAKING NEWS

Stand: 20.07.2017 - 19.25 Uhr

 

International

 

US-Präsident Donald Trump hat laut einem Medienbericht die verdeckten Waffenlieferungen der CIA an syrische Rebellen, die gegen die Regierung von Bashar al-Assad kämpfen, stoppen lassen. Die Entscheidung habe Trump vor knapp einem Monat nach einem Treffen mit CIA-Direktor Mike Pompeo und seinem Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster getroffen.

 

Nach dem Hickhack um die Gesundheitsreform und die Russland-Affäre seines Sohnes bringt ein Zeitungsinterview US-Präsident Donald Trump abermals in Erklärungsnot. Eben wegen der Kontakte seines Teams nach Moskau hat sich Trump nun offenbar nachhaltig mit seinem Justizminister Jeff Sessions entzweit. Er hätte Sessions nicht ernannt, wenn er gewusst hätte, dass dieser sich in der Causa für befangen erklären würde, sagte Trump in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der "New York Times".

 

In Russland ist der Entzug der Staatsbürgerschaft bei einer Verurteilung wegen terroristischer Straftaten nun möglich. Die Abgeordneten des Unterhauses verabschiedeten am Mittwoch in Moskau in dritter Lesung das Gesetz, das ausschließlich eingebürgerte Russen betrifft.

 

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu befand sich im Gespräch mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán. Sein Mikrofon soll bei dem privaten Treffen zeitweise noch eingeschaltet gewesen sein, so dass ihn Journalisten außerhalb des Zimmers hätten hören können. "Europa gefährdet seine eigene Entwicklung, in dem es seine Beziehung zu Israel in Gefahr bringt wegen dieses verrückten Versuchs, Bedingungen zu schaffen" für einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern, sagte er laut "Ynet" weiter. "Europa muss sich entscheiden, ob es leben und gedeihen will oder ausdörren und verschwinden."

 

In Griechenland haben sich in den vergangenen Wochen gewalttätige Angriffe auf Migranten gehäuft. Die Attacken werden meist nachts von Schlägertrupps durchgeführt, die mit Messern und Schlagstöcken bewaffnet sind.

 

Beim Errichten von Wohnraum haut Österreich im internationalen Vergleich kräftig auf den Putz: Mit 7,6 Bauvorhaben pro 1.000 Einwohner wurde 2016 der höchste Wert von 19 untersuchten Ländern erreicht, wie aus dem aktuellen Deloitte Property Index hervorgeht. Dahinter folgten Israel mit 6,1 und Frankreich mit 5,7 geplanten Wohnungen. Das Schlusslicht bildete Portugal mit 1,1 Wohnbauvorhaben. 

 

Deutschland/Berlin

 

Im Streit zwischen der Türkei und Deutschland über die Inhaftierung deutscher Staatsbürger wird der Ton immer schärfer. Das türkische Außenministerium erklärte am Donnerstag, die deutschen Äußerungen zur Festnahme von Menschenrechtsaktivisten seien nicht akzeptabel. "Das war eine direkte Einmischung in Angelegenheiten der türkischen Justiz."

 

Ein Unwetter über dem Ruhrgebiet hat zum Tod einer 51 Jahre alten Frau in Dortmund geführt. Die Frau sei an den lebensgefährlichen Verletzungen gestorben, die ihr am Mittwochabend ein umstürzender Baum zugefügt habe, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. 

 

Sport

 

Fussball

 

Teammanager Antonio Conte hat seinen Vertrag beim englischen Fußball-Meister FC Chelsea vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2021 verlängert. Das gaben die Londoner am Dienstagabend bekannt. Der ursprüngliche Vertrag des 47-Jährigen wäre bis 2019 gelaufen.

 

Spaniens Fußball-Teamstürmer Alvaro Morata wechselt von Champions-League-Sieger Real Madrid nach London zum englischen Meister Chelsea. Dies bestätigten beide Clubs am Mittwochabend. Die Ablösesumme für den 24-Jährigen soll laut spanischen Medienberichten 80 Millionen Euro betragen. Damit würde Morata zum Rekord-Verkauf der Madrilenen und zum teuersten Chelsea-Transfer. 

 

Radsport

 

Tour de France

 

Chris Froome strampelt bei der Tour de France seinem vierten Gesamtsieg entgegen. Der Brite hielt mit seinem Sky-Team am Donnerstag auch auf der letzten Bergetappe den Angriffen der Konkurrenz stand. Auf der 18. Etappe mit dem Schlussanstieg auf den Col d'Izoard belegte Froome Rang vier zeitgleich hinter seinem schärfsten Rivalen Romain Bardet.

 

18. Etappe, Briancon – Izoard (179,5 km):

 

1. Warren Barguil (FRA) Sunweb 4:40:33 Stunden 2. Darwin Atapuma (COL) UAE +20 Sek. 3. Romain Bardet (FRA) AG2R 4. Chris Froome (GBR) Sky 5. Rigoberto Uran (COL) Cannondale 22 6. Mikel Landa (ESP) Sky 32 7. Louis Meintjes (RSA) UAE 37 8. Daniel Martin (IRL) Quick-Step 39 9. Simon Yates (GBR) Orica 59 10. Alberto Contador (ESP) Trek 1:09 Min.

 

Gesamtwertung:

 

1. Froome 78:08:19 2. Bardet +23 Sek. 3. Uran 29 4. Landa 1:36 5. Aru 1:55 6. Martin 2:56 7. Yates 4:46 8. Meintjes 6:52 9. Barguil 8:22 10. Contador 8:34

 

Profiwissen für den privaten Bauherrn

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© laptopwerk

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.