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15 (23 - 06 - 2016) Gerhard Vögtler

Doppelpass von Gernot Rohr

Der Frankreich-Erklärer

In der neuen Woche erklärt der ehemalige deutsche Fußballprofi Gernot Rohr im ARD-Morgenmagazin die Hintergründe des EM-Turniers in Frankreich und die Vorzüge des Lebens als Franzose. Auf beiden Feldern ist der gebürtige Mannheimer ein Experte.

Mit dem FC Bayern München wurde Rohr 1973 und 1974 Deutscher Meister. Anschließend wechselte er zu Girondins Bordeaux.

Mit diesem französischen Spitzenklub wurde Gernot Rohr als Spieler dreimal Meister und zweimal Pokalsieger. Als Trainer führte er „seinen“ Verein im UEFA-Cup-Wettbewerb 1996 bis ins Finale gegen Bayern München, das der deutsche Rekordmeister allerdings für sich entschied.

Bei der WM 1982 in Spanien hätte Rohr, inzwischen mit einem französischen Pass ausgestattet, für Frankreich spielen sollen. Das ging jedoch nicht, weil er als Jugendspieler von Bayern München bereits in der deutschen Nachwuchself aktiv war.

Zu den Bayern pflegt Gernot Rohr nach wie vor gute Kontakte. Es ist durchaus denkbar, dass der deutsch-französische Fußballstar, der in Frankreich ein Hotel betreibt, im deutschen Fußball wieder eine Rolle spielen wird.

Seit 1982 besitzt Gernot Rohr die französische Staatsbürgerschaft und hat seinen Wohnsitz schon damals nach Lège-Cap-Ferret verlegt - an die malerische Atlantikbucht von Arcachon im Südwesten des Landes. Dort betreibt er mit seiner Familie seit über 30 Jahren ein Hotel.

Die Halbinsel Lège Cap Ferret, begehrtes Reiseziel, trennt die Bucht von Arcachon vom Atlantischen Ozean. Versteckt findet man hier auch kleine ideal gelegene Terrassen, direkt am Wasser, auf denen man Meeresfrüchte der Region bei einem Glas gut gekühlten Weißwein degustieren kann.

Aber zunächst spielt Gernot Rohr im deutschen Fernsehen die Rolle des Frankreich-Erklärers.

GV

14 (22 - 06 - 2016) Bernd Jürgen Morchutt

Die EM – ein

lohnendes Geschäft

301 Millionen EUR

Prämien werden ausgelobt

Jede Nationalmannschaft, die sich für die Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich qualifiziert hat, erhält von der UEFA acht Millionen EUR. Für einen Sieg während der Gruppenphase der EM spendiert der europäische Verband eine Million EUR. Ein Unentschieden wird mit 500 000 EUR belohnt.

Den Teams, die nach der Vorrunde ausscheiden, kann die Heimreise also noch mit insgesamt 8,5 (bei einem Remis) oder neun Millionen EUR (bei einem Sieg) erleichtert werden.

Jedes der 16 Kollektive, die das Achtelfinale schaffen, bekommt zusätzlich 1,5 Milionen EUR als Bonus. Das Erreichen des Viertelfinales wird mit 2,5 Millionen EUR ausgelobt. Die letzten vier Mannschaften nehmen als Belohnung noch einmal je vier Millionen EUR mit nach Hause. Für die Finalisten stehen 13 Millionen EUR zur Verfügung. Davon kriegt der Gewinner acht und der Zweite fünf Millionen EUR.

Der künftige Europameister kann demnach maximal 27 Millionen EUR kassieren, wenn er auch alle drei Gruppenspiele siegreich gestaltet hat. Vor vier Jahren lag der Spitzenbetrag bei 23,5 Millionen EUR. Mit einer Erhöhung um fast 15 Prozent in vier Jahren wäre sicher auch jede Gewerkschaft einverstanden.

Für den Kontinentalwettbewerb in 2016 stehen der UEFA insgesamt 301 Millionen EUR zur Verfügung. Bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine lag das Budget deutlich niedriger – es betrug 194 Millionen EUR. Allerdings gab es statt 24 nur 16 Teilnehmer.

13 (16 - 06 - 2016) Gerhard Vögtler

Wanderer zwischen zwei Welten

Ernst Willimowski:

Tore für Deutschland und Polen

Rückblende. Fußball-WM 1938 in Frankreich. Achtelfinale Brasilien gegen Polen in Straßburg. Die Mannschaft aus Südamerika gewinnt 6:5 nach Verlängerung.

Brasilien führte schon 4:0, dann glich Ernst Willimowski aus dem oberschlesischen Kattowitz mit vier Toren in Serie aus. Auch im Trikot der deutschen Nationalmannschaft erlebte Willimowski eine solche Sternstunde.Im Länderspiel gegen die Schweiz 1942 in Bern erzielte er zum 5:3-Erfolg der deutschen Auswahl ebenfalls vier Tore. Den fünften Treffer markierte Fritz Walter.

Der Kapitän des 1. FC Kaiserslautern und der deutschen Weltmeistermannschaft von 1954 urteilte über seinen ehemaligen Mitspieler im DFB-Trikot: „Ernst hatte keine Nerven. Er war eiskalt. Für mich der beste Torjäger. Ein Wunder im Ausnutzen von Chancen: Willimowski erzielte sogar mehr Tore als er Chancen hatte.“ Eine bestechende Einschätzung.

Ezi“, so der Spitzname des Wunderstürmers mit sechs Zehen am linken Fuß, wurde mit 1175 Wettbewerbstoren notiert. Mit München 1860 wurde Ernst Willimowski 1942 deutscher Pokalsieger. Nach 22 Länderspielen für Polen wurde er auch achtmal in die deutsche Nationalmannschaft berufen.

Unter dem Titel „Schwarze Adler, weiße Adler, der vergessene Wunderstürmer“ schrieb der Autor Thomas Urban 2012 die Lebensgeschichte von Ernst Willimowski, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Südbaden als Spieler des Offenburger FV und des Kehler FV bekannt wurde.

Der am 23. Juni 1916 in Kattowitz geborene und am 30. August 1997 in Karlsruhe gestorbene Ernst Willimowski wird als Wanderer zwischen zwei Welten bezeichnet. Aus Anlass des EM-Spiels zwischen Deutschland und Polen erinnert das Fußballmagazin KICKER an die in jeder Hinsicht schillernde Sportgröße. Der Schlesier hatte in Baden eine neue Heimat gefunden. Das EM-Spiel am Donnerstag in Paris brachte den Stern von Ernst Willimowski für einen Moment zum Funkeln.

GV

12 (15 - 06 - 2016) News

Erste Festnahmen

in Lille

Kriminelle weiter aktiv

Im Vorfeld des Risikospiels zwischen Russland und der Slowakei bei der Fußball-EM hat die französische Polizei bis zum Mittwochmorgen sieben Personen in Lille vorübergehend festgenommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Sprecher der Präfektur. Die Nacht verlief aber vergleichsweise ruhig. Am Dienstagnachmittag hatte es einen ersten Zwischenfall in Lille gegeben, als britische Fans in einem Cafe von Vermummten mit Flaschen und Stühlen beworfen wurden. Die Polizei nahm zwei Russen und zwei Ukrainer in Gewahrsam, später folgten drei weitere Personen. Russland spielt am Mittwoch (15.00 Uhr) in Lille gegen die Slowakei. England trifft 24 Stunden später im benachbarten Lens auf Wales.

Die Sicherheitsvorkehrungen wurden bereits deutlich verschärft. In Lille sollen sogar die Bars von Mittwochabend um Mitternacht bis Freitagmorgen geschlossen bleiben.

Die Polizei von Lille hatte auch russische Journalisten festgenommen und nach kurzer Zeit wieder freigelassen. Den Journalisten zufolge wurden ihnen die Pässe und Akkreditierungsausweise weggenommen und nach einer 20-minütigen Kontrolle mit Entschuldigungen zurückgegeben. Die Polizei hatte die Journalisten umringt, als diese dabei waren, einen Angriff englischer und wallisischer Fußballfans auf russische Fans aufzunehmen. Laut einem der Journalisten hatten etwa 30 britische Fans fünf Russen überfallen. Es sei zu einem Handgemenge gekommen. Die kurz darauf eingetroffene Polizei konnte erst mithilfe von Tränengas die Konfliktteilnehmer auseinander bringen.

11 (13 - 06 - 2016) Bernd Jürgen Morchutt

Die Schlachtrufe

der EM-Teams

Von einfallslos bis originell

Die offiziellen „Winning Slogans“ der 24 EM-Teilnehmer sagen viel über die Ambitionen der Mannschaften aus. Haben die besten Teams auch die markantesten Sprüche? Können sie die Stimmung anheizen oder sind sie nur ein Schriftzug auf dem Mannschaftsbus? Hier die 24 Geistesblitze mit meiner freihändigen, sinngemäßen Übersetzung:

Albanien: O Sa Mirë Me Qenë Shqiptar! - Oh, wie schön ist es, Albaner zu sein!

Österreich: Immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich!

Belgien: 1 team - 1 ambitie - Ein Team – ein Ziel!

Kroatien: Nova vatra, staro mjesto, ista nada - Neues Feuer, alter Platz, dieselbe Hoffnung!

Tschechien: Jeden tým = Jeden cíl! - Ein Team – ein Ziel!

England: One team, one dream - Ein Team – ein Traum!

Frankreich: Votre force, notre passion - Deine Kraft, unsere Leidenschaft!

Deutschland: Wir meistern das! - Klingt nach: „Wir schaffen das!“

Ungarn: Ria Ria Hungária! - Hey, hey Ungarn!

Island: Áfram Ísland – Vorwärts, Island!

Italien: FORZA AZZURRI! - Vorwärts, Blaue!

Nordirland: Dare to dream - Wage zu träumen!

Polen: Łączy nas piłka - Verbunden durch Fussball!

Portugal: Uma equipa. uma paixão! - Ein Team, eine Leidenschaft!

Irland: Dream it. Believe it. Achieve it - Träume es. Glaube es. Schaffe es!

Rumänien: O echipă, trei culori şi milioane de inimi care bat pentru România! - Ein Team, drei Farben und millionen Herzen schlagen für Rumänien!

Russland: Один за всех и все за одного! - Einer für alle, alle für einen!

Slowakei: Jeden národ, jedno srdce, jeden sen! - Eine Nation, ein Herz, ein Traum!

Spanien: Un color, una pasión. Somos la Roja. - Eine Farbe, eine Leidenschaft. Wir sind die „Roten“!

Schweden: Tillsammans för Sverige - Gemeinsam für Schweden!

Schweiz: Hop Suisse! Hopp Schwiiz! Forza Svizzera! - Vorwärts, Schweiz!

Türkei: Biz Bitti Demeden Bitmez - Es ist nicht vorbei, bevor wir sagen, es ist vorbei!

Ukraine: Мрія народжує переможців! - Der Erfolg beginnt mit einem Traum!

Wales: The dragons shall rise - Die Drachen werden steigen!

 

Ich habe meine Favoriten gefunden. Lege ich die Sprüche zugrunde, ergeben sich folgende Finalpaarungen:

 

Endspiel: Spanien – Wales

Platz 3: Rumänien – Ukraine

 

Ein kleines Spiel am Rande. Weiterhin viel Spaß!

BJM

10 (11 - 06 - 2016) Hedda Nier/Statista

Rasengold

Der Marktwert von EM-Spielern

 

Auf den Rasen der zehn Austragungsstätten der Fußball-EM 2016 in Frankreich spielen Teams mit einem Marktwert von über einer halben Milliarde Euro, darunter Spanien und Deutschland. Der Portugiese Cristiano Ronaldo ist mit 110 Millionen Euro der teuerste Spieler, gefolgt von dem Waliser Gareth Bale mit 80 Millionen Euro, dessen Nationalteam das erste Mal überhaupt an einer EM teilnimmt. Thomas Müller ist mit 75 Millionen Euro der teuerste Deutsche Spieler in der Rangliste wertvollsten EM-Spieler. Die EM wird seit 1960 ausgetragen.

9 (10 - 06 - 2016) Bernd Jürgen Morchutt

Jetzt wird gefeiert

Wehe dem, der zuletzt jubelt

Endlich beginnt die Fußball-EM. Langsam steigen Spannung und Vorfreude. Insgesamt bin ich ruhiger und entspannter als es sonst vor sportlichen Großereignissen der Fall ist. Wenn ich die latenten Terrorbefürchtungen mal ausblende, gibt es im Wesentlichen vier Dinge, die mir in den nächsten Wochen die Laune vermiesen können.

 

Grund eins

 

Zuerst fallen mir die Raucher aus unserem Sechsgeschosser ein. Die frönen nämlich ihrer Lust auf dem Balkon. Die Rauchschwaden ziehen dann der Fassade entlang und durch die offene Balkontür in unser Wohnzimmer. Frische Luft ade!

 

Grund zwei

 

Das wäre ein frühzeitiges Ausscheiden der deutschen Mannschaft. Anzahl und Qualität der ausstehenden Spiele blieben zwar gleich, doch Nervenkitzel und Erwartungshaltung würden sich beträchtlich reduzieren. Dass ich nicht genügend Bier im Kühlschrank habe, wäre ein dritter Anlass, doch diese Situation wird garantiert nicht passieren.

 

Grund drei

 

Das dritte Ärgernis tritt dann ein, wenn der „Lieblingsnachbar“ vor einem jubelt. Folgende Szene: Müller setzt sich auf der rechten Außenbahn durch und flankt in Richtung Sechzehner. Plötzlich ein Torschrei aus dem Häuserblock gegenüber. Was ist das? Erst Sekunden später schlägt der Kopfball von Gomez auch auf meinem HD-Bildschirm im gegnerischen Tor ein. Da kommst du dir echt blöd vor.

 

Live ist eben nicht live! Schuld daran sind die Verzögerungen der unterschiedlichen TV-Empfangswege, die ihre Signale nicht alle parallel bekommen. Guckt der Nachbar über Satellit, sieht er das vermeintliche Live-Bild zu einem anderen Zeitpunkt als der Kabelnutzer. Das ist seit der Digitalisierung der TV-Ausstrahlung normal.

Beim Empfang via Satellit jubeln die Zuschauer am frühesten, wenn sie die Übertragungen bei ARD oder ZDF in Standardauflösung schauen. Der HD-Empfang über Satellit kommt unwesentlich später an. Das gilt auch für die terrestrischen Signale. Das neue DVB-T2 HD läuft im ZDF sogar gleichzeitig mit den Sat-Signalen. Hier hat man quasi Erstjubelgarantie!

Als Kabelgucker muss ich mich auf vier bis acht Sekunden Zeitversatz einstellen. Das heißt: Balkontür zu, wenn ich mir die Spannung erhalten möchte!

Dann kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn die Raucher können ihre Abgase auch nicht mehr in meiner Wohnung entsorgen.


IPTV (Internet Protocol Television) hinkt durch zusätzliche Aufbereitungsschritte bei den Providern noch weiter hinterher. Über elf Sekunden müssen Kunden bei dem neuen Entertain-Angebot länger auf den Torjubel warten als Satellitenfreunde; das alte Entertain ist noch später dran.


Wer unterwegs über einen Livestream schaut, kann sich das Live-Gefühl gleich ganz abschminken. Wird in der Umgebung bereits gejubelt, lässt sich in Ruhe das Smartphone aus der Tasche holen und die App starten, um das Tor "live" zu sehen. Die TV-Streaming-Angebote – inklusive der Live-Streams von ARD und ZDF – sind allesamt momentan knapp eine halbe Minute später dran als die Satellitensignale. Unrühmliches Schlusslicht ist der TV-Dienst Magine mit bis zu 56 Sekunden Verzögerung.

 

Dass selbst Zuschauer mit demselben Empfangsweg die TV-Bilder nicht ganz gleichzeitig zu Gesicht bekommen, liegt an der Bildaufbereitung in den Empfangsgeräten selbst. Die schlägt mit bis zu einer Sekunde zu Buche.


Mit einem weiteren Problem haben nur diejenigen zu kämpfen, die sich in unmittelbarer Nähe einer der französischen Spielstätten aufhalten, aber trotzdem fernsehen, statt im Stadion zu sitzen. Hier entsteht ein Grundversatz zwischen der Kameraaufnahme und dem Ausspielen im Sendezentrum. Das hängt vor allem vom Host-Broadcaster der UEFA ab, der den Sendern das Signal aus dem Stadion im International Broadcast Center (IBC) bereitstellt.

Auch bei den Fersehanstalten dauert die Verarbeitung der Signale unterschiedlich, bis diese tatsächlich über Kabelkopfstationen oder Glasfasernetze ausgespielt werden.

Wer die Möglichkeiten hat, kann das ja mal selbst checken.

 

Grund vier


Doch die zuvor geschilderten Kleinigkeiten sind gar nichts gegen das Verhalten einer wachsenden Zahl von Idioten, die jedes Tor ihres Favoriten mit Raketen und Böllern feiern müssen. Beim Sport brauche ich keine abgefuckte Silvesteratmosphäre. Mit dem sinnlosen Geballere wird die Fußball-EM zu einer mehrwöchigen Horrormeisterschaft vor allem für unsere Haustiere.


In diesem Sinne wünsche ich allen einen dauerhaften Jubelgrund und vor allem einen signifikanten Applausvorsprung.

Übrigens, die technischen Passagen habe ich mir bei Heise online „ausgeborgt“.

BJM

8 (09 - 06 - 2016) Pressemitteilung

Kreuzbandriss -

Antonio Rüdiger abgereist

Jonathan Tah rückt nach

Der Leverkusener braucht aber noch Zeit. Wer rückt an die Seite von Jérôme Boateng? Bundestrainer Joachim Löw nennt zwei Optionen."Ich wollte ganz bewusst eine Situation Eins zu Eins schaffen", begründete der Bundestrainer am Mittwoch (08.06.16) in Evian die Nachnominierung Innenverteidiger für Innenverteidiger. Der 23 Jahre alte Rüdiger hatte sich am Dienstagabend beim ersten Training in Frankreich einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen.

 

"Es tut mir sehr leid für den Toni. Er war in einem sehr guten Formzustand", bedauerte Löw das Turnier-Aus von Rüdiger. Der Verteidiger vom AS Rom war für das Auftaktspiel gegen die Ukraine für den noch nicht einsatzfähigen Weltmeister Mats Hummels im Abwehrzentrum eingeplant. Der 20 Jahre alte Tah soll nach der Ankunft in Evian schnell an die Mannschaft herangeführt werden. Tah habe in den vergangenen drei Wochen individuell trainiert, berichtete Löw. "Insofern stimmt die Basis", sagte er über den Jungprofi mit einem Länderspieleinsatz.

7 (06 - 06 - 2016) Hedda Nier/Statista

Fußball-Fieber

bringt Verkaufsboom

Europameister wird … der Handel

 

Jeder dritte Deutsche plant für die Fußball-Europameisterschaft kleinere oder größere Anschaffungen. Das geht aus einer repräsentativen Statista-Studie im Auftrag des Onlinehändlers OTTO hervor.

 

51,2 Prozent der deutschen Männer mit Kaufabsicht planen mehr als 50 Euro anlässlich der EM auszugeben. Bei den Frauen sind es hingegen nur 34,7 Prozent. Die beliebtesten Produkte sind Trikot, Fahne, Tröte oder einen Fan-Schal.

Die EM-Stimmung im Land ist optimistisch: Knapp 70 Prozent der Deutschen freuen sich auf das Turnier. Über 82 Prozent trauen der Nationalmannschaft sogar den Titelgewinn zu. Am liebsten schauen die Deutschen die EM-Spiele im eigenen Wohnzimmer (71,3 Prozent). Jeder Fünfte will mindestens einmal zum Public Viewing gehen.

 

Mit dem Fußballfieber steigt auch die Begeisterung für das Online-Shopping. Bei OTTO boomt zum Beispiel der Trikotverkauf: In Spitzenzeiten gehen auf otto.de bis zu 9,7 Trikotbestellungen pro Minute ein.  

 

 

 

 

 

 

Zum jetzigen Zeitpunkt hat der Onlinehändler bereits 25 Prozent mehr Trikots verkauft als während der gesamten WM 2014.

6 (04 - 06 - 2016) Klaus Blume

Schwarz, Rot, Gold

oder so ähnlich

Hissen Sie ja nicht an Stelle der

deutschen die belgische Flagge

Haben Sie schon die deutsche Flagge gehisst? Wieso, Sie haben keine mehr? Die letzte hätte Nachbars Lumpi nach der WM 2014 zerfetzt. Ja, dann holen Sie sich gefälligst eine neue - aber ein bisschen plötzlich. Sonst ist der schwarz-rot-goldene Fetzen am Ende ausverkauft, bevor in Frankreich überhaupt um die EM gespielt wird. Und noch etwas: Lassen Sie sich um Himmels Willen nicht wieder die falsche Fahne aufschwatzen, wie mein Kumpel Immo, der trotzdem immer alles besser weiß.

Immo schleppte jetzt doch allen Ernstes eine quergestreifte Trikolore in den Farben Schwarz, Gelb, Rot an. „Mein Gott“, entsetzte ich mich beim Hissen des falschen Stückes auf seinem Dreißig-Quadratmeter-Balkon. Und noch dabei vor etwa vierzig Gästen. Mit Sekt und Lachs-Schnittchen - und der deutschen Nationalhymne vom Band. „Mein Gott, Immo, du hast die belgische Fahne gekauft, nicht die deutsche“, versuchte ich ihn vor einer Blamage zu retten. Vergeblich. Immo, ein deutscher Handwerksmeister, hat schließlich schon als Lehrling das Wort „Fehler“ aus seinem Vokabular gestrichen. 

 

Damit es Ihnen nicht so ergeht, wie Immo, den deutschen Besserwisser, KEINE Belehrung, sondern eine Erklärung: Die deutsche Flagge ist längst gestreift: Schwarz, Rot, Gold. Die belgische Fahne hingegen ist quer gestreift, was sie auch als Trikolore kennzeichnet („Halt die Klappe, du Besserwisser!“) und zwar in den Farben Schwarz, GELB, Rot. „Ist doch alles wurscht“, schnaubte Immo, „dann haben diese Belgier oder Luxemburger, oder wie die auch heißen, eben unsere Flagge abgekupfert. Dafür müsste man sie von der EM ausschließen.“

„Also nun mal langsam mit den schnellen Pferden! Die Belgier, und nur um die geht es, haben nichts abgekupfert. Ihre Trikolore hat einen klaren geschichtlichen Hintergrund, und die Ähnlichkeit mit der deutschen Flagge ist wirklich rein zufällig“, bemühe ich mich um eine sachliche Klarstellung. „Was regst du dich denn so auf“, konterte ein frohgemuter Immo, „diese Belgier oder Luxemburger spielen doch bei der EM sowieso keine Rolle. Oder hat jemand von euch etwas von denen mal gehört?“ grölte er in die Runde, leerte sein Sektglas in einem Zug und seine vierzig Spießgesellen brüllten: „Deutschland! Deutschland! Deutschland über alles!“

 

Als ihr frenetisches Gebrüll in Gebrabbel überging, spielte ich noch einmal den Spielverderber: „Also Belgien“, erzählte ich, „ist Weltranglisten-Zweiter - hinter Argentinien. Und Deutschland ist gerademal Fünfter. Dennoch halten berühmte Experten, darunter viele erfolgreiche Klubtrainer, Weltmeister Deutschland für den Top-Favoriten. Aber Belgien für den Geheim-Favoriten.“ Stille. Beängstigende Stille. Bis Kai-Uwe, so heißen die Leute bei uns im Norden, Immo zum Hissen der deutsch-ähnlichen belgischen Trikolore gratulierte. „Na, Alter, da hast du ja mal wieder den richtigen Riecher gehabt! Also, das kostet dich eine Runde Wodka.“ 

Von wegen, Wodka frei Haus. Es gäbe doch auf seiner Flaggen-Party niemanden, der auch nur einen einzigen belgischen Fußballspieler kenne. „Doch“, antwortete ich, „denkt doch mal an das Champions-League-Finale kürzlich zwischen Atletico und Real Madrid. Das hat Real zwar nach Elfmeter-Schießen gerademal noch gewonnen, doch die beste Unterhaltung bot ein gewisser Yannik Carrasco - manchmal dribbelte er gleich drei hochbezahlte Real-Stars auf einmal aus. Ein belgischer Nationalspieler.“

 

Von Carrascos Klasse, erzähle ich weiter, gäbe es viele. So viele, dass es in der englischen Premier-League, der teuersten Liga der Welt, kaum eine Mannschaft ohne einen Vorzeige-Belgier gebe. Den höchsten Marktwert in Großbritannien habe mit 70 Millionen Euro denn auch kein Engländer, sondern der belgische Linksaußen Eden Hazard vom FC Chelsea. Auf Rang drei folge mit Kevin de Bruyne - 60 Millionen - jener Belgier, der einst im Trikot des VfL Wolfsburg ganz Fußball-Deutschland entzückt hatte. Manche englischen Vereine, wie Jürgen Klopps weltberühmter FC Liverpool, oder die von Jürgen Klinsmann hoch verehrten Hotspurs aus Tottenham, hätten gleich drei Belgier in ihren Reihen.

 

Immo hatte nun doch noch eiskalten Wodka serviert, wodurch das allgemeine Interesse sank, aber ungefähr zehn der selbst ernannten Fußball-Experten fragten nun doch nach Einzelheiten. Wobei sie die Belgier auch nicht mehr mit Luxemburgern oder Holländern verwechselten. Es sei, erklärte ich, aber auch etwas an der Sache dran, was den Belgiern daheim Sorgen bereite. Denn so mancher belgische Star, wie Kapitän Vincent Kompany (Manchester City), Romelu Lukaku (FC Everton) oder der im Januar 2015 bei einem Autounfall tödlich verunglückte Junio Malanda vom VfL Wolfsburg, seien im Brüsseler Problemviertel Molenbeek aufgewachsen. Heute spreche man vor allem nur dann von Molenbeek, wenn von jenen Terroristen die Rede ist, die erst in Paris und dann in Brüssel ihre blutigen Morde verübt hätten. Aber dennoch: Fußball habe in Molenbeek immer eine bedeutende Rolle gespielt, und wenn die Brüsseler Stadtväter das endlich begreifen würden, könnte man im verrufenen Molenbek viel erreichen. Ich erzählte noch, dass der Klub Racing White During de Molenbeek sogar 1975 belgischer Meister gewesen ist und im Jahr drauf das Halbfinale des UEFA-Cups erreicht habe. „Und dann sind alle nach Syrien gegangen“, brüllte Immo dazwischen. „Davon ist nichts bekannt. Bekannt ist nur, dass der Verein irgendwann mal pleite war. 2002 lösten sie dann auf einmal eine Lizenz für die vierte Liga. Zuletzt spielten an die neunzig Prozent Nordafrikaner bei Racing White. Da tut sich also wieder was.“

Wobei dieser Traditionsklub in Molenbeek nicht allein steht. Da gäbe es, zum Beispiel, den FC Sonatrach Maghreb, der viel für die streunenden Jugendlichen tue - auf das diese nicht von den Terror-Kommandos angeworben werden. Man kümmere sich in einem preiswerten Straßen-Café um sie, für das die Stadt Brüssel - pünktlich zu Beginn der EM - allerdings die monatliche Zuwendung von vierhundert Euro eingestellt habe. Eigentlich wollten viele Molenbeeker dort gemeinsam die EM feiern - vor allem ihren Nationalspielern, ihren ehemaligen Nachbarn zujubeln. Doch daraus wird 

wohl nichts. Also feiern wir in Hamburg unter belgischer Trikolore. Vielleicht am 13. Juni sogar einen EM-Sieg über Italien. Warum nicht? Im letzten November haben die Belgier die siegessicheren Italiener mit 3:1 weggefegt.

 

Eine Bitte noch zum Schluss: Verwechseln Sie den 13. nicht mit dem 12. Juni. An jenem Tag tritt nämlich Weltmeister Deutschland gegen die Ukraine an. Spätestens dann sollten Sie Schwarz-Rot-Gold flaggen - erst tags drauf Schwarz, Gelb, Rot. Nicht umgekehrt.

KBL

5 (01 - 06 - 2016) BJM

Platz 1 ist Pflicht

Die Gegner in der Gruppe C

Ukraine:

12. Juni 2016, 21 Uhr

Tor: Denis Bojko (Besiktas), Andrej Pjatow (Schachtjor Donezk), Nikita Schewtschenko (Sarja Luhansk)


 

Abwehr: Bogdan Butko (Schachtjor Donezk), Alexander Kutscher (Schachtjor Donezk), Jewgeni Chatscheridi (Dynamo Kiew), Artjom Fedezki (Dnipro), Jaroslaw Rakizki (Schachtjor Donezk), Wjatscheslaw Schewtschuk (Schachtjor Donezk)


 

Mittelfeld: Andrej Jarmolenko (Dynamo Kiew), Denis Garmasch (Dynamo Kiew), Alexander Karawajew (Sarja Luhansk), Viktor Kowalenko (Schachtjor Donezk), Jewgeni Konopljanka (Sevilla), Ruslan Rotan (Dnipro), Sergej Rybalka (Dynamo Kiew), Sergej Sidortschuk (Dynamo Kiew), Taras Stepanenko (Schachtjor Donezk), Anatoli Timoschtschuk (Kairat Almaty), Alexander Sintschenko (FK Ufa)


 

Angriff: Filip Budkiwski (Sarja Luhansk),Roman Sosulja (Dnipro), Jewgeni Selesinow (Schachtjor Donezk)

Polen: 

16. Juni 2016, 21 Uhr

Tor: Artur Boruc (AFC Bournemouth), Lukasz Fabianski (Swansea City), Wojciech Szczesny (AS Rom)


 

Abwehr: Thiago Cionek (US Palermo), Kamil Glik (FC Turin), Artur Jedrzejczyk (Legia Warschau), Michal Pazdan (Legia Warschau), Lukasz Piszczek (Borussia Dortmund), Bartosz Salamon (Cagliari Calcio), Jakub Wawrzyniak (Lechia Gdansk)


 

Mittelfeld: Jakub Blaszczykowski (AC Florenz), Kamil Grosicki (Stade Rennes), Tomasz Jodlowiec (Legia Warschau), Bartosz Kapustka (Cracovia Krakau), Grzegorz Krychowiak (FC Sevilla), Karol Linetty (Lech Posen), Krzysztof Maczynski (Wisla Krakau), Slawomir Peszko (Lechia Gdansk), Filip Starzynski (Zaglebie Lubin), Piotr Zielinski (FC Empoli)


 

Angriff: Robert Lewandowski (Bayern München), Arkadiusz Milik (Ajax Amsterdam), Mariusz Stepinski (Ruch Chorzów)

Nordirland:

21. Juni 2016, 18 Uhr

Tor: Alan Mannus (St. Johnstone), Michael McGovern (Hamilton Academical), Roy Carroll (Linfield)


 

Abwehr: Craig Cathcart (Watford), Jonathan Evans (West Bromwich Albion), Gareth McAuley (West Bromwich Albion), Luke McCullough (Doncaster Rovers), Conor McLaughlin (Fleetwood Town), Lee Hodson (MK Dons), Aaron Hughes (vereinslos), Patrick McNair (Manchester United), Chris Baird (Derby County)


 

Mittelfeld: Steven Davis (Southampton), Oliver Norwood, (Reading), Corry Evans, (Blackburn Rovers), Shane Ferguson (Millwall), Stuart Dallas (Leeds United), Niall McGinn (Aberdeen), Jamie Ward (Nottingham Forest)


 

Angriff: Kyle Lafferty (Norwich City), Conor Washington (Queens Park Rangers), Josh Magennis (Kilmarnock), Will Grigg (Wigan Athletic)

4 (31 - 05 - 2016) Pressekonferenz am 31.05.2016

Hammer!

Reus verpasst die EM

Auch Karim Bellarabi, Julian Brandt

und Sebastian Rudy fahren in den Urlaub

 

Der 23-Mann-Kader für die Mission Europameisterschaft steht. Wenige Stunden vor dem Ende der Nominierungsfrist hat sich Bundestrainer Joachim Löw festgelegt. Nicht dabei sind demnach Karim Bellarabi, Julian Brandt, Sebastian Rudy und der angeschlagene Marco Reus. Großes Pech für den Dortmunder, der bereits 2014 wegen Verletzung passen musste. Der lange verletzte Kapitän Bastian Schweinsteiger ist hingegen dabei.


 

Der Kader für die EM ist damit fix. Nur für den Fall, dass sich ein Spieler bis zum Turnierstart noch ernsthaft verletzt, dürfte der DFB einen Spieler nachnominieren. Die Verletzung müsste allerdings von einem unabhängigen Arzt der UEFA bestätigt werden.

Der 23-Mann-Kader im Überblick:


 

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (Bayer Leverkusen)


 

Abwehr: Jerome Boateng (FC Bayern), Jonas Hector (1. FC Köln), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Benedikt Höwedes (Schalke 04), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Emre Can (FC Liverpool), Antonio Rüdiger (AS Rom)


 

Mittelfeld/Angriff: Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Mesut Özil (FC Arsenal), Julian Draxler (VfL Wolfsburg), Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul), Thomas Müller (FC Bayern), Bastian Schweinsteiger (Manchester United), Joshua Kimmich (FC Bayern), Julian Weigl (Borussia Dortmund), Mario Gomez (Besiktas Istanbul), Mario Götze (FC Bayern), Leroy Sané (Schalke 04), André Schürrle (VfL Wolfsburg)

3 (31 - 05 - 2016) FIFA-NEWS

Ab 1. Juni gelten neue Regeln im Fußball

Erstmals zur Anwendung kommen

diese bei der EM in Frankreich

Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) einigten sich im Frühjahr auf 95 Regeländerungen. Neben konkreten Änderungen bestehender Regelungen, geht es bei manchen Veränderungen vor allem um klarere Formulierungen, um Verwirrungen zu vermeiden. Auch dazu hat die IFAB die "Laws of the game" - die Gesetze des Spiels - um 10.000 Wörter gekürzt. Vor allem sollen die Neuerungen das Spiel fairer machen.


Die wichtigsten und kuriosesten Regeländerungen im Überblick:


Nach jahrelangen Forderungen von Fußballexperten wird die "Dreifachbestrafung" abgeschafft. Etwa bei einer Grätsche nach dem Ball im Strafraum soll eine Notbremse nun nicht mehr mit Strafstoß und Rot bestraft werden, sondern mit Strafstoß und Gelb. Zieht der Verteidiger aber am Trikot oder versucht gar nicht, den Ball zu spielen, kann es weiterhin Rot geben. Bei einer Tätlichkeit sowieso. Also Achtung: Interpretationsspielraum


Kurze Behandlungen von verletzen Spielern auf dem Platz sind jetzt möglich. Sie sind erlaubt, wenn ein Spieler verletzt wird und das Foul mit einer Karte geahndet wurde. Bisher musste der verletzte Spieler erst einmal vom Feld, das Spiel ging dann weiter.


Beim Anstoß kann der Ball in jede Richtung gepasst werden. Bisher musste der Ball erst in die gegnerische Hälfte gespielt werden.

Bei Elfmetern gibt es nun härtere Strafen gegen Verstöße bei der Ausführung. Stoppt der Schütze etwa beim Anlauf komplett ab oder schießt überraschend ein zweiter Spieler, gibt es einen Freistoß für die andere Mannschaft. Zudem kann es Gelb für den Schützen geben. Bewegt sich der Torhüter zu früh von der Linie nach vorne und geht der Ball dann nicht rein, sieht der Schlussmann Gelb. Wiederholung gab es deshalb auch vorher schon.


Für Trinkpausen - etwa wegen Hitze - können Schiedsrichter nun die Zeit stoppen und zu den 90 Minuten addieren. Offiziell war dies bisher nicht erlaubt.


Einwürfe müssen mit beiden Händen gleichkräftig ausgeführt werden. Das System mit einer Stützhand, bei dem eine Hand den Ball schleuderte, ist damit verboten.

Vor dem Spiel kann es ab Juni Rote Karten geben. Während der Halbzeit und nach dem Abpfiff ging das schon zuvor. Theoretisch ist ein Platzverweis jetzt möglich, sobald der Schiedsrichter das Spielfeld begutachtet. Wird ein Spieler vor dem Spiel ausgeschlossen, darf der Trainer einen neuen Spieler aufstellen.


Geht ein Schuh verloren, darf der Betroffene bis zur nächsten Unterbrechung weiterspielen. Bisher galt: Schuh weg, kicken verboten. Die Regelung gilt so jetzt auch für Schienbeinschoner.


Die Mittellinie ist ab sofort bei Abseitsfragen eine neutrale Zone. Berührt ein Spieler bei einem Konter die Mittellinie und noch nicht die gegnerische Hälfte, steht er nicht im Abseits. In der eigenen Hälfte gibt es sowieso kein Abseits. Der Status der Mittellinie in Abseitsfragen war zuvor nicht eindeutig geklärt.


Einen Vorteil dürfen Schiedsrichter nun mit nur einem gestreckten Arm anzeigen, bisher mussten sie beide Arme wie ein V nach vorne ausstrecken. Diese Änderungen soll den Schiedsrichtern das Laufen erleichtern.


Sichtbare Unterhosen müssen in der Farbe der Hose sein. Zudem muss solche Unterwäsche bei allen Spielern eines Teams dieselbe Farbe haben. Bei zweifarbigen Hosen können sich die Mannschaften für eine der Unterhosen-Farben entscheiden. Ähnlich ist das bei Tape, mit dem sich Spieler zum Beispiel die Schienbeinschoner festbinden: Es muss ab jetzt in der Farbe des Stutzens sein.

Übernahme: Kurier.at

2 (31 - 03 - 2016) Gerhard Vögtler

Von Basel

nach Europa

Was die Fußball-EM mit

einem Leckerli verbindet

 

Die Ferngläser der Fußballfreunde sind nach Frankreich gerichtet. Die Franzosen organisieren im Sommer das Turnier um die Europameisterschaft. Nach 1960 und 1984 ist es bereits die dritte EM in Frankreich.

 

Die Nationalmannschaften aus Deutschland und Spanien schnitten mit je drei Titelgewinnen am erfolgreichsten ab. Frankreich verbuchte zwei EM-Siege, davon einen bei der Heim-EM 1984 nach einem 2:0-Finalsieg gegen Spanien.

 

Der europäische Kontinentalverband UEFA wurde 1954 in Basel gegründet, um alle vier Jahre einen Europameister zu küren. In Frankreich wird dies nun zum 15. Mal der Fall sein. Mit Blick auf die UEFA-Gründerstadt gleichsam Basler Leckerli.

 

Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gab es jedoch nicht nur dreimal diesen Hochgenuss, sondern auch drei Tiefpunkte mit Trainerwechseln. Nach dem Vorrundenaus quittierten Jupp Derwall, Erich Ribbeck und Rudi Völler ihren Dienst als Bundestrainer.

 

Das ist für Bundestrainer Joachim Löw kein Thema. Löw betreut in Frankreich zum dritten Mal die Nationalmannschaft bei einer EM und steuert nach Platz zwei und einem Halbfinale den Titelgewinn an.

Sollte Löw nach dem WM-Sieg 2014 in Brasilien dieser Coup in Frankreich gelingen, würde der Bundestrainer mit Helmut Schön gleichziehen, der die Nationalmannschaft zu beiden Turniersiegen geführt hat. Ein Leckerli der Extraklasse.

GV

1 (27 - 03 - 2016) Bernd Jürgen Morchutt

Der Rumäne bekommt am wenigsten

Gehaltsranking

der EM-Trainer 2016

Anghel „Puiu“ Iordănescu, der rumänische Fußball-Nationaltrainer ist der Ärmste unter den Team-Managern der 24 Mannschaften, die an der EM 2016 in Frankreich teilnehmen. Er bekommt von seinem Verband ein Gehalt von 120.000 EUR pro Jahr. Was unter Normalverbrauchern als ordentliches Einkommen gilt, klingt im Vergleich zu seinen EM-Kollegen etwas mager. Englands Roy Hodgson zum Beispiel erhält vierzig Mal mehr. Ob er es auch verdient, ist eine andere Sache. Es handelt sich immerhin um 5 Millionen EUR per annum.

Dass Iordănescu trotzdem noch auf Platz 22 landet, liegt am Coach des russischen Teams, Leonid Slutsky. Der betreut seine Mannschaft völlig kostenfrei. Auch das Gehalt von Bernd Storck, der vor ein paar Tagen seinen Vertrag als ungarischer Team-Chef verlängerte, fehlt noch in der Auflistung. Allerdings wird sein Salär höher als das seines rumänischen Trainerkollegen sein.

Zu den Geringverdienern zählt auch der Italiener Giani de Biasi, mit dessen Hilfe der albanischen Nationalmannschaft erstmalig die Teilnahme an der europäischen Kontinentalmeisterschaft gelang. Der Coach der Albaner erhält mit 280.000 EUR trotzdem mehr als das Doppelte im Vergleich mit seinem Gegenpart aus Bukarest.

 

Die EURO 2016 wird in diesem Jahr vom 10. Juni bis zum 10. Juli stattfinden. Viele Details zur EM in Frankreich finden sich hier.

Die Top 10 der EM-Trainer-Gehaltsliste sieht wie folgt aus:

 

Platz 10: Vladimir Petkovic (Schweiz). Jahresgehalt: 750.000 Euro.

Platz 9: Martin O'Neill (Irland). Jahresgehalt: 1.000.000 Euro.

Platz 8: Fernando Santos (Portugal). Jahresgehalt: 1.200.000 Euro.

Platz 7: Marcel Koller (Österreich). Jahresgehalt: 1.500.000 Euro.

Platz 6: Didier Deschamps (Frankreich). Jahresgehalt: 2.000.000 Euro.

Platz 5: Vincent del Bosque (Spanien). Jahresgehalt: 3.000.000 Euro.

Platz 4: Joachim Löw (Deutschland). Jahresgehalt: 3.200.000 Euro.

Platz 3: Fatih Terim (Türkei). Jahresgehalt: 3.500.000 Euro.

Platz 2: Antonio Conte (Italien). Jahresgehalt: 4.600.000 Euro.

Platz 1: Roy Hodgson (England). Jahresgehalt: 5.000.000 Euro. 

 

 

Alle 24 Trainer in der Übersicht:

Didier Deschamps

Frankreich

Als Spieler hat Didier Deschamps alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Mit Olympique Marseille und Juventus Turin holte er jeweils die Champions League, im französischen Nationaltrikot den Welt- und Europameistertitel. Diese Siegermentalität soll er nun als Nationaltrainer auch seinen Spielern vermitteln. Ins Amt kam er nach der Europameisterschaft 2012. Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien zwei Jahre später gehörte Frankreich bereits zu den besten europäischen Teams. Im Viertelfinale verloren die Franzosen aber gegen den späteren Weltmeister aus Deutschland. Seine erfolgreichste Saison als Vereinstrainer war 2003/04 – damals erreichte er mit dem AS Monaco sensationell das Champions League Finale, unterlag dort aber dem FC Porto.

 

Lars Lagerbaeck

Island 

Die isländische Nationalmannschaft wird sich in Frankreich erstmals auf der großen internationalen Fußballbühne präsentieren. Trainer Lars Lagerbäck allerdings verfügt bereits über jede Menge Erfahrung auf diesem Niveau. Mit Schweden qualifizierte er sich von 2000 bis 2008 fünfmal in Folge für ein großes Turnier – eine Leistung, die noch keinem schwedischen Nationaltrainer vor ihm gelungen war. Nach der misslungenen Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika trat Lagerbäck zurück und trainierte bei der WM-Endrunde stattdessen die nigerianische Nationalmannschaft. Im Oktober 2011 schließlich übernahm er den Posten des isländischen Nationaltrainers und ist dort ein zentraler Baustein des modernen isländischen Fußballmärchens.

 

Pavel Vrba

Tschechien 

Viktoria Pilsen war lange Jahre kein wirklicher klangvoller Name auf der europäischen Bühne. Inzwischen hat der Klub aus Westböhmen aber Sparta Prag die Vormachtstellung im tschechischen Fußball abgenommen und ist regelmäßig im Europapokal aktiv. Dieser Aufstieg zum tschechischen Vorzeigeklub ist untrennbar mit Trainer Pavel Vrba verbunden. Dieser leitete die Geschicke des Vereins von 2008 bis 2013. In dieser Zeit holte er den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte und qualifizierte sich sogar für die Gruppenphase der Champions League. Im Januar 2014 schließlich übernahm er das Amt des tschechischen Nationaltrainers und kann auch dort bereits Erfolge vorweisen: Tschechien qualifizierte sich souverän für die EM-Endrunde.

 

Marc Wilmots

Belgien 

Marc Wilmots ist auf Schalke eine Legende. 1997 gewann er mit dem Verein den UEFA-Pokal und verwandelte dabei den entscheidenden Elfmeter. Später gab er auch ein kurzes Intermezzo als Interimstrainer - war dabei aber deutlich weniger erfolgreich. Für den Posten des belgischen Nationaltrainers scheint der ehemalige Schalker aber wie geschaffen. Denn für diese Truppe junger und hochveranlagter Kicker scheint Wilmots vom Typ her genau der Richtige zu sein. Nicht umsonst lautete sein Spitzname auf Schalke „Wlli, das Kampfschwein“. Die belgischen Talente bekommen von Wilmots also die grundlegenden Tugenden vermittelt. Bei der WM in Brasilien erreichten die Roten Teufel das Viertelfinale.

 

Chris Coleman

Wales 

Der damals drittklassige FC Fulham zahlte 1997 die Rekordablösesumme von zwei Millionen Pfund, um Verteidiger Chris Coleman zu verpflichten. Als der Aufstieg in die Premier League fünf Jahre später dann tatsächlich gelang, hatte Coleman seine Karriere bereits beenden müssen und war in den Trainerstab gewechselt. Wenig später übernahm er den Posten des Cheftrainers und erreichte in der Saison 2003/04 den neunten Platz – die bis heute beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Es folgten Stationen in San Sebastian, Coventry und Larisa, bevor Coleman 2012 walisischer Nationaltrainer wurde. Die WM-Qualifikation 2014 verpasste er dabei noch, für die EM-Endrunde in Frankreich qualifizierte sich Wales aber frühzeitig.

 

Vicente del Bosque

Spanien 

In der immer hektischer werdenden Fußballwelt hat sich Vicente del Bosque seine Ruhe nie nehmen lassen. Als Vereinstrainer von Real Madrid gelang es ihm so, auch große Ansammlungen von Stars zu bändigen. 2000 und 2002 gewann er mit den Königlichen die Champions League. Trotzdem wurde im Sommer 2003 sein Vertrag nicht verlängert. Im Anschluss an den EM-Titel 2008 übernahm er dann die spanische Nationalmannschaft und konnte bei der WM 2010 und der EM 2012 erneut den Titel holen. Spanien ist damit die einzige Mannschaft aller Zeiten, die drei große Turniere in Folge gewinnen konnte. Im Anschluss an die EM in Frankreich will del Bosque als Nationalcoach zurücktreten.

 

Jan Kozak

Slowakei

Als Spieler verfügt Jan Kozak bereits über die Erfahrung einer EM-Teilnahme. Im tschechoslowakischen Nationaltrikot holte er bei der Europameisterschaft 1980 in Belgien den dritten Platz. Obwohl er ein Jahr später sogar zum Fußballer des Jahres in seinem Heimatland gewählt wurde, blieb er bei der Weltmeisterschaft 1982 dann allerdings ohne Einsatz. Inzwischen existiert die tschechoslowakische Nationalmannschaft nicht mehr – stattdessen stehen in Frankreich erstmals bei einer Europameisterschaft ein tschechisches und ein slowakisches Team in der Endrunde. Die slowakische Mannschaft wird dabei seit 2013 von Kozak trainiert. Zuvor war er längere Zeit als Trainer beim slowakischen Verein MFK Kosice engagiert.

 

Jogi Löw

Deutschland

Mit dem VFB Stuttgart gewann Joachim Löw 1997 den DFB-Pokal. Anschließend schien seine Karriere aber nicht wirklich an Fahrt aufzunehmen. Stattdessen arbeitete Löw einige Zeit in der Türkei und in Österreich. Sein Glück war dann, dass er von Bundestrainer Jürgen Klinsmann 2004 als Co-Trainer ausgewählt wurde. Die beiden kannten sich von der gemeinsamen Trainerausbildung. Nach der erfolgreichen Heim-WM 2006 trat Klinsmann dann zurück und sein Assistent übernahm. In den Trainerolymp stieg Löw durch den WM-Titel 2014 auf. Der vierte Weltmeisterstern auf dem deutschen Nationaltrikot wird immer auch mit Löw als Trainer in Verbindung gebracht werden. Bei der EM in Frankreich soll nun auch der vierte deutsche EM-Titel her.

 

Adam Nawalka

Polen 

Als Spieler hat Adam Nawalka das polnische Nationaltrikot unter anderem bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien getragen. Dort schied das Team erst in der Zwischenrunde aus. Von solchen Erfolgen kann die aktuelle polnische Nationalmannschaft nur träumen. Seit Oktober 2013 als polnischer Nationaltrainer aktiv, konnte Nawalka immerhin schon einen historischen Fluch besiegen: In der EM-Qualifikation gelang ihm der erste Sieg der polnischen Nationalmannschaft gegen Deutschland überhaupt. An diesen Erfolg soll der Trainer mit seiner Mannschaft nun auch bei der EM-Endrunde in Frankreich anknüpfen. Auf Vereinsebene war er zuvor die meiste Zeit als Trainer beim polnischen Rekordmeister Gornik Zabrze aktiv.

 

Roy Hodgson

England 

Der englische Nationaltrainer Roy Hodgson gehört zu den internationalen Vertretern seiner Zunft. So trainierte er bereits Vereine in Schweden, Italien, Dänemark, England und der Schweiz sowie die Nationalteams der Vereinigten Arabischen Emirate, der Schweiz und Finnlands. Zugute kam dem Fußballlehrer dabei, dass er neben Englisch auch Deutsch, Französisch, Norwegisch und Italienisch spricht. 1996 qualifizierte er sich bereits mit der Schweiz einmal für eine EM-Endrunde, nahm daran selbst aber nicht teil, weil er zu Inter Mailand wechselte. Sein EM-Debut 2012 mit England endete dann im Viertelfinale gegen Italien. Die Weltmeisterschaft 2014 war für England sogar bereits nach der Vorrunde beendet – Hodgson durfte aber trotzdem im Amt bleiben.

 

Vladimir Petkovic

Schweiz 

Geboren wurde Vladimir Petkovic in Sarajevo im damaligen Jugoslawien. Schon als Spieler verbrachte er aber die meiste Zeit in der Schweiz. Seine bislang renommierteste Trainerstation war wiederum Lazio Rom in Italien. Dort trainierte er den deutschen Stürmer Miroslav Klose und gewann mit diesem den nationalen Pokal 2013. Im Januar 2014 kam allerdings heraus, dass sich Petkovic mit dem Schweizer Verband bereits heimlich auf die Übernahme des Nationaltrainerpostens geeinigt hatte. Lazio Rom entließ ihn daraufhin umgehend. Nach der WM 2014 wurde Petkovic dann tatsächlich Schweizer Nationaltrainer. Seine Biographie spiegelt sich auch bei vielen seiner Spieler wider, die ebenfalls Wurzeln auf dem Balkan haben.

 

Michael O'Neill

Nordirland 

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere begann Michael O’Neill zunächst einen Job in der Finanzindustrie. Er kehrte aber schnell ins Fußballgeschäft zurück – zunächst in Teilzeit und dann auch wieder hauptberuflich. Dazu musste er Nordirland allerdings verlassen und übernahm Trainerjobs in Schottland und Irland. Die Rückkehr gelang ihm, als er im Dezember 2011 den Posten des nordirischen Nationaltrainers übernahm. Im von Religionskonflikten geplagten Nordirland sorgte dabei sein katholischer Glaube für Aufsehen. Einige Medien berichteten sogar, es handle sich um den ersten katholischen Nationaltrainer seit mehr als fünfzig Jahren. Mit sportlichen Erfolgen ließ O’Neill dann aber die Religionsdebatte in den Hintergrund treten und qualifizierte sich mit Nordirland direkt für die Europameisterschaft in Frankreich.

 

Anghel Iordanescu

Rumänien 

Die erfolgreichste Zeit des rumänischen Fußballs waren die 1990er Jahre. Angeführt vom genialen Spielmacher George Hagi gehörte Rumänien damals zu den besten Mannschaften Europas – auch wenn der ganz große Erfolg ausblieb. Auf der Trainerbank saß dabei Anghel Iordanescu. Dessen Erfolge wurden später gewürdigt, indem er zu Rumäniens Trainer des 20. Jahrhunderts gewählt wurde. Nach der WM 1998 trat er allerdings erstmals zurück. Von 2002 bis 2004 gab er dann ein erstes – allerdings erfolgloses – Comeback als rumänischer Nationaltrainer. Danach war er lange Zeit im asiatischen Fußball unterwegs und gewann unter anderem zweimal die asiatische Champions League, bevor er im Oktober 2014 zum dritten Mal Nationaltrainer seines Landes wurde.

 

Marcel Koller

Österreich 

Als Spieler nahm Marcel Koller an der Europameisterschaft 1996 in England teil und beendete anschließend seine aktive Karriere. Als Trainer verschlug es ihn dann auch in die Bundesliga. So entdeckte er beim 1. FC Köln den jungen Lukas Podolski, stieg aber dennoch ab und wurde entlassen. Mit dem VFL Bochum hielt er sich anschließend drei Jahre im Oberhaus – erst nach seiner Entlassung stieg der Verein dann in die Zweite Liga ab. Anschließend legte Koller zwei Sabbatjahre ein, bevor er im Jahr 2011 den Posten des österreichischen Nationaltrainers übernahm. Koller stieß dabei zunächst auf einige Skepsis, hat mit einer überragenden EM-Qualifikation inzwischen aber alle Kritiker verstummen lassen.

 

Leonid Slutski

Russland 

Der italienische Startrainer Fabio Capello gehörte zwar zu den bestbezahltesten Nationaltrainer der Welt, war mit der russischen Nationalmannschaft aber chronisch erfolglos. Einige Fans begannen sogar damit, Geld für die Abfindung des Trainers zu sammeln. Soweit kam es dann allerdings nicht, der russische Verband zog auch so die Notbremse. Das Amt des Nationaltrainers übernahm daraufhin Leonid Sluzki, der zuvor mit ZSKA Moskau auch in der Champions League einige Achtungserfolge erringen konnte. Tatsächlich brachte der Trainerwechsel die Wende. Unter der Leitung von Sluzki gewann die russische Mannschaft ihre letzten vier Qualifikationsspiele und löste so direkt das Tickt für die Endrunde in Frankreich.

 

Antonio Conte

Italien 

Seine erfolgreichste Station als Trainer hatte Antonio Conte bei Juventus Turin. Von 2012 bis 2014 holte er dort dreimal in Folge die italienische Meisterschaft. Während dieser Tätigkeit wurde er aber von der eigenen Vergangenheit eingeholt. Als Trainer des AC Siena soll er sich der Mitwisserschaft an einem Spielbetrug schuldig gemacht haben und wurde daher im August 2012 für zehn Monate gesperrt. Später wurde die Strafe allerdings auf vier Monate reduziert. Nach dem dritten Titelgewinn mit Juventus einigten sich Trainer und Verein auf eine Vertragsauflösung. Einen knappen Monat später übernahm Conte die italienische Nationalmannschaft und führte diese problemlos durch die EM-Qualifikation.

 

Ante Cacic

Kroatien 

Relativ überraschend kam Ante Cacic ins Amt des kroatischen Nationaltrainers. Zwei Spieltage vor dem Ende der EM-Qualifikation verlor der kroatische Verband das Vertrauen in Nico Kovac und ersetzte diesen durch Cacic, der dafür eigens von Lokomotiva Zagreb losgeeist wurde. Über jede Menge Erfahrung verfügt der 63-jährige Fußballtrainer dabei in jedem Fall. Er trainierte bereits eine stolze Anzahl an Vereinsteams – darunter mit NK Maribor und Dynamo Zagreb durchaus auch bekanntere Teams. Bei seinen einzelnen Stationen blieb er aber nie übermäßig lange. Am dauerhaftesten war noch sein Engagement als lybischer Co-Trainer von 2003 bis 2006. Sein Start als kroatischer Nationaltrainer verlief jedenfalls erfolgreich: Er sicherte die EM-Qualifikation seines Heimatlandes.

 

Paulo Bento

Portugal 

Bereits im Alter von 21 Jahren musste Fernando Santos seine aktive Karriere beenden und widmete sich anschließend der Trainertätigkeit. Dabei entwickelte er sich zu einem Pendler zwischen Griechenland und seiner portugiesischen Heimat. In beiden Ländern trainierte er eine Vielzahl an Vereinen. Da erscheint es nur logisch, dass er auch beide Nationalmannschaften übernahm. Mit Griechenland nahm er an der EM 2012 und der WM 2014 teil und trat dann freiwillig zurück. Im WM-Achtelfinale gegen Costa Rica legte er sich allerdings noch mit dem Schiedsrichter an und wurde für acht Pflichtspiele gesperrt. Diese Sperre saß er ab, nachdem er den Posten als portugiesischer Nationaltrainer übernommen hatte. Die EM-Qualifikation gelang trotzdem.

 

Giovanni De Biasi

Albanien 

Mehr als 30 Jahre verbrachte Giovanni De Biasi als Trainer im italienischen Fußball. Er begann dabei vergleichsweise weit unten in der Serie C und arbeitete sich bis in die Serie A nach oben. Sein erstes Auslandsengagement war dann gleich eine Pleite. Bei UD Levante flossen keine Spielergehälter und die besten Spieler ergriffen die Flucht. Auch De Biasi kehrte nach Italien zurück und trainierte den FC Turin und Udinese Calcio. Sein nächster Schritt ins Ausland kam dann im Dezember 2011, als er die albanische Nationalmannschaft übernahm. Dort ist er inzwischen hoch angesehen und bekam sogar die albanische Staatsbürgerschaft verliehen. Wenige Monate später führte er das Land erstmals zu einer EM-Endrunde.

 

Fatih Terim

Türkei 

Der türkische Verband entschied sich nicht ohne Grund, bereits zum dritten Mal auf Fatih Terim als Nationaltrainer zu setzen. Denn bei seinen beiden vorherigen Amtszeiten nahm die Türkei jeweils an der EM-Endrunde teil. Somit zeichnet Terim für zwei der drei türkischen EM-Teilnahmen verantwortlich – nur Mustafa Denizli konnte sich als türkischer Nationaltrainer ebenfalls für eine EM qualifizieren. 2008 in Österreich und der Schweiz kam Terim mit seiner Mannschaft sogar bis ins Halbfinale, musste sich dort aber Deutschland geschlagen geben. Zwischen seinen ersten beiden Amtszeiten sorgte er auch noch für den größten Erfolg des türkischen Vereinsfußballs. Mit Galatasaray Istanbul holte er 2000 den UEFA-Pokal.

 

Mykhailo Fomenko

Ukraine 

Als Michail Fomenko im Dezember 2012 ukrainischer Nationaltrainer wurde, schien dies eine spannende Aufgabe zu sein. Fomenko schien zudem ein geeigneter Mann für die weitere Entwicklung der Mannschaft zu sein. Immerhin war er seit Jahren im ukrainischen Vereinsfußball aktiv und besaß so einen guten Überblick über die Talente des Landes. Die Qualifikation für die WM 2014 misslang allerdings denkbar knapp in den Playoffs gegen Frankreich. Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen durch den Ukraine-Konflikt und die Kämpfe im Osten des Landes zudem erheblich zum negativen verändert. Es spricht für Fomenko, dass er sich mit seiner Mannschaft dennoch direkt für die EM in Frankreich qualifizieren konnte.

 

Martin O'Neill

Irland 

Als Spieler war Martin O’Neill bei Nottingham Forrest aktiv. Sein Trainer dort war die meiste Zeit Brian Clough, unter dessen Leitung das Team 1979 und 1980 den Europapokal der Landesmeister holte. Solche Erfolge blieben O’Neill als Trainer bisher zwar verwehrt, er konnte sich mit Leicester City aber zumindest in der Premier League etablieren und kam mit Celtic Glasgow bis ins Finale des Europapokals. Mit seinem nordirischen Amtskollegen Michael O’Neill teilt er sich nicht nur den Nachnamen – vielmehr kommt auch Martin O’Neill aus Nordirland. Insgesamt 64 Mal trug er das nordirische Nationaltrikot und nahm an der WM-Endrunde 1982 teil. Als Trainer führte er nun den großen irischen Nachbarn zur EM nach Frankreich.

 

Erik Hamren

Schweden 

Über mangelnde Geduld des schwedischen Verbands kann sich Erik Hamren bisher nicht beklagen. Obwohl man bei der Europameisterschaft 2012 frühzeitig ausschied und die Qualifikation für die WM zwei Jahre später gleich ganz verpasste, vertrauen die Schweden weiterhin auf Hamren. Dieser hatte sich durch Erfolge in mehreren skandinavischen Ländern für den Posten empfohlen. So gewann er bereits die norwegische und die dänische Meisterschaft und holte mehrmals den schwedischen Pokal. In der Qualifikation zur EM in Frankreich musste Schweden den Umweg über zwei Playoff-Spiele gegen Dänemark nehmen. Ein erneutes Scheitern hätte Hamren wohl das Amt gekostet. So aber kann er sich bei der EM-Endrunde für eine weitere Zusammenarbeit empfehlen.

 

Bernd Storck

Ungarn 

Deutschland exportiert nicht nur Waren in alle Welt, sondern traditionell auch viele gut ausgebildete Fußballtrainer. Dies trifft auch auf Bernd Storck zu, der jahrelang unter Jürgen Röber als Co-Trainer arbeitete, bevor er selbst als Nationaltrainer nach Kasachstan ging. Im Juli dieses Jahres wurde Storck dann Nationaltrainer der ungarischen Mannschaft und qualifizierte sich mit dieser für die EM-Playoffs. Für diese Entscheidungsspiele holte Storck sich Verstärkung aus der Heimat: Andreas Möller als Co-Trainer und Holger Gehrke als Torwarttrainer verstärkten das Trainerteam. Dem Trio gelang schließlich die erste ungarische EM-Qualifikation seit 1972. Lohn für diesen Erfolg: Die Verträge wurden jeweils bis zum Ende der EM in Frankreich verlängert.

Di                  19.09.2017 

Nr.             2.522 - 1.219

Sollte es in diesen Tagen zu Unregelmäßigkeiten bei der Aktualisierung der Website kommen, bitte ich um Entschuldigung. Webmaster und Internet Provider primacom führen einen Vertragsstreit!

BJM

Aktualisierung        11:05

Übrigens,

 

… der Abschuss eines Wisents, eine europäische Art des Bisons (rechts), in Brandenburg am 13. September schlägt immer höhere Wellen. Der aus Polen stammende 900-kg-Bulle wurde nahe des Städtchens Lebus auf Anweisung des Ordnungsamtes abgeknallt. Ein Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr sei vor Einbruch der Dunkelheit nicht aufzutreiben gewesen, hieß es. "Deutschland – kein Land für Wisente", titelte die regierungsnahe Zeitung Gazeta Polska Codzienna vorwurfsvoll. Nun kann den Deutschen der Schwarze Peter in Sachen Naturschutz zugeschoben werden. "Deutsche Logik – den geschützten Wisent abschießen, aber die Borkenkäfer in unserem Urwald schützen" so eine von vielen Twitter-Meldungen. Es ist der alte Vorwurf östlich der Oder, dass man in Deutschland Polen gern belehre, sich selbst jedoch mehr Freiheiten herausnehme.

AKTUELLE LOTTOZAHLEN

Ziehung vom 16.09.2017

21    26    27   31    35   47    SZ: 9

Spiel 77:  4741 600

 

Super 6: 169 673 

(ohne Gewähr)

Seit  2010-09-07

Aktueller Stand:

2035 (2017-09-19) 

Bernd Jürgen Morchutt

 

Im Süden der Insel Rügen direkt

an der Deutschen Alleenstraße

Putbus - die ehemalige Fürstenresidenz

Name kommt vom slawischen epod boz - hinter dem Holunderbusch

BREAKING NEWS

Stand: 19.09.2017 - 11.05 Uhr

 

International

 

Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist laut einem CNN-Bericht während des Wahlkampfs bis nach dem Urnengang heimlich von den Behörden abgehört worden. Manaforts Gespräche seien auf Grundlage einer geheimen Gerichtsanordnung bis mindestens Anfang dieses Jahres mitgeschnitten worden.Unter Berufung auf drei Quellen berichtete CNN, die abgehörten Gespräche hätten bei den Ermittlern den Verdacht genährt, dass Manafort Russland ermutigt habe, zugunsten von Trump in den Wahlkampf einzugreifen. Zwei der Quellen gaben demnach allerdings an, dass die Beweise nicht ausreichend gewesen seien.

 

Spanien weist den nordkoreanischen Botschafter aus. Wegen der wiederholten Weigerung des asiatischen Landes, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben, müsse der Diplomat Spanien bis Ende des Monats verlassen, erklärte das spanische Außenministerium am Montag. Der Botschafter sei einbestellt und zur persona non grata erklärt worden.

 

Mitten in der Nordkorea-Krise haben Russland und China sowie die USA und Südkorea am Montag Militärmanöver in der Nähe des isolierten Landes gestartet.

 

Deutschland/Berlin

 

Als Angela Merkel am Montag am Rednerpult steht, im badischen Offenburg, da geht es nicht um das, was sie sagt. Es geht um das, was sie nicht sagt. Das weiß auch der Jubilar in der ersten Reihe. Wolfgang Schäuble ist gerade 75 geworden, er scheint das Brimborium um ihn zu genießen, selbst die Blasmusik, die seine CDU für ihn spielen lässt. Seit 45 Jahren sitzt er im Bundestag, ist damit nicht nur der dienstälteste CDUler, sondern auch der längstdienende Mandatar der Geschichte; und immer ist er per Direktmandat gewählt worden. Letztes Mal waren es 56 Prozent in Offenburg, wo er herkommt, wo gefeiert wird. Dass es am Sonntag ebenso viele sein werden, gilt als ausgemacht. Und dass er weitermachen will als Finanzminister, trotz der vielen Jahre in Spitzenämtern, daran lässt er selbst keinen Zweifel. Nur: Ob er noch darf, ist die Frage.


Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat das türkische Außenministerium den deutschen Botschafter einbestellt. Erst am Samstag hatte Martin Erdmann im Außenministerium in Ankara antreten müssen, weil die Türkei sich über eine Kurdendemonstration in Köln beschwert hatte.

 

Sport

 

Fussball

 

Am Tag vor dem Bundesliga-Schlager gegen Schalke hat Bayern München einen Rückschlag verdauen müssen. So verletzte sich Tormann Manuel Neuer im geheimen Abschlusstraining am Montag erneut am linken Fuß, nach Informationen der "Bild"-Zeitung droht dem Kapitän wieder eine Operation und damit eine mehrmonatige Pause. Neuer hatte erst vor drei Wochen in Bremen sein Bundesliga-Comeback gefeiert. 

 

Rad-WM in Bergen/Norwegen

 

Das deutsche Team Sunweb um Giro-Sieger Tom Dumoulin hat am Sonntag bei der Radstraßen-WM im norwegischen Bergen überraschend Gold geholt. Völlig unerwartet wurden die wesentlich höher eingeschätzten Teams wie Sky, BMC Racing und Titelverteidiger Quick-Step Floors geschlagen.

 

Sonntag: Herren, Teamzeitfahren (42,5 km): 1. Sunweb (GER/Tom Dumoulin, Lennard Kämna, Wilco Kelderman, Sören Andersen, Michael Matthews, Sam Oomen) 47:50,42 Min. – 2. BMC (USA/Rohan Dennis, Silvan Dillier, Stefan Küng, Daniel Oss, Miles Scotson, Tejay van Garderen) + 8,29 Sek. – 3. Sky (GBR/Owain Doull, Chris Froome, Wasil Kirijenka, Michal Kwiatkowski, Gianni Moscon, Geraint Thomas) 22,35. 

Profiwissen für den

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